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1 Département fédéral de l'intérieur DFI Office fédéral de la statistique OFS Division Registres Team sedex , version 1.0 sedex-client Varianten für den Betrieb in einer hoch verfügbaren Umgebung

2 Inhaltsverzeichnis 1 Einführung 3 2 Ziel des Dokuments 3 3 Glossar 3 4 Lösungen A : Clusters und virtuelle Maschine B : Nutzung eines gemeinsamen Installationsnetzwerkpfads C : Kopie des sedex-client in einer Notfallumgebung Vergleich der Lösungen 5 6 Durchführung Lösung A Lösung B Szenarien Lösung C Initialbackup des gesamten sedex-client Regelmässige inkrementelle Backups Übergang auf die Notfallumgebung Rückkehr zur Normalsituation Kontakt Service Clientèle des BFS /7

3 1 Einführung Der sedex-client besteht aus drei Bestandteilen: der Controller, der Adapter und der Webservice- Proxy. Gegenwärtig funktioniert der sedex-client nicht richtig, wenn er in einer Serverfarm (Cluster) installiert ist. Es gibt nun aber Situationen in denen der sedex-client selber jederzeit verfügbar sein muss. Ein sedex-client sollte nach Möglichkeit nur an einem Ort installiert sein, will heissen, dass keine Kopien davon angefertigt werden sollten, sobald er einmal installiert ist (Backups sind nicht Teil dieses Dokuments, sie werden gesondert behandelt), und noch weniger sollten mehrere sedex-client mit derselben sedexid gleichzeitig gestartet werden. 2 Ziel des Dokuments Dieses Dokument schlägt einige Elemente und best practices vor, an die man sich halten sollte, wenn der sedex-client hoch verfügbar sein muss. Falls Sie oder Ihre Firma eine solche Nutzung garantieren müssen, möchten wir Sie bitten, uns zu benachrichtigen. Die entsprechenden Kontaktangaben finden Sie in Kapitel 7. 3 Glossar Begriff Cluster NAS Bedeutung Eine Gruppe von Servern, in einer Farm gebündelt, um wie ein Rechner zu arbeiten. Network attached storage. Bezeichnet einen von allen Rechnern des Netzwerks erreichbaren Dateiserver, der Informationen an einem zentralisierten Ort speichert und an ein Netzwerk angeschlossen ist. sedexid Einem sedex-teilnehmer zugewiesener Identifikator. Er wird zur Adressierung einer Nachricht genutzt. 4 Lösungen 4.1 A : Clusters und virtuelle Maschine Aus verschiedenen Gründen kann der sedex-client nicht auf einen Cluster installiert werden. Es ist jedoch möglich, den sedex-client auf eine virtuelle Maschine zu installieren, die wiederum auf einem Cluster läuft. Diese Lösung wird empfohlen, denn dadurch werden potentielle Datenverluste vermieden. Zudem werden die inhärenten Vorteile der virtuellen Maschine beibehalten (insbesondere die Live-Migration 3/7

4 auf eine andere Infrastruktur und die Flexibilität in der Anwendung). 4.2 B : Nutzung eines gemeinsamen Installationsnetzwerkpfads Es ist möglich, einen sedex-client auf einem Netzwerkpfad zu installieren und ihn auf einem Server laufen zu lassen, der die gleichen Pfade nutzt. Dazu die folgende schematische Darstellung: Normalerweise läuft der sedex-client auf der produktiven Umgebung; im Falle einer Störung würde der sedex-client auf der Notfallumgebung gestartet werden. Diese Lösung ist vorteilhaft, vorausgesetzt, der NAS wird verdoppelt (Im Idealfall redundant) und in RAID 1/5/6 implementiert. 4.3 C : Kopie des sedex-client in einer Notfallumgebung Hierbei handelt es sich um eine (vorgängig gemachte) Kopie des sedex-client, die auf einem Notfallrechner gestartet wird. Diese Lösung ist nicht empfehlenswert, denn es besteht das Risiko, Meldungen und Quittungen, insbesondere während der Übergangsphasen von der produktiven Umgebung zur Notfallumgebung, zu verlieren. Falls diese Lösung in Betracht gezogen wird, stellen die unter Kapitel 6.3 beschriebenen Elemente ein bewährtes Verfahren dar. 4/7

