Energie und Interkommunale Kooperation

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1 Energie und Interkommunale Kooperation Günther Knoblauch Bürgermeister Stadt Mühldorf a. Inn Städtebund Inn-Salzach GmbH

2 (Art. 11 GO) Eigene Angelegenheiten (1) Der eigene Wirkungskreis der Gemeinden umfasst alle Angelegenheiten der örtlichen Gemeinschaft (Art. 83 Abs. 1 der Bayer. Verfassung). (2) In Angelegenheiten des eigenen Wirkungskreises handeln die Gemeinden nach eigenem Ermessen. Sie sind nur an die gesetzlichen Vorschriften gebunden.

3 Artikel 83 Bayer. Verfassung Eigener Wirkungskreis der Gemeinden; Gemeindliche Haushaltspläne; Staatsaufsicht über die Gemeinden In den eigenen Wirkungskreis der Gemeinden (Artikel 11 Absatz 2) fallen insbesondere die Versorgung der Bevölkerung mit Wasser, Licht, Gas und elektrischer Kraft;

4 Bereits 1920 Gründung der Stadtwerke Mühldorf 1920 Bau des Kraftwerkes in der Gemeinde Winhöring. Bau des Kommunalkraftwerkes noch vor dem Innwasserkraftwerk der Oststrom AG in Töging a. Inn Kosten 1920 veranschlagt auf Reichsmark Haushaltsvolumen der Stadt damals Reichsmark Heute Versorgung von Einwohnern Rund 120 Millionen KWh 3 % aus Wasserkraft insgesamt rd. 20 % Erneuerbarer Energie 100%ige Tochter der Stadt Mühldorf a. Inn. Im Aufsichtsrat sitzt der jeweilige Bürgermeister der Gemeinde Winhöring

5 Kommunale Kooperationen der Stadtwerke Mühldorf GmbH zur Stromversorgung KOS Kooperation Oberbayern Schwaben KOV Kooperation Ostbayerischer Versorgungsbetriebe EAB Energieallianz Bayern

6 Energie-Allianz Bayern Gegründet zum Erwerb der Innkraftwerke Über 60 Kommunale Stromversorger oder Kommunen - GmbH bleibt bestehen

7 Energieversorgung Inn-Salzach Mühldorf a. Inn Teising Winhöring Neuötting Altötting tting Töging a. Inn Trostberg

8 Beginn der Erdgas-Ära in Südbayern 1950 Erste Erdgas-Funde in Bayern im Bereich des Chiemsees und Gründung der Arbeitsgemeinschaft Erdgas Inn-Salzach 1959 Erste öffentliche Erdgasversorgung der BRD in Waldkraiburg 1962 Aus der Arbeitsgemeinschaft Erdgas Inn-Salzach geht die Energieversorgung Inn-Salzach GmbH (EVIS) hervor, Entzünden der ersten Flamme in Mühldorf 1966 Beteiligung der Stadt München an der Isar- Amper-Gas- GmbH, Umfirmierung in Gasversorgung Oberbayern (GVO) 1969 Beteiligung der GVO zu 16,5 % an der EVIS

9 EVIS und Erdgas Erfolgreich gewachsen 1974 Über die GVO wird die Belieferung mit Importgas möglich, das das Erdgas aus oberbayerischen Feldern ablöst Erster positiver Bilanzgewinn der EVIS von DM 1976 Umfirmierung der Gasversorgung Oberbayern in Erdgas Südbayern GmbH (ESB), Erhöhung des Gesellschafter-anteils der ESB an der EVIS auf 40,5 % Gründung der EVIS-Netz GmbH & Co.KG mit den Stadtwerken Mühldorf, ab 2010 Kommunale Energienetze Inn-Salzach Angebotserweiterung um Strom

10 Vom kommunalen Gasversorger zum modernen Energieversorger 2007 Inbetriebnahme der ersten Wärmeversorgungen Neue Technologien (Rapsöl-BHKW in Mühldorf, Holzhackschnitzel-Nahwärme in Chieming) 2010 EVIS bietet CO 2 -neutrales Erdgas an

