Installationsarbeiten am Server

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1 Installationsarbeiten am Server Voraussetzungen Die Anleitung zur Installation setzt eine SuSE-Distribution 8.1 oder 8.2 mit installiertem Samba und CUPS voraus. Für den Dateizugriff muss der sshd mit sftp-subsystem aktiv und für die Clients erreichbar sein. Bei SuSE ist dies Standardeinstellung. Auf anderen Plattformen kann sich das Vorgehen und die angegebenen Verzeichnisse von dem hier Beschriebenen unterscheiden. Es sollte aber auf jeden Fall zuerst CUPS, dann Samba und dann CapiSuite installiert werden. CUPS CUPS muss mindestens in der Version installiert sein, was bei SuSE 8.1 und 8.2 ein Update der Pakete bedeutet. Dies ist nötig, da es älteren CUPS-Versionen nicht möglich ist, die IP des Hosts fehlerfrei herauszufinden, der den Druckauftrag abgesetzt hat. SuSE bietet entsprechende Pakete auf ihrem ftp-server an, im Verzeichnis cups auf der CD im Anhang sind die heruntergeladenen Dateien gespeichert und können mit rpm -Uhv *.rpm eingespielt werden. Samba Samba muss nur installiert werden, wenn auch Windowsclients im Netzwerk vorhanden sind. Die bei SuSE mitgelieferte Version reicht für den Faxserverbetrieb aus, es ist kein Update notwendig. CapiSuite installieren Für die Installation der CapiSuite werden Pakete für verschiedene SuSE-Versionen im Verzeichnis capisuite auf der CD bereitgestellt. Mit rpm -Uhv capisuite-0.5.cvs-0.1.i586.rpm oder alternativ mit YaST (das Abhängigkeiten automatisch auflöst) können diese Pakete installiert werden. Die veränderten Dateien liegen zusätzlich im Verzeichnis technikerarbeit/serverfiles entsprechend der Verzeichnisstruktur bei SuSE-Linux als tar.gz bereit. Diese Dateien und die diff-datei dient aber nur der Dokumentation der durchgeführten Änderungen. CapiSuite soll dann zuerst entsprechend der CapiSuite-Dokumentation konfiguriert werden. Treten dabei Probleme auf, müssen diese erst behoben werden, bevor ein Faxserver eingerichtet wird. Im folgenden wird davon ausgegangen, dass ein Benutzer bereits Faxe am Server senden und empfangen kann und dass der Anrufbeantworter funktioniert. PPD installieren Wird das rpm-paket verwendet, ist die Datei bereits installiert und CUPS muss nur noch neu gestartet werden. Der folgende Abschnitt kann deshalb übersprungen werden. Die PPD-Datei Faxgate.ppd liegt in komprimierter Form als Faxgate.ppd.gz vor. CUPS kann gzip komprimierte Dateien direkt lesen. Es ist nicht notwendig, die Datei zu entpacken. Es reicht also aus, die Faxgate.ppd.gz in das model-verzeichnis der CUPS-Installation zu kopieren, bei SuSE üblicherweise nach dem Pfad /usr/share/cups/model/. Danach muss zum Einlesen der Datei CUPS neu gestartet werden. faxgate-backend installieren Wird das rpm-paket verwendet, sind die Dateien schon installiert. Der nächste Abschnitt kann

