Einführung in die theoretische Philosophie

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1 Einführung in die theoretische Philosophie Prof. Dr. Martin Kusch 1

2 Unterrichtsmaterialien Auf Moodle: Literatur zur Vorlesung Auf : PowerPoint Folien Tonbandmitschnitte Google: Kusch Lehrveranstaltungen

3 Literatur zur Vorlesung Auch als Reader zu kaufen: in der Buchhandlung Facultas in NIG (Neuen Institutsgebäude, Universitätsstraße 7)

4 TutorInnen: Lukas Heuberger Ella Veronika Hiesmayr Tutorien --

5 Zusätzliche Vorlesung zum wissenschaftlichen Arbeiten von Mag. Sebastian Kletzl, am Mittwoch, den 5.3., , HS III, NIG.

6 Leistungskontrolle Schriftliche Klausur. Es werden vor Semesterende zwei Prüfungstermine angeboten. Erster Prüfungstermin: Dienstag, 27. Mai 2014, bis 11:30 Uhr. Hörsaal 3 2A OG, UZA II Geo-Zentrum, 1090 Wien, Althanstraße 14 Zweiter Prüfungstermin: Dienstag, 17. Juni 2014, bis 11:30 Uhr. Hörsaal 3 2A OG UZA II Geo-Zentrum, 1090 Wien, Althanstraße 14

7 Philosophie Theoretische Praktische Erkenntnistheorie Metaphysik Sprachphilosophie Philosophie des Geistes Wissenschaftsphilosophie Ethik Politische Philosophie Sozialphilosophie Rechtsphilosophie Handlungstheorie Logik Ästhetik 7

8 Philosophie Theoretische Praktische Erkenntnistheorie Metaphysik Sprachphilosophie Philosophie des Geistes Wissenschaftsphilosophie Ethik Politische Philosophie Sozialphilosophie Rechtsphilosophie Handlungstheorie Logik Ästhetik 8

9 Erkenntnistheorie (1) Wissen (2) Skeptizismus Metaphysik (3) Kausalität (4) Gottesbeweise Sprachphilosophie (5) Regelfolgen (6) Eigennamen Philosophie des Geistes (7) Personale Identität (8) Fremdpsychisches Wissenschaftsphilosophie (9) Kritik und Dogma (10) Realismus und seine Gegner 9

10 Zentrale Fragen der Erkenntnistheorie (a) Was ist Wissen? Was bedeutet Wissen? Gee wahre Überzeugung? (b) Was ist epistemische Rechtfertigung? Vgl. ästhetische, moralische Rechtfertigung

11 (c) Was sind die Wissensquellen und wie hängen sie zusammen? Wahrnehmung, Erinnerung, Schließen, Zeugnisse (d) Können wir überhaupt etwas wissen? Das Problem des Skeptizismus

12 1. Thema: Definition des Wissens 12

13 (1) Eine sprachphilosophische Unterscheidung (2) Formen des Wissens (3) Zwei Bedingungen propositionalen Wissens (4) Die klassische Analyse propositionalen Wissens (5) Gettiers Gegenbeispiele (6) Struktur der Gegenbeispiele 13

14 (1) Eine sprachphilosophische Unterscheidung (2) Formen des Wissens (3) Zwei Bedingungen propositionalen Wissens (4) Die klassische Analyse propositionalen Wissens (5) Gettiers Gegenbeispiele (6) Struktur der Gegenbeispiele 14

15 grün : das Prädikat bedeutet das Grünsein, das Grüne: die Eigenschaft, Intension

16 grün : das Prädikat die grünen Einzeldinge: die Extension 16

17 grün : das Prädikat bedeutet das Grünsein, das Grüne: die Eigenschaft, Intension determiniert die grünen Einzeldinge: die Extension 17

18 Wissen bedeutet Intension, Kriterien determiniert Fälle von Wissen: die Extension 18

19 Wissen bedeutet Intension, Kriterien determiniert Ziel: eine explizite Intension für eine intuitive Extension Fälle von Wissen: die Extension 19

