Peter Maske Deutscher Imkerbund e.v. Präsident

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1 Bienenweide im Greening Chancen dafür durch die GAP-Reform Peter Maske Deutscher Imkerbund e.v. Präsident

2 Ist die Biene in Gefahr? September 2010 Peter Maske Deutscher Imkerbund e.v. Präsident

3 Unsere heutige Landschaft

4 Was brauchen die Honigbienen? Versorgungsquellen: Blütenpollen, Nektar, Honigtau, Wasser, Wärme ( + 7 Grad mind.) trockenen Wohnraum Rückzugsgebiet gesunde Umwelt Leistungen der GAP-Reform: Klima- und Umweltschutz durch Greening-Maßnahmen!

5 Was sind Greeningmaßnahmen? Anbaudiversifizierung Erhalt von Dauergrünland Ökologische Vorrangflächen

6 Anbaudiversifizierung? Ausnahmen: freigestellt sind Betriebe mit weniger als 10 ha oder Betriebe mit Flächen Dauergrünland, Ackergras, Stilllegung (75%) sofern die übrige Ackerfläche weniger als 30 ha Betriebe zwischen 10 und 30 ha AF mind. zwei Kulturen mehr als 30 ha mind. drei Kulturen (erste Hauptfrucht darf 75% nicht überschreiten!) Kulturen sind: Weizen, Gerste, Mais, Dinkel, Raps, Kartoffeln usw.

7 Ökologische Vorrangflächen sind? Landschaftselemente (Hecken, Baumreihen, Feuchtgebiete, Einzelbäume) Pufferstreifen (an Gewässern, bis 20 m breit) Streifen an Waldrändern (- 10m) und Feldrändern (- 20m) Stilllegung (keine landw. Nutzung, ab 1. August Winterfrucht)) Kurzumtriebsplantagen Aufforstungsflächen Zwischenfrüchte (Aussaat frühestens ab , sp. bis ) Anbau von Leguminosen

8 Ökologische Vorrangflächen: 5 % der betrieblichen Ackerfläche muss als ÖVF zur Verfügung gestellt werden (gebunden an 30% der Direktzahlungen der 1. Säule) mehr an ÖVF ist zulässig, weniger nicht! Freigestellt sind: Betriebe bis zu 15 ha Ackerfläche, Ökobetriebe, Grünlandbetriebe (75%)

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14 Weitere Möglichkeiten zur Nahrungsverbesserung von Bienen und Co.: ergebnisorientierte Grünlandnutzung: - Kulturlandschaftsprogramme (z.b. Blühwiese) mit Honorierung (positiv für Boden, Wasser, Klima und Artenvielfalt) - Vertragsnaturschutz (verschiedene Möglichkeiten, verschiedene Förderungen) Zwischenfruchtanbau: Sofort nach Ernte der Hauptfrucht (=Forderung!) - Phacelia, Buchweizen, Gelbsenf usw.

15 Weitere Möglichkeiten zur Nahrungsverbesserung von Bienen und Co.: ÖVF (Zwischenfruchtanbau): - frühester Aussaattermin muss weg! Dafür sofort nach Ernte der Hauptfrucht! (frühere Blüten, Auswirkungen auf CO 2, Humusbildung +) Entblühung ab November! (Bienen brauchen die Winterruhe Varroa!) Schaffung spezieller Möglichkeit (Variante) Insektenweide : sofort nach der Ernte der Hauptfrucht Blüte nur bis Oktober! Gf 0,7 oder 1,0 (Anhebung) = Anreiz, Honorierung

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20 Landwirtschaftlicher Strukturwandel Auswirkungen auf Bienen Bienengesundheit (Steigerung Vitalität) Pollen (kann nicht zugefüttert werden) Nährwert des Pollens (Menge + Qualität) gesteigerte Sensibilität ggü PSM bei Pollenmangel bienentoxische Stoffe in PSM + Infektion ( Bienensterben! ) Bienen Gradmesser der Natur?

21 Bienenfreundliche Landwirtschaft Chancen dafür durch die GAP-Reform Greening-Maßnahmen über die 1. Säule -Biodiversität (Blühstreifen / Blühflächen, Zwischenfrüchte) Fruchtfolgeeinhaltung Grünlandumbruchverbot In der Biomasse-Erzeugung blühende Alternativpflanzen zu Mais (z.b. Durchwachsene Silphie, wild statt mono etc.) Honorierung von umweltpolitischen Leistungen über die 2. Säule (KULAP, Vertragsnaturschutz) Entbürokratisierung der Fördervoraussetzungen Freiwillige Leistungen der Landwirte (Blühender Rahmen)

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27 Zusammenfassung Bienen brauchen nach dem Frühjahr Nahrung! alle (Bürger, Landwirte, Kommunen, Landkreise, Staat) können den Bienen helfen! wer den Bienen hilft, stoppt den Artenrückgang bei Pflanze und Tier! Blühstreifen, Blühflächen, früher Zwischenfruchtanbau für Biogasgewinnung statt Mais Verwendung von Blühpflanzen unbürokratische Förderung der Landwirte für Blühflächen

28 Danke für Ihre Aufmerksamkeit!

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