7. Juli 2013; Andreas Ruh Heb. 11,1; Apg. 12,1-16; Mk. 9,17-24

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1 7. Juli 2013; Andreas Ruh Heb. 11,1; Apg. 12,1-16; Mk. 9,17-24 Wie gross muss Am Beispiel unserer Gebete. Inspiriert durch einen Artikel von René Christen in der Zeitschrift "Der Auftrag 2/2013" Bibeltexte, die wir gut kennen: Jesus erwiderte: "Wenn ihr wirklich glaubt und nicht zweifelt, könnt ihr nicht nur dies tun (vertrocknen des Feigenbaums), sondern noch grössere Wunder. Ihr könnt sogar zu diesem Berg sagen: `Hebe dich von der Stelle und stürze dich ins Meer!' Es wird geschehen." Mt. 21,21 Hängt alles an mir und an meinem Nicht Zweifeln? Wie kann ich Glauben produzieren? In mir bewirken? Was verstehen wir unter "Glauben"? Es ist aber der Glaube eine feste Zuversicht auf das, was man hofft, und ein Nichtzweifeln an dem, was man nicht sieht. Heb. 11,1 (Luther) Typische Reaktion: "Ich darf einfach nicht zweifeln!" Fokus liegt auf mir: "Ich muss das schaffen, ich muss meine Gefühle in den Griff kriegen!" Griechisch: "Ich verlass mich darauf!"(nah verwandt mit "ich vertraue") Entscheidende Frage: "Worauf, vertraust du? (Richtige Methode, deine Treue, deinen Eifer, dein ) Im Hebräischen steht glauben für eine Beziehung (gegenseitiges Vertrauen). Spezifisch: Mein Vertrauensverhältnis zu meinem Gott! (Egon Schneider, Glaube bedeutet gelebte Beziehung: An meinem Vertrauen zu Gott festhalten! An IHM bleiben! Vertrauen, dass ER es gut mit mir meint! Was verstehen wir unter "glaubensvoll beten"? Gebet ist praktizierter "Glaube"! Nicht Methode, nicht Pflichtübung, nicht nur "Nottelefon", sondern gelebte Beziehung: Reden, hören, jammern, bitten, weinen, Gott die Ehre geben, sich miteinander freuen, Zeit verbringen, Wir brauchen keinen grossen Glauben, sondern Glauben an einen grossen Gott! Hudson Taylor Wir brauchen keinen grossen Glauben, sondern Glauben an einen vertrauenswürdigen, mich liebenden Vater. So dass ich sagen kann: Ich will ihm vertrauen, was auch immer geschieht! Zwei Beispiele aus der Bibel: Vertrauen, welches überrascht wird! Man warf den Apostel ins Gefängnis. Dort bewachten ihn ununterbrochen vier Soldaten, die alle sechs Stunden abgelöst wurden. Herodes wollte nach dem Passahfest Petrus öffentlich den Prozess machen. Aber die Gemeinde in Jerusalem hörte nicht auf, Gott um Hilfe für den Gefangenen zu bitten. "Petrus steht draussen vor der Tür!" rief das Mädchen. "Das ist doch ganz unmöglich!" meinten die anderen ungläubig. "Du musst dich irren." Aber sie blieb bei ihrer Behauptung. Jetzt vermuteten einige: "Vielleicht ist es sein Engel!" Petrus hörte nicht auf, an die Tür zu klopfen. Als sie ihm endlich öffneten und Petrus erkannten, gerieten sie vor Freude ausser sich. Apg. 12,1-16 Falsch gebetet, aber richtig vertraut! Sich Gott ganz anvertraut! Gott sich anvertrauen, trotz Zweifel! Einer aus der Menge antwortete: "Herr, ich habe meinen Sohn hergebracht, damit du ihn heilst, denn er kann nicht sprechen, weil er von einem bösen Geist beherrscht wird. Habe doch Erbarmen mit uns! Hilf uns, wenn du kannst!" "Wenn ich kann?" meinte Jesus verwundert. "Alles ist möglich, wenn du mir vertraust." Verzweifelt bat ihn der Mann: "Ich will dir ja vertrauen. Aber hilf mir doch, dass ich es kann!" Mk. 9,17-24 Voller Zweifel, aber an der richtigen Adresse! Er hat sich Jesus anvertraut! Zusammenfassung: Glaube bedeutet: An meinem Vertrauen zu Gott festhalten! An IHM bleiben! Vertrauen, dass er es gut mit mir meint! Dies auch, wenn ich seine Wege nicht verstehe, oder ganz andere Vorstellungen habe, wie er handeln sollte! Dies auch, wenn meine Emotionen voller Zweifel sind! Die Geschichte von der Mutter von René Christen: Glaube, wenn ich nicht mehr glauben kann und mich trotzdem an IHM festhalte! Mit offenen Beinen und teilgelähmt rief sie mir manchmal am Telefon aus dem Pflegeheim oder der Klinik zu: "René, ich kann nicht mehr glauben!" Immer, wenn sie mir das sagte - und das war in den Monaten vor ihrem Sterben fast in jedem Telefongespräch der Fall-, bat sie mich, ihr etwas aus der Bibel vorzulesen. (Dann las er ihr immer wieder Offb. 21, 4-5 vor) Es war dieser Glaube, der zupackend zu Gott schrie: "Gott, du hast in Offenbarung 21 gesagt, dass vor mir im Jenseits das total Neue wartet. Total ohne Tränen, ohne Tod, ohne Geschrei und ohne Schmerzen. Danke, dass das ganz real auf mich zukommt." Emotional war ihr Glaube für sie selber kaum mehr spürbar und erlebbar. Von daher meinte sie, sie könne nicht mehr glauben. Aber ich weiss heute: Da war Glaube. Echter Glaube. Glaube, der zugleich rief: "Hilf mir in meinem Unglauben!"

