Formen und Strukturen Klinischer Ethikberatung

Größe: px
Ab Seite anzeigen:

Download "Formen und Strukturen Klinischer Ethikberatung"

Transkript

1 Formen und Strukturen Klinischer Ethikberatung Dr. Gerald Neitzke Institut für Geschichte, Ethik und Philosophie der Medizin Vorsitzender des der MHH Mitglied des Ethikkomitees, DRK-Kliniken Berlin

2 Gliederung Überblick: Klinische Ethikberatung (KEB) in Deutschland Strukturen und Modelle von KEB Beiträge der Klinischen Ethikberatung zur Patientenversorgung

3 Klinische Ethik in Deutschland Internationale Vorläufer: 1960er: Life or Death Committees (U.S.) 1976 Karen Ann Quinlan (New Jersey) 1997 Empfehlung der konfessionellen Krankenhausverbände 2000 wenige Klinische Ethik-Komitees () in Deutschland auch: Kommunale KH + eine Universitätsklinik seit 2003 Qualifizierungsprogramm Hannover Klinische Ethikberatung seit 2005 Fernlehrgang Berater/in für Ethik im Gesundheitswesen, Nürnberg 2005 Curriculum Ethikberatung im Krankenhaus der AG Ethikberatung in der AEM (Simon, May, Neitzke 2005)

4 Klinische Ethik in Deutschland Beratungseinrichtungen (14 % aller Kliniken in Deutschland), davon 149 (Dörries 2007) 2006 Stellungnahme der ZEKO der BÄK 06/2006 (DÄ 103/24, A1703-7)

5 Stellungnahme der ZEKO bei der BÄK Die Zentrale Ethikkommission begrüßt die zunehmende Gründung von Klinischen Ethikkomitees und anderer klinischer Ethikberatungsstrukturen im deutschen Gesundheitswesen als praxisrelevanten Beitrag zur besseren Versorgung von Patienten und fordert Einrichtungen, in denen derartige Strukturen bisher nicht bestehen, zu ihrer Implementierung auf. Dtsch. Ärztebl , 103/24: A

6 Klinische Ethik in Deutschland Beratungseinrichtungen (14 % aller Kliniken in Deutschland), davon 149 (Dörries 2007) Stellungnahme der ZEKO der BÄK 06/2006 (DÄ 103/24, A1703-7) 2008 Klinische Ethikberatung. Ein Praxisbuch (Dörries A, Neitzke G, Simon A, Vollmann J (Hrsg.), Stuttgart 2008) Aktuelle und zukünftige Herausforderungen: Ethikberatung in der Altenpflege Ethikberatung im Bereich ärztlicher Praxen

7 Strukturen und Modelle Experten-Modell Delegations-Modell Prozess-Modelle Offene Modelle Pluralität der Modelle, an Erfordernisse/Bedürfnisse/ Kontext der Klinik angepasst

8 Strukturen: Experten-Modell F: moralisches Problem / Konfliktfall Station Dr Pat Kp A: Entscheidung / Lösung

9 Strukturen: Delegations-Modell P/Dr F. Dr Station Pat A. Kp F: moralisches Problem / Konfliktfall A: Entscheidung / Lösung

10 Strukturen: Prozess-Modelle Dr Station Pat Kp Kp -Subgruppe Moderatoren F: moralisches Problem / Konfliktfall A: Beratungs-Prozess Lösung shared decision-making

11 Strukturen: Prozess-Modelle Dr Dr K Station Pat Kp Kp Ethik-Konsil Ethik-Liaison Ethik-Visite F: moralisches Problem / Konfliktfall A: Beratungs-Prozess Lösung shared decision-making

12 Strukturen: Offene Modelle Dezentrale Arbeitsgruppen Ethik-AG (z.b. PV, parenterale Ernährung, Umgang mit Verstorbenen, Pflege und Ethik, ethische Fragen in der Neonatologie) Ethikforum (z.b. retrospektive Fallbesprechungen) Runder Tisch Ethik (z.b. Weiterbildung) Ethik-Café, Ethik-Salon evtl. Vorbereitung eines

13 Strukturen: Offene Modelle Fallbezogene Stationsrunden Nach Todesfällen / Komplikationen Vor Operationen / Transplantationen etc. Änderung des Behandlungszieles Palliation Futility Anlage einer PEG-Sonde Runden für: Angehörige, Ärzteschaft, Pflegende

14 Beitrag zur Patientenversorgung Ethische Fallbesprechung Ethische Fallberatung Moderierte Falldiskussion Ethikkonsil Ethikvisite

15 Beitrag zur Patientenversorgung: Begründung Umformulieren: Da müssen wir jetzt operieren Sie sind also der Meinung, dass sich die OP unterm Strich für den Patienten lohnt. Auf welcher Abwägung beruht diese Bewertung? Scheinargumente: Das ist doch aktive Sterbehilfe! Ich bin nicht bereit, die Therapie abzubrechen, CAVE: Therapieabbruch Positionen stark machen, Gegenpositionen finden Handlungsalternativen offen ansprechen (weiter behandeln, Therapie einfrieren oder beenden)

16 Zulässigkeit einer Therapiemaßnahme Indikation der medizinischen/ pflegerischen Maßnahme + Patientenwille (Zustimmung nach Aufklärung) Ethisch und juristisch zulässige Therapie/Pflege

17 Zulässigkeit einer Therapiemaßnahme Indikation der medizinischen/ pflegerischen Maßnahme Fachliche Standards (evidenzbasiert) auf den Einzelfall anwenden Indikation ist abhängig vom therapeutischen Ziel (Heilung, Lebensverlängerung, LQ, Sterbebegleitung ) therapeutisches Ziel kann nur im Dialog bestimmt werden

18 Zulässigkeit einer Therapiemaßnahme 1.Aktuell geäußerter Wille 2.Patientenverfügung (geäußerter Wille) Patientenwille (Zustimmung nach Aufklärung) 3.Juristische/r Stellvertreter/in (Betreuer/in, Bevollmächtigte/r) 4.Mutmaßlicher Wille (soziales Umfeld einbeziehen) 5.Ärztlicher Wille (objektiv beste medizinische Behandlung)

19 Beitrag zur Patientenversorgung: Effektivität keine Grauzone, sondern Ampelphasen rot: eindeutig verboten grün: eindeutig zulässig gelb: Einzelfallentscheidung, individuellen Kontext evaluieren und berücksichtigen, Ethische Fallbesprechung (z.b. mit oder als Entscheidung im Team)

20 Danke für Ihr Interesse!

Klinische Ethik- Multiprofessionelle Versorgung von Patienten

Klinische Ethik- Multiprofessionelle Versorgung von Patienten Klinische Ethik- Multiprofessionelle Versorgung von Patienten Landespflegekonferenz, 8. November 2012 Institut für Geschichte und Ethik der Medizin r Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg Medizinische

Mehr

Ethik im Krankenhaus Mehr als nur ein PR-Gag?

