Einfach fair handeln.

Größe: px
Ab Seite anzeigen:

Download "Einfach fair handeln. www.frithjof-schmidt.de"

Transkript

1 Einfach fair handeln 1

2 Impressum: Herausgeber: Frithjof Schmidt MdEP V.i.S.d.P.: Börje Wichert Redaktion: Anja Waldraff, Börje Wichert Gestaltung: Roland Lang Erschienen: Mai

3 Ändere die Welt; sie braucht es. Bertolt Brecht ( ) deutscher Dramatiker u. Dichter Einfach fair handeln Eine Broschüre von Frithjof Schmidt 3

4 Bildnachweis Herzlichen Dank an Benjamin Müller (S. 44) Charles Bousset (S. 36) Christoph Dillenseger (S. 20, zwei Fotos) Christof Wolff (S. 43) Europäisches Parlament (S. 11) GEPA The Fair Trade Company (S. 15; S. 19, Kaffee; S. 22; S. 32, Regal) Michael Köster (S. 50, Nikolaus) PixelQuelle.de (S. 18, Orangenkiste; S. 25; S. 28; S. 30; S. 32, Kaffee, Orangensaft; S. 33, Bananen; S. 51) Roland Lang (Titel; S. 5, Parlament, Hand; S. 6/7; S. 33, Blumen, Spielzeug; S. 34, Fußball; S. 38/39; S. 42; S. 45; S. 46/47; S. 49) RUGMARK (S. 34, Teppich) TransFair e.v. (S. 5, Mann; S. 12/13; S. 18, Mann; S. 19, Frau; S. 21, Mädchen; S. 24; S. 37, Frau; S. 48; S. 50, Mädchen) Weltladen-Dachverband (S. 31; S. 35) 4

5 Inhaltsverzeichnis 1. Warum fair handeln? Vorwort von Frithjof Schmidt Fairer Handel für Einsteiger 2.1. Eine Erfolgsstory Fairer Handel heute Übersicht: Die Akteure Welche Produkte gibt es? Fair einkaufen aber wo? Das Europäische Parlament setzt sich für den Fairen Handel ein 3.1. Was hat das Europäische Parlament mit dem Fairen Handel zu tun? Die Kernpunkte des Berichts Fairer Handel und Entwicklung Der Entstehungshintergrund Und was passiert jetzt damit? Fair handeln kann jeder! 4.1. Was kann ich tun? Ein fairer Arbeitsplatz auch hier? Meine faire Stadt Adressenverzeichnis

6 Es wäre nicht erstaunlich, wenn künftige Historiker auf die Fair-Trade-Bewegung als ein Laboratorium für die Neugestaltung der Weltökonomie zurückblickten. Wolfgang Sachs, Wuppertal Institut 6

7 7

8 Vorwort Fairer Handel ein Modell auf dem Vormarsch Höhere Preise für höhere soziale und ökologische Standards, Solidarität zwischen Verbrauchern und Produzenten, zwischen Nord und Süd ist das auf dem globalisierten Weltmarkt durchsetzbar? Würden die üblichen Wirtschaftsweisen und Professoren in Europa danach gefragt, die Mehrheit würde sicher nur den Kopf schütteln. Sie werden umdenken müssen. Fair-Trade - Produkte haben auf den Märkten einen überraschenden Siegeszug angetreten. Die jährlichen Wachstumsraten betragen seit dem Jahr 2000 europaweit durchschnittlich zwanzig Prozent, in Ländern wie Frankreich und Belgien sogar das drei- bis vierfache und das mit steigender Tendenz. In Großbritannien wird beispielsweise schon fast ein Viertel des gemahlenen Kaffees davon abgedeckt. Das ist der Erfolg einer Initiative der Zivilgesellschaft unter den harten Wettbewerbsbedingungen des Weltmarktes, die bisher ohne große staatliche Unterstützung und Förderung ausgekommen ist. Zugleich ist das auch ein direkter Erfolg bei der weltweiten Armutsbekämpfung, denn faire Preise garantieren ein existenzsicherndes Einkommen. Fairer Handel ist also auch ein effizientes Instrument der Entwicklungspolitik. Dieser Erfolg beweist auch das hohe Bewusstsein der europäischen Verbraucherinnen und Verbraucher. Sie haben offensichtlich ein Interesse an einer internationalen sozialen Verantwortung im Handel ebenso wie an einer hohen Produktqualität. Es geht also bei diesem Thema auch um den Schutz von Verbraucherinteressen. 8

9 Faire Preise, faire Arbeits- und Produktionsbedingungen, Einhaltung ökologischer Standards, das nützt der Lebensqualität von Produzentinnen und Produzenten im Süden und von Verbraucherinnen und Verbrauchern im Norden. Der wirtschaftliche Erfolg des Fairen Handels hat dazu geführt, dass sich auch zunehmend internationale Großunternehmen in diesem Bereich engagieren. Häufig verwässern sie dabei Standards und erzeugen mit ähnlichen Produktbezeichnungen einen falschen Eindruck. Das europäische Parlament hat auch deshalb mit überwältigender Mehrheit eine Entschließung verabschiedet, in der die EU-Kommission aufgefordert wird zentrale Kriterien festzuschreiben, die Produkte mit dem Etikett Fair Trade erfüllen müssen: existenzsichernde Preise für die Produzenten, eine klare Information der Verbraucher darüber, welchen Preis die Produzenten erhalten, die Einhaltung der Kernkonventionen der ILO zu Arbeitsschutz, zu Gesundheitsschutz, zu Frauen- und Kinderarbeit bei der Produktion, die Einhaltung ökologischer Standards und eine Kontrolle der Einhaltung dieser Kriterien. Von den rund sechs Milliarden Menschen, die auf der Erde leben, sind mehr als eine Milliarde Menschen von absoluter Armut betroffen. Absolute Armut bedeutet, dass diese Menschen weniger als einen Dollar pro Tag zur Verfügung haben, um ihr Leben zu bestreiten. Der Faire Handel greift hier direkt mit Hilfe zur Selbsthilfe ein. Die Produzenten bekommen einen festgelegten Preis nicht als Geschenk, sondern als angemessenen Preis für das, was sie selbst hergestellt haben. Sie werden dadurch gestärkt, Armut aus eigener Kraft zu überwinden. Zudem setzt Fairer Handel auf langfristige Abnah- 9

10 10 meverträge, die den Erzeugern eine stabile Nachfrage und damit Sicherheiten für die Zukunft garantieren. Die Preise für die landwirtschaftlichen Produkte und Handwerkserzeugnisse werden im Vorfeld vereinbart, so dass Schwankungen auf dem Weltmarkt für die Farmer nicht das Ende ihrer Existenz bedeuten. Fairer Handel garantiert Mindestpreise, die nicht nur die Produktionskosten decken, und Prämien, die für Projekte wie den Bau von Straßen oder Schulen und den Umweltschutz eingesetzt werden. Eine besondere Stärke des Fairen Handels ist, dass er die Lage von Frauen und Kindern berücksichtigt. In der Regel sind sie diejenigen, die am stärksten von Armut und Ausbeutung betroffen sind. Fairer Handel setzt sich für die Gleichbehandlung der Geschlechter ein. Für gleiche Arbeit erhalten Frauen deshalb auch den gleichen Lohn wie Männer. Kinderarbeit ist im Fairen Handel nicht zulässig. Im Gegenteil: Es werden Bildungsprojekte unterstützt und Schulgelder bezahlt. So wird schrittweise die gesellschaftliche und wirtschaftliche Entwicklung gefördert. Gerade der Erfolg der Fair Trade Bewegung macht nun weitere öffentliche Unterstützung für den Schutz des Labels dringend erforderlich. Das Europäische Parlament hat die effiziente Rolle des Fairen Handels als Instrument der Entwicklungspolitik gewürdigt und entsprechende politische und finanzielle Unterstützung gefordert. Dazu gehören die Möglichkeit einer bevorzugten Berücksichtigung dieser Produkte bei öffentlichen Ausschreibungen ebenso wie ein Sektor Hilfe für fairen Handel (Aid for Fair Trade) im Rahmen der WTO-Vereinbarungen. Jetzt geht es darum, all dies schrittweise in die Praxis umzusetzten. Entscheidend bleibt dabei aber

11 die Fortsetzung des wirtschaftlichen Erfolges am Markt. Dazu kann Jede und Jeder beitragen. Denn es stimmt, was der Rockstar Bono sagt: Einkaufen ist Politik. Bei jedem Einkauf gehst Du wählen. Frithjof Schmidt 11

12 12

13 Der faire Preis ist eine Lösung. Er hat uns die Möglichkeit gegeben, einen guten Lohn an unsere Farmer zu bezahlen. Diejenigen, die nicht im Fairen Handel sind, wollen daran teilnehmen. Für uns ist das eine groß artige Chance. Der Faire Handel gibt uns Hoffnung. Benjamin Cholotío 13

14 Kapitel 2 Fairer Handel für Einsteiger 1. Eine Erfolgsstory Die Geschichte des Fairen Handels beginnt vor 50 Jahren. Damals bringen Vertreter von Kirchen- und Entwicklungsorganisationen von ihren Reisen Handwerkserzeugnisse aus Entwicklungsländern mit. Sie haben die Idee, diese in ihren Heimatländern zu verkaufen und den Erlös direkt an die Erzeugerinnen und Erzeugern zu senden, um deren Einkommen zu verbessern. Schon von Anfang an ist der Faire Handel eine Reaktion auf die Armut in Entwicklungsländern. Trade not Aid (Handel statt Hilfe) ist die Botschaft, die den Schwerpunkt auf gleichberechtigte Handelsbeziehungen und Hilfe zur Selbsthilfe legt. Rasch verbreitet sich diese Idee, die immer mehr Anhänger findet. Um die Handelsbeziehungen zu festigen und auszubauen, entstehen Ende der 60er Jahre Faire Importorganisationen, die Produkte direkt von den Produzentengruppen im Süden beziehen und dafür gerechte Preise bezahlen. Zunächst wird hauptsächlich mit Handwerksprodukten gehandelt. Doch auch hier geht die Entwicklung schnell voran. Schon bald beginnt eine niederländische Dritte-Welt-Gruppe damit, Rohrzucker zu verkaufen. Sie versehen ihn mit einer Botschaft für den Konsumenten: Mit dem Kauf von Rohrzucker verhilfst du Menschen in armen Ländern zu einem Platz an der Sonne des Wohlstands wird dann zum ersten Mal fair gehandelter Kaffee nach Europa gebracht, inzwischen eines der bekanntesten und beliebtesten Fair-Handels- Produkte. 14

15 In den 1960er Jahren gründen sich in Europa die ersten Weltläden. Sie sind auf den Verkauf fair gehandelter Waren spezialisiert und wirken an der Bewusstseinsbildung über die Situation der Produzentinnen und Produzenten in Entwicklungsländern mit. Die Kundschaft der Weltläden besteht in den ersten Jahren hauptsächlich aus entwicklungspolitisch interessierten Menschen. Inzwischen kaufen auch andere Menschen fair gehandelte Produkte - insbesondere seit der Einführung eines Fair-Handels-Siegels Ende der 1980er Jahre. Mit dem Siegel wurde es möglich, fair gehandelte Produkte auszuzeichnen und sie in Supermärkten anzubieten. Seit sie dort erhältlich sind, unterstützt eine breite Konsumentenschicht den Fairen Handel. Um noch mehr Menschen für die Idee des Fairen Handels zu gewinnen, wollen die Fair-Handels-Akteure sich besser abstimmen. Sie bilden Netzwerke. Gemeinsam organisieren sie Kampagnen und feiern am 4. Mai 2002 den ersten World Fair Trade Day. 15

16 2. Fairer Handel heute Im Jahre 2005 erreichen fair gehandelte Produkte in Europa einen Netto-Verkaufswert von 660 Millionen Euro. Dieser Betrag hat sich im Vergleich zum Jahr 2000 verdoppelt. Der Faire Handel gehört damit zu den am schnellsten wachsenden Märkten mit jährlichen Wachstumsraten von durchschnittlich 20 Prozent. Die Produktpalette weitet sich aus: Neben den lange Zeit typischen Produkten wie Kaffee, Tee und Schokolade sind nun auch Wein, Teppiche, Spielzeug, Sportbälle und Blumen unter Fair-Trade-Siegeln zu erhalten. Um den Fairen Handel in Europa zu stärken, hat im Juli 2006 das Europäische Parlament einen Bericht verabschiedet. Die Unterstützung auf politischer Ebene soll helfen, die Erfolgsstory fortzusetzen. Was ist Fairer Handel? Fairer Handel ist eine Handelspartnerschaft, die auf Dialog, Transparenz und Respekt beruht und nach mehr Gerechtigkeit im internationalen Handel strebt. Durch bessere Handelsbedingungen und die Sicherung sozialer Rechte für benachteiligte ProduzentInnen und ArbeiterInnen insbesondere in den Ländern des Südens leistet der Faire Handel einen Beitrag zu nachhaltiger Entwicklung. Fair Handels-Organisationen engagieren sich gemeinsam mit VerbraucherInnen für die Unterstützung der ProduzentInnen, die Bewusstseinsbildung sowie die Kampagnenarbeit zur Veränderung der Regeln und der Praxis des konventionellen Welthandels. (Definition der vier internationalen Dachorganisationen des Fairen Handels FLO, IFAT, NEWS! und EFTA) 16

