Geschäftsbericht 2000 Erfolgreicher Start ins neue Jahrtausend

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1 Geschäftsbericht 2000 Erfolgreicher Start ins neue Jahrtausend Finanzkalender Quartalsbericht Januar bis März Mai 2001 Hauptversammlung 15. Mai 2001 Quartalsbericht Januar bis Juni August 2001 Quartalsbericht Januar bis September November 2001 Aktionärsbrief Januar 2002 Kontakte Wirtschaftspresse Telefon +49 (0) Telefax +49 (0) Investor Relations Telefon +49 (0) (0) Telefax +49 (0) Weitere Informationen zur BMW Group erhalten Sie über die Internet-Adresse Herausgeber Bayerische Motoren Werke Aktiengesellschaft Petuelring 130 D München Telefon + 49 (0) Publikationen der BMW Group Eine Übersicht ausgewählter Veröffentlichungen in deutscher und englischer Sprache erhalten Sie unter Telefax +49 (0) oder Geschäftsbericht 2000

2 BMW Group in Zahlen Veränderung 2000 in % Umsatz Mio. Euro , Fahrzeug-Produktion BMW Automobile Einheiten , Automobile gesamt 1) Einheiten , Motorräder 2) Einheiten , Fahrzeug-Auslieferungen BMW Automobile Einheiten , Automobile gesamt 1) Einheiten , Motorräder Einheiten , Mitarbeiter am Jahresende 3) , Investitionen Mio. Euro , Abschreibungen Mio. Euro , Cash flow Mio. Euro , Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit Mio. Euro , Jahresüberschuss,-fehlbetrag Mio. Euro ) n/a ) Bis zum 9. Mai 2000 inkl. Rover Cars und bis 30. Juni 2000 inkl. Land Rover 2) Bis 1999 einschließlich BMW F 650-Montage bei Aprilia S.p.A. 3) Werte seit 1998 ohne ruhende Arbeitsverhältnisse, ohne Mitarbeiter in Altersteilzeit und Freizeitphase, ohne Geringverdiener 4) Jahresüberschuss vor außerordentlichem Ergebnis betrug 663 Mio. Euro Auslieferungen von Ergebnis der gewöhnlichen Umsatz Investitionen* BMW Automobilen Geschäftstätigkeit in Mrd. Euro in Mrd. Euro in Tsd. Einheiten in Mrd. Euro 45 2, , , , , , , , , , , , , , * nicht bereinigt um die Rover/ Land Rover Umfänge

3 BMW Group in Zahlen Bericht des Aufsichtsrats 04 Mitglieder des Aufsichtsrats 07 Mitglieder des Vorstands 08 BMW Group Konzernlagebericht 24 BMW Aktie 28 BMW Group Konzernabschluss 56 BMW AG Jahresabschluss 62 BMW Group Jahresvergleich 64 BMW Group Standorte Die Strategie des Vorstands, die Stellung der BMW Group als Anbieter von Premiumautomobilen zu stärken und auszubauen, hat die volle Unterstützung durch den Aufsichtsrat. Volker Doppelfeld Der Aufsichtsrat hat während des Geschäftsjahres 2000 den Vorstand regelmäßig beraten und die Geschäftsführung überwacht. In fünf gemeinsamen Sitzungen und anhand schriftlicher und mündlicher Berichte des Vorstands hat sich der Aufsichtsrat eingehend mit der wirtschaftlichen Lage des Unternehmens, dem Geschäftsverlauf sowie der Geschäftspolitik und anderen grundsätzlichen Fragen der Unternehmensplanung und -entwicklung befasst und darüber mit dem Vorstand beraten. Auch außerhalb der Aufsichtsratssitzungen hat der Aufsichtsratsvorsitzende mit dem Vorstandsvorsitzenden regelmäßig Gespräche über die wesentlichen Fragen der Geschäftspolitik und Geschäftsentwicklung geführt. In den ersten drei Monaten der Berichtsperiode hat sich der Aufsichtsrat gemeinsam mit dem Vorstand wie schon im gesamten vergangenen Geschäftsjahr 1999 detailliert mit der Positionierung sowie der Absatz- und Ergebnisentwicklung von Rover befasst. Angesichts der Erkenntnis, dass auch die bereits durchgeführten sowie die eingeleiteten weiteren tiefgreifenden Restrukturierungsmaßnahmen mit hoher Wahrscheinlichkeit in einem überschaubaren Zeitraum nicht zu einem erfolgreichen Turn Around mit günstigen Geschäftsaussichten für die Zukunft geführt hätten, sah sich der Vorstand aus unternehmerischer Verantwortung zum Handeln veranlasst. Vorstand und Aufsichtsrat haben daher unterschiedliche Szenarien unter besonderer Berücksichtigung der Interessen aller Stakeholder erörtert. In Kenntnis und Abschätzung der Risiken und Chancen hat der Aufsichtsrat den Vorschlag des Vorstands, das Kerngeschäft Automobile grundlegend neu zu ordnen, befürwortet und den Vorstand aufgefordert, eine Umsetzung mit Nachdruck und zeitnah vorzunehmen. Als Folge wurden am 9. Mai 2000 Rover Cars an das britische Phoenix Konsortium und zum 30. Juni 2000 das Land Rover Geschäft an die Ford Motor Company veräußert. Für die wirtschaftlichen Risiken aus dem Rover Engagement hatte der Vorstand im Einvernehmen mit dem Aufsichtsrat bereits im Konzernabschluss 1999 Vorsorge getroffen. Durch die Veräußerung von Rover Cars und Land Rover wurden die Voraussetzungen für eine Neuausrichtung des Automobilgeschäfts der BMW Group geschaffen. Gleichzeitig konnten mit der Fortführung dieser Geschäftsfelder die Arbeitsplätze der Mitarbeiter der ehemaligen Rover Group Limited erhalten werden. Der Aufsichtsrat hat sich vom Vorstand regelmäßig über die Neustrukturierung des Automobilgeschäfts und den Stand der Abwicklung des Verkaufs von Rover Cars und Land Rover berichten lassen.