Ethik im Krankenhaus Mehr als nur ein PR-Gag? Prof. Dr. phil. Alfred Simon Akademie für Ethik in der Medizin e.v., Göttingen Ethik im Krankenhaus Mehr als nur ein PR-Gag? Kliniken Essen-Mitte, 2. März 2016 Gliederung des Vortrags Warum Ethik im Krankenhaus?

Mehr

SINN UND BEDEUTUNG KLINISCHER ETHIKBERATUNG

SINN UND BEDEUTUNG KLINISCHER ETHIKBERATUNG SINN UND BEDEUTUNG KLINISCHER ETHIKBERATUNG MER Orientierungen und Perspektiven meris e. V. Wittenberg 23.-24. Oktober 2010 Andreas Linsa Gliederung 1. Einleitung 1. Geschichtliche Entwicklung Klinischer

Mehr

Patientenverfügung aus ethischer Sicht

Patientenverfügung aus ethischer Sicht Patientenverfügung aus ethischer Sicht Prof. Dr. med. P. Saur 11.10.2016 Sana Kliniken Lübeck Ethik-Komitee der Sana Kliniken Lübeck Ärzte Pflegepersonal Seelsorger Verwaltung Jurist Was sind (für uns)

Mehr

CD Christiane Druml

CD Christiane Druml Christiane Druml christiane.druml@meduniwien.ac.at Selbstbestimmungsrecht des Einzelnen Mutmasslicher Wille, Patientenverfügung, Vorsorgevollmacht Beratung Klinische Ethikkomitees Exkurs: Ernährung Probleme

Mehr

1. Bundesdeutscher Malteser Versorgungskongress Demenz 2014

1. Bundesdeutscher Malteser Versorgungskongress Demenz 2014 Workshop Ethik und Demenz 1 Ethik und Demenz 1. Bundesdeutscher Malteser Versorgungskongress Demenz 2014 Workshop Ethik und Demenz 2 Was ist Ethik? Werte Überzeugungen davon, was gut ist Norm Wertmaßstab

Mehr

Therapieentscheidungen am Lebensende

Therapieentscheidungen am Lebensende Therapieentscheidungen am Lebensende Imke Strohscheer Universitäre Palliativmedizinische Einrichtung LKH - Universitätsklinikum Graz Grundlagen moralischen Handelns in der Medizin Eid des Hippokrates Florence

Mehr

Empfehlungen für die Dokumentation von Ethik Fallberatungen 1. Uwe Fahr, Beate Herrmann, Arnd T. May, Antje Reinhardt Gilmour, Eva C.

Empfehlungen für die Dokumentation von Ethik Fallberatungen 1. Uwe Fahr, Beate Herrmann, Arnd T. May, Antje Reinhardt Gilmour, Eva C. Empfehlungen für die Dokumentation von Ethik Fallberatungen 1 Uwe Fahr, Beate Herrmann, Arnd T. May, Antje Reinhardt Gilmour, Eva C. Winkler Korrespondierender Autor: AG Ethikberatung im Krankenhaus in

Mehr

Norbert Groß. Institutionalisierung von Ethik-Beratung im Krankenhaus Konzepte Erfahrungen Probleme

Norbert Groß. Institutionalisierung von Ethik-Beratung im Krankenhaus Konzepte Erfahrungen Probleme Norbert Groß Institutionalisierung von Ethik-Beratung im Krankenhaus 1. Konjunktur für Ethik-Beratung im Krankenhaus 1.1 Zunahme medizinisch-ethischer Problemkonstellationen in Behandlungssituationen bedingt

Mehr

Leitlinie zur Ermittlung des Patientenwillens und zum Umgang mit Patientenverfügungen für Mitarbeiter des Universitätsklinikums Ulm, entwickelt von

Leitlinie zur Ermittlung des Patientenwillens und zum Umgang mit Patientenverfügungen für Mitarbeiter des Universitätsklinikums Ulm, entwickelt von Leitlinie zur Ermittlung des Patientenwillens und zum Umgang mit Patientenverfügungen für Mitarbeiter des Universitätsklinikums Ulm, entwickelt von der Arbeitsgruppe Patientenverfügung 1 1. Einleitung/Präambel

Mehr

Wohl tun Schaden vermeiden - Kompetenz Ethik -

Wohl tun Schaden vermeiden - Kompetenz Ethik - Wohl tun Schaden vermeiden - Kompetenz Ethik - Ulrich Fink Hildegard Huwe Diözesanbeauftragte für Ethik im Gesundheitswesen Die vier Prinzipien nach Beauchamp und Childress Wohl tun Schaden vermeiden Autonomie

Mehr

Kommentar der Neuauflage: Grundsätze der Bundesärztekammer zur ärztlichen Sterbebegleitung 2004

Kommentar der Neuauflage: Grundsätze der Bundesärztekammer zur ärztlichen Sterbebegleitung 2004 Kommentar der Neuauflage: Grundsätze der Bundesärztekammer zur ärztlichen Sterbebegleitung 2004 Präambel Zeile 35ff.: Zur Begrenzung der ärztlichen Verpflichtung zur Lebenserhaltung gleicher Wortlaut.

Mehr

Nicht dem Leben mehr Tage, sondern den Tagen mehr Leben geben.