20 (1) Eine sprachphilosophische Unterscheidung (2) Formen des Wissens (3) Zwei Bedingungen propositionalen Wissens (4) Die klassische Analyse propositionalen Wissens (5) Gettiers Gegenbeispiele (6) Struktur der Gegenbeispiele 20

21 (2) Formen des Wissens Die Wörter wissen und kennen (im Englischen beides know ) werden in verschiedenen Konstruktionen benutzt: (a) Ein Individuum /eine Sache kennen (knowing X) Ich kenne die englische Königin. (b) Wissen wer Ich weiß, wer die Institutsvorständin ist. 21

22 (c) Wissen ob Ich weiß, ob Herr Gruber Frau Huber liebt. (d) Wissen wann Ich weiß, wann meine Frau nach hause kommt. (e) Wissen wie Ich weiß, wie man Fahrrad fährt. (f) Wissen dass... Faktenwissen... Propositionales Wissen Ich weiß, dass heute Montag ist. und andere mehr 22

23 Propositionen sind zum einem die Bedeutungen von Aussagesätzen: Snow is white. Lumi on valkoinen.... drücken die gleiche Proposition aus. 23

24 Propositionen sind zum einem die Bedeutungen von Aussagesätzen: Snow is white. Lumi on valkoinen.... drücken die gleiche Proposition aus. Juha (der Finne) weiß, dass Schnee weiß ist... kann auch dann stimmen, wenn Juha gar kein Deutsch kann. Propositionen werden also auch gebraucht, um zu identifizieren, worauf sich unsere Haltungen und Einstellungen beziehen. 24

25 Sind alle Formen des Wissens letztendlich auf propositionales Wissen reduzierbar? Nein. 25

26 (1) Eine sprachphilosophische Unterscheidung (2) Formen des Wissens (3) Zwei Bedingungen propositionalen Wissens (4) Die klassische Analyse propositionalen Wissens (5) Gettiers Gegenbeispiele (6) Struktur der Gegenbeispiele 26

27 (3) Zwei Bedingungen propositionalen Wissens (a) Wahrheit: Ich weiß, dass ich 1,91 Meter groß bin, aber es ist nicht wahr. Die Aussage scheint sich selbst zu widersprechen. 27

28 (b) Überzeugung: Ich weiß, dass ich 1,91 Meter groß bin, aber ich bin nicht davon überzeugt / ich glaube es nicht. Die Aussage scheint sich selbst zu widersprechen. Überzeugung ist hier in einem weiten Sinn genommen: man akzeptiert etwas als wahr, man hält es für wahr. Die Stärke der Überzeugung ist hier nicht wichtig. 28

29 In dem weiten Sinne gibt es drei mögliche Stellungnahmen zu einer Proposition: Überzeugung / Glaube, dass p Überzeugung / Glaube, dass nicht-p (Unglaube dass p) Urteilsenthaltung gegenüber p 29

30 Scheinbares Gegenbeispiel: Ich weiß, dass 2+2=4; ich glaube es nicht. Aber eigentlich ist damit gesagt:... glaube es nicht nur. Vgl.: Ich bin total erschöpft; ich bin nicht müde. 30

31 (c) Überzeugung und Wahrheit reichen nicht aus... Beispiel: (a) (b) (c) (d) Rapid Wien spielte gestern gegen Austria Wien. Ich habe noch keine Information über den Endstand. Ich vermute, dass Rapid gewonnen hat. Rapid hat wirklich gewonnen. 31

32 (c) Überzeugung und Wahrheit reichen nicht aus... Beispiel: (a) (b) (c) (d) Rapid Wien spielte gestern gegen Austria Wien. Ich habe noch keine Information über den Endstand. Ich vermute, dass Rapid gewonnen hat. Rapid hat wirklich gewonnen. Weiß ich, dass Rapid gewonnen hat? Meine Überzeugung ist wahr. Ich weiß es nicht vermuten ist nicht gleich wissen. 32