4 02 Der Aufsichtsrat unterstützt die Strategie des Vorstands, die Stellung der BMW Group als Anbieter von Premiumautomobilen zu stärken und auszubauen. BMW wird deshalb seine Produktpalette in den Premiumsegmenten ausweiten. Das Angebot der Marke BMW wird durch einen kleinen BMW ergänzt. Ausgehend von dem erfolgreich in den Markt eingeführten X5 wird im Sports Activity Segment eine Produktfamilie entwickelt. MINI wird als die Premiummarke im Kleinwagensegment etabliert. Rolls-Royce rundet das Markenportfolio im obersten Premiumsegment ab. Für das mit der Ausweitung der Produktpalette des Automobilgeschäfts verbundene Volumenwachstum ist ausreichende Werkskapazität zu schaffen. Der Aufsichtsrat hat sich deshalb eingehend mit den Plänen des Vorstands zur Errichtung eines neuen Werkes befasst. Auch die Geschäftsfelder BMW Motorräder und Finanzdienstleistungen waren Gegenstand von Beratungen mit dem Vorstand. Weitere Schwerpunkte waren die Personalpolitik sowie die Maßnahmen und Strategien des Vorstands im Bereich des e-business. Darüber hinaus wurde die längerfristige Entwicklung des Konzerns ausführlich behandelt. Der Aufsichtsrat ließ sich ferner vom Vorstand über das Risikomanagementsystem informieren. Er hat sich davon überzeugt, dass das bereits bestehende Risikomanagementsystem nach den Vorgaben des Gesetzes zur Kontrolle und Transparenz im Unternehmensbereich (KonTraG) ergänzt, spezifiziert und organisatorisch verankert ist. Der Jahresabschluss der Bayerische Motoren Werke Aktiengesellschaft und der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2000 sowie der mit dem Lagebericht zusammengefasste Konzernlagebericht wurden durch die KPMG Deutsche Treuhand-Gesellschaft Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München, geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Auch der Aufsichtsrat prüfte diese Vorlagen des Vorstands. Die Prüfungsberichte der KPMG lagen allen Mitgliedern des Aufsichtsrats vor. Der Abschlussprüfer nahm an der Bilanz-Aufsichtsratssitzung am 15. März 2001 teil und berichtete über die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung. Der Aufsichtsrat stimmt dem Ergebnis der Abschlussprüfung zu. Der Aufsichtsrat billigt den vom Vorstand für das Geschäftsjahr 2000 aufgestellten Jahresabschluss der Bayerische Motoren Werke Aktiengesellschaft. Der Jahresabschluss ist damit festgestellt.

5 BMW Group in Zahlen Bericht des Aufsichtsrats 04 Mitglieder des Aufsichtsrats 07 Mitglieder des Vorstands 08 BMW Group Konzernlagebericht 24 BMW Aktie 28 BMW Group Konzernabschluss 56 BMW AG Jahresabschluss 62 BMW Group Jahresvergleich 64 BMW Group Standorte Der Vorschlag des Vorstands für die Verwendung des Bilanzgewinns wurde durch den Aufsichtsrat geprüft. Der Aufsichtsrat schließt sich dem Vorschlag des Vorstands an. Nach dem abschließenden Ergebnis der Prüfung des Aufsichtsrats sind keine Einwendungen zu erheben. Im vergangenen Jahr musste im Konzern für das Geschäftsjahr 1999 ein Fehlbetrag ausgewiesen werden. Auch im Geschäftsjahr 2000 belasteten noch Verluste aus den Segmenten Rover Cars (bis ) und Land Rover (bis ) das Konzernergebnis. Dennoch ist das für das Geschäftsjahr 2000 erzielte Ergebnis das mit Abstand beste in der Geschichte der BMW Group und damit Ausdruck der Konzentration auf ertragsstarke Segmente des Automobilgeschäfts. Das Präsidium, das auch die Funktion des Personalausschusses wahrnimmt, ist zu sieben Sitzungen zusammengetreten. Der außerdem vom Aufsichtsrat gebildete gesetzliche Vermittlungsausschuss ( 27 Abs. 3 MitbestG) brauchte nicht zusammenzutreten. Herr Dr. Wolfgang Röller, der dem Aufsichtsrat seit 1994 angehörte, ist mit Beendigung der Hauptversammlung am 16. Mai 2000 aus dem Aufsichtsrat ausgeschieden. Der Aufsichtsrat dankte Herrn Dr. Röller für die im Aufsichtsrat geleistete Arbeit. Die Hauptversammlung am 16. Mai 2000 wählte Herrn Prof. Dr. Bernd Fahrholz in den Aufsichtsrat. Herr Dr. h.c. Horst Teltschik, der dem Vorstand seit 1993 angehörte, ist am 30. Juni 2000 aus dem Unternehmen ausgeschieden. Der Aufsichtsrat sprach Herrn Dr.Teltschik seinen Dank für die dem Unternehmen geleisteten Dienste aus. In seiner Sitzung am 5. Oktober 2000 berief der Aufsichtsrat Herrn Dr. Michael Ganal in den Vorstand. München, 15. März 2001 Der Aufsichtsrat Volker Doppelfeld Vorsitzender 03

6 Mitglieder des Aufsichtsrats Volker Doppelfeld Vorsitzender ehem. Mitglied des Vorstands der BMW AG Mandate** Bayerische Hypo- und Vereinsbank AG D.A.S. Deutsche Automobilschutz Allgem. Rechtsschutz-Versicherungs AG IWKA AG Bizerba GmbH & Co.KG Stefan Quandt stellv. Vorsitzender Dipl.-Wirtschaftsingenieur Mandate** CEAG AG DELTON AG (Vorsitzender) Dresdner Bank AG Gerling-Konzern Allgemeine Versicherungs-AG DataCard Corp. Manfred Schoch* stellv. Vorsitzender Vorsitzender des Gesamtbetriebsrats Prof. Dr.-Ing. E.h. Berthold Leibinger stellv. Vorsitzender geschäftsführender Gesellschafter TRUMPF GmbH + Co. KG Mandate** BASF AG (Vorsitzender) Deutsche Bank AG Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck GmbH Ernst Rehmeier* stellv. Vorsitzender Vorsitzender des Betriebsrats Standort Dingolfing 04

