Wildbienen im Garten. Lebensweise einer Einsiedlerbiene. Wildbienen im Garten. Eine große Verwandtschaft

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1 Wildbienen im Garten Dipl.-Geograph Volker Fockenberg Naturerlebnispädgagoge, Kirchhellen weiteren ca. 560 in Deutschland wild lebenden Bienenarten aus dem Schatten der Honigbiene hervorzuholen wurde der Begriff Wildbienen geprägt. Bienen werden zusammen mit Wespen und Ameisen zu der Insektenordnung der Hautflügler gezählt. Auf ungefähr schätzt man die Artenzahl der Hautflügler in Mitteleuropa. Wir begegnen den Vertretern dieser größten Insektenordnung auf Schritt und Tritt, denn sie stellen etwa ein Viertel aller heimischen Tierarten. Typische Hautflügler besitzen zwei häutige Flügelpaare (daher auch der Name der Ordnung), von denen das vordere Paar größer ist. Lebensweise einer Einsiedlerbiene Bild 1: Hosenbiene (Dasypoda hirtipes) Die meisten Wildbienenarten leben nicht in Staaten sondern allein. Sie werden daher auch Einsiedlerbienen oder solitäre Bienen genannt. Die Lebensweise einer Einsiedlerbiene wird im Folgenden am Beispiel einer im Siedlungsbereich sehr häufigen Art vorgestellt: Die Rostrote Mauerbiene (Osmia bicornis) (früher O. rufa) Bild 2: Weibchen der Rostroten Mauerbiene auf Apfelblüten-Knospe Wildbienen im Garten Immens ist die Bedeutung von Wildbienen in der Natur und damit auch für uns Menschen. Die emsigen Wildbienen sind unentbehrliche Blütenbestäuber und sorgen für Samen und Früchte. Allein wegen ihrer großen Bedeutung im Naturhaushalt verdienen diese überaus friedfertigen Tiere unsere Aufmerksamkeit und unseren Schutz. Von den in Deutschland lebenden ca. 560 Wildbienenarten sind über die Hälfte gefährdet oder vom Aussterben bedroht. Jeder kann diese kleinen Helfer mit einfachen Mitteln sehr wirkungsvoll unterstützen und ohne große Kosten zum Wildbienenimker werden. Bild 3: Männchen der Rostroten Mauerbiene auf Apfelblüten-Knospe Eine große Verwandtschaft Der Begriff Bienen ist eng mit der bekannten Honigbiene (Apis mellifera) des Imkers verknüpft. Um die 8 bundesverband deutscher gartenfreunde e. v. grüne schriftenreihe 222

2 Aussehen Mauerbienen-Weibchen sind mit 9 bis 12 mm ungefähr so groß wie eine Honigbiene. Der Hinterleib der Rostroten Mauerbiene ist oben rostrot und läuft schwarz aus. Kopf und Bruststück sind dunkel gefärbt. Mauerbienen gehören zu den Bauchsammlerbienen, die den Pollen in einer speziellen Bauchbürste unter dem Hinterleib sammeln. Bei der Rostroten Mauerbiene ist die ungefüllte Bauchbürste dicht gelbbraun behaart. Wildbienen-Männchen sehen anders aus als die artgleichen Weibchen. Allgemein zeichnen sich Männchen durch längere Fühler, einer oft hellen Gesichtsbehaarung (als ob sie einen weißlichen Bart hätten) und der meist geringeren Körpergröße aus. Außerdem fehlen den Männchen der Stachel und die Pollensammelhaare. Bild 4: Bauchsammlerbiene Die Scherenbiene (Osmia florisomnis) sammelt wie die Mauerbiene Pollen in einer Bürste unter dem Hinterleib Verbreitung und Lebensraum Die Rostrote Mauerbiene kommt überall in Deutschland vor und lebt bevorzugt in unseren Gärten und Parks. Bei der Nistplatzwahl erweist sich die Art als ausgesprochen vielseitig. Neben Käferfraßgängen in besonnten, morschen Bäumen sowie in alten, unbehandelten Holzschuppen sind zum Beispiel auch Schilfmatten, Löcher im Verputz von Hauswänden, Türschlösser, Fensterrahmen, Löcher