33 Beispiel: (a) Der Wetterbericht sagt, dass es am Samstag mit 51% Wahrscheinlichkeit regnen wird. (b) (c) Ich bin ein Pessimist: ich bin überzeugt, dass es regnen wird. Es regnet dann wirklich. Wusste ich, dass es regnen würde? Nein, mein Beweismaterial war zu schwach. Ich hatte keine Rechtfertigung. 33

34 (1) Eine sprachphilosophische Unterscheidung (2) Formen des Wissens (3) Zwei Bedingungen propositionalen Wissens (4) Die klassische Analyse propositionalen Wissens (5) Gettiers Gegenbeispiele (6) Struktur der Gegenbeispiele 34

35 (4) Die klassische Analyse propositionalen Wissens (KAW) KAW: S weiß, dass p =df. (i) S ist überzeugt, dass p; (ii) p ist wahr; (iii) die Überzeugung von S dass p ist ge. Dieses Verständnis von Wissen findet sich schon bei Plato. 35

36 (a) Überzeugung: eine propositionale Einstellung : Einstellung zu einer Proposition. (b) Wahrheit: Über Wahrheit gibt es viele verschiedene Theorien: 36

37 Korrespondenztheorie: Eine Proposition p ist wahr g.d.w. sie den Tatsachen korrespondiert. Kohärenztheorie:... wenn sie mit anderen Propositionen kohäriert. Konsenstheorie:... wenn ihr alle (ideal-rationalen) Menschen (einer bestimmten Gruppe) zustimmen (würden). 37

38 Hier gehen wir erst einmal von der Korrespondenztheorie aus. Ein wichtiger Aspekt der Korrespondenztheorie: Ob eine Proposition wahr ist, hängt nicht davon ab, ob sie irgend jemand glaubt. 38

39 (c) Rechtfertigung Eine erkenntnistheoretische Rechtfertigung kann stärker oder schwächer sein. Beispiel: Der Wetterbericht sagt, dass es am Samstag mit 51% Wahrscheinlichkeit regnen wird. Ich bin ein Pessimist: ich bin überzeugt, dass es regnen wird. Es regnet dann wirklich. Der Wetterbericht gibt mir eine gewisse Rechtfertigung für meine Überzeugung, aber nicht genug für Wissen. 39

40 Die Rechtfertigung in der KAW muss also eine starke oder adäquate Rechtfertigung sein. Es kann ge sein, dass man eine Überzeugung hat, auch ohne dass man diese Überzeugung tatsächlich hat. 40

41 Beispiel: Herr Unsicher hat einen Test gemacht. Der Prüfer hat sich die Antworten schnell angeguckt und gesagt, es sähe alles gut aus. Herr Unsicher hatte sich gut vorbereitet und fand die Fragen nicht überraschend. Also ist die Überzeugung, dass er die Prüfung bestanden hat, sehr gut ge. Aber er ist eben Herr Unsicher... und daher überzeugt, dass er die Prüfung nicht bestanden hat. 41

42 (d) Wirkliches und scheinbares Wissen Manche Menschen in der Antike meinten, die Erde sei eine Scheibe. Sie sagten, sie wüssten, die Erde sei eine Scheibe. Aber sie wussten es nicht: sie glaubten es nur zu wissen. Wissen ist faktiv: Ich weiß dass p p (ist wahr). 42

43 (1) Eine sprachphilosophische Unterscheidung (2) Formen des Wissens (3) Zwei Bedingungen propositionalen Wissens (4) Die klassische Analyse propositionalen Wissens (5) Gettiers Gegenbeispiele (6) Struktur der Gegenbeispiele 43

44 E. Gettier (1927 -) (5) Gettiers Gegenbeispiele Edmund Gettier (1963), Is Justified True Belief Knowledge? 44

45 (a) Beispiel I: Die zehn Münzen GRUBER ist ge, folgende Überzeugung haben: (1) BAUER ist der Mann, der die offene Stelle bekommen wird, und BAUER hat zehn Münzen in seiner Hosentasche. GRUBER hat gesehen, wie BAUER seine Münzen gezählt hat. GRUBER weiß, dass BAUER sehr qualifiziert ist. BAUER hat gehört, dass der Boss zur Sekretärin gesagt hat, BAUER bekomme die offene Stelle. 45

46 dass Bauer 10 Münzen in die Tasche steckt. Gruber weiß dass Bauer sehr qualifiziert ist. dass Boss sagt: Bauer bekommt den Job.