7 BMW Group in Zahlen 01 Bericht des Aufsichtsrats Mitglieder des Aufsichtsrats 07 Mitglieder des Vorstands 08 BMW Group Konzernlagebericht 24 BMW Aktie 28 BMW Group Konzernabschluss 56 BMW AG Jahresabschluss 62 BMW Group Jahresvergleich 64 BMW Group Standorte Dr. Karin Benz-Overhage* geschäftsführendes Vorstandsmitglied der IG Metall Mandate** Thyssen Krupp Steel AG (stellv. Vorsitzende) Ulrich Eckelmann* Gewerkschaftssekretär beim Vorstand der IG Metall Mandate** Thyssen Krupp Automotive AG Prof. Dr. Bernd Fahrholz (seit ) Sprecher des Vorstands der Dresdner Bank AG Mandate** Fresenius Medical Care AG BNP Paribas S.A. Reuschel & Co. (stellv. Vorsitzender) Dresdner Kleinwort Benson North America Inc. Hans Glas* Leiter Werk Dingolfing Konrad Gottinger* Mitglied des Betriebsrats Standort Dingolfing Gerhard Gutsmiedl* stellv. Vorsitzender des Betriebsrats Standort München Arthur L. Kelly geschäftsführender Gesellschafter der KEL Enterprises L.P. Mandate** BASF Aktiengesellschaft Thyssen Krupp Industries AG DataCard Corp. Deere & Company HomePlace of America Inc. HSBC Trinkaus & Burkhardt KGaA Northern Trust Corp. Snap-on Inc. Susanne Klatten Betriebswirtin, MBA Mandate** ALTANA AG (stellv. Vorsitzende) Byk Gulden Lomberg GmbH Bankhaus Reuschel & Co. DataCard Corp. Willibald Löw* Vorsitzender des Betriebsrats Standort Landshut Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Hubert Markl Präsident der Max-Planck-Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften e.v. Mandate** Aventis S.A. Siemens AG * Arbeitnehmervertreter ** Mandate: Mitgliedschaften in anderen gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten und vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien 05

8 Werner Neugebauer* Bezirksleiter der IG Metall Bezirk Bayern Mandate** FAG Kugelfischer Georg Schäfer AG (stellv. Vorsitzender) Hans-Günther Niklas* Personalreferent Dr. Wolfgang Röller (bis ) Ehrenvorsitzender des Aufsichtsrats der Dresdner Bank AG Mandate ( )** Heidelberger Zement AG (Vorsitzender) Henkel KGaA Dr.-Ing. Dieter Soltmann Vorsitzender des Aufsichtsrats der Spaten-Franziskaner-Bräu KGaA Mandate** Bankhaus Maffei KGaA & Co. Deutsche Postbank AG Löwenbräu AG (Vorsitzender) Meggle GmbH (Vorsitzender) Münchener Tierpark Hellabrunn AG Lodewijk C. van Wachem Vorsitzender des Aufsichtsrats der Royal Dutch Petroleum Company/Shell Mandate** BayerAG Akzo Nobel N.V. ATCO Ltd. IBM Corp. Philips Electronics N.V. (Vorsitzender) Zurich Financial Services AG (stellv. Vorsitzender) Zürich Versicherungs-Gesellschaft AG Dr. Hans-Dietrich Winkhaus ehem.vorsitzender der Geschäftsführung der Henkel KGaA Mandate** Degussa-Hüls AG Deutsche Lufthansa AG Deutsche Telekom AG (Vorsitzender) ERGO Versicherungsgruppe AG Schwarz-Pharma AG (Vorsitzender) Henkel KGaA * Arbeitnehmervertreter ** Mandate: Mitgliedschaften in anderen gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten und vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien 06

9 BMW Group in Zahlen 01 Bericht des Aufsichtsrats Mitglieder des Aufsichtsrats Mitglieder des Vorstands 08 BMW Group Konzernlagebericht 24 BMW Aktie 28 BMW Group Konzernabschluss 56 BMW AG Jahresabschluss 62 BMW Group Jahresvergleich 64 BMW Group Standorte Mitglieder des Vorstands Prof. Dr.-Ing. Dr. h.c. Dr.-Ing. E.h. Joachim Milberg Vorsitzender Mandate* Royal Dutch Petroleum Company/Shell Ernst Baumann Carl-Peter Forster (bis ) Mandate ( )* GSB Gesellschaft zur Entsorgung von Sondermüll in Bayern mbh BMW Motoren GmbH (Vorsitzender) BMW Österreich Holding GmbH (Vorsitzender) BMW (South Africa) (Pty) Ltd. (Vorsitzender) Dr. Michael Ganal (seit ) Dr.-Ing. Burkhard Göschel (seit ) Dr. Henrich Heitmann (bis ) Mandate ( )* Lütke AG (Vorsitzender) BMW Canada Inc. (Vorsitzender) BMW de Argentina S.A. BMW Manufacturing Corp. BMW of Manhattan, Inc. BMW of North America, Inc. (Vorsitzender) BMW (US) Holding Corp. (Vorsitzender) Designworks/USA, Inc. Land Rover North America, Inc. Dr. Helmut Panke Dr.-Ing. Norbert Reithofer (seit ) Mandate* GSB Gesellschaft zur Entsorgung von Sondermüll in Bayern mbh BMW Motoren GmbH (Vorsitzender) BMW Österreich Holding GmbH (Vorsitzender) BMW (South Africa) (Pty) Ltd. (Vorsitzender) Prof. Dr.-Ing. Werner Sämann Mandate* BMW Services Ltd. Dr. h.c. Horst Teltschik (bis ) Mandate ( )* Albingia Versicherungs AG Berlinwasser Holding AG Dr.-Ing. Wolfgang Ziebart (bis ) Generalbevollmächtigter: Dr. Hagen Lüderitz Chefsyndikus: Dr. Dieter Löchelt Günter Lorenz Mandate* Gerling Konzern Globale Rückversicherungs-AG BMW Australia Finance Ltd. BMW Financial Services NA, Inc. BMW FS Funding Corp. * Mandate: Mitgliedschaften in anderen gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten und vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien 07