17 und was bedeutet das konkret? Fairer Handel bedeutet: die Zahlung fairer Preise sie sollen eine nachhaltige Produktion sowie die Lebenshaltungskosten decken; Stärkung der Produzenten und ihrer Organisationen auch bei der Frage des Marktzugangs; Vorfinanzierung der Ernten auf Wunsch der Produzenten; Transparenz und Nachvollziehbarkeit der Lieferkette; langfristige, stabile Handelsbeziehungen mit den Produzenten; Einhaltung der Kernarbeitsnormen der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO); Überprüfung der Einhaltung der Kriterien des Fairen Handels (s. Seite 26); umweltverträgliche Produktion und Respekt vor traditionellen Produktionsmethoden; Wahrung der Menschenrechte, besonderer Schutz für Frauen und Kinder; Aufklärungsarbeit über die Ziele des Fairen Handels; (nach: FLO, IFAT, NEWS!, EFTA (Hrsg.): Handeln anders als andere. Erfolge und Herausforderungen für den Fairen Handel, Brüssel 2006, S. 11.) 17

18 Was ist ein fairer Preis? Im Fairen Handel erhalten die Produzentinnen und Produzenten in den Entwicklungsländern eine gerechte Entlohnung. Ihnen werden Mindestpreise für ihre Produkte garantiert, die höher sind als der Weltmarktpreis. Damit ist es ihnen möglich ihre Produktions- und täglichen Lebenshaltungskosten zu decken. Zusätzlich zu den Mindestpreisen erhalten die Betriebe eine Fair-Handels-Prämie, die es ihnen erlaubt zu investieren. Die Investitionen sind allerdings auf Gemeinschaftsprojekte beschränkt. Die Mitglieder der Betriebe stimmen demokratisch über die konkrete Verwendung ab. Sie können beispielsweise beschließen, mit der Prämie neue Traktoren oder Maschinen anzuschaffen oder aber Schulen und Gesundheitszentren zu bauen. Ob die Mittel entsprechend eingesetzt werden, wird regelmäßig von Inspektoren kontrolliert. 18

19 3. Übersicht: Die Akteure Wer sind die Partner im Fairen Handel? Wer sich näher mit dieser Frage beschäftigt, kann angesichts der Vielzahl von Organisationen und Akteuren leicht in Verwirrung geraten. Deshalb hier eine Übersicht: Wer stellt die Produkte her? Die Produzentinnen und Produzenten von fair gehandelten Erzeugnissen leben in Afrika, Asien und Lateinamerika. Mehr als eine Million von ihnen nehmen inzwischen am Fairen Handel teil. Insbesondere Kleinbauern werden unterstützt. Da die Nachfrage nach fair gehandelten Produkten in den letzten Jahren jedoch so stark angestiegen ist, dass sie durch Kleinbauern alleine nicht mehr bedient werden kann, werden Erzeugnisse inzwischen ebenfalls von Großbetrieben bezogen. Auch für diese gelten strenge Kriterien. So ist es Voraussetzung, dass bei Plantagenprodukten wie Tee, Bananen oder Orangen die Pflückerinnen und Pflücker von der Förderung profitieren. Die Betriebe verpflichten sich außerdem dazu, sozialverträgliche Arbeitsbedingungen zu gewährleisten und Arbeitnehmervertreter an den Entscheidungen über die Verwendung der Fair- Handels-Prämien zu beteiligen. 19

20 Praxisbeispiel: Was bewirkt der Faire Handel? Bringt der Faire Handel tatsächlich etwas? Das kann am besten jemand sagen, der die Lage vor Ort gut kennt. Valentina Dillenseger kennt sie. Lange hat sie ehrenamtlich in einem Weltladen in Mannheim gearbeitet und sich in der Eine Welt Initiative einer Kirchengemeinde in Recklinghausen engagiert war Valentina drei Monate in Kapstadt, Südafrika. Dort hat sie zusammen mit dem Lokale Agenda 21 -Büro in Kappstadt an einem Projekt mitgearbeitet, das sich mit Fairem Handel beschäftigt. Sie hat mehrfach mit Produzentinnen und Produzenten gesprochen. Hier ihre Einschätzung: Valentina, Du warst drei Monate in Südafrika und hast die Situation der Bauern kennen gelernt. Denkst Du, dass der Faire Handel den Leuten vor Ort wirklich hilft? Ja, den Eindruck hatte ich. Aufs Ganze gesehen ist das Fair-Handels-Konzept in Südafrika zwar noch weniger bekannt als hier in Deutschland, weil es den Fairen Handel dort erst seit ungefähr 10 Jahren gibt. Aber den Betrieben, die sich daran bis jetzt beteiligen, hat es schon viel gebracht. Die Leute sind sehr engagiert. Die Arbeiter und das Management wirken mehr zusammen, weil es die Vorschrift gibt, dass die Arbeiter einbezogen werden müssen. Insbesondere die kleineren Betriebe und die einfachen Arbeiter werden gestärkt, weil sich jemand für das interessiert, was sie tun. Sie verdienen durch den Fairen Handel auch mehr, was der ganzen Familie hilft. 20

21 Fair gehandelte Produkte sind etwas teurer. Der Grund ist, dass den Produzentinnen und Produzenten höhere Preise bezahlt werden. Hat dieser höhere Preis vor Ort etwas bewirkt? Ja, dort in den Betrieben oder Gemeinden wurden mit den höheren Erlösen Kindergärten eingerichtet und Gemeinschaftshäuser gebaut. In einem Betrieb, den ich besucht habe, werden die Schulgebühren aller Arbeiterkinder übernommen. Das ist positiv. Und warum nehmen die Betriebe am Fairen Handel teil? Bei einigen großen Betrieben ist es zum Teil tatsächlich der höhere Preis, der bezahlt wird. Bei kleineren Betrieben mit engagiertem Unternehmer ist der Grund aber häufig der, dass der enorme Nutzen für die Bevölkerung erkannt wird. Der Unternehmer findet es toll, dass er durch den Fairen Handel die notwendigen Mittel bekommt, um in der Region eine Schule oder ähnliches bauen zu können, die es ansonsten nicht geben würde. Er kann etwas verändern und den Menschen langfristig einen besseren Lebensstandard ermöglichen. 21

22 22 Wer vertreibt die Produkte? Die in den Entwicklungsländern hergestellten Produkte werden nach Europa gebracht, um sie hier zu verkaufen. Darum kümmern sich so genannte Importorganisationen. Im Fairen Handel nehmen sie eine besondere Rolle ein, denn sie vertreiben nur Waren, die den Kriterien des Fairen Handels genügen. Deshalb achten sie beim Einkauf der Rohstoffe und Produkte besonders darauf, dass diese von Kleinbauern und Unternehmen mit sozialer und ökologischer Verantwortung hergestellt wurden. Außerdem halten sie sich bei all ihren Handelsaktivitäten auch selbst an die Kriterien, die die Fair-Handels- Bewegung aufgestellt hat. Das bedeutet: Sie bezahlen den Produzentinnen und Produzenten höhere Preise als die Importorganisationen des konventionellen Handels, garantieren langfristige Handelsbeziehungen und bieten die Möglichkeit der Vorfinanzierung der Ernten an. Ein typisches Merkmal im Fairen Handel ist auch die direkte Beziehung zwischen den Produzentinnen und Produzenten und den Vertretern der Importorganisationen, die häufig über mehrere Jahre in persönlichem Kontakt stehen. Eine besondere Aufgabe haben Importorganisationen auch hier in Deutschland. Begleitend zum Handel betreiben viele von ihnen entwicklungspolitische Bildungsarbeit und helfen dadurch mit, den Fairen Handel bekannter zu machen.

23 In Deutschland sind die folgenden Organisationen von Bedeutung: GEPA The Fair Trade Company Die GEPA ist das älteste in Deutschland vertretene Fairhandelshaus und das größte in Europa. Der Umsatz der GEPA lag im Geschäftsjahr 2005/06 bei 45 Mio. Euro. Sie ist deshalb eine bedeutende Wirtschaftsgröße im Fairen Handel. Infos zur GEPA : EL PUENTE GmbH EL PUENTE ist eine Organisation des partnerschaftlichen Handels. Sie fördert Kleinbetriebe und Genossenschaften in den Ländern des Südens. Informationen unter: dwp eg Auch dwp ist eine Organisation, die fair gehandelte Produkte importiert. Sie arbeitet mit mehr als 60 Produzentengruppen in 30 Ländern zusammen und kann deshalb ein breites Warenspektrum anbieten. Informationen, Produkte unter: BanaFair e.v. BanaFair e.v. importiert und vertreibt Bananen von Kleinproduzentinnen und -produzenten aus Lateinamerika und der Karibik. Mehr Infos unter: Neben diesen vier großen Fair-Handels-Importeuren gibt es auch kleinere Organisationen wie z.b. Podi Mohair, CONTIGO, fairkauf Handelskontor eg, Nature and Art, Aprosas und RISB. 23

24 Fair-Handels-Siegel Was ist das? Für Anbieter, die fair gehandelte Produkte nur als Teilsegment ihrer Waren aufnehmen wollen, gibt es seit einigen Jahren die Möglichkeit, einzelne Erzeugnisse mit einem Fair-Handels-Siegel auszeichnen zu lassen. Das Siegel kann auf den Produktverpackungen angebracht werden, wenn die Ware den Kriterien des Fairen Handels entspricht. Seit es die Auszeichnung oder Zertifizierung von Produkten durch solch ein Siegel gibt, ist es für sozial und ökologisch verantwortungsbewusste Unternehmen leichter geworden, sich am Fairen Handel zu beteiligen. Es haben sich damit neue Chancen zum Verkauf von fair gehandelten Produkten auch außerhalb von Weltläden eröffnet. Die Ausweitung des Absatzmarktes hat positive Auswirkungen in den Entwicklungsländern, da hier mehr Produzentinnen und Produzenten vom Fairen Handel profitieren können. Für Verbraucherinnen und Verbraucher in Deutschland hat das Siegel-System auch einen klaren Vorteil: Sie können in den Verkaufsregalen das fair gehandelte Produkt auf den ersten Blick von gewöhnlichen Erzeugnissen unterscheiden. Seit 2002 wird sogar ein international einheitliches Siegel in den Farben schwarz, blau und grün verwendet. Es wird von FLO und verschiedenen nationalen Zertifizierungsorganisationen wie TransFair e.v. vergeben und inzwischen für zahlreiche Produkte verwendet. Es gibt daneben weitere Auszeichnungen für spezielle Erzeugnisse wie Blumen oder Teppiche. 24

25 Folgende Zertifizierungsorganisationen und Siegel gibt es: Fair Trade Labelling Organizations International e.v. (FLO) und TransFair e.v. Hinter dem international verwendeten Siegel stehen die Fair Trade Labelling Organizations International e.v., kurz FLO genannt, und 20 nationale Siegelinitiativen. FLO legt zusammen mit den nationalen Initiativen die weltweit geltenden Standards des Fairen Handels fest und kümmert sich um die Auszeichnung von Fair-Handels-Produkten. Außerdem kontrolliert FLO die Betriebe, um sicherzustellen, dass alle mit Fair- Trade-Siegel ausgezeichneten Waren auch tatsächlich fair bezahlt werden und dass die Mehreinnahmen den Produzentinnen und Produzenten zufließen. Deutsches Mitglied der FLO ist TransFair e.v., dessen Siegel inzwischen von mehr als 100 Firmen genutzt wird. 25

26 Das Zusammenspiel der Fair-Handels-Partner: Quelle: Verbraucher konkret Themenheft der VERBRAUCHER INITIATIVE e.v.: Fairer Handel FLO-Standards für den Fairen Handel Hieran müssen sich die Betriebe halten, wenn sie das Fair-Handels-Siegel verwenden möchten: Soziale Mindeststandards: Verbot von Zwangs- und illegaler Kinderarbeit Recht auf nicht gesundheitsgefährdende Arbeitsbedingungen gleicher Lohn für gleichwertige Arbeit keine Diskriminierung nach Geschlecht, Rasse, Religion und politischer Zugehörigkeit Umsetzung von Mitbestimmung, Teilhabe und Transparenz in den Betrieben Ökologische Mindeststandards: Schutz von Wäldern und natürlichen Vegetationsgebieten Diversifizierung der Landwirtschaft und Erosionsschutz beschränkter Einsatz von Pestiziden Verbot von gentechnischen Veränderungen Abfallentsorgung, Wasserrecycling und Energiesparen 26