47 dass Bauer 10 Münzen in die Tasche steckt. 47 Gruber weiß dass Bauer sehr qualifiziert ist. dass Boss sagt: Bauer bekommt den Job. (1) Bauer hat 10 Münzen in der Tasche und er kriegt den Job.

48 GRUBER leitet folgende Proposition (=2) korrekt von (1) ab und ist von (2) überzeugt: (1) BAUER ist der Mann, der die offene Stelle bekommen wird, und Bauer hat zehn Münzen in seiner Hosentasche. (2) Der Mann, der die Stelle bekommt, hat zehn Münzen in seiner Hosentasche. GRUBERS Überzeugung (2) ist aufgrund der Deduktion ge. (2) ist wahr. 48

49 dass Bauer 10 Münzen in die Tasche steckt. 49 Gruber weiß dass Bauer sehr qualifiziert ist. dass Boss sagt: Bauer bekommt den Job. (1) Bauer hat 10 Münzen in der Tasche und er kriegt den Job. Aus (1) folgt (2): (2) Der Mann, der den Job kriegt, hat 10 Münzen in der Tasche.

50 50 Beweismaterial Subjekt hat Überzeugung (1)

51 51 Beweismaterial Subjekt hat deduziert richtig Überzeugung (1) Überzeugung (2)

52 52 Beweismaterial Subjekt hat deduziert richtig Überzeugung (1) Überzeugung (2) WAHR!!!

53 53 Beweismaterial Subjekt hat deduziert richtig Überzeugung (1) Überzeugung (2) WAHR!!!

54 54 Beweismaterial Subjekt hat deduziert richtig Überzeugung (1) Überzeugung (2) WAHR!!! (2) also wahr und ge. Dann aber nach KAW auch Wissen!

55 Aber (1) ist dennoch nicht wahr: Der Boss hat sich vertan: Die Stelle geht an MÜLLER. Zufällig hat aber auch MÜLLER zehn Münzen in seiner Tasche. 55

56 Gruber weiß dass Bauer 10 Münzen in die Tasche steckt. dass Bauer sehr qualifiziert ist. Aber: Der Boss hat sich vertan. Müller bekommt den Job. Zufällig hat aber auch Müller 10 Münzen in der Tasche. dass Boss sagt: Bauer bekommt den Job. IRRTUM (1) Bauer hat 10 Münzen in der Tasche und er kriegt den Job. FALSCH Aus (1) folgt (2): (2) Der Mann, der den Job kriegt, hat 10 Münzen in der Tasche. WAHR 56

57 57 Beweismaterial Subjekt hat deduziert richtig Überzeugung (1) FALSCH!!! Überzeugung (2) WAHR!!!

58 58 Beweismaterial Subjekt hat deduziert richtig Überzeugung (1) FALSCH!!! Überzeugung (2) WAHR!!! (2) kein Wissen obwohl wahr und ge: Die Rechtfertigung für (2) hat nichts mit der Wahrheit von (2) zu tun!

59 Also: (a) (2) ist wahr: (2) Der Mann, der die Stelle bekommt, hat zehn Münzen in seiner Hosentasche. (b) GRUBERS Überzeugung, dass (2), ist ge aufgrund der Deduktion. (c) Aber GRUBER weiß nicht, dass (2). Dass GRUBER hinsichtlich (2) Recht hat, beruht auf einem Zufall. 59

60 Beweismaterial Subjekt hat Überzeugung (1) 60

61 Beweismaterial Subjekt hat deduziert richtig Überzeugung (1) Überzeugung (2) 61

62 Beweismaterial Subjekt hat deduziert richtig Überzeugung (1) Überzeugung (2) 62

63 Beweismaterial Subjekt hat deduziert richtig Überzeugung (1) Überzeugung (2) WAHR!!! 63

64 64 Beweismaterial Subjekt hat deduziert richtig Überzeugung (1) FALSCH!!! Überzeugung (2) WAHR!!!

