Dichter Winkelgreifer DWG 44-80

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1 Original Betriebsanleitung Dichter Winkelgreifer DWG Montage- und Betriebsanleitung Superior Clamping and Gripping

2 Impressum Impressum Urheberrecht: Diese Anleitung bleibt urheberrechtlich Eigentum der SCHUNK GmbH & Co. KG. Sie wird nur unseren Kunden und den Betreibern unserer Produkte mitgeliefert und ist Bestandteil des Produktes. Ohne unsere ausdrückliche Genehmigung dürfen diese Unterlagen weder vervielfältigt noch dritten Personen, insbesondere Wettbewerbsfirmen, zugänglich gemacht werden. Technische Änderungen: Änderungen im Sinne technischer Verbesserungen sind uns vorbehalten. Dokumentennummer: Auflage: de SCHUNK GmbH & Co. KG Alle Rechte vorbehalten Sehr geehrter Kunde, wir gratulieren zu Ihrer Entscheidung für SCHUNK. Damit haben Sie sich für höchste Präzision, hervorragende Qualität und besten Service entschieden. Sie erhöhen die Prozesssicherheit in Ihrer Fertigung und erzielen beste Bearbeitungsergebnisse für die Zufriedenheit Ihrer Kunden. SCHUNK-Produkte werden Sie begeistern. Unsere ausführlichen Montage- und Betriebshinweise unterstützen Sie dabei. Sie haben Fragen? Wir sind auch nach Ihrem Kauf jederzeit für Sie da. Mit freundlichen Grüßen Ihre SCHUNK GmbH & Co. KG Spann- und Greiftechnik Bahnhofstr D Lauffen/Neckar Tel Fax DWG de

3 Inhaltsverzeichnis Inhaltsverzeichnis 1 Zu dieser Anleitung Warnhinweise Signalworte Symbole Mitgeltende Unterlagen Grundlegende Sicherheitshinweise Bestimmungsgemäße Verwendung Nicht bestimmungsgemäße Verwendung Umgebungs- und Einsatzbedingungen Produktsicherheit Schutzeinrichtungen Anforderungen an die Aufsatzbacken Bauliche Veränderungen, An- oder Umbauten Personalqualifikation Verwendung von persönlichen Schutzausrüstungen Hinweise auf besondere Gefahren Variante Greifkrafterhaltung Gewährleistung Lieferumfang Zubehör Sensoren Technische Daten Montage Mechanischer Anschluss Luftanschlüsse Öffnungswinkelbegrenzung Sensoren Induktiver Näherungsschalter IN Fehlerbehebung Modul bewegt sich nicht? Öffnungswinkel nicht korrekt? Modul öffnet oder schließt ruckartig? Modul öffnet oder schließt zu langsam? Greifkraft lässt nach? DWG de 3

4 Inhaltsverzeichnis 9 Wartung und Pflege Hinweise Wartungs- und Schmierintervalle Schmierstoffe/Schmierstellen (Grundfettung) Modul zerlegen Modul warten und zusammenbauen Zusammenbauzeichnung Dichtsatz Beipack Einbauerklärung DWG de

5 Zu dieser Anleitung Zu dieser Anleitung Diese Anleitung ist integraler Bestandteil des Produktes und enthält wichtige Informationen zur sicheren und sachgerechten Montage, Inbetriebnahme, Bedienung und Wartung sowie zur einfachen Störungsbeseitigung. Vor Benutzung des Produktes diese Anleitung lesen und beachten, besonders das Kapitel "Grundlegende Sicherheitshinweise". Warnhinweise Zur Verdeutlichung von Gefahren werden in den Warnhinweisen folgende Signalworte und Symbole verwendet Signalworte GEFAHR WARNUNG VORSICHT ACHTUNG Gefahren für Personen. Nichtbeachtung führt sicher zu irreversiblen Verletzungen bis hin zum Tod. Gefahren für Personen. Nichtbeachtung kann zu irreversiblen Verletzungen bis hin zum Tod führen. Gefahren für Personen. Nichtbeachtung kann zu leichten Verletzungen führen. Informationen zur Vermeidung von Sachschäden Symbole Warnung vor Gefahrenstelle Warnung vor Handverletzung Allgemeines Gebotszeichen zur Vermeidung von Sachschäden 1.2 Mitgeltende Unterlagen Allgemeine Geschäftsbedingungen Montage- und Betriebsanleitungen des Zubehörs Berechnungsprogramm für Greifmodule (SSG) Die oben genannten Unterlagen können unter heruntergeladen werden DWG de 5

