Grundlagen Unternehmensbesteuerung Modul zur Allgmeinen Betriebswirtschafslehre (G-6) BWL-Bachelor

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1 Grundlagen Unternehmensbesteuerung Modul zur Allgmeinen Betriebswirtschafslehre (G-6) BWL-Bachelor Veranstaltungsbeschreibung Stand: 9. April 2014 Lehrstuhl für Betriebswirtschaftslehre II Betriebswirtschaftliche Steuerlehre Prof. Dr. Sebastian Schanz StB Postanschrift Universität Bayreuth Lehrstuhl für Betriebswirtschaftslehre II Prof. Dr. Sebastian Schanz Bayreuth Übersicht 1. Allgemeines 1 2. An wen richtet sich die Veranstaltung? 1 3. Welche Vorkenntnisse sind erforderlich? 2 4. Welche Inhalte werden vermittelt? 2 5. Welche Materialien gibt es zur Veranstaltung? 5 6. Welche Zusatzliteratur wird empfohlen? 5 7. Klausur 5 8. Wie groß sind Umfang und Gewichtung der Veranstaltung? 6 9. Was sollte man sonst noch wissen? 6 Hausanschrift Gebäude RW II, Zimmer 1.58 Rechts- und Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät Universitätsstraße Bayreuth Telefon: 0921 / Telefax: 0921 / Allgemeines Die Veranstaltung wird z. Zt. im Sommersemester angeboten und besteht aus Vorlesung und Übung sowie Tutorium. In der Übung/Tutorium werden die in der Vorlesung vermittelten Inhalte anhand von früheren Klausuraufgaben und Fallbeispielen vertieft und praktisch auf Problembereiche angewandt. Der Besuch beider Veranstaltungsbestandteile wird empfohlen. Die Termine der Veranstaltung finden Sie in einer separaten.pdf-datei auf der Homepage des Lehrstuhls unter der Rubrik»Lehre«. 2. An wen richtet sich die Veranstaltung? Für Studierende der Betriebswirtschaftslehre stellt die Veranstaltung ein Wahlfach im Rahmen der Allgemeinen Betriebswirtschaftslehre dar. Sie ist ebenso Bestandteil des Fächerkanons für Sportökonomen. Darüber hinaus richtet sich die Veranstaltung im Rahmen der jeweiligen Prüfungsordnungen an Studierende anderer Studiengänge

2 4. Welche Inhalte werden vermittelt? 2 mit wirtschaftswissenschaftlichem Nebenfach sowie an alle an Steuerlehre Interessierten. 3. Welche Vorkenntnisse sind erforderlich? Es werden die in den betriebswirtschaftlichen und volkswirtschaftlichen Grundlagenveranstaltungen vermittelten Kenntnisse sowie Kenntnisse der Rechnungslegung vorausgesetzt. Es werden Grundkenntnisse der Invesitionsrechnung empfohlen. 4. Welche Inhalte werden vermittelt? Lernziele Die Studierenden sollen die rechtlichen Grundlagen der Ertragsteuern, insbesondere der Einkommensteuer, der Körperschaftsteuer und der Gewerbesteuer, aufgrund von Steuergesetzen und weiteren Rechtsquellen im Überblick kennenlernen. Sie sollen Verständnis für den Einfluss der Besteuerung auf Entscheidungen entwickeln. Die Studierenden sollen befähigt werden, sowohl auf der Basis der Rechtsnormen Steuerbemessungsgrundlagen im Einzelfall detailliert zu ermitteln als auch die Relevanz von Steuerwirkungen für betriebswirtschaftliche Entscheidungen grundsätzlich zu erkennen und diese zu berechnen. Ziel dieser Veranstaltung ist dabei die Vermittlung des grundlegenden»handwerkszeugs«zur Lösung einfacher ertragsteuerlicher Sachverhalte. Die Vermittlung der theoretischen Herangehensweise zur Lösung dieser»lebenssachverhalte«findet in der Vorlesung statt. Die praktische Anwendung wird in der Übung sowie im Tutorium intensiv anhand realitätsnaher Fallbeispiele aufgezeigt. Lerninhalte Grundlagen der Einkommensteuer Grundlagen der Besteuerung von Körperschaften Grundlagen der Gewerbesteuer Grundlagen der Steuerplanung Gliederung 1. Präambel 2. Der Einfluss von Steuern auf unternehmerische Entscheidungen 2.1 Die Zielgröße 2.2 Rendite vor und nach Steuern 2.3 Kapitalwert vor und nach Steuern

