Qualitätsmanagement in Krankenhäusern - Hauptziele, Chancen und Risiken verschiedener Zertifizierungsverfahren

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1 Medizin Tim Guderjahn Qualitätsmanagement in Krankenhäusern - Hauptziele, Chancen und Risiken verschiedener Zertifizierungsverfahren Studienarbeit

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3 Gesundheitsökonomie für Mediziner Fachhochschule Riedlingen -Hochschule für Wirtschaft- Hausarbeit SS2006, Modul KM3 Qualitäts- und Personalmanagement" Thema: "Qualitätsmanagement in Krankenhäusern Hauptziele, Chancen und Risiken verschiedener Zertifizierungsverfahren." vorgelegt von Tim -Oliver Guderjahn Göttingen, im Mai 2006

4 2 Inhalt: 1. Einführung Gesetzliche Grundlagen Zertifizierungsverfahren DIN EN ISO 9000 ff EFQM KTQ Vergleich Chancen durch Zertifizierungsverfahren Zertifiziertes Qualitätsmanagement als Patientenschutz Zertifiziertes QM zur Sicherung der innerbetrieblichen Effizienz Zertifizierung als Marketinginstrument Risiken durch Zertifizierungsverfahren Literaturverzeichnis Einführung In der vorliegenden Hausarbeit sollen die Grundzüge des Qualitätsmanagements (QM) im stationären Bereich der medizinischen Versorgung in Deutschland erläutert werden. Insbesondere werden die für den stationären Bereich relevanten Zertifizierungsverfahren mit deren Hauptzielen, Chancen und Risiken für die zu zertifizierende Einrichtung behandelt. Unter Qualitätsmanagement versteht man laut der Definition nach DIN EN ISO 9000 aufeinander abgestimmte Tätigkeiten zum Lenken und Leiten einer Organisation, die darauf abzielen, die Qualität der produzierten Produkte oder der angebotenen Dienstleistung zu verbessern. Bezogen auf die speziellen Anforderungen des Gesundheitswesen bedeutet der Begriff Qualität dabei eine ausreichende und zweckmäßige, d.h. patienten- und bedarfsgerechte, an der Lebensqualität orientierte, fachlich qualifizierte, aber auch wirtschaftliche medizinische Versorgung mit dem Ziel, die Wahrscheinlichkeit erwünschter Behandlungsergebnisse bei Individuen und in der Gesamtbevölkerung zu erhöhen. 1. Das Qualitätsmanagement sichert also das Erfüllen der Kundeninteressen, wobei der Kunde hier sowohl durch den Patient, als auch andere Stakeholder wie Ärzte, Kliniken, Krankenkassen etc. repräsentiert wird.

5 3 Unter Zertifizierung des Qualitätsmanagements hingegen versteht man dabei die Bestätigung durch einen Externen nach entsprechender Überprüfung, dass eine Einrichtung Qualitätsmanagement konform zu einer bestimmten Norm oder sonstigen Festlegung tatsächlich durchführt 2. Die Zertifizierung lenkt somit das interne, nach individuellen Vorgaben ablaufende Qualitätsmanagement in einen standardisierten, durch Dritte nachvollziehbaren Rahmen und garantiert nach außen, dass das Qualitätsmanagement in Bezug auf seine Effizient und Plausibilität bestimmte Normen erfällt. Erst hierdurch wird auch eine Vergleichbarkeit zwischen verschiedenen Einrichtungen im größeren Rahmen durch Dritte ermöglicht. 2. Gesetzliche Grundlagen Bereits vor Inkrafttreten des Gesundheitsstrukturgesetzes fanden sich in SGB V in den spezielle Vorschriften zur Qualitätssicherung im Gesundheitswesen ( Sicherung der Qualität der Leistungserbringung)². Neu durch das Gesundheitsstrukturgesetz eingeführt wurden dabei im 135a die Pflicht der Spitzenverbände der Kassen, der KBV und der betroffenen Bundesverbände der Leistungserbringer, gemeinsam Verfahren zur Qualitätssicherung für Vorsorge- und Reha-Maßnahmen zu bestimmen und die Pflicht der Leistungserbringer, sich an diesen Maßnahmen zu beteiligen. 135a SGB V Abs.2 verpflichtet "Vertragsärzte, zugelassene Krankenhäuser sowie Erbringer von Vorsorgeleistungen oder Rehabilitationsmaßnahmen..., sich an einrichtungsübergreifenden Maßnahmen der Qualitätssicherung zu beteiligen, die insbesondere zum Ziel haben, die Ergebnisqualität zu verbessern" sowie einrichtungsintern ein Qualitätsmanagement einzuführen und weiterzuentwickeln. Ferner regelt der 137 Abs.1 SGB V analog die Qualitätssicherung in den zugelassenen Krankenhäusern. Hiermit ist also zwar vorgeschrieben, ein Qualitätsmanagement zu betreiben, es wird aber keine genauere Definition vorgenommen, auf welche Weise dies im Einzelnen zu geschehen hat beziehungsweise ob und durch welche Organisation die Zertifizierung zu erfolgen hat. Damit eröffnet sich ein Markt für diverse Organisationen, die mit unterschiedlichen Zertifizierungsverfahren um die Leistungserbringer im Gesundheitswesen konkurrieren und ihr jeweiliges System in diesem Markt etablieren möchten. Die drei wichtigsten Zertifizierungsverfahren für den stationären Bereich werden im Folgenden dargestellt.

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