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1 a.o. Univ.-Prof. Dr. Florian Thalhammer Klinische Abteilung für Infektionen & Tropenmedizin Univ.-Klinik für Innere Medizin I Allgemeines Krankenhaus & Medizinische Universität Wien Präsident der Österreichischen Gesellschaft für Infektionskrankheiten

2 Helmut Mittermayer Hinweis INFEKTIONEN zählen zu den häufigsten Todesursachen sind primär heilbare Erkrankungen

3 DAS GOLDENE ZEITALTER DER ANTIBIOTIKA Penicillin Das erste Antibiotikum 82%-ige Letalität von Staphylokokkeninfektionen in der präantibiotischen Ära

4 der Trugschluss "The war against infectious diseases has been won." Dr. William H. Stuart, U.S. Surgeon General 1969 Antiinfektiva im 21. Jahrhundert DIE RESISTENZ IST GERADE FERTIG GEWORDEN! UND ICH HABE KEIN GUTES MEDIKAMENT DAZU!

5 Antibiotikum vs Virus Antibiotikaverbrauch bei RTI's Sinusitis unnötig gerechtfertigt Rachenentzündung Akute Bronchitis Common Cold Otitis media Verschreibungen pro Jahr (Millionen) CDC

6 Resistenzprobleme Cipro-Resistenz bei invasiven E. coli 30% 25% 20% 15% 14% 17% 20% 22% 25% 23% 10% 7% 10% 5% 0% Resistenzbericht Österreich AURES 2008

7 Markteintritt & Auftreten v Resistenzen Clathworthy, Nat Chem Biol 2007 Dr. med. Google & OTC Goebel, Profil 2010

8 Antibiotikaentwicklung seit 1940 Fischbach, Science 2009 Anzahl neu zugelassener Antibiotika 0

9 DIE TÄGLICHE PRAXIS Zielgruppe

10 Krankheitsbilder obere Respirationstraktinfektionen - grippaler Infekt & Influenza - Pharyngotonsellitis - akute Otitis media, akute Otitis externa - Rhinosinusitis untere Respirationstraktinfektionen - akute Bronchitis - Exazerbation einer COPD - ambulant erworbene Pneumonie Harnwegsinfektionen Gastrointestinale Infektionen - Divertikulitis - Helicobacter pylor-infektion - Clostridium difficile assoziierter Durchfall - akute gastrointestinale Infektionen Herpesinfektionen Hautinfektionen - Furunkel, Erysipel - Haut- und Nagelpilz - Borreliose Physiologische Flora Der Mensch ist nicht STERIL!

11 Differentialdiagnose Kolonisation Kontamination Infektion Mikrobiologische Diagnostik I Das Ergebnis eines mikrobiologischen Abstriches ist die Beschreibung des Zustandes des Materials wie es in das mikrobiologische Labor gekommen ist. Dieses Ergebnis muß nicht mit dem tatsächlichen Infektionserreger überein stimmen.

12 Mikrobiologische Diagnostik II 4-facher Titeranstieg (IgG oder IgA) gepaarte Seren Schad um's Geld! Schneeberger, Scand J Infect Dis 2004 Mikrobiologische Diagnostik III Anleitung zu sinnvoller und ergebnisorientierter Diagnostik Beachtung der Probenlogistik Schaffung von Kostenbewusstsein Verhinderung von Schrottschussdiagnostik

13 Therapieprinzipien Therapiebeginn vor Einlangen mikrobiologischer Befunde notwendig Kenntnis der typischen und häufigen Erreger Jede Antibiotikagabe übt einen Selektionsdruck aus DAHER Wirkspektrum so schmal wie möglich und so breit wie nötig Therapiedauer so kurz wie möglich und so lang wie nötig Therapieprinzipien II Dosierung ausreichend hoch wählen Unterdosierung fördert Resistenzentwicklung ES GIBT KEIN "BISSCHEN" ANTIBIOTIKUM

14 Hinweis auf nicht zielführende Therapie Aktuelle Therapieempfehlungen Neueste Therapieempfehlungen Fachinformation bzw. Zulassung können aktueller Datenlage nachhinken.

15 Hilfe bei schwierigen Befunden Checkliste Penicillinallergie "Mama hat gesagt " Patienten, die ein Antibiotikum benötigen, geben % eine Allergie gegen 1 Antibiotikum an % eine Allergie gegen 2 oder mehr Antibiotika an Davon findet sich bei - 4% eine nachvollziehbare Dokumentation - 68% keine Angaben über Art und Schwere der allergischen Reaktion Deutsche Studie mit 325 Patienten, die anamnestisch eine Penicillinallergie haben 76% hatten KEINE Penicillinallergie

16 Infektionen bei Kindern Prophylaxe

17 Übersicht Wirkstoffe Kassenstatus Dosisspanne laut Fachinformation Kinderdosierungen Anmerkungen Meldepflichtige Erkrankungen

18 Wo erhält man A&V Antiinfektiva? Download unter:

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