6 Grundlegende Sicherheitshinweise Grundlegende Sicherheitshinweise Bestimmungsgemäße Verwendung Das Produkt wurde konstruiert zum Greifen und zeitbegrenztem sicheren Halten von Werkstücken bzw. Gegenständen. Das Produkt ist zum Einbau in eine Maschine bestimmt. Die Anforderungen der zutreffenden Richtlinien müssen beachtet und eingehalten werden. Das Produkt darf ausschließlich im Rahmen seiner definierten Einsatzparameter verwendet werden ( 6, Seite 12). Die Firma SCHUNK setzt voraus, dass der jeweilige Anwendungsfall mit dem Berechnungsprogramm für Greifmodule (SSG) geprüft wurde. Das Produkt ist für die industrielle Anwendung bestimmt. Zur bestimmungsgemäßen Verwendung gehören auch die Beachtung der Technischen Daten und der Montage- und Betriebshinweise in dieser Anleitung sowie die Einhaltung der Wartungsintervalle. 2.2 Nicht bestimmungsgemäße Verwendung Eine nicht bestimmungsgemäße Verwendung liegt vor, wenn das Produkt z.b. als Presswerkzeug, Stanzwerkzeug, Hebezeug, Führungshilfe für Werkzeuge, Schneidwerkzeug, Spannmittel, Bohrwerkzeug verwendet wird. 2.3 Umgebungs- und Einsatzbedingungen Sicherstellen, dass das Produkt und die Aufsatzbacken entsprechend dem Anwendungsfall ausreichend dimensioniert sind. Sicherstellen, dass das Produkt entsprechend dem Anwendungsfall ausreichend dimensioniert ist. Wartungs- und Schmierintervalle beachten ( 9.2, Seite 23). Sicherstellen, dass die Umgebung frei von Spritzwasser und Dämpfen sowie von Abriebs- oder Prozessstäuben ist. Ausgenommen hiervon sind Produkte, die speziell für verschmutzte Umgebungen ausgelegt sind DWG de

7 Grundlegende Sicherheitshinweise 2.4 Produktsicherheit Gefahren können vom Produkt ausgehen, wenn z.b.: das Produkt nicht bestimmungsgemäß verwendet wird. das Produkt unsachgemäß montiert oder gewartet wird. die Sicherheits- und Montagehinweise nicht beachtet werden. Jede Arbeitsweise unterlassen, welche die Funktion und Betriebssicherheit des Produktes beeinträchtigen. Schutzausrüstung tragen. HINWEIS Nähere Informationen befinden sich in den entsprechenden Kapiteln Schutzeinrichtungen Schutzeinrichtungen gemäß EG-Maschinenrichtlinie vorsehen Anforderungen an die Aufsatzbacken Bei einem Wechsel der Aufsatzbacken darf keine Restenergie freigesetzt werden. Die Aufsatzbacken so ausführen, dass das Produkt im drucklosen Zustand eine der Endlagen offen oder geschlossen erreicht Bauliche Veränderungen, An- oder Umbauten Zusätzliche Bohrungen, Gewinde oder Anbauten, die nicht als Zubehör von SCHUNK angeboten werden, können die Sicherheit beeinträchtigen, und dürfen nur mit Genehmigung von SCHUNK durchgeführt werden. 2.5 Personalqualifikation Die Integration, Montage, Erstinbetriebnahme, Wartung und Instandsetzung des Produktes darf nur von Fachpersonal durchgeführt werden. Jede Person, die vom Betreiber mit Arbeiten am Produkt beauftragt ist, muss die komplette Montage- und Betriebsanleitung, insbesondere das Kapitel "Grundlegende Sicherheitshinweise" ( 2, Seite 6), gelesen und verstanden haben. Dies gilt insbesondere für nur gelegentlich eingesetztes Personal, z.b. Wartungspersonal DWG de 7