10 BMW Group Konzernlagebericht. Die BMW Group ist das einzige Mehrmarken-Automobilunternehmen weltweit, das eine reine Premiummarkenstrategie verfolgt. Das ist die Basis für den geschäftlichen Erfolg. BMW Group im Jahr der Neuausrichtung mit dem bisher besten Ergebnis der Unternehmensgeschichte Die erfolgreiche Neuausrichtung der BMW Group und die Konzentration auf Premiumangebote führte im Jahr 2000 zu einem neuen Rekordwert im Ergebnis. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit stieg um 49,7 % auf 1,663 Mrd. Euro. Damit wurde das bisherige Rekordergebnis von 1,293 Mrd. Euro aus dem Jahre 1997 deutlich übertroffen. Das Ergebnis im Segment BMW Automobile wuchs um 13 % auf nunmehr 2,380 Mrd. Euro. Sowohl das Segment BMW Motorräder als auch das Segment BMW Financial Services erreichten mit Ergebnissteigerungen um 50 % und 9 % auf 27 Mio. Euro bzw. 345 Mio. Euro neue Spitzenwerte und lieferten einen entscheidenden Beitrag zum Erfolg der BMW Group. Das Segment Rover Automobile, das das operative Geschäft von Rover/Land Rover bis zu den jeweiligen Verkaufszeitpunkten enthält, wies einen Verlust von 762 Mio. Euro aus. Der Jahresüberschuss der BMW Group betrug 1,026 Mrd. Euro, ein neuer absoluter Bestwert in der Unternehmensgeschichte. Der Vorjahreswert von 663 Mio. Euro vor außerordentlichem Ergebnis wurde somit um 54,8 % übertroffen. Die BMW AG wies im Jahr 2000 einen um 41 Mio. Euro auf 310 Mio. Euro gestiegenen Jahresüberschuss/Bilanzgewinn aus. Dividendenerhöhung als Ausdruck des erfolgreichen Geschäftsjahres Vorstand und Aufsichtsrat schlagen der Hauptversammlung vor, den Bilanzgewinn der BMW AG in Höhe von 310 Mio. Euro zur Ausschüttung einer um 15 % erhöhten Dividende von 0,46 Euro je Stammaktie (1999: 0,40 Euro) und einer um 14,3 % erhöhten Dividende von 0,48 Euro je Vorzugsaktie (1999: 0,42 Euro) im Nennwert von jeweils 1 Euro auf das dividendenberechtigte Grundkapital (622,2 Mio. Stammaktien und 48,5 Mio. Vorzugsaktien zu je 1 Euro Nennwert) zu verwenden. Die vorgeschlagene Dividendenerhöhung trägt der erfolgreichen Entwicklung der BMW Group im Jahre 2000 Rechnung. Umsatzrekord für die BMW Group Im Jahr 2000 erreichte die BMW Group einen neuen Umsatzrekord von 35,36 Mrd. Euro, eine Steigerung um 2,8 % gegenüber Dieser Zuwachs ist auf den gestiegenen Absatz und seine regionale Verteilung, höherwertige Ausstattungen und neue Modellvarianten zurückzuführen. Damit konnten die nach den jeweiligen Verkaufszeitpunkten entfallenden Umsätze von Rover Cars und Land Rover mehr als kompensiert werden. Im Segment BMW Automobile stieg der Umsatz mit Externen um 21,9 % auf nunmehr 24,0 Mrd. Euro. Der Gesamtumsatz lag mit 29,6 Mrd. Euro um 20,4 % höher als im Jahr zuvor. Auch im Segment BMW Motorräder wurde mit einem Umsatzplus von 20,7 % ein zum Absatz überproportionaler Anstieg erzielt. Das Segment BMW Financial Services setzte seinen Wachstumstrend trotz des Wegfalls des Finanzierungsgeschäftes für Rover Automobile fort und verzeichnete einen Umsatzanstieg um 14,6 %. Das Segment Rover Automobile, in dem bis zu den jeweiligen Verkaufszeitpunkten die Umsätze mit Rover, MG, Mini und Land Rover Fahrzeugen enthalten sind, wies einen Umsatz von 3,9 Mrd. Euro aus. 08

11 BMW Group in Zahlen 01 Bericht des Aufsichtsrats 04 Mitglieder des Aufsichtsrats 07 Mitglieder des Vorstands BMW Group Konzernlagebericht 24 BMW Aktie 28 BMW Group Konzernabschluss 56 BMW AG Jahresabschluss 62 BMW Group Jahresvergleich 64 BMW Group Standorte Umsatzerlöse der BMW Group nach Regionen (in Mio. Euro) Deutschland Großbritannien Übriges Europa Nordamerika Asien Sonstige Märkte Der Umsatzanteil der nordamerikanischen Märkte stieg aufgrund des überproportionalen Absatzwachstums und des im Vergleich zu 1999 höheren US-Dollar-Kurses im Jahr 2000 auf 28,0 % (Vorjahr: 23,5 %). Europa war mit einem Anteil von 58,8 % weiterhin der für die BMW Group bedeutendste Markt. Deutschland allein trug 25,0 % zum Gesamtumsatz der BMW Group bei. Der Zuwachs wurde getragen von der starken Nachfrage nach Modellen der BMW 3er Reihe, der überaus erfolgreichen Markteinführung des Sports Activity Vehicle BMW X5, einem weiteren Anstieg des Absatzes von Dieselfahrzeugen sowie einem neuen Auslieferungsrekord im größten Auslandsmarkt, den USA. Der Absatz der BMW 3er Reihe stieg im Jahr 2000 um 12,6 % auf Einheiten und überschritt so erstmals die Marke von einer halben Million verkaufter Fahrzeuge (1999: Fahrzeuge). Die Nachfrage nach dem im Oktober 1999 eingeführten BMW 3er touring und dem seit April 2000 erhältlichen BMW 3er Cabrio war mit bzw Einheiten besonders erfreulich. Z3 roadster und Z3 coupé wiesen einen Gesamtabsatz von knapp Einheiten auf (Vorjahr: ). Auslieferungen BMW Automobile nach Modellreihen (in Tsd.) ,9 394,9 429,9 504,7 550,9 189,7 228,8 221,6 203,0 231,0 52,5 51,4 47,9 43,6 40,3 Absatz von BMW Automobilen auf Rekordhöhe Mit einem Zuwachs von 9,4 % auf Fahrzeuge erreichte die Marke BMW im Jahr 2000 einen neuen Auslieferungsrekord. 3er Reihe inkl. Z3 5er Reihe inkl. X5 7er inkl. Z8/8er Reihe 09

