Informationsstrukturen für das Digitale Kulturelle Erbe

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1 Informationsstrukturen für das Digitale Kulturelle Erbe Arbeitsgruppe Automation Rostock 10. September 2012 Horst Kremers Berlin 1 Bisherige Schwerpunkte Kartographie als Kulturelles Erbe per se Verstehen der Herstellungstechnik und Methodik Interpretationen im engeren fachlichen Kontext mit Ausnahmen der Interpretation für externe Zwecke 2 1

2 Augenscheinkarten 3 Traditionelle Arbeitsgebiete der Kartographie (vgl. Geschichte der Kartographie ) Digitalisieren Katalogisieren Archivieren (?) Bereitstellen Übertragen Untersuchen Interpretieren Gebrauchen (?) 4 2

3 5 3

4 Beschluss des Bundestages erfolgte im Januar Digitalisierungsoffensive (1) Die DDB wird digitale Kopien von Werken aller Art (d. h. von Büchern, Bildern, Archivalien, Noten, Musikstücken, Filmen, 3D-Aufnahmen von Skulpturen und Kulturdenkmalen) aus Bibliotheken, Archiven, Museen und wissenschaftlichen Instituten umfassen. Eine breit angelegte Digitalisierung von Kulturgut und wissenschaftlichen Informationen ist hilfreich und notwendig: Nach Prognosen von Experten wird, was nicht im Internet verfügbar ist, in einer Generation von der breiten Masse nicht mehr wahrgenommen werden. 8 4

5 Digitalisierungsoffensive (2) Dabei sollen gemäß den Gemeinsamen Eckpunkten von Bund, Ländern und Kommunen zur DDB vor allem auch Angebot und Nachfrage darüber entscheiden, was digitalisiert wird. Hier soll die DDB die Plattform für einen geeigneten Dialog zwischen Kultur- und Wissenschaftseinrichtungen, Nutzern und öffentlichen wie privaten Geldgebern bieten. 9 Digitalisierungsoffensive (3) Die Moderation des Prozesses obliegt dem für den Betrieb der DDB verantwortlichen Kompetenznetzwerk DDB, dem 13 namhafte Kulturund Wissenschaftseinrichtungen aus allen Sparten angehören (z. B. Deutsche Nationalbibliothek, Bundesarchiv, Stiftung Preußischer Kultur- besitz, Deutsches Filminstitut DIF e. V., Bayerische Staatsbibliothek, Brandenburgisches Landesamt für Denkmalpflege und Archäologisches Landesmuseum, Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte). 10 5

6 Granularität des Raumbezugs in Objekten des Kulturellen Erbes Reisebeschreibungen (Wanderungen in der Mark Brandenburg) Historische Radiosendungen Volltext-Digitalisate und deren multimediale Äquivalente - Karte - Bild - Video / Film - Audio / Radio - Kunst / Tanz / Theater etc. 11 Metainformation Die Erfassung der Metainformation digitalisierter Objekte ist jedenfalls nicht ausreichend für die erforderliche Granularität des Raumbezugs 12 6

7

8

9

10 Example 19 Beispiel Die Berliner Mauer Goethes Reise nach Italien 20 10

11 Digitale Techniken / Methoden (traditionell) Digitalisierung (Syntaktisches Modell) Beschreibung (Semantisches Modell) OpenAccess (incl. Pragmatisches Modell) Nach der Dematerialisierung Kontinuität von Existenz, Verfügbarkeit und Gebrauch sicherstellen Syntax, Semantik, Pragmatik 21 Virtuelles Kulturlandschaftslaboratorium Rostock Als Virtuelles Kulturlandschaftslaboratorium wird es an der Universität Rostock von der Professur für Geodäsie und Geoinformatik (GG) konzipiert und entwickelt, am IT- und Medienzentrum (ITMZ) gehostet und Schnittstellen zur Nutzeradministration, zu Datenbanken (z.b. Bilddatenbank) und Diensten sowie zur Digitalen Bibliothek (UB) entwickelt und bereitgestellt. VKLandLab beinhaltet neue Entwicklungen und integriert verschiedenste bereits bewährte Komponenten datenbezogener Infrastrukturen wie z.b. InternetGIS, Primärdatenrepositorien, Authentifizierungsstrukturen, Wikis, Blogs, Data-Tagging usw. Im Vordergrund steht der Aufbau einer datenbezogenen Infrastruktur und einer Arbeitsplattform, die es Fachwissenschaftlern aus unterschiedlichsten Disziplinen ermöglicht, fachliche Fragestellungen in Raum und Zeit zu bearbeiten

12 UNESCO World-Document-Heritage

13 Tradition Digitalisierung ist nur das erste Ziel Zukunft Ermöglichung granularer Analyse und Vernetzung für eine komplexe kognitive Analyse Wissens-Koordination und Synergie 25 OAIS auch für die Kartographie operationell machen Technik Organisation Business Processes Workflow 26 13

14 More than the traditional cultural institutions Newspapers Books, Brochures Magazines Radio Television Internet Content 27 formal analysis of social networks From Hyperlink-Patterns in Domain-Namespaces to Cartography of interdisciplinary Information Mining (geo-related knowledge patterns) 28 14

15 Die Disziplinen Computerlinguistik Experimentelle Linguistik Angewandte Linguistik Philologie Didaktik Bibliothekswissenschaften 29 (Secondary) Information Sciences Cultural Landscape Research Climatology Biodiversity Research Habitat Analysis Socio-Economic Developments etc

16 Kooperierende Wissenschaftsgebiete Kartographie Literaturwissenschaft Linguistik Computer Science / Knowledge Mining Geschichtswissenschaften 31 Further Coopertaing Fields Music Theater Dance Art non-tangible Heritage. From the viewpoint of digital / formal information sciences 32 16

17 Fictive Places / Stories

18 Kartographie: Innen und Aussen einer Wissenschaftsdisziplin 35 Dringend erforderliche Techniken und Methoden der Informationsverarbeitung Digitale Archive Granulares Interdisziplinäres Information Mining Informations-Infrastrukturen für das Kulturelle Erbe Erarbeitung und Publikation von Best Practice Überarbeitung / Ergänzung der Curricula Interdisziplinäre Allianzen 36 18

19 Archive Es ist noch ein weiter Weg, Archive vollständig zu haben (Syntax und Semantik des Digitalen Kulturerbes) Wichtiger noch: multimediale Archive für neuartige granulare digitale Kognitionsanalysen und Gebrauchs-/Verarbeitungsprozesse nutzen (Pragmatik des Digitalen Kulturerbes) DGfK Kooperation mit CODATA-Germany in der Internationalen Konferenz DCH2012 Saint-Dié Declaration Verabredung ergänzender Diskussionen um die Strategie der DGfK / praktische Umsetzung 38 19

20 Thank You for Your Attention! For further information, communication and cooperation please contact: Horst Kremers P.O. Box Berlin (Germany) FON FAX

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