8 Grundlegende Sicherheitshinweise 2.6 Verwendung von persönlichen Schutzausrüstungen Bei Verwendung dieses Produktes die einschlägigen Arbeitsschutzbestimmungen beachten und die erforderlichen persönlichen Schutzausrüstungen (PSA) verwenden! Verwendung von Schutzhandschuhen, Sicherheitsschuhen und Schutzbrillen. Einhaltung von Sicherheitsabständen. Minimale Sicherheitsanforderungen für die Verwendung von Ausrüstungen. 2.7 Hinweise auf besondere Gefahren Generell gilt: Vor Montage-, Umbau-, Wartungs- und Einstellarbeiten die Energiezuführungen entfernen. Sicherstellen, dass im System keine Restenergie mehr vorhanden ist. Keine Teile von Hand bewegen, wenn die Energieversorgung angeschlossen ist. Nicht in die offene Mechanik und den Bewegungsbereich der Einheit greifen. Wartung, Um- oder Anbauten außerhalb der Gefahrenzone durchführen. Produkt bei allen Arbeiten gegen versehentliches Betätigen sichern. Bei der Wartung und bei der Demontage besonders vorsichtig vorgehen. Die Demontage darf nur von Fachpersonal durchgeführt werden DWG de

9 Grundlegende Sicherheitshinweise WARNUNG Verletzungsgefahr durch Quetschen und Stoßen beim Verfahren der Greiferbacken und durch Bruch oder Lösen der Greiferfinger! WARNUNG Verletzungsgefahr durch herabfallende und herausschleudernde Gegenstände Der Gefahrenbereich muss im Betrieb von einer Schutzumzäunung umgeben sein. WARNUNG Unkontrollierte Bewegung der Einzelteile des Greifers bei Demontage möglich! Variante Greifkrafterhaltung WARNUNG Verletzungsgefahr durch herabfallende Gegenstände bei Ausfall der Energieversorgung Produkte mit einer mechanischen Greifkrafterhaltung können sich bei einem Ausfall der Energieversorgung noch eigenständig in die Richtung bewegen, die durch die mechanische Greifkrafterhaltung vorgegeben ist. Vermeidung: Die Endlagen des Produktes mit SCHUNK Druckerhaltungsventilen SDV-P sichern. WARNUNG Verletzungsgefahr durch Restenergie im Greifer wegen Greifkrafterhaltung durch Federn! DWG de 9

10 Lieferumfang 3 Gewährleistung Die Gewährleistung beträgt 24 Monate ab Lieferdatum Werk unter folgenden Bedingungen: Bestimmungsgemäße Verwendung im 1-Schicht-Betrieb Beachtung der vorgeschriebenen Wartungs- und Schmierintervalle Beachtung der Umgebungs- und Einsatzbedingungen Werkstück berührende Teile und Verschleißteile sind nicht Bestandteil der Gewährleistung. Den jeweiligen Anwendungsfall vorab mit dem Berechnungsprogramm für Greifmodule (SSG) prüfen. 4 Lieferumfang Der Lieferumfang beinhaltet: Dichter Winkelgreifer DWG in der bestellten Variante. Beipack DWG de

11 Zubehör Zubehör Für dieses Produkt ist folgendes Zubehör erhältlich: Druckerhaltungsventil Adapterplatten Aufsatzbacken Sensoren Sensoren Übersicht der passenden Sensoren Bezeichnung Induktive Näherungsschalter Typ IN Exakte Typenbezeichnungen der passenden Sensoren Katalog. Informationen über die Handhabung von Sensoren unter oder bei den SCHUNK-Ansprechpartnern Zur Montage der Sensoren sind teilweise Anbausätze notwendig DWG de 11

12 Technische Daten 6 Technische Daten Geräusch-Emission [db(a)] 70 Druckmittel Druckluft, Druckluftqualität nach ISO :7 4 4 Mindestdruck [bar] 4.0 Maximaldruck [bar] 6.5 Nennbetriebsdruck [bar] 6.0 Dichtheit IP 67 Umgebungstemperatur min. [ C] Umgebungstemperatur max. [ C] DWG de

