Finanzgruppe Deutscher Sparkassen- und Giroverband

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1 Finanzgruppe Deutscher Sparkassen- und Giroverband Presseinformation Kartenzahlungen im Rückblick Frankfurt/Berlin, 4. Juni Einführung der Scheckgarantiekarte durch die deutsche Kreditwirtschaft (bundesweit ab ). Deutsche Scheckkarten sind wenig später auch in Österreich gültig. Die Kreissparkasse Tübingen stellt in Deutschland den ersten, tresorähnlichen Geldautomaten auf. Kunden brauchten eine Plastikkarte und Auszahlungsbelege in Form von Lochkarten und konnten maximal 400 DM in 100 DM-Scheinen abheben. Gründung des eurocheque-systems: Im Herbst schließen Vertreter des Kreditgewerbes aus 15 europäischen Ländern eine internationale Scheckkartenvereinbarung. Sie ermöglicht, dass Scheckkartenschecks in diesen Ländern ab 1969 zu weitgehend einheitlichen Bedingungen ausgezahlt werden Am ersten Januar werden einheitliche eurocheque- Vordrucke und eine einheitliche eurocheque-karte in der Bundesrepublik Deutschland und den BENELUX-Staaten eingeführt. Weitere Länder folgen in den nächsten Jahren Die Institute der Sparkassen-Finanzgruppe, die privaten Banken und die Volks- und Raiffeisenbanken komplettieren ihr Dienstleistungsangebot im Reisezahlungsverkehr mit der Einführung der Eurocard. Sie ergänzt das eurocheque- System und ermöglicht Kunden weltweit die Bezahlung von Waren und Dienstleistungen in Geschäften, Restaurants und Hotels.

2 Seite Deutsche Kreditinstitute haben 11,8 Millionen eurocheque- Karten an ihre Kunden ausgegeben. Davon entfallen allein auf die Sparkassen und Landesbanken 6,2 Millionen (53 Prozent) In der Bundesrepublik Deutschland werden die ersten eurocheque-karten als Plastikkarten mit maschinenlesbaren Magnetstreifen ausgegeben. Die Karten dienen nicht mehr allein als Garantiekarte für eurocheques, Kunden können damit auch an Geldautomaten des eigenen und fremder Kreditinstitute Bargeld abheben Die ersten ec-geldautomaten werden bei Sparkassen in Betrieb genommen. Die Spitzenverbände des deutschen Kreditgewerbes schließen eine Rahmenvereinbarung über die Abwicklung bargeldloser Zahlungen an automatisierten Kassen von Handels- und Dienstleistungsunternehmen mit institutsübergreifender Nutzung. Dies ist der Startschuss für den Aufbau eines elektronischen bargeldlosen Zahlungssystems (Point of Sale (POS)-System) - mit der ec-karte als Bedienungsmedium Die Sparkassen haben 6,5 Millionen ec-karten mit Magnetstreifen ausgegeben. Trotz der noch begrenzten Zahl von ec-geldautomaten werden bei den Sparkassen 1,6 Millionen Abhebungen mit über 400 Mio. DM getätigt Die Zahl der Verfügungen an den Geldausgabeautomaten der Sparkassenorganisation ist auf über 10 Millionen gestiegen. Der Durchschnittsbetrag pro Abhebung liegt bei etwa 250 DM Die ersten grenzüberschreitenden Abhebungen an Geldautomaten mit der eurocheque-karte werden möglich.

3 Seite 3 Erstes Land ist Spanien. Zunächst können 400 DM - die Höhe des Garantiebetrags des eurocheques - abgehoben werden. Später wird dies durch individuelle Regelungen der kartenausgebenden Institute ersetzt. In Berlin und München wird das POS-System (s. 1981) erstmals in der Praxis getestet Die S-Card wird als einheitliche Kundenkarte von Sparkassen eingeführt. Sie ermöglicht es auch Kunden ohne eurocheque-karte überall in Deutschland die Geldautomaten der Sparkassen zu nutzen Das electronic cash-system (Zahlen mit ec-karte und Geheimzahl) des deutschen Kreditgewerbes wird vom Bundeskartellamt genehmigt. Am 16. Juli startet das System bei Händlerkunden von Sparkassen in Ludwigsburg und im Raum Hannover. Die Sparkassen-Finanzgruppe führt damit als erste Gruppe des deutschen Kreditgewerbes die neue Zahlungsart ein. Ende 1990 sind etwa electronic cash-terminals in Deutschland in Betrieb, zwölf Monate später bereits etwa Geräte Das Erscheinungsbild aller Karten der Sparkassen innerhalb der so genannten S-Kartenfamilie wird angepasst. Zudem wird das Leistungsspektrum der S-Card erweitert. Mit ihr ist nunmehr auch der institutsübergreifende Einsatz an Geldautomaten der Sparkassen-Finanzgruppe in Deutschland und in elf europäischen Ländern möglich, ebenfalls der Einsatz im electronic cash-verfahren Der nationale electronic cash-service wird unter der Bezeichnung edc (European Debit Card) auf andere europäische Staaten ausgeweitet. Dadurch können deutsche