11 Kommunale EVIS Partner der Kommunen EVIS Finanzierung Planung Bau Betrieb Energielieferung Ing.-Büro Handwerk Handwerk Örtliche Anbieter, EVIS KUNDE

12 Contracting-Vorteile für unsere Kommunen als Kunden EVIS bietet Wirtschaftlichkeit Eigene Investitionen für den Kunden entfallen EVIS organisiert für den Kunden Übernahme von Planung, Finanzierung, Bau, Betrieb und Energielieferung EVIS sorgt für Effizienz und aktiven Umweltschutz Einsatz zielgerichteter Anlagentechnik und optimierter Brennstoffe EVIS steht für Sicherheit Übernahme des technischen Risikos während der Laufzeit 24-h-Bereitschaftsdienst

13 Wärmeversorgung in der Praxis Rapsöl- Blockheizkraftwerk in Mühldorf a. Inn

14 Wärmeversorgung Rapsöl BHKW Hauptschule Mühldorf a. Inn Unser Kunde: Stadt Mühldorf a. Inn Anteil regenerative Energie an Gesamt-KWh (Wärme u. Strom) = 55,5% Einsparung CO 2 -Emissionen = 78 to/a im Vergleich zu HEL

15 Wärmeversorgung Rapsöl - BHKW ZAHLEN BHKW 2009 Betriebsstunden Wärmeerzeugung h 169,02 MWh Stromerzeugung Pflanzenölverbrauch Wirkungsgrad BHKW kwh l 93,8 %

16 Wärmeversorgung Nahwärmeversorgung mit Holzhackschnitzel Chieming Unsere Kunden: Hotel, Gasthof, Metzgerei, Gewerbe, Privathäuser Anteil regenerative Energie an Gesamtwärmemenge = 96,4% Einsparung CO 2 -Emissionen = 248 to/a im Vergleich zu HEL

17 Wärmeversorgung Holz- Hackschnitzel Leitungsplan Netzlänge = 230 m

18 Der Druck nimmt zu und wird weiterhin zunehmen EVIS Branchenspez. Umfeld Politische Vorgaben Klimawandel Wettbewerb Verbrauchervertrauen...aber wir nehmen die Herausforderungen an!

19 Städtebund Inn-Salzach GmbH Schwerpunkt gemeinsame Standort- und Wirtschaftspolitik 8 Zentrale Orte aus den Landkreisen Altötting, Mühldorf a. Inn und Rottal-Inn sind Gesellschafter AB 2010 Bürogemeinschaft mit der Energieagentur Chiemgau Inn-Salzach Unterstützung bei der Rekommunalisierung der Energieversorgung (Partnerschaft, Erfahrungsaustausch und Konzessionsübernahmen)

20 Ohne Zusammenarbeit in der Energiewirtschaft und breiten Einstieg in die Stromerzeugung können die Kommunen ihren Auftrag nicht erfüllen. Die Bürgerinnen und Bürger sind die Verlierer

21 Unbundling Die Komplexität nimmt zu Damals Versorgungsunternehmen Versorgungsvertrag Kunde Lieferant Lieferantenrahmenvertrag Liefervertrag Abrechnungsvereinbarung Anschlussvertrag Grundstückseigentümer (Anschlussnehmer) Heute Netzbetreiber Messstellenvertrag Verlangen eines Chipkartenzählers Messvertrag Messstellenbetreiber Netznutzungsvertrag Anschlussnutzungsverhältnis Auftrag zum Messstellenbetrieb Messdienstleister Kunde (Anschlussnutzer) Auftrag zur Messung

22 Beispiele: Gesetzgebung ständig zu Ungunsten der Kommunen (In 2010 rückwirkend zum 1.7. und zum 1.10.) Statt bisher einmal, künftig weitere zwei Abrechnungen. Bisher Konzessionsabgabe durch Stadtwerke und Regionalversorger. Fremdversorger zahlen nichts bei Gesamtleistung von 5 Mio. kwh. Auswirkung z. B.: Von 1,3 Millionen auf Euro zum Schaden des Bürgers.

23 Ziel muss sein: Mehr Energieerzeugung von Strom bis Wärme in Kommunale Hand. Türöffner sind dazu kreative Kommunale Kooperation

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