2 übersprungen werden. Das Shellscript faxgate muss in das Backendverzeichnis, bei SuSE /usr/lib/cups/backend/, der CUPS-Installation kopiert werden und mindestens für den Benutzer ausführbar sein, unter dem CUPS läuft. Das Script faxgate.py und das vorkompilierte Programm getjobopt muss in das Verzeichnis /usr/bin/ kopiert werden und ebenfalls mindestens für den CUPS-Prozess ausführbar sein. Die Konfigurationsdatei faxgate.conf, die Textdateien messages und messages.de_de müssen in das Verzeichnis /etc/faxgate/ kopiert werden und vom CUPS-Prozess lesbar sein. Wenn andere Verzeichnisse verwendet werden, müssen die Pfadangaben in den Scripten und Konfigurationsdateien angepasst werden. Anschließend muss die Konfiguration entsprechend der Systemumgebung angepasst werden. Im Kapitel (Seite ) im Abschnitt, ist die Bedeutung der einzelnen Optionen erläutert. Danach muss CUPS neu gestartet werden, damit das neue Backend registriert werden kann. Faxdrucker installieren Der Faxdrucker kann erst nach Installation des faxgate-backends und der PPD-Datei installiert werden. Ein neuer Drucker wird dann mit dem Befehl lpadmin -p Faxgate -v faxgate://capisuite -m Faxgate.ppd.gz -E installiert und gleich aktiviert. Die Optionen haben hier die folgende Bedeutung: -p Faxgate : Gibt den Namen des neuen Druckers an. -v faxgate://capisuite : Gibt den Namen des zu verwendenden Backends faxgate an. -m Faxgate.ppd.gz : Ordnet die PPD-Datei Faxgate.ppd.gz dem Drucker zu. -E : Bewirkt, dass der Drucker sofort aktiv ist. Alternativ ist es auch über das CUPS-Webinterface möglich, neue Drucker einzurichten. Dort muss als Gerät das faxgate-backend ausgewählt werden, dieses meldet sich als Faxgate via Software-Faxmachine. Als Device-URI muss faxgate://capisuite angegeben werden. Anstatt capisuite dürfen auch andere Angaben gemacht werden. Die Marke des Geräts ist Generic und der Typ ist Gateway for CapiSuiteFax, Ghostscript + Capisuite required. Über die vielfältigen Möglichkeiten der Zugriffsbeschränkung und Limitierung des Druckaufkommens bei CUPS informiert die Dokumentation zu CUPS. Ohne weitere Einstellungen ist der Drucker aber im lokalen Netz bereits für jeden Nutzer erreichbar. Faxdrucker für Windows freigeben Bei installiertem Samba kann dies in der Standardkonfiguration belassen und gestartet werden, es werden bereits alle in CUPS eingerichteten Drucker exportiert. Um darauf drucken zu können, muss für jeden Windowsbenutzer in Samba noch ein Benutzeraccount mit Passwort eingerichtet werden. Am einfachsten lässt sich das mit SWAT erledigen. Die Aktivierung von SWAT ist bereits in Kapitel (Seite ) beschrieben. SWAT wird dann mit Hostname des Sambaservers>:901 im Browser aufgerufen. Zur Administration muss man sich dann als Benutzer root mit dem Systempasswort für root anmelden. Im einfachsten Fall muss dann unter Password für jeden Windowsbenutzer ein gleichnamiger Benutzer mit Passwort eingerichtet werden. Voraussetzung ist, dass ein gleichnamiger Linuxbenutzer schon existiert. Die Samba- und Linuxpassworte werden im einfachsten Fall nicht synchronisiert. Unter Printers muss der Faxdrucker in der Liste bei Choose Printer angezeigt werden. Es muss der Faxdrucker Faxgate ausgewählt werden und auf Choose Printer geklickt werden. Dann muss auf Advanced View umgeschaltet werden und im Feld print command der Befehl