von Gartenstühlen und Gummischläuche begehrte Nistplätze. Auch bei ihren Nahrungspflanzen ist die Mauerbiene nicht besonders wählerisch ist. So wird Pollen und Nektar beispielsweise von Obstbäumen, Brombeeren, Himbeeren, Rosen, Weiden, Raps, Klee und Taubnesseln genutzt. Aufgrund ihrer Anpassungsfähigkeit ist die Rostrote Mauerbiene im Siedlungsbereich die wohl häufigste solitäre Biene und gehört auch zu den ersten Besiedlern von Nisthilfen. Mauerbienen können auch anhand ihrer Nester nachgewiesen werden. Der Nesteingang hat meistens eine Weite von 5 bis 10 mm und wird mit einem rauen Mörtelverschluss verschlossen, der gelblich (Lehm) bis gräulich (Ton) gefärbt ist. Bild 6: Der Nestverschluss kann Hinweise auf die Besiedler der Gänge geben: 1. Mauerbiene; 2. Scherenbiene; 3. Blattlaus-Grabwespe 1 Bild 5: Beinsammlerbiene Die Hosenbiene (Dasypoda hirtipes) sammelt Blütenstaub (mehr als 40 Milligramm) in einer Bürste an den Hinterbeinen 2 3 Fortpflanzung und Entwicklung Von Anfang April bis in den Juni hinein können wir Mauerbienen antreffen. Die vor den Weibchen aktiven Männchen sammeln sich bevorzugt an den Nistplätzen bundesverband deutscher gartenfreunde e. v. grüne schriftenreihe 222 9

3 und erwarten die dort schlüpfenden Weibchen, um sich mit Ihnen zu paaren. Nach der Begattung suchen die Weibchen geeignete Hohlräume (siehe Lebensraum) um dort ihre Nester zu errichten. Die Männchen beteiligen übrigens nicht an diesen Arbeiten. Bild 7: Blick in frisch verschlossene Brutzellen der Mauerbiene Kokon. Im Winter sind alle belegten Brutzellen nach außen hin durch einen Nestverschluss geschützt. Bild 8 + Bild 9: Blick in ein Nest mit Larven (Bild 8) und Puppen (Bild 9). Auffällig ist die unversorgte Zelle zwischen der letzten Brutzelle und dem Nestverschluss. Diese so genannte Leerzelle bietet den Bienenkindern Schutz vor Feinden. So erbeuten Meisen nach Aufhacken des Nestverschlusses keine fette Bienenmade sondern gucken in die Röhre. Hat das Weibchen einen Nistplatz gefunden so trägt es Pollen und Nektar ein. Während der Blütenstaub die Bauchbürste leuchtend gelb färbt, wird der zugleich aufgenommene Nektar, für uns nicht sichtbar, im Kropf transportiert. Die Biene krabbelt vorwärts in den Nestgang und gibt Nektar ab. Dann erscheint sie wieder vor dem Nesteingang und schlüpft nun rückwärts in den Nestgang, um den Pollen aus der Bauchbürste zu streifen. (Hat der Nestgang einen so großen Durchmesser, dass die Biene sich darin drehen kann, so sieht man sie nur vorwärts rein und wieder mit leerer Bauchbürste vorwärts herauskrabbeln!). Ist nach 10 bis 15 Sammelflügen genügend Bienenbrot so nennt man das Gemisch aus Blütenstaub und Nektar für ein Bienenkind herangeschafft, wird darauf ein weißliches Ei gelegt. Anschließend wird die vordere Wand zugemauert. Als Baumaterial dient Lehm, der mit Speichel geschmeidig gemacht, in Form ca. 2 mm großer Kügelchen in den Mundwerkzeugen ins Nest getragen wird. Im Allgemeinen schafft die Biene eine Brutzelle pro Tag. In der Folge baut die Mauerbiene weitere Brutzellen, die untereinander durch senkrechte Lehmwände abgegrenzt sind. Je nach Länge des Nestganges entstehen so Liniennester mit bis zu 20 Brutzellen. Etwa 10 Tage nach der Eiablage schlüpft eine augen- und beinlose Larve. Durch Mutters Brutfürsorge braucht sie keinen Hunger leiden. Nach 3 bis 4 Wochen hat die Larve das Bienenbrot