Flüchtlingskinder und ihre Rechte. Wege von Kindern auf der Flucht und ihr Ankommen in der Schweiz aus der Kinderrechtsperspektive

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1 Flüchtlingskinder und ihre Rechte Wege von Kindern auf der Flucht und ihr Ankommen in der Schweiz aus der Kinderrechtsperspektive Tagung DASSOZ,

2 Aufbau 1. Flüchtlingszahlen und Fluchtgründe 2. Fluchtwege und Situation der Kinder auf der Flucht 3. Unterstützung auf der Flucht 4. Flüchtlingskinder in der Schweiz und ihre Rechte

3 Kinder auf der Flucht Weltweit 65,3 Mio. Menschen weltweit auf der Flucht 28 Mio. Kinder, davon 17 Mio. intern Vertriebene und 1 Mio. Asylsuchende In Europa 1,4 Mio Asylgesuche, davon rund von Kindern Knapp unbegleitete minderjährige Asylsuchende (UMA)

4 Kinder auf der Flucht nach Europa August 2016: 45% der gestrandeten Flüchtlinge in Griechenland sind Kinder 17% der Ankommenden in Italien sind Kinder (v.a. unbegleitete) Graphik UNHCR ( )

5 Fluchtgründe Politische Verfolgung Krieg und Bürgerkrieg Instabile Staaten und Militärregimes Diskriminierung von Minderheiten Frauenspezifische Fluchtgründe Fehlende Perspektiven Armut und Nahrungsknappheit

6 Herkunftsländer Humanitäre Notlage in Syrien und den Nachbarländern 4.9 Mio. syrische Flüchtlinge in Flüchtlingslagern Über 1 Mio. Menschen aus Syrien sind nach Europa geflüchtet 80% aller syrischen Kinder (8.4 Mio.) vom Konflikt betroffen 2.6 Mio. Kinder leben in Flüchtlingslagern Flüchtlingslager Za atari, Personen

7 Herkunftsländer Herkunftsländer Afghanistan Beispiel Afghanistan Beispiel Eritrea

8 Fluchtwege nach Europa Wenig sichere Fluchtwege wie Familiennachzug, Resettlement oder humanitäre Visa Gefährliche Überfahrt über das Mittelmeer Ausbeutung durch Schlepper Grenzschliessungen

9 Situation der Kinder auf der Flucht aus ihrem Lebensumfeld gerissen womöglich von der Familie getrennt unsichere Perspektiven oft seit Jahren nicht mehr zur Schule verängstigt und erschöpft oft traumatisiert gefährdet für Gewalt, Missbrauch und Kinderhandel insbesondere unbegleitete Kinder

10 Unterstützung auf der Flucht UNICEF in den Nachbarländern Syriens, in der ehemaligen jugoslawischen Republik Mazedonien, Slowenien, Serbien, Kroatien, Griechenland, Italien und Deutschland Nothilfe Advocacy technische Unterstützung der Regierungen (Standards, Schulungen, Schutzkonzepte, etc.)

11 Leistungen von UNICEF sauberes Wasser und kindgerechte Nahrung sanitäre Anlagen Kleider und Winterhilfe medizinische und psychosoziale Versorgung kinderfreundliche Zonen und Mutter-Kind-Räume Bildungs- und Lernmöglichkeiten Unterstützung bei Familienzusammenführungen

12 Herausforderungen Kurzfristige Veränderungen der Fluchtwege und Anpassung der Leistungen > Beispiel Konzept der «Blue Dots» Grenzschliessungen und Versorgung gestrandeter Flüchtlinge Erfassung und Schutz unbegleiteter Kinder Neues Arbeitsfeld für Hilfsorganisationen in Europa

13 Flüchtlingskinder in der Schweiz Zahlen 2015 Mehr als ein Viertel der Asylgesuche stammen von Minderjährigen (11 329) Starke Zunahme unbegleiteter minderjähriger Asylsuchende (fast 3000) 40% der anerkannten Flüchtlinge (B) und vorläufig Aufgenommenen (F) sind Kinder Wichtigste Herkunftsländer: Syrien, Afghanistan, Eritrea, Somalia, Irak und Sri Lanka

14 Kinderrechtskonvention von 1989 Kind als Träger eigener Rechte Unteilbarkeit der Rechte > alle Rechte sind gleich wichtig Universalität der Rechte > alle Kinder haben die gleichen Rechte 4 Grundprinzipien Nichtdiskriminierung Art. 2 Vorrang des Kindeswohls / Kindesinteresses Art. 3 Recht auf Leben und persönliche Entwicklung Art. 6 Recht auf Partizipation Art. 12

15 Die Rechte von Flüchtlingskindern Art 22 KRK: Besonderer Schutz von Flüchtlingskindern Empfehlungen des UN-Kinderrechtsausschusses an die Schweiz zu asylsuchenden und Flüchtlingskindern Vorrangige Beachtung des Kindesinteresses im Asylverfahren Familienzusammenführung überprüfen, v.a. bei vorläufig Aufgenommenen Landesweite Mindeststandards für Aufnahme, Integration und Fürsorge sowie kinderfreundliche Ausgestaltung aller Empfangs- und Betreuungszentren gemäss UN-Normen Sicherstellung der Qualifizierung von «Vertrauenspersonen» Effektiver und diskriminierungsfreier Zugang zu Bildung und Berufsbildung für asylsuchende Kinder Keine Anwendung des beschleunigten Asylverfahrens auf Kinder

16 Engagement von UNICEF in der Schweiz Runder Tisch zu Herausforderungen bei begleiteten Flüchtlingskindern Leitfaden von UNICEF und UNHCR zum Umgang mit unbegleiteten Flüchtlingskindern

17 Vielen Dank für die Aufmerksamkeit! Bericht Safe&Sound zum Download

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