Stets ein sicherer Ort

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1 Stets ein sicherer Ort Grundsätze und Möglichkeiten der pädagogischen Arbeit mit traumatisierten Pflegekindern Vortrag von Margarete Udolf 26. Hamburger Pflegeelterntag

2 Inhalte 1. Entstehung von Trauma 2. Traumafolgen bei Kindern und Jugendlichen 3. Traumapädagogische Haltung 4. Psychoedukation 5. Stabilisierung 6. Anregungen zum Umgang mit Wutausbrüchen Traumatisierter 7. Selbstfürsorge der Pflegeeltern: Schutz vor Sekundärer Traumatisierung

3 Definition von Trauma seelische Verletzung ein oder mehrere lebensbedrohliche Ereignisse Erleben als Opfer oder Zeug_in Bewältigungsmechanismen überfordert

4 Definition von Trauma extreme Gefühle von Angst, Hilflosigkeit und Ohnmacht völliger Kontrollverlust führt zur Erschütterung des Selbst- und Weltverständnisses langanhaltende Belastungsreaktionen möglich

5 Traumatypen Single-Traumata (einmaliges Erlebnis/Beobachtung) z.b: Unfälle Krankheiten Natur- und andere Katastrophen Verlust naher Bezugspersonen

6 Traumatypen Poly-Traumata (wiederholte, andauernde Ereignisse) z.b: Emotionale, körperliche, sexuelle Misshandlung Vernachlässigung Krieg, Folter Flucht

7 Traumareaktion Stress-Reaktion: Kämpfen oder Flüchten sonstige Bewältigungsmechanismen kein Nachlassen der Bedrohung Ohnmacht, Ausgeliefertsein, Kontrollverlust

8 Traumareaktion No Fight No Flight Freeze (= Einfrieren, Lähmen) - Entfremdung vom aktuellen Geschehen - Ausschütten von Endorphinen und Noradrenalin - Dissoziation als Überlebensstrategie Fragment (Fragmentieren der Wahrnehmung und der Erinnerung)

9 Traumareaktion Dissoziation als Überlebensstrategie hilft Situationen auszuhalten, die unaushaltbar sind Veränderung des Fühlen, Erleben und Wahrnehmen vergleichbar Trancezustand sich wegbeamen lebt als Traumafolgesymptom weiter

10 Traumafolgesymptome PTBS Intrusionen: - Erinnerungsfetzen - Grübeln - Alpträume - Flashbacks - Posttraumatisches Spiel Konstriktion: - Lähmung, Untererregung - Einschränkung der Vitalität - Abstumpfen / Numbing - Soziale Isolation - Regression Hyperarousal: - Anspannung - Schreckhaftigkeit - Schlafstörung - Konzentrationsstörung, Schulprobleme - Aggressives Verhalten, Wutausbrüche Dissoziation: - Innere Leere - Depersonalisation / Derealisation - Veränderung von Wahrnehmung und Bewusstseins - Taubheit der Haut oder Körperteile

11 Täterintrojekte und täterloyale Anteile Täter-Introjekte = innere Repräsentanzen der TäterInnen und deren Verhaltensweisen, Rechtfertigungen etc. Täterloyale Anteile = dem Opfer gegenüber gleichgültige Eltern(teile) Entstehen während traumatisierender Erlebnisse als innere Repräsentanzen der Täterhaltungen und einstellungen Glaubenssätze und Verhaltensweisen

12 Niedrige Frustrationstoleranz Trauma Beeinträchtigung der Frustrationstoleranz : bei geringer Frustration Wutausbrüche oder verzweifeltes Weinen Reaktionen auf kleinste Reize wie auf eine lebensgefährdende Bedrohung besondere Anfälligkeit bei vernachlässigten Mädchen und Jungen

13 Mangelhafte Mentalisierung Mentalisierung = Fähigkeit, das eigene Verhalten oder das Verhalten anderer Menschen durch Zuschreiben mentaler Zustände zu interpretieren

14 Folgen mangelhafter Mentalisierung Schwierigkeiten in Stress-Situationen: über eigene und fremde Gefühle und Verhalten nachzudenken sich selbst und wichtige Bezugspersonen als durch Bedürfnisse und Wünsche motiviert wahrzunehmen unterschiedliche Perspektiven einzunehmen ohne sofort zu handeln ohne Anwesenheit anderer Menschen in der Container Funktion auszukommen

15 Was tun?

16 Traumapädagogische Haltung Traumatisierte Mädchen und Jungen werden mit ihrer Geschichte angenommen Anpassungsbemühungen, Verhaltensauffälligkeiten und Symptome = Überlebensstrategien und Zeichen von Überlebenswillen, Kompetenz und Ressourcen der Betroffenen

17 Traumapädagogische Haltung Respekt bisherigen Lebensleistungen gegenüber Ressourcen sind immer vorhanden! Vermeiden von pädagogischen Interventionen, die die Grundgefühle und Annahmen der Traumatisierten bestätigen

18 Psychoedukation Was man zu verstehen gelernt hat, fürchtet man nicht mehr. Marie Curie - Skłodowska Psychoedukation = Information und Erklärung von Symptomen und posttraumatischen Verhaltensweisen Fördern des Verstehens der eigenen Gefühle und Reaktionen Achtung: Keine Erzählung detaillierter traumatischer Erinnerungen ohne psychotraumatologisch orientierte Therapie!