12 Die Einführung der neuen Generation von Sechszylinder-Benzinmotoren im Sommer 2000 und das Facelift mit den markanten Corona-Scheinwerfern zum Herbst 2000 sorgten für eine insgesamt erfreuliche Absatzentwicklung der BMW 5er Baureihe Limousinen und touring wurden verkauft, ein leichter Rückgang um 4 %. Im letzten vollen Jahr seines Lebenszyklus wurden erwartungsgemäß weniger BMW 7er Modelle ausgeliefert als noch im Jahr Weltweit gingen die Auslieferungen um 9,6 % auf Einheiten zurück. Der BMW X5, der Ende 1999 in den amerikanischen Markt eingeführt wurde und seit Ende Mai 2000 auch in Europa erhältlich ist, übertraf mit verkauften Einheiten die Erwartungen bei weitem Fahrzeuge (70 %) wurden in den USA abgesetzt. Der in Handarbeit im Werk München hergestellte Supersportwagen BMW Z8, dessen Aluminium-Spaceframe-Karosserie aus dem Werk Dingolfing stammt, wurde im Berichtsjahr Mal an Kunden ausgeliefert. Die wichtigsten Märkte für BMW Automobile (in Prozent) Deutschland 29 % USA 23 % Großbritannien 8 % Italien 5 % Frankreich 4 % Japan 4 % Sonstige 27 % Auslieferungen BMW Automobile nach Regionen und Märkten (in Tsd.) ,5 228,1 237,5 240,0 240,6 200,1 205,8 223,1 249,8 268,1 111,5 129,6 139,3 164,0 200,4 76,6 82,4 70,5 68,6 80,0 27,4 29,2 29,0 28,9 33,1 Deutschland Sonstiges Westeuropa Nordamerika Asien/Ozeanien Sonstige Märkte Auf den europäischen Märkten konnte die Marke BMW ihre Position ausbauen. Mit einem Anstieg der Auslieferungen um 3,9 % auf nunmehr Einheiten wurde der Marktanteil auf 3,4 % (Vorjahr 3,1%) gesteigert. In Deutschland lieferte die BMW Group im Jahr 2000 insgesamt BMW Fahrzeuge aus, ein Plus von 0,2 % gegenüber 1999, und ein besonderer Erfolg vor dem Hintergrund des schwachen Gesamtmarktes. Der Marktanteil stieg von 6,1% auf 7,0 %. Neue Rekordwerte wurden unter anderem in Spanien (+18,3 % auf Einheiten), Italien (+ 9,5 % auf ) und Frankreich (+ 6,9 % auf ) erreicht. In den USA verzeichnete die BMW Group im Jahr 2000 einen neuen absoluten Auslieferungsrekord. Mit Fahrzeugen konnten insgesamt 22,2 % mehr BMW Automobile ausgeliefert werden als noch Damit hat sich das Volumen der in den USA abgesetzten Fahrzeuge der Marke BMW in den letzten zehn Jahren mehr als verdreifacht. 10

13 BMW Group in Zahlen 01 Bericht des Aufsichtsrats 04 Mitglieder des Aufsichtsrats 07 Mitglieder des Vorstands BMW Group Konzernlagebericht 24 BMW Aktie 28 BMW Group Konzernabschluss 56 BMW AG Jahresabschluss 62 BMW Group Jahresvergleich 64 BMW Group Standorte Die Märkte in Asien/Ozeanien setzten den bereits 1999 begonnenen Aufwärtstrend fort. Die BMW Group lieferte knapp BMW Fahrzeuge aus, ein Zuwachs von 16,6 %. Besonders erfreulich entwickelten sich die Auslieferungen in China (nahezu Verdoppelung der Auslieferungen auf 3.797), Südkorea (Verdoppelung auf Einheiten) sowie Thailand (Zuwachs um knapp ein Drittel auf Fahrzeuge). Japan war auch im Jahr 2000 der wichtigste asiatische Absatzmarkt der BMW Group. Dort wurden BMW Fahrzeuge abgesetzt, ein Plus von 2 %. Dieselmodelle weiterhin auf Erfolgskurs Die ungebrochene Nachfrage nach Fahrzeugen mit Dieselantrieb sowie die Einführung neuer, nochmals verbesserter Dieselmotoren führten im Jahr 2000 zu einem weiteren Anstieg des Absatzes an Dieselmodellen aller BMW Baureihen. Die angebotenen Modelle vom 320d bis zum Topmodell 740d mit Auslieferungen BMW Dieselfahrzeuge (in Tsd.) ,9 80,2 91,8 135,5 188,5 Achtzylinder-Dieseltechnologie bieten die BMW typische Fahrdynamik und Fahrfreude. Mit Dieselfahrzeugen wurde ein Zuwachs von 40 % gegenüber 1999 erzielt. Der Anteil am Gesamtabsatz stieg von 18 % im Jahr 1999 auf nunmehr 23 %. BMW Motorräder mit erfolgreichem Geschäftsjahr Der Absatz von BMW Motorrädern konnte um 14,5 % von auf Einheiten erhöht werden.von dem Modell F 650 GS, der weltweit ersten Einzylinderserienmaschine mit serienmäßigem Drei-Wege-Katalysator, digitaler Motorelektronik und optionalem ABS, wurden Einheiten verkauft. Die R 1150 GS war mit Einheiten das meistverkaufte Motorradmodell der BMW Group. Die Auslieferungen der R 1100 RT stiegen um 4,8 % auf Einheiten. Den größten Beitrag zur Verbesserung der Absatzzahlen leistete das Auslandsgeschäft mit kräftigen Zuwächsen in den USA (+ 20 % auf Einheiten) und den europäischen Märkten Spanien (+ 35 % auf 3.580) und Italien (+17 % auf 9.141). Der deutsche Markt trug mit Einheiten zum Erfolg bei (Vorjahr: ). Der Weltmarkt in der Klasse für Motorräder über 500 ccm wuchs im Jahr 2000 um 7,1%. Die BMW Group wies ein überdurchschnittliches Wachstum auf und steigerte so in diesem Marktsegment ihren Anteil von 6,7 % im Jahr 1999 auf nunmehr 7,1%. Im gesamten Motorradweltmarkt erzielte die BMW Group eine Anteilssteigerung von 5,6 % auf 6,1%. Das Angebot von Fahrerausstattungen und Sonderzubehör, die das Motorrad-Sortiment abrunden, erzielte im Jahr 2000 einen 20 %igen Umsatzanstieg. 11

