Arbeit 4.0 und Gesundheit. Sonja Hötzel

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1 Arbeit 4.0 und Gesundheit Sonja Hötzel Ge s chä ftsführerin Ko libri S po rt - & Ge s undheitsmanagement GmbH

2 Industrie 4.0 Digitalisierung der Wertschöpfungsketten Durch das Internet ermöglichtes vernetztes Arbeiten Individualisierung von Produkten durch hocheffiziente und hochflexible Produktion Verschmelzung virtueller und realer Prozesse

3 Veränderung der Belastungen des Menschen Entlastung des Muskel-Skelett-Systems durch Exoskelette Schweizer noonee -Exoskelett Quelle: Werftarbeiter bei Daewoo Quelle: Japanisches archelis - Exoskelett Quelle:

4 Arbeit 4.0 Arbeitsgesellschaft im Wandel Digitalisierung und Automatisierung Globalisierte Wissensgesellschaft Weltweiter Wettbewerb Internationale Arbeitsteilung Demografischer Wandel Zunehmender Fachkräftemangel Flexibilisierung der Arbeitsverhältnisse Veränderte Ansprüche an die Arbeit Veränderte Anforderungen an den Menschen: von der Muskelarbeit zur Kopfarbeit Informations- und Reizüberflutung Schnelllebigkeit Hohe Mobilitätsanforderungen Zunehmender Leistungsdruck Ständige Erreichbarkeit Zeitdruck und Arbeitshektik Mehr Stress

5 Schlagzeilen zur Arbeit und Stress 37% der Beschäftigten gehen trotz psychischer Beschwerden zur Arbeit laut einer Umfrage des Instituts für Infrastruktur und Gesundheitsfragen. Quelle: DAK Forschung 2013 Drei Millionen Beschäftigte dopen sich mit verschreibungspflichtigen, leistungssteigernden oder stimmungsaufhellenden Medikamenten, um am Arbeitsplatz leistungsfähiger zu sein oder Stress abzubauen Tendenz steigend. Quelle: DAK Forschung 2013 Hitliste der guten Vorsätze für 2016 der DAK-Umfrage: 62% der Befragten melden Stress vermeiden oder abbauen als oberstes Ziel für 2016 was den Spitzenplatz unter den Vorsätzen belegt. Quelle: DAK (2016) Immer mehr Deutsche fassen gute Vorsätze Bis zum Jahr 2020 werden Depressionen oder affektive Störungen weltweit die zweithäufigste Volkskrankheit sein. WHO 2015

6 Entwicklung psychischer Erkrankungen in D BKK-Gesundheitsreport 2015 Von 2004 bis 2014 haben sich die AU-Tage aufgrund psychischer Störungen mehr als verdoppelt (+129%). Quelle: Knieps und Pfaff: BKK Gesundheitsreport 2015

7 Spitzenreiter bei der Dauer der Erkrankung Psychischen Störungen nehmen mit 39,1 AU-Tagen den Spitzenplatz bei der durchschnittlichen Falldauer einer Krankschreibung ein. Quelle: Knieps und Pfaff: BKK Gesundheitsreport 2015

8 Spitzenreiter bei den Langzeiterkrankungen 57,7% aller Fälle von Langzeitbehandlungen im Krankenhaus haben psychische Störungen als Ursache. (Langzeiterkrankung > 6Wochen Dauer) Quelle: Knieps und Pfaff: BKK Gesundheitsreport 2015

9 Rentenzugänge wegen verminderter Erwerbsfähigkeit 49,5% der Rentenzugänge 2014 wegen verminderter Erwerbsfähigkeit werden der Diagnose Psychische Störungen zugeschrieben. Quelle: Deutsche Rentenversicherung. Rentenversicherung in Zahlen 2015

10 Wirtschaftsfaktor psychischer Erkrankungen in D 2002 Direkte Kosten depressiver Störungen 1,6 Mrd. Euro 2002 Hochgerechnete indirekte Kosten durch Produktivitätsverluste, Arbeits- & Berufsunfähigkeit, geminderte Leistungsfähigkeit 1,1 bis 1,6 Mrd. Euro Quelle: Friemel, S. et al Direkte Kosten psychischer Erkrankungen 16 Mrd. Euro 2030 Hochgerechnete direkte Kosten psychischer Erkrankungen 32 Mrd. Euro Quelle: Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin,

11 Ursachen und Risikofaktoren für psychische Erkrankungen Individuelle Ebene Anhaltender hoher Stress Mangel an positiver Verstärkung Verluste von Sozialpartnern Dysfunktionale Kognition Körperliche Erkrankungen (Herzinfarkt, Schlaganfall, Diabetes, Schmerzen, MSE) Interessierte Selbstgefährdung Mangelnde Arbeitszufriedenheit Betriebliche Ebene Arbeitsbelastungen durch Arbeitsumgebung und -organisation, Aufgaben und Arbeitsmittel Fehlender Handlungsspielraum Hohes Arbeitstempo Geringe Kontrolle über die eigenen Arbeitsbedingungen Geringe Unterstützung durch Vorgesetzte und Kollegen Fehlende Belohnung, Anerkennung, Wertschätzung

12 Präventionsmöglichkeiten psychischer Erkrankungen Betriebliche Gesundheitsförderung Befähigung und Förderung von gesundheitsbewusstem Verhalten Sport- und Bewegungsangebote Pausen zur Regeneration Qualifizierung und Kompetenzsteigerung Maßnahmen, die zur Veränderung von Kognitionen und Verhaltensweisen beitragen Stressmanagement-Trainings Resilienz- und Entspannungstrainings Gesundheitstag Betriebliches Gesundheitsmanagement Entwicklung gesundheitsförderlicher Strukturen und Prozesse im Unternehmen Optimierung der Arbeitsbedingungen und hoher Arbeitsintensität Gefährdungsbeurteilungen und entsprechende Maßnahmen Mitarbeiterpartizipation Verbesserung von Kooperation und Informationsfluss Wertschätzung der Mitarbeiter Führung durch Überzeugung, Werte, Empathie und Begeisterung

13 Ziele und Erfolge eines BGM Unternehmenserfolg ist abhängig von der Gesundheit der Mitarbeiter. Deren kognitive Leistungsfähigkeit, Wissen, Erfahrungen und Arbeitsmotivation wird immer bedeutsamer. Die Orientierung an den Erwartungen und Bedürfnissen der Mitarbeiter ist unerlässlich. Reduktion von Stress, Fehlzeiten und Fluktuation Steigerung der Arbeitszufriedenheit und des Betriebsklimas Steigerung der Produktivität, Arbeitsqualität und des Betriebsergebnisses Attraktive Unternehmenskultur Stärkere Mitarbeiterbindung Höhere Wettbewerbsfähigkeit

14 Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit! Sonja Hötzel Ge s chä ftsführerin Ko libri S po rt - & Ge s undheitsmanagement GmbH Boschstr Stadtlohn - Tel : de

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