Inhalt. Vorwort Das zinslose Risiko Zusammenfassung Zusammenfassung Risiko?

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2 Inhalt Vorwort Einführung: Was dieses Buch erreichen soll Welche Anlageformen gibt es? Das zinslose Risiko Sind Immobilien eine gute Lösung? Sind Aktien eine Lösung? Zusammenfassung Wie funktioniert Cashflow-Investing? Einfache Dividendenstrategien Wie findet man wirklich gute Aktien? Kleine Einführung in die Unternehmensbewertung Wichtige Kennzahlen Untersuchung des Geschäftsmodells»Moat«, der schützende Burggraben Praktische Aspekte: Wie kommt man an die Daten? Zusammenfassung Wie kommt man zu einer aussagefähigen Bewertung? Auswahlkriterien beim Kauf Pensionsverpflichtungen ein unterschätztes Risiko? Dividende allein macht noch kein gutes Unternehmen

3 Inhalt 5 Das Anlageuniversum USA Europa Weitere Ideenquellen, um gute aktien zu finden Praktische Aspekte der Anlageentscheidung Die Asset-Allokation und die richtige Vermögensaufteilung Diversifikation des Portfolios Steuerliche Aspekte Das Risikomanagement Der systematische Anlageprozess Zum Schluss Literaturempfehlungen Thema Unternehmensbewertung und Value Investing Thema Risikomanagement Und in eigener Sache: Über die Autoren Stichwortverzeichnis

4 2 Wie funktioniert Cashflow-Investing? Beim Cashflow-Investing konzentrieren wir uns bei der Auswahl der Aktien auf die Beträge, die uns in Form von Dividenden und Aktienrückkäufen zufließen, wobei die Dividende hohe Priorität genießt. Dass sich diese Konzentration auf laufende Erträge in Form von Dividenden lohnt, ist aus untenstehendem Schaubild zu entnehmen. Der Performanceindex in der»s&p 500 Total Return«stellt die Entwicklung der 500 größten amerikanischen Unternehmen einschließlich reinvestierter Dividende dar, der Index»S&P 500 Dividend Aristocrats«stellt die Entwicklung der Dividendenaristokraten dar. Das sind die Unternehmen, die seit 25 oder mehr Jahren jedes Jahr eine steigende Dividende gezahlt haben. Quelle: Bloomberg, eigene Berechnungen simplified 31

5 2 Wie funktioniert Cashflow-Investing? Allerdings ist an der Entwicklung im Jahr 2008, in der die Dividendenwerte mehr als 45 Prozent verloren, auch zu ersehen, dass ein aktives Risikomanagement notwendig ist. Auf dieses gehen wir am Ende des Buches ein. Da Dividenden mittlerweile ein Modethema geworden sind, muss natürlich bei der Auswahl der Aktien deutlich mehr Sorgfalt im Hinblick auf die Bewertung aufgebracht werden als früher. Wer gute Anlageergebnisse erzielen will, sollte nicht einfach nur nach Dividendenhöhe kaufen, obwohl das auch ganz passabel funktioniert hat. 2.1 Einfache Dividendenstrategien Dogs of the Dow Sozusagen die Mutter aller Dividendenstrategien nennt sich»dogs of the Dow«, zu Deutsch»die Hunde des Dow«. Mit Dow ist in diesem Zusammenhang der Dow Jones Industrial Average (DJIA) gemeint, in dem 30 der größten Unternehmen der USA berücksichtigt werden. Der DJIA wurde bereits 1884 von Charles Dow, dem späteren Gründer des Wall Street Journal, erstmals berechnet und seit 1896 veröffentlicht. Zunächst bestand der Index aus 11 Unternehmen, wurde 1916 auf 20 Aktien und 1928 dann auf den heutigen Umfang von 30 Aktiengesellschaften erweitert. Auch heute noch entscheidet das auflagenstarke Blatt über die Aufnahme einer Aktiengesellschaft in den DJIA. Damit ist dieser Index nach dem Railroad Average (heute Dow Jones Transportation Average) der älteste, der heute noch in Gebrauch ist. Die»Dogs of the Dow«-Strategie wurde 1981 von Michael O Higgins erstmalig beschrieben und funktioniert wie folgt. 32 simplified

6 2.1 Einfache Dividendenstrategien Quelle: Pröbstl, G. (2007). Die besten Dividendenstrategien, FinanzBuch Am eines Jahres, nach Börsenschluss, wählt man aus den 30 Werten des Dow Jones Industrial Average die zehn Werte mit der höchsten Dividendenrendite aus. Diese Prozedur wird jedes Jahr wiederholt. Fertig. Einfacher geht es nicht. Mit der»dogs of the Dow«-Strategie konnte man über viele Jahre recht eindrucksvolle Renditen erzielen. Mit scharfem Auge kann man erkennen, dass das Ergebnis dieser Strategie seit einigen Jahren zu wünschen übrig lässt. Ganz so einfach geht es anscheinend dann doch nicht. simplified 33

7 2 Wie funktioniert Cashflow-Investing? Für das Jahr 2013 bestehen die»dogs of the Dow«aus folgenden Werten: Im Laufe der Jahre wurde der Strategie noch ein freches Brüderchen zur Seite gestellt: die»small dogs of the Dow«-Strategie. Diese unterscheidet sich vom Original lediglich dadurch, dass nicht alle zehn Werte, sondern nur die fünf mit dem niedrigsten Preis gekauft werden. Die Performance sollte höher sein, aber in den letzten Jahren war sie nur wesentlich schwankungsreicher. Die Gründer des in USA sehr bekannten Blogs fool.com haben dann noch weiter an der Strategie gefeilt und für die 30 Werte die Dividendenrendite jeweils durch die Wurzel des letzten Kurses geteilt und anschließend nach Größe absteigend sortiert und jeweils die vier Aktien an den Positionen 2 bis 5 gekauft. Diese»Strategie«nannten sie die»foolish Four«, die»närrischen Vier«. Natürlich sollte diese Strategie noch viel besser sein, aber nach einigen Misserfolgen, sprich einer schauderhafter Performance, wurde sie im Jahr 2000 wieder eingestellt. Die»Dogs of the Dow«-Strategie lässt sich als»hunde des DAX«sehr leicht auf den DAX übertragen, da dieser ja ebenfalls 30 Werte enthält. Die Ergebnisse sind nicht schlecht, liegen aber um Längen hinter der Originalstrategie. 34 simplified

8 2.1 Einfache Dividendenstrategien Die»Dogs of the Dow«-Strategie ist nur von historischem Interesse und wird von uns nicht weiter untersucht. Dividendenindices Vor einigen Jahren wurden eine ganze Reihe von Dividendenindices ins Leben gerufen, nicht zuletzt, um der Popularität der»dogs of the Dow«-Strategie Rechnung zu tragen. Diese Indices verfolgen zwar den Ansatz, in Dividendenwerte zu investieren, begehen diesen Pfad aber auf ganz unterschiedliche Weise. Ein paar Beispiele: DivDAX-Index DIVDAX Index DAX Index Der DivDAX-Index ist der Dividendenbruder des bekannten DAX. Aus diesem enthält er die 15 Werte mit der höchsten Dividende. Diese werden in der Regel jährlich angepasst. simplified 35

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