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1 Hochschule Karlsruhe Technik und Wirtschaft Sommersemester 2009 Seite 1/15 Fakultät: Fakultät für Informatik und Wirtschaftsinformatik Semester: BC3 D4 Prüfungsfach: Datenbanken I Fachnummer: I 3B71 I 4D51 Dozent: Dr. Peter Steininger Hilfsmittel: Ein handbeschriebenes DIN-A4-Blatt Zeit: 90 Minuten Name: Matrikelnummer: Hinweise: Tragen Sie unbedingt Ihren Namen und Ihre Matrikelnummer ein! Die angegebenen Punktzahlen sind gleichzeitig als maximale Bearbeitungszeit aufzufassen. Orientieren Sie sich beim Antworten an dem Freiraum, der jeweils nach der Aufgabenstellung freigelassenen ist. Falls Ihnen der Platz wegen einer Streichung zum Beispiel nicht ausreicht, verwenden Sie bitte die Rückseiten der Aufgabenblätter. Das verwendete Datenmodell und dessen Daten sind im Anhang angegeben! 1. Aufgabenblock zum Thema DBMS im Allgemeinen 15 Punkte 1.1 Wofür steht die Bezeichnung SQL? - 1 Punkt 1.2 Wofür steht die Bezeichnung DBMS? - 1 Punkt 1.3 Erklären Sie unter Bezug auf Datenbanken den Begriff Zugriffslücke. - 2 Punkte 1.4 Mit welcher Technik versucht eine Datenbank die Zugriffslücke zu minimieren? - 3 Punkte

2 Sommersemester 2009 Seite 2/ Was bewirken die Indizes in einer Datenbank und warum bewirken sie dies? - 4 Punkte 1.6 Welche Nachteile werden durch die Nutzung von Indizes in Kauf genommen? Benennen und erläutern Sie zwei Nachteile. - 4 Punkte

3 Sommersemester 2009 Seite 3/15 2. Aufgabenblock zum Thema Architektur 20 Punkte 2.1 Erläutern Sie die Abkürzung ACID, jeden bezeichneten Begriff und deren jeweilige Bedeutung für ein DBMS Punkte

4 Sommersemester 2009 Seite 4/ Erläutern Sie warum das Client-Server-Architekturmodell eingesetzt wird. Benennen Sie in der Erläuterung einzelne Architekturblöcke. - 8 Punkte

5 Sommersemester 2009 Seite 5/15 3. Aufgabenblock zum Thema Datenbankabfragen 20 Punkte 3.1 Schreiben Sie zu den angegebenen Ausgaben die entsprechende SQL-Anweisung Ausgabe der Kunden, Kundengruppe und der Telefonnummer sortiert nach Name. - 3 Punkte strname strkundengruppenname strtelefonnummer Christine Geschäftskunde Dieter Privatkunde Hans Privatkunde Madonna VIP-Kunde Ralf Geschäftskunde Schröder VIP-Kunde Ausgabe der Kundengruppen mit deren Anzahl an Kunden, absteigend sortiert nach Kundengruppen - 4 Punkte Kundengruppenn Kundenanzahl VIP-Kunde 2 Privatkunde 2 Geschäftskunde 2

6 Sommersemester 2009 Seite 6/ Datenveränderung Sie stellen fest, dass Sie einen neuen Kunden einfügen müssen, der einer neuen Kundengruppe angehört und eine neue Telefonnummer hat. Schreiben Sie die SQL- Statements mit den folgenden Daten: - 3 Punkte strname Michael strkundengruppenname Billigtarif strtelefonnummer Erläutern Sie kurz, auf welcher Basis Sie die Reihenfolge der Einfügeanweisungen bestimmt haben und woran dies liegt? - 3 Punkte 3.3 Die Regulierungsbehörde für Telekommunikation möchte wissen welche Rufnummern in der Datenbank ohne Kundenreferenz gespeichert sind. Wie lautet die SQL-Anweisung dafür, falls es solche Telefonnummern gäbe. - 3 Punkte

7 Sommersemester 2009 Seite 7/ Sie sollen für jeden Kundennamen die zu einzelnen Gesprächen gehörende Gesprächsdauer berechnen. Schreiben Sie das entsprechende SQL-Statement. Sie können die Funktion DATEDIFF (minute, Startdatum, Enddatum) als gegeben voraussetzen, welche Ihnen die Differenz von zwei Datumswerten in Minuten errechnet. - 4 Punkte

8 Sommersemester 2009 Seite 8/15 4. Aufgabenblock zum Thema Programmieren von DBMS mit Java 20 Punkte 4.1 Gegeben sei folgendes SQLJ-Programm, welches für alle Kunden die gespeicherten Telefonnummer ausgeben soll. Grundlage für diese Aufgabe ist das erweiterte Datenmodell mit der Ergänzung der Mehrfachtelefonnummer. package MakeMeReady; import java.sql.*; import sqlj.runtime.ref.defaultcontext; import javax.swing.joptionpane; Frage 4.2 Frage 4.4 #sql iterator Kunden public class Exam { public static vo main(string[] args) { try { String String dbdriver="oracle.jdbc.driver.mydbmsdriver"; Class.forName(dbdriver).newInstance(); DefaultContext context=new DefaultContext( DriverManager.getConnection(dburl)); DefaultContext.setDefaultContext(context); System.out.println("Alle Kunden und deren Rufnummer:"); Frage 4.4

