Förderung und Erhalt intellektueller Fähigkeiten für ältere Arbeitnehmer. Abschlussbericht des Projekts Pfiff

Größe: px
Ab Seite anzeigen:

Download "Förderung und Erhalt intellektueller Fähigkeiten für ältere Arbeitnehmer. Abschlussbericht des Projekts Pfiff"

Transkript

1 Förderung und Erhalt intellektueller Fähigkeiten für ältere Arbeitnehmer 39 Abschlussbericht des Projekts Pfiff

2 Initiative Neue Qualität der Arbeit Neues Denken für eine neue Arbeitswelt Sichere, gesunde und zugleich wettbewerbsfähige Arbeitsplätze sind die Vision der Initiative Neue Qualität der Arbeit (INQA). Gemeinsame Projekte des Bündnisses aus Sozialpartnern, Sozialversicherungsträgern, Bund, Ländern, Stiftungen und Unternehmen machen deutlich: Wer in Humankapital investiert, profitiert von motivierteren Mitarbeitern, sinkenden Krankenständen und einem fortschrittlichen Unternehmensimage. Im Jahr 2002 gestartet, sind Eigendynamik und Überzeugungskraft der Initiative inzwischen weithin sichtbar INQA works! INQA bündelt Kräfte!»Gemeinsam handeln, jeder in seiner Verantwortung«dieser Grundsatz von INQA hat sich in der Praxis bewährt. Unter dem Dach der Initiative haben sich mit den Thematischen Initiativkreisen (TIK) spezialisierte Arbeitsgruppen gebildet. Ihr inhaltliches Spektrum reicht vom Netzwerk Baustelle über Älter werden in Beschäftigung bis zu Neue Qualität der Büroarbeit. Bürokratie oder verkrustete Strukturen sucht man hier vergebens. Die TIK erarbeiten zielführende Aktivitäten zu einzelnen Schwerpunktthemen und setzen sie in Eigenregie um. Das gewonnene Wissen dient dem Transfer in die betriebliche Praxis. Ob als Unternehmer, Arbeitnehmervertreter oder Gesundheitsexperte jeder INQA-Initiativkreis ist offen für Menschen, die etwas bewegen wollen.

3 INQA-Bericht Gabriele Freude, Michael Falkenstein, Joachim Zülch Förderung und Erhalt intellektueller Fähigkeiten für ältere Arbeitnehmer Abschlussbericht des Projekts Pfiff

4 2 Abschlussbericht Pfiff Impressum Programm zur Förderung und zum Erhalt intellektueller Fähigkeiten für ältere Arbeitnehmer (PFIFF) Herausgeber: Initiative Neue Qualität der Arbeit (INQA) Geschäftsstelle c/o Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin Nöldnerstr. 40/ Berlin Tel.: 0 30 / Fax: 0 30 / Internet Fachliche Begleitung und Projektkoordination: Dr. Gabriele Freude, Leiterin der Arbeitsgruppe Mentale Gesundheit und kognitive Leistungsfähigkeit Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin Nöldnerstr Berlin Tel.: 0 30 / Fax: 0 30 / Das Projektteam: Institut für Arbeitsphysiologie an der Universität Dortmund Prof. Dr. med. Michael Falkenstein Leiter der Projektgruppe Altern und ZNS-Veränderungen Ardeystr. 67 D Dortmund Tel.: +49 / Fax: +49 / Ruhr-Universität Bochum Fakultät für Maschinenbau ISE - Lehrstuhl für Industrial Sales Engineering Leitung: Prof. Dr. phil. Joachim Zülch Universitätsstr Bochum Deutschland Telefon: +49 (0)234 / Fax: +49 (0)234 / Redaktion und Satz: KONTEXT Oster & Fiedler GmbH, Hattingen Fotos: FOX-Foto Uwe Völkner, Lindlar Nachdruck, auch auszugsweise, nur mit vorheriger Zustimmung der Initiative Neue Qualität der Arbeit (INQA) Dortmund 2009 ISBN:

5 Abschlussbericht Pfiff 3 Inhaltsverzeichnis 5 Teil 1: Das Projekt PFIFF Programm zur Förderung und zum Erhalt intellektueller Fähigkeiten für ältere Arbeitnehmer 7 Gabriele Freude PFIFF Programm zur Förderung und zum Erhalt intellektueller Fähigkeiten für ältere Arbeitnehmer 13 Michael Falkenstein, Nele Wild-Wall Einfluss arbeits- und lebensstilbezogener Faktoren auf die kognitive Leistungsfähigkeit 31 Patrick Gajewski, Michael Falkenstein Fluide kognitive Funktionen bei Beschäftigten in der Automobilindustrie 41 Joachim Zülch, Catharina Stahn Das Projekt PFIFF Von der Wissenschaft zum praxisorientierten Nutzen 57 Teil 2: Ältere Arbeitnehmer: Perspektiven von Wissenschaft, Politik und Betrieben 73 Winfried Hacker Arbeitswelt im Wandel Herausforderungen an die geistige Leistungsfähigkeit älter werdender Arbeitender 73 Gottfried Richenhagen Leistungsfähigkeit, Arbeitsfähigkeit, Beschäftigungsfähigkeit und ihre Bedeutung für das Age Management 87 Jürgen Pfister Die Entwicklung einer demografitten Unternehmenskultur in der METRO Group

6 4 Abschlussbericht Pfiff

7 Abschlussbericht Pfiff 5 Teil 1 Das Projekt PFIFF Programm zur Förderung und zum Erhalt Intellektueller Fähigkeiten Für ältere Arbeitnehmer

8 6 Abschlussbericht Pfiff Dr. Gabriele Freude ist Leiterin der Arbeitsgruppe Mentale Gesundheit und kognitive Leistungsfähigkeit bei der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin. Nach Studium und Promotion in Biologie an der Humboldt-Universität Berlin (1973 bis 1981) schloss sie ein Postgradualstudium an, das sie mit dem Abschluss Fachwissenschaftler der Medizin absolvierte. Seit 1981 ist sie wissenschaftliche Mitarbeiterin des damaligen ZAM, der späteren Bundesanstalt für Arbeitsmedizin, heute Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin. Dort leitete sie seit 2005 die Arbeitsgruppe Arbeitsgestaltung bei psychischen Belastungen, Stress, seit 2009 ist sie Leiterin der Arbeitsgruppe Mentale Gesundheit und kognitive Leistungsfähigkeit. Als Leiterin verschiedener Forschungsprojekte beschäftigte sie sich mit den Schwerpunkten Psychische Belastung, Stress, Altern und Arbeit sowie Kognitive Leistungsfähigkeit. Als Leiterin des Vitalitätslabors an der BAuA und Autorin zahlreicher Veröffentlichungen in nationalen und internationalen Fachzeitschriften beschäftigte sie sich intensiv mit den Themengebieten Vitalität und Arbeit sowie Psychophysiologie und kognitive Leistungsfähigkeit. Dr. Gabriele Freude Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin Nöldnerstraße Berlin

9 Abschlussbericht Pfiff 7 Gabriele Freude PFIFF Programm zur Förderung und zum Erhalt intellektueller Fähigkeiten für ältere Arbeitnehmer Das Projekt im Überblick Die Arbeitswelt ist im Wandel. Neue Informations- und Kommunikationstechnologien, die Bedeutung von Wissen insgesamt sowie die Notwendigkeit von lebenslangem Lernen stellen zunehmend höhere Anforderungen an die geistige Leistungsfähigkeit von Beschäftigten. Im Kontext des demographischen Wandels gewinnen diese Entwicklungen zusätzliche Brisanz, insbesondere dann, wenn die Anforderungen an die Grenzen der menschlichen Informationsverarbeitung stoßen. Der Erhalt und die Förderung der geistigen Leistungsfähigkeit während des gesamten Berufslebens wird eine zunehmend wichtiger werdende Zielgröße des modernen Arbeits- und Gesundheitsschutzes. Tragfähige Konzepte zur Förderung kognitiver Kompetenzen älter werdender Arbeitnehmer sowie zur Gestaltung von aus kognitiver Perspektive förderlichen Arbeitsbedingungen/ Arbeitssystemen sind gefragt. Dazu sind Akteure aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft gleichermaßen gefordert. Vor diesem Hintergrund wurde im ersten Quartal 2007 von der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) und der Initiative Neue Qualität der Arbeit (INQA) das Projekt PFIFF Programm zur Förderung und zum Erhalt intellektueller Fähigkeiten für ältere Arbeitnehmer ins Leben gerufen und während der gesamten Laufzeit (Mai 2007 bis Dezember 2008) fachlich betreut. Die Leitung von PFIFF wurde dem Institut für Arbeitsphysiologie Dortmund (IfADo) übertragen. Weitere Kooperationspartner waren die Ruhruniversität Bochum, die Gesellschaft für Gehirntraining (GfG) und die Adam Opel AG Bochum, der Partner der betrieblichen Praxis. In dem vorliegenden Tagungsband sind Forschungs- und Umsetzungsergebnisse des Projekts (Beiträge von Prof. Michael Falkenstein, Dr. Nele Wild-Wall, Dipl.-Psych. Catharina Stahn, Dr. Patrick Gajewski und Prof. Joachim Zülch) zusammengefasst. Darüber hinaus wird von Prof. Winfried Hacker das mit PFIFF im engen Zusammenhang stehende Thema Arbeitswelt im Wandel Herausforderungen an die geistige Leistungsfähigkeit älter werdender Arbeitnehmer aus arbeitswissenschaftlicher/arbeitspsychologischer Perspektive diskutiert. Dem Thema Kognitive Fitness älterer Beschäftigter ein Thema in den Betrieben werden sich Dr. Gottfried Richenhagen, insbesondere aus der Perspektive des Age Managements in Unternehmen sowie Jürgen Pfister widmen, der seine Erfahrungen im Hinblick auf Die Entwicklung einer demografitten Unternehmenskultur in der METRO Group darstellen wird.

