Geschäftsstrategie und SOA - ein Thema für den Mittelstand? Prof. Dr. Gunther Piller

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1 Geschäftsstrategie und SOA - ein Thema für den Mittelstand? Prof. Dr. Gunther Piller

2 Aktuelles 2 Langfristige strategische IT- Planung existiert [im Mittelstand] in vielen Fällen nicht Bitkom: IuK im Mittelstand, 2008 Etwa 4% der mittelständischen Unternehmen haben erste Projekte zu SOA umgesetzt IBM/impuls: IT und E-Business im Mittelstand, % des Mittelstands überprüft ihre IT-Strategie permanent IBM/impuls: IT und E-Business im Mittelstand, 2008 Für 82% kommt SOA aus heutiger Sicht nicht in Frage IBM/impuls: IT und E-Business im Mittelstand, 2008 Thema für den Mittelstand?

3 Beispiele 3 Geschäftsstrategie und IT-Anforderungen Markteintritt in neue Regionen Anbindung neuer Distributoren, Logistikunternehmen, Händler Gemeinsame Absatzplanung, Auftragsabwicklung mit neuen Partnern Standardisierung und Replikation von Geschäftsprozessen Nutzung zusätzliche Vertriebskanäle Bereitstellung konsistenter Daten über Produkte Zentrale Verwaltung von Kundendaten für alle Kanäle Integration zentral verwalteter Informationen

4 Strategie und Umsetzung 4 Essence of strategy: choosing to perform activities differently, or to perform different activities M. Porter, Harvard Business Review, 1996 strategische Wertposition Basis für Realsierung strategische Positionierung maßgeschneiderte Aktivitäten Verzichtsentscheide IT Infrastruktur automatisierte Geschäftsservices digitalisierte Geschäftsprozesse Quellen: M. Porter, Harvard Business Review, 1996; J.W. Ross e.a., Enterprise Architecture as Strategy, Harvard Business School Press, 2006

5 Geschäftsservices/-prozesse 5 Kategorien von Geschäftsservices und -prozessen Standard Differenzierung Wachstum Innovation Beispiele Best Practice Prozesse für Beschaffung, Rechnungsstellung Vertriebs- und Marketingprozesse von Markenartikler Markteintritt in neue Regionen Veränderung von Geschäftsmodellen, z.b. neue Partner Voraussetzung digitalisierte Standardprozesse Integration individueller, digitalisierter Geschäftsprozesse skalierbare Anwendungssysteme, Anpassbarkeit von Prozesstemplates modulare Geschäftsprozesse, unabhängige Anwendungsservices

6 Domänenmodell 6 Bebauungsplan für strategiegemäße Anwendungslandschaft Standard Differenzierung Wachstum Innovation Enterprise Management Strategy Material Management Procurement Logistics Warehouse Finance Production Planning Manufacturing R&D Innovation Development Controlling Marketing & Sales Marketing Sales Partner Service Cross Functions HR IT Engineering

7 Services & Komponenten 7 Services - Produktdaten bereitstellen - Kampagnen managen - Leads verfolgen - Marketinggelder verwalten - - Kundendaten bereitstellen - Opportunities managen - Pipeline analysieren - Verträge registrieren - Enterprise Management Finance Komponenten Strategy Production Channel Marketing Material Planning Management Manufacturing Procurement Channel R&D Sales Planning Innovation Controlling Marketing & Sales Marketing Sales Partner - Partnerdaten pflegen - Partner qualifizieren - Partner klassifizieren - Partner analysieren - Partner Production Life-Cycle- Management Cross HR Functions Development IT Service Engineering

8 Services & Komponenten 8 Analyze Sales Plan Campaign Execute Campaign Manage Leads Sales Planning Account Mgmnt Sales Order Mgmnt Sales Production Planning Channel Marketing Channel Sales Partner L-C Mgmnt Partner Manufac -turing Services Standard Neuartige Nutzung Individuelle Gestaltung Komponenten Integration Kopplungsstärke Erweiterbar, austauschbar IT-Architektur bestimmt Effektivität und Flexibilität Plattform für Differenzierung, Wachstum und Innovation

9 Serviceorientierte Architektur 9 SOA ist ein Konzept, welche das Geschäft und die IT eines Unternehmens nach Diensten strukturiert, welche modular aufgebaut sind und flexibel zur Umsetzung von Geschäftsprozessen genutzt werden können. (BITKOM) Zuständigkeit gemäß fachlicher Aspekte Fachlich orientierte Services Lose Kopplung von Anwendungsbausteinen Kapselung technischer Details Unabhängigkeit von Plattform und Technologie Standardisierte Nutzung von Services

10 Nutzen von SOA 10 Nutzen eines fachlich orientierten, modularen Architekturmusters nach langfristig ausgelegter Investition in IT und Fachbereiche Modulare Anwendungskomponenten Agilität Kapselung Reduktion von Komplexität Wiederverwendung von Services Kosteneinsparung Lose Kopplung Evolution der Anwendungslandschaft Standardisierung von Services Erleichterung von Outsourcing M M

11 Szenarios 11 User-zentrierte Prozesse Composite Applications Interaktion mit Endanwender H2X Automatisierte Prozesse Integration von Systemkomponenten Keine menschliche Interaktion A2A Komplexität der Anwendungslandschaft komplexe Systemlandschaft unabhängiges System UI Dashboards Modifikationen Human Workflows Pre-/ Post-Prozesse Rollenspez. Abstraktion A2A Automatisierung B2B Automatisierung Ausnahmen A2A B2B Prozesse Visualisierung Funktionserweiterung H2X A2A komplexe Prozess Komplexität der Integrationslogik

12 Fazit 12 Umsetzung von Geschäftsstrategien IT-Unternehmensarchitektur SOA Start? Pragmatische Anpassung existierende Vorgehensmodelle Unternehmensnetzwerk für Informationsaufbau, -austausch

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