Nicht dem Leben mehr Tage, sondern den Tagen mehr Leben geben. Nicht dem Leben mehr Tage, sondern den Tagen mehr Leben geben. Ethisches Fallbeispiel Frau C. lebt seit 55 Jahren mit ihrem Mann in einer sehr harmonischen Ehe. Am 1. Sept.2010 hört Herr C. beim Abräumen

Mehr

Interdisziplinäres Zentrum für Palliativmedizin. Sterbeorte in Deutschland

Interdisziplinäres Zentrum für Palliativmedizin.  Sterbeorte in Deutschland 1 Interdisziplinäres Zentrum für Palliativmedizin www.izp-muenchen.de Sterbeorte in Deutschland Krankenhaus 42-43% Zuhause 25-30% Heim 15-25% (steigend) Hospiz 1-2% Palliativstation 1-2% andere Orte 2-5%

Mehr

Klinisches Ethikkomitee (KEK)

Klinisches Ethikkomitee (KEK) Klinisches Ethikkomitee (KEK) im Krankenhaus der Barmherzigen Brüder Trier SATZUNG Präambel Mit der Einrichtung des Klinischen Ethikkomitees (KEK) beabsichtigt das Direktorium des Krankenhauses der Barmherzigen

Mehr

Ethische Aspekte bei der Versorgung geriatrischer Patienten

Ethische Aspekte bei der Versorgung geriatrischer Patienten Ethische Aspekte bei der Versorgung geriatrischer Patienten Dr.med.Katrin Schumann St.Marienkrankenhaus Brandenburg an der Havel 18.10.2014 Brandenburg an der Havel Agenda Ethik- Definitionsversuch Ethik

Mehr

Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht ärztliche Aspekte (Zusammenfassung des Vortrags, Dr. med. Josef W. Landes)

Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht ärztliche Aspekte (Zusammenfassung des Vortrags, Dr. med. Josef W. Landes) Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht ärztliche Aspekte (Zusammenfassung des Vortrags, Dr. med. Josef W. Landes) 7 Abs. 1 (Muster-)Berufsordnung für die deutschen Ärzte: Jede medizinische Behandlung

Mehr

Ethik-Kompetenz in der Klinik

Ethik-Kompetenz in der Klinik Basismodul 1: Einführung Dr. Marianne Rabe Ethik als systematische Reflexion des Handelns braucht eine theoretische Fundierung. Gleichzeitig muss ethische Theorie mit Blick auf die Praxis betrieben werden,

Mehr

Patientinnen- Patienten- Verfügung

Patientinnen- Patienten- Verfügung Patientinnen- Patienten- Verfügung Recht auf selbstbestimmtes Leben und Sterben Jeder hat das Recht auf ein menschenwürdiges Leben bis zum Tode. Auch am Ende des Lebens haben Patientinnen und Patienten

Mehr

Dialyse bei hochbetagten Patienten Ethische Aspekte D R. M E D. S U S A N N E K U H L M A N N, M. M E L

Dialyse bei hochbetagten Patienten Ethische Aspekte D R. M E D. S U S A N N E K U H L M A N N, M. M E L Dialyse bei hochbetagten Patienten Ethische Aspekte D R. M E D. S U S A N N E K U H L M A N N, M. M E L Dialyse Dialysis is both a life-prolonging therapy and a death-prolonging treatment (Cohen et al,

Mehr

Ethik. Ein Lotsendienst für Medizin und Pflege?

Ethik. Ein Lotsendienst für Medizin und Pflege? Ethik. Ein Lotsendienst für Medizin und Pflege? Fachtagung Samstag 29. Januar 2005 Kooperationspartner: Akademie für Ethik in der Medizin e. V., Göttingen Institut für angewandte Ethik und Medizinethik,

Mehr

Patientenverfu gung in Österreich Studienergebnisse Vorsorgevollmacht und Vorsorgedialog

Patientenverfu gung in Österreich Studienergebnisse Vorsorgevollmacht und Vorsorgedialog Patientenverfu gung in Österreich Studienergebnisse Vorsorgevollmacht und Vorsorgedialog Institut für Ethik und Recht in der Medizin Dr. Maria Kletečka-Pulker Ausgangslage "... wer spricht fu r mich, wenn

Mehr

Sterbebegleitung Sterbehilfe gegen die Begriffsverwirrung und für christliche Zuwendung auf einem entscheidenden Weg Sterbebegleitung aktiv indirekt a

Sterbebegleitung Sterbehilfe gegen die Begriffsverwirrung und für christliche Zuwendung auf einem entscheidenden Weg Sterbebegleitung aktiv indirekt a Sterbebegleitung Sterbehilfe gegen die Begriffsverwirrung und für christliche Zuwendung auf einem entscheidenden Weg Hauptabteilung II -Seelsorge, Abteilung Altenseelsorge, 86140 Augsburg, Tel. 0821/3166-2222,

Mehr

Statement. In Würde sterben Zur aktuellen Diskussion über Sterbehilfe, Hospiz- und Palliativstrukturen. Sterbehilfe im Sinne einer Sterbebegleitung

Statement. In Würde sterben Zur aktuellen Diskussion über Sterbehilfe, Hospiz- und Palliativstrukturen. Sterbehilfe im Sinne einer Sterbebegleitung Statement In Würde sterben Zur aktuellen Diskussion über Sterbehilfe, Hospiz- und Palliativstrukturen Sterbehilfe im Sinne einer Sterbebegleitung Dr. med. Max Kaplan Präsident der Bayerischen Landesärztekammer

Mehr

Ethische Orientierungspunkte Oder: Wie gelangt man zu einer ethisch gut begründeten Entscheidung?

Ethische Orientierungspunkte Oder: Wie gelangt man zu einer ethisch gut begründeten Entscheidung? Ethische Orientierungspunkte Oder: Wie gelangt man zu einer ethisch gut begründeten Entscheidung? Georg Marckmann Ludwig-Maximilians-Universität München Institut für Ethik, Geschichte und Theorie der Medizin

Mehr

DÜRFEN ÄRZTE BEIM STERBEN HELFEN? Pfarrer Richard Schuster Ethikforum Klinikum Nürnberg 2. Vorsitzender

DÜRFEN ÄRZTE BEIM STERBEN HELFEN? Pfarrer Richard Schuster Ethikforum Klinikum Nürnberg 2. Vorsitzender DÜRFEN ÄRZTE BEIM STERBEN HELFEN? Pfarrer Richard Schuster Ethikforum Klinikum Nürnberg 2. Vorsitzender Zu meiner Person Seit 1998 Krankenhausseelsorger im Klinikum Nürnberg Süd Seelsorger der nephrologischen

Mehr

Entscheidungen am Lebensende

Entscheidungen am Lebensende Symposium Altersmedizin Bildungswerk Irsee München, 17. April 2013 Entscheidungen am Lebensende PD Dr. med. Dr. phil. Ralf J. Jox Institut für Ethik, Geschichte und Theorie der Medizin & Interdisziplinäres

Mehr

Was ist eine Patientenverfügung und warum brauchen wir sie?