65 65 Beweismaterial Subjekt hat deduziert richtig Überzeugung (1) FALSCH!!! Überzeugung (2) WAHR!!! (2) kein Wissen obwohl wahr und ge: Die Rechtfertigung für (2) hat nichts mit der Wahrheit von (2) zu tun!

66 (b) Beispiel II: Der Bauer/Müller Fall GRUBER weiß, dass BAUER, der in seinem Büro arbeitet, in einem Ford zur Arbeit kommt; dass BAUER Papiere hat, die besagen, dass er der Besitzer ist; dass BAUER im Allgemeinen ehrlich ist, u.s.w. Daher kommt GRUBER zu der Überzeugung: (3) BAUER, der in GRUBERS Büro arbeitet, besitzt einen Ford. 66

67 GRUBER hört im Radio, dass der Ford-Händler in der Stadt eine Lotterie veranstaltet, an der alle die Leute teilnehmen dürfen, die mit einem Ford-Besitzer im gleichen Büro arbeiten. GRUBER entscheidet sich teilzunehmen, weil er glaubt, er sei dazu berechtigt. Er schließt von (3) auf (4): (3) BAUER, der in GRUBERS Büro arbeitet, besitzt einen Ford. (4) Es gibt jemand, der in GRUBERS Büro arbeitet, und der einen Ford besitzt. 67

68 dass der Kollege Bauer in einem Ford zu Arbeit kommt. Gruber weiß dass Bauer Papiere hat, die besagen, er führe einen Ford. dass Bauer im Allgemeinen ehrlich ist. 68

69 dass der Kollege Bauer in einem Ford zu Arbeit kommt. Gruber weiß dass Bauer Papiere hat, die besagen, er führe einen Ford. dass Bauer im Allgemeinen ehrlich ist. (3) Kollege Bauer besitzt einen Ford. Aus (3) folgt (4). (4) Ein Kollege von Gruber besitzt einen Ford. 69

70 Aber BAUER hat den Ford-Besitz nur vorgespielt, es ist gar nicht sein Auto. Also ist (3) falsch. Aber ohne dass GRUBER davon weiß, besitzt MÜLLER, der ebenfalls im gleichen Büro arbeitet, einen Ford. GRUBERS Überzeugung dass (4) ist ge und wahr, aber kein Wissen. Auch hier ist es wieder der Zufall, der ihn dazu bringt, hinsichtlich (4) im Recht zu sein. 70

71 dass der Kollege Bauer in einem Ford zu Arbeit kommt. Aber: Bauer besitzt doch keinen Ford. Wohl aber Kollege Müller. Gruber weiß dass Bauer Papiere hat, die besagen, er führe einen Ford. dass Bauer im Allgemeinen ehrlich ist. (3) Kollege Bauer besitzt einen Ford. FALSCH Aus (3) folgt (4). (4) Ein Kollege von Gruber besitzt einen Ford. WAHR 71

72 Beweismaterial Subjekt hat Überzeugung (3) 72

73 Beweismaterial Subjekt hat deduziert richtig Überzeugung (3) Überzeugung (4) 73

74 Beweismaterial Subjekt hat deduziert richtig Überzeugung (3) Überzeugung (4) 74

75 Beweismaterial Subjekt hat deduziert richtig Überzeugung (3) Überzeugung (4) WAHR!!! 75

76 76 Beweismaterial Subjekt hat deduziert richtig Überzeugung (3) FALSCH!!! Überzeugung (4) WAHR!!!

