Familienzusammenführung. DGB Bildungswerk

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1 Familienzusammenführung

2 Familienzusammenführung Aufenthalt aus familiären Gründen regelt folgende Fälle: Grundsatz des Familiennachzugs Familiennachzug zu Deutschen Familiennachzug zu Ausländern Ehegattennachzug Eigenständiges Aufenthaltsrecht der Ehegatten Kindernachzug Geburt eines Kindes im Bundesgebiet Aufenthaltsrecht der Kinder Nachzug der Eltern und sonstiger Familienangehöriger

3 Grundsatz des Familiennachzugs ( 27) Die Aufenthaltserlaubnis wird zur Gründung und zum Schutz der Ehe und Familie gemäß Art. 6 GG erteilt und verlängert Einreise und Aufenthalt wird zur Gründung zum Schutz von lebenspartnerschaftlichen Gemeinschaften ermöglicht Familienzusammenführung kann bei Bezug von Leistungen nach SGB II (Arbeitslosengeld 2) oder SGB XII (Sozialhilfe) versagt werden Ausgeschlossen bei Zwangsheirat und Zweckehe zur Erlangung eines Aufenthaltsrechts im Bundesgebiet

4 Nachzug zu Deutschen ( 28) Es wird eine Aufenthaltserlaubnis erteilt, für die Einreise eines ausländischen Ehegatten eines Lebenspartners (vgl. 27 Abs.2) lediger Kinder bis zum 18 Lebensjahr eines ausländischen Elternteils eines minderjährigen ledigen deutschen Kindes Gilt, wenn der Deutsche seinen gewöhnlichen Aufenthalt im Bundesgebiet hat

5 Nachzug zu Deutschen ( 28) Die Aufenthaltserlaubnis wird verlängert, wenn die familiäre Lebensgemeinschaft fortbesteht. Nach 3 Jahren soll eine Niederlassungserlaubnis erteilt werden, wenn einfache deutsche Sprachkenntnisse vorhanden sind und kein Ausweisungsgrund vorliegt.

6 Grundsatz des Familiennachzugs zu Ausländer ( 29) Für den Familiennachzug zu einem Ausländer ist erforderlich, dass beide Ehegatten 18 Jahre alt sind der zuziehende Ehegatte einfache deutsche Sprachkenntnisse nachweist der in Deutschland lebende Ausländer eine Niederlassungserlaubnis oder Aufenthaltserlaubnis besitzt ausreichender Wohnraum zur Verfügung steht ( 2 Abs.4) der Lebensunterhalt gesichert ist ( 2 Abs. 3) das in der Regel kein Ausweisungsgrund vorliegt

7 Ehegattennachzug zu einem Ausländer ( 30) Eine Aufenthaltserlaubnis ist zu erteilen, wenn der in Deutschland lebende Ausländer: eine Niederlassungserlaubnis besitzt eine Aufenthaltserlaubnis als Asylberechtigter oder entsprechend Genfer Konvention besitzt bereits 2 Jahre eine Aufenthaltserlaubnis besitzt eine Aufenthaltserlaubnis besitzt und die Ehe bereits bei der Erteilung bestand In anderen Fällen kann eine Aufenthaltsgenehmigung erteilt werden

8 Eigenständiges Aufenthaltsrecht der Ehegatten ( 31) Die Aufenthaltserlaubnis des Ehegatten wird im Falle einer Aufhebung der Ehe als eigenständiges unabhängiges Aufenthaltsrecht für ein Jahr verlängert wenn: Die eheliche Lebensgemeinschaft mindestens 2 Jahre im Bundesgebiet bestanden hat Der Ausländer gestorben ist, während die eheliche Lebensgemeinschaft im Bundesgebiet bestand Und der Ausländer bis dahin im Besitz einer Aufenthaltserlaubnis oder Niederlassungserlaubnis war.

9 Kindernachzug zu einem Ausländer ( 32) Anspruch auf Kindernachzug bis zum 18. Lebensjahr besteht, wenn: beide Eltern oder der allein sorgeberechtigte Elternteil eine Aufenthaltsberechtigung oder eine Niederlassungserlaubnis besitzen und das Kind seinen Lebensmittelpunkt zusammen mit den Eltern in das Bundesgebiet verlegt oder wenn der Elternteil einen Aufenthaltstitel als Asylberechtigter oder Konventionsflüchtling hat

10 Kindernachzug zu einem Ausländer ( 32) Anspruch auf Kindernachzug vom 16. bis 18. Lebensjahr besteht, wenn: die deutsche Sprache beherrscht wird oder eine günstige Integrationsprognose gewährleistet scheint und beide Eltern oder der allein sorgeberechtigte Elternteil eine Aufenthaltsberechtigung oder eine Niederlassungserlaubnis besitzen

11 Kindernachzug zu einem Ausländer ( 32) Anspruch auf Kindernachzug bis zum 16. Lebensjahr besteht, wenn: beide Eltern oder der allein sorgeberechtigte Elternteil eine Aufenthaltsberechtigung oder eine Niederlassungserlaubnis besitzen

12 Kindernachzug zu einem Ausländer ( 32) Kindernachzug nach Ermessen bis zum 18. Lebensjahr, wenn: dies zur Vermeidung einer besonderen Härte erforderlich ist; dabei ist das Kindeswohl und die besondere familiäre Situation zu berücksichtigen

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