Was ist eine Patientenverfügung und warum brauchen wir sie? Die Patientenverfügung Selbstbestimmung aus medizinischer und rechtlicher Sicht Gemeinsames Kolloquium der Ärztekammer Nordrhein und der Rheinischen Notarkammer Die Patientenverfügung aus notarieller Sicht

Mehr

Patientenverfügung Überlegungen aus medizinischer und ethischer Sicht

Patientenverfügung Überlegungen aus medizinischer und ethischer Sicht Vortrag bei der Alzheimer Gesellschaft Augsburg e.v. am Patientenverfügung Überlegungen aus medizinischer und ethischer Sicht Dr. Dr. Eckhard Eichner Augsburger Hospiz- und Palliativversorgung e.v. Augsburger

Mehr

Ethische Konflikte von Pflegenden und subjektive Belastungen

Ethische Konflikte von Pflegenden und subjektive Belastungen Ethische Konflikte von Pflegenden und subjektive Belastungen Bernhard Bleyer Lehrstuhl für Moraltheologie 2012: Empfehlungen der Schweizerischen Akademie der Medizinischen Wissenschaften (SAMW) 2010: Standards

Mehr

Arbeitspapier zum Verhältnis von Patientenverfügung und Organspendeerklärung

Arbeitspapier zum Verhältnis von Patientenverfügung und Organspendeerklärung Arbeitspapier zum Verhältnis von Patientenverfügung und Organspendeerklärung A. Einleitung Das im Jahr 2009 in Kraft getretene 3. Gesetz zur Änderung des Betreuungsrechts ( Patientenverfügungsgesetz )

Mehr

Ethik und Krankenhaus: im Schatten der Ökonomie?

Ethik und Krankenhaus: im Schatten der Ökonomie? Ethik und Krankenhaus: im Schatten der Ökonomie? Eine ethische Betrachtung von Erny Gillen, Luxemburg Im Horizont der Ethik gewinnen Krankenhaus und Ökonomie einen neuen Stellenwert und eine neue Bildschärfe

Mehr

Ethische Aspekte der künstlichen Ernährung am Lebensende

Ethische Aspekte der künstlichen Ernährung am Lebensende Ethische Aspekte der künstlichen Ernährung am Lebensende Georg Marckmann Institut für Ethik, Geschichte und Theorie der Medizin Ludwig-Maximilians-Universität München Fortbildungsveranstaltung des Klinischen

Mehr

Pflegerisches Handeln am Menschen bedarf

Pflegerisches Handeln am Menschen bedarf Ethik Med DOI 10.1007/s00481-007-0530-6 Online publiziert: 13. November 2007 Springer Medizin Verlag GmbH 2007 Gisela Bockenheimer-Lucius Frankfurt, Arnd T. May Aachen Koordinatoren des Forschungsschwerpunkts

Mehr

Das Beste für die Betroffenen. Ethische Fallbesprechungen Eine Methode zum Umgang mit Konflikten im Gesundheitsbereich und in der Altenhilfe

Das Beste für die Betroffenen. Ethische Fallbesprechungen Eine Methode zum Umgang mit Konflikten im Gesundheitsbereich und in der Altenhilfe Das Beste für die Betroffenen Ethische Fallbesprechungen Eine Methode zum Umgang mit Konflikten im Gesundheitsbereich und in der Altenhilfe Wiederkehrende Fragen in der Berufspraxis: Wie werden wir den

Mehr

Ethik- Grenzen und Möglichkeiten der Autonomie

Ethik- Grenzen und Möglichkeiten der Autonomie Ethik- Grenzen und Möglichkeiten der Autonomie Neonatologische und pädiatrische Intensivpflege Carola Fromm M.A. Angewandte Ethik im Sozial- und Gesundheitswesen Ein Überblick Autonomie in der Pädiatrie

Mehr

Ethische Entscheidungen am Lebensende (aus ärztlicher Sicht)

Ethische Entscheidungen am Lebensende (aus ärztlicher Sicht) Ethische Entscheidungen am Lebensende (aus ärztlicher Sicht) 12. Juni 2007 Kreuzkirche München Veranstaltung des Diakonischen Werkes Bayern Dr. med. Jürgen Bickhardt Medizinethische Leitwerte sind der

Mehr

Empfehlungen für die Anordnung eines Verzichts auf Wiederbelebung (VaW-Anordnung)

Empfehlungen für die Anordnung eines Verzichts auf Wiederbelebung (VaW-Anordnung) Empfehlungen für die Anordnung eines Verzichts auf Wiederbelebung (VaW-Anordnung) Erstellt von der Arbeitsgruppe Therapiebegrenzung des Klinischen Ethikkomitees am Universitätsklinikum Erlangen 2003 J.

Mehr

Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht

Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht Wintersemester 2014/15 Vorlesung Ethik in der Medizin Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht PD Dr. Alfred Simon Institut für Ethik, Geschichte und Theorie der Medizin Rückblick Indikation + Einwilligung

Mehr

Teil 1: Allgemeine Fragen. Teil 2: Perspektive Vollmachtgeber. Teil 3: Perspektive Vollmachtnehmer. Diskussion. Gliederung.

Teil 1: Allgemeine Fragen. Teil 2: Perspektive Vollmachtgeber. Teil 3: Perspektive Vollmachtnehmer. Diskussion. Gliederung. 14.01.16 Gliederung Teil 1: Allgemeine Fragen Teil 2: Perspektive Vollmachtgeber Teil 3: Perspektive Vollmachtnehmer Vollmachten als Allheilmittel? Risiken und Nebenwirkungen in der Beratung und Anwendung

Mehr

Prof. Dr. med. Dr. phil. Urban Wiesing Vorsitzender der Zentralen Ethikkommission bei der Bundesärztekammer

Prof. Dr. med. Dr. phil. Urban Wiesing Vorsitzender der Zentralen Ethikkommission bei der Bundesärztekammer Empfehlungen der Bundesärztekammer und der Zentralen Ethikkommission bei der Bundesärztekammer zum Umgang mit Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung in der ärztlichen Praxis (Stand: 16.04.2010) -1- Vorwort

Mehr

Ethische Konflikte in der Praxis: Grundlagen der Entscheidungsfindung

Ethische Konflikte in der Praxis: Grundlagen der Entscheidungsfindung Georg Marckmann Institut für Ethik, Geschichte und Theorie der Medizin Ethische Konflikte in der Praxis: Grundlagen der Entscheidungsfindung Ethische Konflikte in der Praxis wie können wir eine gute begründete

Mehr

Empfehlungen zur Therapiebegrenzung auf Intensivstationen

Empfehlungen zur Therapiebegrenzung auf Intensivstationen Empfehlungen zur Therapiebegrenzung auf Intensivstationen Präambel 1 Die Empfehlungen zur Therapiebegrenzung auf Intensivstationen beruhen auf den Grundsätzen der Bundesärztekammer zur ärztlichen Sterbebegleitung,

Mehr

Imke Strohscheer. Universitäre Palliativmedizinische Einrichtung. LKH-Universitätsklinikum Graz

Imke Strohscheer. Universitäre Palliativmedizinische Einrichtung. LKH-Universitätsklinikum Graz Imke Strohscheer Universitäre Palliativmedizinische Einrichtung LKH-Universitätsklinikum Graz Stufe I: Start: Juni 2001 B A Palliativstation (4 Betten) Aufnahmekriterien für die Palliativstation: Vorliegen

Mehr

Unser Pflegeleitbild. Ev. Diakoniewerk Friederikenstift Hannover

Unser Pflegeleitbild. Ev. Diakoniewerk Friederikenstift Hannover Unser Pflegeleitbild Ev. Diakoniewerk Friederikenstift Hannover Vorwort Wir, die Pflegenden des Ev. Diakoniewerkes Friederikenstift, verstehen uns als Teil einer christlichen Dienstgemeinschaft, die uns

Mehr

Ethische Entscheidungen am Lebensende: Lebensverlängerung um jeden Preis?

