Fächerspezifische Bestimmungen. für das Studium der. Bildungswissenschaften. für ein Lehramt an Berufskollegs für die Fächerkombinationen

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1 Fächerspezifische Bestimmungen für das Studium der Bildungswissenschaften für ein Lehramt an Berufskollegs für die Fächerkombinationen Elektrotechnik oder Maschinenbautechnik mit einer Kleinen beruflichen Fachrichtung zur Prüfungsordnung für den Lehramtsmasterstudiengang an der Technischen Universität Dortmund vom. Aufgrund des 2 Abs. 4 in Verbindung mit 64 Abs. 1 des Gesetzes über die Hochschulen des Landes Nordrhein-Westfalen (Hochschulgesetz HG) vom 31. Oktober 2006 (GV. NRW. S. 474), zuletzt geändert durch Gesetz vom 3. Dezember 2013 (GV. NRW. S. 723), sowie 1 Abs. 2 der Prüfungsordnung für den Lehramtsmasterstudiengang vom 18. Juli 2013 (AM 17 / 2013, S. 21 ff.) hat die Technische Universität Dortmund die folgende Ordnung erlassen: 1 Geltungsbereich der Fächerspezifischen Bestimmungen Diese Fächerspezifischen Bestimmungen gelten für das Studium der Bildungswissenschaften im Masterstudiengang für ein Lehramt an Berufskollegs gemäß 5 Abs. 1 Nr. 2 LZV an der Technischen Universität Dortmund. Sie regeln auf der Grundlage der Prüfungsordnung für den Lehramtsmasterstudiengang in ihrer jeweils geltenden Fassung die Inhalte und Anforderungen des Studiums der Bildungswissenschaften. 2 Ziele des Studiums (1) Das Masterstudium dient dem Erwerb der wissenschaftlichen Grundlagen für das Lehramt an Berufskollegs. Es umfasst am Ausbildungsziel orientierte bildungswissenschaftliche bzw. fachwissenschaftliche und fachdidaktische Studien sowie ein Praxissemester. Das Studium orientiert sich an der Entwicklung der grundlegenden beruflichen Kompetenzen für

2 Unterricht und Erziehung, Beurteilung, Beratung und Diagnostik sowie Schulentwicklung, Evaluation und Qualitätssicherung. Das Masterstudium bereitet auf den Vorbereitungsdienst für das Lehramt an Berufskollegs vor. (2) Das Studium der Bildungswissenschaften vermittelt Fertigkeiten und Fähigkeiten für das Lehramt an Berufskollegs. Es orientiert sich an der Entwicklung der grundlegenden beruflichen Kompetenzen für Unterricht und Erziehung. Die Studierenden erhalten Gelegenheit, Kompetenzen aufzubauen, die der besonderen Doppelrolle berufspädagogischen Lehrerhandelns Rechnung tragen. Einerseits geht es um didaktischcurriculare Entscheidungs- und Vermittlungskompetenzen, andererseits um Begleitungs- und Orientierungskompetenzen für die Adressaten der betrieblich-beruflichen Bildung und deren Kompetenzaufbau. Dabei werden wissenschaftstheoretische und forschungsmethodische Grundlagen ebenso wie wesentliche Gegenstandsbereiche und Handlungsfelder der Berufspädagogik vermittelt. (3) Durch den erfolgreichen Abschluss des Studiums der Bildungswissenschaften haben die Kandidaten und Kandidatinnen bewiesen, dass sie über ein strukturelles und begriffliches Ordnungssystem, theoretische Ansätze und Kenntnisse allgemein- und schulpädagogischer Konzepte sowie grundlegender Kenntnisse und Fertigkeiten in der pädagogischen Diagnostik und individuellen Förderung verfügen, die Grundlage für eine vertiefte theoretische und praktische Reflexion sind, berufspädagogische Diskurse und Theorien nachvollziehen und im Hinblick auf ihre aktuelle Relevanz für Bildung, Erziehung, Sozialisation, Schule und Unterricht analysieren können; zur Entwicklung des Berufsbildungssystems und zu aktuellen Fragen und Problemen des beruflichen Bildungswesens im nationalen und internationalen Kontext begründet Stellung beziehen können, (berufs-) pädagogische Probleme mit Blick auf theoretische Lösungen und aktuelle Forschungsergebnisse erfassen können; die vermittelten wissenschaftlichen Inhalte auf Situationen und Prozesse schulischer Praxis beziehen, auf dieser Basis Studien- und Unterrichtsprojekte in der schulischen Praxisphase entwickeln und eine eigene Lehrerprofessionalität einschätzen können.