10 8 Abschlussbericht Pfiff Einige Ergebnisse von PFIFF sind bereits veröffentlicht. Dabei soll insbesondere auf die Internetseite zum Projekt und die Broschüre Geistig fit im Beruf! Wege für ältere Arbeitnehmer zur Stärkung der grauen Zellen verwiesen werden. Ziele und Bausteine von PFIFF Übergeordnetes Ziel des Projektes war es, einen Beitrag zur Gestaltung von Maßnahmen zum Erhalt und zur Förderung kognitiver Kompetenzen älterer Arbeitnehmer zu leisten. Dabei war es uns wichtig, wissenschaftliche Ergebnisse aus der Forschung in eine für die Praxis nutzbare Form umzusetzen. Insbesondere bestand die Aufgabe von PFIFF in der Erarbeitung eines Umsetzungskonzeptes, auf dessen Basis betriebliche Akteure ihr Arbeitsumfeld gestalten und die kognitiven Kompetenzen der Beschäftigten positiv beeinflussen können, sodass die geistige Fitness von Arbeitnehmern/ -innen bis ins hohe Alter gefordert und gefördert werden kann. Das Konzept zum Projekt sah vor, auf Basis einer umfangreichen Aufarbeitung des nationalen und internationalen Stands der Forschung zunächst modellhafte Untersuchungen zu altersbedingten Veränderungen der kognitiven Leistungsfähigkeit durchzuführen. Dabei sollten nicht nur Leistungs- und Verhaltensdaten sondern auch neurophysiologische Methoden zur Anwendung kommen. Ansätze moderner neurophysiologischer Forschung waren uns deshalb wichtig, da auf ihrer Basis Aussagen über die der geistigen Arbeit zugrundeliegende Mechanismen der Informationsverarbeitung gegeben werden können, die mit Leistungsdaten oder Parametern des menschlichen Verhaltens nicht möglich sind. So lassen z. B. Parameter der bioelektrischen Hirnaktivität Aussagen über das Ausmaß der Anstrengung oder über Veränderungen spezifischer Stadien der Informationsverarbeitung bei der Bearbeitung mentaler Aufgaben zu, die für Empfehlungen zur Arbeitsgestaltung (z. B. im Hinblick auf die kognitive Ergonomie) wichtig sind. Darüber hinaus waren im Rahmen des Projektes Untersuchungen zum Einfluss von Arbeitsplatzmerkmalen, Arbeitsbelastungen, zur psychomentalen Beanspruchung sowie zum dispositionellen Bewältigungsverhalten von Beschäftigten auf die kognitive Leistungsfähigkeit von Bedeutung. Die anspruchsvollen Aufgaben von PFIFF wurden im Rahmen der folgenden Arbeitspakete bearbeitet: Systematische Aufarbeitung des nationalen und internationalen Stands der Forschung über arbeits- und lebensstilbezogene Einflussfaktoren auf die kognitive Leistungsfähigkeit als Ausgangsbasis für die Entwicklung eines Maßnahmenkatalogs Modellhafte Untersuchungen über altersbezogene Veränderungen der kognitiven Leistungsfähigkeit unter Einbeziehung von neurophysiologischen Methoden zur Untersuchung altersbezogener

11 Abschlussbericht Pfiff 9 Strategien der Informationsverarbeitung bei Beschäftigten der Automobilindustrie (Adam Opel AG) Erarbeitung eines Konzepts zum Erhalt und zur Förderung kognitiver Kompetenzen im Berufsleben auf Basis der erarbeiteten Literaturübersicht und der Ergebnisse der modellhaften Untersuchungen. Insbesondere sollte ein Maßnahmenkatalog mit Handlungsempfehlungen für Akteure des betrieblichen Gesundheitsschutzes erstellt werden. Darüber hinaus sollte ein Workshopkonzept und die dafür erforderlichen Schulungsunterlagen erarbeitet werden, das auf die Förderung kognitiver Kompetenzen gerichtet ist Entwicklung und Anpassung eines Trainingskonzeptes zur Förderung kognitiver Kompetenzen durch die Gesellschaft für Gehirntraining. Auf dieser Grundlage wurde kognitives Training im betrieblichen Setting ermöglicht. Systematische Aufarbeitung des nationalen und internationalen Stands der Forschung Voraussetzung für sämtliche Umsetzungsaktivitäten im Rahmen des Projektes war ein umfassender Überblick über den Stand der Forschung zu neuroprotektiven arbeits- und lebensstilbezogenen Einflussfaktoren auf die kognitive Leistungsfähigkeit. Die besondere Bedeutung von arbeitsbezogenem Stress, der lernförderlichen Arbeitsgestaltung sowie von Qualifikation und Weiterbildung für die kognitive Leistungsfähigkeit wird bei der Ergebnisdarstellung ebenso hervorgehoben wie der Einfluss von sportlicher Aktivität (insbesondere im Ausdauerleistungsbereich) oder Ernährung. Ebenso findet der Aspekt der Trainierbarkeit insbesondere bei Älteren besondere Berücksichtigung bei der Literaturrecherche. Zudem sollte der aktuelle Stand der Forschung für den Bereich kognitives und emotionales Bewältigungsverhalten in Bezug auf altersbedingte Defizite aufgearbeitet werden, um dadurch eine fundierte Ausgangslage für die spätere Erarbeitung des Umsetzungskonzepts zur Förderung kognitiver Kompetenzen zu schaffen. Die Ergebnisse der Literaturrecherche sind im Detail unter dargestellt. Modellhafte Untersuchungen über altersbezogene Veränderungen der kognitiven Leistungsfähigkeit unter Einbeziehung von neurophysiologischen Methoden In einer zweiten Arbeitsphase wurden ausgewählte kognitive Funktionen bei zwei Gruppen von Arbeitnehmern mit unterschiedlichen Tätigkeitsprofilen und unterschiedlichen kognitiven Anforderungen (Fließband vs. Instandhaltung) untersucht. Die neurophysiologischen und arbeitswissenschaftlichen Untersuchungen erfolgten bei unserem Industriepartner, der Adam Opel GmbH. Die hierzu unter Laborbedingungen simulierten Arbeitsaufgaben forderten insbesondere sog. fluide kognitive Funktionen, die entscheidende Bausteine vieler berufli-

12 10 Abschlussbericht Pfiff cher Tätigkeiten sind. Sie beinhalten u. a. schnelle Informationsverarbeitung und Reaktionen, das Wechseln von Aufmerksamkeit und Aufgaben, das gleichzeitige Ausführen mehrerer Tätigkeiten, das Planen von Handlungssequenzen etc. In der Grundlagenforschung konnten für diesen Funktionsbereich bereits Altersunterschiede beschrieben werden, die im PFIFF Projekt, in Abhängigkeit der durch die berufliche Tätigkeit bedingten unterschiedlichen kognitiven Anforderungen, zu differenzieren waren. Insbesondere zielten die experimentell simulierten Aufgaben auf einen schnellen Wechsel von Aufmerksamkeit, Inanspruchnahme des Arbeitsgedächtnisses sowie der Unterdrückung von irrelevanten Ablenkreizen. Die Untersuchung des Einflusses von Arbeitsanforderung und Alter war bei der Versuchsplanung besonders zu berücksichtigen. Darüber hinaus sollten Zusammenhänge zwischen altersassoziierten Veränderungen der fluiden Funktionen, arbeitsbezogenen Einflussfaktoren sowie dispositionellem Bewältigungsverhalten analysiert werden. Konzept zum Erhalt und zur Förderung kognitiver Kompetenzen Workshopkonzept Maßnahmenkatalog Training Mit dem zu erarbeitenden Workshopkonzept sollten drei Ziele verfolgt werden. Erstens sollten Empfehlungen zur Arbeitsgestaltung und zur Lebensführung gegeben werden. Zweitens war beabsichtigt, die individuellen Ressourcen der Arbeitnehmer/-innen zu stärken, indem z. B. Methoden zur Stressbewältigung in das Umsetzungskonzept implementiert sowie Wissen über lebensstilbezogene protektive Einflussfaktoren auf die kognitive Leistungsfähigkeit vermittelt wurden. Und drittens sollte ein Trainingsprogramm zur Steigerung der geistigen Leistungsfähigkeit Bestandteil des Workshopkonzepts sein. Die erarbeiteten Module des Workshops stützen sich auf die Ergebnisse der Literaturrecherche. Darauf aufbauend stehen die Themen Stress und Stressbewältigung, Die Rolle von Kognitionen, Ernährung, Sport und Lebensführung, Kognitives Training sowie Empfehlungen für die Arbeitsgestaltung im Mittelpunkt der Workshops. Eine Vielzahl von Instrumenten sollten ebenfalls im Rahmen des Projektes zur Unterstützung der Umsetzungsmaßnahmen entwickelt werden, wie z. B. Trainerleitfaden, Foliensätze und diverse Übungen. Ausblick Es ist anzunehmen, dass das Thema Erhalt und Förderung der kognitiven Leistungsfähigkeit im Berufsleben künftig in der Arbeitswelt eine noch größere Rolle spielen wird. PFIFF gibt den Beschäftigten und Unternehmen die notwendigen Werkzeuge in die Hand, damit sie sich diesen Herausforderungen erfolgreich stellen können. Dabei kann die geistige Leistungsfähigkeit auch durch kognitives Training stabilisiert und gefördert werden. Mit diesen Maßnahmen sollte nicht erst im Alter begonnen werden. Sie sollten während des gesamten Erwerbslebens eine Rolle spielen.

13 Abschlussbericht Pfiff 11 Vor diesem Hintergrund wurde ein Nachfolgeprojekt von PFIFF (PFIFF 2) konzipiert mit dem Schwerpunkt der Implementierung des erarbeiteten Umsetzungskonzepts in die Unternehmen. Damit sollen die notwendigen Transferleistungen zwischen theoriebasierten Konzepten und praxisbezogenem Nutzen erbracht werden. Zunächst sollen die Maßnahmen in einer Pilotphase bei älteren Beschäftigten in der Automobilindustrie umgesetzt und für den betrieblichen Kontext optimiert werden. Zur Sicherung der Nachhaltigkeit ist eine wissenschaftliche Evaluation der Wirksamkeit der Trainingsmaßnahmen geplant. Die Erfahrungen sollen in einer zweiten Phase dazu genutzt werden, Gesundheitsakteure aus unterschiedlichen Unternehmen gemäß des Leitgedankens train the trainer zu schulen. Somit können diese als Multiplikatoren die Mitarbeiter ihrer Unternehmen trainieren. Mit dem geplanten Vorhaben kann ein Beitrag dazu geleistet werden, eine nachhaltige Verbreitung des Konzeptes zum Erhalt und zur Förderung kognitiver Kompetenzen im Berufsleben zu sichern. Informationen über weitere Entwicklungen im Rahmen des PFIFF 2 Projektes sind unter zu finden.

