Fortbildungsübersicht des Heilpädagogischen Fachdienstes für Kindertageseinrichtungen. Januar bis Juli 2013

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1 Fortbildungsübersicht des Heilpädagogischen Fachdienstes für Kindertageseinrichtungen Januar bis Juli Die kollegiale Fallbesprechung 2. Elterngespräche sicher führen 3. Förderung der sozial-emotionalen Kompetenz 4. Kinder mit problematischen Verhaltensweisen im Kindergarten 5. Umgang mit unruhigen und unkonzentrierten Kindern im Kindergarten 6. Prävention von Verhaltensproblemen bei unter dreijährigen Kindern 7. Ich schaffs! Spielerisch und praktisch Lösungen mit Kindern finden 8. Inklusion in Kindertageseinrichtungen 9. Umgang mit Aggressionen im Kindergarten Reha-Südwest Heilpädagogischer Fachdienst Waldhornstr Karlsruhe Tel

2 Kurzbeschreibungen der Fortbildungen 1. Die kollegiale Fallbesprechung Sie werden eine Vorgehensweise zur Fallbesprechung im Team kennenlernen und einüben. Die vorgestellte Methode ermöglicht es, ohne externe Supervision Fallfragen oder fachliche Probleme in der Kindertageseinrichtung zu reflektieren. Das strukturierte Vorgehen erleichtert den Zugang zum Thema, nutzt die Ressourcen und Kenntnisse des gesamten Teams und schafft ein kollegiales Miteinander. Die Methode wird an eigenen Fällen eingeübt. Dauer: ca. 2 Stunden 2. Elterngespräche sicher führen Eltern suchen Kontakt, Verständnis und Rat. Sie wollen mitreden, haben Ansprüche für sich selbst, ihre Kinder und oft hohe Erwartungen an Ihre pädagogische Arbeit. Wir beschäftigen uns mit Bedingungen für gelingende Kommunikation und dem Aufbau und Ablauf von Elterngesprächen bei verschiedenen Gesprächsanlässen. Die Fortbildung will Theorie und Praxis der Gesprächsführung verbinden. Wir vermitteln Grundlagen für das Gespräch mit Eltern als Partner, Handwerkszeug für schwierige Gespräche mit Eltern, damit Sie zukünftig alltägliche und schwierige Gesprächssituationen lösungsorientiert angehen können. 3. Förderung der sozial-emotionalen Kompetenz Welche Bedingungen beeinflussen die sozial-emotionale Entwicklung? Was sind förderliche oder hemmende Faktoren für die Entstehung sozial-emotionaler Kompetenzen? Wir betrachten die kindliche Persönlichkeitsentwicklung, die Wirkung der Rahmenbedingungen und des pädagogischen Handelns und erarbeiten praktische Möglichkeiten, förderliche Bedingungen im Kita-Alltag zu schaffen. Seite 1 von 4

3 4. Kinder mit problematischen Verhaltensweisen im Kindergarten Dieses Angebot soll einen Einblick in das Thema Verhaltensauffälligkeiten in der Kindertageseinrichtung geben. Es werden folgende allgemeine Aspekte betrachtet: Was versteht man unter Verhaltensauffälligkeiten? Wie entstehen Verhaltensauffälligkeiten? Wie kann man im Kindergarten damit umgehen? Es besteht die Möglichkeit, ein bis zwei Fälle aus Ihrem Alltag beispielhaft zu bestimmten Aspekten des Themas zu besprechen. Nach vorheriger Absprache können auch bestimmte Schwerpunkt-Themen vereinbart werden. 5. Umgang mit unruhigen und unkonzentrierten Kindern im Kindergarten Es wird kurz auf die theoretischen Grundlagen von hyperaktivem und unkonzentriertem Verhalten (ADHS) eingegangen. Der Schwerpunkt dieses Angebots liegt jedoch auf folgenden Themen: Wie gewinne ich (wieder) eine professionelle Haltung gegenüber dem betroffenen Kind? Wie können diese Kinder in der Kindertageseinrichtung gefördert werden? Der Vortrag wird durch Übungen bereichert. Es besteht die Möglichkeit, ein bis zwei Fälle aus Ihrem Alltag beispielhaft zu bestimmten Aspekten des Themas zu besprechen. Seite 2 von 4