27 Außer dem TransFair/FLO-Siegel gibt es: RUGMARK RUGMARK ist eine internationale Initiative, die gegen ausbeuterische Kinderarbeit in der Teppichindustrie eintritt. Sie vergibt ein international registriertes Siegel für Teppiche, die nach RUGMARK -Kriterien, das heißt ohne die Beschäftigung von Kindern und unter Zahlung eines gesetzlichen Mindestlohns an erwachsene Knüpferinnen und Knüpfern, hergestellt werden. Infos unter: Flower Label Program (FLP) Blumen sollen Freude schenken nachhaltige und ungetrübte Freude so lautet der Leitspruch des Flower Label Program. In diesem Programm arbeiten Blumenproduzenten, Blumenhändlern, Menschenrechtsorganisationen und Gewerkschaften zusammen. Sie vergeben ein Zertifikat an Blumen aus umweltgerechter und menschenwürdiger Produktion. Infos und eine Liste mit FLP -Floristen unter: 27

28 Werben: vernetzt und fair Im Fairen Handel spielen Netzwerke, in denen die verschiedenen Partner zusammenarbeiten, eine große Rolle. Denn möchte man im Welthandel gerechtere Bedingungen durchsetzen, muss man sich für dieses Anliegen gemeinsam stark machen und dafür Unterstützung gewinnen. Schon seit den Anfängen des Fairen Handels werden deshalb auch Kampagnen durchgeführt. Einige Netzwerke werden hier vorgestellt: Forum Fairer Handel Das Forum Fairer Handel ist ein Netzwerk von Fair- Handels-Organisationen und Akteuren in Deutschland. Es ist gegründet worden, um die Aktivitäten des Fairen Handels in Deutschland zu koordinieren. Ziel des Forums ist es, gemeinsame Forderungen der deutschen Fair-Handels-Akteure gegenüber Politik und Handel durchzusetzen und eine Ausweitung des Fairen Handels zu erreichen. Infos unter: 28

29 Auch auf internationaler und europäischer Ebene sind Zusammenschlüsse entstanden. Die wichtigsten sind: International Fair Trade Association (IFAT) IFAT ist ein globales Netzwerk von 270 Fair-Handels- Organisationen aus 70 Ländern. Das Netzwerk setzt sich für die Verbesserung der Marktchancen für benachteiligte Produzenten und die politische Einflussnahme im Welthandel ein. Infos unter: Fair Trade Labelling Organizations International FLO ist die weltweite Organisation für die Festlegung der Fair-Handels-Standards und die Zertifizierung von Produkten. (s. Abschnitt Fair-Handels-Siegel Was ist das? ). Infos unter: European Fair Trade Association (EFTA) EFTA ist ein europäisches Netzwerk. Es hat elf Mitglieder aus neun europäischen Ländern. Das Netzwerk selbst ist wiederum Mitglied des globalen Fair-Handels- Netzwerks IFAT. Ziel der EFTA ist die Förderung der Zusammenarbeit ihrer Mitglieder, um den Fairen Handel effektiver zu gestalten. Infos unter: Network of European Worldshops (NEWS!) NEWS! ist auch ein europäisches Netzwerk. In ihm haben sich fünfzehn nationale Weltladen-Dachverbände zusammengeschlossen. Das Netzwerk möchte den Fairen Handel in das Bewusstsein von immer mehr Menschen rufen und initiiert deshalb europaweite Kampagnen. Infos unter: 29

30 FINE Um gemeinsam handeln zu können, haben sich die vier Organisationen FLO, IFAT, NEWS! und EFTA zu FINE zusammengeschlossen. Die Bezeichnung FINE ist aus den Anfangsbuchstaben der Einzelorganisationen gebildet. Um die gemeinsame politische Arbeit auf europäischer und internationaler Ebene zu koordinieren, hat FINE ein Büro in Brüssel eröffnet, das Fair Trade Advocacy Office. Das Büro berät Entscheiderinnen und Entscheider in Sachen des Fairen Handels. Außerdem hat es zwei Publikationen über die Hintergründe des Fairen Handels erarbeitet ( Handeln anders als andere und Fair Trade in Europe 2005 ). 30

31 Der Verbraucher im Fairen Handel Wichtige Partner des Fairen Handels sind auch die Verbraucherinnen und Verbraucher. Denn der Faire Handel funktioniert wie jeder andere Wirtschaftszweig nicht ohne die Nachfrageseite. Von den Konsumentinnen und Konsumenten hängt es letztendlich ab, welche fair gehandelten Produkte hier angeboten werden können und ob dieses Angebot ausgebaut wird. Tatsächlich gibt es immer mehr Menschen, die nicht mehr nur extrem billig einkaufen wollen, sondern neben dem Preis auch soziale und ökologische Aspekte in ihre Kaufentscheidung einbeziehen. In Deutschland greifen derzeit mehrere Millionen Verbraucherinnen und Verbraucher zu Produkten mit dem Fair-Handels-Siegel die Tendenz ist steigend. Marktforschung zum Fairen Handel Die VERBRAUCHER INITIATIVE e.v. führt regelmäßig Studien zur Entwicklung des Fairen Handels in Deutschland durch. Im Februar 2007 hat die Initiative neue Ergebnisse vorgelegt. Diese bestätigen den Erfolgskurs des Fairen Handels. So konnten zwischen 2004 und ,2 Mio. neue Käufer hinzugewonnen werden. Die ausführlichen Ergebnisse der Studie stehen auf der Webseite der bundesweiten Kampagne Fair feels good in der Rubrik Marktforschung unter 31

32 4. Welche Produkte gibt es? Schwarzer Muntermacher: Kaffee Kaffee ist der Klassiker unter den fair gehandelten Produkten. Ein großer Teil des Umsatzes im Fairen Handel entsteht durch ihn. In Großbritannien stammt sogar schon jede fünfte Tasse gemahlenen Kaffees aus Fairem Handel. Es gibt fair gehandelten Kaffee in verschiedenen Varianten. Meist sind die Kaffeeprodukte aus ökologischem Anbau. Eine Besonderheit: Faire Städtekaffees. Sie tragen jeweils den Namen einer Stadt und nennen sich dann Essener Kaffee oder Münster Kaffee. Eine Liste des Eine Welt Netz NRW liefert eine Übersicht über alle NRW-Städtekaffees unter: Aroma pur: Tee Auch fair gehandelter Tee ist ein Produkt, das sich seit langer Zeit großer Beliebtheit erfreut. Neben dem Angebot an schwarzen und grünen Tees werden auch Früchte- und Kräutertees aus fairem Handel angeboten. Häufig werden die Tees komplett in den Ursprungsländern bearbeitet und verpackt. Das schafft zusätzliche Arbeitsplätze. Süße Versuchung: Säfte und andere Getränke Fair gehandelt gibt es auch gesunde Säfte aus Orangen oder Grapefruit, Cola aus Costa Rica oder südafrikanischen Wein aus biologischem Anbau. 32

33 Krumme Dinger: Bananen Weltweit arbeiten schon fast 20 Bananenanbaubetriebe nach den Kriterien des Fairen Handels. Der Markt, der sich für diese Produkte in Europa bietet, wird immer größer. Die Schweiz ist Spitzenreiter. Hier stammen bereits 47 Prozent aller angebotenen Bananen aus fairem Handel. Auch in Deutschland sind fair gehandelte Bananen erhältlich. Man erkennt sie am TransFair- oder am BanaFair-Zeichen. Schöne Bescherung: Blumen Auf den ersten Blick sieht man den Blumen nicht an, unter welchen sozialen und ökologischen Bedingungen sie angebaut wurden. Das hat sich durch die Einführung des FLP-Labels geändert. Schnittblumen, die dieses Siegel tragen, sind garantiert umweltschonend und in menschenwürdiger Produktion erzeugt worden. Immer mehr Blumenläden bieten Schnittblumen an, die das FLP-Label tragen. In der Schweiz stammen schon 28 Prozent der Blumen aus dem Fairen Handel. Toller Spaß: Spielzeug Spielzeug soll Kindern Freude bereiten für Kinder in den Industrieländern ist das kein Problem. In den Ländern, in denen die Spielsachen produziert werden, verhindert ausbeuterische Kinderarbeit jedoch oft, dass Kinder überhaupt zum Spielen kommen. Der Faire Handel fördert Initiativen von Spielzeugherstellern, die ohne ausbeuterische Kinderarbeit produzieren und trägt mit seinen sozialen Initiativen dazu bei, dass Kinder auch dort den Spaß am Spielen nicht verlieren. 33

34 Rundes Leder: Bälle Fair gehandelte Fußbälle mit denen macht das Spielen gleich viel mehr Spaß. Die Näherinnen und Näher in Pakistan, wo die Bälle in der Regel hergestellt werden, können von ihrer Arbeit gut leben. Sie genießen Arbeitsplatzsicherheit und Gesundheitsschutz dadurch unterscheiden sie sich von anderen, die Bälle für den konventionellen Handel herstellen. Diese arbeiten unter schlechten Bedingungen und verdienen oft nicht viel mehr als zwei Euro pro Tag. Weiterführende Informationen zu fair gehandelten Bällen bietet die Kampagne Fair Play Fair Life unter: Flauschiger Untergrund: Teppiche Unter fairen Bedingungen hergestellte und importierte Teppiche tragen das RUGMARK -Siegel. Der Marktanteil mancher Länder am Handel mit solchen Teppichen ist bereits beachtlich rund 25 Prozent der indischen Teppiche in Deutschland und rund 10 Prozent der Teppiche aus Nepal tragen das RUGMARK-Zeichen. Erhältlich sind sie im Versandhandel, bei Handelsketten oder in Teppichfachgeschäften. Außerdem gibt es noch weitere fair gehandelte Produkte aus dem Kunsthandwerk, Trockenfrüchte, Brotaufstriche, Reis, Papier, Schokolade und Kleidung aus fair gehandelter Baumwolle. 34

35 5. Fair einkaufen aber wo? Im Weltladen Fachgeschäfte für Fairen Handel In Europa gibt es ca Weltläden, davon mehr als 800 in Deutschland. Sie werden überwiegend ehrenamtlich getragen. Weltläden verstehen sich als Fachgeschäfte des Fairen Handels und bieten ein breites Sortiment. Das beziehen sie ausschließlich von Fair-Handels-Importorganisationen. Außer den Produkten bekommt man in Weltläden ausführliche Informationen über den Fairen Handel sowie die Lebensbedingungen der Produzenten in den Ländern des Südens. Die Adressen aller Weltläden in Deutschland gibt es unter: Adressen von Weltläden in NRW findet man in der Weltladendatenbank des Eine Welt Netz NRW unter: 35

36 In Bioläden und Reformhäusern Da viele Produkte, die aus dem Fairen Handel stammen, auch mit Bio-Siegel versehen sind, werden in Bioläden und Reformhäusern fair gehandelte Erzeugnisse wie Kaffeesorten und andere Arten von Lebensmitteln angeboten. In Fachgeschäften Um RUGMARK-Teppiche oder Blumen mit FLP-Siegel zu kaufen, lohnt es sich, ein entsprechendes Fachgeschäft aufzusuchen. In Kantinen und Mensen Einige Kantinen und Mensen z.b. an der Dortmunder Universität oder im Europäischen Parlament in Brüssel bieten inzwischen fair gehandelte Produkte wie Kaffee, Tee oder Säfte an. 36

37 Im Supermarkt Fair gehandelte Produkte gibt es in rund deutschen Supermärkten. Das macht es einfach, sozial verantwortlich einzukaufen. Leider ist die Produktpalette nicht so vielfältig wie in den Weltläden, aber Kaffee, Tee, Schokolade und manchmal auch weitere Erzeugnisse wie Honig oder Orangensaft kann man hier durchaus bekommen. Im Internet Bequem und einfach kann man per Online-Shopping von zuhause aus alle Produkte des Fairen Handels bestellen. Einige Anbieter: GEPA The Fair Trade Company; EL PUENTE GmbH: dwp eg:_http://www.dwp-rv.de DW-Shop GmbH: https://shop.dwshop.de Damian-Team Eine Welt Versand GmbH: Fair gehandelt (MVG): amorebio GmbH: CONTIGO: fairkauf Handelskontor eg: muenchen.de Nature and Art: Aprosas - Solidarität mit den Mayas in Guatemala e.v.: RISB Regenwaldladen: 37

38 38

39 Verhandeln ist nicht die schlechteste Form des Handelns. William»Will«Penn Adair Rogers, ( ), US-amerikanischer Humorist und Schriftsteller, Halbindianer 39