14 12 Abschlussbericht Pfiff Prof. Dr. Michael Falkenstein (geb in Bochum) hat Diplome in Elektrotechnik und Psychologie (Universität Bochum 1977 and 1985), sowie das Staatsexamen in Medizin (Universität Essen 1978). Promotion zum Dr. med und Habilitation in Psychologie Von 1978 bis 1995 arbeitete er am Institut für Physiologie der Ruhr-Universität, wo er zuletzt ein Projekt zu nicht-pharmakologischen Trainingsprogrammen für Schmerzpatienten durchführte. Seit 1986 arbeitet er am Institut für Arbeitsphysiologie, IfADo in Dortmund; seit 2000 ist er dort Leiter der Projektgruppe 3 Kognitive Neurophysiologie informatorischer Arbeit. (ab 2006: Altern und ZNS-Veränderungen ). Seine Forschungs- Schwerpunkte liegen in der Untersuchung von exekutiven Kontrollfunktionen und ihrer Messung mit neurophysiologischen Methoden, sowie in Veränderungen von kognitiven Hirnfunktionen im Alter und bei Störungen des zentralen Nervensystems. Aktuelle Schwerpunkte seiner Arbeit im angewandten Bereich sind die Analyse von Veränderungen von Hirnfunktionen bei Älteren durch verschiedene Interventionen, sowie Diagnostik und Training bei älteren Beschäftigten und Verkehrsteilnehmern. Er leitet etliche Drittmittelprojekte auf nationaler (DFG, BMBF, BMAS) und europäischer Ebene (EU). Prof. Dr. Michael Falkenstein Leibniz-Institut für Arbeitsforschung an der TU Dortmund Dr. rer. nat. Nele Wild-Wall ist wissenschaftliche Mitarbeiterin (stellv. Projektleiterin) am Leibniz-Institut für Arbeitsforschung an der TU Dortmund in der Projektgruppe Altern und ZNS-Veränderungen bei Prof. M. Falkenstein. Sie studierte 1994 bis 2000 Psychologie an der Humboldt-Universität zu Berlin und schloss mit dem Diplom ab bis 2003 war sie Doktorandin im DFG-geförderten Graduiertenkolleg Klinische und kognitive Neurowissenschaften an der Humboldt-Universität. Mit dem Thema Interaktion der Emotions- und Bekanntheitserkennung bei Gesichtern promovierte sie zum Dr. rer. nat. Von 2003 bis 2004 arbeitete sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie in Essen über das Thema Neurophysiologie automatischer und kontrollierter Aufmerksamkeitsprozesse bei schizophrenen Patienten. Seit 2004 ist sie wissenschaftliche Mitarbeiterin der Projektgruppe Altern und ZNS-Veränderungen am Institut für Arbeitsforschung an der TU Dortmund (IfADo). Von 2007 bis 2009 absolvierte sie ein berufsbegleitendes Diplom-Studium Soziale Gerontologie an der TU Dortmund. Dr. Nele Wild-Wall Leibniz-Institut für Arbeitsforschung an der TU Dortmund

15 Abschlussbericht Pfiff 13 Michael Falkenstein, Nele Wild-Wall Einfluss arbeits- und lebensstilbezogener Faktoren auf die kognitive Leistungsfähigkeit Der Prozess des Alterns bringt eine Reihe von körperlichen und geistigen Veränderungen mit sich, die oft erst im höheren Alter deutlich in Erscheinung treten. Negative Veränderungen zeigen sich in den sog. fluiden Funktionen, d. h. schnelle kontrollierte Informationsverarbeitung, Kurzzeitgedächtnis, Arbeitsgedächtnis (Kurzzeitgedächtnis plus Verarbeitung der Gedächtnisinhalte), Wechsel zwischen Aufmerksamkeit und Aufgaben, Mehrfachtätigkeit, Hemmung von Störeinflüssen und spontanen Handlungen, Handlungskontrolle und -planung usw. In anderen Bereichen, z. B. im Erfahrungswissen, zeigen sich mit dem Alter sogar Verbesserungen. Viele alternsbedingte Veränderungen sind biologisch determiniert. Allerdings weiß man heute, dass es viele positive und negative Einflussfaktoren gibt, die den Alternsprozess mehr oder weniger erfolgreich beeinflussen. Faktoren wirken dann besonders intensiv, wenn ihre Einwirkungsdauer groß ist. Arbeit und Lebensstil wirken insgesamt den ganzen bewusst erlebten Tag lang auf den Menschen ein, daher sollten sie starken Einfluss haben. Die folgende Übersicht benennt wichtige arbeits- und lebensstilbezogene Faktoren, die kognitive Funktionen im Alter günstig oder ungünstig beeinflussen. Arbeitsbezogene Faktoren Anspruchsvolle kognitive Aktivität wirkt sich anscheinend positiv auf die fluide Intelligenz aus (z. B. Hultsch et al., 1999; Schooler & Mulatu, 2001; Schooler et al., 1999; Singh-Manoux et al., 2003; Wilson et al., 1999). Arbeit ist die Tätigkeit, mit der wir uns zeitlich am längsten und am intensivsten beschäftigen und die daher einen starken Einfluss auf die kognitive Leistungsfähigkeit haben sollte. Tätigkeiten mit flexiblen und variablen geistigen Anforderungen und Übungsoptionen sowie der Möglichkeit, neue Dinge zu erlernen, verbessern anscheinend in der Tat die kognitiven Funktionen bei Beschäftigten. Hohe Komplexität der Arbeit ist mit einer besseren kognitiven Flexibilität verbunden. Der positive Einfluss anspruchsvoller Tätigkeit auf die geistige Leistungsfähigkeit nimmt mit steigendem Alter sogar zu (Schooler et al., 1999). Personen mit geistig fordernden Berufen zeigten über 7 Jahre leichte Verbesserungen ihres kognitiven Status, während diejenigen, deren Beruf mehr physische Anforderungen verlangte, einen leichten Rückgang über diesen Zeitraum zeigten (M. Potter & Jones, 2006). In einer nachfolgenden Arbeit konnten die Autoren (G. G. Potter et al., 2008) bei über 1000 Probanden einen klaren Zusammenhang zwischen dem Grad der intellektuellen Arbeitsanforderungen und kognitiver Leistung zeigen. Darüber hinaus zeigte sich, dass Personen mit geringeren

16 14 Abschlussbericht Pfiff intellektuellen Fähigkeiten im frühen Erwachsenenleben besonders stark von intellektuell anspruchsvoller Arbeit profitierten (Andel et al., 2007). Diese Autoren konnten auch zeigen, dass hohe Komplexität der Arbeit im mittleren Alter auch im hohen Alter offenbar noch einen kognitiven Vorsprung gab. Eine Gruppe aus Toulouse um Marquié konnte bei über 2000 Beschäftigten einen starken linearen Zusammenhang zwischen der kognitiven Stimulierung durch die Arbeit und vier unterschiedlichen kognitiven Funktionen (unmittelbare Wiedergabe, Wiedererkennung, selektive Aufmerksamkeit und Verarbeitungsgeschwindigkeit) feststellen (Marquié, 2009). Eine simple und effektive Methode zur Anreicherung ansonsten monotoner Tätigkeit ist die Rotation zwischen Arbeitssituationen und -plätzen. Frieling und andere (2008) konnten zeigen, dass zum einen Rotation die Arbeitsfähigkeit (gemessen mit dem WAI) und die Problembewältigungskompetenz fördert und Resignation vermindert, andererseits Ältere weniger rotieren. Leistungsgeminderte Beschäftigte werden zudem an weniger Arbeitsplätzen eingesetzt, was sie noch schlechter macht, wodurch ein Teufelskreis aufgebaut wird. Erschwerend hinzu kommen Anklammerungstendenzen Älterer an ihren Arbeitsplatz. Hier ist dringend ein Umdenken bei Arbeitgebern und Arbeitnehmern erforderlich. In einer Studie von Stegmaier und Mitarbeitern (2006) wurden die subjektiven Angaben von älteren Beschäftigten zur Auswirkung von Arbeitsmerkmalen auf ihre Innovations- und Anpassungsfähigkeit untersucht. Die Auswertung ergab, dass vor allem Autonomie bei der Arbeit und das Feedback von Vorgesetzten mit der Innovationsfähigkeit positiv zusammenhängen. Auch für die Bewältigung

17 Abschlussbericht Pfiff 15 unsicherer Arbeitssituationen und für das Lernen neuer Technologien und Verfahren bestand ein positiver Zusammenhang zwischen Autonomie bzw. Feedback des Vorgesetzten. In zwei Felduntersuchungen zeigten Bergmann und Mitarbeiter (2006), dass es keinen Zusammenhang zwischen Innovationstätigkeit und Alter gibt. Nachgewiesen wurde hingegen ein Zusammenhang zwischen Innovationstätigkeit und Lerninhalten der Arbeitsaufgabe. Beschäftigte, die Arbeitsaufgaben mit höheren Lernanforderungen verrichteten, sind etwa 3 Mal häufiger Innovatoren. Allerdings haben unabhängig von Alter die untersuchten kleinen und mittleren Unternehmen ihre Mitarbeiter kaum zu Innovationen angeregt. Nachtarbeit und Schichtarbeit scheinen einen ungünstigen Effekt auf die kognitive Leistungsfähigkeit zu haben. Die Gruppe um Marquié konnte kürzlich zeigen, dass physische Aktivität und Arbeit vor 6 Uhr früh und nach 22 Uhr abends sich abträglich auf die kognitive Leistungsfähigkeit am nächsten Tag auswirkte (Ansiau et al., 2007). Dieselbe Gruppe konnte an über 3000 Beschäftigten zeigen, dass männliche Schichtarbeiter eine niedrigere kognitive Leistung hatten als Niemals-Schichtarbeiter (Rouch et al., 2005). Zudem bestand eine klare Dosis-Effekt-Relation: Bei den Schichtarbeitern war die Gedächtnisleistung mit zunehmender Dauer der Schichtarbeit schlechter. Vier Jahre nach dem Aussetzen der Schichtarbeit war die Gedächtnisleistung wieder deutlich höher. Hieraus kann zweifelsfrei abgeleitet werden, dass Schichtarbeit die kognitive Leistung beeinträchtigt. Weiterhin kann angenommen werden, dass die Kombination von kognitiv wenig fördernder Arbeit und Schichtarbeit besonders starke Beeinträchtigungen mit sich bringen sollte. Genau dies konnte in der Untersuchung bei Schichtarbeitern mit hoch-repetitiver Tätigkeit im Rahmen des Projekts PFIFF bestätigt werden (siehe Beitrag von Gajewski in dieser Broschüre). Insgesamt lässt sich feststellen, dass sich komplexe Arbeitsbedingungen, die das Lernen unterstützen und Problemlösefertigkeiten abverlangen, positiv auf die intellektuellen Funktionen älterer Menschen auswirken. Umgekehrt können Defizite entstehen, wenn kognitive Funktionen durch die Tätigkeit in einem bestimmten Arbeitsfeld wenig oder nicht beansprucht und gefördert werden und monotone Tätigkeiten im Berufsleben dominieren. Lebensstilfaktoren Die Literaturstudie ergab konsistent vier Lebensstilfaktoren, die sich modulierend auf kognitive Funktionen auswirken: Stress, körperlich-sportliche Betätigung, Ernährung, und geistige Betätigung. Auf den Faktor Stress wird im Beitrag von Zülch und Stahn näher eingegangen.