13 Montage Montage Mechanischer Anschluss WARNUNG Verletzungsgefahr bei unerwarteten Bewegungen der Maschine/Anlage! Energieversorgung abschalten. Ebenheit der Anschraubfläche prüfen Die Werte beziehen sich auf die gesamte Anschraubfläche. Anforderungen an die Ebenheit der Anschraubfläche (Maße in mm) Kantenlängen Zulässige Unebenheit < 100 < 0.02 > 100 < 0.05 Befestigung des Greifers Bei seitlicher Befestigung erfolgt die Zentrierung durch Zylinderstifte, die im Beipack enthalten sind. Wird der Greifer an der Unterseite auf eine Adapterplatte geschraubt, so erfolgt die Zentrierung durch den Zentrierdurchmesser und einen Zylinderstift DWG de 13

14 Montage Abb. 1 Möglichkeiten der Montage Befestigungsmaterial Pos. Bezeichnung Befestigung DWG 1 Zentrierdurchmesser Ø 20 H7 Ø 20 H7 Ø 25 H7 Ø 30 H7 2 Zylinderstift DIN EN ISO 8734 (Beipack) 3 Modul seitlich - DIN 7984 M4 x 40 M5 x 45 M5 x 55 4 Gewinde 2 x M4 x 8 2 x M5 x 10 4 x M6 x 12 4 x M8 x 16 5 Modul von unten 6 Gewinde 4 x M4 x 9 4 x M5 x 10 4 x M6 x 12 4 x M6 x DWG de

15 Montage HINWEIS Bei Befestigung von unten oder seitlich das Modul über die vorgesehenen Fixierbohrungen fixieren. Modul über die dafür vorgesehenen Befestigungsbohrungen befestigen. Aufsatzbacken über die dafür vorgesehenen Befestigungsbohrungen befestigen. 7.2 Luftanschlüsse WARNUNG Verletzungsgefahr bei unerwarteten Bewegungen der Maschine/Anlage! Energieversorgung abschalten. Sicherstellen, dass im System keine Restenergie mehr vorhanden ist. ACHTUNG Bei Überschreitung der max. zulässigen Masse pro Aufsatzbacke: Am Modul Drosselverschraubung anbringen. ACHTUNG Anforderungen an die Luftversorgung beachten. ( 6, Seite 12) "Technische Daten" DWG de 15

16 Montage ACHTUNG Geschwindigkeit des Greifers mit Hilfe von Drosselrückschlagventilen so einstellen, dass sich der Greifer ruhig und stoßfrei öffnet und schließt! Schlauchanschluss Schlauchloser Direktanschluss Abb. 2 Luftanschluss(A = öffnen, B = schließen) 22 Gewindestift M3 32 Drosselrückschlagventil Nur die benötigten Luftanschlüsse öffnen. Nicht benötigte Hauptluftanschlüsse mit den Verschlussschrauben aus dem Beipack verschließen. Bei schlauchlosem Direktanschluss, O-Ringe aus dem Beipack verwenden. Bei Überschreitung des maximal zulässigen Fingergewichts ist zwingend eine Drosselung vorzunehmen, dass die Backenbewegung schlag- und prellfrei erfolgt. Die Druckleitungen an den montierten Drosselrückschlagventilen anschließen. Wahlweise an Boden- oder Vorderseite. 1 Gewindestifte M3 (22) an den gewählten Direktanschlüssen entfernen. 2 Seitliche Schlauchanschlüsse mit den beiliegenden Verschlussschrauben M5 verschließen. 3 Mitgelieferte O-Ringe Ø3 x 1.5 aus dem Beipack ( 12, Seite 27) verwenden. 4 Die Drosselrückschlagventile an einer geeigneten Stelle in die Druckversorgung des Greifers integrieren DWG de

17 Montage 7.3 Öffnungswinkelbegrenzung Gewünschten Öffnungswinkel mit Hilfe der Verstellschrauben aus dem Beipack ( 12, Seite 27) einstellen. Verstellbereich Den Greifer auf Position «ZU» stellen. 2 Die Verschlussschraube (14) heraus schrauben. 3 Eine Verstellschraube aus dem Beipack nehmen und die Mutter aus dem Beipack auf die Schraube drehen. Dann die Gewindedichtung aus dem Beipack darüber schieben. 4 Die Verstellschraube in den Deckel (10) drehen und den gewünschten Öffnungswinkel einstellen. 5 Mit der Mutter die Verstellschraube kontern. 6 Wenn die Verstellschraube zu weit über den Deckel hinaussteht, eine kürzere Schraube aus dem Beipack (3 verschiedene Längen) verwenden oder die Verstellschraube entsprechend kürzen. ACHTUNG Bei Nichteinhaltung des Verstellbereichs besteht die Gefahr der Funktionsbeeinträchtigung DWG de 17