3 4. Welche Inhalte werden vermittelt? 3 3. Grundbegriffe der Steuerlehre 3.1 Abgaben 3.2 Fundamentalprinzipien 3.3 Steuertarife 3.4 Steuerarten 4. Die Einkommensteuer 4.1 Einführung 4.2 Schema zur Ermittlung der Einkommensteuer 4.3 Persönliche Steuerpflicht 4.4 Formen der Veranlagung und Steuertarif 4.5 Sachliche Steuerpflicht 4.6 Einkunftsarten 4.7 Das Subsidiaritätsprinzip 4.8 Gewinnermittlung und Überschussermittlung 4.9 Das Zufluss-/Abflussprinzip 4.10 Nicht steuerbare und steuerfreie Zuflüsse 4.11 Zeitraum der Gewinnermittlung 4.12 Einkünfte aus Land- und Forstwirtschaft, 13 EStG 4.13 Einkünfte aus Gewerbebetrieb, 15 EStG Gliederung der Einkünfte aus Gewerbebetrieb Steuerliche Gewinnermittlung bei Personengesellschaften Gemischte Tätigkeit Gewerblich geprägte Personengesellschaft Betriebsvermögen einer Personengesellschaft Sonderbetriebsvermögen Nicht abzugsfähige Betriebsausgaben Betriebsveräußerung Betriebsaufgabe Betriebsverpachtung Besteuerung außerordentlicher Einkünfte gem. 34 EStG Veräußerung von Anteilen an Kapitalgesellschaften, 17 EStG 4.14 Einkünfte aus selbständiger Arbeit, 18 EStG 4.15 Einkünfte aus nichtselbständiger Arbeit, 19 EStG Werbungskosten Werbungskosten Pauschbeträge gem. 9a EStG Nicht abzugsfähige Ausgaben Einkünfte nach 19 EStG 4.16 Einkünfte aus Kapitalvermögen, 20 EStG Kapitalertragsteuer Gesonderter Steuertarif nach 32d EStG

4 4. Welche Inhalte werden vermittelt? Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung, 21 EStG 4.17 Sonstige Einkünfte, 22 EStG 4.18 Private Veräußerungsgeschäfte 4.19 Summe der Einkünfte 4.20 Verlustausgleichsbeschränkungen 4.21 Altersentlastungsbetrag, 24a EStG 4.22 Entlastungsbetrag für Alleinerziehende, 24b EStG 4.23 Verlustabzug, 10d EStG 4.24 Sonderausgaben, 9c, 10 bis 10c EStG 4.25 Außergewöhnliche Belastungen, 33 bis 33b EStG 4.26 Kinder, 32 EStG 4.27 Haushaltsnahe Dienstleistungen, 35a EStG 5. Der Solidaritätszuschlag 6. Die Körperschaftsteuer 6.1 Körperschaftsteuersysteme 6.2 Steuerpflicht 6.3 Ermittlung des zu versteuernden Einkommens Abziehbare Aufwendungen, 9 KStG Nichtabziehbare Aufwendungen, 10 KStG Tarif und Freibetrag Die Zinsschranke Beteiligungsertragsbefreiung, 8b KStG Verlustverrechnung, 10d EStG, 8c KStG 6.4 Die Organschaft, KStG 6.5 Verdeckte Gewinnausschüttungen und verdeckte Einlagen, 8 Abs. 3 KStG 6.6 Das steuerliche Einlagekonto 7. Die Gewerbesteuer 7.1 Gewerbeverlust, 10a GewStG 7.2 Steuermessbetrag, 11 GewStG 7.3 Anrechnung der GewSt auf die ESt, 35 EStG 8. Integration von Ertragsteuern in Entscheidungskalküle 8.1 Die steuerliche Bemessungsgrundlage 8.2 Das Standardmodell mit Ertragsteuern 8.3 Wirkungen der Ertragsbesteuerung 8.4 Beispiele von Steuerwirkungen 8.5 Entnahme- und Endvermögensmaximierung