18 16 Abschlussbericht Pfiff Körperlich-sportliche Aktivität und geistige Leistungsfähigkeit Generell besteht ein breiter Konsens darüber, dass körperliches Training das Wohlbefinden, die Gesundheit und Lebensqualität auch im mittleren und höheren Alter steigert (Eyigor et al., 2007). Durch Sport können wir aber nicht nur unseren Körper, sondern auch unseren Geist beeinflussen! In der wissenschaftlichen Literatur liegen heute bereits viele Untersuchungen über die positiven Aspekte von sportlicher Betätigung auf die Lebensqualität, das emotionale Wohlbefinden (Mechling, 2005), die geistige Leistungsfähigkeit und sogar auf die Minderung des Risikos degenerativer und demenzieller Erkrankungen wie z. B. der Alzheimer Demenz (Oswald, 2004) vor. Bisher gibt es, bis auf wenige Ausnahmen (Etnier et al., 2006), relativ viele wissenschaftliche Artikel, die einen positiven Zusammenhang zwischen körperlich-sportlichen Aktivitäten und der geistigen Leistungsfähigkeit insbesondere im Alter zeigen (N. Cassavaugh et al., 2004; S.J. Colcombe & Kramer, 2003; Kramer et al., 2005; Kramer et al., 2006; McAuley et al., 2004; Mechling, 2005; Oswald, 2004). Wissenschaftliche Untersuchungen In vielen wissenschaftlichen Untersuchungen wurden die Teilnehmer nach dem vergangenen oder derzeitigen Ausmaß ihrer körperlich-sportlichen Betätigung befragt. Zusätzlich wurden Labortests zur geistigen Leistungsfähigkeit durchgeführt. In den meisten Untersuchungen zeigte sich ein positiver Zusammenhang zwischen körperlich-sportlicher Betätigung und der geistigen Leistungsfähigkeit insbesondere bei älteren Teilnehmern (DiPietro, 2001; Lundberg et al., 1994). Dieser Zusammenhang ist besonders stark, wenn man die Ausdauerleistung betrachtet. Van Boxtel und Kollegen (1997) untersuchten jüngere und ältere Personen mit verschiedenen Tests zur geistigen Leistungsfähigkeit und zur körperlichen Ausdauerleistung. Ältere Personen mit einer höheren Ausdauerleistung waren besser in den Tests zur geistigen Leistungsfähigkeit als Ältere mit schlechterer Fitness. Auch beim Projekt PFIFF wurden die Teilnehmer nach ihrer körperlichen Aktivität gefragt. Schon bei einem simplen kognitiven Leistungstest, bei dem auf bestimmte Reize eine Taste gedrückt werden sollten und bei anderen Reizen nicht (Go/NoGo-Aufgabe) machten ältere Arbeitnehmer mit einer körperlich aktiveren Alltagsgestaltung weniger Fehler. Sie ließen weniger Zielreize ( Targets ) aus als ältere Arbeitnehmer mit einer weniger aktiven Alltagsgestaltung. Es ist allerdings problematisch, wenn man bei Personen nur zu einem Zeit-

19 Abschlussbericht Pfiff 17 punkt die sportliche Fitness und geistige Leistungsfähigkeit untersucht. Hier könnte der Einwand kommen, dass die sportlichen Personen nicht durch den Sport geistig fit geblieben sind, sondern dass geistig fitte Personen eher Sport treiben und die geistig weniger fitten seltener Sport treiben. Daher ist es besser, sich die Effekte von Fitness und geistiger Leistungsfähigkeit über einen längeren Zeitraum anzusehen (sog. Längsschnittstudie). So befragte der Neurologe Larson und seine Kollegen (2006) 65-jährige und ältere Untersuchungsteilnehmer über einen Zeitraum von 6 Jahren zu ihrer sportlichen Freizeitgestaltung. In diesem Zeitraum fanden sie positive Zusammenhänge zwischen einer körperlich aktiven Freizeitgestaltung und einem reduzierten Risiko für demenzielle Erkrankungen. In einer anderen Untersuchung wurden ehemalige Studenten der Harvard-Universität über einen langen Zeitraum von 26 Jahren im Alter Abb. 1: Zweifach-Wahlreaktionsaufgabe - ältere Arbeitnehmer zwischen 38 bis 72 Jahren untersucht (Lee et al., 2004). Sie wurden u. a. zu ihrer körperlichen Aktivität im Alltag befragt. Die Personen, die sich im Alltag mehr bewegten, zeigten eine geringere Sterbewahrscheinlichkeit im hohen Alter: Die älteren Personen, die körperlich weniger aktiv waren, hatten ein erhöhtes Risiko, in dem Untersuchungszeitraum zu sterben. Noch bessere Aussagen können Untersuchungen liefern, die sich den Effekt von sportlichem Training auf die geistige Leistungsfähigkeit in einer Trainingsgruppe verglichen mit einer Kontrollgruppe (kein oder ein anderes Training) ansehen. So verglichen der Psychologe Kramer und seine Kollegen (1999) ältere Erwachsene, die entweder einer Ausdauer-Trainingsgruppe zugeordnet wurden oder einer Gymnastik- & Kräftigungsgruppe. Die erste Gruppe zeigte verglichen mit der zweiten nach dem Training verbesserte Leistungen nicht nur in der Ausdauer, sondern auch in Tests, die bestimmte Gehirnfunktionen messen. Förder-

20 18 Abschlussbericht Pfiff liche Effekte von Ausdauertraining auf die geistige Leistungsfähigkeit wurden in vielen weiteren Studien gefunden, welche Ausdauertrainingsgruppen mit Kontrollgruppen verglichen. Eine berühmte Arbeit aus der Kramer-Gruppe fasste 18 gut kontrollierte Studien zur Wirkung körperlichen Trainings auf verschiedene kognitive Funtionen zusammen (2003). Ausdauertraining zeigte einen robusten positiven Effekt auf die kognitive Leistung, besonders auf bestimmte fluide Funktionen, die sog. exekutiven Kontrollfunktionen. Dies sind jene eingangs schon erwähnten Hirnfunktionen, die im Alter tendenziell nachlassen, und die vielen sehr komplexen kognitiven Leistungen zugrunde liegen wie z. B. der Unterdrückung von ablenkender Information. Mechanismen des Zusammenhangs Welche Mechanismen sind nun für die positive Wirkung von Bewegung und körperlicher Aktivität auf die geistige Leistungsfähigkeit verantwortlich? Dazu sind Studien besonders aufschlussreich, die Veränderungen am Gehirn direkt untersuchen. Beim Menschen ist das natürlich nicht möglich. Allerdings kann man z. B. mit der Magnet-Resonanz-Tomographie (MRT) die Gehirnaktivität und -struktur messen. Hier zeigte sich bei einigen Untersuchungen ein Effekt von körperlicher Bewegung auf Veränderungen in der Hirnstruktur (S. J. Colcombe et al., 2003) oder in der Hirndurchblutung (S. J. Colcombe et al., 2004). In letzter Zeit wird besonders der Einfluss von Neurotrophinen, vor allem dem sog. brain derived neurotrophic factor (BDNF) diskutiert. Neurotrophine (Eiweiße) werden von unserem Gehirn produziert, wirken als Wachstumsfaktoren im Nervensystem und beeinflussen die Signalweitergabe und die Bildung von neuen Kontakten zwischen den Nervenzellen (Lessmann et al., 2003). Das Neurotrophin BDNF ist nicht nur bei der frühen Gehirnentwicklung und Reifung in den ersten Lebensjahren und in der Kindheit wichtig. Es wirkt über den gesamten Entwicklungs- und Alternsprozess des Gehirns. BDNF ist besonders wichtig für Lernen und Gedächtnisbildung; die Produktion von BDNF wird im Gehirn durch körperliche Bewegung angeregt (Kramer et al., 2006). Geistige Aktivität und kognitive Leistungsfähigkeit Je nach Ausbildung und täglichem Umgang mit kognitiven Ressourcen ( Use it or lose it ) können kognitive, insbesondere fluide, Funktionen bei Älteren gegenüber Jüngeren defizitär sein, oder aber auf gleichem Niveau. Wie bereits dargelegt fördert geistige Herausforderung im Beruf die kognitive Leistungsfähigkeit. Das gleiche gilt für den Alltag: Wer anspruchsvolle Hobbies pflegt, wie Gesellschaftsspiele und Tanzen, ist im Alter geistig fitter und entwickelt seltener eine Demenz (z. B. Hultsch et al., 1999) (Verghese et al. 2003). Die Frage ist, ob auch das Training einzelner oder mehrerer kognitiver Funktionen durch ein formales Traning verbessert werden können, wie es z. B. beim

Förderung mentaler Fitness bei älteren Beschäftigten durch individuelle und arbeitsbezogene Maßnahmen

Förderung mentaler Fitness bei älteren Beschäftigten durch individuelle und arbeitsbezogene Maßnahmen Förderung mentaler Fitness bei älteren Beschäftigten durch individuelle und arbeitsbezogene Maßnahmen Prof. Dr.med. Dipl.-Psych. Dipl.-Ing. Michael Falkenstein Leiter Alternsforschung am IfADo falkenstein@ifado.de

Mehr

Macht Bewegung schlau?

Macht Bewegung schlau? Macht Bewegung schlau? Prof. Dr. Petra Jansen Universität Regensburg inhaltsverzeichnis Schlau? - ein Überblick über die kognitiven Fähigkeiten kurzfristige Auswirkungen von Bewegung langfristige Auswirkungen

Mehr

Gesund und leistungsfähig bis zur Rente: Erwartungen an das betriebliche Alter(n)smanagement

Gesund und leistungsfähig bis zur Rente: Erwartungen an das betriebliche Alter(n)smanagement Gesund und leistungsfähig bis zur Rente: Erwartungen an das betriebliche Alter(n)smanagement 08.12.2011 Wir über uns: Daten und Fakten Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) Bundeseinrichtung

Mehr

Aspekte effizienter Arbeitsplatzgestaltung

Aspekte effizienter Arbeitsplatzgestaltung Aspekte effizienter Arbeitsplatzgestaltung Dr. Andreas Liebl Fraunhofer Institut t für Bauphysik Kognitive Ergonomie in Arbeitsräumen andreas.liebl@ibp.fraunhofer.de f d Arbeitswelt im Wandel Globalisierung

Mehr

Zur Leistungsfähigkeit älterer Arbeitnehmer vielfach unterschätzt und wenig gefördert?