aufgefressen. Dann spinnt die Bienenlarve einen tönnchenförmigen dunkelbraunvioletten Kokon indem sie sich verpuppt. Anfang September schlüpft die junge Biene, bleibt aber bis zum Flugbeginn im April des folgenden Jahres im schützenden Im Frühjahr nagen sich die Bienen durch Kokon und Lehmwände. Die Männchen schlüpfen einige Tage vor den Weibchen. Daher hat die Bienenmutter bereits beim Bau des Liniennestes dafür gesorgt, dass sich in den vorderen Brutzellen (Nestausgang) Männchen und in den hinteren Brutzellen Weibchen entwickeln. Bienen können das Geschlecht bei der Eiablage bestimmen: Aus unbefruchteten Eiern entwickeln sich Männchen, aus befruchteten dagegen Weibchen. Während ihrer nur ca. 4 bis 6 wöchigen Flugzeit, baut ein Mauerbienen-Weibchen ungefähr 20 bis 40 Brutzellen. Biene und Blüte Ohne Blütenbesucher könnten Obstbäume keine Früchte und Blumen keine Samen bilden. Mit energiereichem Nektar danken die Blumen den Insekten für ihre Bestäubung. In vielen Millionen Jahren hat sich zwischen Pflanzen und Bienen eine für beide Seiten erfolgreiche Partnerschaft entwickelt. Es gibt sogar Bienenarten, die sich ausschließlich von Blüten einer Pflanzenart ernähren und andererseits Pflanzen, die nur von wenigen Bienenarten bestäubt werden. Bild 10: Zottelbiene (Panurgus banksianus) an Habichtskraut 10 bundesverband deutscher gartenfreunde e. v. grüne schriftenreihe 222

4 Bestäubungsleistung der Bienen Weltweit sind 87 der 115 wichtigsten Obst-, Gemüse-, Gewürz- und Ölpflanzen auf Bestäuber angewiesen. Beispiele von Pflanzen, die ausschließlich durch Tierbestäubung Früchte tragen, sind Kakao, Maracuja, Kiwi, Vanille, verschiedene Kürbissorten, Wassermelonen sowie Para- und Macadamianüsse. Neben den weltweit etwa Bienenarten sind aber auch viele andere Insekten wie Schwebfliegen und Schmetterlinge und sogar Vögel und Fledermäuse Bestäuber. Nach Angaben des Deutschen Imker Bundes beträgt der volkswirtschaftliche Wert der Bestäubungsleistung allein in der Bundesrepublik Deutschland ca. 2 Mrd. Euro jährlich. Schutz und Förderung von Wildbienen Es ist höchste Zeit, etwas für Wildbienen und Einsiedlerwespen zu tun! Jeder kann dazu beitragen, die Lebensbedingungen dieser für den Naturhaushalt so wichtigen kleinen Helfer zu verbessern. Ohne Nistmöglichkeiten können diese Insekten nicht für Nachwuchs sorgen. Deshalb müssen hier Hilfsmaßnahmen ansetzen. Bereits vorhandene, natürliche Nistplätze sollten gesichert und ausgebaut werden. Jeder kann aber auch mit speziellen Nistkästen vielen bedrohten Wildbienen und Einsiedlerwespen sehr wirkungsvoll helfen. Bild 12: Wildbienen sind in einem alarmierenden Rückgang begriffen. Jede zweite Art steht bereits in den Roten Listen! Wir alle können diesen überaus friedfertigen Summern mit einfachen Mitteln sehr wirkungsvoll helfen sogar auf Balkonen und Terrassen! Mauerbienen als Bestäuber im Obstbau Eine einzelne Mauerbiene ist ein effizienterer Bestäuber als eine Honigbiene. Je nach Untersuchung ist von einer 80- bis 300-fach höheren Bestäubungsleistung die Rede. Die Wildbienen transportieren den Pollen nicht als verklebte Pakete an den Hinterbeinen, sondern trocken an einer Bürste am Unterleib. Beim Besuch einer Blüte ist so eine Befruchtung viel wahrscheinlicher. Zudem verschwenden Mauerbienen keine Zeit mit der Produktion von Honig. 