18 Montage 7.4 Sensoren Das Modul ist für den Einsatz zahlreicher Sensoren vorbereitet. Weitere Sensoren können mit einem Anbausatz verwendet werden. Informationen über die Handhabung von Sensoren unter oder bei den SCHUNK-Ansprechpartnern Technische Daten der Sensoren sind in den Datenblättern enthalten (im Lieferumfang enthalten bzw. abrufbar) Induktiver Näherungsschalter IN Schaltfunktion: In unbedämpftem Zustand gezeichnet Abb. 3 Abb. 4 Der eingesetzte induktive Näherungsschalter ist verpolungsgeschützt und kurzschlussfest. Beim sachgemäßen Umgang mit dem Näherungsschalter ist folgendes zu beachten: nicht am Kabel des Sensors ziehen. Sensor nicht am Kabel baumeln lassen. Befestigungsschraube oder klemmen nicht übermäßig fest anziehen. zulässigen Biegeradius des Kabels einhalten ( Katalogangaben). Kontakt der Näherungsschalter zu harten Gegenständen, sowie zu Chemikalien, insbesondere Salpeter-, Chrom- und Schwefelsäure vermeiden DWG de

19 Montage Montage und Einstellung der Näherungsschalter Der induktive Näherungsschalter ist ein elektronisches Bauteil, welches empfindlich auf hochfrequente Störungen oder elektromagnetische Felder reagieren kann. Anbringung und Installation des Kabels prüfen. Der Abstand zu hochfrequenten Störquellen und deren Zuleitung muss ausreichend sein. Das Parallelschalten mehrerer Sensorausgänge der gleichen Bauart (npn, pnp) ist zwar erlaubt, erhöht aber nicht den zulässigen Laststrom. Es ist zu beachten, dass sich der Leckstrom der einzelnen Sensoren (ca. 2 ma) addiert. Abb DWG de 19

20 Montage Greifer geöffnet 1 Greifer in Stellung «AUF» stellen. 2 Senkkopfschraube (51) lösen und die Schaltfahne (12) drehen, so dass sie in Richtung Näherungsschalter zeigt. Die Schraube (51) wieder anziehen. 3 Den Näherungsschalter vorsichtig in die Halterung (21) schieben, bis er die Schaltfahne berührt. 4 Den Näherungsschalter ca. 0,5 mm zurück ziehen. 5 Den Näherungsschalter mit den Klemmschrauben (17) fixieren. Max. Anzugsmoment 100 Ncm. 6 Den Näherungsschalter anziehen. 7 Greifer öffnen und wieder schließen um die Funktion zu testen. Greifer geschlossen 1 Greifer in Stellung «ZU» stellen. 2 Senkkopfschraube (51) lösen und die Schaltfahne (12) drehen, so dass sie in Richtung Näherungsschalter zeigt. Die Schraube (19) wieder anziehen. 3 Den Näherungsschalter vorsichtig in die Halterung (21) schieben, bis er die Schaltfahne berührt. 4 Den Näherungsschalter ca. 0,5 mm zurück ziehen. 5 Den Näherungsschalter mit den Klemmschrauben (17) fixieren. Max. Anzugsmoment 100 Ncm. 6 Den Näherungsschalter anziehen. 7 Greifer öffnen und wieder schließen um die Funktion zu testen DWG de

