EEG 2016 Was bedeutet dies für Stadtwerke, Kommunen und Energiegenossenschaften? Thesenreferat von Dr. René Mono 100 prozent erneuerbar stiftung

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1 EEG 2016 Was bedeutet dies für Stadtwerke, Kommunen und Energiegenossenschaften? Thesenreferat von Dr. René Mono 100 prozent erneuerbar stiftung

2 Unsere Organisation: Wir treten entschieden für eine dezentrale Energiewende ein. Weil eine dezentrale Energieerzeugung Partizipation ermöglicht. Weil Sinn erfahrbar und Gerechtigkeit gestaltbar wird. Weil sich Klimaschutz konkretisiert. Weil die Regionen profitieren. Die dezentrale Energiewende ist nichts weniger als ein neues Wirtschaftsmodell, das demokratischen Werten entspricht und vollständig auf Nachhaltigkeit ausgerichtet ist. 2

3 Unser Angebot: Antworten für eine gemeinschaftliche Energiewende Wir arbeiten als Mittler zwischen Wissenschaft, Wirtschaft, Politik und Gesellschaft. Die Projekte, die wir bearbeiten, umfassen folgendes Spektrum: Akzeptanz und Beteiligung Räumliches Dargebot (Verteilung) von Wind- und Solarenergie Regionale Energiekonzepte, regionale virtuelle Kraftwerke und Verbraucherpräferenzen für regional erzeugten Ökostrom Design und Marketing regionaler Stromprodukte Politische und rechtliche Rahmenbedingungen der Energiewende Vermittlung der Energiewende in Form von Workshops, Kongressen und Vorträgen, in Studien und weiteren Medienprodukten sowie durch Kulturförderung. 3

4 Agenda 1. Tendenzen des EEG 2. Ausschreibungen 3. Folgen und Chancen 4. Ausblick auf weitere politische Entwicklungen

5 Tendenzen des EEG 2016 (1)Die zentrale Einspeisung und Vermarktung wird gegenüber dezentralen Strukturen gestärkt. (2)Bürgerenergie, Prosumenten & Verbraucher- / Erzeuger- Gemeinschaften und regionale Innovatoren werden als Gestalter der Energiewende ausgebremst und deren Aktivitäten erschwert. (3)Sektorkopplung und die lokale Vermarktung von Strom werden massiv gehemmt. Erzeuger, gebt Euren Strom ab!

6 Ausschreibungen Alle Anlagen über 750 kw, Biomasseanlagen bereits ab 150 kw, sind ab 2017 ausschreibungspflichtig. Das betrifft ca. 80% aller Projekte. Damit verbunden: deutlich erschwerte Bedingungen für kleine Akteure. 6

7 Solaranlagen 600 MW pro Jahr Länderöffnungsklausel: mögliche Nutzung von Acker- und Grünflächen 52 Gigawatt-Deckel wird aufgehoben Windenergieanlagen an Land 2800 MW pro Jahr inkl. Repowering einmalige Kostendegression von 5 Prozent Windenergieanlagen auf See staatliche Vorentwicklung + Ausschreibung, eigenes Gesetz dazu ab 2021: 730 MW p.a. Biomasse 2017 bis 2019: 150 MW p.a., 2020 bis 2022: 200 MW p.a. Bestandsanlagen erhalten bei Zuschlag 10-jährige Anschlussförderung 7

8 Netzengpassgebiete Teile Schleswig-Holsteins, Niedersachsens und Nordhessens Zubau dort: nur 58% gegenüber 2013 bis 2015 Ausnahmen für Bürgerenergiegesellschaften keine generelle Befreiung von Ausschreibungen Pönalen an Übertragungsnetzbetreiber zu leisten, untersch. Realisierungsfristen Wind: /kw, PV: /kw, Biomasse: /kw Einspeisezwang nach Zuschlag: gesamter Strom muss ins Netz eingespeist werden Flexibilitätsoptionen wie Speicher oder Power-to-X-Anwendungen verboten Ausnahme: in Stunden mit negativem Day-Ahead-Marktpreis 8

9 Folgen und Chancen a. bürokratischer Mehraufwand, Risiko der Nichtbezuschlagung, zusätzlicher Finanzierungsaufwand durch Ausschreibungen b. Größenvorteile gewinnen massiv an Bedeutung c. Ausnahmen für Bürgerenergiegesellschaften: bei Windenergieausschreibungen (bis zu 6 WEA, max. 18 MW): für Teilnahme keine BImSchG-Genehmigung erforderlich + geringere Sicherheit nötig + max. 2 Jahre längere Realisierungsfrist 9

10 d. Doppelbelastung von Speichern durch EEG-Umlage aufgehoben e. spezielle Beratungs- und Unterstützungsangebote für kleine Akteure f. Biomasseanlagen (Neu und Bestand) ab 100 kw: Förderung nur für Hälfte der Jahresstunden Flexibilitätsanreiz g. Regionalnachweise: regionale Kennzeichnung statt regionaler Vermarktung 10

11 Ausschreibungen > 750 kw Biomasse ab 150 kw Direktvermarktung < 750 kw > 100 kw Einspeisevergütung < 100 kw 11

12 Ausblick auf weitere politische Entwicklungen zunehmende Aufgabenkompetenz bei den Netzbetreibern Aktivierung zuschaltbarer Lasten zur Wärmeerzeugung bei Netzengpässen Nutzung sonst abgeregelten Stroms Bundesfinanzministerium plant: Steuerbefreiung für Strom aus Anlagen unter 2 MW in unmittelbarer Nähe der Erzeugung abzuschaffen Begründung: EE-Strom sei grundsätzlich steuerpflichtig keine generelle Steuerbefreiung, wie für Nicht-EE-Strom aus Anlagen unter 1 MW Befreiung nur bei Geringfügigkeit erlaubt, um Überwachungskosten zu minimieren schwere Belastung für alle Mieterstrom- und Gewerbestrommodelle 12

13 Quelle: eventbrite.com 13

14 Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit! Und Ihre Fragen. 100 prozent erneuerbar stiftung Torstr Berlin Tel: +49 [0] Fax: +49 [0]

15 Referenzertragsmodell 15

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