Auge - Filmmusik. 1. Musik, die man sieht 2. Musik im Film historisch betrachtet 3. Formen von Musik im Spielfilm. 4.

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1 Auge - Faszination Filmmusik und deren religiöse Bezüge Der Soundtrack Bilder erzählen Musik interpretiert Sparsamkeit und Überfluss Anmerkungen von Martin Ostermann 1 Gliederung 1. Musik, die man sieht 2. Musik im Film historisch betrachtet 3. Formen von Musik im Spielfilm 1. Der eigens komponierte Soundtrack 2. Die Verwendung vorhandener Musik 3. diegetische Musik 4. Ein kurzes Fazit 2

2 Musik, die man sieht! Mythos und Gleichnis von der Erlösung der Welt Das Beispiel Der Herr der Ringe USA Regie: Peter Jackson Musik: Howard Shore Einspielergebnis bis Juni 2004: US-Dollar (weltweit). Jeden der drei Filme sahen über 10 Mill. Besucher allein in Deutschland 3 historisch betrachtet Als Filmmusik wird eine für f r einen Film neu komponierte oder aus bereits vorhandener klassischer oder populärer zusammengesetzte Musik bezeichnet. Häufig H existiert eine funktionale und inhaltliche Verbindung zwischen Bild und Musik, so dass die Stimmungs- und Gefühlsebene in einem Film und dessen Handlungsführung unterstützt tzt wird. Bereits 1895 stellten die Gebrüder Lumière in Paris erstmals kurze Filme vor, die von einem Pianisten live untermalt wurden. Die Musik sollte den stockdunklen Raum angenehmer machen, die zu Beginn sehr lauten Projektoren übertönen und vor allem den Film physisch intensiver erleben lassen. 4

3 historisch betrachtet Gründe für f r den Einsatz von Filmmusik: Musik ist eine international verständliche Metasprache Musik bringt den emotionalen Gehalt, d.h. die Gefühlswerte hinter der gesprochenen Sprache, klar und interkulturell zum Ausdruck Musik stellt ein klingendes Vokabular bereit, um dem Betrachter Zeit, Ort und Kontext zu vermitteln und interpretiert insofern die Bilder. 5 historisch betrachtet Die Geschichte der Filmmusik hat viele Klassiker hervorgebracht: 6

4 Auge Filmmusik Ein Klassiker mit und ohne Musik USA 1960 Regie: Alfred Hitchcock Musik: Bernhard Herrmann Die Duschszene 7 der eigens komponierte Soundtrack Der Filmkomponist John Williams hat die Leitmotivtechnik (angelehnt an die Musik R. Wagners) perfektioniert: 8

5 Soundtrack und bereits vorhandene Musik Manche Themen/ Lieder werden zum, die ganze Geschichte interpretierenden Leitmotiv: Das Reich der Sonne USA 1987 Regie: Steven Spielberg Musik: John Williams Suo Gan, das Filmlied, ist ein Gutenachtlied, das in walisischer Sprache gesungen wird. 9 Soundtrack und bereits vorhandene Musik Suo Gan Sleep, my baby, on my bosom, Warm and cozy, will be true, Round thee mother's arms are folding, In her heart a mother's love. There shall no one come to harm thee, Naught shall ever break thy rest; Sleep, my darling babe, in quiet, Sleep on mother's gentle breast. 10

6 Das Medium Film: Filme lesen FILMANALYSE 1. Narrativ: Wovon hat der Film erzählt? Wer waren die Hauptfiguren? Gibt es einen roten Faden?? Was waren zentrale Motive, Konflikte oder Handlungen? 2. Visuell: Was habe ich gesehen? War der Bilderfluss ruhig oder hektisch? Gab es viele Groß- oder viele Nahaufnahmen? Standen Menschen oder die Natur im Mittelpunkt? 3. Auditiv: Wie habe ich es gehört? Gab es viel Sprache oder wenig? Wann war Musik zu hören? h War die Tonspur auffällig oder eher im Hintergrund? 11 die Verwendung klassischer Werke Manche Werke klassischer Musik sind untrennbar mit Filmbildern verbunden: 12

7 die Verwendung diegetischer Musik Musik erklingt (nur) als Teil der Filmerzählung: 13 Das Medium Film: Das Erzählen von Geschichten Eine These zur Funktion des Mediums Spielfilm: Die wichtigste Funktion der Massenmedien in der westlichen Kultur ist das Erzählen von Geschichten. Diese Geschichten sind fiktional gerade auch dann, wenn sie auf tatsächlichen Ereignissen basieren. Ein Spielfilm ist kein Dokumentarfilm und letzterer darf ebenfalls nicht einfach auf Faktenmaterial reduziert werden, wenngleich Authentizität t angestrebt wird! Insofern bilden Spielfilme nicht einfach Wirklichkeit ab, sondern entwerfen ein, auf eine bestimmte Aussage zielendes Bild von Wirklichkeit. Nicht historische Personen, sondern Charaktere treten auf; nicht tatsächliche Häuser und Landschaften sind zu sehen, sondern fiktionale Räume. R 14

8 Das Medium Film: Das Erzählen von Geschichten Was ist also Wirklichkeit? Die Wirklichkeit innerhalb eines Spielfilmes setzt sich zusammen aus der Geschichte (story( story) ) und den darin enthaltenen Verweisen/ Symbolen/Gleichnisses bzw. Mythen (discourse( discourse). Die Symbolebene (discourse( discourse) ) ist entscheidender für f r das Verständnis des Films als die Geschichte (story( story) ) an der Oberfläche. Die Symbolebene verhilft dem Zuschauer, Wirklichkeit zu konstruieren und nicht umgekehrt. 15 Das Medium Film: Das Erzählen von Geschichten Implizite und Explizite Religion Säkulare und sakrale Kultur Regie: Michael McGowan Kanada 2004 FSK ab 6 16

9 die Verwendung populärer Musik Manche Musikstücke wurden Charthits durch die damit verbundene Filmerzählung und wirkten stilbildend: 17 Das Medium Film: Das Erzählen von Geschichten Was kennzeichnet die Beziehung Film Betrachter? Der Film ist ein Angebot aus story und discourse, welches in seinen Zusammenhängen ngen und Verweisen erst erschlossen werden will. Insofern entsteht der endgültige Film erst im Kopf der Betrachter. Die Konstruktion im Kopf ist abhängig von den individuellen Voraussetzungen und der Steuerung durch den discourse des Filmes. Die individuelle Betrachtungsweise hängt h mit der Suche nach Identität, t, Sinnorientierung und Kontingenz- bewältigung zusammen, welche aus elementaren psychologischen Grundbedürfnissen rfnissen entspringen. 18

10 Das Medium Film Grundlegende Hermeneutik: Die wichtigste Funktion der Massenmedien in der westlichen Kultur ist das Erzählen von Geschichten. Die Wirklichkeit innerhalb dieser Geschichten wird durch Symbolsysteme konstruiert und nicht umgekehrt. Die Wirklichkeit innerhalb eines Spielfilmes setzt sich zusammen aus der Geschichte (story( story) ) und den darin enthaltenen Verweisen/ Symbolen/Gleichnisses bzw. Mythen (discourse( discourse). Entscheidend ist die aktive Rolle des Medienrezipienten: Identitätsfindung, tsfindung, Sinnorientierung und Kontingenzbewältigung. 19 Die Tendenzen im Überblick Der eigens komponierte Soundtrack Verwendung vorhandener Musik Musik innerhalb der Erzählung 20

11 Möge die Macht der Musik mit uns sein immer! Vielen Dank für f r Ihre Aufmerksamkeit! 21

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