2 Lebe übernatürlich! Sehnsucht, dass Gott unter uns noch vermehrt übernatürlich handeln kann! Wie gross muss Am Beispiel: "Wie gross muss mein Glaube sein, damit Gott meine Gebete erhört?" Inspiriert von René Christen in der Zeitschrift "Der Auftrag"

3 Jesus erwiderte: "Wenn ihr wirklich glaubt und nicht zweifelt, könnt ihr nicht nur dies tun (vertrocknen des Feigenbaums), sondern noch grössere Wunder. Ihr könnt sogar zu diesem Berg sagen: `Hebe dich von der Stelle und stürze dich ins Meer!' Es wird geschehen." Mt. 21,21 Hängt alles an mir und an meinem "Nicht Zweifeln"? Wie kann ich Glauben in mir bewirken?

4 Was verstehen wir unter "Glauben"? Es ist aber der Glaube eine feste Zuversicht auf das, was man hofft, und ein Nichtzweifeln an dem, was man nicht sieht. Heb. 11,1 (Luther) Typische Reaktion: "Ich darf einfach nicht zweifeln!"

5 Was verstehen wir unter "Glauben"? Es ist aber der Glaube eine feste Zuversicht auf das, was man hofft, und ein Nichtzweifeln an dem, was man nicht sieht. Heb. 11,1 (Luther) Griechisch: "Ich verlass mich darauf!" (nah verwandt mit "ich vertraue", "ich gehorche") Entscheidende Frage: "Worauf, vertraust du? (richtige Methode, deine Treue, deinen Eifer, )

6 Was verstehen wir unter "Glauben"? Im Hebräischen steht glauben für eine Beziehung (gegenseitiges Vertrauen). Spezifisch: Mein Vertrauensverhältnis zu meinem Gott! (Egon Schneider, "Glauben im Tanach") "Glaube" bedeutet gelebte Beziehung: An meinem Vertrauen zu Gott festhalten! An IHM bleiben! Vertrauen, dass er es gut mit mir meint!

7 Was verstehen wir unter "glaubensvoll beten"? Gebet ist praktizierter "Glaube"! Nicht Methode, nicht Pflichtübung, nicht nur "Nottelefon", sondern gelebte Beziehung: Reden, hören, jammern, bitten, weinen, Gott die Ehre geben, sich miteinander freuen, Zeit verbringen, Gebet ist nicht, wie ich Gott sagen kann, was ich will, so dass er es auch tut.

8 Was verstehen wir unter "Glauben"? Wir brauchen keinen grossen Glauben, sondern Glauben an einen grossen Gott! Hudson Taylor Wir brauchen keinen grossen Glauben, sondern Glauben an einen vertrauenswürdigen, mich liebenden Vater. So dass ich sagen kann: Ich will ihm vertrauen, was auch immer geschieht!

9 Vertrauen, welches überrascht wird! Apg. 12,1-16 Man warf den Apostel ins Gefängnis. Dort bewachten ihn ununterbrochen vier Soldaten, die alle sechs Stunden abgelöst wurden. Herodes wollte nach dem Passahfest Petrus öffentlich den Prozess machen. Aber die Gemeinde in Jerusalem hörte nicht auf, Gott um Hilfe für den Gefangenen zu bitten.

10 Vertrauen, welches überrascht wird! Apg. 12,1-16 Petrus meinte zu träumen. Doch sie passierten die erste Wache, die zweite und kamen schliesslich an das schwere Eisentor, das zur Stadt führt. Es öffnete sich vor ihnen. Jetzt hatten sie das Gefängnis verlassen und bogen in eine schmale Strasse ein. Da verschwand der Engel, und erst jetzt begriff Petrus: Es ist kein Traum.

