LÖSUNG ZUR VORLESUNG MAKROÖKONOMIK I (SoSe 2013) Aufgabenblatt 11

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1 Fakultät Wirtschafts- und Sozialwissenschaften rof. Dr. Bernd Lucke, Dr. Michael aetz LÖSUNG ZUR VORLESUNG MAKROÖKONOMIK I (SoSe 2013) Aufgabenblatt 11 Aufgabe 1: Das AS/AD Modell (a) Betrachten Sie einen Arbeitsmarkt, der durch die folgenden beiden Gleichungen charakterisiert wird: = (1+µ)W, (1) W = e F (u,z). (2) Nehmen Sie an, dass F (u,z) = z(1 u) und z = 1.1 sowie µ = (i) Leiten Sie die AS-Kurve her. Zur Herleitung setzen wir zunächst (2) in (1) ein und erhalten: Da F (u,z) = z(1 u) folgt = (1+µ) e F (u,z). = (1+µ) e z(1 u). Jetzt müssen wir nur noch eine Beziehung zwischen Arbeitslosigkeit u und dem Einkommen (bzw. der roduktion) Y herleiten. Wenn L die Erwerbsbevölkerung darstellt, N die Erwerbstätigen und U die Arbeitslosen, dann gilt u U L = L N L = 1 N L = 1 Y L, sofern wir unterstellen, dass die roduktionsfunktion gegeben ist durch Y = N (eine Arbeitseinheit produziert eine Einheit Konsumgüter). Somit gilt für die AS-Kurve: = (1+µ) e z(1 u) ( ( = (1+µ) e z 1 1 Y )) L = (1+µ) e z Y L. Mit z = 1.1 sowie µ = 0.25 ergibt sich schließlich = L e Y. 1

2 (ii) Erklären Sie den Einfluss der reiserwartungen in der AS-Kurve. Die reiserwartungen bestimmen die Lage der AS-Kurve. Steigt das erwartete reisniveau, so verschiebt sich die AS-Kurve nach oben( / e > 0). Der Grund hierfür ist der Arbeitsmarkt aus Aufgabenblatt 10. Wenn die Gewerkschaften höhere reise erwarten, kommt es zur Drehung der Lohnsetzungskurve im Uhrzeigersinn (um den unkt u = 1, vgl. Abb. 1). Als Folge steigt die Arbeitslosigkeit. Die Gewerkschaften erwarten niedrigere Reallöhne und sind nur dann bereit diese in Kauf zu nehmen, wenn die Arbeitslosigkeit steigt und damit die roduktion geringer ist. Da die erwarteten reise höher sind als die tatsächlichen, fordern die Gewerkschaften zu hohe Löhne. Bei gleichem reisniveau würden die Arbeitgeber demzufolge solange weniger Arbeitnehmer einstellen bis die Verhandlungsmacht der Gewerkschaften so gering ist, das sie das alte Lohnniveau (bei geringerer Verhandlungsmacht) akzeptieren. Dies entspricht dem unkt B in Abbildung 1. Bei gleichem reisniveau wäre die Arbeitslosigkeit nun höher und die roduktion geringer, was einer Verschiebung der AS-Kurve nach oben gleich kommt. Es ist sehr wichtig zu verstehen, dass der unkt A kein Gleichgewicht - nicht einmal ein kurzfristiges! - darstellt, sondern nur verdeutlicht, dass im Falle eines konstanten reisniveaus die Arbeitslosigkeit bei höheren Erwartungen steigt. Anmerkung: In dem hier gewählten Beispiel dreht sich die Kurve streng genommen um den Uhrzeigersinn anstatt sich nach oben zu verschieben. Da es sich hier nur um eine beispielhafte AS-Kurve handelt und es bei vielen anderen Varianten der AS-Kurve zu einer Verschiebung kommt, verwenden wir auch hier den Begriff der Verschiebung. b) Gegeben sei folgendes IS-LM Modell: Leiten Sie die AD-Kurve her. M = 1,5Y 10i (LM-Kurve), (3) Y = i (IS-Kurve). (4) Da die AD-Kurve die Kombinationen von Y und darstellt, bei denen die gesamte Nachfrageseite der Ökonomie im Gleichgewicht ist, müssen sich sowohl der Güter- als auch der Geldmarkt im Gleichgewicht befinden. Daher setzen wir die LM-Kurve in die IS-Kurve ein (wir könnten es auch umgekehrt machen). Zunächst lösen wir die LM-Kurve nach i auf, i = 0.15Y 0.1 M, 2