Ethische Entscheidungen am Lebensende: Lebensverlängerung um jeden Preis? Georg Marckmann Institut für Ethik, Geschichte und Theorie der Medizin Ethische Entscheidungen am Lebensende: Lebensverlängerung um jeden Preis? Ärztliche Fortbildung Kliniken Südostbayern AG, Ärztlicher

Mehr

Ethische Fragen am Lebensende

Ethische Fragen am Lebensende Ethische Fragen am Lebensende 16. Juni 2015 Caritas-Akademie Köln-Hohenlind Kooperation mit dem Erzbistum Köln Ulrich Fink Hildegard Huwe Diözesanbeauftragte für Ethik im Vielfalt von Begriffen Therapiezieländerung

Mehr

ethische Werte in der Behandlung von Menschen mit Psychosen Zwangsunterbringung und maßnahmen als Thema in ethischen Fallgesprächen in der Psychiatrie

ethische Werte in der Behandlung von Menschen mit Psychosen Zwangsunterbringung und maßnahmen als Thema in ethischen Fallgesprächen in der Psychiatrie ethische Werte in der Behandlung von Menschen mit Psychosen Zwangsunterbringung und maßnahmen als Thema in ethischen Fallgesprächen in der Psychiatrie 41. BFLK Jahrestagung Die Freiheit ist unantastbar?

Mehr

Bockenheimer-Lucius, May: Ethikberatung - Ethik-Komitee in Einrichtungen der stationären Altenhilfe (EKA)

Bockenheimer-Lucius, May: Ethikberatung - Ethik-Komitee in Einrichtungen der stationären Altenhilfe (EKA) Gisela Bockenheimer-Lucius, Arnd T. May Koordinatoren des Forschungsschwerpunkts Ethikberatung, Moral, Mitgestalten, Altenhilfe (EMMA) Ethikberatung - Ethik-Komitee in Einrichtungen der stationären Altenhilfe

Mehr

Grundlagen der ethischen Falldiskussion: Wie gelangen wir zu einer ethisch gut begründeten Entscheidung?

Grundlagen der ethischen Falldiskussion: Wie gelangen wir zu einer ethisch gut begründeten Entscheidung? Grundlagen der ethischen Falldiskussion: Wie gelangen wir zu einer ethisch gut begründeten Entscheidung? Georg Marckmann Ludwig-Maximilians-Universität München Institut für Ethik, Geschichte und Theorie

Mehr

ETHIK AM LEBENSENDE. Leitlinie der DRK Kliniken Berlin. herausgegeben vom Ethikkomitee der DRK Kliniken Berlin

ETHIK AM LEBENSENDE. Leitlinie der DRK Kliniken Berlin. herausgegeben vom Ethikkomitee der DRK Kliniken Berlin ETHIK AM LEBENSENDE Leitlinie der DRK Kliniken Berlin herausgegeben vom Ethikkomitee der DRK Kliniken Berlin Berlin, Januar 2009 Ethik am Lebensende Inhalt ETHIK AM LEBENSENDE... 1 Inhalt... 2 1 Einleitung...3

Mehr

Die Rolle eines überregionalen Krankenhauskonzerns in der Quartiersbildung

Die Rolle eines überregionalen Krankenhauskonzerns in der Quartiersbildung FACHTAGUNG DES TRÄGERVEREINS AKTIV55PLUS AM 3.9.2014 IN RADEVORMWALD Die Rolle eines überregionalen Krankenhauskonzerns in der Quartiersbildung Dr. Michael Philippi An über 60 Standorten vertreten in Metropol-

Mehr

Begrenzung lebenserhaltender Maßnahmen Eine Handreichung für die Praxis auf der Grundlage der aktuellen Gesetzgebung

Begrenzung lebenserhaltender Maßnahmen Eine Handreichung für die Praxis auf der Grundlage der aktuellen Gesetzgebung 70 Übersicht Review article Begrenzung lebenserhaltender Maßnahmen Eine Handreichung für die Praxis auf der Grundlage der aktuellen Gesetzgebung Limiting life-prolonging treatments: a practical guidance

Mehr

Tipps zum Aktenstudium für interne Fallanalysen

Tipps zum Aktenstudium für interne Fallanalysen Tipps zum Aktenstudium für interne Fallanalysen Initiative Qualitätsmedizin Prof. Dr. Jochen Strauß HELIOS Klinikum Berlin Buch Dr. Oda Rink FA Peer Review IQM Der Kriterienkatalog Waren Diagnostik und

Mehr

Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht Dr. Sigrid Pilz Wiener Pflege-; Patientinnenund Patientenanwältin

Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht Dr. Sigrid Pilz Wiener Pflege-; Patientinnenund Patientenanwältin Aufbaukurs Krebswissen WS 2015.16 Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht Dr. Sigrid Pilz Wiener Pflege-; Patientinnenund Patientenanwältin 1 Ziele des Patientenverfügungsgesetzes Stärkung der Autonomie

Mehr

Wissenschaft und Forschung

Wissenschaft und Forschung Wissenschaft und Forschung Zertifikatsmodul für Berufstätige aus Gesundheitsfachberufen Teil II 2. Ethik in der Medizin und den Gesundheitsfachberufen 12.08.2014 Dr. Angelica Ensel Ethik heute Pluralität

Mehr

Sterbeort Uniklinik Inauguraldissertation Robert Sarhatlic 2009

Sterbeort Uniklinik Inauguraldissertation Robert Sarhatlic 2009 Netzwerktag des Palliativ-Netz Stuttgart Waldheim Marienburg 10. Oktober 2012 Begleitung am Lebensende - eine gesellschaftliche Herausforderung H. Christof Müller-Busch muebu@t-online.de Sterbeort Uniklinik