600 Mauerbienenweibchen können einen Hektar mit Obstbäumen bestäuben. Die gleiche Leistung erzielen Honigbienen mit drei Völkern, das heißt mit rund Tieren. In den USA, Japan und Deutschland entwickelt sich ein neuer Markt. Die deutschen Mauerbienen Züchter schaffen kaum den Bedarf zu decken. Kleingärtner brauchen aber keine Kokons für ca. 0,65 pro Stück kaufen! Mauerbienen können mit geeigneten Nisthilfen gut im Garten angesiedelt werden. Bild 11: Kokons Mauerbienen Nisthölzer Aus abgelagertem, trockenem Hartholz (z. B. Buche, Eiche), das selbstverständlich nicht mit Holzschutzmitteln behandelt sein darf, kann ohne große Kosten und Mühe eine Nisthilfe gebastelt werden. (Das Holz von Nadelbäumen ist dafür nicht geeignet, da Harz aus angebohrten Harzkanälen den Bienen die Flügel verkleben kann. Auch Weichholz, z. B. von Weiden, ist nicht geeignet da dessen Fasern bei Feuchtigkeit in den Bohrgang quellen.) Es können sowohl Hartholzreste (erhältlich in Schreinereien) als auch Baumscheiben (Kaminholz) oder dicke entrindete Äste Verwendung finden. In das beliebig große Holzstück werden Gänge von 2 bis 10 mm Durchmesser gebohrt. Die Bohrtiefe richtet sich dabei nach der vorhandenen Bohrerlänge, die man ganz nutzen sollte. Das Holz darf aber auf keinen Fall durchbohrt werden! Empfehlenswert ist die Kombination von Nistgängen verschiedener Durchmesser bundesverband deutscher gartenfreunde e. v. grüne schriftenreihe

5 in einem Holzstück, doch sollten Bohrweiten von 3 bis 6 mm bevorzugt werden. Um Risse entlang von Niströhren zu vermeiden, ist zwischen Löchern über 4 mm mindestens 2 cm Abstand einzuhalten. Querstehende Fasern in den Lochöffnungen müssen mit Schmirgelpapier beseitigt werden, denn zugefaserte und gespaltene Gänge werden von den Insekten selten besiedelt. Nachdem auch das Bohrmehl aus den Wohnungen geklopft wurde, sind sie bezugsfertig. Hohle Stängel Aus Bambus-Stäben (gibt es in Gartencentern, Baumärkten und manchmal als Pflanze in Gärten), Schilfstängeln, Natur-Strohhalmen oder Stängeln vom Herzgespann sowie anderen nicht mit Mark gefüllten Stängeln lassen sich einfache Nisthilfen basteln. Die Stäbe sollten möglichst unterschiedlich dick sein und Innendurchmesser von 2 bis 10 mm aufweisen. Diese Stäbe werden so zurecht gesägt, dass sie in eine schützende Umhüllung (eine ca. 10 bis 15 cm lange leere Blechdose oder einen Holzkasten) passen. Dünnwandige Stängel kann man am besten einem mit fein gezähntem Sägeblatt einer Laubsäge oder Dekupiersäge (elektrisch betriebene Laubsäge) durchsägen. Dabei bitte darauf achten, dass die Stäbe vorne nicht splittern. Die Stängel sollten an einem Ende einen Knoten haben, der hinten als natürliche Nestbegrenzung dient. Die auf die richtige Länge gesägten Stängel werden dann in den Behälter gesteckt. Es werden so viele Stäbe in die Dose gesteckt, bis sie voll ist. Die offenen Enden der Stäbe ragen ein wenig aus der Umhüllung heraus. Nun werden die Stäbe wieder herausgezogen und eine ca. 3 cm dicke Schicht flüssiges Gips in den Behälter gefüllt und die Stängel zügig (der Gips härtet schnell) erneut in die Dose gestopft. Alternativ zum Gips, kann auch Rotband Haftputzgips aus dem Baumarkt verwendet werden, da dieses Gipsmaterial erst nach ca. 20 Minuten härtet. Die durch Gips gesicherten Stäbe können nicht von Meisen oder Spechten herausgezogen und aufgehackt werden. Sticht man kurz vor dem Boden einer Blechdose zwei kleine Löcher in die Dose, kann dort (vor Einfüllen