3 und setzen das Ergebnis dann in die IS-Kurve ein: Y = i ( = Y 0.1 M ) = Y +6 M (1+9)Y = M Y = M. Das Ergebnis lösen wir schließlich nach : Y = M Y = M (Y 120) = 0.6M 0.6M = (Y 120). Die Beziehung zwischen reisen und roduktionsniveau ist negativ, weil höhere reise zu einer Senkung der realen Geldmenge führen. Um ein Gleichgewicht auf dem Geldmarkt zu gewährleisten muss dann der Zins steigen (dies reduziert die Liquiditätspräferenz und bringt die Geldnachfrage auf das Niveau des Geldangebots). Der höhere Zins führt über die gesunkene Investitionsnachfrage zu einer Senkung der roduktion (im IS-LM Modell verschiebt sich die LM-Kurve nach oben; auf dem Geldmarkt kommt es zur Verschiebung des realen Geldangebots nach links). c) Skizzieren Sie AS und AD Kurve in einem Diagramm mit Y auf der X-Achse und auf der Y-Achse. Erklären Sie, warum im Gleichgewicht die reise den Erwartungen entsprechen. Nehmen wir an, die reiserwartungen lägen über dem tatsächlichen reisniveau. Dann würden wie in Aufgabenteil a) die Arbeitnehmer mit überhöhten Forderungen in die Lohnverhandlung gehen. Kurzfristig würde die roduktion unter ihr mittelfristiges Gleichgewicht (das natürliche roduktionsniveau Y N ) sinken. In der nächsten Lohnrunde würden die Gewerkschaften sicherlich ihre falschen Erwartungen zumindest teilweise korrigieren. Das erwartete reisniveau würde sinken und somit auch die Lohnforderungen der Gewerkschaften. Es kommt zu einer Verschiebung der AS-Kurve nach unten. Sollten die Erwartungen jetzt immer noch zu hoch sein, so werden die Gewerkschaften weiter korrigieren. Es kommt solange zu einer Verschiebung der AS-Kurve bis das erwartete reisniveau dem tatsächlichem entspricht. Dies ist der Fall wenn die roduktion ihr natürliches Niveau erreicht hat (im Arbeitsmarktmodell von Aufgabenblatt 10 entsprechen die reise wieder den Erwartungen und die Arbeitslosigkeit entspricht dem natürlichen Niveau). Nur solange die erwarteten reise kleiner (größer) als die tatsächlichen sind, kann die roduktion kurzfristig über (unter) dem natürlichen Niveau liegen (aufgrund eines falsch erwarteten Reallohns). Mittelfristig führt die Anpassung der Erwartungen immer dazu, dass die roduktion dem natürlichen Niveau entspricht. 3

4 Abbildung 1: Das AS/AD Modell und der Arbeitsmarkt Zur Verdeutlichung von kurz- und mittelfristigem Gleichgewicht: Gehen wir nun davon aus, dass wir im mittelfristigem Gleichgewicht starten mit reisniveau 0, welches dem erwarteten reisniveau 0 e entspricht. In dieser Situation kommt es zu einem plötzlichem Anstieg der reiserwartungen. 1. Die reiserwartungen steigen von 0 e auf e 1, was eine Verschiebung der AS-Kurve bedeutet (vgl. Aufgabenteil a)). 2. Weil die Arbeitnehmer höhere Löhne fordern (W 1 = e 1 F (u 1,z)) erhöhen die Arbeitgeber die reise ( 1 = (1+µ)W 1 ). 4