77 77 Beweismaterial Subjekt hat deduziert richtig Überzeugung (3) FALSCH!!! Überzeugung (4) WAHR!!! (4) kein Wissen obwohl wahr und ge: Die Rechtfertigung für (4) hat nichts mit der Wahrheit von (4) zu tun!

78 (c) Beispiel III: Das Schaf auf der Wiese GRUBER fährt an Wiesen vorbei. Er schaut auf eine nahegelegene Wiese und sieht etwas, was genau wie ein Schaf aussieht. GRUBER kommt zu der geen Überzeugung: (5) Dieses Tier auf der Wiese ist ein Schaf. Sein Sohn auf der Rückbank schaut nicht hinaus und fragt GRUBER, ob es da Schafe gibt. GRUBER antwortet: (6) Es ist ein Schaf auf der Wiese. 78

79 Gruber sieht etwas auf der Wiese, das wie ein Schaf ausschaut. (5) Dieses Tier, das ich gerade auf der Wiese sehe, ist ein Schaf. Aus (5) folgt (6). (6) Es ist ein Schaf auf der Wiese. 79

80 GRUBERS Überzeugung dass (5) ist ge aufgrund dessen, was er sieht. (6) folgt aus (5), also ist auch (6) ge. Aber (5) ist falsch: das gesehene Tier ist ein Schafshund. Aber (6) ist doch wahr: das Schaf ist allerdings an einer ganz anderen Stelle auf der Wiese, und gar nicht in GRUBERS Blickfeld. (6) ist eine gee wahre Überzeugung, aber kein Wissen. 80

81 Gruber sieht etwas auf der Wiese, das wie ein Schaf ausschaut. Aber: Das Tier, das Gruber sieht, ist ein Schafshund. Gleichwohl ist außerhalb von Grubers Gesichtsfeld auch ein Schaf auf der Wiese. (5) dass das Tier, das er gerade auf der Wiese sieht, ein Schaf ist. FALSCH Aus (5) folgt (6). (6) Es ist ein Schaf auf der Wiese. WAHR 81

82 82 Beweismaterial Subjekt hat deduziert richtig Überzeugung (5) FALSCH!!! Überzeugung (6) WAHR!!! (6) kein Wissen obwohl wahr und ge: Die Rechtfertigung für (6) hat nichts mit der Wahrheit von (6) zu tun!

83 (1) Eine sprachphilosophische Unterscheidung (2) Formen des Wissens (3) Zwei Bedingungen propositionalen Wissens (4) Die klassische Analyse propositionalen Wissens (5) Gettiers Gegenbeispiele (6) Struktur der Gegenbeispiele 83

84 (6) Struktur der Gegenbeispiele In allen drei Fällen hat GRUBER gute Gründe, die deutlich für eine Proposition sprechen. Diese Typen von Gründen werden vom KAW als für Wissen gut genug betrachtet. GRUBER glaubt die jeweilige Proposition und deduziert eine weitere Proposition. 84

85 Die jeweils erste Proposition ist falsch (1) BAUER ist der Mann, der die Stelle bekommen wird, und BAUER hat zehn Münzen in seiner Hosentasche. (3) BAUER, der in GRUBERS Büro arbeitet, besitzt einen Ford. (5) Dieses Tier auf der Wiese ist ein Schaf. 85

86 Die jeweils zweite Proposition ist wahr : (2) Der Mann, der die Stelle bekommt, hat zehn Münzen in seiner Hosentasche. (4) Es gibt jemand, der in GRUBERS Büro arbeitet, und der einen Ford besitzt. (6) Es ist ein Schaf auf der Wiese. (1), (3), (5) sind jeweils falsch, obwohl ge. Und die Schlüsse auf die Propositionen (2), (4), (6) sind korrekt. Konklusion ist jeweils wahr auf Grund eines Zufalls! 86

87 87 Beweismaterial Subjekt hat deduziert richtig Überzeugung (1, 3, 5) FALSCH!!! Überzeugung (2, 4, 6) WAHR!!!

88 88

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