40 Kapitel 3 Das Europäische Parlament setzt sich für den Fairen Handel ein 1. Was hat das Europäische Parlament mit dem Fairen Handel zu tun? In den Medien und in der Politik wird oft darüber diskutiert, wie man den Welthandel gerechter gestalten kann. Soziale Aspekte und Umweltschutz sollen in der Wirtschaft stärker durchgesetzt werden. Das Europäische Parlament sieht im Fairen Handel einen guten Ansatz, um all das zu erreichen. Deshalb haben die Abgeordneten am 6. Juli 2006 einen Bericht verabschiedet, der Fairen Handel unterstützt und die Europäische Kommission auffordert, den EU-Mitgliedsstaaten eine Empfehlung zu dessen Förderung vorzulegen. Bezeichnung Bericht Die Bezeichnungen, die in der Europäischen Union verwendet werden, sind manchmal verwirrend der Begriff Bericht ist es mit Sicherheit. Ein verabschiedeter Bericht ist nämlich ein Beschluss mit Begründung. In ihm kann das Europäische Parlament in einem Mitentscheidungsverfahren gesetzgeberische Korrekturen an Verordnungen (Gesetzen) der EU-Kommission vornehmen, aber auch auf eigene initiative hin auf Missstände hinweisen, in internationale Debatten eingreifen, Lösungen für Probleme empfehlen und die EU-Kommission zum Handeln auffordern. Er wird von mindestens einem Berichterstatter erarbeitet, in Ausschüssen und schließlich im Plenum des Parlamentes diskutiert, ggf. verändert und dann verabschiedet. Im Falle des Fair-Trade-Berichts war Frithjof Schmidt der Berichterstatter. 40

41 2. Die Kernpunkte des Berichts Fairer Handel und Entwicklung Der wirtschaftliche Erfolg des Fairen Handels hat dazu geführt, dass auch konventionelle Unternehmen in diesem Bereich aktiv. Manche stiften dabei aber Verwirrung, indem sie teilweise die Bezeichnung fair gehandelt oder ähnliches nutzen, ohne sich an wichtige aufgestellte Kriterien zu halten. Für den echten Fairen Handel ist das schädlich. Deshalb will das Europäische Parlament, dass die EU-Kommission in einer Empfehlung zentrale Kriterien festschreibt, die Produkte erfüllen sollen, damit sie in der EU mit dem Label Fair Trade ausgezeichnet werden können. Nur so kann verhindert werden, dass mit der Bezeichnung Missbrauch getrieben wird. 41

42 Die Kriterien, die von der EU-Kommission empfohlen werden sollen, entsprechen im Wesentlichen denen, die auch die Fair-Handels-Bewegung als wichtig erachtet. Es geht um: Einen fairen Preis, der die Kosten von nachhaltiger Produktion und Lebensbedingungen deckt Vorfinanzierung für die Produzenten, falls das von ihnen gewünscht ist Stabile und lang andauernde Handelsbeziehungen mit den Produzenten Einbindung der Produzenten in die Erarbeitung von hohen Sozial-, Arbeits- und Umweltstandards Transparenz in der Handelskette für bestmögliche Verbraucherinformation Einhaltung der Menschenrechte, insbesondere der Frauen- und Kinderrechte, der Kernarbeitsnormen der internationalen Arbeitsorganisation und ökologischer Standards Hilfen für die lokalen, insbesondere Kleinerzeuger zum Ausbau und zur Stärkung der Produktion, um nachhaltige faire Handelsbeziehungen zu schaffen Hilfen beim Marktzugang für die Netzwerke der Produzenten Öffentlichkeitsarbeit zum Fairen Handel, zu Handelsbeziehungen und den Ungerechtigkeiten des herrschenden Handelsrechts Stärkung eines einheitlichen, leicht erkennbaren Gütesiegels, um Missbrauch vorzubeugen Es ist wichtig, dass eine regelmäßige Überprüfung dieser Kriterien stattfindet und die EU-Kommission dem Europäischen Parlament Berichte zu ihren Aktivitäten im Bereich des Fairen Handels vorlegt. 42

43 Auch öffentliche Auftraggeber sollen bei Ausschreibungen Fair-Handels-Produkte bevorzugen dürfen. Um rechtliche Klarheit zu schaffen, sollte die EU-Kommission die bisherigen Vergabekriterien ausdrücklich auch um soziale Kriterien erweitern. Außerdem fordert das Europäische Parlament, dass die Europäische Union den Fairen Handel auch finanziell mehr unterstützt. In den Entwicklungsländern könnte sie z.b. Kleinkredite bereitstellen oder die Vorfinanzierung der Ernten, wie sie im Fairen Handel angeboten wird, ermöglichen. In den europäischen Staaten kann die EU z.b. die Arbeit der Weltläden unterstützen oder sich an Kampagnen beteiligen, um bei den Verbraucherinnen und Verbrauchern ein stärkeres Bewusstsein für den Fairen Handel zu schaffen. 43

44 3. Der Entstehungshintergrund Frithjof Schmidt ist Vizepräsident des Entwicklungsausschusses und Mitglied im Handelsausschuss des Europäischen Parlaments. Der Faire Handel ist für ihn ein Thema, das die beiden Bereiche zusammenbringt. Denn: einerseits hat er sich als wirksames Mittel für nachhaltige Entwicklung und die Bekämpfung von Armut erwiesen und andererseits verfolgt er das Ziel, das internationale Handelssystem und die Privatwirtschaft so zu beeinflussen, dass sie nachhaltiger und gerechter handeln. Für Frithjof Schmidt ist die Unterstützung des Fairen Handels deshalb ein wichtiges Anliegen. Warum eine Empfehlung und keine gesetzliche Regelung? Die Europäische Union möchte wichtige Dinge, die alle EU-Mitgliedsstaaten betreffen, regulieren - aber nur da, wo es Sinn macht. Im Fairen Handel möchte das Europäische Parlament eine Überregulierung vermeiden.zu detaillierte Vorschriften könnten gegenwärtig schnell zu einem bürokratischen Hindernis gerade für die kleinen Produzenten im Süden werden. Deshalb fordert es von der EU-Kommission eine Empfehlung und kein bindendes Gesetz. Die Empfehlung ist wesentlich flexibler und zum jetzigen Zeitpunkt am besten geeignet, den Fairen Handel in seiner Selbstkontrolle durch Zertifikate wirkungsvoll zu unterstützen. 44

45 4. Und was passiert jetzt damit? Die hohe Zustimmung des Europäischen Parlaments signalisiert der EU-Kommission, dass eine Förderung des Fairen Handels eindeutig erwünscht ist. Sie steht jetzt unter Druck, auf den Bericht zu reagieren. Wenn sie den Vorschlägen des Europäischen Parlaments folgt, ist ein wichtiger Schritt für die Sicherung des weiteren Erfolges des Fairen Handels erreicht. Allerdings sind die vorgeschlagenen Maßnahmen nur ein kleiner Beitrag zur notwendigen Veränderung der Welthandelspolitik. Frithjof Schmidt schlägt darum außerdem vor, dass ein signifikanter Anteil der Mittel, die die Welthandelsorganisation als Hilfe für den Handel ( Aid for Trade ) ausgibt, in den Fairen Handel investiert werden als Aid for Fair Trade. 45

46 Gesellschaftliche Veränderung fängt immer mit Außenseitern an, die spüren, was notwendig ist. Robert Jungk ( ) österreichischer Schriftsteller und Zukunftsforscher 46

47 Foto 47

48 Kapitel 4 Fair handeln kann jeder! Es gibt viele, auch einfache Möglichkeiten für den Fairen Handel aktiv zu werden. Ein paar werden hier als Anregungen vorgestellt: 1. Was kann ich tun? Fair einkaufen fairändert die Welt Man kann schnell und einfach durch den Kauf fair gehandelter Produkte aktiv werden. Das ist Politik mit dem Einkaufskorb. Eine Entscheidung für das fair gehandelte Produkt und damit gegen die konventionelle Herstellung sendet ein Signal an die Wirtschaft. Man sollte hinterfragen, wie der Kaffee hergestellt wurde, der täglich am Arbeitsplatz getrunken wird. Es ist nicht egal, wo und unter welchen Bedingungen der Pullover entstanden ist, den man gerade trägt. Natürlich kann man nicht immer alles aus Fairem Handel kaufen. Momentan ist die Produktauswahl trotz des wachsenden Angebots noch begrenzt. Wenn man aber nur ab und zu zum Weltladen geht und im Supermarkt zum fair gehandelten Produkt greift, bringt das schon sehr viel und hilft mit, Menschen in den Ländern des Südens ein besseres Leben zu ermöglichen. Außerdem tut man sich selbst etwas Gutes, da die Produkte ausgezeichnet schmecken und qualitativ sehr hochwertig sind. 48

49 Mitarbeiten im Fairen Handel Man kann dem Fairen Handel einen Teil seiner Freizeit widmen. In den meisten Weltläden und Aktionsgruppen arbeiten Menschen ehrenamtlich. Neben dem Verkauf der Produkte organisieren sie Informationskampagnen und andere Veranstaltungen. Die Mitarbeit in einem Weltladen oder einer Aktionsgruppe macht Spaß, ist eine nützliche Tätigkeit und gibt außerdem interessante Einblicke in das System des Fairen Handels sowie die Lebenssituation der Menschen in Entwicklungsländern. Fair informieren mich und andere Der Faire Handel lebt davon, dass seine Idee verstanden wird. Denn nur, wer weiß, warum der Preis für das fair gehandelte Produkt ein bisschen höher ist als der von anderen Produkten, ist bereit ihn zu bezahlen. Deshalb ist es wichtig, dass man sich selbst, aber auch andere Menschen über den Fairen Handel informiert. Aktuelle Informationen über den Fairen Handel gibt es im Newsletter FriSch von Frithjof Schmidt. Zu finden unter: Es gibt zahlreiche Informations- und Diskussionsveranstaltungen die besucht werden können z.b. während der Fairen Woche, die jedes Jahr im September stattfindet. Aber noch viel mehr ist möglich. Alle Termine der Fairen Woche stehen auf: 49

50 Eine weitere Idee: Man verschenkt als kleine Aufmerksamkeit fair gehandelte Süßigkeiten oder Grußkarten. Diese Idee lässt sich auch in einem größeren Rahmen umsetzen. Kurz vor Weihnachten z.b. konnten die Düsseldorfer, Bonner, Kölner, Dortmunder und Bielefelder faire Schokolade auf den Weihnachtsmärkten probieren. Und auch im Karneval wurden in den letzten Jahren faire Kamellen verteilt. Solche Aktionen lassen sich einfach von Sportvereinen, Umweltgruppen und anderen lokalen Organisationen umsetzen. Um Kindern den Fairen Handel zu erklären, hat sich Frithjof Schmidt außerdem etwas Besonderes ausgedacht: Die Weihnachtsgeschichte zum Fairen Handel. Sie erzählt von den Erlebnissen der beiden afrikanischen Kinder Ayashe und Damtien und wie sich ihr Leben veränderte, seit ihre Eltern beim Fairen Handel mitmachen. Auch außerhalb der Weihnachtszeit ist die Geschichte lesenswert. Die Geschichte kann über das Büro von Frithjof Schmidt bezogen werden oder über das Internet unter: Vielleicht ist die Idee des Fairen Handels unter Freunden und Bekannten nicht so verbreitet und die Produkte sind noch unbekannt. Das könnte man ändern. Es gibt zahlreiche kreative und lustige Möglichkeiten, den Fairen Handel vorzustellen: Wie wäre es z.b. mit einem Fairen Frühstück oder einer Mangoparty? Auch ein Kochduell wäre denkbar. Unter und gibt es zahlreiche Ideen und Faire Rezepte zum Ausprobieren. 50

51 2. Ein fairer Arbeitsplatz auch hier! Die Pause fair genießen Wie wäre es mit fair gehandeltem Kaffee am Arbeitsplatz? Zahlreiche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter kleinerer und größerer Betriebe genießen in ihren Pausen Produkte aus dem Fairen Handel. Auch in Kantinen werden faire Produkte verzehrt. Frithjof Schmidt und die anderen Abgeordneten des Europäischen Parlaments zum Beispiel trinken während ihrer Mittagspause in Brüssel fair gehandelten Kaffee und Tee. Selbst faire Bedingungen einführen Die sozialen und ökologischen Fair-Handels-Standards sollten nicht nur für die Länder im Süden gelten. Auch hier in Deutschland sind faire Arbeitsbedingungen wünschenswert. Doch nicht alle Unternehmen sehen das so. Es ist deshalb wichtig, dass man auch im eigenen Betrieb die folgenden Fragen stellt: Gibt es Diskriminierung auf Grund des Geschlechts? Werden Sozial- und Umweltstandards umgesetzt? Werden alle fair für ihre Arbeit bezahlt? Falls das nicht der Fall ist, gibt es auch hier vor Ort Veränderungsbedarf. Zuliefererkette überprüfen Als Unternehmen sollte man aber auch darauf achten, von wem man seine Vorleistungen bezieht. Man kann auch hier überprüfen, ob und inwiefern Sozial- und Umweltstandards eingehalten werden. Es sollte nicht immer der niedrigste Preis das Entscheidungskriterium sein. Tip: Für Großveranstaltungen kann man z.b. Cauca, den mobilen Kaffee- FairStand oder Aktionszelte ausleihen. Infos hierzu unter: oder beim Eine Welt Netz NRW. 51

