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1 Sachanalyse: Evolution der jeweiligen Wirbeltierklassen: Fische: Die ersten fischartigen Lebewesen entwickelten sich wahrscheinlich vor ca. 450 Millionen Jahren. Nach heutigen Erkenntnissen wird bei den Fischen nicht mehr von einer Wirbeltierklasse gesprochen, sondern man unterteilt sie hauptsächlich in Knorpel- und Knochenfische. Aufgrund der Komplexität wird hier darauf nicht weiter eingegangen, da dies nicht Unterrichtsstoff der 6. Klasse ist. Amphibien: Die Klasse der Amphibien entwickelte sich vor 360 Millionen Jahren. Sie stammen wahrscheinlich von der Ordnung der Lungenfische ab. Eines der wichtigsten Merkmale ihrer Evolution ist, dass adulte Tiere eine Lungeatmung (mit wenigen Ausnahmen) entwickelten und den Lebensraum Wasser verließen. Hierfür haben sich im Laufe der Zeit die Gliedmaßen, wie Arme und Beine, entwickelt. Da ihre Haut noch nicht sehr austrocknungsresistent ist und die Jungtiere im Wasser schlüpfen und leben, sind Amphibien jedoch noch immer von Gewässern abhängig. Heute umfasst die Wirbeltierklasse drei Ordnungen: Schanzlurche, Froschlurche, und Schleichlurche. Reptilien: Die Reptilien entwickelten sich wahrscheinlich vor etwa 300 Millionen Jahren aus Ur- Amphibien ab. Eine der wichtigsten Entwicklungen der Reptilien ist die Anpassung an trockene Gebiete. So besitzen Reptilen Schuppen, welche sie nicht nur vor Verletzung schützen, sondern auch den Feuchtigkeitsverlust deutlich verringern. Ein weiteres wichtiges Merkmal ist die Ausprägung einer härtern Eischale. Diese verhindert die Austrocknung des Geleges an Land. Auf diese Weise sind sie nicht mehr in dem Maße von Gewässern abhängig, wie die Amphibien. Aus den Ur-Reptilen entwickelten sich später auch die Dinosaurier. Heute gibt es nur noch vier Ordnungen der Reptilien: Schildkröten, Brückenechsen, Schuppenkriechtiere zu denen auch Schlangen, Geckos und Leguane gehören, und die Krokodile.

2 Vögel: Die Evolution der Vögel begann wahrscheinlich vor ungefähr 200 Millionen Jahren. Sie entwickelten sich wahrscheinlich aus kleinen Vertretern der Theropoden (Raubsaurier) und waren zunächst nicht Flugfähig. Es gibt jedoch keine einheitliche These zu der Entwicklung. Das wahrscheinlich älteste Brückentier zwischen den Reptilen (bzw. Dinosauriern) und den Vögeln ist der Archaeopteryx, der Ur-Vogel. Er lebte vor 150 Millionen Jahren und ähnelt mit seinem Skelett und Federkleid schon sehr den heutigen Vögeln. Im weiteren Verlauf der Evolution entwickelten sich noch der typische Schnabel und weitere Merkmale. Heute umfasst die Klasse 28 Ordnungen und besitzt mit Arten eine für Wirbeltiere eine hohe Vielfalt. Sauropsida: Hier handelt es sich um eine neuere Art der Systematik der Wirbeltierklasse. Sie umfasst die Klassen der Reptilien mit den ausgestorbenen Vertretern wie Dinosaurier, etc. und der Vögel. Dieser neue Wirbeltierklasse liegen die Vermutungen zu Grunde, dass wahrscheinlich einige Reptilienarten (wie das Krokodil) näher mit Vögeln verwand ist. Dies "Klasse" wird bei dem Schulprogramm aber nicht behandelt. Säugetiere: Die Evolution der Säugetiere begann vor 270 Millionen Jahren. Sie ging von säugetierähnlichen Reptilien, den Synapsiden, aus. Vor 245 Millionen Jahren hat sich die Gattung der Thrinaxodon herausgebildet. Diese wiesen schon einige Gemeinsamkeiten mit den heutigen Säugetieren auf. Sie besaßen wahrscheinlich nicht nur ein Fell und ein typisches Raubtiergebiss, sondern auch die Anordnung der Organe ähnelt der, der Säugetiere. Die ersten echten Säugetiere bildeten sich erst im Jura, vor Millionen Jahren. Eomaia gehört zu den ersten bekannt Höheren Säugetieren. Sie lebte vor Millionen Jahren und sieht den heutigen Mäusen ähnlich. Zur Zeit der Dinosaurier konnten die Säugetiere nur durch eine Besetzung anderer ökologischer Nischen überleben. So entwickelten sich wahrscheinlich durch ihre Nachtaktivität Fell und Endothermie. Erst nach dem Aussterben der Dinosaurier vor 65 Millionen Jahren gelang es den Säugetieren die meisten ökologischen Nischen zu besetzen. Wir unterteilen heute in die Unterklassen Ursäuger, Beutelsäuger und Höhere Säugetiere

