Gottesdienst der KAB zum Erntedankfest 2012

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1 damit alle menschenwürdig arbeiten können I. Eröffnung Lied zur Eröffnung Gottesdienst der KAB zum Erntedankfest 2012 Solang es Menschen gibt auf Erden, GL 300,1 3 Begrüßung und Einführung Jahr für Jahr feiern wir im Herbst das Erntedankfest. Jahr für Jahr halten wir inne, um zu danken für die Früchte der Erde, um nachzudenken über das, was unserem Leben Nahrung gibt. In diesem Jahr fällt das Erntedankfest auf den 7. Oktober, den Welttag für menschenwürdige Arbeit. So nehmen wir diesmal in den Blick, dass Brot und Wein und alle anderen Gaben sowohl Früchte der Erde als auch Früchte der menschlichen Arbeit sind, wie es zur Gabenbereitung heißt. Kyrie Gott, du hast die Erde unserer Obhut anvertraut. Doch was haben wir aus ihr gemacht? Immer mehr Tier und Pflanzenarten sterben aus, die Wüsten wachsen, die Meere sind verschmutzt. Unser gnadenloses Wirtschaftswachstum beutet die Menschen und die Erde aus. Herr, erbarme dich. Der Klimawandel schwächt die Ungleichheit in den Lebensverhältnissen der Menschen und führt zu vielen sozialen Problemen. Die einen hungern und verhungern, die anderen leben in Saus und Braus. Christus, erbarme dich. Gott, wir sind Gefangene der Systeme, die wir selber geschaffen haben. Unser Finanzsystem macht die Reichen reicher und die Armen ärmer Unser Wirtschaftssystem führt dazu, dass viele Menschen trotz Arbeit arm bleiben. Herr, erbarme dich. Gloria Preis und Ehre Gott dem Herren, GL 486

2 Tagesgebet Lebenspendender Gott, wir danken dir für die Ernte dieses Jahres, für Getreide und Kartoffeln, für Gemüse und Obst, für Wein und Honig. Wir danken dir auch für alles sonst, was uns am Leben erhält: die Gemeinschaft der Menschen, die Worte, die uns weiterhelfen und die Erinnerung an dein Reich, in dem Gerechtigkeit und Frieden wohnen. Wir danken dir, dass in den Worten und Taten Jesu deine lebenspendende Liebe zur ganzen Schöpfung sichtbar geworden ist. Wir preisen dich durch ihn, unsern Herrn und Bruder, in der Gemeinschaft des Heiligen Geistes, jetzt und in alle Ewigkeit. II. Wortgottesdienst Erste Lesung Deuteronomium 8,7 18 (Lektionar Band VIII, Besondere Anlässe/Votivmessen, Seite 245) Hinführung: Gott ist ein Freund des Lebens. Er schenkt uns, was wir zum Leben brauchen. Er befreit das Volk Israel aus der Sklaverei in Ägypten. Wir sollen nie vergessen, wem wir das Leben verdanken und uns gegenseitig nicht wieder in Unfreiheit bringen. Antwortpsalm Psalm 126, GL 753 Zweite Lesung 1. Korintherbrief 3,6 10 (Lektionar Band VIII, Seite 248) Hinführung: Gott hat uns Menschen die Erde anvertraut, damit wir sie bebauen und hüten. So wirken wir also mit an der Schöpfung. Ruf vor dem Evangelium Halleluja mit Vers: Suchet zuerst das Reich Gottes und seine Gerechtigkeit; dann wird euch alles andere dazugegeben. (vgl. Matthäus 6,33) Evangelium Lukas 12,15 21 (Lektionar Band VIII, Seite 195) Hinführung: Die Spekulation mit Nahrungsmitteln ist keine neue Erfindung. Jesus nimmt eindeutig Stellung dazu. 2

3 Predigt Credo Gott ist dreifaltig einer, GL 489 Fürbitten V. Guter Gott, du hast uns berufen, durch unsere Arbeit an deiner Schöpfung mitzuwirken. Viele Menschen auf diese Erde leiden darunter, dass ihre Arbeit ausgebeutet und ihre Würde mit Füßen getreten wird. 1. Wir bitten um menschenwürdige Arbeitsbedingungen, genügend Pausen und Freizeit, um ausreichenden Urlaub. 2. Wir bitten darum, dass alle für ihre Arbeit einen gerechten Lohn erhalten; wir bitten um einen gesetzlich garantierten Mindestlohn in allen Branchen. 3. Wir bitten für diejenigen, die zu viel arbeiten müssen und für alle, die keinen Arbeitsplatz haben. Wir bitten um eine gerechte Verteilung der Arbeit. 4. Wir bitten für die Selbständigen, die sich selbst ausbeuten. Wir bitten für diejenigen, die ihre Existenz nicht sichern können, obwohl sie viel arbeiten. 5. Wir bitten für die Betriebsträte, die Gewerkschaften und die Arbeitnehmerbewegungen, um Mut und Erfolg ihres Engagements. V. Lebendiger Gott, erhöre unsere Bitten und hilf uns, in deinem Namen für menschenwürdige Arbeit zu kämpfen. Wir preisen dich mit Jesus Christus, unserm Bruder und Herr. A. Amen III. Eucharistie Lied zur Gabenbereitung Was uns die Erde Gutes spendet, GL 490,1 3 Gabengebet Gepriesen seist du, Ewiger, unser Gott, für das Brot und den Wein, Früchte der Erde und der menschlichen Arbeit. Verwandle diese Gaben und verwandle uns, damit wir Frucht bringen in dieser Welt. Darum bitten wir durch Christus, unsern Bruder und Herrn. 3

4 Präfation Präfation für die Sonntage im Jahreskreis V, Das Ziel der Schöpfung Sanctus Heilig, GL 491 Text zum Nachdenken Ein Bekenntnis Ich glaube an Gott, der diese wunderbare Welt ins Dasein gerufen hat und sie bis zum Ende aller Zeiten trägt. Er hat den Planeten Wurde in unsere Hände gegeben, damit wir ihn bebauen und hüten. Ich glaube an Jesus Christus, den Bruder aller Menschen und Herrn aller Herren. In seinen heilenden Worten und befreienden Taten ist das Reich Gottes angebrochen. Er ist für uns gestorben und auferstanden, damit wir die Liebe leben und die Gerechtigkeit tun. Ich glaube an den Geist Gottes, der auch heute zu uns spricht. In den Zeichen der Zeit gibt er uns Hinweise für unser Handeln. Ich hoffe auf die Vollendung der Schöpfung und erwarte einen neuen Himmel und eine neue Erde; in denen Gerechtigkeit wohnt. Lied zur Danksagung Erfreue dich, Himmel, GL 259 4

5 Schlussgebet Guter Gott, einmal mehr hast du uns beschenkt mit deinem lebendigen Wort und dem Mahl deines Sohnes. Wir danken dir für alles, was unserem Leben Nahrung gibt. Hilf uns, dass wir nicht knauserig und eng werden, sondern alles teilen, was wir haben, damit alle Männer, Frauen und Kinder menschenwürdig leben können. Sei gepriesen durch Jesus Christus, unsern Bruder und Herr. IV. Entlassung Segen dass wir stark werden in unserer schöpferischen Kraft. dass wir schreien, wo Unrecht ist. dass wir die Wirklichkeit verändern und das Lebendige fördern. Das schenke euch der lebensfreundliche Gott, der Vater, der Sohn und der Heilige Geist. Schlusslied Hilf, Herr meines Lebens, GL 622 5

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