52 3. Meine faire Stadt Beschaffung in der Kommune In einigen Städten und Gemeinden hat sich sozial verantwortliches Handeln schon durchgesetzt. Zum Beispiel in Neuss und Münster. Dort bieten Rathäuser, Schulen, Krankenhäuser und Kindergärten fair gehandelte Produkte an. Außerdem achten sie bei Anschaffungen von Pflastersteinen, Arbeitskleidung, Spielzeug oder Sportgeräten für Kindergärten und Schulen auf die Einhaltung von Sozialstandards. Insbesondere darauf, dass keine Kinder an der Herstellung der Erzeugnisse beteiligt waren. Trotz der positiven Beispiele brauchen viele öffentliche Einrichtungen aber noch Anstöße von außen, um sich mit den Möglichkeiten des faires Beschaffungswesens zu befassen. Hier sind die Bürgerinnen und Bürger gefragt, Überzeugungsarbeit zu leisten. Mehr Informationen über Faire Beschaffung unter Hauptstadt werden Deutsche Hauptstadt das ist Berlin. Falsch! Es gibt noch eine weitere: Dortmund, die Hauptstadt des Fairen Handels. Für Städte gibt es alle zwei Jahre die Möglichkeit, sich für den Wettbewerb Hauptstadt des Fairen Handels anzumelden, der von der Servicestelle Kommunen in der Einen Welt/InWEnt durchgeführt und vom Bundesentwicklungsministerium (BMZ) finanziert wird ging der erste Preis bereits zum zweiten Mal an Dortmund. Zweite Hauptstadt wurde Ravensburg. Den dritten Platz teilten sich die Städte Düsseldorf, Magdeburg und Rheinstetten. 52

53 Leitfaden übernimmt alle Kriterien aus Frithjof Schmidts Bericht Endlich wird es auch Kommunen in Deutschland erheblich einfacher gemacht, Produkte aus Fairem Handel zu beschaffen selbst wenn das komplizierte EU-Ausschreibungsrecht eingehalten werden muss. Der internationale Verband der Kommunen für Nachhaltigkeit (ICLEI) hat nämlich einen leicht verständlichen Leitfaden vorgelegt, der alles Notwendige definiert. Die Akteure des Fairen Handels benennen mit ICLEI und der Servicestelle Kommunen in der einen Welt kurze und prägnante Antworten auf alle wichtigen Fragen: Warum fair kaufen? Was ist Fairer Handel eigentlich? Wie gehe ich die ersten politischen Schritte mit den lokalen Beteiligten? Wie vermeide ich rechtliche Fallstricke? Besonders erfreulich: Der ICLEI-Leitfaden definiert Fairen Handel stringent in Anlehnung an Frithjof Schmidts Bericht zum Fairen Handel. Außerdem gibt er einige Beispiele, die die trockene Rechtsmaterie illustrieren. 53

54 Adressenverzeichnis BanaFair e.v. Langgasse Gelnhausen Tel / Fax 06051/ dwp eg Hinzistobler Str Ravensburg Tel. 0751/ Fax 0751/ EFTA Kerkewegje 1 NL 6305 BC Schin op Geul Tel. 0031/433/ Fax 0031/433/ Eine Welt Netz NRW Mühlenstr Düsseldorf Tel. 0211/ Fax 0211/ Flower Label Program e.v. Siegfriedstr Köln Tel. 0221/ Fax 0221/ EL PUENTE GmbH Lise-Meitner-Str Nordstemmen Tel / Fax 05069/ GEPA The Fair Trade Company Gewerbepark Wagner Bruch Wuppertal Tel. 0202/ Fax 0202/

55 Fair Play Fair Life Overwegstr Herne Tel / Fax 02323/ FLO International Bonner Talweg Bonn Tel. 0228/ Fax 0228/ FLP e.v. Siegfriedstr Köln Tel. 0221/ Fax 0221/ NEWS! Christofsstr Mainz Tel / Weltladen- Dachverband e.v. Karmeliterplatz Mainz Tel / Fax 06131/ TransFair e.v. Remigiusstr Köln Tel. 0221/ Fax 0221/

56 Sei du selbst die Veränderung, die du dir wünschst für diese Welt. Mahatma Gandhi, ( ), indischer Freiheitskämpfer Frithjof Schmidt MdEP Europabüro Börje Wichert Jahnstrasse Düsseldorf Telefon: Fax: Mail: 56

Fairer Handel Was ist das? Was macht MISEREOR? Was macht die GEPA? Was kann ich tun?

Fairer Handel Was ist das? Was macht MISEREOR? Was macht die GEPA? Was kann ich tun? Fairer Handel Was ist das? Was macht MISEREOR? Was macht die GEPA? Was kann ich tun? Was ist Fairer Handel? Was ist Fairer Handel? Fairer Handel ist eine Handelspartnerschaft, die auf Dialog, Transparenz

Mehr

Fair! Fairer Einkaufsführer Esslingen. esslingen.de/fairerhandel. Wir unterstützen den Fairen Handel in Esslingen. Sprechen Sie uns darauf an!

Fair! Fairer Einkaufsführer Esslingen. esslingen.de/fairerhandel. Wir unterstützen den Fairen Handel in Esslingen. Sprechen Sie uns darauf an! Fair! EINkaufen Wir unterstützen den Fairen Handel in Esslingen. Sprechen Sie uns darauf an! Fairer Einkaufsführer Esslingen Mehr infos esslingen.de/fairerhandel 2015 Liebe Esslingerinnen und Esslinger,

Mehr

Fairtrade Lebensmittel: Besuch im Weltladen Bad Nauheim. Von Elisa Klehm, Jasmin Glöckner & Natascha Tonecker

Fairtrade Lebensmittel: Besuch im Weltladen Bad Nauheim. Von Elisa Klehm, Jasmin Glöckner & Natascha Tonecker Fairtrade Lebensmittel: Besuch im Weltladen Bad Nauheim Von Elisa Klehm, Jasmin Glöckner & Natascha Tonecker 1 Gliederung Theoretischer Input: Was ist Fairtrade? Geschichte Fair Trade Towns Besuch im Weltladen

Mehr

:WAS IST EIGENTLICH FAIR AM FAIREN HANDEL?

:WAS IST EIGENTLICH FAIR AM FAIREN HANDEL? :WAS IST EIGENTLICH FAIR AM FAIREN HANDEL? Garantierter Mindestpreis + Fairtrade-Aufschlag = Verkaufspreis für den Erzeuger Der garantierte Mindestpreis deckt die Produktionskosten und Löhne der Erzeuger.

Mehr

Fair Trade: Ein konkreter Beitrag an die Umsetzung der Menschenrechte

Fair Trade: Ein konkreter Beitrag an die Umsetzung der Menschenrechte Eidgenössisches Volkswirtschaftsdepartement EVD Staatssekretariat für Wirtschaft SECO Handelsförderung Fair Trade: Ein konkreter Beitrag an die Umsetzung der Menschenrechte What s the difference? Hans-Peter

Mehr

Die Rente wird gestrichen!

Die Rente wird gestrichen! Die Rente wird gestrichen! Die Rente wird gestrichen? Was für uns eine Horror-Meldung wäre, ist für andere Menschen ganz normal. Ein Leben lang hart arbeiten, und am Ende steht man mit leeren Händen da.

Mehr

FSC UND FAIRTRADE ZUKUNFT FÜR WALD UND MENSCH

FSC UND FAIRTRADE ZUKUNFT FÜR WALD UND MENSCH FSC UND FAIRTRADE ZUKUNFT FÜR WALD UND MENSCH FSC UND FAIRTRADE ZUKUNFT FÜR WALD UND MENSCH Neben Landwirtschaft zählen Wälder für die ärmsten Menschen der Welt zu den wichtigsten Quellen, um Ihren Lebensunterhalt

Mehr

Lokale Agenda 21 und der Faire Handel in Bonn. Bonn, Juni 2011 Inês Ulbrich 1

Lokale Agenda 21 und der Faire Handel in Bonn. Bonn, Juni 2011 Inês Ulbrich 1 Bonn, Juni 2011 Inês Ulbrich 1 Vortrag im Rahmen der Oxford-Woche des Stadtbezirkes Bonn 3. Juni 2011 Inês Ulbrich Dezernat Umwelt, Gesundheit und Recht der Bundesstadt Bonn Bonn, Juni 2011 Inês Ulbrich

Mehr

Wegweiser für interessierte Unternehmen

Wegweiser für interessierte Unternehmen Wegweiser für interessierte Unternehmen Inhalt: 1. Wer macht was: Fairtrade-Produzenten, -Trader und Lizenznehmer 2 2. Wie funktioniert das Fairtrade-System? 3 3. Wer benötigt welchen Vertrag? 3 4. Das

Mehr

Die Max Havelaar-Stiftung (Schweiz)

Die Max Havelaar-Stiftung (Schweiz) Die Max Havelaar-Stiftung (Schweiz) Fairtrade Max Havelaar ist eine Stiftung mit Büros in Basel und Zürich die sich in der Schweiz für den fairen Handel von Produkten aus Entwicklungs- und Schwellenländern

Mehr

Schorndorf ist Fairtrade-Stadt

Schorndorf ist Fairtrade-Stadt Schorndorf ist Fairtrade-Stadt Fairer Handel was ist das? Fairer Handel (englisch Fair Trade) ist eine Handelspartnerschaft, die auf Dialog, Transparenz und Respekt beruht und nach mehr Gerechtigkeit im

Mehr

Nachhaltige Beschaffung Bedeutung, Umsetzung, Impulse aus Europa

Nachhaltige Beschaffung Bedeutung, Umsetzung, Impulse aus Europa Nachhaltige Beschaffung Bedeutung, Umsetzung, Impulse aus Europa Das Europäische Jahr für Entwicklung in Schleswig-Holstein 28.04.2015, Kiel Markus Schwarz Fachpromotor für nachhaltige Beschaffung und

Mehr

Unsere Gruppe beim Aufbauen der Schokoladentafeln und der Schokoriegel

Unsere Gruppe beim Aufbauen der Schokoladentafeln und der Schokoriegel Unser Marktstand Unsere Gruppe hat am Mittwoch, 27.9, in der 2. Aktionswoche der fairen Wochen, den Stand auf den Marktplatz zum Zentrum für Umwelt und Mobilität aufgebaut und dekoriert. Wir dekorierten

Mehr

Gemeinsam bewegen wir mehr

Gemeinsam bewegen wir mehr Gemeinsam bewegen wir mehr Gemeinsam bewegen wir mehr 1. VORSTELLUNG EINE WELT NETZ NRW 2. WIE FUNKTIONIERT NI DER FAIRE HANDEL? 3.ANKNÜPFUNG AN SCHULE Seit 1991 vernetzen wir Eine- Welt-Engagement in

Mehr

Fairer Handel am Beispiel Kaffee. TransFair e.v. 2012

Fairer Handel am Beispiel Kaffee. TransFair e.v. 2012 Fairer Handel am Beispiel Kaffee TransFair e.v. 2012 1,4 Mrd. Menschen leben von weniger als 1,25 $ pro Tag FAIRTRADE - bietet einen Ausweg aus der Armut! Fairtrade - Vision Eine Welt, in der alle Bauernfamilien

Mehr

Factsheet. Der Faire Handel in Deutschland. Zahlen, Entwicklungen und Trends für das Geschäftsjahr 2013

Factsheet. Der Faire Handel in Deutschland. Zahlen, Entwicklungen und Trends für das Geschäftsjahr 2013 Factsheet Der Faire Handel in Deutschland Zahlen, Entwicklungen und Trends für das Geschäftsjahr 2013 TTIP und die Auswirkung auf den Globalen Süden Fairer Handel fordert gerechte Handelsbedingungen für

Mehr

Fragebogen zum Fairen Handel in Kiel

Fragebogen zum Fairen Handel in Kiel Juli 2014 Fragebogen zum Fairen Handel in Kiel Zielgruppe: Institutionen und Vereine Seit September 2013 ist Kiel Fairtrade-Town! Auch die Landeshauptstadt Kiel beteiligt sich an der Kampagne Fairtrade-Towns

Mehr

Ökologische Siegel. Naturland, Bioland, Demeeter:

Ökologische Siegel. Naturland, Bioland, Demeeter: Es gibt mittlerweile so viele Siegel und Logos, dass man schon mal den Überblick verliert. Um ein Licht in dieses Dunkel zu bringen, stellen wir hier eine Auswahl von Logos und Marken im Bereich Bio und

Mehr

COTTON MADE IN AFRICA HILFE ZUR SELBSTHILFE DURCH HANDEL

COTTON MADE IN AFRICA HILFE ZUR SELBSTHILFE DURCH HANDEL COTTON MADE IN AFRICA HILFE ZUR SELBSTHILFE DURCH HANDEL BAUMWOLLE MIT SOZIALEM MEHRWERT ZU MARKTPREISEN Nachhaltigkeitsziele sind heute ein wichtiger Bestandteil vieler Unternehmensstrategien. Gleichzeitig