21 Fehlerbehebung Fehlerbehebung Modul bewegt sich nicht? Mögliche Ursache Grundbacken im Gehäuse verklemmt, z.b. da Anschraubfläche nicht ausreichend eben Maßnahmen zur Behebung Anschraubfläche auf Ebenheit prüfen. ( 7.1, Seite 13) Befestigungsschrauben des Moduls lösen und das Modul erneut betätigen. Mindestdruck unterschritten Luftversorgung prüfen ( 7.2, Seite 15) Druckluftleitungen vertauscht Sensor defekt oder falsch eingestellt Nicht benötigte Luftanschlüsse offen Drosselventil geschlossen Druckluftleitungen prüfen Sensor instand setzen Nicht benötigte Luftanschlüsse verschließen Drosselventil öffnen Bruch eines Bauteils, z.b. durch Überlastung Bauteil erneuern oder das Modul mit einem Reparaturauftrag an SCHUNK senden. Sicherstellen, dass das Modul nur im Rahmen seiner definierten Einsatzparameter verwendet wurde. Den jeweiligen Anwendungsfall vorab mit dem Berechnungsprogramm für Greifmodule (SSG) prüfen. Öffnungswinkel auf 0 begrenzt Überprüfen der Öffnungswinkelbegrenzung 8.2 Öffnungswinkel nicht korrekt? Mögliche Ursache Öffnungswinkel auf 0 begrenzt Mindestdruck unterschritten Maßnahmen zur Behebung Überprüfen der Öffnungswinkelbegrenzung Luftversorgung prüfen ( 7.2, Seite 15) 8.3 Modul öffnet oder schließt ruckartig? Mögliche Ursache Drosselrückschlagventil fehlt oder falsch eingestellt Beladung zu groß Maßnahmen zur Behebung Drosselrückschlagventil einbauen und einstellen Zulässiges Gewicht und Länge der Aufsatzbacken überprüfen ( 7.1, Seite 13) DWG de 21

22 Fehlerbehebung 8.4 Modul öffnet oder schließt zu langsam? Mögliche Ursache Drosselrückschlagventil fehlt oder falsch eingestellt Maßnahmen zur Behebung Drosselrückschlagventil einbauen und einstellen ( 7.2, Seite 15) 8.5 Greifkraft lässt nach? Mögliche Ursache Druckluft kann entweichen Zu viel Fett in den mechanischen Bewegungsräumen des Moduls Mindestdruck unterschritten Maßnahmen zur Behebung Dichtungen prüfen, gegebenenfalls Modul zerlegen und die Dichtungen erneuern Modul reinigen und neu schmieren ( 9, Seite 23) Luftversorgung prüfen ( 7.2, Seite 15) DWG de

23 Wartung und Pflege Wartung und Pflege Hinweise Original Ersatzteile Beim Austausch von Teilen (Verschleißteile / Ersatzteile) dürfen nur SCHUNK Originalersatzteile verwendet werden. 9.2 Wartungs- und Schmierintervalle ACHTUNG Bei Umgebungstemperaturen über 60 C härten die Schmierstoffe schneller aus! Intervall entsprechend verringern. Intervall [Mio. Zyklen] Schmierstoffe/Schmierstellen (Grundfettung) Wir empfehlen die aufgeführten Schmierstoffe. Bei der Wartung alle Schmierstellen mit Schmierstoff behandeln. Den Schmierstoff mit einem nichtfasernden Tuch dünn auftragen. Schmierstelle Schmierstoff Metallische Gleitflächen LINOMAX Alle Dichtungen Renolit HLT 2 Bohrung am Kolben Renolit HLT DWG de 23

24 Wartung und Pflege 9.4 Modul zerlegen Lage der Positionsnummern ( 10, Seite 26) WARNUNG Verletzungsgefahr bei unerwarteten Bewegungen der Maschine/Anlage! Energieversorgung abschalten. Sicherstellen, dass im System keine Restenergie mehr vorhanden ist. 1 Druckluftleitung entfernen. WARNUNG Verletzungsgefahr durch herausschleudernde Bauteile Im Fall eines Defekts können die Teile unter Federspannung stehen. Den Greifer vor dem Auseinander schrauben zwischen "a" und "b" einspannen ( 10, Seite 26). Anschließend vorsichtig entspannen. 2 Oberteil (2) und Unterteil (1) mit den 4 Schrauben (16) auseinander schrauben. 3 Schrauben (20) herausdrehen den Deckel (10) abnehmen. 4 Zylinderkolben (6) und die Federn (31) abnehmen. 5 Führungsbuchse (8) herausziehen. 6 Die beiden Scheiben (35) und die zwei Schaltfahnen (12) abschrauben. 7 Schrauben (43) herausdrehen und die Klemmböcke (42) und Aufsatzbacke (3) abnehmen. 8 Gewindestifte (61) herausschrauben und Zylinderstifte (60) entnehmen. 9 Die Zylinderstifte (24) nach unten durchschlagen, bis die Bolzen (7) herausgeschoben werden können. Einbaulage der Bolzen markieren. 10 Gesamte Hebelgetriebe entnehmen und die Einbaulage der Gelenke (4) und der Kolbenstange (5) markieren DWG de