Mehr

Inhalt. Inhalt. Einleitung 11

Inhalt. Inhalt. Einleitung 11 Inhalt Einleitung 11 A. Die zentralen Grundsätze 13 1. Die medizinische Indikation 13 2. Der Wille des Patienten - Einwilligung oder Verweigerung 14 3. Unterlassen und Abbruch medizinischer Behandlungen

Mehr

Entscheidungsfindung bezüglich der Anlage einer Magensonde (PEG) Klinisches Ethik-Komitee am WKK Heide

Entscheidungsfindung bezüglich der Anlage einer Magensonde (PEG) Klinisches Ethik-Komitee am WKK Heide Gliederung Entscheidungsfindung bezüglich der Anlage einer Magensonde (PEG) Klinisches Ethik-Komitee am WKK Heide 1. Ausgangssituation 2. Anwendungsbereich 2.1. räumlich 2.2. sachlich 3. Betroffene ethische

Mehr

Wiesbaden Rhein-Main-Hallen 29. März April Kongress der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin

Wiesbaden Rhein-Main-Hallen 29. März April Kongress der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin www.dgim2008.de Wiesbaden Rhein-Main-Hallen 29. März - 02. April 2008 114. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin Einladung. des Vorsitzenden der 2007/2008. 114. Zum Internistenkongress

Mehr

Wohltun / Schaden vermeiden

Wohltun / Schaden vermeiden Wohltun / Schaden vermeiden - Kompetenz Ethik Kooperation Caritas-Akademie Hohenlindund Abt. Seelsorge im Sozial- und Gesundheitswesen im Erzbistum Köln Regina Bannert Ulrich Fink Diözesanbeauftragte für

Mehr

Zentrum für Medizinische Ethik

Zentrum für Medizinische Ethik Zentrum für Medizinische Ethik MEDIZINETHISCHE MATERIALIEN Heft 177 Ethische Konflikte im Klinikalltag Ergebnisse einer empirischen Studie Gerald Neitzke August 2007 Dr. med. Gerald Neitzke, geb. 1965,

Mehr

Prof. Dr. Dr. Martin HärterH

Prof. Dr. Dr. Martin HärterH Effekte von Shared Decision-Making Forschungsstand zur Adherence Prof. Dr. Dr. Martin HärterH Fachtagung Adherence Berlin 11.12.2009 Definition Adherence ist definiert als das Ausmaß, in welchem das Verhalten

Mehr

Arbeitsgruppe Ethik des Klinikums Kempten-Oberallgäu

Arbeitsgruppe Ethik des Klinikums Kempten-Oberallgäu Ethik in der Klinik III Arbeitsgruppe Ethik des Klinikums Kempten-Oberallgäu 20.06.2007: PD Dr. Rupert Scheule, Dr. Gerd Kellner Worum geht es heute? Prinzipienorientierte Medizinethik der derzeit einflussreichste

Mehr

Geschichte. Theorie. Ethik. Ethische Probleme am Lebensende. Dr. Barbara Wolf-Braun

Geschichte. Theorie. Ethik. Ethische Probleme am Lebensende. Dr. Barbara Wolf-Braun Geschichte Theorie Ethik Ethische Probleme am Lebensende Dr. Barbara Wolf-Braun Zu unterscheiden sind Sterbebegleitung Palliativmedizin passive Sterbehilfe Behandlungsverzicht Behandlungsabbruch Änderung

Mehr

Ethische Fragestellungen am Lebensende

Ethische Fragestellungen am Lebensende Ethische Fragestellungen am Lebensende Georg Marckmann Ludwig-Maximilians-Universität München Institut für Ethik, Geschichte und Theorie der Medizin Hospizdienst Gomaringen e.v. Gomaringen, 15.11.12 Gliederung

Mehr

Kindeswohl oder Kindeswille? Die ethische Perspektive

Kindeswohl oder Kindeswille? Die ethische Perspektive Kindeswohl oder Kindeswille? Die ethische Perspektive Prof. Dr. Claudia Wiesemann Ethik und Geschichte der Medizin Universität Göttingen Institut für Ethik und Geschichte der Medizin Ein 8-Jähriger wehrt

Mehr

Künstliche Ernährung am Lebensende. ... wie lange noch?... und was dann?

Künstliche Ernährung am Lebensende. ... wie lange noch?... und was dann? Künstliche Ernährung am Lebensende... wie lange noch?... und was dann? Workshop Ku nstliche Ernährung am Lebensende weiterfu hren oder abbrechen? Hilfestellungen zur Entscheidungsfindung Kartause Ittingen

Mehr

A. S T E W I G - N I T S C H K E M B A / B B A / RBP

A. S T E W I G - N I T S C H K E M B A / B B A / RBP NOTFALLPFLEGE IN DEUTSCHLAND A. S T E W I G - N I T S C H K E M B A / B B A / RBP Inhalt Berufsstand Gesundheits- und Krankenpflege Stellung der Notfallpflege Spezifische Problemlagen Fort- und Weiterbildung

Mehr

Zwischen Heilen und Lindern

Zwischen Heilen und Lindern Zwischen Heilen und Lindern Zur Entscheidungsfindung im Krankenhaus Vortrag von Prof. Dr. Erny Gillen Waldbreitbach, den 13.12.2008 Maurits Cornelis Escher: "Tag und Nacht" (1938) 2 Fragestellung + Vorgehen

Mehr

Würde des Menschen im letzten Lebensabschnitt Palliativ- u. Hospiz-Versorgung sichern

Würde des Menschen im letzten Lebensabschnitt Palliativ- u. Hospiz-Versorgung sichern Würde des Menschen im letzten Lebensabschnitt Palliativ- u. Hospiz-Versorgung sichern Gesetzentwürfe zur Sterbehilfe Hospiz- und Palliativgesetz (HPG) Fachkonferenz der LSVfS Sterbehilfe (?) Aktuelle Gesetzeslage

Mehr

PLATTFORM PATIENTENSICHERHEIT. 24. März 2009

PLATTFORM PATIENTENSICHERHEIT. 24. März 2009 PLATTFORM PATIENTENSICHERHEIT 24. März 2009 - Aufklärung aus Patientenperspektive Forschungsgruppe M Referent: Winfried Zinn Forschungsgruppe M, An der alten Schule 16, 36355 Grebenhain - Bermuthshain,

Mehr

Nun sag, wie hast Du s mit der Religion? Die Rolle der Religionen in der Medizinethik: Perspektiven der Medizinethik