3 3 Studienbeginn Das Studium kann im Winter- und Sommersemester aufgenommen werden. 4 Zugangsvoraussetzungen Die Zugangsvoraussetzungen für die Aufnahme des Masterstudiums sind in den Fächerspezifischen Bestimmungen für die große berufliche Fachrichtung Elektrotechnik kombiniert mit einer der kleinen beruflichen Fachrichtungen Elektrische Energietechnik, Nachrichtentechnik, Informationstechnik oder Automatisierungstechnik bzw. in den Fächerspezifischen Bestimmungen für die große berufliche Fachrichtung Maschinenbautechnik kombiniert mit einer der kleinen beruflichen Fachrichtungen Fertigungstechnik, Fahrzeugtechnik, Versorgungstechnik, Technische Informatik, Informationstechnik oder Automatisierungstechnik und in 3 der Prüfungsordnung für den Lehramtsmasterstudiengang geregelt. 5 Fächerkombinationsmöglichkeiten (Entfällt) 6 Studienumfang, Studiendauer und Studieninhalte (1) Das Masterstudium der Bildungswissenschaften umfasst 47 Leistungspunkte (LP). Hinzu kommen im Theorie-Praxis-Modul 4 Leistungspunkte aus dem Praxissemester für die wissenschaftliche Begleitung durch die Universität. Das Masterstudium besteht aus den folgenden Modulen: 1. Kernmodul I (6 LP) Das Modul führt in grundlegende theoretische und historische Perspektiven sowie basale Wissensbestände von Schulpädagogik und Allgemeiner Didaktik ein. Ziel ist die Befähigung zur kritischen Auseinandersetzung mit schulpädagogischen und schultheoretischen Gegenstandsbereichen sowie die Reflexion von Lehr-, Lern- und Unterrichtsprozessen, der Auswahl und des Einsatzes unterschiedlicher Unterrichtsmethoden und Aufgabenformen. 2. Kernmodul II (8 LP) Das Modul führt ein in die zentralen Gegenstandsbereiche der Erziehungswissenschaft und ihre basalen Wissensbestände sowie ihr grundlegendes Theorieverständnis. Ziel ist die Befähigung zur Reflexion von Erziehungs-, Bildungs- und Sozialisationsprozessen innerhalb

4 und außerhalb von Schule als Basis für die Anbahnung grundlegender professioneller Kompetenz für Unterricht und Erziehung. 3. Modul Grundlagen und Methoden der Diagnose und individuellen Förderung (6 LP) Das Modul führt ein in die Grundlagen der Diagnostik in pädagogischen Handlungsfeldern und in grundlegende Modelle und Methoden der Diagnose und individuellen Förderung. Ziel ist die Befähigung zur Auseinandersetzung mit verschiedenen Methoden und Modellen der Erfassung und Beurteilung von Lernvoraussetzungen sowie die Reflexion von Lernprozessen im Kontext von Schule und Familie. 4. Modul Berufspädagogik (Pflichtmodul im Lehramt an Berufskollegs) (8 LP) Das Modul gibt Gelegenheit zu einer intensiven Auseinandersetzung mit berufspädagogischen Konzepten, Theorien und forschungsbasierten praktischen wie wissenschaftlichen Innovationen. Das Modul strebt entlang des Basiscurriculums der Berufspädagogik eine (begleitete) selbstorganisierte und berufliche Identitätsbildung an, die auf den Umgang mit beruflichen Komplexitäten und individuellen Lernprozessen vorbereitet. So sollen, angebunden an wissenschaftstheoretische und paradigmatischpädagogische Grundlagen, die aktuellen und historischen institutionellen Bedingungen und Strukturen beruflichen Lernens erfasst werden können. 5. Theorie-Praxis-Modul Erziehungswissenschaft (LA BK) (3 LP aus den Bildungswissenschaften + 4 LP aus dem Praxissemester) Das Modul dient der Analyse und Reflexion grundlegender Aufgaben des Handlungsfelds Berufskolleg vor dem Hintergrund bildungswissenschaftlicher Theorieansätze und begleitet im Rahmen eines forschenden Lernprozesses die schulische Praxisphase, in der die Studierenden ein erziehungswissenschaftliches Studien- oder Unterrichtsprojekt durchführen. Es befähigt dazu, die Bedeutung erziehungswissenschaftlicher bzw. berufsund schulpädagogischer Theorien und Methoden für pädagogische und didaktische Entscheidungen einzuschätzen. 6. Orientierungspraktikum (5 LP) Das Orientierungspraktikum umfasst ein begleitetes schulisches Praktikum, in dem ein erster Praxisbezug hergestellt wird. Das Nähere insbesondere zu den zu erbringenden Leistungsnachweisen regelt die Praktikumsordnung. 7. Berufsfeldpraktikum (5 LP) Das Berufsfeldpraktikum umfasst ein begleitetes schulisches oder außerschulisches Praktikum, das den Studierenden konkrete berufliche Perspektiven innerhalb oder