5 4 7. Klausur 5. Welche Materialien gibt es zur Veranstaltung? 5 Vom Lehrstuhl werden eine Foliensammlung und eine Aufgabensammlung zu Beginn der ersten Veranstaltung ausgegeben. Über den hält neben zahlreichen Fallbeispielen auch einen umfangreichen Fragenkatalog, dessen Kontrollfragen zur Selbstreflektion der vermittel- Schanz elearning-server der Universität Bayreuth (Moodle) werden zusätzlich Probeklausuren zur Verfügung gestellt. Die Aufgabensammlung ent- ten Inhalte beantwortet werden sollen. Lösungsskizzen zu den Fragen aus dem Fragenkatalog werden den Studierenden zur Verfügung gestellt. Grundlagen Ertragsteuern Folien-, Aufgaben- und Fragensammlung 4 6. Welche Zusatzliteratur wird empfohlen? Literaturhinweise sind im Manuskript zur Veranstaltung aufgeführt und werden gegebenenfalls in der Veranstaltung genannt oder auf dem elearning-server angegeben. Eine gute Einführung in die Betriebswirtschaftliche Steuerlehre bietet die Monographie von Wolfram Scheffler (Scheffler (2012)) Klausur Es wird ein benoteter Leistungsnachweis auf Basis einer einstündigen Klausur erteilt. Der Klausurtermin wird rechtzeitig unter»aktuelles«auf den Internetseiten des Lehrstuhls BWL II und in Flexnow veröffentlicht! Bestandteil der Klausur sind die Themeninhalte der Vorlesung und der Übung sowie die Kontrollfragen aus dem Fragenkatalog. Als Hilfsmittel sind für die Klausur zugelassen: Nichtprogrammierbarer Taschenrechner, unkommentierte Gesetzestexte sowie (nicht elektronische) Übersetzungshilfen. Die Gesetzestexte sollten mindestens das EStG, KStG, GewStG sowie das SolZG umfassen. Sie sind grundsätzlich frei in der Wahl der Gesetzestexte. Richtlinien und Erlasse dürfen nicht verwendet werden.»unkommentierte Gesetzestexte«bedeutet, dass Sie (auch farblich differenziert) anstreichen, durchstreichen, über- oder unterstreichen, sowie einzelne Paragraphenverweise (z. B. der Verweis von 19 EStG auf die 8 und 9 EStG) einfügen dürfen. Zulässig sind auch Aufschlaghilfen als Hilfe zum rascheren Aufschlagen der entsprechenden Norm. Die Aufschlaghilfen dürfen Sie sowohl mit der Norm als auch die Überschrift der Norm beschriften (z. B.» 15 Einkünfte aus Gewerbebetrieb«). Nicht zulässig sind Paragraphenketten, da diese Lösungsmuster darstellen, und sonstige Anmerkungen. Folien-, Aufgaben- und Fragensammlung

6 9. Was sollte man sonst noch wissen? 6 Insgesamt können 60 Punkte erreicht werden. Als Orientierung gilt 1 Punkt = 1 Minute Bearbeitungszeit. Für die Korrektur der Klausur werden folgende Korrekturzeichen verwendet: FF ( ) ( ) = 1 Punkt = 0,5 Punkte = Folgefehler = Folgefehler, aber 1 Punkt erhalten = Folgefehler, aber 0,5 Punkte erhalten =»fehlt«(z. B. bei leerer Seite oder fehlender Antwort) Eine Nachholklausur zu Beginn des folgenden Semesters wird angeboten. 8. Wie groß sind Umfang und Gewichtung der Veranstaltung? Die Veranstaltung besteht aus Vorlesung (2 SWS), Übung und Tutorium (2 SWS). Studierende in den Bachelor-Studiengängen Betriebswirtschaftslehre erwerben mit Bestehen der Klausur 5 ECTS-Leistungspunkte. Studierende anderer Studienfächer entnehmen die Gewichtung der Veranstaltung für ihren Studiengang ihrer jeweiligen Prüfungsordnung. Scheffler, Wolfram (2012): Besteuerung von Unternehmen I, Ertrag-, Substanz- und Verkehrsteuern, 12. Auflage, C.F. Müller, Heidelberg u.a.. 9. Was sollte man sonst noch wissen? Die Veranstaltung unterliegt keiner Teilnehmerbeschränkung. Formale Teilnahmevoraussetzungen bestehen nicht.

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