Der Landesbeauftragte für den Datenschutz Rheinland-Pfalz

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2 Folie: 2 Sicherheitsrisiken im Internet Gestaltung von Internetzugängen und -angeboten

3 Folie: 3 Agenda: 1. Systematik von IT-Sicherheit und Datenschutz 2. Grundbedrohungen der IT-Sicherheit 3. Rechtlicher Rahmen nach 9 Landesdatenschutzgesetz (LDSG) 4. Gefahren aus dem Internet 5. Firewallsysteme 6. Gestaltung von Internetangeboten

4 Folie: 4 Systematik von IT-Sicherheit und Datenschutz IT-Sicherheit: Schutz von Daten vor Beeinträchtigungen bei der Verarbeitung. Datenschutz: Schutz vor missbräuchlicher Verwendung personenbezogener Daten. Wahrung schutzwürdiger Belange Betroffener vor Beeinträchtigungen durch die Verarbeitung.

5 Folie: 5 Systematik von IT-Sicherheit und Datenschutz IT-Sicherheit Datenschutz immer automatisiert; nicht notwendigerweise personenbezogen immer personenbezogen; nicht notwendigerweise automatisiert

6 Folie: 6 Grundbedrohung der IT-Sicherheit Verlust der Verfügbarkeit Funktionalität von IT-Systemen Verfügbarkeit von Daten Verlust der Vertraulichkeit unbefugter Informationszugriff unbefugte Offenbarung Verlust der Integrität Verlust der Authentizität Unversehrtheit Korrektheit Vollständigkeit Zurechenbarkeit Unabstreitbarkeit

7 Folie: 7 Anforderungen des Datenschutzes beim Einsatz automatisierter Verfahren nach 9 Landesdatenschutzgesetz (LDSG) Zutrittskontrolle ( 9 (2) Nr. 1 LDSG) Zugangskontrolle ( 9 (2) Nr. 2 LDSG) Zugriffskontrolle ( 9 (2) Nr. 3 LDSG) Weitergabekontrolle ( 9 (2) Nr. 4 LDSG) Eingabekontrolle ( 9 (2) Nr. 5 LDSG) Auftragskontrolle ( 9 (2) Nr. 6 LDSG) Verfügbarkeitskontrolle ( 9 (2) Nr. 7 LDSG) Zweckbindungskontrolle ( 9 (2) Nr. 8 LDSG) Dokumentationskontrolle ( 9 (2) Nr. 9 LDSG) Verarbeitungskontrolle ( 9 (2) Nr. 10 LDSG)

8 Folie: 8 Gefahren aus dem Internet Malicious Software ( Malware ) Hacker/Cracker pornographische oder gewaltverherrlichende Darstellungen Spam sonstige ungewollte Inhalte

9 Folie: 9 Malicious Software ( Malware ) Viren Würmer Trojanische Pferde Bomben Dialer sonstige Schadsoftware Einsatz von aktuellen Scannern!

10 Folie: 10 Hacker/Cracker Unbefugtes Eindringen in Rechnersysteme Ausspähen von Daten Verändern von Daten Unautorisiere Ausnutzung von Ressourcen / Zeitdiebstahl Einsatz von Firewalls! restriktive Konfiguration von Systemdiensten!

11 Folie: 11 Firewallsysteme OSI-Referenzmodell am Beispiel TCP/IP auf Ethernetbasis application layer presentation layer Applikationsprotokolle: HTTP, FTP, SMTP, POP3, Telnet etc. session layer transport layer Transportsicherung: TCP, UDP network layer data link layer physical layer IP-Adressierung Ethernet: CSMA/CD; MAC-Adressierung Netzwerkverkabelung (z.b. Twisted-Pair/CAT.5)

12 Folie: 12 Firewallsysteme statischer Paketfilter application layer presentation layer session layer transport layer network layer data link layer physical layer

13 Folie: 13 Firewallsysteme statischer Paketfilter Vorteile: sehr schnell sehr hoher Datendurchsatz sehr einfache Realisierung (z.b. Linux Kernel 2.0/2.2 ipfwadm/ipchains) gute Absicherung auf IP/Port-Ebene für den Anwender in der Regel transparent Kontrolle der Verbindungsrichtung bei TCP-Verbindungen Nachteile: keine Richtungskontrolle bei UDP-Verbindungen keine Inhaltsprüfung möglich

14 Folie: 14 Firewallsysteme dynamischer Paketfilter Stateful Inspection Engine application layer presentation layer session layer transport layer network layer data link layer physical layer

15 Folie: 15 Firewallsysteme dynamischer Paketfilter Stateful Inspection Engine Vorteile: schnell hoher Datendurchsatz einfache Realisierung (z.b. Linux Kernel 2.4 iptables) sehr gute Absicherung auf IP/Port-Ebene für den Anwender in der Regel transparent Kontrolle der Verbindungsrichtung sowohl bei TCP- als auch bei UDP-Verbindungen Nachteile: keine Inhaltsprüfung möglich

16 Folie: 16 Firewallsysteme Proxysysteme application layer presentation layer session layer transport layer network layer data link layer physical layer

17 Folie: 17 Firewallsysteme Proxysysteme Vorteile: arbeitet auf OSI-Schicht 7 Inhaltskontrolle möglich Mechanismen zur Authentifizierung abbildbar hoch spezialisiert sehr sicher oftmals Schnittstellen zur Produkten von Drittanbietern realisierbar (z.b. Virenscanner) Nachteile: langsam für den Anwender in der Regel nicht transparent hoch spezialisiert aufwendig zu realisieren

18 Folie: 18 Konfiguration von Systemdiensten z.b. Computerverwaltung unter Windows 2000

19 Folie: 19 Konfiguration von Systemdiensten z.b. Konfiguration des Internet-Super-Daemons unter Linux (/etc/inetd.conf)

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