des Gips!) ein kleines als Aufhängung gebogenes Stück Draht hineingesteckt werden. Daran lässt sich die Nisthilfe an einer geeigneten Stelle aufhängen. Bild 13: Hier wurden hohle Stängel in eine Blechdose gesteckt Lehmwände Natürliche Steilwände und Abbruchkanten gibt es kaum noch. Auch vom Menschen geschaffene Ersatznistgelegenheiten für Pelzbienen, wie mit Lehm verfugte Mauern und Wände, sind selten geworden. Dort leben Steilwand-Spezialisten wie Pelzbienen oder Schornsteinwespen, die ihre Nestgänge ausschließlich selber graben. Verlassene der Nester dieser Arten, also bereits vorhandene Gänge, werden von weiteren Bienenarten genutzt. Eine effektive und relativ leicht zu erstellende Nisthilfe für Lehmwandbewohner wird hier vorgestellt. Für eine solche Pelzbienen-Nistwand wird ein regengeschützter! Standort benötigt. Es bietet sich an, die Nistwand direkt an ein Gebäude mit überstehendem Dach zu bauen. Die Nistwand muss von den Bienen frei anzufliegen sein. Es sollten daher keine Sträucher oder andere höhere Pflanzen vor der Nistwand wachsen. Anders als bei angebohrten Baumscheiben ist ein sonniger Standort nicht unbedingt notwendig. Es gibt lehmverfugte Wände mit Hunderten von Pelzbienennestern an der inneren Rückseite offener Schuppen. Benötigt werden: (alte) Backsteine, etwas Zement und unbelasteter Lehm oder Löß. Anmerkungen: Ton wird nach dem Trocknen steinhart und ist als Nistsubstrat für Pelzbienen wenig geeignet. Das Material muss sich nach dem Trocken mit dem Fingernagel abschaben lassen, sonst ist es zu hart für die Steilwandbewohner. Auch Lehm mit hohem Sandanteil ist wenig geeignet, da durch die oft scharfkantigen Sandkörner die Oberkiefer der Bienen beim Graben der Nestgänge stark abnutzen können. Lehm oder Löß sollte nur dort entnommen werden, wo kein wertvoller Lebensraum geschädigt wird! 12 bundesverband deutscher gartenfreunde e. v. grüne schriftenreihe 222

6 Bild 14: Alte Backsteine (im oberen Teil ungebrannte Lehmziegeln) können mit Lehm zu einer Pelzbienen-Nistwand aufgemauert werden. Bild 15: Ein Weibchen der Pelzbiene Anthophora plumipes nistet in einer speziellen Nisthilfe. Einige Arten wie diese Pelzbiene nisten nicht in bereits vorhandenen Löchern, sondern graben diese selbst in Lehmwände und Abbruchkanten. Auf ein tragfähiges Fundament werden zwei bis drei Lagen Backsteine mit Zement aufgemauert. Der Einsatz von Zement ist dabei sinnvoll, da die Nistwand so besser vor aufsteigender Feuchtigkeit geschützt ist. Zudem besiedeln Pelzbienen lieber etwas höher gelegene Bereiche, als solche im Bodenbereich. Ist der Zement der unteren Lagen abgebunden, können die übrigen Backsteine mit Lehm aufgemauert werden. (Anstelle von Backsteinen können auch ungebrannte Lehmziegel verwendet werden. Ungebrannte Lehmziegel sind im Öko-Baustoffhandel erhältlich; da sie Stroh und Holzfasern erhalten, werden sie aber von den Bienen kaum besiedelt!) Als Nistsubstrat dienen den Pelzbienen die Lehmfugen zwischen den Backsteinen. Die Fugen sollten daher eine Breite von ca. 3 cm aufweisen. Der Lehm oder Löss sollte geknetet werden. Lehmpulver wird in einen Eimer oder Mörtelbottich mit Wasser gegeben und mit Hilfe einer Bohrmaschine mit Rühraufsatz gemischt. Es wird solange Lehmpulver hinzu gegeben, bis eine teigartige Lehmmasse entsteht. Desto feuchter der Lehm ist, desto eher entstehen beim Trocknen Risse. Um eine gute Verbindung von