5 3. Da die Arbeitgeber aber gleichzeitig weniger Arbeitnehmer beschäftigen und die Arbeitslosigkeit steigt, sind Löhne und reise schwächer gestiegen als die Erwartungen ( 1 < 1 e ). (Die höhere Arbeitslosigkeit reduziert die Verhandlungsmacht der Gewerkschaften und dämpft die Lohnforderungen.) 4. Das kurzfristige Gleichgewicht wird von dem unkt C repräsentiert. reise und Löhne sind gleichermaßen gestiegen (der Reallohn ist unverändert), reiserwartungen liegen über den tatsächlichen reisen und die Arbeitslosigkeit ist gestiegen (die roduktion ist geringer). 5. Wenn die Arbeitnehmer einsehen, dass ihre Erwartungen zu hoch waren, werden sie sukzessive ihre Erwartungen korrigieren und es kommt zur sukzessiven Rückverschiebung der AS-Kurve. 6. Da die Erwartungen nun nach unten korrigiert werden, sinken auch sukzessive die Lohnforderungen der Arbeitnehmer. Die Arbeitgeber senken ihre reise wieder und erhöhen die Beschäftigung. 7. In diesem Fall sind altes und neues mittelfristiges Gleichgewicht identisch und werden durch unkt A repräsentiert. Hier entspricht das reisniveau dem erwarteten reisniveau und es gibt keinen Grund mehr für eine Anpassung der Erwartungen. Anmerkung 1: In 90 % der Fälle untersuchen wir mit dem AS/AD-Modell die Reaktionen auf eine Veränderung der Geld- oder Fiskalpolitik auf reise und Einkommen (siehe auch Aufgabe 2). Hier hinken die reiserwartungen immer den tatsächlichen reisen hinterher (und nicht wie in diesem Beispiel umgekehrt). Anmerkung 2: Der Verlauf der AD-Kurve ist strenggenommen natürlich nicht linear. Da in der Aufgabenstellung aber lediglich von eine Skizzierung verlangt wurde, reicht es aus, den positiven Zusammenhang zwischen reisen und roduktion in der AS-Kurve, sowie den negativen Zusammenhang in das AD-Kurve zu zeigen. (Würde man den exakten Verlauf zeichnen, laufen die reise gegen unendlich, wenn die roduktion Y sich von oben 120 nähert, weil dann = 0.6M (Y 120) gegen unendlich läuft, da sich der Nenner von oben Null nähert. Ein Einkommen unter 120 müsste daher strenggenommen ausgeschlossen werden.) 5

6 Anmerkung 3: Eine für viele Studenten intuitivere Darstellung von AS/AD-Modell und Arbeitsmarkt ergibt sich, wenn man den Zusammenhang zwischen roduktion und Arbeitslosigkeit auch in der Arbeitsmarktgrafik ausnutzt. Da 1 u = 1 L N L = L L L N L = N L, ergibt sich für die WS-Kurve: W = e zn L. Jetzt ist auch eine grafische Herleitung der AS-Kurve möglich, indem man das reisniveau für konstante Erwartungen e = e variiert und das entsprechende Beschäftigungsniveau abliest (man bedenke Y = N): Abbildung 2: Grafische Herleitung der AS-Kurve mit alternativer Arbeitsmarktdarstellung 6

7 In Abbildung 3 ist unser Experiment aus 1 c) mit dieser alternativen Darstellung aufbereitet. Abbildung 3: Das AS/AD Modell und der Arbeitsmarkt, alternative Darstellung 7