Zur Leistungsfähigkeit älterer Arbeitnehmer vielfach unterschätzt und wenig gefördert? Zur Leistungsfähigkeit älterer Arbeitnehmer vielfach unterschätzt und wenig gefördert? Prof. Dr. Kurt H. Stapf Psychologisches Institut, Universität Tübingen Email: stapf@uni-tuebingen.de 1 Die Problemlage

Mehr

Auf dem Weg zu neuer Vitalität

Auf dem Weg zu neuer Vitalität Auf dem Weg zu neuer Vitalität www.purevitality.ch Nutzen Sie die Kraft Ihres Wohlbefindens. Ihre Zeit ist knapp und wertvoll. Damit Sie sie optimal nutzen können, brauchen Sie einen Körper, in dem Sie

Mehr

Sport und Ernährung. weniger Gewicht, niedrigerer Blutdruck, geringere Cholesterinwerte. Gemeinschaftspraxis

Sport und Ernährung. weniger Gewicht, niedrigerer Blutdruck, geringere Cholesterinwerte. Gemeinschaftspraxis Sport und Ernährung weniger Gewicht, niedrigerer Blutdruck, geringere Cholesterinwerte Gemeinschaftspraxis Diabetologische Schwerpunktpraxis Hausärztliche Versorgung Gelbfieberimpfstelle Dr. med. Ottmar

Mehr

MEHR WOHLBEFINDEN FÜR MENSCHEN IN SENIOREN-EINRICHTUNGEN

MEHR WOHLBEFINDEN FÜR MENSCHEN IN SENIOREN-EINRICHTUNGEN MEHR WOHLBEFINDEN FÜR MENSCHEN IN SENIOREN-EINRICHTUNGEN Das innovative Gehirn- und Körpertraining zur Steigerung der Lebensqualität Dr. Kathrin Adlkofer Geschäftsführende Gesellschafterin Willkommen bei

Mehr

Berufsbezogene Leistungsmotivation und Leistungsorientierung älterer Arbeitnehmer

Berufsbezogene Leistungsmotivation und Leistungsorientierung älterer Arbeitnehmer Berufsbezogene Leistungsmotivation und Leistungsorientierung älterer Arbeitnehmer - Ergebnisse eines explorativen Forschungsprojektes - Fachtagung: Chancen für Ältere? Neue Forschungsergebnisse zur Arbeitsmarktsituation

Mehr

8 Tipps für die Steigerung der Gehirnleistung für ältere Gehirne. Mike Trepte brainstore in der Buchhandlung unibuch

8 Tipps für die Steigerung der Gehirnleistung für ältere Gehirne. Mike Trepte brainstore in der Buchhandlung unibuch 8 Tipps für die Steigerung der Gehirnleistung für ältere Gehirne Mike Trepte brainstore in der Buchhandlung unibuch Tipp 1: Bewegung Ideal: 3x die Woche 30 Minuten bei moderatem Puls; gleichmäßiger und

Mehr

Kognitive Entwicklung im Alter Prävention und Intervention. 5. Vorlesung Ausgewählte Materialien (Nur zum persönlichen Gebrauch)

Kognitive Entwicklung im Alter Prävention und Intervention. 5. Vorlesung Ausgewählte Materialien (Nur zum persönlichen Gebrauch) 2 2 1 1-2 3-6 - 8 9 1 11 12-14 1-17 18-21 MMSE Score Universität des 3. Lebensalters, Frankfurt am Main: Stiftungsgastdozentur für Soziale Gerontologie Kognitive Entwicklung im Prävention und Intervention

Mehr

Wissenschaftliche Studien über QI GONG

Wissenschaftliche Studien über QI GONG Wissenschaftliche Studien über QI GONG Im asiatischen Raum wird Qi Gong schon seit mehreren Jahrzehnten erfolgreich wissenschaftlich untersucht. Wissenschaftliche Fakten untermauern somit die Wirksamkeit

Mehr

Stärkung der psychischen Gesundheit am Arbeitsplatz. 6. Arbeitsschutz-Forum Berlin, 31. August 2011

Stärkung der psychischen Gesundheit am Arbeitsplatz. 6. Arbeitsschutz-Forum Berlin, 31. August 2011 Dr. Gabriele Richter Gruppe 3.5: Psychische Belastungen, Betriebliches Gesundheitsmanagement Stärkung der psychischen Gesundheit am Arbeitsplatz 6. Arbeitsschutz-Forum Berlin, 31. August 2011 Ausgangspunkte

Mehr

Die Beschäftigung Älterer als Herausforderung für die Interessenvertretung

Die Beschäftigung Älterer als Herausforderung für die Interessenvertretung Die Beschäftigung Älterer als Herausforderung für die Interessenvertretung Älter werden im Betrieb Arbeiterkammer Oberösterreich Linz 4. 2. 2014 Gefühl der Nutzlosigkeit Früher haben Sie älter werden

Mehr

Zukunft Gesundheit 2013 Jungen Bundesbürgern auf den Puls gefühlt

Zukunft Gesundheit 2013 Jungen Bundesbürgern auf den Puls gefühlt Zukunft Gesundheit 2013 Jungen Bundesbürgern auf den Puls gefühlt Eine Umfrage unter 18- bis 34-Jährigen im Auftrag der Schwenninger Krankenkasse und in Kooperation mit der Stiftung Die Gesundarbeiter

Mehr

Bewegung einmal anders Sturzprophylaxe sowie Erhalt und Verbesserung von Lern- und Gedächtnisleistungen im Alter durch ostasiatische Kampfkunst

Bewegung einmal anders Sturzprophylaxe sowie Erhalt und Verbesserung von Lern- und Gedächtnisleistungen im Alter durch ostasiatische Kampfkunst Bewegung einmal anders Sturzprophylaxe sowie Erhalt und Verbesserung von Lern- und Gedächtnisleistungen im Alter durch ostasiatische Kampfkunst Peter Emmermacher & Kerstin Witte Shaker Verlag 2012 Vorwort

Mehr

Vitalstoffkrise schützen!

Vitalstoffkrise schützen! Das Elefanten Syndrom Abgase Alkohol Bewegungsmangel Burnout-Syndrom Fastfood Elektrosmog Industrienahrung Kantinenessen OZON MIKROWELLE Rauchen ÜBERGEWICHT STRESS Vitaminverlust Wie Sie Ihre Gesundheit

Mehr

balancierten Führungspersönlichkeit

balancierten Führungspersönlichkeit DER Wegbegleiter zur balancierten Führungspersönlichkeit DAS INDIVIDUELLE HEALTH MANAGEMENT-PROGRAMM Was ist IN BALANCE? IN BALANCE ist ein individuelles Health Management-Programm für Ihre Führungskräfte

Mehr

Marktplatz Gesundheit: Wie misst man psychische Belastungen? B A D GmbH, IHK FFM 26.02.15 Tabea Matthies

Marktplatz Gesundheit: Wie misst man psychische Belastungen? B A D GmbH, IHK FFM 26.02.15 Tabea Matthies B A D-Gruppe 07/2014 Version_03.12.2014_ck Marktplatz Gesundheit: Wie misst man psychische Belastungen? B A D GmbH, IHK FFM 26.02.15 Tabea Matthies Übersicht Wie misst man psychische Belastungen? 1 Grundlagen

Mehr

Kurzversion der KoGA-Mitarbeiterbefragung zum Betrieblichen Gesundheitsmanagement Schwerpunkt: Verwaltungstätigkeit

Kurzversion der KoGA-Mitarbeiterbefragung zum Betrieblichen Gesundheitsmanagement Schwerpunkt: Verwaltungstätigkeit Kurzversion der KoGA-Mitarbeiterbefragung m Betrieblichen Gesundheitsmanagement Schwerpunkt: Verwaltungstätigkeit Impressum Herausgeber Unfallkasse des Bundes Abteilung Arbeitsschutz und Prävention Weserstraße

Mehr

Zum Einfluss des Computers auf die Raumvorstellung eine differenzielle Analyse bei Studierenden von Computerwissenschaften

Zum Einfluss des Computers auf die Raumvorstellung eine differenzielle Analyse bei Studierenden von Computerwissenschaften Zum Einfluss des Computers auf die Raumvorstellung eine differenzielle Analyse bei Studierenden von Computerwissenschaften Claudia Quaiser-Pohl, Wolfgang Lehmann, Kirsten Jordan, Jörg R.J. Schirra Otto-von-Guericke-Universität

Mehr

Abstract Professor Dr. Holger Ziegler Fakultät für Erziehungswissenschaft, Universität Bielefeld

Abstract Professor Dr. Holger Ziegler Fakultät für Erziehungswissenschaft, Universität Bielefeld Abstract Professor Dr. Holger Ziegler Fakultät für Erziehungswissenschaft, Universität Bielefeld Auswirkungen von Alleinerziehung auf Kinder in prekärer Lage - 1 - Einleitung Der Familienstatus Alleinerziehung

Mehr

Der Weg zurück in den ersten Arbeitsmarkt

Der Weg zurück in den ersten Arbeitsmarkt Forschungsbereich Klinische und Soziale Psychiatrie Prof. Dr. med. Dipl.-Psych. Wulf Rössler www.puk-west.unizh.ch/de/aktuell/index.shtml Supported Employment Das Modell Supported Employment Die Studie

Mehr

Kommunikationswege von Unternehmen Ergebnisse einer Unternehmensbefragung

Kommunikationswege von Unternehmen Ergebnisse einer Unternehmensbefragung Kommunikationswege von Unternehmen Ergebnisse einer Unternehmensbefragung Die Befragung erfolgte im Rahmen des Projekts AKKu Arbeitsfähigkeit in kleinen Unternehmen erhalten und wurde vom Lehrstuhl und

Mehr

Angebote für ein Betriebliches Gesundheitsmanagement. SSC-Optimiert, Markus Schmid, Hofstrasse 18, 5073 Gipf-Oberfrick, 062 871 67 38

Angebote für ein Betriebliches Gesundheitsmanagement. SSC-Optimiert, Markus Schmid, Hofstrasse 18, 5073 Gipf-Oberfrick, 062 871 67 38 Angebote für ein Betriebliches Gesundheitsmanagement 1 Modulübersicht Konzeptentwicklung Betriebliches Gesundheitsmanagement Sensibilisierung des Kaders Bewegungsworkshop Wissen Bewegung verstehen Bewegungsintelligenz,

Mehr

Tabelle 6a: Deskriptive Statistiken der metrischen Variablen

Tabelle 6a: Deskriptive Statistiken der metrischen Variablen Ergebnisse 77 5 Ergebnisse Das folgende Kapitel widmet sich der statistischen Auswertung der Daten zur Ü- berprüfung der Hypothesen. Die hier verwendeten Daten wurden mit den in 4.3 beschriebenen Instrumenten

Mehr

Cloud Computing in Industrie 4.0 Anwendungen: Potentiale und Herausforderungen

Cloud Computing in Industrie 4.0 Anwendungen: Potentiale und Herausforderungen Cloud Computing in Industrie 4.0 Anwendungen: Potentiale und Herausforderungen Bachelorarbeit zur Erlangung des akademischen Grades Bachelor of Science (B.Sc.) im Studiengang Wirtschaftsingenieur der Fakultät

Mehr

Befragung und empirische Einschätzung der Praxisrelevanz

Befragung und empirische Einschätzung der Praxisrelevanz Befragung und empirische Einschätzung der Praxisrelevanz eines Vorgehensmodells zur Auswahl von CRM-Systemen D I P L O M A R B E I T zur Erlangung des Grades eines Diplom-Ökonomen der Wirtschaftswissenschaftlichen

Mehr

1. Einleitung. 1.1. Ausgangssituation

1. Einleitung. 1.1. Ausgangssituation 1. Einleitung In der vorliegenden Arbeit wird untersucht, welche Faktoren den erfolgreichen Ausgang eines Supply-Chain-Projektes zwischen zwei Projektpartnern beeinflussen. Dazu werden zum einen mögliche

Mehr

Head-Mounted Displays Beanspruchung im Langzeiteinsatz

Head-Mounted Displays Beanspruchung im Langzeiteinsatz Head-Mounted Displays Beanspruchung im Langzeiteinsatz 3. Expertenworkshop Datenbrillen 3. Juni. 2013 Matthias Wille / Britta Grauel Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin Gruppe 2.3: Human

Mehr

Prävention psychischer Störungen am Arbeitsplatz

Prävention psychischer Störungen am Arbeitsplatz Prävention psychischer Störungen am Arbeitsplatz PD Dr. Katarina Stengler Universität Leipzig, Medizinische Fakultät Zentrum für Psychische Gesundheit Tagung: Zukunft Prävention Herausforderung Seelische

Mehr

Die Einnahme der Präparate BioMarine 570, BioMarine 1140 und BioCardine 900 durch Frauen in der Brutzeit.