Mehr

(Hinter-) Gründe Faire Produktion im Fokus. Koordinatorin der Kampagne fair flowers Mit Blumen für Menschenrechte

(Hinter-) Gründe Faire Produktion im Fokus. Koordinatorin der Kampagne fair flowers Mit Blumen für Menschenrechte (Hinter-) Gründe Faire Produktion im Fokus Steffi Neumann, Vamos e.v. Münster Koordinatorin der Kampagne fair flowers Mit Blumen für Menschenrechte Inhalt 1. Warum öko-faire Beschaffung? 2. Arbeits- und

Mehr

FAIRTRADE Österreich. Tipps. Für ihren Fairtrade Event. Aktiv Für Fairtrade

FAIRTRADE Österreich. Tipps. Für ihren Fairtrade Event. Aktiv Für Fairtrade FAIRTRADE Österreich Tipps Für ihren Fairtrade Event Aktiv Für Fairtrade FAIRTRADE ZAHLEN UND FAKTEN AUF EINEN BLICK IM FAIRTRADE-NETZWERK 730.000 FAIRTRADE-Kaffeebäuerinnen und bauern verkaufen über 142

Mehr

Eine Einführung in die inklusive Entwicklungszusammenarbeit

Eine Einführung in die inklusive Entwicklungszusammenarbeit Eine Einführung in die inklusive Entwicklungszusammenarbeit Inklusive Entwicklungszusammenarbeit für Menschen mit geistiger Behinderung und ihre Familien Die Europäische Kommission hat dieses Projekt mit

Mehr

Bei Produkten, bei denen physische Rückverfolgbarkeit nicht garantiert werden kann, wird dies auf der Verpackung transparent kommuniziert:

Bei Produkten, bei denen physische Rückverfolgbarkeit nicht garantiert werden kann, wird dies auf der Verpackung transparent kommuniziert: Fragen und Antworten zum Thema Rückverfolgbarkeit bei Fairtrade MHCH/ März 2011 Was bedeutet das Fairtrade-Label auf einem Produkt? Wenn ein Produkt das Fairtrade-Label trägt, bedeutet dies, dass dieses

Mehr

Grosses tun mit einem kleinen zeichen als fairtrade-gemeinde

Grosses tun mit einem kleinen zeichen als fairtrade-gemeinde Grosses tun mit einem kleinen zeichen als fairtrade-gemeinde gemeinsam für eine bessere zukunft über 1.500 faire gemeinden weltweit. Die Idee FAIRTRADE-Gemeinde Mit dem Projekt FAIRTRADE-Gemeinde möchte

Mehr

In Kürze: Ergebnisse der Verbraucherstudie 2009

In Kürze: Ergebnisse der Verbraucherstudie 2009 In Kürze: Ergebnisse der Verbraucherstudie 2009 Einer stetig wachsenden Zahl von Menschen wird klar, dass ihr Kaufverhalten direkten Einfluss auf die Lebens- und Arbeitsbedingungen der Produzentenfamilien

Mehr

Nachhaltigkeit und Konsum: die FairTrade-Bewegung

Nachhaltigkeit und Konsum: die FairTrade-Bewegung Nachhaltigkeit und Konsum: die FairTrade-Bewegung Bettina von Reden 2009 verzeichnet einen traurigen Rekord erstmalig hungern weltweit über eine Milliarde Menschen. Ursache der Ernährungskrise sind vor

Mehr

Begleitmaterial Fairer Handel

Begleitmaterial Fairer Handel Begleitmaterial Fairer Handel Folie 1: :Was ist eigentlich fair am Fairen Handel? Der Faire Handel schafft Bedingungen für ein menschenwürdiges Leben in der Dritten Welt. Denn auf dem Weltmarkt sind Kleinbauern

Mehr

Fragebogen zum Fairen Handel in Kiel

Fragebogen zum Fairen Handel in Kiel Juli 2014 Fragebogen zum Fairen Handel in Kiel Zielgruppe: Einzelhandel Seit September 2013 ist Kiel Fairtrade-Town! Auch die Landeshauptstadt Kiel beteiligt sich an der Kampagne Fairtrade-Towns des Vereins

Mehr

Herzlich Willkommen bei Fairtrade!

Herzlich Willkommen bei Fairtrade! Herzlich Willkommen bei Fairtrade! Wir begrüßen sense-organics als Lizenznehmer bei Fairtrade und freuen uns auf eine erfolgreiche Zusammenarbeit mit Ihrem Hause. Bitte lesen Sie sich die folgenden Informationen

Mehr

Fairtrade-Standards Entwicklung, Inhalte & Kosten

Fairtrade-Standards Entwicklung, Inhalte & Kosten Statement Fairtrade-Standard-Erstellung Stand: Juni 2013 Fairtrade-Standards Entwicklung, Inhalte & Kosten Was ist ein Standard? Ganz allgemein ist ein Standard ein öffentlich zugängliches technisches

Mehr

Fair Trade. Ein (un )eigennütziges Unternehmenskonzept? 20. September 2011. Volkmar Lübke, Vorstand TransFair e.v. IHK Berlin

Fair Trade. Ein (un )eigennütziges Unternehmenskonzept? 20. September 2011. Volkmar Lübke, Vorstand TransFair e.v. IHK Berlin Fair Trade Ein (un )eigennütziges Unternehmenskonzept? 20. September 2011 Volkmar Lübke, Vorstand TransFair e.v. IHK Berlin Agenda 1. Was wir wollen 2. Wer wir sind 3. Was wir bieten 4. Was wir erreicht

Mehr

Kinderarbeit? Was ist ausbeuterische. EINE WELT Netzwerk Sachen-Anhalt e.v. Projekt Sachen-Anhalt-nachhaltige Beschaffung

Kinderarbeit? Was ist ausbeuterische. EINE WELT Netzwerk Sachen-Anhalt e.v. Projekt Sachen-Anhalt-nachhaltige Beschaffung EINE WELT Netzwerk Sachen-Anhalt e.v. Was ist ausbeuterische Kinderarbeit? Projekt Sachen-Anhalt-nachhaltige Beschaffung Für den Inhalt ist nur der Herausgeber verantwortlich. Koordination: Stefan Giese-Rehm

Mehr

Fact-Sheet: Trends und Entwicklungen im Fairen Handel 2010

Fact-Sheet: Trends und Entwicklungen im Fairen Handel 2010 Fact-Sheet: Trends und Entwicklungen im Fairen Handel 2010 Das berichtet anhand aktueller Branchenzahlen und Ergebnisse der Marktforschung über Entwicklungen und Trends im Fairen Handel Zusammenfassung:

Mehr

Beteiligung der Stadt Ostfildern an der Kampagne Fairtrade Towns"

Beteiligung der Stadt Ostfildern an der Kampagne Fairtrade Towns Vorlage 2013 Nr. Rechnungsprüfung Geschäftszeichen: 14 3. September 2013 VA 18.09.2013 Beratung GR 25.09.2013 Beschluss Thema Beteiligung der Stadt Ostfildern an der Kampagne Fairtrade Towns" Beschlussantrag

Mehr

Verantwortungsvolle Beschaffung in Kommunen/Faires Beschaffungswesen in Kommunen. Servicestelle Kommunen in der Einen Welt / InWEnt ggmbh

Verantwortungsvolle Beschaffung in Kommunen/Faires Beschaffungswesen in Kommunen. Servicestelle Kommunen in der Einen Welt / InWEnt ggmbh Verantwortungsvolle Beschaffung in Kommunen/Faires Beschaffungswesen in Kommunen Servicestelle Kommunen in der Einen Welt / InWEnt ggmbh Was machen wir? Bund-Länder-Projekt mit 30 TrägerInnen, Start: 17.12.2001

Mehr

Im Bereich der Ernährung kannst du an drei wirkungsvollen Rädchen drehen:

Im Bereich der Ernährung kannst du an drei wirkungsvollen Rädchen drehen: Im Bereich der Ernährung kannst du an drei wirkungsvollen Rädchen drehen: Die Erzeugung von 100 Kilokalorien tierischen Ursprungs (also Fleisch, Milch, Joghurt, Käse ) hat einen bis zu ca. 20 Mal größeren

Mehr

Hamburg kocht fair! Hamburg kocht fair!

Hamburg kocht fair! Hamburg kocht fair! Aktivitäten von hamburgmal fair zum Einsatz von Produkten aus dem Fairen Handel in der Gastronomie und Gemeinschaftsverpflegung 1 Vorbemerkung: Grundsätzlich sollte bei Nahrungsmitteln immer auf die Kriterien

Mehr

Mit zwei Armen und vielen Händen - Wie fördert die evangelische Kirche den Fairen Handel?

Mit zwei Armen und vielen Händen - Wie fördert die evangelische Kirche den Fairen Handel? Mit zwei Armen und vielen Händen - Wie fördert die evangelische Kirche den Fairen Handel? Mit zwei Armen Die evangelischen Landeskirchen und die großen Freikirchen sehen ihr Engagement für den Fairen Handel

Mehr

Konsum mit Köpfchen fair einkaufen in Bremen

Konsum mit Köpfchen fair einkaufen in Bremen Konsum mit Köpfchen fair einkaufen in Bremen Ein Wegweiser >>> 1 Impressum Bremer Informationszentrum für Menschenrechte und Entwicklung (biz) Bahnhofsplatz 13 28195 Bremen Ostertorsteinweg 90 28203 Bremen

Mehr

Kleine Siegelkunde ~ >- -;:;- c:: t? 'tl ~ -.~~ /,., c (..

Kleine Siegelkunde ~ >- -;:;- c:: t? 'tl ~ -.~~ /,., c (.. Kleine Siegelkunde & ~ ~ --,EL PU ENTE ~...,........,,.,... {. ~ >- -;:;- c:: t? 'tl ~ -.~~ /,., c (.. Siegel... Firmenname... Firmenlogo... Marke... im Fairen Handel. Wer soll sich da noch auskennen?

Mehr

Die Rolle des Regenwaldschutzes im Wachstumsmarkt Fairtrade

Die Rolle des Regenwaldschutzes im Wachstumsmarkt Fairtrade Consulting Consulting in in the the World World of of FAIRTRADE FAIRTRADE Die Rolle des Regenwaldschutzes im Wachstumsmarkt Fairtrade Dorothee Jung, Consultant, i.a. The Fairtrade Consulting Cooperative

Mehr

Eine Präsentation von FAIRTRADE Österreich FAIRTRADE IST WIRKUNGSVOLLE ENTWICKLUNGSZUSAMMENARBEIT

Eine Präsentation von FAIRTRADE Österreich FAIRTRADE IST WIRKUNGSVOLLE ENTWICKLUNGSZUSAMMENARBEIT Eine Präsentation von FAIRTRADE Österreich 2,7 Mrd. Menschen leben max 2$ pro Tag Quelle: www.worldmapper.org Ziel und Vision von FAIRTRADE Ziel von FAIRTRADE ist es, Armut zu bekämpfen durch Handel. Ein

Mehr

Fairtrade Baustein für ein ethisches Konsumverhalten. Angelika Grote, TransFair e.v., 8.12.2011, Uni Paderborn

Fairtrade Baustein für ein ethisches Konsumverhalten. Angelika Grote, TransFair e.v., 8.12.2011, Uni Paderborn Fairtrade Baustein für ein ethisches Konsumverhalten Angelika Grote, TransFair e.v., 8.12.2011, Uni Paderborn TransFair e. V. 2011 TransFair 2011 Ethischer Konsum ein Trendwort Die drei Aspekte ethischen

Mehr

Fairer Handel ein Überblick

Fairer Handel ein Überblick Fairer Handel ein Überblick Informationsheft mit Arbeitsmaterialien zur Unterrichtsvorbereitung Erhältlich bei (kostenlos): Nord Süd Forum München e. V., Schwanthalerstr. 80, 80336 München. Tel.: 089/

Mehr

unser FAIRständnis Beiträge von Schülerinnen und Schülern zum Fairtrade-Tag des Landes Steiermark Graz, 5.10.2009

unser FAIRständnis Beiträge von Schülerinnen und Schülern zum Fairtrade-Tag des Landes Steiermark Graz, 5.10.2009 unser FAIRständnis Beiträge von Schülerinnen und Schülern zum Fairtrade-Tag des Landes Steiermark Graz, 5.10.2009 Fairtrade als Erlebnis Um die 1000 Schülerinnen und Schüler haben am 5. Oktober 2009 das

Mehr

Feststellungsprüfung Deutsch als Fremdsprache. Hörverstehen. Fairer Handel

Feststellungsprüfung Deutsch als Fremdsprache. Hörverstehen. Fairer Handel Feststellungsprüfung Deutsch als Fremdsprache Hörverstehen Fairer Handel In Deutschland werden Produkte aus fairem Handel in rund 33 000 Supermärkten und anderen Läden angeboten. Diese Produkte sind mit

Mehr

Machen Sie den Unterschied. Fairtrade zeichnet Ihre Produkte aus mit höchstem Anspruch an soziale Verantwortung und Nachhaltigkeit.