3 lpr -r -P%p %s abgeändert werden zu lpr -r -o ip=%i -P%p %s. Mit der Ergänzung -o ip=%i wird erreicht, dass die IP des Hosts, der den Druckauftrag abgesetzt hat, an CUPS als Parameter übergeben wird und damit später zur Verfügung steht. Diese Einstellungen werden mit Commit Changes bestätigt. Der Drucker ist jetzt über die Netzwerkumgebung der Windows-Clients zu erreichen. Alternativ kann natürlich auch die /etc/samba/smb.conf direkt mit einem Eintrag (siehe Text 1) erweitert werden. Text 1: Druckerfreigabe in der smb.conf [Faxgate] comment = Faxgate path = /var/tmp read only = No create mask = 0600 printable = Yes print command = lpr -r -o ip=%i -P%p %s printer name = Faxgate oplocks = No Druckertreiber für Windows freigeben Zuerst muss ein Benutzer root mit einem beliebigen Passwort in Samba eingerichtet werden. Dann werden entweder der von CUPS bereitgestellte Windows-PostScript-Treiber für Windows 2000/XP von oder die von Adobe veröffentlichten Treiber von für sämtliche Windows Betriebssysteme ab Version Windows 98 benötigt. Beim CUPS-Treiber ist eine eigene Anleitung für das weitere Vorgehen enthalten, es sollen die dortigen Anweisungen befolgt werden. Soll der Adobe-Treiber verwendet werden, muss zuerst das Setup des Treibers unter Windows oder wine gestartet werden. Die Dateien werden dann in das jeweilige Temp-Verzeichnis entpackt. Von diesen Dateien werden die Folgenden benötigt: ADFONTS.MFM ADOBEPS4.DRV ADOBEPS4.HLP ADOBEPS5.DLL ADOBEPSU.DLL ADOBEPSU.HLP DEFPRTR2.PPD ICONLIB.DLL PSMON.DLL Diese Dateien werden dann in das driver-verzeichnis der CUPS-Installation kopiert. Bei SuSE müssen die Dateien nach /usr/share/cups/drivers/ kopiert werden. Es muss unbedingt beachtet werden, die Dateien komplett in Großbuchstaben zu schreiben. Mit dem Befehl cupsaddsmb -U root Faxgate werden diese Treiber dann in Samba für den Drucker Faxgate registriert und somit den Windowsclients beim Verbinden zu diesem Drucker automatisch angeboten. Neuere Windowsversionen installieren in der Standardeinstellung solche Treiber sogar ohne Rückfrage und der Faxdrucker ist ohne Benutzereingriff verfügbar. Die Anleitung zur Installation des Adobe-Treibers wurde aus dem englischen CUPS Software Administrators Manual ins Deutsche übersetzt. Die Originalpassage lautet wie folgt: Exporting Printer Drivers You can optionally export printer drivers from your CUPS server using the

4 cupsaddsmb command and the SAMBA or higher software. Before you can export the printers you must download the CUPS drivers for Windows from the CUPS site ( or the current Adobe PostScript printer drivers from the Adobe web site ( If you download the Adobe drivers, use the free unzip software to extract the files from the self-extracting ZIP file containing the drivers; you will need the following files: ADFONTS.MFM ADOBEPS4.DRV ADOBEPS4.HLP ADOBEPS5.DLL ADOBEPSU.DLL ADOBEPSU.HLP DEFPRTR2.PPD ICONLIB.DLL PSMON.DLL Copy these files to the /usr/share/cups/drivers directory - you may need to rename some of the files so the filenames are all UPPERCASE. Next, configure SAMBA (via the smb.conf file) to support printing through CUPS and provide a printer driver download share, as follows: [global] load printers = yes printing = cups printcap name = cups [printers] comment = All Printers path = /var/spool/samba browseable = no public = yes guest ok = yes writable = no printable = yes printer admin = root [print$] comment = Printer Drivers path = /etc/samba/drivers browseable = yes guest ok = no read only = yes write list = root This configuration assumes a FHS-compliant installation of SAMBA; adjust the [printers] and [print$] share paths accordingly on your system as needed. That is, the directory for your printer drivers can be anywhere on the system; just make sure it is writable by the users specified by the write list directive plus readable and executable by all users. Also, make sure that you have SAMBA passwords defined for each user in the write list using SAMBA's smbpasswd(1) command. Otherwise you will not be able to authenticate. Finally, run the cupsaddsmb command to export the printer drivers for one or more queues: cupsaddsmb -U root printer1... printern ENTER

5 Running cupsaddsmb with the -a option will export all printers: cupsaddsmb -U root -a ENTER Notice in the above examples that the user root was used which was defined in the write list of the smb.conf file. ( CUPS Software Administrators Manual ) Abschluss der Installation Zum Abschluss der Installation wird ein Neustart der konfigurierten Serverdienste und eine Überprüfung der Logdateien auf Fehlermeldungen empfohlen. Damit sind die Installationsarbeiten am Server abgeschlossen.

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