14 Auslieferungen BMW Motorräder nach Modellreihen (in Tsd.) Finanzdienstleistungen weiterhin wichtiger Erfolgsfaktor für die BMW Group ,4 9,7 7,3 11,4 10,2 33,4 33,1 43,0 44,5 48,2 9,7 11,2 10,0 9,3 16,1 Das Segment BMW Financial Services, das weltweit den Vertrieb von BMW Group Produkten unter anderem mit individuellen Finanzierungs- und Leasinglösungen sowohl für Privat- und Firmenkunden als auch für die Händlerorganisation unterstützt, steigerte im Jahr 2000 das Geschäftsvolumen um rund 10 % auf 20,6 Mrd. Euro. Umsatz der BMW Financial Services (in Mio. Euro) K-Reihe R-Reihe F-Reihe Mit einer weiteren Markterschließung und einer Erweiterung der Modellpalette im laufenden Jahr um das Roadstermodell R 1150 R und den Tourer R 1150 RT beabsichtigt die BMW Group, den positiven Absatztrend des Segments BMW Motorräder fortzuführen. Nach der Markteinführung des C1 im April 2000 in Deutschland und der folgenden Einführung in den europäischen Märkten wurden Einheiten an Kunden ausgeliefert. Der C1 stellt ein völlig neues, eigenständiges Fahrzeugkonzept dar, das neue Maßstäbe in Hinsicht auf Sicherheit, Wind- und Wetterschutz sowie Einsatzmöglichkeiten im urbanen Verkehrsbereich für motorisierte Zweiräder setzt. Der italienische Design Management Award, der dem C1 im Jahr 2000 verliehen wurde, bestätigt das innovative Konzept und außergewöhnliche Design. Mit der Einführung des C1 200, einer in Hubraum, Leistung und Drehmoment gesteigerten Version, im März 2001 wird das mit dem C1 neu geschaffene Marktsegment konsequent ausgebaut , , , , ,8 Die Durchdringungsrate erreichte 34,6 % für BMW Fahrzeuge. Das bedeutet, dass inzwischen jedes dritte BMW Fahrzeug vom Segment BMW Financial Services finanziert wird. Hierbei entfallen 60 % auf Leasing und 40 % auf Kreditfinanzierungen. Für die BMW Group ist der amerikanische Markt mit einer Durchdringungsrate von knapp 45 % vor Ostasien mit 42 % und Europa mit 29 % der Markt mit dem höchsten Anteil von Finanzierungen am Fahrzeugabsatz. Die Einzelmärkte Deutschland, USA, Kanada und Japan wiesen die jeweils höchsten Durchdringungsraten auf. 12

15 BMW Group in Zahlen 01 Bericht des Aufsichtsrats 04 Mitglieder des Aufsichtsrats 07 Mitglieder des Vorstands BMW Group Konzernlagebericht 24 BMW Aktie 28 BMW Group Konzernabschluss 56 BMW AG Jahresabschluss 62 BMW Group Jahresvergleich 64 BMW Group Standorte Insgesamt wurden 1,23 Mio. neue Finanzierungsverträge abgeschlossen (Vorjahr 1,21 Mio.). Das Einlagengeschäft der BMW Financial Services Deutschland wies zum Jahresende 2000 ein Bestandsvolumen von 1,6 Mrd. Euro auf, was einer Steigerung von annähernd 25 % gegenüber dem Vorjahr entspricht. Vertragszugänge der BMW Financial Services (in Tsd.) ,8 802, , , ,3 Neben der Erschließung zusätzlicher Märkte plant BMW Financial Services, das Wachstum durch den Auf- und Ausbau der strategischen Geschäftsfelder Flottenmanagement, Fremdmarkenfinanzierung und Direct Banking zukünftig noch stärker voranzutreiben. Erfolg der Marke BMW schafft beständigen Bedarf an neuen Mitarbeitern Die gestiegenen Verkaufszahlen der Marke BMW schlugen sich wieder in neuen Arbeitsplätzen nieder. In Deutschland wurden knapp neue Arbeitsplätze geschaffen. Dies betraf vorwiegend die Bereiche Entwicklung, Vertrieb und Produktion. Auch international expandiert die BMW Group. Durch die erfolgreiche Einführung des BMW X5 wurden im Werk Spartanburg über neue Mitarbeiter eingestellt. Auszubildende der BMW AG in Deutschland am 31. Dezember Die Ausbildungsquote von knapp 5 % bei der BMW AG in Deutschland, dies entspricht Auszubildenden, drückt ebenfalls den hohen Bedarf an qualifizierten Mitarbeitern aus. Damit wird die 1997 gestartete Ausbildungsoffensive erfolgreich fortgesetzt. Hohes Engagement zeigt die BMW Group auch im Bereich Weiterbildung und Qualifizierung der Mitarbeiter. Im Jahr 2000 wurden allein in den BMW AG eigenen Leistungszentren Training über Teilnehmertage für Weiterbildung und Qualifizierung der Mitarbeiter durchgeführt, ein Anstieg um knapp gegenüber 1999 (bereinigt um Rover/Land Rover). Aufgrund der Umstrukturierungen und des anschließenden Verkaufs von Rover Cars und Land Rover sowie der Ausgliederung des Triebwerksgeschäftes an die Rolls- Royce plc ging die Anzahl der Mitarbeiter in der BMW Group insgesamt um 18,6 % auf zurück. Bei der Beendigung des Engagements Rover/Land Rover hatte der Erhalt der Arbeitsplätze in den englischen Werken höchste Priorität. Das Phoenix Consortium und die Ford Motor Company übernahmen ca Mitarbeiter. 13

16 Mitarbeiter der BMW Group nach Segmenten Veränderung BMW Automobile ,4 Rover Automobile ,0 BMW Motorräder ,4 Finanzdienstleistungen ,0 Sonstige ,7 davon: Software (1.405) (1.360) 3,2 Flugtriebwerke (2.169) (0) 100,0 Corporate (19) (48) 152,6 Sonstige UK Gesellschaften (0) (6.235) n/a in % BMW Group ,6 Qualifikation der Mitarbeiter der BMW AG (in Prozent) Mit Berufsausbildung Fachhochschule 7 % 64 % Hochschule 7 % Ohne Berufsausbildung Sonstige 1 % 18 % Qualifizierter Schulabschluss 3 % Die Zufriedenheit der Mitarbeiter trägt entscheidend zur hohen Qualität der geleisteten Arbeit bei der BMW Group bei. In der im Jahr 2000 durchgeführten Mitarbeiterbefragung der BMW AG sagten 96 % der befragten Mitarbeiter aus, dass sie es toll finden, für die BMW AG zu arbeiten. Dieser Erfolg wird nicht zuletzt durch die flexiblen Arbeitsstrukturen ermöglicht, bei denen die BMW Group ein Vorreiter ist. Über 300 verschiedene Arbeitszeitmodelle, eine stetig steigende Zahl von Telearbeitern (eine Steigerungsrate von 50 % im Jahr 2000) mit derzeit knapp Arbeitsplätzen und das Angebot von Sabbaticals (über 600 im Jahr 2000) sind konkreter Ausdruck des Erfolges. Innovative Personalsysteme und Arbeitsstrukturen machen die BMW Group zu einem der attraktivsten Arbeitgeber weltweit. 14