3 Gemeinsamkeiten (mit Ausnahmen) innerhalb der jeweiligen Wirbeltierklassen: Die Thematik wird an dieser Stelle hauptsächlich auf dem Wissenstand der Klasse erläutert und soll eher als Hilfestellung für mögliche zusätzliche Einbindungen gesehen werden. Fische: Alle Fische besitzen fast denselben Skelettaufbau. Dazu zählen Schädel, Wirbelsäule und Flossen. Des Weiteren sind alle Fische wechselwarm und leben im Wasser. Außerdem ist der Körper mit Schuppen besetzt, welche jedoch klassenspezifisch sind. Die meisten Arten, ausgenommen die Lungenfische, benutzen Kiemen zur Atmung. Die meisten Knochenfische besitzen noch eine Schwimmblase, um im Wasser schweben zu können. Die Jungtiere schlüpfen aus Eiern, welche bei manchen Arten nicht gelegt werden, sondern im Muttertier bleiben. Dies nennt man auch ovovivipar. Amphibien: Der Körperbau ist bei den Amphibien recht unterschiedlich. Im Grunde gibt es drei verschieden Typen, welche auch die Ordnungen bilden. Die Schwanzlurche, abgesehen von ein paar Ausnahmen, besitzen vier ca. gleichgroße Beine und einen Schwanz. Bei den Froschlurchen hat sich der Schwanz zurück gebildet und man erkennt deutliche Unterschiede zwischen dem Arm- und Beinskelett. Bei den Schleichenlurchen wiederum haben sich die Extremitäten zurück gebildet. Im Larvenstadium besitzen alle Amphibien Kiemen zur Atmung, wodurch jede Art zum Ablaichen an Gewässer gebunden ist. Außerdem besitzen die Eier keine harte Schale, sondern eine weiche Schleimhülle. Die adulten Tiere entwickeln jedoch eine Lunge. Einige wenige Arten verweilen jedoch ihr ganzes Leben im Larvenstadium (Bsp. Axolotl). Alle Amphibien besitzen eine nackte, kaum verhornte Haut, welche mit Giftdrüsen bestückt ist. Sie ist jedoch nicht sehr resistent gegen Austrocknen, weshalb die meisten Tiere in der Nähe von Gewässern oder in feuchten Gebieten leben. Des Weiteren sind alle Amphibien wechselwarm und sie besitzen noch kein Zwei-Kammer-Herz.

4 Reptilien: Der Skelettaufbau ist im Prinzip immer gleich. Bei den Schlangen haben sich die Gliedmaßen zurückentwickelt und Schildkröten haben einen harten Panzer entwickelt. Diese anatomischen Unterschiede beeinträchtigen auch die Bewegungsmuster. Die Haut besteht aus Hornschuppen, was sie nicht nur verletzungsresistenter macht, sondern auch zusätzlich vor dem Austrocknen schützt. Die Jungtiere schlüpfen ohne Larvenstadium aus den Eiern. Die Eier besitzen eine harte Schale, welche es ermöglicht sie an Land abzulegen. Manche Arten legen die Eier jedoch nicht, sondern brüten sie im Körper aus. Dies nennt man ovovivipaar. Da es eine Mischung aus eierlegend und lebendgebärend ist. Nach dem Schlüpfen atmen die Tiere durch die eine Lunge. Des weitern sind auch sie wechselwarm. Vögel: Das Skelett der Vögel unterscheidet sich oberflächlich betrachtet kaum. Betrachtet man die Proportionen, kann man vor allem bei den Armen und Beinen Unterschiede erkennen. So besitzen die flugfähigen Arten ausgeprägte Flügel, welche sich natürlich in Form, etc. unterscheiden. Bei Laufvögeln wie dem Strauß haben sich die Beine mehr ausgeprägt. Ein anderes Beispiel ist der Pinguin, der weder fliegen, noch schnell laufen kann, jedoch dafür schnell schwimmen. Auch die Körperhaltung ist dem entsprechend unterschiedlich. Die Knochen sind leicht gebaut, was gerade für die fliegenden Arten sehr wichtig ist. Außerdem besitzen alle Vögel einen Schnabel ohne Zähne und ihre Haut ist mit Federn bedeckt. Um ihr Lungenvolumen zu vergrößern besitzen Vogel zusätzliche Luftsäcke, Des Weiteren sind sie gleichwarm und besitzen einen erhöhte Herzschlagfrequenz. Die Jungtiere schlüpfen aus Eiern

5 Säugetiere: Die Kloakentiere, wie das Schnabeltier, haben als größte Besonderheit, dass ihr Nachwuchs aus Eiern schlüpft. Bei den Beutelsäugern, wie den Kängurus, werden die Jungen im embryoartigen Stadium geboren und wachsen im Beutel der Mutter heran. Bei den Höheren Säugetieren werden die Jungen erst in einem späteren Stadium geboren. Handelt es sich um Nesthocker, so sind sie noch nicht ganz fertig entwickelt. Es fehlt meist Fell, sowie die Augen sind noch nicht geöffnet. Nestflüchter sind dagegen ab der Geburt voll entwickelt. Im weiteren Verlauf werde ich mich auf Grund des Unterrichtsstoffes auf die Höheren Säugetiere beschränken. Der Skelettaufbau an sich ist relativ gleich. Die Extremitäten können sich jedoch stärk unterscheiden. Bei den Walen sind die Hinterbeine zurückentwickelt. Fledermäuse haben ihre Handknochen zu Flügeln weiterentwickelt und Pferd besitzen Hufe. Die Haut ist mit Fell bedeckt. Die Säugetiere besitzen, ähnlich wie die Vögel, einen ausgeprägte Lunge. Das Herz besitzt Vier-Kammer-System und es gibt zwei Blutkreisläufe. Jungtiere werden ausnahmslos gesäugt.

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