25 Wartung und Pflege 9.5 Warten Modul warten und zusammenbauen Alle Teile gründlich reinigen und auf Beschädigungen bzw. Verschleiß prüfen. Alle Schmierstellen mit Schmierstoff behandeln. ( 9.3, Seite 23) Blanke außen liegende Stahlteile ölen und fetten. Alle Verschleißteile / Dichtungen erneuern. Lage der Verschleißteile ( 10, Seite 26) Dichtsatz ( 11, Seite 27) Zusammenbau Der Zusammenbau erfolgt in umgekehrter Reihenfolge zur Zerlegung. Dabei Folgendes beachten: Soweit nicht anders vorgeschrieben, alle Schrauben und Muttern mit Loctite Nr. 243 sichern und mit Anzugsmoment anziehen. (Anzugsmoment gemäß DIN) DWG de 25

26 Zusammenbauzeichnung 10 Zusammenbauzeichnung Die folgende Abbildung ist ein Beispielbild. Sie dient zur Veranschaulichung und Zuordnung der Einzelteile. Abweichungen je nach Baugröße und Ausführungsart möglich. Abb. 6 Zusammenbauzeichnung DWG * Verschleißteil, bei Wartung erneuern. Im Dichtsatz enthalten. Dichtsatz kann nur komplett bestellt werden. Positionen sind aufeinander abgestimmt und können nicht vom Kunden ausgetauscht werden. ** ab DWG DWG de

27 Beipack 11 Dichtsatz Inhalt des Dichtsatzes ( 10, Seite 26). Ident.-Nr. des Dichtsatzes Dichtsatz für Ident.-Nr. DWG DWG DWG DWG Beipack Inhalt des Beipackes: 2x Drosselrückschlageventil 4x Zentrierhülsen zur Befestigung 2x O-Ring für schlauchlosen Direktanschluss 2x Verschlussschraube für Schlauchanschlüsse 3x Schrauben mit Vollgewinde 1x Gewindedichtung 1x Mutter 2x Zylinderstift Ident.-Nr. des Beipackes Beipack für Standard DWG DWG DWG DWG DWG de 27

28 Einbauerklärung 13 Einbauerklärung gemäß der Richtlinie 2006/42/EG, Anhang II, Teil 1.B des Europäischen Parlaments und des Rates über Maschinen. Hersteller/ Inverkehrbringer SCHUNK GmbH & Co. KG Spann- und Greiftechnik Bahnhofstr D Lauffen/Neckar Hiermit erklären wir, dass die nachstehende unvollständige Maschine allen grundlegenden Sicherheits- und Gesundheitsschutzanforderungen der Richtlinie 2006/42/EG des Europäischen Parlamentes und des Rates über Maschinen zum Zeitpunkt der Erklärung entspricht. Bei Veränderungen am Produkt verliert diese Erklärung ihre Gültigkeit. Produktbezeichnung: Ident.-Nr Dichter Winkelgreifer / DWG / pneumatisch Die Inbetriebnahme der unvollständigen Maschine ist so lange untersagt, bis festgestellt wurde, dass die Maschine, in die die unvollständige Maschine eingebaut werden soll, den Bestimmungen der Richtlinie Maschinen (2006/42/EG) entspricht. Angewandte harmonisierte Normen, insbesondere: EN ISO 12100: Sicherheit von Maschinen - Allgemeine Gestaltungsleitsätze - Risikobeurteilung und Risikominderung Der Hersteller verpflichtet sich, die speziellen technischen Unterlagen zur unvollständigen Maschine einzelstaatlichen Stellen auf Verlangen zu übermitteln. Die zur unvollständigen Maschine gehörenden speziellen technischen Unterlagen nach Anhang VII, Teil B wurden erstellt. Bevollmächtigter zur Zusammenstellung der technischen Unterlagen: Robert Leuthner, Adresse: siehe Adresse des Herstellers Lauffen/Neckar, Februar 2014 i.v. Ralf Winkler; Bereichsleitung Entwicklung Greifsysteme DWG de

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