5 5 Vergleich der Lösungen Die folgende Tabelle gibt eine Übersicht der beschriebenen Lösungen sowie deren Vor- und Nachteile: Lösung Vorteile Nachteile A Vermeidet den Datenverlust Vorteil von virtuellen Rechnern Erfordert die Einrichtung einer virtuellen Infrastruktur B sedex-client an einem einzigen Ort installliert Kein Risiko, Meldungen/Quittungen zu verlieren Erfordert die Einrichtung einer spezifischen Infrastruktur Erfordert ein leistungsfähiges Netzwerk C Einfache Einsetzung Risiko, Meldungen/Quittungen zu verlieren 6 Durchführung 6.1 Lösung A Es sind mehrere Herangehensweisen an das Clusterkonzept denkbar. In diesem Dokument versteht man unter dem Begriff eine Gruppe von Servern, die sowohl für die Produktion als auch für die Notfallumgebung eingesetzt werden. Der sedex-client ist auf einer virtuellen Maschine installiert, die auf dem Cluster verfügbar ist. Bei Problemen ist es nicht nötig, die virtuelle Maschine zu migrieren, da sie von keinem physischen Rechner abhängig ist, sondern vom Cluster selbst. 6.2 Lösung B Diese Lösung bedarf eines redundanten NAS (oder eines Netzwerkpfads), der sowohl von der produktiven Umgebung als auch von der Notfallumgebung erreichbar ist, da der sedex-client auf dem NAS installiert ist Szenarien Normalerweise ist der sedex-client auf dem produktiven NAS installiert und läuft auf dem produktiven Rechner. Je nach Komponente, die nicht mehr verfügbar ist, ist die Vorgehensweise unterschiedlich Wenn die produktive Umgebung nicht mehr verfügbar ist In diesem Fall ist der sedex-client auf dem Notfallrechner gestartet. Es gibt keine besonderen Punkte zu beachten, weil der sedex-client selbst mehrere gleichzeitige Starts verhindert. 5/7

6 Wenn der produktive NAS nicht mehr verfügbar ist Es geht hier darum den produktiven NAS, sofern möglich, mit dem Notfall NAS zu synchronisieren. In Kapitel wird beschrieben, welche Ordner kopiert werden müssen. Der sedex-client wird dann (falls möglich) auf einem produktiven Rechner gestartet, bis der produktive NAS aufs Neue betriebsbereit ist. Wichtig erscheint an dieser Stelle die Verantwortung des Endteilnehmers zu erwähnen, der die Synchronisierung der Daten zwischen dem produktiven NAS und dem Notfall NAS gewährleisten muss. 6.3 Lösung C Die Lösung präsentiert sich in mehreren Schritten: Initialbackup, inkrementelles Backup, Übergang auf die Notfallumgebung und zurück zum Normalbetrieb Initialbackup des gesamten sedex-client Dazu ist ein Copy and Paste des gesamten Ordners des sedex-client empfehlenswert. Dieses Backup wird grundsätzlich nur einmal gemacht. Vor der Speicherung muss man den sedex-client ausschalten, um einen konsistenten Zustand zwischen dem Zeitpunkt in dem der Primär sedex-client anhält und jenem in dem der sedex-client der Notfallumgebung aufgeschaltet wird zu erhalten Regelmässige inkrementelle Backups Ist der sedex-client einmal vollständig kopiert, reicht es aus, nur einige Unterordner in regelmässigen Abständen zu sichern, im Idealfall (mindestens). einmal pro Tag. Die folgenden Unterordner müssten im Idealfall auf inkrementelle Weise gesichert werden und das, unabhängig von der Umgebung in der sie sich befinden (Produktions- oder Notfallumgebung) Obligatorische Ordner : /adapter/axis2 /adapter/certificate/prod-bit /adapter/conf /controller/certificates /controller/conf Empfohlene Ordner : /interfaces /logs Übergang auf die Notfallumgebung Wenn die Hauptinfrastruktur nicht mehr funktionsgemäss ist, sind die Ordner, falls möglich, gemäss Kapitel zu synchronisieren (im Vorfeld den sedex-client anhalten). Sobald die beschriebenen Ordner mit jenen der Hauptumgebung identisch sind, den sedex-client der Notfallumgebung starten. Der Betrieb müsste dann weiterlaufen bis sich die Situation normalisiert. Achtung: Bei dieser Konfiguration besteht ein hohes Risiko, Daten oder Quittungen zu verlieren. Nach Möglichkeit sind Lösung A (vorzugsweise) oder B vorzuziehen. 6/7

7 6.3.4 Rückkehr zur Normalsituation Dazu muss man den sedex-client der Notfallumgebung mit jenem der Produktion synchronisieren; es gilt also, die zuvor auf der Notfallumgebung kopierten Ordner (inkrementelles Backup, siehe Kapitel 6.3.2) zurück auf die produktive Umgebung zu kopieren. Zuvor muss man, wie bei jeder Kopie der Ordner, den sedex-client ausschalten. Sobald die sedex-client synchronisiert sind, kann man den produktiven sedex-client starten. 7 Kontakt Falls Sie oder Ihre Firma eine hohe Verfügbarkeit des sedex-client garantieren müssen, möchten wir Sie bitten, uns zu benachrichtigen. Die entsprechenden Kontaktangaben finden Sie im untenstehenden Kapitel. Das erlaubt uns abzuschätzen, wie viele sedex-client in einer solchen Situation sind. Zudem können wir dadurch den Bedürfnissen der Teilnehmer noch besser gerecht werden. 7.1 Service Clientèle des BFS Das BFS führt einen Kundendienst, der bei folgenden Fragen zu kontaktieren ist: Meldung neuer Teilnehmer, Änderung der Autorisierungen oder der Routingregeln für die bestehenden Teilnehmer Fragen zum Betriebszustand von sedex und zum Status der Meldungen Anfrage bezüglich Änderung oder Erweiterung der sedex Funktionen Der Service Clientèle übermittelt dem fachkundigen Dienst jene Fragen, die er selbst nicht in der Lage ist zu beantworten. Telefon Web et FAQ > FAQ sedex 7/7

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