17 BMW Group in Zahlen 01 Bericht des Aufsichtsrats 04 Mitglieder des Aufsichtsrats 07 Mitglieder des Vorstands BMW Group Konzernlagebericht 24 BMW Aktie 28 BMW Group Konzernabschluss 56 BMW AG Jahresabschluss 62 BMW Group Jahresvergleich 64 BMW Group Standorte Produktion erstmals über BMW Automobile und über BMW Motorräder Die Produktion von BMW Automobilen hat im Jahr 2000 erneut eine absolute Rekordhöhe erreicht. Insgesamt rollten in den Produktionswerken München, Dingolfing, Regensburg, Spartanburg (USA) und Rosslyn (Südafrika) sowie den weltweiten Montagewerken BMW Automobile vom Band, ein Zuwachs von 10,5 % gegenüber dem Vorjahr. Das Segment BMW Motorräder steigerte im Jahr 2000 seine Produktionszahlen um 7,6 % auf Einheiten und erreichte damit zum achten Mal in Folge einen neuen Produktionsrekord. Mit der Aufnahme der Serienfertigung der Einzylindermaschine F 650 GS, deren Vorgängermodell noch bei Aprilia in Lizenz gefertigt wurde, konnte das Motorradwerk Berlin seine Produktion um über 26 % erhöhen. Die erneute Produktionssteigerung in allen Werken war nur möglich aufgrund der Bereitschaft der Mitarbeiter zu Zusatzschichten, eines optimalen Zusammenspiels der Produktionsstandorte, sowie weiterer Effizienzsteigerungen des Produktionssystems im weltweiten Produktionsverbund. Internationaler Fertigungsverbund unterstützt Produktionssteigerung Die Automobilwerke an den Standorten München, Dingolfing, Regensburg, Spartanburg, Rosslyn und Oxford (Großbritannien) kooperieren im Rahmen eines internationalen Fertigungsverbundes und optimieren so die Produktionsprozesse. Prägende Merkmale des Fertigungsverbundes sind nicht nur die Vernetzung der Produktionsprozesse und Kompetenzzentren, standardisierte Arbeitsinhalte und -prozesse, sondern auch eine beispiellose Produktion BMW Automobile nach Werken (in Tsd.) Dingolfing 283,8* Regensburg 229,5* München 196,2 * inkl. CKD/SKD Teilesätze Spartanburg 83,7 Rosslyn 41,3 Flexibilität in der Werkebelegung. Aufgrund der hohen Nachfrage nach Modellen der 3er Reihe wurde beispielsweise die Entscheidung getroffen, im Werk Dingolfing zusätzlich zu BMW 5er und 7er Baureihen auch die Limousinen der 3er Reihe zu fertigen. Von der Entscheidung bis zur Aufnahme der Produktion vergingen hierbei nur sechs Monate. Im Rahmen des Werksverbundes arbeiteten im Jahr 2000 ca. 200 Mitarbeiter aus Oxford in den Werken Regensburg und Spartanburg, um Kapazitätsengpässe auszugleichen und für den Serienanlauf der Modelle der Marke MINI die BMW Produktionsmethoden intensiv kennen zu lernen. Auch im Jahr 2000 erreichten die Werke der BMW Group wieder Spitzenplätze in der Qualitätsstudie IQS von JD Power und unterstreichen damit Qualität und Effizienz der Produktion. 15

18 Verkehrsträgeranteile im BMW Werksverbund (in Prozent, Basis: Tonnenkilometer) See 73 % Schiene 12 % Straße 12 % Luft 3 % Im Jahr 2000 wurden zusätzliche Investitionsprojekte zur Ausweitung der Produktionskapazität beschlossen, um den Erfolg der BMW Group auch in den kommenden Jahren sicherzustellen. Das Motorenwerk in Steyr (Österreich) erhielt eine zusätzliche Produktionsanlage für Vierzylinder-Dieselmotoren, die Anfang Januar 2001 anlief und eine Erhöhung der Kapazität um ca. 25 % ermöglicht. Im britischen Werk Hams Hall wurde eine hochmoderne Fertigung für die neue Generation der Vierzylinder-Benzinmotoren errichtet, die den hohen Qualitätsstandards in der BMW Group entspricht. Die Eröffnung fand im Februar 2001 statt. Zukünftig ist Hams Hall alleiniges Kompetenzzentrum für alle BMW Vierzylinder-Benzinmotoren. Das Werk Oxford wurde für die Herstellung der Modelle der Marke MINI mit den neuesten Produktionsanlagen ausgestattet und auf die Aufnahme der Serienfertigung im Frühjahr 2001 vorbereitet. In Amata City (Thailand) wurde das erste vollständig zur BMW Group gehörende Werk Asiens eröffnet, in dem zunächst Modelle der 3er Reihe für den thailändischen Markt gefertigt werden. Das Werk mit einer Kapazität von Fahrzeugen ist auf einen Export von Fahrzeugen in andere ASEAN Staaten hin ausgelegt. In das Werk Spartanburg werden weitere 300 Mio. USD investiert, um die über den Erwartungen liegende Nachfrage nach dem Sports Activity Vehicle BMW X5 zu bedienen. Für die Ausweitung der Produktionskapazität der BMW Group, die mit der Einführung einer weiteren Baureihe im oberen Bereich der unteren Mittelklasse, des BMW 1er, nötig wird, laufen Planungen über die Errichtung eines neuen Werkes bis zum Jahr Derzeit wird intensiv an der Auswahl des geeigneten Standorts gearbeitet, für den über 200 Bewerbungen eingegangen sind. Kundenorientierter Vertriebs- und Produktionsprozess setzt Maßstäbe Der Fertigungsverbund der BMW Group nimmt eine wichtige Rolle im Kundenorientierten Vertriebs- und Produktionsprozess (KOVP) ein. KOVP zielt im Rahmen der builtto-order -Strategie der BMW Group ab auf die Optimierung aller Prozessstufen von der Bestellung über die Produktion, den Vertrieb bis hin zur Auslieferung. Im Ergebnis kann jedem Kunden sein individuelles Fahrzeug zu einem verbindlichen Termin geliefert und gleichzeitig Effizienzsteigerungen in der Prozesskette realisiert werden. Der im April 1998 in Deutschland von BMW als weltweit erstem Automobilhersteller eingeführte KOVP-Bestandteil Online Ordering wurde bis Ende 2000 in den europäischen Hauptabsatzmärkten eingeführt. 16