Nun sag, wie hast Du s mit der Religion? Die Rolle der Religionen in der Medizinethik: Perspektiven der Medizinethik Nun sag, wie hast Du s mit der Religion? Die Rolle der Religionen in der Medizinethik: Perspektiven der Medizinethik Dr. Julia Inthorn Institut für Ethik und Geschichte der Medizin, Universitätsmedizin

Mehr

Empfehlungen zur Therapiebegrenzung auf Intensivstationen

Empfehlungen zur Therapiebegrenzung auf Intensivstationen Empfehlungen zur Therapiebegrenzung auf Intensivstationen erstellt von der Arbeitsgruppe Therapiebegrenzung des Klinischen Ethikkomitees am Universitätsklinikum Erlangen K. Clauss, J. Eunicke, U. Fahr,

Mehr

Advance Care Planning Von der Patientenverfügung zur umfassenden gesundheitlichen Vorausplanung

Advance Care Planning Von der Patientenverfügung zur umfassenden gesundheitlichen Vorausplanung Institut für Ethik, Geschichte und Theorie der Medizin, LMU BMBF-Projekt RESPEKT/beizeiten begleiten (Koordination: Jürgen in der Schmitten) Advance Care Planning Von der Patientenverfügung zur umfassenden

Mehr

Die Realisierung von Evidenz-basierter Medizin im deutschen Gesundheitssystem

Die Realisierung von Evidenz-basierter Medizin im deutschen Gesundheitssystem Die Realisierung von Evidenz-basierter Medizin im deutschen Gesundheitssystem G.Ollenschläger Ärztliche Zentralstelle Qualitätssicherung (Gemeinsame Einrichtung von Bundesärztekammer und Kassenärztlicher

Mehr

Recht haben Recht kriegen?! Neue gesetzliche Regelung von Patientenverfügungen und ihre Auswirkungen auf psychisch kranke Menschen

Recht haben Recht kriegen?! Neue gesetzliche Regelung von Patientenverfügungen und ihre Auswirkungen auf psychisch kranke Menschen Recht haben Recht kriegen?! Neue gesetzliche Regelung von Patientenverfügungen und ihre Auswirkungen auf psychisch kranke Menschen Ute Lewitzka Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie

Mehr

Die Würde des Menschen ist unantastbar

Die Würde des Menschen ist unantastbar Die Würde des Menschen ist unantastbar In gesundheitlichen Extremsituationen und am Ende des Lebens Dr. Susanne Roller Palliativstation St. Johannes von Gott Krankenhaus Barmherzige Brüder München Gibt

Mehr

Ärztlich assistierte Selbsttötung. Normative und praktische Herausforderungen Villigst Gliederung

Ärztlich assistierte Selbsttötung. Normative und praktische Herausforderungen Villigst Gliederung Gliederung Ärztlich assistierte Selbsttötung. Normative und Villigst 31.1.2015 PD Dr. med. Jan Schildmann, M.A. Institut für Medizinische Ethik und Geschichte der Medizin Ruhr-Universität Bochum Institut

Mehr

Inhalt Vorwort Patientenverfügung Vorsorgevollmacht

Inhalt Vorwort Patientenverfügung Vorsorgevollmacht 4 Inhalt 6 " Vorwort 7 " Patientenverfügung 8 " Patientenverfügung dafür brauchen Sie sie 9 " Was Sie verfügen können 11 " Wie wirksam ist die Patientenverfügung? 18 " Ziele der Patientenverfügung 19 "

Mehr

Fortbildungen 2016 Ethik / christliche Identität Hospitalverbund. Titel: Ethik-Check im Hospitalverbund

Fortbildungen 2016 Ethik / christliche Identität Hospitalverbund. Titel: Ethik-Check im Hospitalverbund Ethik-Check im - Information über bestehende ethische Leitlinien im - Einführung und Hintergrund zu einer ethischen Fallbesprechung - Besprechen von eigenen ethischen Fragen Information und Diskussion.

Mehr

Interprofessioneller Pflegekongress Rechtliche Grauzone in der Versorgung von älteren Palliativ-Patienten

Interprofessioneller Pflegekongress Rechtliche Grauzone in der Versorgung von älteren Palliativ-Patienten Interprofessioneller Pflegekongress Rechtliche Grauzone in der Versorgung von älteren Palliativ-Patienten - Richtlinie zur häuslichen Krankenpflege - Delegationsrecht Gifhorner Palliativ- und Hospiz- Netz

Mehr

BEWERBUNG für den Medizin-Management-Preis 2011

BEWERBUNG für den Medizin-Management-Preis 2011 1. Projektname pakkido e.v. - Patientengeforderte Kommunikation und Kooperation in der Onkologie e.v. 2. Executive Summary Wir sind ein Team, das Betroffenen und ihren Angehörigen Hilfe und Unterstützung

Mehr

Behandlungsvereinbarung

Behandlungsvereinbarung Zentrum 16: Psychosoziale Medizin Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie Behandlungsvereinbarung Erklärungen und Absprachen zwischen Name, Vorname... Straße, PLZ Ort... Telefon... Geb.-Datum... und

Mehr

Patientenverfügungen und Sterbehilfe aus Sicht der Palliativmedizin.

Patientenverfügungen und Sterbehilfe aus Sicht der Palliativmedizin. Auszüge aus dem Vortrag von Herrn Dr. Kamprad Herr, lehre uns bedenken, dass wir sterben müssen, auf dass wir klug werden. (Ps.90,V.12)- Patientenverfügungen und Sterbehilfe aus Sicht der Palliativmedizin.

Mehr

Ethik in der Medizin: Normative Orientierung im Spannungsfeld zwischen philosophischer Grundlegung und medizinischer Praxis

Ethik in der Medizin: Normative Orientierung im Spannungsfeld zwischen philosophischer Grundlegung und medizinischer Praxis Institut für Ethik, Geschichte und Theorie der Medizin Ethik in der Medizin: Normative Orientierung im Spannungsfeld zwischen philosophischer Grundlegung und medizinischer Praxis Akademische Antrittsvorlesung

Mehr

Ethik und Recht (QB 13 Palliativ- und Schmerzmedizin Palliative Geriatrie)

Ethik und Recht (QB 13 Palliativ- und Schmerzmedizin Palliative Geriatrie) Ethik und Recht (QB 13 Palliativ- und Schmerzmedizin Palliative Geriatrie) Dr. J.-M. Hahn Tropenklinikk Paul-Lechler-Krankenhaus 72076 Tübingen 1. Begriffsklärungen Moral Gesamtheit von ethisch-sittlichen