9 Sommersemester 2009 Seite 9/15 System.out.println("\n\nKunde '" + args[0] +"' hat telefoniert:"); Frage 4.5 } try catch (Exception e1) { e1.printstacktrace(); } e1 } main } class MakeMeReady

10 Sommersemester 2009 Seite 10/ Wozu dient die Zeile bei Kommentar Frage 4.2? - 3 Punkte 4.3 Was macht der SQLJ-Vorübersetzer aus einem #sql iterator? - 3 Punkte 4.4 Schreiben Sie den Iterator und eine SQL-Anweisung, die alle Kunden und deren Rufnummern ausgibt. - 7 Punkte 4.5 Schreiben Sie den Iterator und eine SQL-Anweisung, die für einen vorgegebenen Kunden alle Telefonumsätze wie im folgenden Beispiel ausgibt: - 7 Punkte strname strtelefonnummer dtstart dtend Gesprächsdauer Dieter :54: :54: Dieter :57: :57:

11 Sommersemester 2009 Seite 11/15 5. Aufgabenblock zum Thema Transaktionen 15 Punkte Gegeben ist folgendes Szenario zweier parallel ablaufender Transaktionen, die alleine (d.h. es gibt keine weiteren Transaktionen) auf dem gleichen Datenbestand arbeiten: Zeile/Zeit Transaktion T1 Ausgabe T1 Transaktion T2 Ausgabe T2 1 t1 BEGIN TRAN 2 UPDATE emp 3 SET sal = WHERE empno = 666; SET TRANSACTION 5 t2 -- Mittagspause ISOLATION LEVEL READ 6 COMMITTED; 7 BEGIN TRAN 8 SELECT empno 9 t3 FROM emp 10 WHERE empno < 777; 11 COMMIT; t4 COMMIT; 21 1 row(s) affected 22 empno row(s) affected Die Transaktion T2 wartet somit bis nach Zeitpunkt t4.

12 Sommersemester 2009 Seite 12/ Warum wartet die Transaktion T2 bis zum Zeitpunkt t4? 5 Punkte Verwenden Sie in Ihrer Begründung bitte die Begriffe Dirty Read, Sperrgranulat, Transaktion, Transaktionsebene, X-Lock, Zeilensperre. Nehmen Sie in Ihrer Begründung bitte auch Bezug auf die in der linken Spalte angegebenen Zeitpunkte bzw. Zeilennummern. 5.2 Die in Zeile 20 durch Transaktion T2 gesetzte Transaktionsebene schützt nicht vor Phantom Reads. Was sind Phantom Reads? 5 Punkte

13 Sommersemester 2009 Seite 13/ Die in Zeile 20 durch Transaktion T2 gesetzte Transaktionsebene schützt wie gesagt nicht vor Phantom Reads. Vor welcher weiteren Fehlerklasse ist T2 nicht geschützt? Der Name reicht. 5 Punkte

14 Sommersemester 2009 Seite 14/15 Prüfungsfach: Datenbanken I Anhang Datenbankschema für Aufgabe 3 tbl_kunden strname nvarchar(255) fk_telefon fk_kundengruppe tbl_umsatz fk_telefon dtstart datetime dtend datetime tbl_kundengruppe strkundengruppenname nvarchar(50) tbl_telefon strtelefonnummer varchar(12) Daten der Tabellen: tbl_kunden strname fk_telefon fk_kundengruppe Hans Dieter Ralf Christine Madonna Schröder 6 3 tbl_kundengruppe strkundengruppenname Privatkunde 2 Geschäftskunde 3 VIP-Kunde tbl_telefon strtelefonnummer tbl_umsatz fk_telefon dtstart dtend :54: :54: :54: :55: :54: :58: :54: :55: :54: :56: :54: :57: :54: :55: :54: :56: :54: :55: :57: :59: :57: :17: :57: :07: :57: :59:33.477

15 Sommersemester 2009 Seite 15/15 Prüfungsfach: Datenbanken I Datenbankschema (erweitert) für Aufgabe 4 tbl_kunden2telefon * fk_kunden fk_telefon tbl_kunden * strname nvarchar(255) fk_telefon fk_kundengruppe tbl_telefon * strtelefonnummer varchar(12) tbl_kundengruppe strkundengruppenname nvarchar(50) tbl_umsatz fk_telefon dtstart datetime dtend datetime Daten der neuen und veränderten Tabelle: tbl_kunden strname fk_telefon fk_kundengruppe Hans NULL 1 3 Dieter NULL 1 4 Ralf NULL 2 5 Christine NULL 2 6 Madonna NULL 3 7 Schröder NULL 3 tbl_kunden2telefon fk_kunden fk_telefon

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