Der Arbeitsmarkt in Deutschland

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1 Der Arbeitsmarkt in Deutschland Arbeitsmarktberichterstattung Juni 2013 Menschen mit auf dem deutschen Arbeitsmarkt

2 Impressum Herausgeber: Zentrale Arbeitsmarktberichterstattung (CF 4) Regensburger Straße Nürnberg Kontakt für Rückfragen: Anton Klaus Tel: 0911/ Fax: 0911/ Stand: Juni

3 1. Arbeitslose nach Migrationsstatus Ein Drittel der Arbeitslosen hat einen Arbeitslose und Bevölkerung nach Migrationsstatus in Prozent Deutschland Anteile an insgesamt (ohne keine Angabe) Arbeitslose (Dezember 2012), Bevölkerung (Jahr 2011) Ausländer ohne eigene Migrationserfahrung sonstige Deutsche mit eigener Migrationserfahrung Ausländer mit eigener Migrationserfahrung Spätaussiedler Deutsche mit mind. einem ausländischen Elternteil % 1 sonstige Arbeitslose % Bevölkerung kein Datenquelle: Statistik der BA Datenquelle: Statistisches Bundesamt Abbildung 1 Von den Arbeitslosen mit Angaben zum Migrationsstatus haben 35 Prozent einen Prozent haben eigene Migrationserfahrung, darunter 15 Prozent Ausländer, 6 Prozent Spätaussiedler und 6 Prozent andere Deutsche mit eigener Migrationserfahrung. 7 Prozent der Arbeitslosen haben einen, jedoch keine eigene Migrationserfahrung, darunter 3 Prozent Ausländer und 5 Prozent mit mindestens einem zugewanderten Elternteil. In Westdeutschland ist der Anteil der Menschen mit an den Arbeitslosen (43 Prozent) weitaus höher als im Osten Deutschlands mit 18 Prozent (ohne Berlin: 10 Prozent). 1 vgl. Methodenbericht 2012/10 Arbeitslose mit unter: statistik.arbeitsagentur.de > Grundlagen > Methodenberichte > Arbeitsmarkt 3

4 Die Hälfte der Arbeitslosen in Baden-Württemberg, Hessen und Hamburg haben einen Anteile arbeitsloser Menschen mit in Prozent Dezember 2012 Deutschland Schleswig-Holstein 27 Mecklenburg-Vorpommern 9 Bremen 46 Hamburg 49 Niedersachsen 34 Berlin 43 Nordrhein-Westfalen 46 Hessen 50 Sachsen-Anhalt 8 Thüringen 9 Brandenburg 9 Sachsen 12 Rheinland-Pfalz 35 Saarland* 33 * Für Saarland wird der Septemberwert 2012 dargestellt, da für Dezember 2012 kein Wert ausgewiesen werden kann. Baden-Württemberg 51 Bayern 40 von 0 bis unter 12 von 12 bis unter 24 von 24 bis unter 36 von 36 bis unter 48 über 48 Abbildung 2 4

5 2. nach Rechtskreisen Von den Arbeitslosen mit sind knapp drei Viertel auf Leistungen der Grundsicherung für Arbeitsuchende angewiesen, von den Arbeitslosen ohne sind es 59 Prozent. Bundesweit zeigt sich im SGB II (40 Prozent) ein deutlich höherer Anteil von Arbeitslosen mit als im SGB III mit 26 Prozent (ohne Abbildung). Knapp drei Viertel der Arbeitslosen mit sind im SGB II Arbeitslose nach Migrationsstatus und nach Rechtskreis in Prozent Deutschland Dezember % 73% mit 41% 59% ohne SGB III SGB II Datenquelle: Statistik der BA Abbildung 3 5

6 3. Berufsausbildung nach Migrationsstatus Mehr als zwei Drittel der Arbeitslosen mit sind ohne formalen Berufsabschluss Arbeitslose, Bevölkerung (im Alter von 25 bis unter 65 Jahren) nach Migrationsstatus und Berufsausbildung, Deutschland, Anteile (ohne keine Angabe) in Prozent Dezember 2012, Jahr 2011 Arbeitslose 7% 7% 26% akademischer Abschluss (außer-) 61% betriebliche 45% Ausbildung Bevölkerung 15% 18% Arbeitslose akademischer Abschluss (außer-) betriebliche Ausbildung ohne Berufsabschluss 34% 18% 52% mit ohne 66% 82% 48% 71% 67% akademischer Abschluss 17% 83% 33% ohne Berufsabschluss 40% 11% mit ohne mit ohne Datenquelle: Statistik der BA, Statistisches Bundesamt Bevölkerung (außer-) betriebliche Ausbildung ohne Berufsabschluss 13% 47% 87% 53% Abbildung 4 Vieles spricht dafür, dass der hohe Anteil von Menschen mit an den Arbeitslosen und darunter knapp drei Viertel Arbeitslose mit im Bereich der Grundsicherung für Arbeitsuchende vor allem eine Folge fehlender (formaler) Qualifikation ist. In der Bevölkerung mit 2 haben 40 Prozent keine (formale und anerkannte) abgeschlossene Berufsausbildung bei den Arbeitslosen mit sind es sogar mehr als zwei Drittel (linke Grafik). In allen Qualifikationsniveaus ist der Anteil von Menschen mit bei Arbeitslosen höher als in der Gesamtbevölkerung (rechte Grafik). Auffällig ist insbesondere, dass der Anteil der Menschen mit bei arbeitslosen Akademikern doppelt so hoch ist wie in der Bevölkerungsgruppe der Akademiker insgesamt. Dies spricht dafür, dass bei der relativ geringen Zahl von arbeitslosen Akademikern die Herkunft (zusammen mit z.b. Sprachschwierigkeiten oder -problemen auch der faktischen Anerkennung von Hochschulabschlüssen etc.) ein Hemmnis bei der Arbeitsmarktintegration sein könnte. Von den Arbeitslosen ohne Berufsabschluss hat über die Hälfte einen. Von den Arbeitslosen mit einer abgeschlossenen beruflichen Ausbildung hat dagegen nur jeder Fünfte einen. Das sind jeweils fünf Prozentpunkte mehr als in der entsprechenden Bevölkerungsgruppe. 2 Um das Problem der Personen in Schule, Studium und Ausbildung zu umgehen, wurde hier, wie in der Grafik, auf die vom Statistischen Bundesamt angegebene Altersgruppe der 25- bis unter 65-Jährigen zurückgegriffen. 6

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