Mehr

Sozialdienst. Unsere Leistungen. Höchstgelegene Lungenfachklinik Deutschlands

Sozialdienst. Unsere Leistungen. Höchstgelegene Lungenfachklinik Deutschlands Sozialdienst Unsere Leistungen Höchstgelegene Lungenfachklinik Deutschlands Der Sozialdienst der Klinik St. Blasien GmbH Sehr geehrte Patientin, sehr geehrter Patient, sehr geehrte Damen und Herren, im

Mehr

Szenarien einer zukünftigen Gesundheitsversorgung Faktoren der Bedarfsänderung und Folgen für das Angebot an Versorgungsleistungen: Ethische Sicht

Szenarien einer zukünftigen Gesundheitsversorgung Faktoren der Bedarfsänderung und Folgen für das Angebot an Versorgungsleistungen: Ethische Sicht Szenarien einer zukünftigen Gesundheitsversorgung Faktoren der Bedarfsänderung und Folgen für das Angebot an Versorgungsleistungen: Ethische Sicht Georg Marckmann Universität Tübingen Institut für Ethik

Mehr

Hilfen für das Verfassen meiner Vorsorgevollmacht / Patientenverfügung - Materialien / Beratungsmöglichkeiten

Hilfen für das Verfassen meiner Vorsorgevollmacht / Patientenverfügung - Materialien / Beratungsmöglichkeiten Hilfen für das Verfassen meiner Vorsorgevollmacht / Patientenverfügung - Materialien / Beratungsmöglichkeiten ( 1 ) Vorsorgevollmacht www.justiz.nrw.de / Bürgerservice / Formulare Merkblätter / Betreuung

Mehr

Wie kann uns die Medizinethik bei den Fragen der Finanzierung des Rettungsdienstes helfen?

Wie kann uns die Medizinethik bei den Fragen der Finanzierung des Rettungsdienstes helfen? Wie kann uns die Medizinethik bei den Fragen der Finanzierung des Rettungsdienstes helfen? Forum Rettungsdienst Bayern Wer bezahlt Morgen den Rettungsdienst? Veranstaltungsforum Fürstenfeldbruck 15. Juli

Mehr

Standards für Ethikberatung in Einrichtungen des Gesundheitswesens

Standards für Ethikberatung in Einrichtungen des Gesundheitswesens Ethik Med DOI 10.1007/s00481-010-0053-4 Aktuelles Standards für Ethikberatung in Einrichtungen des Gesundheitswesens Vorstand der Akademie für Ethik in der Medizin e. V. Die Autor(en) 2010. Dieser Artikel

Mehr

typische Fehler in der Intensivmedizin

typische Fehler in der Intensivmedizin typische Fehler in der Intensivmedizin INTENSIVMEDIZIN von der Wache zur professionalisierten Medizin ethische Entscheidungen Erlös Profit medizinische Entscheidungen Kostendruck Personal: Rekrutierung

Mehr

PwC-Umfrage Krankenhäuser April 2014

PwC-Umfrage Krankenhäuser April 2014 www.pwc.de -Umfrage April 2014 Impressum Dieses Werk einschließlich aller seiner Teile ist urheberrechtlich geschützt. Jede Verwertung, die nicht ausdrücklich vom Urheberrechtsgesetz zugelassen ist, bedarf

Mehr

Zusammenfassung _ English and French abstracts see p. 14. Michelle Salathé a, Hermann Amstad a, Marit Jünger a, Margrit Leuthold a, Claude Regamey a

Zusammenfassung _ English and French abstracts see p. 14. Michelle Salathé a, Hermann Amstad a, Marit Jünger a, Margrit Leuthold a, Claude Regamey a Focus_ Klinische Ethikberatung / Consultation éthique clinique / Clinical ethics consultation 8 Michelle Salathé a, Hermann Amstad a, Marit Jünger a, Margrit Leuthold a, Claude Regamey a Institutionalisierung

Mehr

Patientenverfügung oder Vorsorgevollmacht- Gesetz und Umsetzung. Dr. Karl Gruber Klosterneuburg

Patientenverfügung oder Vorsorgevollmacht- Gesetz und Umsetzung. Dr. Karl Gruber Klosterneuburg Patientenverfügung oder Vorsorgevollmacht- Gesetz und Umsetzung Dr. Karl Gruber Klosterneuburg Mein persönlicher Zugang zu diesem Thema basiert auf meinem beruflichen Umfeld auf positiven Erfahrungen auf

Mehr

Inhaltsverzeichnis. Stand der Medizin. Florian Steger, Simone Ehm, Michael Tchirikov. Adam Gasiorek-Wiens. Michael Tchirikov VII. 1 Einleitung...

Inhaltsverzeichnis. Stand der Medizin. Florian Steger, Simone Ehm, Michael Tchirikov. Adam Gasiorek-Wiens. Michael Tchirikov VII. 1 Einleitung... VII Inhaltsverzeichnis 1 Einleitung........................................................................... 1 Florian Steger, Simone Ehm, Michael Tchirikov I Stand der Medizin 2 Ultraschalldiagnostik,

Mehr

Richtlinie. des Gemeinsamen Bundesausschusses. zur Verordnung von spezialisierter ambulanter Palliativversorgung

Richtlinie. des Gemeinsamen Bundesausschusses. zur Verordnung von spezialisierter ambulanter Palliativversorgung Richtlinie des Gemeinsamen Bundesausschusses zur Verordnung von spezialisierter ambulanter Palliativversorgung (Spezialisierte Ambulante Palliativversorgungs-Richtlinie / SAPV-RL) vom 20. Dezember 2007,

Mehr

Psychoonkologie als Teil der integrierten und interdisziplinären Behandlung in der Onkologie

Psychoonkologie als Teil der integrierten und interdisziplinären Behandlung in der Onkologie Klinik für Tumorbiologie Freiburg, Germany Psychoonkologie als Teil der integrierten und interdisziplinären Behandlung in der Onkologie Joachim Weis Gliederung Aufgaben und Konzepte der Psychoonkologie

Mehr

Einstellungen von Vormundschaftsrichterinnen und -richtern und Ärztinnen und Ärzten im Umgang mit lebenserhaltenden Maßnahmen

Einstellungen von Vormundschaftsrichterinnen und -richtern und Ärztinnen und Ärzten im Umgang mit lebenserhaltenden Maßnahmen Einstellungen von Vormundschaftsrichterinnen und -richtern und Ärztinnen und n im Umgang mit lebenserhaltenden Maßnahmen Präsentation einer Studie Dr. phil. Alfred Simon Akademie für Ethik in der Medizin

Mehr