Backstein und Lehmmörtel zu erreichen, sollten die Backsteine und ggf. die dahinter liegende Gebäudewand mit Wasser befeuchtet werden. Je nach Größe der Nistwand ist diese durch geeignete Verankerungen (z. B. in der dahinter liegenden Gebäudewand angedübelte Haken, die in die Lehmfugen eingemauert werden) zu sichern. Die Lehmfugen sollten langsam trocknen. Vor stärkerer Sonneneinstrahlung ist eine frisch erstellte Nistwand daher in den ersten Tagen zu schützen. Unter Frosteinwirkung würde noch feuchter Lehm reißen. Die Nistwände sollten daher vor Frosteintritt getrocknet sein! In die getrockneten Lehmfugen werden einige ca. 3 cm tiefe Gänge von ca. 7 mm Durchmesser gebohrt. Pelzbienen werden dadurch angelockt und graben von diesen kurzen Bohrungen aus ihre Nester. Den Pelzbienen sollte die Nistwand Ende März zur Verfügung stehen. Käuflich: Das Bienenhotel Der Bienenstein ist das Ergebnis von zehnjähriger Nisthilfenforschung des Verfassers. Da die Nisthilfe aus gebranntem, atmungsaktivem Ton besteht, kann sie nicht faulen und gewährleistet Schutz vor Spechten. Bild 16: Mit Nestgängen von 2 bis 11 mm Durchmesser bietet das Bienenhotel seinen unterschiedlich großen Bewohnern ideale Nistbedingungen. Für Wildbienenwände aber auch zum Einbau in Fassaden und Mauern hat der Verfasser einen speziellen Bienenstein entwickelt. Die hübsche Nisthilfe hat 331 Nestgänge mit Durchmessern von 3 8,5 mm. (Abmessungen ca.: Höhe 25 cm, Breite 12 cm, Tiefe 7,5 cm; Gewicht ca. 3,9 kg) Der Bienenstein kann sowohl hochkant als auch längs eingebaut werden. Wird er auf einen Nagel oder einer Schraube aufgesteckt, kann der Bienenstein auch einzeln aufgehängt werden. Natürlich haben die Wildbienen den Bienenstein ausführlich getestet. Kommentar einer Mauerbiene Da flieg ich drauf! bundesverband deutscher gartenfreunde e. v. grüne schriftenreihe

7 Standort + Pflege Bild 17: Das Foto zeigt einen Bienenstein am 29. Tag des Wildbienentestes. Am Ende der Saison waren 329 Löcher verschlossen, das entspricht 99,4 % der Nestgänge. Bei durchschnittlich fünf Brutzellen pro Nestgang, warten in diesem einen Bienenstein ca kleine Helfer auf den Frühling/Sommer! Nisthilfen für Besiedler vorhandener Hohlräume (Nisthölzer, Niststeine und hohle Stängel) hängt man an einer sonnigen Stelle so auf, dass sie nicht baumeln. Die waagerecht liegenden Gänge der Nisthilfen müssen von den Tieren frei anzufliegen sein. Feuchtigkeit schädigt die jungen Bewohner. Deshalb sollte ein regengeschützter Standort bevorzugt werden, oder die Nisthilfe mit einem etwas überstehenden und wasserabweisenden Dach geschützt werden. Zumeist beziehen Wildbienen und Einsiedlerwespen neue Wohnungen schon nach wenigen Tagen. Von April bis Oktober herrscht reges Treiben am Nistkasten. Die einzelnen Arten fliegen allerdings nur wenige Wochen im Jahr. Damit auch Frühjahrsarten eine Wohnung finden, sollten Nisthilfen von Ende März an bezugsfertig sein. Die Tiere nisten bevorzugt nahe ihres eigenen Geburtsortes. Wenn weiterhin das Nistplatzangebot erweitert wird, können bei gutem Nahrungsangebot von einigen Arten hohe Nestdichten erreicht werden. Bild 18: Bienennisthilfen brauchen einen sonnigen, regengeschützten Platz. Wenn sie durch ein Dach vor Regen geschützt werden, kann man sie auch frei im Garten aufstellen. Niemand sollte sich die ungemein faszinierende Lebensweise der einzeln lebenden Bienen und Wespen