Die Phase 1 wurde mit dem Entscheid der beiden Exekutiven Brugg und Umiken, den Zusammenschluss zu prüfen, im Dezember 2005 abgeschlossen.

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1 EINWOHNERRAT BRUGG B e r i c h t und A n t r a g des Stadtrates an den Einwohnerrat betreffend Kredit für die Fusionsvorbereitungen für den Zusammenschluss der Einwohnergemeinden Brugg und Umiken 1. Ausgangslage Die Einwohnergemeinden Brugg und Umiken arbeiten seit längerer Zeit in verschiedenen Aufgabengebieten eng zusammen. Die nachfolgende Liste gibt einen kurzen Überblick: - Regionales Zivilstandsamt; - Regionalpolizei; - Feuerwehr; - Zivilschutzorganisation (inkl. Zivilschutzstelle); - Regionaler Führungsstab; - Spitexorganisation; - Sektionschef; - Strassenreinigung; Der Stadtrat Brugg und der Gemeinderat Umiken haben anlässlich einer gemeinsamen Sitzung im Dezember 2005 entschieden, dass ein Zusammenschluss der Einwohnergemeinden Brugg und Umiken geprüft werden soll. Im März 2006 legte der Stadtrat in seinen Legislaturzielen die Weiterbearbeitung des Fusionsprojektes Brugg Umiken als Massnahme mit hoher Priorität fest. Der gemeinsam erarbeitete Projektplan sieht vor, die Fusionsvorbereitungen bis im Frühjahr 2008 abzuschliessen, um im Sommer/Herbst 2008 über den Fusionsvertrag abstimmen zu können. De Zusammenschluss könnte somit per erfolgen.

2 2 2. Projektstand Das Projekt Zusammenschluss der Einwohnergemeinden Brugg und Umiken gliedert sich in folgende vier Phasen: - Phase 1: Vorabklärungen Soll das Projekt gestartet werden? - Phase 2: Fusionsanalyse Soll das Projekt weiterverfolgt werden? - Phase 3: Fusionsvorbereitungen Soll die Fusion tatsächlich erfolgen? (Fusionsabstimmung) - Phase 4: Umsetzungsarbeiten Inkraftsetzung der Fusion Die Phase 1 wurde mit dem Entscheid der beiden Exekutiven Brugg und Umiken, den Zusammenschluss zu prüfen, im Dezember 2005 abgeschlossen. Im Rahmen der Projektphase 2 wurde das Institut für Verwaltungsmanagement (IVM) der Zürcher Hochschule Winterthur (ZHW) im letzten Jahr mit der Erstellung einer Fusionsanalyse beauftragt. Das Institut für Verwaltungsmanagement (IVM) hat die Fusionsanalyse in fünf Teilprojekte (Strukturveränderungen; Finanzielle Veränderungen; Regionale und raumplanerische Auswirkungen; Veränderungen seitens des Bundes und des Kantons; Entwicklung von Szenarien) gegliedert und abschliessend neun Empfehlungen abgegeben. Die Hauptaussage aus der Analyse lautet: Das IVM empfiehlt der Stadt Brugg und der Gemeinde Umiken, eine Fusion anzustreben und die bisher eingeleiteten Schritte weiterzuverfolgen. Die Zusammenarbeit von Brugg und Umiken ist heute schon so weit fortgeschritten, dass eine Fusion durchaus Sinn macht. Die vollständige Fusionsanalyse kann unter heruntergeladen oder bei der Stadtkanzlei angefordert werden. Auf der Basis der Fusionsanalyse haben der Stadtrat Brugg und der Gemeinderat Umiken beschlossen, den Zusammenschluss weiterzuverfolgen. Mit den Beschlüssen wurde die Phase 2 abgeschlossen und die Phase 3 Fusionsvorbereitungen eingeleitet.

3 3 3. Fusionsvorbereitungen Im Rahmen der Fusionsvorbereitungen müssen die Auswirkungen eines Zusammenschlusses detailliert aufgezeigt werden. Diese Detailabklärungen und die Vorbereitungsarbeiten für die Erstellung des Fusionsvertrages sind anspruchsvoll, erfordern Praxiserfahrung aus anderen Fusionsprojekten und sind zudem sehr arbeitsintensiv. Die Fusionsvorbereitungsarbeiten können nicht vollumfänglich von den beiden Behörden bzw. Verwaltungen geleistet werden. Vergleiche mit anderen Fusionsprojekten zeigen auf, dass externes Fachwissen, insbesondere aus anderen Gemeindefusionsprojekten, sowie externe Personalressourcen in der Projektphase 3 Fusionsvorbereitungen unumgänglich sind. In der Fusionsanalyse der Zürcher Hochschule Winterthur wird zudem empfohlen, eine professionelle Kommunikations- bzw. PR-Agentur zur Unterstützung der wichtigen Kommunikations- und Medienarbeit ( Medienkonzept) beizuziehen. Das Projekt wird deshalb ab Projektphase 3 wie folgt organisiert: Stadtrat Brugg Gemeinderat Umiken Projektsteuerung Gemeindeabteilung des Kantons Aargau Projektleitung Kommunikation Behörden Bildung Finanzen Die Projektleitung wird durch je ein Mitglied aus dem Stadtrat Brugg und dem Gemeinderat Umiken, den beiden Gemeindeschreibern, dem Betriebswirtschafter / Controller Brugg und den externen Beratern gebildet.