4 Seite 4 Karteninhaber seit 1. Oktober 1994 auch grenzüberschreitend bargeldlos zahlen In Ravensburg wird erfolgreich ein Feldversuch mit ec-karten durchgeführt, die durch einen eingebauten Mikrochip als Elektronische Geldbörse fungieren. Die Sparkassen beginnen damit, ihren Kunden neue ec- Karten auszuhändigen, die mit einem multifunktionalen Chip ausgestattet sind und als aufladbare GeldKarte genutzt werden können Bundesweite Einführung der GeldKarte (Elektronische Geldbörse). Von Ladestationen, die am Jahresende zur Verfügung stehen, sind von Sparkassen installiert worden Mit Ablauf des Jahres endet die sogenannte eurocheque- Garantie. Das Zeitalter des eurocheques geht, auch wenn er weiter benutzt werden kann, langsam zu Ende. Grund: Der eurocheque spielt im täglichen Leben kaum noch eine Rolle. Die meisten Bürger empfinden ihn als zu umständlich und zu unmodern. Stattdessen werden in immer stärkerem Maße Geldautomaten sowie das electronic cash Verfahren, das Bezahlen mit Karte und PIN, von den Kunden genutzt Einführung des Euro-Bargeldes. Zum 1. Januar 2002 werden bundesweit die Geldautomaten der Sparkassen mit den neuen Euro-Scheinen bestückt. Die Sparkassen-Finanzgruppe führt im Juli ihre neue Debit- Karte, die SparkassenCard, ein. Sie ersetzt und vereinheitlicht die bisherige ec-karte und die S-Card. Insgesamt werden bis Millionen SparkassenCards ausgetauscht.

5 Seite Sparkassen statten erstmals die SparkassenCard mit dem Jugendschutzmerkmal aus. Der Chip enthält ab dann einen verschlüsselten Hinweis, ob der Karteninhaber das erforderliche Mindestalter zum Erwerb von Zigaretten hat. Ab 1. Januar 2007 sind Zigarettenautomatenaufsteller gesetzlich verpflichtet, das Mindestalter bei der Bedienung von Automaten sicherzustellen. Im August geben die Sparkassen als erste Kreditinstitute in Deutschland Karten mit dem neuen EMV-Chip aus. Durch den Chipeinsatz wird das Bezahlen mit Karte und PIN schneller. Außerdem sind dank der neuen Chiptechnik Anwendungen wie die elektronische Signatur möglich. Der neue EMV-Chip fügt sich in die gleichnamige internationale Sicherheitsarchitektur ein, die mit dem einheitlichen Euro- Zahlungsverkehr (SEPA) ab dem Jahr 2011 verbindlich wird Mit ihren Karten können Kunden an den Geldautomaten der Sparkassen-Finanzgruppe auch Prepaid-Guthaben ihrer Mobiltelefone aufladen Die deutsche Kreditwirtschaft richtet den zentralen Sperrnotruf ein. Kunden von Sparkassen und Landesbanken erreichen dort einen persönlichen Ansprechpartner, der ihnen weiterhilft, wenn die SparkassenCard verloren gegangen ist oder geklaut wurde Sparkassen gründen gemeinsam mit weiteren deutschen und europäischen Partnern die Euro Alliance. Der Zusammenschluss ermöglicht die gegenseitige Akzeptanz der Debitkarten der Kooperationspartner bei den von den Partnern angeschlossenen POS-Terminals und Geldautomaten - unabhängig von den internationalen Anbietern MasterCard und VISA.

6 Seite Mit dem Start der Fußballsaison 2009/2010 führen die Sparkassen erstmals in Deutschland kontaktloses Bezahlen beim Bundesligisten BayerLeverkusen ein. Fans können im Stadion durch Auflegen der Karte schnell und bequem bezahlen Die Entscheidung, ab 2012 alle neuen Karten mit der zusätzlichen Chip-Anwendung auszugeben, ist gefallen. Im Juni verkünden die Sparkassen die Absicht, kontaktloses Bezahlen einzuführen Deutsche bezahlen lieber mit Karte und PIN statt mit Unterschrift. Das ergibt eine repräsentative Umfrage, die der Deutsche Sparkassen- und Giroverband (DSGV) beauftragt hat. Entscheidend dafür sind die Sicherheit, die Geschwindigkeit und der Datenschutz des electronic cash- Verfahrens. Die Sparkassen forcieren die Entwicklung weg vom Magnetstreifen hin zum Chip. Abhebungen am Geldautomaten und Bezahlen mit Karte und PIN werden vollständig über den Chip abgewickelt. Auch bei nicht-zahlungsrelevanten Funktionen wie Kontoauszugsdrucken soll perspektivisch der Chip genutzt werden. Neue Angebote sollen nur noch auf Basis des Chips entwickelt werden Im Juni stellt der Rhein-Main-Verkehrsverbund bundesweit die erste App für NFC-Handys vor, bei der Kunden mit ihrer girogo-karte bezahlen können einfach durch Auflegen der Karte auf das Handy.

7 Seite 7 Der Deutsche Sparkassen- und Giroverband (DSGV) ist der Dachverband der Sparkassen-Finanzgruppe. Dazu gehören 417 Sparkassen, sieben Landesbanken-Konzerne, die DekaBank, zehn Landesbausparkassen, elf Erstversicherergruppen der Sparkassen und zahlreiche weitere Finanzdienstleistungsunternehmen. Für weitere Informationen oder Fragen: Stefan Marotzke Deutscher Sparkassen- und Giroverband Charlottenstr. 47, Berlin Telefon Telefax Michaela Roth Deutscher Sparkassen- und Giroverband Charlottenstr. 47, Berlin Telefon Telefax

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