8 Aufgabe 2: Kontraktive Fiskalpolitik im AS/AD Modell Erklären Sie bei der Beantwortung der folgenden Aufgabe auch auf die Reaktionen im zugrundeliegenden IS-LM Modell. HINWEIS: Die Graphiken zu dieser Aufgabe sind tw. am Ende der Musterlösung eingefügt. a) Analysieren Sie die kurz- und mittelfristigen Auswirkungen einer kontraktiven Fiskalpolitik mit Hilfe des AS/AD Modells. Gehen Sie vereinfachend davon aus, dass sich das Modell zunächst im Gleichgewicht befindet. Ausgabenkürzungen (oder Steuererhöhungen) führen zu einer Linksverschiebung der AD-Kurve, da die Nachfrage sinkt. Dies reduziert kurzfristig die roduktion (und damit die Beschäftigung) sowie die reise. Mittelfristig passen sich die reiserwartungen an und es kommt zur Verschiebung der AS-Kurve bis die reise wieder den reiserwartungen entsprechen. Die roduktion entspricht mittelfristig also wieder ihrem otenzial und die reise sind geringer. Kurzfristig steht aber ein starker Anstieg der Arbeitslosigkeit bevor. Da der AD-Kurve das IS-LM Modell zugrunde liegt, kann man die Verschiebung der AD- Kurve auch im IS-LM Modell analysieren. Hierbei muss man beachten, dass es in der kurzen Frist 2 Effekte gibt: (1) Der Rückgang der Staatsausgaben reduziert die Nachfrage führt zu einer Verschiebung der IS-Kurve nach unten. (2) Der Rückgang der reise erhöht das reale Geldangebot (M S / ) und führt zu einer Verschiebung der LM-Kurve nach außen. Zusätzlich verschiebt sich in der mittleren Frist die LM-Kurve sukzessive mit dem Rückgang des tatsächlichen reisniveaus weiter nach außen, da sich hierdurch das reale Geldangebot weiter erhöht. Auf dem Geldmarkt kommt es kurzfristig zu einer Rechtsverschiebung des Geldangebots (durch die Erhöhung des realen Geldangebots), sowie zu einer Verschiebung der Geldnachfrage nach unten (weil das Einkommen gesunken ist). Um den Geldmarkt zu räumen, muss nun der Zins sinken. Mittelfristig verschiebt sich die Nachfrage wieder nach oben (weil das Einkommen wieder dem roduktionspotenzial entspricht) und das Geldangebot verschiebt sich weiter nach rechts, weil die sinkenden reise das reale Geldangebot weiter steigern. Um den Geldmarkt zu räumen, sinkt der Zins weiter. Im neuen Gleichgewicht sind die Staatsausgaben geringer, aber die roduktion wieder auf ihrem ursprünglichem Niveau. Der Grund hierfür ist, dass der geringere Zins zu mehr Investitionen führt (crowding in). Der Rückgang der staatlichen Nachfrage wird also durch den Anstieg privater Investitionen mittelfristig ausgeglichen. b) Welche Möglichkeit steht der Zentralbank normalerweise zur Verfügung, um diese Auswirkungen abzufedern? Die Zentralbank könnte mittels einer expansiven Geldpolitik (Erhöhung des Geldangebots) die Auswirkungen abfedern (im Idealfall sogar vollständig ausgleichen). Die Erhöhung des Geldangebots (M 1 > M 0 ) verschiebt die AD-Kurve wieder nach rechts (AD neu ). Der kurzfristige Fall von roduktion und reisen sowie der Anstieg der Arbeitslosigkeit ist geringer. Mittelfristig entspricht die roduktion wieder dem otenzial, aber zu höheren reisen als in Aufgabenteil 2, da der Nachfragerückgang geringer war (die reise sinken also schwächer, wenn die Zentralbank gegensteuert). 8

9 Im IS-LM Modell verschiebt sich die LM-Kurve stärker, weil das reale Geldangebot durch die Erhöhung des nominalen Geldangebots noch stärker steigt. c) Welche Schwierigkeit tritt in der unter b) diskutierten Maßnahme auf, falls sich die Volkswirtschaft in der sogenannten Liquiditätsfalle befindet? In der Liquiditätsfalle ist der Zins bereits so niedrig, dass die Wirtschaftssubjekte indifferent sind bzgl. Geld- und Wertpapierhaltung. Eine weitere Erhöhung des Geldangebots hat daher keine weitere Zinssenkung zur folge und führt nicht zu einer Steigerung der Nachfrage. Somit würde die Erhöhung des Geldangebots keinen Effekt auf die roduktion haben. Graphisch kann man dies durch die Betrachtung des Geldmarktes analysieren. Wenn die Wirtschaftssubjekte indifferent zwischen Geldhaltung und Wertpapieranlage sind, verläuft die Geldnachfragefunktion (und damit die LM-Kurve) horizontal. Eine Erhöhung des Geldangebots hat somit keinen Effekt mehr auf den Zins (siehe Grafik am Ende dieser Musterlösung). In der Liquiditätsfalle ist die Geldpolitik ineffektiv (mehr dazu in Kapitel 23 des Lehrbuches). Im AS-AD Modell würde dieser Abschnitt eine vertikale AD-Kurve implizieren (man kann sich dies verdeutlichen, indem man für eine horizontale LM-Kurve das reisniveau variiert und den Schnittpunkt mit der IS-Kurve betrachtet). Eine Veränderung des Geldangebots würde die vertikale AD-Kurve weiter nach oben verschieben ohne die roduktion zu beeinflussen. Lediglich eine Änderung der Fiskalpolitik hätte einen Einfluss auf die Lage der vertikalen AD-Kurve. 9