19 Psychoedukation Konzept des Guten Grundes von W. Weiss: Erfragen des guten Grundes für irritierende, bizarre, selbst- und/oder fremdschädigende Verhaltensweisen, die aber in den traumatischen Situationen das Überleben sicherten

20 Stabilisierung die wichtigste Aufgabe der Traumapädagogik (und Traumatherapie) Ziel: Verbesserung der Lebensqualität (subjektiv) oft jahrelange Dauer, mühevoll und von Rückschlägen geprägt Arbeit der kleinen und kleinsten Schritte realistische Ziele (Hilfeplan!) Achtung: Stabilisierung ist nur in Friedenszeiten möglich!

21 Grundlage der Stabilisierung Sicherer Ort Traumatisierte brauchen einen sicheren äußeren Ort für einen sicheren inneren Ort: Schutz Sicherheit Verlässlichkeit Kontrollierbarkeit

22 Stabilisierung Gedanken und Gefühle wahrnehmen Achtsamkeitsübungen zur Wahrnehmung von Veränderungen im Körper und den Gefühlen Skills zur Selbstkontrolle üben z.b: Dissoziationsstopps Imaginationsübungen zur Prävention von Intrusionen und Dissoziationen Ich-bin -Übung Notfallkoffer packen und benutzen Ressourcen realisieren, ausprobieren, nutzen

23 Umgang mit Wutausbrüchen Traumatisierter Deeskalation als oberstes Gebot bei Traumatisierten! Was tun bei aggressivem Verhalten? Unterscheiden zwischen gezieltem Einsatz von Aggression und traumabezogenen Wutausbrüchen Daran denken, dass Gewalt auch von uns ausgehen kann ohne dass wir es merken!

24 Ursachen für Wutausbrüche als direkte Traumafolge der Übererregung als Abwehrverhalten traumabezogene Wutausbrüche durch Überflutung von Gefühlen begünstigt durch Täterintrojekte verstärkt durch niedrige Frustrationstoleranz

25 Deeskalation Prophylaktische Maßnahme routinemäßig Wutausbrüche dokumentieren, um Trigger (Auslösereize) zu finden: Art, Ort, Zeit des Auftretens Anwesende hilfreiche Interventionen unwirksame Interventionen ( Öl ins Feuer ) etc. Ziel: Identifizieren, Minimieren, Vermeiden von / Triggern

26 Was brauchen traumatisierte Pflegekinder noch? nach Bedarf traumatherapeutische Unterstützung

27 Was brauchen traumatisierte Pflegekinder noch? Freude und Spaß!!! Es gilt daher die Freudenseite zu beleben und ihr einen besonderen Schwerpunkt zu geben, um die Belastung und Widerstandsfähigkeit (Resilienz) ins Gleichgewicht zu bringen. Standards der BAG Traumapädagogik zur traumapädagogischen Arbeit in Einrichtungen der stationären Kinder- und Jugendhilfe

28 Das ist aber noch nicht alles!

29 Was brauchen Pflegeeltern? Entlastung im Alltag: Freundeskreis, Freizeit, Jugendamt emotional: Achtung Schuldgefühle! Schutz vor Gewalt durch das Pflegekind Burnout und Sekundärer Traumatisierung das heißt manchmal auch: Abschied vom Pflegekind Eigene Psychotherapie nach Bedarf

30 Selbstfürsorge der Pflegeeltern Berufsrisiko Sekundäre Traumatisierung Ansteckung mit typischen posttraumatischen Symptomen im Verlauf der Arbeit mit traumatisierten Menschen eine übertragene Traumatisierung, die zustande kommt, obwohl die HelferInnen nicht selbst mit dem traumatischen Ereignis konfrontiert sind Unterschied zur primären Traumatisierung: zeitlicher Abstand zum Geschehen und Fehlen eigener sensorischer Eindrücke (Definition nach Judith Daniels)

31 Gefährdungen der Pflegeeltern akute externe Gefährdung der Pflegekinder (Kontakte zu leiblichen Eltern!) Belastungen aus der direkten Arbeit mit dem Pflegekind: das Ausmaß ihres/seines Leides und Schilderungen der Qualen

32 Sekundäre Traumatisierung - Prophylaxe A wie Achtsamkeit: auf sich selbst, die eigenen Bedürfnisse, Grenzen und Ressourcen zu achten, um gesund zu leben

33 Sekundäre Traumatisierung - Prophylaxe B wie Balance: Gleichgewicht zwischen Arbeit, Freizeit und Ruhe, zwischen der Vielfalt der Aktivitäten im Pflegeverhältnis und den anderen Lebensbereichen als Krafttankstelle

34 Sekundäre Traumatisierung - Prophylaxe C wie connection: Verbundenheit mit sich selbst, anderen Menschen, der Natur, dem Leben (auch spirituell) als Gegenstück zu den Belastungen und den Einschränkungen des Berufes

35 Was brauchen Pflegeeltern Wer mit traumatisierten Menschen arbeitet muss drei Dinge unbedingt beherzigen: Erstens: gut essen Zweitens: viel feiern und Drittens: wütend putzen! (Veronika Engl)

36 Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit!

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