5 außerhalb des Schuldienstes eröffnet. Das Nähere insbesondere zu den zu erbringenden Leistungsnachweisen regelt die Praktikumsordnung. 8. Modul Deutsch für Schülerinnen und Schüler mit Zuwanderungsgeschichte (6 LP) Das Nähere regeln die Fächerspezifischen Bestimmungen für das Modul Deutsch für Schülerinnen und Schüler mit Zuwanderungsgeschichte für die Lehrämter an Grundschulen, an Haupt-, Real- und Gesamtschulen, an Gymnasien und Gesamtschulen, an Berufskollegs und für das Lehramt für sonderpädagogische Förderung zur Prüfungsordnung für den Lehramtsbachelorstudiengang an der Technischen Universität Dortmund. (2) Die Module werden von der Fakultät Erziehungswissenschaft, Psychologie und Soziologie verantwortet, das Modul 3 wird zusätzlich von der Fakultät Rehabilitationswissenschaften verantwortet, das Berufsfeldpraktikum wird von der Fakultät des jeweils zuständigen Faches verantwortet und das Modul Deutsch für Schülerinnen und Schüler mit Zuwanderungsgeschichte wird von der Fakultät Kulturwissenschaften verantwortet. (3) In den Modulbeschreibungen werden die zu erwerbenden Kompetenzen und Inhalte sowie Prüfungen und deren Voraussetzungen näher beschrieben. 7 Prüfungen (1) Im Bereich Bildungswissenschaften sind die folgenden Prüfungen abzulegen: Name des Moduls Modul- benotet/ Zulassungsvoraus- LP prüfung unbenotet setzung Modulprüfung Kernmodul I Modulprüfung Benotet keine 6 Kernmodul II Modulprüfung Benotet 2 Studienleistungen 8 Grundlagen und Methoden der Diagnose und individuellen Förderung Modulprüfung Benotet keine 6 Berufspädagogik Modulprüfung Benotet 2 Studienleistungen 8 Theorie-Praxis-Modul (BK)* Modulprüfung Benotet 1 Studienleistung 7* Orientierungspraktikum Modulprüfung Unbenotet keine 5

6 Berufsfeldpraktikum Modulprüfung Unbenotet keine 5 Modul Deutsch für Schülerinnen und Schüler mit Zuwanderungsgeschichte Modulprüfung Benotet 2 Studienleistungen 6 * Die Noten der Theorie-Praxis-Module fließen mit je drei Leistungspunkten gewichtet in die Fachnote ein. (2) Die Prüfungsformen werden in den Modulbeschreibungen ausgewiesen. 8 Masterarbeit (1) Die Masterarbeit (Thesis) kann im Bereich Bildungswissenschaften nach erfolgreichem Abschluss des Theorie-Praxis-Moduls angemeldet werden. Durch die Masterarbeit werden weitere 20 Leistungspunkte erworben. Der Umfang der Masterarbeit sollte nicht mehr als 70 Seiten betragen. (2) Alles Weitere zur Masterarbeit regeln 22 und 23 der Prüfungsordnung für den Lehramtsmasterstudiengang. 9 Inkrafttreten und Veröffentlichung Diese Fächerspezifischen Bestimmungen treten mit Wirkung vom in Kraft. Sie werden in den Amtlichen Mitteilungen der Technischen Universität Dortmund veröffentlicht. Ausgefertigt aufgrund des Beschlusses des Rektorates vom und des Beschlusses des Fakultätsrates der Fakultät Erziehungswissenschaft, Psychologie und Soziologie vom. sowie des Fakultätsrates der Fakultät Rehabilitationswissenschaften vom sowie des Fakultätsrates der Fakultät Kulturwissenschaften vom Dortmund, den Die Rektorin der Technischen Universität Dortmund

7 Universitätsprofessorin Dr. Ursula Gather

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