Machen Sie den Unterschied. Fairtrade zeichnet Ihre Produkte aus mit höchstem Anspruch an soziale Verantwortung und Nachhaltigkeit. Machen Sie den Unterschied. Fairtrade zeichnet Ihre Produkte aus mit höchstem Anspruch an soziale Verantwortung und Nachhaltigkeit. Wer wir sind und was wir tun. Fairtrade verbindet Produzenten und Konsumenten

Mehr

Auf einen Blick: Informationen zum Bio-Siegel

Auf einen Blick: Informationen zum Bio-Siegel Auf einen Blick: Informationen zum Bio-Siegel Klarheit für Verbraucher Auf einen Blick Eine Vielzahl unterschiedlicher Öko-Kennzeichen machte es noch vor wenigen Jahren den Verbrauchern schwer, den Überblick

Mehr

saubere umwelt. saubere politik.

saubere umwelt. saubere politik. saubere umwelt. saubere politik. In diesem Flyer sind Wörter unterstrichen. Diese Wörter werden auf Seite 18 erklärt. Wir sind hundertprozentig Bio. Wir sind überhaupt nicht korrupt. Jetzt aber schnell.

Mehr

Die neuen Fairtrade-Programme für Kakao, Zucker und Baumwolle. Mehr Absatzchancen für Produzentinnen und Produzenten

Die neuen Fairtrade-Programme für Kakao, Zucker und Baumwolle. Mehr Absatzchancen für Produzentinnen und Produzenten Die neuen Fairtrade-Programme für Kakao, Zucker und Baumwolle. Mehr Absatzchancen für Produzentinnen und Produzenten Claudia Brück & Johanna Schmidt Seit mehr als zwanzig Jahren können sich Verbraucherinnen

Mehr

FAIR TRADE & FRIENDS Dortmund FAIRTRADE ZUCKER. Potenziale und Herausforderungen. Fairtrade Zucker 28.08.2015 1

FAIR TRADE & FRIENDS Dortmund FAIRTRADE ZUCKER. Potenziale und Herausforderungen. Fairtrade Zucker 28.08.2015 1 FAIR TRADE & FRIENDS Dortmund FAIRTRADE ZUCKER Potenziale und Herausforderungen Fairtrade Zucker 28.08.2015 1 AGENDA 1. Rohrzucker und Rübenzucker 2. Zuckerrohranbau 3. Fairtrade Rohrzucker 4. EU Zuckermarktreform

Mehr

Monitoring und Zertifizierung im Fairen Handel. www.forum-fairer-handel.de

Monitoring und Zertifizierung im Fairen Handel. www.forum-fairer-handel.de Monitoring und Zertifizierung im Fairen Handel www.forum-fairer-handel.de Inhalt Liebe Leserinnen und Leser, Einführung: Monitoring und Zertifizierung im Fairen Handel 3 Der ATO-TÜV: Ein Wegweiser für

Mehr

Allgemeine Standards des

Allgemeine Standards des Wissen Siegel und Standards 49 Woran erkenne ich als Konsument ein fair gehandeltes Produkt und welche Prüfsysteme gibt es? Petra Kohts, Referentin für Fairen Handel bei Brot für die Welt Evangelischer

Mehr

FairTrade. Würdest du nicht auch lieber von deiner täglichen Arbeit leben können, angewiesen zu sein? just-people.net. Zu Kurseinheit 4: Ich

FairTrade. Würdest du nicht auch lieber von deiner täglichen Arbeit leben können, angewiesen zu sein? just-people.net. Zu Kurseinheit 4: Ich Infos zu diesem Vertiefungsartikel Dieser Artikel wurde im Rahmen der ersten Auflage von Just People? (Micha-Initiative, StopArmut 2015, Leipzig/Zürich) im Jahr 2010 verfasst. Zu jeder Kurseinheit von

Mehr

Geschäfte Cafés Gaststätten FAIRFÜHRER JENA. Fair Einkaufen und Genießen in Jena

Geschäfte Cafés Gaststätten FAIRFÜHRER JENA. Fair Einkaufen und Genießen in Jena 0 Geschäfte Cafés Gaststätten FAIRFÜHRER JENA Fair Einkaufen und Genießen in Jena Vorwort Fairer Handel Was ist das? Fair Einkaufen heißt verantwortungsvoll einkaufen. Viele Menschen setzen sich bewusst

Mehr

Die Europäische Union

Die Europäische Union Die Europäische Union Leicht erklärt Ein Bericht über die EU in Leichter Sprache von Antje Gravenkamp und Kaileigh Spier 1 Die Europäische Union Was ist die EU? Deutschland liegt in Europa. Europa ist

Mehr

Verkauf 2015/2016. Arbeit in Würde Entwicklungszusammenarbeit, die wirkt

Verkauf 2015/2016. Arbeit in Würde Entwicklungszusammenarbeit, die wirkt Verkauf 2015/2016 Arbeit in Würde Entwicklungszusammenarbeit, die wirkt Fairer Handel hat Zukunft Nun ist es offiziell: Brücke Le pont ist Mitglied von Swiss Fair Trade. Die Aufnahme in den Dachverband

Mehr

Branchentreff Textil Die Erweiterung des Fairtrade-Baumwolle- Standards Fachforen zu FA!R 2013, Dortmund

Branchentreff Textil Die Erweiterung des Fairtrade-Baumwolle- Standards Fachforen zu FA!R 2013, Dortmund Branchentreff Textil Die Erweiterung des Fairtrade-Baumwolle- Standards Fachforen zu FA!R 2013, Dortmund 8. september 2013 Dr. Rossitza Krueger, Textiles Manager, GPM Die Vision der Globalen Strategie

Mehr

Zukunft gestalten, statt Zukunft verwalten, und bitte nicht global und lokal denken, aber fatal handeln!

Zukunft gestalten, statt Zukunft verwalten, und bitte nicht global und lokal denken, aber fatal handeln! Ingolstadt: Fairtrade-Town 04.02.2014 Sehr geehrter Herr OB Dr. Lehmann, My Fair Ladies & Gentlemen, Es ist für mich eine große Freude, hier in dieser familienfreundlichen Stadt mit hoher Lebensqualität

Mehr

Kapitalmarktforum 2014 Fairtrade in der Praxis - Wer sind die Gewinner? Vortrag von Dr. Richard Böger am 6. November 2014

Kapitalmarktforum 2014 Fairtrade in der Praxis - Wer sind die Gewinner? Vortrag von Dr. Richard Böger am 6. November 2014 Kapitalmarktforum 2014 Fairtrade in der Praxis - Wer sind die Gewinner? Vortrag von Dr. Richard Böger am 6. November 2014 Agenda Was bedeutet Fairtrade? Fairtrade Bananen aus Kolumbien 2 Zentrale Frage:

Mehr

Positionspapier für den nachhaltigeren Einkauf von Kaffee

Positionspapier für den nachhaltigeren Einkauf von Kaffee Positionspapier für den nachhaltigeren Einkauf von Kaffee 1 / 7 Inhalt des Positionspapiers 1. Unser Verständnis 3 2. Unsere Zielsetzung.....3 3. Unsere Position...4 4. Unser Engagement.....5 4.1 Verantwortungsvolle

Mehr

Die Parteien äußerten sich zu wahlentscheidenden Themen - in kurzen, einfachen und leicht verständlichen Sätzen.

Die Parteien äußerten sich zu wahlentscheidenden Themen - in kurzen, einfachen und leicht verständlichen Sätzen. Wahlprüfsteine 2013 Aktuelle Themen, die bewegen leicht lesbar! Der Bundesverband Alphabetisierung und Grundbildung bringt sich auch im Wahljahr 2013 ein und fragte bei den Parteien ihre politische Positionen

Mehr

KAFFEEZEIT! WIRD ZEIT FÜR FAIR!

KAFFEEZEIT! WIRD ZEIT FÜR FAIR! KAFFEEZEIT! WIRD ZEIT FÜR FAIR! UNTERRICHTSEINHEIT Kaffee Einstieg für Berufsbildende Schulen in das Thema Fairer Handel Wir alle tun es täglich wir alle lieben es, ein jeder nach seinem ganz persönlichen

Mehr

Weniger Fleisch. Dafür besseres. Aus der Nähe und zur richtigen Zeit. Für Gerechtigkeit sorgen. Besser Bio.

Weniger Fleisch. Dafür besseres. Aus der Nähe und zur richtigen Zeit. Für Gerechtigkeit sorgen. Besser Bio. Weniger Fleisch. Dafür besseres. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung sagt: Gesund sind rund 15 Kilo Fleisch im Jahr. Deutschland liegt bei 90 Kilo. Massenhaft billiges Fleisch ist ohne Tierquälerei

Mehr

Reporter-Buch. Eine didaktische Methode zur Untersuchung nachhaltiger Lebensstile. Name: Klasse: Datum: Fach: Looking for Likely Alternatives

Reporter-Buch. Eine didaktische Methode zur Untersuchung nachhaltiger Lebensstile. Name: Klasse: Datum: Fach: Looking for Likely Alternatives LOLA Looking for Likely Alternatives Reporter-Buch Eine didaktische Methode zur Untersuchung nachhaltiger Lebensstile Name: Klasse: Datum: Fach: Anmerkungen: Sie dürfen: Das Werk bzw. den Inhalt vervielfältigen,

Mehr

Menschen- und Arbeitsrechte in der internationalen Schnittblumenindustrie

Menschen- und Arbeitsrechte in der internationalen Schnittblumenindustrie Menschen- und Arbeitsrechte in der internationalen Schnittblumenindustrie Foto: FIAN Deutschland Die Präsentation beruht auf Informationen aus: Vamos e.v. Münster. Hintergrundbroschüre fair flowers. 2009.

Mehr

Investieren Sie in Zukunft!

Investieren Sie in Zukunft! Investieren Sie in Zukunft! Der Strom kommt aus der Steckdose. Tee und Kaffee fürs Büro werden im Supermarkt um die Ecke gekauft. Und der Büroversand liefert seit Jahren das gleiche Kopierpapier. Aber:

Mehr

Labels, Siegel, Warenzeichen: Ein Überblick

Labels, Siegel, Warenzeichen: Ein Überblick Labels, Siegel, Warenzeichen: Ein Überblick Verschiedene Arten von Warenzeichen eroberten in den letzten Jahren den M arkt. Bei schätzungsweise 1000verschiedenen Zeichen, die mittlerweile existieren, fällt

Mehr

Fair-Fairer-Hamburg? Impulsvortrag zur Podiumsdiskussion

Fair-Fairer-Hamburg? Impulsvortrag zur Podiumsdiskussion Fair-Fairer-Hamburg? Impulsvortrag zur Podiumsdiskussion Prinzipien des Fairen Handels Handel wird als eine Partnerschaft angesehen, die auf Dialog, Transparenz und Respekt basiert Förderung marginaler

Mehr

Globales Lernen als Bildungsauftrag

Globales Lernen als Bildungsauftrag Globales Lernen als Bildungsauftrag Bad Boll, 14. Mai 2012 Prof. Dr. Gregor Lang-Wojtasik 1 Agenda Weltgesellschaft Lernherausforderungen Globales Lernen als Bildungsangebot Orientierungsrahmen Globale

Mehr

Aktuell 43. Was bedeutet Fairer Handel wirklich? Aktuelle Entwicklungen und Siegel im Fairen Handel verstehen

Aktuell 43. Was bedeutet Fairer Handel wirklich? Aktuelle Entwicklungen und Siegel im Fairen Handel verstehen Aktuell 43 Was bedeutet Fairer Handel wirklich? Aktuelle Entwicklungen und Siegel im Fairen Handel verstehen Kaffee, Blumen, Bananen, Orangensaft und mehr der Faire Handel in Deutschland boomt. Damit wächst

Mehr

EINE GRUNDSATZ- CHARTA FÜR DEN FAIREN HANDEL

EINE GRUNDSATZ- CHARTA FÜR DEN FAIREN HANDEL EINE GRUNDSATZ- CHARTA FÜR DEN FAIREN HANDEL Januar 2009 2009 World Fair Trade Organization und Fairtrade Labelling Organizations International. Alle Rechte vorbehalten. Inhalt Einleitung4 Gemeinsame Vision5

Mehr

Vom Standard zum Nachweis: Was macht einen guten Standard aus? Volkmar Lübke Berlin, den 09.04.2014

Vom Standard zum Nachweis: Was macht einen guten Standard aus? Volkmar Lübke Berlin, den 09.04.2014 Vom Standard zum Nachweis: Was macht einen guten Standard aus? Berlin, den 09.04.2014 Eigener Erfahrungshintergrund 12 Jahre Mitarbeiter in der Stiftung Verbraucherinstitut (verantwortungsvoller Konsum

Mehr

American Chamber of Commerce in Italy und US-Vertretung Rom, 21. Juni 2012. Giovanni BUTTARELLI Stellvertretender Europäischer Datenschutzbeauftragter

American Chamber of Commerce in Italy und US-Vertretung Rom, 21. Juni 2012. Giovanni BUTTARELLI Stellvertretender Europäischer Datenschutzbeauftragter Rechtsvorschriften im Bereich Datenschutz und Privatsphäre Auswirkungen auf Unternehmen und Verbraucher Podiumsdiskussion 1 Wie sich der Ansatz in Bezug auf die Privatsphäre entwickelt: die Visionen der

Mehr

Getränke: Wie viel fair steckt in fairen Lebensmitteln?

