Wir freuen uns, Sie als Besucher der Intensivstation zu begrüßen.

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1 Wir freuen uns, Sie als Besucher der Intensivstation zu begrüßen. Wir möchten Sie ermutigen, ihren Angehörigen in dieser kritischen Situation zu begleiten und ihn mit Ihren Möglichkeiten zu Unterstützen. Damit Pflege und Behandlung ungestört ablaufen können, bitten wir Sie folg. Richtlinien beim Besuch einzuhalten: Besuche sind aufgrund unseres Tagesablaufes täglich von und von möglich. Außerhalb dieser Besuchszeiten ist ein Besuch nur in Rücksprache mit uns gestattet und muss mit einer eventuell verlängerten Wartezeit gerechnet werden. Aus räumlichen Gründen und um den Patienten nicht zu überfordern, können gleichzeitig nur max. 2 Personen beim Patientenbett anwesend sein. Die Besuche in der Akutphase einer Erkrankung sollten sich auf die nächsten Angehörigen oder Vertrauenspersonen beschränken. Kindern unter 14 Jahren ist der Zutritt nur in Ausnahmefällen und nach Rücksprache mit uns gestattet. Vor Betreten der Station ziehen Sie sich bitte eine Schürze über, welche sie nach dem Besuch in den dafür vorgesehenen Behälter entsorgen. Desinfizieren Sie ihre Hände beim Betreten und nach Verlassen der Station. Um die Intimsphäre der Mitpatienten zu wahren, bitten wir Sie am Bett Ihres Angehörigen zu bleiben. Während des Besuches kann es aufgrund verschiedener ärztlicher und pflegerischer Tätigkeiten zu kurzen Unterbrechungen Ihres Aufenthaltes am Bett Ihres Angehörigen kommen. Ebenso können Wartezeiten beim Einlass entstehen. 1

2 Aus hygienischen Gründen dürfen weder Schnitt- noch Topfblumen mitgebracht werden. Persönliches wie z.b. Fotos der Familie, spezielle Dinge zur Körperpflege (Parfüm, Aftershave, Pflegelotion) oder ein Walkman mit der Lieblingsmusik des Angehörigen vermitteln diesem ein Gefühl von Geborgenheit. Fragen Sie diesbezüglich die zuständige Pflegeperson. Obwohl sich viele unserer Patienten in einem Schlafzustand befinden, ist für sie der zwischenmenschliche Kontakt mit vertrauten Personen wichtig. Scheuen Sie sich daher nicht, Ihren Angehörigen zu berühren z.b. ihm die Hand halten oder streicheln und ihm Dinge aus dem alltäglichen Leben zu erzählen. Sprechen Sie mit ihm und geben Sie ihm das Gefühl nicht alleine zu sein. Auch wenn keine Reaktionen erkennbar sind, gilt es als sicher, dass Berührungen, Geräusche und auch Geruch wahrgenommen werden. Während der Besuchszeit besteht die Möglichkeit medizinische Auskunft über den Gesundheitszustand Ihres Angehörigen vom diensthabenden Stationsarzt zu erhalten. Bei Fragen die Pflege betreffend wenden Sie sich bitte an die zuständige Pflegeperson. Telefonische Auskunft ist aufgrund der Gesetzeslage nur bedingt möglich. Unter der Tel.Nr.: 02682/ erhalten uns persönlich bekannte nächsten Angehörigen bzw. Vertrauenspersonen Auskunft. Wir bitten um die Weitergabe von Informationen innerhalb der Familie in dem Sinne, wie es Ihr kranker Angehöriger wünscht. 2

3 Der notwendige Einsatz von technischen Mitteln während der schweren Krankheitsphase Ihres Angehörigen sollte Sie nicht von regelmäßigen Besuchen abhalten. Viele Patienten benötigen während Ihres Aufenthaltes auf der Intensivstation vorübergehend eine Unterstützung ihrer Atmung durch ein Beatmungsgerät. Über einen Beatmungsschlauch, der durch den Mund oder einen Luftröhrenzugang eingeführt wird, strömt Luft in die Lunge ein und aus. Während dieser Zeit kann der Patient nicht sprechen. Trotzdem ist je nach Wachheitszustand eine Verständigung durch Mimik und Zeichensprache teilweise möglich. Versuchen Sie daher Ja/Nein Fragen zu stellen, die er erwidern kann. Jeder unserer Patienten ist mit einem Überwachungsgerät (Monitor) verbunden, das uns ständig Kontrolle über die wichtigsten Körperfunktionen z.b. Puls, Blutdruck und Temperatur ermöglicht. Alle Geräte auf der Intensivstation reagieren auf kleinste Veränderungen mit hör- und sichtbaren Signalen. Diese Alarmsignale bedeuten meist keine unmittelbare Gefahr und sind deshalb kein Grund zur Besorgnis. Sie helfen vielmehr dem Ärzte- und Pflegeteam, einen möglichen Akutfall sofort zu erkennen und entsprechend rasch zu reagieren. Solange ein Patient nicht normal essen und trinken kann oder darf, werden Nahrung sowie Medikamente über einen Venenkatheter (Kunststoffschlauch direkt in die Blutbahn) und/oder eine Magensonde (Schlauch, der über die Nase in den Magen führt) verabreicht. Nach Operationen leiten oft mehrere Schläuche Sekret aus dem Wundgebiet in Beutel oder Plastikflaschen ab. Auch der Urin wird über einen Schlauch (Harnkatheter) auf diese Weise aufgefangen. 3

4 Bei Intensivpatienten kommt es häufig zu Wahrnehmungs-, Bewegungs- und Kommunikationsdefiziten. Nicht selten zeigt sich ein Verlust von Orientierung, Körpergefühl und Identität.Mit der Umsetzung des Konzeptes der Basalen Stimulation in der Pflege erfahren die Patienten auf unserer Station eine spezielle Förderung zur Wiedererlangung ihrer Wahrnehmung. Es wird eine individuelle Pflege durchgeführt. Zu diesem Zwecke ist ein Informationsgespräch bezüglich der Lebensgewohnheiten des Patienten mit einer ihm vertrauten Person notwendig. Da Wertsachen (Schmuck etc.) bei der Pflege und Therapie Ihres Angehörigen hinderlich wären, verwahren wir diese auf unserer Station in einem verschlossenen Schrank. Sie können die Wertgegenstände unter Abgabe Ihrer Unterschrift entgegennehmen. Fragen Sie diesbezüglich die zuständige Pflegeperson. 4

5 Der Tagesablauf an der Intensivstation gestaltet sich folgendermaßen: Dienstübergabe und -wechsel des Pflegeteams Grundpflege, Frühstück, Physiotherapie intensivpflegerische und therapeutische Maßnahmen Visite, diverse Untersuchungen Mittagessen, Mobilisation intensivpflegerische und therapeut. Maßnahmen Besuchszeit, medizinische und pflegerische Auskunft für Angehörige oder Vertrauenspersonen Grundpflege und Mobilisation intensivpflegerische und therapeutische Maßnahmen, Abendessen Besuchszeit, medizin. und pflegerische Auskunft für Angehörige und Vertrauenspersonen Dienstübergabe und wechsel des Pflegeteams Für weitere Fragen steht Ihnen das Team der Intensivstation jederzeit gerne zur Verfügung. DGKP Johann Mörz Stationsleitung Prim. Dr. Günther Frank Abteilungsleiter 5

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