Die Einnahme der Präparate BioMarine 570, BioMarine 1140 und BioCardine 900 durch Frauen in der Brutzeit. Herr Dr. Karol Włodarczyk Ginekologe- Gebutshelfer Spezialist für Transfuziologie Sexuologe Specjalistyczny Gabinet Lekarski Tarnów 1 Die Einnahme der Präparate BioMarine 570, BioMarine 1140 und BioCardine

Mehr

Psychische Gesundheit und Arbeit. Dr. med. Olaf Tscharnezki Unilever Deutschland

Psychische Gesundheit und Arbeit. Dr. med. Olaf Tscharnezki Unilever Deutschland Psychische Gesundheit und Arbeit Dr. med. Olaf Tscharnezki Unilever Deutschland Dr. med. Olaf Tscharnezki 98 95 61 59 Was will die Arbeitsmedizin? 1. Beobachtung und Begleitung des sozialen und technologischen

Mehr

Gene, Umwelt und Aktivität

Gene, Umwelt und Aktivität Neuigkeiten aus der Huntington-Forschung. In einfacher Sprache. Von Wissenschaftlern geschrieben Für die Huntington-Gemeinschaft weltweit. Ein aktiver Lebensstil beeinflusst vielleicht die Krankheitssymptome

Mehr

Einblick in Grundlagenforschung und Anwendung. Adrian Schwaninger, Dr. phil. Aviation Security Technologie. X-Ray Screening

Einblick in Grundlagenforschung und Anwendung. Adrian Schwaninger, Dr. phil. Aviation Security Technologie. X-Ray Screening UNI VER SITY OF ZURIC H MPI FOR BIOLOGICAL CYBERNETICS Allgemeine Psychologie III: Wahrnehmung Einblick in Grundlagenforschung und Anwendung Adrian Schwaninger, Dr. phil. Psychologisches Institut der Universität

Mehr

...trauen Sie sich wieder...

...trauen Sie sich wieder... ...trauen Sie sich wieder... Ernährung Wohlbefinden und Vitalität sind wesentliche Voraussetzungen für die persönliche Lebensqualität bis ins hohe Alter. Das Älter werden selbst ist leider nicht zu verhindern

Mehr

Stadien-Erfassung. Nein, aber ich habe die feste Absicht dazu.

Stadien-Erfassung. Nein, aber ich habe die feste Absicht dazu. Stadien-Erfassung Haben Sie in der letzten Zeit körperliche Aktivität an 2 oder mehr Tagen pro Woche für mindestens 20 Minuten ausgeübt? Bitte kreuzen Sie die Aussage an, die auf Sie am besten zutrifft.

Mehr

Fehler und Fehlerkultur im Krankenhaus

Fehler und Fehlerkultur im Krankenhaus Fehler und Fehlerkultur im Krankenhaus Dr. Nils Löber 5. Symposium Septische Unfallchirurgie und Orthopädie Ingolstadt, 28.01.2012 Zum Hintergrund des Themas und des Referenten Fehlerkultur im Krankenhaus

Mehr

DER BMW GROUP CHANGE MONITOR: VERTRAUEN TROTZ VERUNSICHERUNG. BEST PRACTICE ZUR STIFTUNG VON VERTRAUEN IN EINER UNSICHEREN ZEIT.

DER BMW GROUP CHANGE MONITOR: VERTRAUEN TROTZ VERUNSICHERUNG. BEST PRACTICE ZUR STIFTUNG VON VERTRAUEN IN EINER UNSICHEREN ZEIT. Bodensee-Forum Personalmanagement 2012, 10.05.2012 DER BMW GROUP CHANGE MONITOR: VERTRAUEN TROTZ VERUNSICHERUNG. BEST PRACTICE ZUR STIFTUNG VON VERTRAUEN IN EINER UNSICHEREN ZEIT. BEGLEITUNG DER STRATEGIEIMPLEMENTIERUNG

Mehr

12.10.2010. Kinder- und Jugendalter Ende oder Anfang aller Probleme? Optimale Ernährung von Jugendlichen. Warum brauchen wir Nahrung?

12.10.2010. Kinder- und Jugendalter Ende oder Anfang aller Probleme? Optimale Ernährung von Jugendlichen. Warum brauchen wir Nahrung? Warum brauchen wir Nahrung? Kinder- und Jugendalter Ende oder Anfang aller Probleme? Optimale Ernährung von Jugendlichen Ass Prof Dr Petra Rust Institut für Ernährungswissenschaften der Universität Wien

Mehr

PSA-Test vager Nutzen? Dr. med. Friedrich R. Douwes Ärztlicher Direktor Klinik St. Georg, Bad Aibling

PSA-Test vager Nutzen? Dr. med. Friedrich R. Douwes Ärztlicher Direktor Klinik St. Georg, Bad Aibling PSA-Test vager Nutzen? Ärztlicher Direktor Klinik St. Georg, Bad Aibling Streitfall PSA-Test Krebsfrüherkennung Der Test kann Leben retten, aber auch zu unnötigen Maßnahmen bei gesunden Männern führen

Mehr

Gesundheitsgefahren durch Mobilfunk? Alexander Lerchl Jacobs-University Bremen

Gesundheitsgefahren durch Mobilfunk? Alexander Lerchl Jacobs-University Bremen Gesundheitsgefahren durch Mobilfunk? Alexander Lerchl Jacobs-University Bremen Hintergrund Die Besorgnis der Bevölkerung ist relativ konstant bei ca. 30%. Eine Beeinträchtigung der eigenen Gesundheit wird

Mehr

Thesen zu einer zeitgemäßen Fortbildung und Personalentwicklung von Lehrerinnen und Lehrern in den MINT-Fächern

Thesen zu einer zeitgemäßen Fortbildung und Personalentwicklung von Lehrerinnen und Lehrern in den MINT-Fächern Nationales MINT Forum (Hrsg.) Thesen zu einer zeitgemäßen Fortbildung und Personalentwicklung von Lehrerinnen und Lehrern in den MINT-Fächern Empfehlungen des Nationalen MINT Forums (Nr. 4) aus der Arbeitsgruppe

Mehr

Die Interferenz von flexiblen Arbeitszeiten mit der Nutzbarkeit arbeitsfreier Zeit Ein Prädiktor für soziale Beeinträchtigungen

Die Interferenz von flexiblen Arbeitszeiten mit der Nutzbarkeit arbeitsfreier Zeit Ein Prädiktor für soziale Beeinträchtigungen Die Interferenz von flexiblen Arbeitszeiten mit der Nutzbarkeit arbeitsfreier Zeit Ein Prädiktor für soziale Beeinträchtigungen Anna Wirtz*, Ole Giebel**, Carsten Schomann**, Friedhelm Nachreiner** *Bundesanstalt

Mehr

MATHIAS FISCHEDICK BUSINESS COACH. LEADING EXCELLENCE Das moderne Trainingsprogramm für erfolgreiches Führen

MATHIAS FISCHEDICK BUSINESS COACH. LEADING EXCELLENCE Das moderne Trainingsprogramm für erfolgreiches Führen MATHIAS FISCHEDICK BUSINESS COACH LEADING EXCELLENCE Das moderne Trainingsprogramm für erfolgreiches Führen Sehr geehrte Interessentin, sehr geehrter Interessent, mein Name ist Mathias Fischedick, ich

Mehr

Renommierte amerikanische Auszeichnung an Grazer Forscher

Renommierte amerikanische Auszeichnung an Grazer Forscher Presseinformation zur sofortigen Freigabe Medizinische Universität Graz, April 2004 Renommierte amerikanische Auszeichnung an Grazer Forscher Erstmals Effekte einer schmerzfreien, optischen Akupunkturstimulation

Mehr

Anleitung für Backup und Absenden des Fragebogens

Anleitung für Backup und Absenden des Fragebogens Anleitung für Backup und Absenden des Fragebogens 1) Für den Zugriff auf die Backup Optionen und Absenden des Fragebogens, Klicken Sie auf "Mailen", die sich auf der letzten Seite des Dokuments : 2) Ein

Mehr

Nutzen von Gesundheitsbildung - Ergebnisse einer retrospektiven Befragung der Teilnehmer der Patientenuniversität. Dr.

Nutzen von Gesundheitsbildung - Ergebnisse einer retrospektiven Befragung der Teilnehmer der Patientenuniversität. Dr. Nutzen von Gesundheitsbildung - Ergebnisse einer retrospektiven Befragung der Teilnehmer der Patientenuniversität Dr. Gabriele Seidel G. Seidel, ML Dierks 2012 Die Patientenuniversität an der MHH Oktober

Mehr

Verlassen Sie den Teufelskreislauf

Verlassen Sie den Teufelskreislauf Verlassen Sie den Teufelskreislauf Wir begleiten Sie! Den Teufelskreislauf verlassen: Wo ist der Ausgang? Menschen mit chronischen Schmerzen haben einen großen Leidensdruck. Ihr Alltag insbesondere ihre

Mehr

Folgen des Alkoholkonsums

Folgen des Alkoholkonsums Gruppe 1: Auswirkungen von Alkohol auf die Leber Info: Das am meisten gefährdete Organ bei Alkoholkonsum ist die Leber. Bei häufigem Alkoholkonsum kommt es zur Fetteinlagerung in den Leberzellen, was als

Mehr

Sportpsychologie und Mentales Training Forschungsbereiche, Anwendungen, Ausbildungsmöglichkeiten

Sportpsychologie und Mentales Training Forschungsbereiche, Anwendungen, Ausbildungsmöglichkeiten Sportpsychologie und Mentales Training Forschungsbereiche, Anwendungen, Ausbildungsmöglichkeiten After-Study-Veranstaltung FAPS, Universität Zürich Zürich, 19. November 2013 Jan Rauch Ausdauersport: Es

Mehr

Die Führungskraft unter Druck. gesund führen und dabei selbst gesund bleiben

Die Führungskraft unter Druck. gesund führen und dabei selbst gesund bleiben Die Führungskraft unter Druck gesund führen und dabei selbst gesund bleiben KWB e.v., Haus der Wirtschaft Hamburg Mittwoch 29. Juli 2015 Dr. med. Olaf Tscharnezki Unilever Deutschland Dr. med. Olaf Tscharnezki

Mehr

Körperliche und geistige Aktivierung

Körperliche und geistige Aktivierung 59 Körperliche und geistige Aktivierung Verena KLUSMANN a und Isabella HEUSER a a Charité Universitätsmedizin Berlin, Klinik und Hochschulambulanz für Psychiatrie und Psychotherapie Zusammenfassung. Der

Mehr

Mehr (Nähr-) Wert für Ihr Unternehmen

Mehr (Nähr-) Wert für Ihr Unternehmen Mehr (Nähr-) Wert für Ihr Unternehmen Partner für eine starke berufliche Zukunft. www.faw.de Unser Rezept für ein gesund funktionierendes Unternehmen...... Mehr (Nähr-) Wert für Ihr Unternehmen Ihre Mitarbeiter

Mehr

Burnout Müssen Unternehmen sich kümmern?