4 6. Prävention von Verhaltensproblemen bei unter dreijährigen Kindern Immer mehr Kinder unter drei Jahren sollen in Kindertageseinrichtungen betreut werden. Es herrscht zum Teil noch Unsicherheit darüber, wie man diesen kleinen Kindern in der Kita gerecht werden kann. Um die Frage zu beantworten wie man das Auftreten von problematischen Verhaltensweisen bei unter Dreijährigen möglichst verhindern kann, werden die folgenden Themen besprochen: Die sozial-emotionale Entwicklung der Kindes bis zum dritten Lebensjahr Bindungstheorie (J. Bowlby) und Eingewöhnung Bedürfnisse der Kinder bzgl. der Gestaltung des Raumes, der Angebote und des Tagesablaufs Die Veranstaltung richtet sich an Erzieherinnen, die noch wenig Erfahrung mit der Betreuung dieser Altersgruppe haben. Ihre Fragen zu diesem Thema werden bei der Gestaltung der Veranstaltung gerne aufgegriffen. 7. Ich schaffs! - Spielerisch und praktisch Lösungen mit Kindern finden Ich schaffs! ist ein Programm in 15 Schritten für Kinder mit Verhaltensproblemen, Lernschwierigkeiten, Sprachstörungen oder Ängsten. Es soll Kindern helfen, problematische Verhaltensweisen zu überwinden und neue Handlungsmöglichkeiten zu erlernen. Ich schaffs! geht davon aus, dass Kinder keine Probleme haben, sondern dass sie bestimmte Fähigkeiten noch nicht erlernt oder weiterentwickelt haben. In diesem Seminar geht es um eine systemisch lösungsorientierte Sichtweise auf Schwierigkeiten von Kindern. Sie erhalten eine Sammlung von kreativen Ideen und Techniken, um Schwierigkeiten mit Kindern und ggf. auch unter Einbezug der Eltern gemeinsam konstruktiv und spielerisch zu überwinden. An Fallbeispielen werden praktische Umsetzungsmöglichkeiten erarbeitet. Referentin: Diana Bach Dauer: ca. 3 Stunden Seite 3 von 4

5 8. Inklusion in Kindertageseinrichtungen Immer häufiger werden Fachkräfte der Kinderbetreuung mit den Begriffen Integration und Inklusion konfrontiert. In vielen Fällen entsteht Verunsicherung, da der genaue Inhalt dieser Begriffe schwierig zu fassen ist. Es stellen sich Fragen wie: Was genau ist Integration? Was ist Inklusion? Wie lässt sich dies im Kindergartenalltag realisieren? Warum ist dies auch ein relevantes Thema, wenn keine Kinder mit Behinderung die Einrichtung besuchen? Arbeiten wir nicht schon teilweise integrativ bzw. inklusiv? Antworten auf diese und weitere Fragen sollen in der Fortbildung gefunden werden. Dazu wird neben Begriffsklärungen die Gestaltung integrativer Prozesse auf verschiedenen Ebenen thematisiert: Subjektive/persönliche Ebene (Wie beeinflusst meine Haltung die Umsetzung von Integration oder Inklusion?) Gruppenebene (Wie können Kinder mit verschiedenen Bedürfnissen am gemeinsamen Gruppengeschehen beteiligt werden?) Einrichtungsebene (Wie können inklusive Strukturen auf Einrichtungsebene realisiert werden?) 9. Umgang mit Aggressionen im Kindergarten Aggressionen hängen mit den Grundemotionen Ärger, Wut, Hass und Zorn zusammen. Aggressivität als eine Verhaltensbereitschaft oder ein Persönlichkeitsmerkmal, stellt sich als eine übermäßige Ausprägung oder eine reduzierte Kontrolle dieser Emotionen dar. Es gibt unterschiedliche Ausdruckformen von Aggressionen. Sie können u.a. offen oder verdeckt, aktiv oder passiv sein. Sie können körperlich oder verbal ausgedrückt werden, sich gegen andere richten oder gegen sich selbst. Bei der Suche nach den Ursachen von Aggressionen und Aggressivität kann man unterschiedliche Sichtweisen einnehmen, wodurch der Umgang damit maßgeblich beeinflusst wird. Deshalb wird ein gemeinsamer Blick auf das Thema Aggressionen im Kindergarten keine allgemeingültigen Aussagen für den Umgang damit geben können. Aber es können Vorgehensweisen aufgezeigt und diskutiert werden. Referentin: Eva Falkenstein Dauer: ca. 3 Stunden Referentin: Diana Bach Dauer: ca. 4 Stunden Seite 4 von 4

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