entgehen lassen. Die Tiere lassen sich von ganz nahe beobachten, ohne dass sie etwas tun. Man kann zusehen, wie die Tiere den Pollen ins Nest transportieren, wie sie Mörtel herantragen und das Nest mit einem Deckel verschließen. Es bietet es sich daher an, Nistkästen gut beobachtbar (z. B. auf Balkon oder Terrasse) aufzuhängen. Alle Bewohner von Nisthilfen sind absolut friedlich; niemand braucht Angst vor ihnen zu haben. Die Weibchen haben zwar einen Stachel wie die Honigbiene, aber sie stechen nicht damit. Nur wenn sie mit den Fingern gepackt werden, bekommen sie Angst und wehren sich. Die Tiere naschen nicht an Getränken und beteiligen sich auch nicht am Pflaumenkuchen-Mahl. Nisthilfen aus Holz, gebranntem Ton und hohlen Stängeln werden viele Jahre lang von Wildbienen und Einsiedlerwespen besiedelt. Anders als bei den Nistkästen für Vögel, die im Herbst sauber gemacht werden müssen, braucht man sich um die Wildbienen-Hotels nicht mehr weiter zu kümmern. Die fleißigen Insekten säubern selber schon benutzte, verlassene Nester bevor wieder Pollen und Nektar eingetragen wird. Im Winter bleiben die Bienenhotels draußen, denn die Bewohner sind nicht frostempfindlich, würden jedoch in warmer Umgebung vorzeitig schlüpfen und zugrunde gehen. Bild 19: Eine Scherenbiene hat einen alten Nestgang gesäubert und darin neue Brutzellen angelegt. Da ein Teil des alten Nestverschlusses (links hell) noch vorhanden ist, ergänzt die pfiffige Biene nur den fehlenden Bereich (rechts dunkel). Bild 20: Verschiedene Nisthilfen wie Nisthölzer, Hohle Stängel, Lehmwand und Niststeine können zu hübschen Bienenwänden kombiniert werden. 14 bundesverband deutscher gartenfreunde e. v. grüne schriftenreihe 222

8 Blumen für Bienen Bild 23: Blühende Küchenzwiebel Die Nahrungsquellen von Bienen müssen erhalten oder neu geschaffen werden. Einheimische Wildpflanzen sollten in Gärten wieder eine Chance erhalten. Eine bunte Blumenwiese ist zum Beispiel, anders als ein monotoner Rasen, für Einsiedlerwespen und viele andere Insekten ein wahres Schlaraffenland. Bild 21: Blumenwiese Mehr Infos über Wildbienen: Auch viele Gartenblumen sind hervorragende Nahrungsquellen für Insekten. Bei einigen Zierpflanzen wurden aber die Pollen produzierenden Staubblätter weggezüchtet. Diese gefüllten Blüten sind für Wildbienen und andere Insekten wertlos. Auf solche Züchtungen sollte man daher verzichten. Besuchen Sie das Wildbienen-Portal com im Internet. Dort erfahren Sie vom Leben der Wildbienen, lernen Blumen für Bienen kennen, finden ein ausführliches Artenlexikon mit über 170 Bienenarten, erhalten Naturschutz-Tipps, können Fragen und Anregungen ins Forum stellen und auch direkt Bienenhotels, Literatur, Geschenkartikel und Trachtpflanzen bestellen. Also unbedingt mal rein schauen! Wer etwas von Belgien aus bestellen möchte und eine deutsche Lieferadresse angibt spart Versandkosten ;-) Bild 22: Gefüllte und ungefüllte Margerite Text und Fotos: Dipl. Geograph Volker Fockenberg, Heimersfeld 77, Kirchhellen Gewürzkräuter wie Thymian, Salbei, Ysop und Bergbohnenkraut sind hervorragende Nahrungsquellen für Wildbienen. Einige Pflanzen von Küchenzwiebeln (Foto), Lauch, Kohl und Salat sollten zur Blüte kommen dürfen. Man wird überrascht sein wie viele Bienen sich an den Blüten laben. bundesverband deutscher gartenfreunde e. v. grüne schriftenreihe

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