Burnout Müssen Unternehmen sich kümmern? B A D GmbH Herzlich Willkommen Burnout Müssen Unternehmen sich kümmern? Klaus Dobrindt. Mitarbeiter- und Führungskräfteberatung B A D GmbH München, 19. Mai 2014 Müssen Unternehmen sich kümmern? 2 Was bedeutet

Mehr

Gestaltung von Computersimulationen

Gestaltung von Computersimulationen Gestaltung von Computersimulationen Prof. Dr. Günter Daniel Rey Professur E-Learning und Neue Medien 7. Gestaltung von Computersimulationen 1 Überblick Computersimulationen Probleme beim Lernen mit Simulationen

Mehr

Strukturierte curriculäre Fortbildung Gesundheitsförderung und Prävention

Strukturierte curriculäre Fortbildung Gesundheitsförderung und Prävention Strukturierte curriculäre Fortbildung Prävention 3. komplett überarbeitete Auflage Berlin, Oktober 2008 Herausgeber: Bundesärztekammer Texte und Materialien der Bundesärztekammer zur Fortbildung und Weiterbildung

Mehr

Die spezifische Vitaminkombination in nur einer Tablette.

Die spezifische Vitaminkombination in nur einer Tablette. Die spezifische Vitaminkombination in nur einer Tablette. Die gezielte Vitaminergänzung bei medikamentös behandelter Epilepsie. Schließen Sie Ihre Vitaminlücken ganz gezielt. Hinweis EPIVIT ist ein ernährungsmedizinisch

Mehr

Das Arbeitsprogramm Schutz und Stärkung der Gesundheit bei arbeitsbedingter psychischer Belastung der gemeinsamen deutschen Arbeitsschutzstrategie

Das Arbeitsprogramm Schutz und Stärkung der Gesundheit bei arbeitsbedingter psychischer Belastung der gemeinsamen deutschen Arbeitsschutzstrategie Das Arbeitsprogramm Schutz und Stärkung der Gesundheit bei arbeitsbedingter psychischer Belastung der gemeinsamen deutschen Arbeitsschutzstrategie (GDA Psyche) Seite 1 Leiter Prävention Unfallkasse Hessen

Mehr

Roche Diagnostics Service Oft sind es die kleinen Dinge, die Großes bewegen

Roche Diagnostics Service Oft sind es die kleinen Dinge, die Großes bewegen Roche Diagnostics Service Oft sind es die kleinen Dinge, die Großes bewegen 2 Was wir glauben Roche ist ein weltweit führendes Unternehmen im Bereich der Diagnostik. Wir konzentrieren uns darauf, medizinisch

Mehr

Geistig fit im Beruf! Wege für ältere Arbeitnehmer zur Stärkung der grauen Zellen

Geistig fit im Beruf! Wege für ältere Arbeitnehmer zur Stärkung der grauen Zellen Geistig fit im Beruf! Wege für ältere Arbeitnehmer zur Stärkung der grauen Zellen Die Initiative Neue Qualität der Arbeit ist eine gemeinsame Initiative von Bund, Ländern, Verbänden und Institutionen der

Mehr

Stressoren und Ressourcen erkennen und sichtbar machen. Bewegungsorientierte Gesundheitsförderung in den Tagesablauf integrieren.

Stressoren und Ressourcen erkennen und sichtbar machen. Bewegungsorientierte Gesundheitsförderung in den Tagesablauf integrieren. Stressoren und Ressourcen erkennen und sichtbar machen. Persönliche und betriebliche Ressourcen stärken um den Arbeitsalltag gesund zu bewältigen. Bewegungsorientierte Gesundheitsförderung in den Tagesablauf

Mehr

Unterrichtsmaterialien in digitaler und in gedruckter Form. Auszug aus: Welche Berufe haben Zukunft? - Arbeitswelt im Wandel

Unterrichtsmaterialien in digitaler und in gedruckter Form. Auszug aus: Welche Berufe haben Zukunft? - Arbeitswelt im Wandel Unterrichtsmaterialien in digitaler und in gedruckter Form Auszug aus: Welche Berufe haben Zukunft? - Arbeitswelt im Wandel Das komplette Material finden Sie hier: Download bei School-Scout.de I Arbeit

Mehr

Karriere als Lebensstil

Karriere als Lebensstil Karriere als Lebensstil Ein Beitrag in Wirtschaftspsychologie aktuell, Deutscher Psychologen Verlag GmbH eine Rezension Es war einmal... eine Zeit, da bedeutete Karriere, beruflich den möglichst direkten

Mehr

Rauchen bis kurz vor Bekanntwerden einer Schwangerschaft: Physiologische Beeinträchtigung im Kindergartenalter?

Rauchen bis kurz vor Bekanntwerden einer Schwangerschaft: Physiologische Beeinträchtigung im Kindergartenalter? Rauchen bis kurz vor Bekanntwerden einer Schwangerschaft: Physiologische Beeinträchtigung im Kindergartenalter? Marc Jarczok, Sven Schneider, Joachim E. Fischer, Freia De Bock 1 Mannheimer Institut für

Mehr

Insbesondere Befragte ab 60 Jahren würden am ehesten für die Welternährung bzw. die Bekämpfung des Welthungers spenden.

Insbesondere Befragte ab 60 Jahren würden am ehesten für die Welternährung bzw. die Bekämpfung des Welthungers spenden. Welternährung Datenbasis: 1.007 Befragte Erhebungszeitraum: 11. bis 15. August 2014 statistische Fehlertoleranz: +/- 3 Prozentpunkte Auftraggeber: K+S Aktiengesellschaft Angenommen, sie hätten eine Milliarde

Mehr

Best Age Seminare Initiative für eine altersgerechte Personalentwicklung. Best Age Seminare zur Unterstützung altersgerechter Personalentwicklung

Best Age Seminare Initiative für eine altersgerechte Personalentwicklung. Best Age Seminare zur Unterstützung altersgerechter Personalentwicklung Best Age Seminare zur Unterstützung altersgerechter Personalentwicklung Zielgruppe: Fach- und / oder Führungskräfte Erfolg durch persönliche Kompetenz In Ihrem Arbeitsumfeld sind Sie an Jahren und Erfahrung

Mehr

Die spezifische Vitaminkombination in nur einer Tablette.

Die spezifische Vitaminkombination in nur einer Tablette. Die spezifische Vitaminkombination in nur einer Tablette. Die gezielte Vitaminergänzung bei medikamentös behandeltem Morbus Parkinson. Schließen Sie Ihre Vitaminlücken ganz gezielt. Hinweis PARKOVIT ist

Mehr

Erfolgreich als Medical Advisor und Medical Science Liaison Manager

Erfolgreich als Medical Advisor und Medical Science Liaison Manager Erfolgreich als Medical Advisor und Medical Science Liaison Manager Günter Umbach Erfolgreich als Medical Advisor und Medical Science Liaison Manager Wie Sie effektiv wissenschaftliche Daten kommunizieren

Mehr

Cardiac Monitoring in Motion. Work-Life-Balance to go.

Cardiac Monitoring in Motion. Work-Life-Balance to go. Cardiac Monitoring in Motion. Work-Life-Balance to go. Cardiac Monitoring in Motion. Moderne Medizin reicht über die Arztpraxis hinaus. Herzmessungen mit clue medical immer und überall. Ärzte und Patienten

Mehr

Aktuelle Aspekte zur Alternativmedizin und was ich selber tun kann Dr. med. Claudia Heesch Frauenklinik DRK Kliniken Berlin Westend Schulmedizin und/oder Alternativmedizin? Alternative Therapien: Behandlungen,

Mehr

Schließen Sie gezielt Vitaminlücken bei Epilepsie.

Schließen Sie gezielt Vitaminlücken bei Epilepsie. Schließen Sie gezielt Vitaminlücken bei Epilepsie. Weitere Fragen zum Thema Vitaminlücken bei Epilepsie beantworten wir Ihnen gerne: Desitin Arzneimittel GmbH Abteilung Medizin Weg beim Jäger 214 22335

Mehr

Funktionelles Ganzkörpertraining

Funktionelles Ganzkörpertraining Wer Wo Warum Alle Altersgruppen, je nach Kurs aufgeteilt Im Freien, Yogilates Spiez, Fitself Spiez, n.v. Körper und Geist ganzheitlich trainieren -> mehr Leistung und Wohlbefinden KURSANGEBOT Funktionelles

Mehr

Tipps. Goldene. Wer sich regelmäßig körperlich bewegt, fördert seine Gesundheit und beugt Herz- und Gefäßkrankheiten. für ein herzgesundes Leben

Tipps. Goldene. Wer sich regelmäßig körperlich bewegt, fördert seine Gesundheit und beugt Herz- und Gefäßkrankheiten. für ein herzgesundes Leben Wer sich regelmäßig körperlich bewegt, fördert seine Gesundheit und beugt Herz- und Gefäßkrankheiten wirksam vor. Kzenon - Fotolia.com Ideal ist, wenn Sie 4- bis 5-mal pro Woche 30 45 Minuten z.b. joggen,

Mehr

Studie. zur Wirksamkeit von Bewegungsprogrammen im Freiraum. Kurzfassung. Sportgeräte M SSattler & Mahlitz

Studie. zur Wirksamkeit von Bewegungsprogrammen im Freiraum. Kurzfassung. Sportgeräte M SSattler & Mahlitz Studie zur Wirksamkeit von Bewegungsprogrammen im Freiraum Kurzfassung Sportgeräte M SSattler & Mahlitz Studiensteckbrief Das Ziel Untersuchung zur Wirksamkeit und Nachhaltigkeit von Bewegungsprogrammen

Mehr

Gesund führen - den passenden Ton treffen

Gesund führen - den passenden Ton treffen Gesund führen - den passenden Ton treffen 8. Sparkassen-Callcenter Qualitätstage Münster 29. / 30.12.2011 Tanja Hartwig, Effektive Kundenbetreuung Olefshof, Hauptstr. 61 51143 Köln Tel.: 02203-896446 -

