Anreise, Gastfamilie & Unterkunft

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1 Anreise, Gastfamilie & Unterkunft Nach ca. 14 Std. Reisezeit war ich da: in Phuket! Kurz noch die Einreiseformalitäten bewältigen und dann trifft man auch schon auf 9 weitere STA Kollegen. Zusammen mit dem Tourguide geht es nach einem kurzen Hallo auch gleich zum Bus. Das Gepäck wird verladen, man sucht sich einen Sitzplatz und schon ist man auf dem Weg. Ca. 1,5 Std. dauert die Fahrt nach Kuriburi. Ein Küstenort ca. 150 km von Phuket entfernt. Hier beginnt schon die Entschleunigung, wie ich später merken sollte. Doch zuerst gibt es zu aller Überraschung ein gemeinsames Mittagessen. Die erste Scheu ist verflogen, die Gespräche beginnen, der Projetkmanager kommt dazu, die sehr gastfreundliche Köchin bringt immer mehr von dem unglaublich leckeren Essen und nach kurzer Zeit unterhält sich jeder mit jedem und eine gelassene Stimmung verbreitet sich. Nun noch eine kurze Fahrt zu unserem Hotel

2 So ein Hotel hätte keiner von uns erwartet! Wir beziehen die Zimmer und erkunden das Hotel. Zum Glück verstehe ich mich sofort mit Mitch, meinem Bruder aus Brisbane für den CSR Trip, und wir beschließen schnell, dass der Pool erkundet werden muss. Wir hatten den Gedanken nicht alleine und so gab es ein Wiedersehen mit einigen anderen am Pool. Ein erster Cocktail, ein paar Bahnen schwimmen und dann ging es auch gleich weiter. In der Dämmerung sind wir an einen Fluss gefahren und haben dort den Abend verbracht und waren auch noch schwimmen. Dann wieder zurück ins Hotel, ein gemeinsames Abendessen, ein paar Bier, der Austausch von Erwartungen, vielleicht auch einigen Sorgen und Hoffnungen und ab ins Bett. Morgen soll es ja Früh losgehen.

3 Aufstehen, frühstücken, schnell packen und dann gleich wieder ab in den Bus und schnell zum Hafen. Auf dem Weg noch Geld am Automaten ziehen, letzte Einkäufe erledigen und dann geht es auch schon ins Boot uns los. Herrliches Wetter begleitet uns nun auf der ca. 1,5-stündigen Überfahrt und wir können die Quallenfischer beobachten, die ihre wertvolle Beute trocknen und nach Japan verkaufen werden. Das sieht zwar spannend aus aber irgendwie überzeugt mich der Gedanke Quallen zu essen nicht. Vor lauter schauen und genießen merken wir kaum, dass die Fahrt schon zu Ende ist. Wir legen in Ban Lion an und werden von den Einwohnern freundlich begrüßt.

4 Die erste Toilette wird gesucht, gefunden, erklärt und los geht das Vergnügen. Es ist schon ungewohnt. Aber es funktioniert und man gewöhnt sich sehr schnell daran, dass eine Toilette hier einfach anders aussieht. Man hilft uns mit dem Gepäck und dann geht es ins Community Center und wir besprechen kurz den weiteren Tag.

5 Und jetzt kommt der spannendste Moment: wir lernen unsere Gastfamilie kennen. Mitch und ich bleiben Brüder für den Trip und dürfen bei Pa Song einziehen. Pa Song ist sehr freundlich aber doch ein bisschen verhalten. Stolz zeigt sie uns unsere Zimmer in ihrem Haus Das Bad

6 Und unser Wohnzimmer Zum Zimmer bleibt zu sagen, dass rosa nicht meine Lieblingsfarbe ist. Aber sonst hatten wir alles: eine Kleiderstange und sogar Kleiderbügel, 2 Ventilatoren pro Zimmer, ein Moskitonetz (wie dankbar man für die kleinen Erfindungen sein kann) und eine komfortable Matratze. Dazu ein paar Stunden Strom am Tag. Und alles war sauber. Mehr braucht man hier nicht!

7 Wir richten uns ein und dürfen das erste Mal Pa Songs vorzügliche Küche kosten. Gebratenes Fleisch mit Gemüse, dazu Spiegeleier, eine Suppe und natürlich Reis.

8 Übrigens dachte ich immer die Thaiküche ist gesund. Aber ich habe anderes gelernt, denn die Menge macht den Unterschied. Die Thaiküche mit den frischen Zutaten ist einfach zu lecker und man kaum aufhören zu essen. Dazu haben wir Pa Song ab dem 2. Tag Mum genannt. Der Grund dafür? Sie saß bei jeder Mahlzeit neben uns und hat uns immer wieder Berge von Essen auf die Teller geladen, sobald diese vielleicht auch nur in die Nähe von fast leer kamen. Es kam uns so vor als wolle sie uns sagen, dass wir jungen Männer doch viel Essen müssten. Und sie als Mutter kümmerte sich sehr gerne darum. Liebe Pa Song, auch wenn du diese Zeilen wohl nie lesen wirst, wir haben die Zeit bei dir sehr genossen. Du hast uns nicht nur viel zu gut bekocht. Nein, du hast uns wirklich wie einen Teil der Familie sehr herzlich aufgenommen, uns teilhaben lassen und uns ab der ersten Minute in deinem Haus mehr als nur WILLKOMMEN geheißen. Übrigens spreche ich kein Thai und Mum spricht kein Deutsch oder Englisch. Wir haben uns die gesamte Zeit mit Händen und Füßen und ein paar Fetzen Thai verständigt und hatten nicht ein einziges Mal Probleme uns zu verständigen. Auch das ist eine sehr spannende und vor allem sehr lehrreiche Erfahrung, die ich nicht missen möchte. Der Nachbarjunge Dug kommt zu Besuch und nimmt einen sofort in Beschlag. Er kennt keine Scheu, spielt sofort mit uns, macht Bilder mit unseren Kameras und erobert sofort unser aller Herzen. Dann ging es zurück ins Community Centerund wir haben die Arbeit der nächsten Tage besprochen. Uns wurde erklärt, welche Projekte von hier aus koordiniert werden

9 und wie diese nachhaltig Wirkung zeigen sollen.

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