Getränke: Wie viel fair steckt in fairen Lebensmitteln? El Puente Eiskaffee 230 ml 1,85 (Weltladen) EL PUENTE GmbH Lise-Meitner-Str. 9 D-31171 Nordstemmen - laut Zutatenliste 6 % - laut Herstellerangabe 60 % [ ] haben wir uns auf der Verpackung bewusst gegen

Mehr

Mengenausgleich GEPA und Fairtrade International

Mengenausgleich GEPA und Fairtrade International Mengenausgleich und Die fairen Plus-Punkte der Die steht als Marke für die Verbindung von 100 Prozent fairer Qualität mit hoher Produktqualität. Zusätzlich lassen wir unsere Lebensmittel-Produkte extern

Mehr

Dieser Text ist von der Partei DIE LINKE. Dies ist unser Kurz-Wahl-Programm für die Europa-Wahl 2014. Für wen ist leichte Sprache?

Dieser Text ist von der Partei DIE LINKE. Dies ist unser Kurz-Wahl-Programm für die Europa-Wahl 2014. Für wen ist leichte Sprache? Dieser Text ist von der Partei DIE LINKE. Dies ist unser Kurz-Wahl-Programm für die Europa-Wahl 2014. geschrieben in leichter Sprache Für wen ist leichte Sprache? Jeder Mensch kann Texte in Leichter Sprache

Mehr

Gemeinsam können die Länder der EU mehr erreichen

Gemeinsam können die Länder der EU mehr erreichen Gemeinsam können die Länder der EU mehr erreichen Die EU und die einzelnen Mitglieds-Staaten bezahlen viel für die Unterstützung von ärmeren Ländern. Sie bezahlen mehr als die Hälfte des Geldes, das alle

Mehr

Auch heute noch kann man in Indien zahlreiche. Produkte von Bayer kaufen,

Auch heute noch kann man in Indien zahlreiche. Produkte von Bayer kaufen, Giftig Bei der Produktion von Baumwollsaatgut und Baumwolle werden Unmengen von Pestizide eingesetzt. Die Frauen rühren die Pestizide mit den Händen an, Männer und auch Kinder versprühen das Gift ohne

Mehr

Soziale und rechtliche Aspekte beim Kauf von Blumen

Soziale und rechtliche Aspekte beim Kauf von Blumen Soziale und rechtliche Aspekte beim Kauf von Blumen Vortrag bei dem Seminar Fair einkaufen aber wie am 10.1.2013 in der botanika/bremen Dr. Kirsten Wiese Mitarbeiterin bei der Senatorin für Finanzen LANDMARK-Projektleiterin

Mehr

1 Extreme Armut. 1.1 Milliarden Menschen leben in extremer Armut, von weniger als einem Dollar am Tag. Wo in der Welt herrscht die größte Armut?

1 Extreme Armut. 1.1 Milliarden Menschen leben in extremer Armut, von weniger als einem Dollar am Tag. Wo in der Welt herrscht die größte Armut? 1 Extreme Armut 1.1 Milliarden Menschen leben in extremer Armut, von weniger als einem Dollar am Tag. Wo in der Welt herrscht die größte Armut? A. Hauptsächlich in Afrika und Asien. B. Hauptsächlich in

Mehr

Hilfe zur Selbstentwicklung. Nachhaltige Hilfe: Maßnahmen, die wirken. Erfolge, die bleiben.

Hilfe zur Selbstentwicklung. Nachhaltige Hilfe: Maßnahmen, die wirken. Erfolge, die bleiben. Hilfe zur Selbstentwicklung Nachhaltige Hilfe: Maßnahmen, die wirken. Erfolge, die bleiben. Sauberes Wasser, genug zu Essen und eine Schule für die Kinder Familie Mustefa aus Babile erzählt Ich bin heute

Mehr

Grundsätze für sozial- und umweltgerechten Fairen Handel

Grundsätze für sozial- und umweltgerechten Fairen Handel Grundsätze für sozial- und umweltgerechten Fairen Handel Seite 2 Grundsätze für sozial und umweltgerechten Fairen Handel Selbstverständnis als Genossenschaft Das FAIR Handelshaus Bayern eg ist eine Handelsgenossenschaft,

Mehr

Kleine Siegel- und Markenkunde des Fairen Handels

Kleine Siegel- und Markenkunde des Fairen Handels Kleine Siegel- und Markenkunde des Fairen Handels Der Faire Handel boomt. Aus einer Solidaritätsinitiative weniger Menschen ist eine gut organisierte und vernetzte, weltumspannende Bewegung geworden. Gleichzeitig

Mehr

Noch eben kurz die Welt retten - Zukunftswerkstatt Entwicklungspolitik

Noch eben kurz die Welt retten - Zukunftswerkstatt Entwicklungspolitik Noch eben kurz die Welt retten - Zukunftswerkstatt Entwicklungspolitik 18. Oktober 2014 im Rathaus Bremen Dokumentation 1 M it Beschluss vom 25. September 2014 hat die Bremische Bürgerschaft (Drs. 18/1438)

Mehr

Claudia Brück, TransFair e.v. NABU-Workshop: Baumwollanbau Transgen, Transfair oder konventionell?

Claudia Brück, TransFair e.v. NABU-Workshop: Baumwollanbau Transgen, Transfair oder konventionell? Fair gehandelte Baumwolle Claudia Brück, TransFair e.v. NABU-Workshop: Baumwollanbau Transgen, Transfair oder konventionell? 09.02.2009, 02 2009 Berlin Fairtrade-Ziele Verbesserung der Lebens- und Arbeitsbedingungen

Mehr

EINE GRUNDSATZ-CHARTA FÜR DEN FAIREN HANDEL

EINE GRUNDSATZ-CHARTA FÜR DEN FAIREN HANDEL Vorbemerkung: Die WFTO (World Fair Trade Organization) und FLO e.v. (Fairtrade Labellling Organizations International) sind die zwei wichtigsten Fair Trade Organisationen. Sie haben 2009 gemeinsam die

Mehr

Zum Umgang mit Bietererklärungen Vortrag zum Fachgespräch Nachweispflicht und Kontrolle bei der Fairgabe 18. November 2009 in Berlin

Zum Umgang mit Bietererklärungen Vortrag zum Fachgespräch Nachweispflicht und Kontrolle bei der Fairgabe 18. November 2009 in Berlin Zum Umgang mit Bietererklärungen Vortrag zum Fachgespräch Nachweispflicht und Kontrolle bei der Fairgabe 18. November 2009 in Berlin Christiane Schnura, CCC-Koordinatorin Vorbemerkung Beschlusslage der

Mehr

Europäischer Wirtschafts- und Sozialausschuss STELLUNGNAHME

Europäischer Wirtschafts- und Sozialausschuss STELLUNGNAHME Europäischer Wirtschafts- und Sozialausschuss NAT/506 "Produktion und Kennzeichnung von Bio- Erzeugnissen" Brüssel, den 4. Mai 2011 STELLUNGNAHME des Europäischen Wirtschafts- und Sozialausschusses zu

Mehr

Antworten der Christlich Demokratischen Union Deutschlands (CDU) auf die Fragen des Kinder- und Jugendwahlprojekts U18

Antworten der Christlich Demokratischen Union Deutschlands (CDU) auf die Fragen des Kinder- und Jugendwahlprojekts U18 en der Christlich Demokratischen Union Deutschlands (CDU) auf die Fragen des Kinder- und Jugendwahlprojekts U18 Fragen von Kindern der 4.-6. Klasse Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik Warum sind so viele Leute

Mehr

Ottensen. Rundbrief. Ottensen. Ausgabe 7, Mai 2013. Ausgabe 7, Mai 2013 ... 1. Öffnungszeiten: Mo - Fr: 11:00-19:30 Uhr Sa: 11:00-16:00 Uhr

Ottensen. Rundbrief. Ottensen. Ausgabe 7, Mai 2013. Ausgabe 7, Mai 2013 ... 1. Öffnungszeiten: Mo - Fr: 11:00-19:30 Uhr Sa: 11:00-16:00 Uhr Statt eines Vorworts: Impressionen 2 Aktuelles: Transformator geht, Marlowe Nature kommt 4 Produkt des Monats: Mai 6 Rezept: asiatische Reispfanne 6 Partnerportraits: GreenNet aus Thailand 7 Wir über uns

Mehr

Jetzt mitmachen und FaIr trade town werden

Jetzt mitmachen und FaIr trade town werden Jetzt mitmachen und FaIr trade town werden DEr weg ZUr AUSZEICHNUNG www.fairtradetown.ch Inhalt 3 Vorwort 4 DIE KAMPAGNE 5 FAIRER HANDEL 6 Swiss Fair Trade 8 FAIR TRADE-PRODUKTE 10 SO FUNKTIONIERT S 12

Mehr

Themenzentriertes Seminar

Themenzentriertes Seminar Georg August Universität Göttingen/ Fakultät für Agrarwissenschaften Department für Agrarökonomie und Rurale Entwicklung Betreuer: Linde Götz Themenzentriertes Seminar Agrarproduktion im Spannungsfeld

Mehr

Partnerschaft Shanti Bangladesch e.v.

Partnerschaft Shanti Bangladesch e.v. Partnerschaft Shanti Bangladesch e.v. Partnerschaft Shanti Bangladesch e.v. Bangladesch Bangladesch liegt in Südasien. Die Hauptstadt ist Dhaka. In Bangladesch leben ungefähr doppelt so viele Menschen

Mehr

Bewerbungsbogen Grüne Pyramide Umwelt & Faire Welt

Bewerbungsbogen Grüne Pyramide Umwelt & Faire Welt Liebe Schülerinnen und Schüler, liebe Lehrerinnen und Lehrer, wir haben uns bemüht, den Bewerbungsbogen so knapp wie möglich zu gestalten. Um die unterschiedlichen Voraussetzungen an Karlsruher Schulen

Mehr

Jeder Mensch ist anders. Und alle gehören dazu!

Jeder Mensch ist anders. Und alle gehören dazu! Jeder Mensch ist anders. Und alle gehören dazu! Beschluss der 33. Bundes-Delegierten-Konferenz von Bündnis 90 / DIE GRÜNEN Leichte Sprache 1 Warum Leichte Sprache? Vom 25. bis 27. November 2011 war in

Mehr

Arbeitskreis Faire und Nachhaltige

Arbeitskreis Faire und Nachhaltige faire & nachhaltige beschaffung 1 Arbeitskreis Thüringen Arbeitskreis Faire und Nachhaltige Beschaffung in Thüringen www.nachhaltige-beschaffung-thueringen.de 2 3 Hintergrund der Broschüre Umsetzung in

Mehr

FAIRTRADE Österreich. Wegweiser Für Interessierte Unternehmen. So werden Sie Partnerfirma von FAIRTRADE

FAIRTRADE Österreich. Wegweiser Für Interessierte Unternehmen. So werden Sie Partnerfirma von FAIRTRADE FAIRTRADE Österreich Wegweiser Für Interessierte Unternehmen So werden Sie Partnerfirma von FAIRTRADE FAIRTRADE ZAHLEN UND FAKTEN AUF EINEN BLICK IM FAIRTRADE-NETZWERK Über 1.65 Millionen FAIRTRADE-Produzentinnen

Mehr

Die Welt verstehen und gestalten

Die Welt verstehen und gestalten Die Welt verstehen und gestalten Information zum Partnerschaftsprojektefonds Die Weisheit wohnt nicht nur in einem Haus! (afrikanisches Sprichwort) Welche Projekte werden gefördert? Kleine Entwicklungsprojekte,

Mehr

6-10 KONSUM FAIRTRADE SACH INFORMATION ENTWICKLUNGSZUSAMMENARBEIT ALS VORREITER GERECHTE ENTLOHNUNG - FAIRER HANDEL LOG NIEDERÖSTERREICH

6-10 KONSUM FAIRTRADE SACH INFORMATION ENTWICKLUNGSZUSAMMENARBEIT ALS VORREITER GERECHTE ENTLOHNUNG - FAIRER HANDEL LOG NIEDERÖSTERREICH SACH INFORMATION Üblicherweise werden die Welthandelspreise vom Norden bestimmt, während im Süden Kinderarbeit, Gifteinsatz und soziale Rechtlosigkeit das Los vieler Ernte- und FabrikarbeiterInnen sind.

Mehr