11 Vertrauen, welches überrascht wird! Apg. 12,1-16 "Petrus steht draussen vor der Tür!" rief das Mädchen. "Das ist doch ganz unmöglich!" meinten die anderen ungläubig. "Du musst dich irren." Aber sie blieb bei ihrer Behauptung. Jetzt vermuteten einige: "Vielleicht ist es sein Engel!" Petrus hörte nicht auf, an die Tür zu klopfen. Als sie ihm endlich öffneten und Petrus erkannten, gerieten sie vor Freude ausser sich. Falsch gebetet, aber richtig vertraut! Sich Gott ganz anvertraut!

12 Vertrauen, welches überrascht wird! Zwei grosse Baustellen in unserer Gemeinde: Neubau (Wir sind im Moment blockiert) Kinder- und Jugendarbeit (neues Konzept) Gerade weil wir nicht wissen, was dran ist, wollen wir seine Nähe suchen! Gebet für die Gemeinde 1. So. im Monat Uhr

13 Gott sich anvertrauen, trotz Zweifel! Mk. 9,17-24 Einer aus der Menge antwortete: "Herr, ich habe meinen Sohn hergebracht, damit du ihn heilst, denn er kann nicht sprechen, weil er von einem bösen Geist beherrscht wird. Habe doch Erbarmen mit uns! Hilf uns, wenn du kannst!" "Wenn ich kann?" meinte Jesus verwundert. "Alles ist möglich, wenn du mir vertraust."

14 Gott sich anvertrauen, trotz Zweifel! Mk. 9,17-24 Verzweifelt bat ihn der Mann: "Ich will dir ja vertrauen. Aber hilf mir doch, dass ich es kann!" Voller Zweifel, aber an der richtigen Adresse! Er hat sich Jesus anvertraut!

15 Was verstehen wir unter "Glauben"? Glaube bedeutet: An meinem Vertrauen zu Gott festhalten! An IHM bleiben! Vertrauen, dass er es gut mit mir meint! Dies auch, wenn ich seine Wege nicht verstehe, oder ganz andere Vorstellungen habe, wie er handeln sollte! Dies auch, wenn meine Emotionen voller Zweifel sind!

16 Glaube, wenn ich nicht mehr glauben kann und mich trotzdem an IHM festhalte! Mit offenen Beinen und teilgelähmt rief sie mir manchmal am Telefon aus dem Pflegeheim oder der Klinik zu: "René, ich kann nicht mehr glauben!" Immer, wenn sie mir das sagte - und das war in den Monaten vor ihrem Sterben fast in jedem Telefongespräch der Fall-, bat sie mich, ihr etwas aus der Bibel vorzulesen.

17 Dann las ich ihr in der Regel aus Offenbarung 21 vor. Meistens dieselben Bibelverse: "Gott wird jede Träne von ihren Augen abwischen, und der Tod wird nicht mehr sein, noch Trauer, noch Geschrei, noch Schmerz wird mehr sein: denn das Erste ist vergangen. Und der, welcher auf dem Thron sass sprach: Siehe, ich mache alles neu... " Oft bat sie mich nach dem ersten Lesen, die Verse nochmals vorzulesen. Anschliessend umklammerte sie mit ihrem restlichen Glauben diese Bibelworte und richtete sich erneut an ihnen auf.

18 Als sie gestorben war und ich etwas mehr Distanz zum ganzen Geschehen entwickelte, realisierte ich: Meine Mutter glaubte in den letzten Monaten ihres Lebens mehr, als sie wohl selber ahnte. Aber dieser Glaube war jetzt vollständig nackt. Ein Glaube ohne jegliche Kleidung, ohne jeglichen Schmuck. Es war einfach Glaube. Nackter Glaube. Da war nichts mehr rundherum als nur noch Gott und Gottes Wort.

19 Es war dieser Glaube, der zupackend zu Gott schrie: "Gott, du hast in Offenbarung 21 gesagt, dass vor mir im Jenseits das total Neue wartet. Total ohne Tränen, ohne Tod, ohne Geschrei und ohne Schmerzen. Danke, dass das ganz real auf mich zukommt." Emotional war ihr Glaube für sie selber kaum mehr spürbar und erlebbar. Von daher meinte sie, sie könne nicht mehr glauben. Aber ich weiss heute: Da war Glaube. Echter Glaube. Glaube, der zugleich rief: "Hilf mir in meinem Unglauben!"

20 Was verstehen wir unter "Glauben"? Glaube bedeutet gelebte Beziehung: An meinem Vertrauen zu Gott festhalten! An IHM bleiben! Vertrauen, dass er es gut mit mir meint! Dies auch, wenn ich seine Wege nicht verstehe, oder ganz andere Vorstellungen habe, wie er handeln sollte! Dies auch, wenn meine Emotionen voller Zweifel sind!

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