4 4 3.1 Detailabklärungen Die Beratungsfirma BDO Visura betreut im Kanton Aargau fast alle Gemeindefusionsprojekte. Zudem verfügen die Beraterinnen und Berater über grosse Erfahrungen aus Fusionsprojekten in diversen anderen Deutschschweizer Kantonen. Aufgrund des grossen praktischen Erfahrungsschatzes wurde die Firma BDO Visura zur Offertstellung eingeladen. Die Offerte (Kostendach CHF 80' inkl. MwSt und Spesen) beinhaltet folgende Leistungen: - Aufzeigen der konkreten Auswirkungen einer Fusion der Stadt Brugg mit der Gemeinde Umiken. - Koordination der Arbeiten der diversen Personen, welche mit Detailabklärungen in verschiedenen en beauftragt sind. - Abklärungen und Koordination der Unterstützung durch kantonale Stellen (Gemeindeabteilung des Kantons Aargau). - Koordination der Tätigkeiten mit der Person, welche die Kommunikation in diesem Projekt begleitet. - Erstellen des Fusionsvertrages und der Vorlage zur Abstimmung an die Stimmberechtigten von Brugg und Umiken. - Periodische Berichterstattung über den Stand der Arbeiten des Projekts an die Projektsteuerung (Stadtrat Brugg und Gemeinderat Umiken). Die Detailabklärungen werden in den en Behörden, Ortsbürgergemeinden, Verwaltung, Bildung, Planung und Infrastruktur, Recht, Finanzen und diverse Politikfelder erfolgen. 3.2 Kommunikation In einem Fusionsprojekt kommt einer gezielten und offenen Kommunikation während des ganzen Projektes grosse Bedeutung zu. In der Fusionsanalyse wird hierzu folgende Empfehlung abgegeben: Der von Brugg und Umiken vorgesehene Beizug eines Medienbüros oder einer Public Relations-Agentur wird als richtig und entscheidend beurteilt. Empfohlen wird, dass eine Unternehmung kontaktiert wird, welche Erfahrung im öffentlichen Sektor vorweisen kann. Anhand einer gezielten Kommunikation zur richtigen Zeit und am richtigen Ort soll

5 5 eine Anerkennung des Fusionsvorhabens in der breiten Öffentlichkeit erreicht werden. Nicht zu vernachlässigen ist die interne Kommunikation. Sämtliche Behörden, Verwaltungsangestellten und Mitarbeitenden müssen parallel zur Öffentlichkeit informiert werden. Gerade bei Direktbetroffenen ist es notwendig, die Veränderungen, die sich aus der Fusion ergeben, klar aufzuzeigen. Die Koordination der Arbeiten respektive des Informationsflusses über dieses Projekt an die externe Fachperson für Kommunikation erfolgt über die Projektleitung. Gemäss vorliegender Richtofferte belaufen sich die Kosten für den Beizug eines externen Kommunikationsberaters auf rund CHF 30' Darin sind diverse PR- Aktivitäten sowie die Konzeption und Produktion von Informations- und Abstimmungs- Flyern enthalten. Die Verhandlungen mit den Offertstellern sind im Gange. 4. Finanzierung Die Kosten für die externen Fachpersonen belaufen sich auf total CHF 110' Die internen Kosten (Aufwendungen der Behörden / Verwaltungsabteilungen) können zur Zeit noch nicht beziffert werden. Der Betrag von CHF 110' deckt die externen Aufwendungen bis zur Abstimmung über den Fusionsvertrag. Sollten die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger der Stadt Brugg und der Gemeinde Umiken dem Fusionsvertrag zustimmen, werden für die Umsetzungsarbeiten voraussichtlich weitere externe Kosten von ca. CHF 35' anfallen. Diese würden dann über das Budget 2009 finanziert werden. Der Stadtrat Brugg und der Gemeinderat Umiken haben beschlossen, die vorerwähnten Kosten von CHF 110' für die Fusionsvorbereitungen hälftig zu teilen. Für beide Gemeinden resultiert somit ein Beitrag von CHF 55' Anlässlich der Gemeindeversammlung vom 29. März 2007 haben die Stimmberechtigten der Gemeinde Umiken den Kredit von CHF 55' für die Fusionsvorbereitungen bewilligt.

6 6 Demgemäss der A n t r a g : Sie wollen für die Fusionsvorbereitungen betreffend Zusammenschluss der Einwohnergemeinden Brugg und Umiken einen Kredit von CHF 55'000 bewilligen. Brugg, 11. April 2007 NAMENS DES STADTRATES Der Stadtammann: Der Stadtschreiber:

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