19 BMW Group in Zahlen 01 Bericht des Aufsichtsrats 04 Mitglieder des Aufsichtsrats 07 Mitglieder des Vorstands BMW Group Konzernlagebericht 24 BMW Aktie 28 BMW Group Konzernabschluss 56 BMW AG Jahresabschluss 62 BMW Group Jahresvergleich 64 BMW Group Standorte Online Ordering ermöglicht den BMW Group Händlern, über eine Datenverbindung direkt die Zulässigkeit der gewünschten Ausstattungskombination zu prüfen und unverzüglich einen Produktionsplatz mit bestätigtem Auslieferungstermin zu buchen. Über das integrierte Produktionsplanungssystem werden gleichzeitig mit der Bestellung alle für die Produktion relevanten Prozesse ausgelöst. Ein neues Produktionssystem ermöglicht es, die Zuordnung von Kundenaufträgen nicht schon bei der Produktionsplanung, sondern erst mit Beginn der Montage festzulegen, also nach dem Rohbau und der Lackierung. Dabei werden die bereits lackierten Karosserien zu Zulieferteilen, die zum Montagebeginn just in time bereitgestellt werden. So können die heute etwa Kundenänderungswünsche pro Monat ohne Produktionsbeeinträchtigung noch kürzer vor dem Produktionsstart umgesetzt werden. Mit dem neuen konzernweiten Distributionssystem GVDS (Group Vehicle Distribution System) wird innerhalb der Kundenprozesskette eine Straffung der Auslieferungszeiten für Neufahrzeuge erreicht. Im Mittel wird die Zeit vom Verlassen der Montagebänder bis zum Kunden innerhalb Europas um einen Tag verkürzt. Bei den KOVP-Zielgrößen Termintreue und Verringerung der Prozessdurchlaufzeit konnten im Jahr 2000 erneut Fortschritte erzielt werden. Im deutschen Markt wurde bei 90 % aller Kundenaufträge die zugesagte Auslieferungswoche eingehalten (Vorjahr 80 %). Damit wurde bereits ein großer Schritt in Richtung des Zielwertes von 100 % erreicht. Investitionen erneut aus Cash flow finanziert Die Investitionen der BMW Group lagen mit 2,14 Mrd. Euro um 0,8 % unter dem Vorjahreswert. Dieser leichte Rückgang auf Konzernebene resultierte aus einem Rückgang der Investitionen im Segment Rover Automobile. In den Segmenten BMW Automobile und BMW Motorräder wurden die hohen Vorjahreswerte nochmals übertroffen. Neben Investitionsprojekten zur Ausweitung der Produktionskapazität wurden Investitionen für die Vorbereitung neuer Modelle und zur Sicherung der Technologie- und Innovationsführerschaft getätigt. Mit einem Investitionsanteil von 6,0 % am Umsatz liegt die BMW Group weiterhin mit an führender Stelle in der Automobilbranche. Investitionen und Cash flow der BMW Group (in Mio. Euro) Investitionen Cash flow Die Investitionen wurden wie in den Vorjahren vollständig aus dem Cash flow finanziert, der im Jahr 2000 einen Wert von 3,2 Mrd. Euro erreichte (Vorjahr: 2,8 Mrd. Euro). 17

20 Modelloffensive und innovative Technologien im Zentrum von Forschung und Entwicklung Die Modelloffensive der BMW Group sowie die innovativen Technologien für die BMW Group Fahrzeuge standen im Jahr 2000 im Mittelpunkt der Bereiche Forschung, Vorentwicklung sowie der Fahrzeug- und Motorenentwicklung. Eine zentrale Rolle nahmen die bevorstehenden Anläufe der Modelle BMW 7er, BMW 3er compact und der Modelle der Marke MINI ein, die in ihren Segmenten Maßstäbe setzen werden. Daneben wurde an der Erweiterung des BMW Produktprogramms gearbeitet, die die Einführung eines Modells im oberen Bereich der unteren Mittelklasse vorsieht. Die Entscheidung für die Antriebsart ist hierbei bereits gefallen: Als echter BMW wird auch der BMW 1er über Heckantrieb verfügen. Die BMW Group vollendete mit dem Abschluss der Entwicklungsarbeiten einer neuen Motorengeneration das größte Motorenprojekt in der Firmengeschichte. Die neuen Motoren sind mit der innovativen Technologie VALVETRONIC ausgestattet, die die Drosselklappe durch eine variable Ventilsteuerung ersetzt und dadurch eine erhebliche Verbrauchsreduzierung erreicht. Die Weiterentwicklung der Leichtbau- Technologie war von besonderer Bedeutung und fand im Aluminium-Spaceframe des Z8 ihren Ausdruck. Der Stellenwert dieses Themas wird auch in der Stiftungsprofessur für Automobilen Leichtbau an der Fachhochschule Landshut deutlich, die die BMW Group im Mai 2000 übernommen hat. Mechatronik, die Verbindung zwischen Mechanik und Elektronik, nimmt eine immer größere Bedeutung ein. Bestandteile sind zum Beispiel die so genannten X-by-Wire - Technologien wie Steer-by-Wire und Brakeby-Wire, die mechanische Verbindungen zum Beispiel zwischen Lenkrad und Lenkung durch elektronische ersetzen. Diese Systeme stehen kurz vor der Serienreife. In der Entwicklung der weltweit ersten mechatronischen Lenkung durch die BMW Group wird die Synthese einer aktiven hydraulischen Servolenkung und eines Steer-by- Wire -Systems mit dem Namen Active Front Steering neue Maßstäbe in Sicherheit, Agilität und Komfort setzen. Das neue Konzept ConnectedDrive, das die BMW Group im November 2000 vorgestellt hat, führt die Ergebnisse der BMW Group Forschung in den Bereichen Fahrerassistenz, Verkehrssicherheit und -management zu einer einzigen Einheit zusammen. Dem Fahrer werden über die integrierten Sensor- und Kommunikationssysteme alle relevanten Daten über Verkehrslage und -umgebung mitgeteilt. Der Fahrer kann zum Beispiel im Stop-and-Go-Verkehr das Beschleunigen und Bremsen komplett an das Assistenzsystem delegieren. Bei der Adaptive Light Control (ALC) wird, basierend auf Fahrzeugdaten wie der Geschwindigkeit und den Ortsangaben des Navigationssystems, das Licht in die Richtung gelenkt, in der es zum Beispiel bei Kurvenfahrten tatsächlich gebraucht wird. ConnectedDrive wird bereits in diesem Jahr in die Serie einfließen. Die BMW Group arbeitet kontinuierlich an der Verkürzung der Entwicklungszeiten. Mit der aktuellen 3er Baureihe konnte gegenüber dem Vorgänger eine Verkürzung von zwölf Monaten realisiert werden. Im Forschungs- und Ingenieurzentrum (FIZ) in München sowie in weiteren Forschungs- und Entwicklungszentren in Europa und den Vereinigten Staaten arbeiteten im Berichtsjahr Mitarbeiter (Vorjahr ca ohne Rover/Land Rover). 18

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