Mehr

Weniger Kinder weniger Rente? Prof. Dr. Federico Foders Institut für Weltwirtschaft an der Universität Kiel

Weniger Kinder weniger Rente? Prof. Dr. Federico Foders Institut für Weltwirtschaft an der Universität Kiel Weniger Kinder weniger Rente? Prof. Dr. Federico Foders Institut für Weltwirtschaft an der Universität Kiel Federico Foders 2 GLIEDERUNG Einführung: Die demographischen Fakten Risiken der umlagefinanzierten

Mehr

Wie kann man Kreativität und Innovation fördern? Psychologische Ansätze zum Ideenmanagement

Wie kann man Kreativität und Innovation fördern? Psychologische Ansätze zum Ideenmanagement Wie kann man Kreativität und Innovation fördern? Psychologische Ansätze zum Ideenmanagement Dipl.-Psych. Sandra Ohly Institut f. Psychologie TU Braunschweig Vorschau Psychologische Modelle der Kreativitäts

Mehr

weg-mit-dem-rückenschmerz.de

weg-mit-dem-rückenschmerz.de Energie Ernährung Bewegung 3-Elemente-Medizin nach Dr. Josef Fischer weg-mit-dem-rückenschmerz.de Mehr Lebensqualität durch Bewegung Medizinische Trainingstherapien in der Praxis Dr. med. Josef Fischer

Mehr

Gesundheitliche Vor- und Nachteile einer vegetarischen Ernährung

Gesundheitliche Vor- und Nachteile einer vegetarischen Ernährung Eidgenössische Ernährungskommission Bundesamt für Gesundheit CH-3003 Bern Commission fédérale de l alimentation Commissione federale per l alimentazione Zusammenfassung Gesundheitliche Vor- und Nachteile

Mehr

Work-Life Balance in der Hausarztmedizin

Work-Life Balance in der Hausarztmedizin Universitäres Zentrum für Hausarztmedizin beider Basel / () Work-Life Balance in der Hausarztmedizin Wenn die Wertschätzung ausbleibt führt das zum work-familiy Konflikt? Andreas Zeller 16. April 2015

Mehr

Train the-trainer-seminar Stressmanagement

Train the-trainer-seminar Stressmanagement Train the-trainer-seminar Stressmanagement Lernziele Die Schulung bietet eine fundierte Qualifikation für die praktische Arbeit mit Verhaltenstrainings zum Stressmanagement. Grundlage hierfür ist das Gesundheitsförderungsprogramm

Mehr

Information für die Presse 17.06.2011

Information für die Presse 17.06.2011 Information für die Presse 17.06.2011 Das Leibniz-Institut für Altersforschung in Jena baut seine Beziehungen zu China weiter aus: Neuer Kooperationsvertrag mit chinesischer Eliteuniversität abgeschlossen

Mehr

Beteiligung und Abkehr Jugendlicher im Sport. Das europäische Projekt PAPA und die Empowering Coaching TM Ausbildung

Beteiligung und Abkehr Jugendlicher im Sport. Das europäische Projekt PAPA und die Empowering Coaching TM Ausbildung Beteiligung und Abkehr Jugendlicher im Sport. Das europäische Projekt PAPA und die Empowering Coaching TM Ausbildung Tenero, 25.-26.01.2013 Prof. Philippe Sarrazin Laboratoire Sport et Environnement Social

Mehr

Gesundheitsförderung mit System

Gesundheitsförderung mit System Gesundheitsförderung mit System Dr. Ulrich Birner Siemens AG Corporate Human Resources Environmental Protection, Health Management and Safety (CHR EHS) Berlin For internal use only / Siemens AG 2011. All

Mehr

Mentaltraining im Fußballsport

Mentaltraining im Fußballsport Mentaltraining im Fußballsport Was ist Psychologisches Training?... psychologisches Training mit LeistungssportlerInnen zielt auf die Verbesserung psychischer Handlungsvoraussetzungen zum Zweck der Optimierung

Mehr

Betriebliche Gesundheitsförderung durch Stärkung der Ressourcen

Betriebliche Gesundheitsförderung durch Stärkung der Ressourcen Betriebliche Gesundheitsförderung durch Stärkung der Ressourcen Cornelia Schneider Dipl. Psychologin/ Physiotherapeutin/ Syst. Coach 1 Überblick 1. Gesundheitsmodelle: defizit- vs. ressourcenorientierte

Mehr

Herzlich Willkommen LEBENSLAUF

Herzlich Willkommen LEBENSLAUF Dr. René Paasch Psychologie und Mentale Gesundheit (M.Sc.) Sportpsychologie (M.Sc.) Leistungssport (M.A.) Herzlich Willkommen LEBENSLAUF Berufliche Erfahrungen März 2012 bis Juli 2014 Sept. 2010 bis 2012

Mehr

Das Leben steckt voller Überraschungen. Gut, wenn man darauf vorbereitet ist.

Das Leben steckt voller Überraschungen. Gut, wenn man darauf vorbereitet ist. LEBENSSTANDARD SICHERN VITALIFE Das Leben steckt voller Überraschungen. Gut, wenn man darauf vorbereitet ist. VitaLife bereits ab 15,40 monatlich für eine(n) 24-jährige(n) Mann/Frau* Wenn es darauf ankommt,

Mehr

Fahrähnliche Doppelaufgaben im Labor: Verhaltens- und elektrophysiologische Analysen bei Älteren und Jüngeren

Fahrähnliche Doppelaufgaben im Labor: Verhaltens- und elektrophysiologische Analysen bei Älteren und Jüngeren Fahrähnliche Doppelaufgaben im Labor: Verhaltens- und elektrophysiologische Analysen bei Älteren und Jüngeren Ellen Wilschut, Nele Wild-Wall, Melanie Hahn, Gerhard Rinkenauer und Michael Falkenstein Projektgruppen

Mehr

PSYCHOLOGY. www.fernuni.ch. Meine Uni Wann ich will, wo ich will! Bachelor of Science (B Sc) in. Studium, Arbeit, Familie oder Freizeit? Warum wählen?

PSYCHOLOGY. www.fernuni.ch. Meine Uni Wann ich will, wo ich will! Bachelor of Science (B Sc) in. Studium, Arbeit, Familie oder Freizeit? Warum wählen? Bachelor of Science (B Sc) in PSYCHOLOGY Deutsch oder zweisprachig Deutsch / Französisch Studium, Arbeit, Familie oder Freizeit? Warum wählen? www.fernuni.ch Ein Fernstudium - die perfekte Lösung Ein Fernstudium

Mehr

Ausbildung Betrieblicher. Gesundheitsmanager

Ausbildung Betrieblicher. Gesundheitsmanager Ausbildung Betrieblicher Gesundheitsmanager Ausbildung Viele Unternehmen und Organisationen übernehmen zunehmend Verantwortung für die Gesundheit ihrer Führungskräfte und Mitarbeiter. Fakt ist: Gute Arbeitsbedingungen

Mehr

WAS IST DIABETES? 1. Zucker - Kraftstoff des Menschen

WAS IST DIABETES? 1. Zucker - Kraftstoff des Menschen WAS IST DIABETES? 1. Zucker - Kraftstoff des Menschen Traubenzucker liefert Energie Bei jedem Menschen ist ständig eine geringe Menge Traubenzucker (Glukose) im Blut gelöst. Dieser Blutzucker ist der Kraftstoff

Mehr

Studie zeigt, dass Roche-Prüfmedikament gegen Alzheimerkrankheit typische Eiweissablagerungen aus dem Gehirn entfernt

Studie zeigt, dass Roche-Prüfmedikament gegen Alzheimerkrankheit typische Eiweissablagerungen aus dem Gehirn entfernt Medienmitteilung Basel, den 10. Oktober 2011 Studie zeigt, dass Roche-Prüfmedikament gegen Alzheimerkrankheit typische Eiweissablagerungen aus dem Gehirn entfernt Befunde erhellen, wie dieses Prüfmedikament

Mehr

DIE10 GESÜNDESTEN LEBENSMITTEL. Ihre Nährstoffe. Ihre Aufgaben. Tipps der Gesellschaft für Ernährungsforschung e.v.

DIE10 GESÜNDESTEN LEBENSMITTEL. Ihre Nährstoffe. Ihre Aufgaben. Tipps der Gesellschaft für Ernährungsforschung e.v. DIE10 GESÜNDESTEN LEBENSMITTEL Ihre Nährstoffe. Ihre Aufgaben. Tipps der Gesellschaft für Ernährungsforschung e.v. DIE GESUNDHEITSFÖRDERNDEN NÄHRSTOFFE UNSERER TOP 10 1 BLAUBEEREN: Der dunkelblaue Farbstoff

Mehr

Studie. E-Mail- und Kommunikationsmanagement

Studie. E-Mail- und Kommunikationsmanagement Studie E-Mail- und Kommunikationsmanagement In Kooperation mit Leuphana Universität Lüneburg Inhaltsverzeichnis Einleitung... 3 Methodisches Vorgehen... 4 Kernhypothese... 4 Soziodemographische Daten...

Mehr

HLCA-Verbund / HLCA-Consortium. Health Literacy im Kindes- und Jugendalter als Ziel von Gesundheitsförderung und Primärprävention

HLCA-Verbund / HLCA-Consortium. Health Literacy im Kindes- und Jugendalter als Ziel von Gesundheitsförderung und Primärprävention HLCA-Verbund / HLCA-Consortium Health Literacy im Kindes- und Jugendalter als Ziel von Gesundheitsförderung und Primärprävention [Health Literacy in Childhood and Adolescence (HLCA) A Target for Health

Mehr

Quo vadis HR Interim Management? Executive Summary zur Empirischen Studie Juni 2013

Quo vadis HR Interim Management? Executive Summary zur Empirischen Studie Juni 2013 Quo vadis HR Interim Management? Tendenzen bis 2018. Executive Summary zur Empirischen Studie Juni 2013 Im Nachfolgenden sind die wichtigsten Ergebnisse der Studie Quo vadis HR Interim Management? Tendenzen

Mehr

Karrierebarometer 2014 Karrierepfade und Berufsbilder in der Kommunikationsbranche Auswertung

Karrierebarometer 2014 Karrierepfade und Berufsbilder in der Kommunikationsbranche Auswertung Karrierebarometer 2014 Karrierepfade und Berufsbilder in der Kommunikationsbranche Auswertung Untersuchungsgrundlage: Karrierepfade in der Kommunikationsbranche Thema des Karrierebarometers 2014: Karrierepfade

Mehr

HERZLICH WILLKOMMEN. Monika Mertens

HERZLICH WILLKOMMEN. Monika Mertens HERZLICH WILLKOMMEN. Ernährung Gesundheitsrisiko Nr.1 Ernährungsbedingte Erkrankungen: Belastung der Krankenkassen Mangel im Überfluss Überhang an Makronährstoffen, vor allem Fett und Industriezucker.

Mehr