Deutscher Caritasverband

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1 Strategische Ziele des Vorstandes des Deutschen es für die Jahre 2007 bis 2011 Stand Herausgegeben von Deutscher e.v. Präsidenten- und Vorstandsbüro Postfach 4 20, Freiburg Karlstraße 40, Freiburg Lorenz-Werthmann-Haus Telefon-Zentrale Telefax Internet:

2 Vorwort Die strategischen Ziele des Vorstandes des Deutschen es (DCV) legen die Orientierung fest für seine Arbeit als Verbandsleitung zusammen mit der Zentrale und den Hauptvertretungen für die Jahre 2007 bis Die Unterziele gelten jeweils für einen Zeitraum von zwei Jahren. Der Vorstand hat die Aufgabe der gesamtverbandlichen Leitung. Dazu gehört es, verbandliche Prozesse zu initiieren, zu begleiten und zu moderieren. Somit zielt die Arbeit des Vorstandes, unter Wahrung der Eigenständigkeit und Selbständigkeit der Gliederungen und Mitglieder, auch auf den Gesamtverband. Die strategischen Ziele verdeutlichen, welche Schwerpunkte der Vorstand des DCV für den Verband in den nächsten Jahren setzt. Er baut dabei auf die Kompetenzen und Aktivitäten der Gliederungen und Mitglieder und will diese in ihrer Arbeit unterstützen und fördern und damit der Zukunftsfähigkeit der deutschen Caritas dienen. Der Caritasrat hat durch die Genehmigung der strategischen Ziele in seiner Sitzung am 22. November 2006 dokumentiert, dass er die Ziele befürwortet und aktiv mitträgt. Der Vorstand berichtet dem Caritasrat jährlich über die Umsetzung der strategischen Ziele. Mögliche Anpassungen der strategischen Ziele werden durch den Caritasrat beraten und genehmigt. Vor diesem Hintergrund wurden die Unterziele im Herbst 2008 überarbeitet und vom Caritasrat in seiner Sitzung vom 25./26. November 2008 genehmigt. Die Unterziele wurden im Jahr 2009 aufgrund veränderter Rahmenbedingungen wie z.b. der Wirtschaftskrise und verbandlicher Entwicklungen aktualisiert. An dieser Stelle danke ich allen Mitarbeitenden der Zentrale mit den Hauptvertretungen sowie den Gliederungen und Mitgliedern für ihre Mitwirkung bei der Erarbeitung und der Umsetzung der vorliegenden Ziele. Freiburg, Prälat Dr. Peter Neher Präsident Seite: 2

3 1. Wir wollen bis Ende 2011 erreicht haben, dass der DCV theologisch-ethisch inspirierte und reflektierte Positionen hat. Er hat sich als wichtiger Akteur für eine diakonisch ausgerichtete Kirche profiliert. a. Die theologische und ethische Reflexion und Inspiration hat einen vermehrten Eingang in die fachliche Arbeit und in die sozialpolitische Lobbyarbeit gefunden. b. Die sozialräumliche Ausrichtung der Arbeit der Caritas ist ausgebaut und die Zusammenarbeit mit den Pfarrgemeinden bzw. neuen pastoralen Räumen wurde befördert. Seite: 3

4 2. Wir wollen, dass der Deutsche bis 2011 ein effizienter und schlagkräftiger Verband ist, mit dem sich seine Gliederungen und Mitglieder identifizieren. a. Es liegen Ergebnisse zur Entwicklung der verbandlichen Identität und zur (politischen) Wirksamkeit des DCV in Folge der Satzungs- und Organisationsreform vor. b. Eine Politik zur Förderung der Caritasidentität ist weiterentwickelt. c. Es liegen Vereinbarungen über die Ergebnisse eines Verständigungsprozesses zur Wahrnehmung von verbands- und sozialpolitischen Aufgaben auf und zwischen Bundes-, Landes-, Diözesan- und Ortsebene sowie mit den Fachverbänden auf den verschiedenen Ebenen vor. d. Caritas international hat sich als Hilfswerk der deutschen Caritas weiter profiliert und seine Marktstellung in Abstimmung mit den anderen kirchlichen Werken gesichert. e. Projektarbeit und management sind in das strategische Management integriert. f. Die finanziellen Grundlagen zur Aufgabenwahrnehmung auf Bundesebene sind unter Berücksichtigung der strategischen Ziele und der vorliegenden Risiken optimiert. g. Die personellen Ressourcen für die Zentrale sind adäquat und werden weiter entwickelt. Seite: 4

5 3. Wir wollen bis Ende 2011 erreicht haben, dass sich der Deutsche als Akteur einer präventiv wirkenden und befähigenden Sozialpolitik profiliert und zivilgesellschaftliches Engagement stärker integriert hat. a. Die ethischen, fachlichen und sozialpolitischen Positionen und Konzepte des Verbandes sind konsistent und werden entsprechend kommuniziert. b. Zur selbst bestimmten Teilhabe, zu einem Leben in Würde von benachteiligten Menschen sowie zur Schaffung von gerechten Rahmenbedingungen sind wirksame Beiträge geleistet worden. c. Durch den Einsatz für eine faire und humane Migrationspolitik auf nationaler und europäischer Ebene und durch originäre Beiträge zur Gestaltung des Integrationsprozesses ist die Chance auf gesellschaftliche Teilhabe von Menschen unabhängig von ihrer Herkunft und Weltanschauung verbessert worden. d. Das Thema Bildungsgerechtigkeit ist als anwaltschaftliches und politisches Handlungsfeld der verbandlichen Caritas entwickelt und der spezifische Beitrag der Caritas ist identifiziert und profiliert worden. Seite: 5

6 4. Wir wollen bis Ende 2011 erreicht haben, dass der Deutsche eine ordnungspolitisch und anwaltschaftlich fundierte Position zur Gestaltung der Märkte sozialer Dienstleistungen erarbeitet hat. Konzepte und Instrumente, wie sich die Unternehmen der Caritas in diesen Märkten und unter den Bedingungen der Wirtschaftskrise behaupten und entwickeln können, wurden befördert. a. Eine nach ausgewählten Hilfefeldern differenzierte Position zur Gestaltung von Märkten sozialer Dienstleistungen ist entwickelt. b. Die Umsetzung der Leitlinien für unternehmerisches Handeln in der Caritas auch unter den Folgen der gegenwärtigen Wirtschaftskrise wird befördert. c. Die Unterstützungsbedarfe für die Personalgewinnung und Personalentwicklung im Verband und die Aufgaben der Bundesebene sind identifiziert. Impulse für einzelne Themenfelder sind mit verbandlichen Akteuren erarbeitet. d. Die Umsetzung des neuen Tarifsystems mit der neuen Ordnung für die Arbeitsrechtliche Kommission sowie den tarifpolitischen Leitlinien wird befördert. Seite: 6

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