10 Abbildung 4: Das AS/AD Modell und die Liquiditätsfalle 10

11 Aufgabe 3: Multiple Choice In den folgenden MC-Aufgaben gibt es zu jeder Aufgabe genau EINE richtige Antwort. (i) Im AS/AD-Modell führt einer Erhöhung der reiserwartungen (cetris paribus) kurzfristig zu... a) zu einer Verschiebung der AD-Kurve nach unten, weil bei höheren reisen die Nachfrage sinkt. b) einer höheren roduktion, weil das Einkommen steigt. c) einem höherem Zinsniveau, weil temporär die reise steigen. d) zu steigenden Reallöhnen, weil die Gewerkschaften ihre Lohnforderung erhöhen. e) einer Verschiebung der AS-Kurve nach unten, weil höhere Lohnforderungen der Arbeitnehmer die reise erhöhen. f) zu sinkenden Reallöhnen, weil die reise steigen. Antwort c) ist richtig. (ii) Im AS/AD-Modell führt eine Intensivierung des Wettbewerbs auf dem Arbeitsmarkt (ceteris paribus) zu... a) steigender Arbeitslosigkeit. b) steigenden Zinsen. c) zu einer Verringerung des realen Geldangebots. d) fallenden Reallöhnen. e) einem geringeren natürlichen roduktionsniveau. f) steigenden Investitionen. Antwort f) ist richtig. 11

12 (iii) Im AS/AD Modell kann einer Erhöhung des natürlichen roduktionsniveaus erzielt werden durch... a) eine Erhöhung der Staatsausgaben. b) eine expansive Geldpolitik. c) eine Verringerung der Verhandlungsmacht der Gewerkschaften. d) eine Senkung der Steuern. e) einer Erhöhung des Gewinnaufschlags der Firmen. f) eine Verringerung des erwarteten reisniveaus. Antwort c) ist richtig. 12

13 AS/AD, Aufgabe 2a 0 1 AS( 1 e = 0 ) AD(G 0 ) Kurze Frist Die AD-Kurve verschiebt sich nach unten, weil die Nachfrage sinkt. reise und Einkommen sinken. Die AS-Kurve bleibt zunächst unberührt, da die reiserwartungen zunächst nicht angepasst werden. AD(G 1 <G 0 ) Y 1 Y n Y AS( e 1 = 0 ) AS( e 2 = 1 ) AS( e 3 = 2 ) AD(G 0 ) Ende der kurzen / Beginn der mittleren Frist Da das erwartete reisniveau von dem tatsächlichen abweicht, werden die Erwartungen nun angepasst. Da die reiserwartungen sinken, verschiebt sich die AS- Kurve sukzessive nach unten. Das Einkommen steigt wieder an, während die reise weiter fallen. Y 1 Y 2 Y 3 Y n AD(G 1 <G 0 ) Y 0 AS( 1 e = 0 ) AS( e mittelfristig= mittelfristig ) Mittlere Frist Mittellfristig entsprechen die reise wieder den Erwartungen. Im neuen Gleichgewicht entspricht die roduktion wieder ihrem natürlichen Niveau, aber die reise sind gefallen. 1 AD(G 0 ) mittelfristig AD(G 1 <G 0 ) Y 1 Y n Y

14 IS-LM, Aufgabe 2a AS/AD Modell AS( 1 e = 0 ) AS( 2 e = 1 ) AS( 3 e = 2 ) mittelfristig AD(G 0 ) Y 1 Y n AD(G 1 <G 0 ) Y IS /LM Modell i IS(G 0 ) LM( 0 ) LM( 1 ) i Geldmarkt M s M s 0 1 M s mittelfristig i 0 0 i 1 i mittelfristig IS(G 1 ) 1 2 LM( mittelfristig ) M d = YL(i) n Y 1 Y n Y Sofortiger Effekt durch Reduzierung der Staatsausgaben M d = YL( ) 1 i M Mittelfristiger Effekt durch Anpassung der Erwartungen

15 AS-AD, Aufgabe 2b AS( 1 e = 0 ) AS ( e mittelfristig= mittelfristig ) AS alt 0 neu mittelfristig alt mittelfristig AD(G 0 ) AD neu (G 1 <G 0, aber M 1 >M 0 ) alt neu Y 1 Y 1 Y n AD alt (G 1 <G 0 ) Y IS-LM, Aufgabe 2c (Liquiditätsfalle) IS /LM Modell i i Geldmarkt M d = YL(i) n M s 0 M s 1 LM 0 LM 1 IS i 0 Y 0 Y M

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