Parkplatzplanung für Innenstadt und Quartier Beiträge für attraktive Strassenräume

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1 Parkplatzplanung für Innenstadt und Quartier Beiträge für attraktive Strassenräume Und wir bewegen uns doch 7. November 2013 Erich Willi, Projektleiter Tiefbauamt der

2 Übersicht vielfältige Ansprüche an den knappen Strassenraum welche Priorisierung? Gesetzliche und konzeptionelle Vorgaben weisen die Richtung Erhebungen und Befragungen zum Verkehrsverhalten versachlichen Diskussion und eröffnen Spielräume Umsetzungen in Innenstadt und Wohnquartieren Vorgehen und Beispiele Folgerungen für andere Städte

3 Vielfältige Ansprüche an den Strassenraum Innenstadt/Zentrum grosszügige Fussgängerbereiche Parkplätze vor den Geschäften Alleen, Stadtplätze Velorouten und -abstellplätze Güterumschlagplätze ÖV-Fahrstreifen, grosszügige Haltestellenbereiche genügend MIV-Kapazität Wohnquartier Tempo 30- und Begegnungszonen Anwohnerparkplätze breite Trottoirs, Quartierplätze, Alleen Velospuren in Gegenrichtung Güterumschlagplätze ÖV-Haltestellen mit guter Zugänglichkeit Erschliessung durch motorisierten Personen- und Güterverkehr Erfüllung aller Bedürfnisse im beschränkten Strassenraum in aller Regel nicht möglich.

4 Vielfältige Ansprüche an den Strassenraum gesetzliche und konzeptionelle Grundlagen Im Normalfall soll die Zahl der Abstellplätze so festgelegt werden, dass die Fahrzeuge der Benützer einer Baute oder Anlage ausserhalb des öffentlichen Grundes aufgestellt werden können. 242 Abs. 2 PBG Kanton Zürich Alleenkonzept Kommunaler Velorichtplan Gesetzliche bzw. konzeptionelle Vorgaben weisen auf die Priorisierung der verschiedenen Ansprüche an den Strassenraum hin

5 Erhebungen und Befragungen Ergebnisse Parkieren Innenstadt/Belegung Untersuchte Strassenzüge und Parkhäuser in der Innenstadt Aus: Belegung und Verkehrsaufkommen von Parkfeldern in der ; Planungsbüro Jud, i.a. TAZ, je näher bei der Bahnhofstrasse, desto höher die Belegung Strassenparkplätze stärker ausgelastet als Parkhäuser City-Parkhäuser z.t. schlecht belegt Parkzeitüberschreitungen häufig: 15-20% bei 2 h, 45-50% bei 30 Beschränkung

6 Erhebungen und Befragungen Ergebnisse Parkieren Innenstadt/wirtschaftliche Bedeutung Umsätze je Parkhaus-Abstellplatz in der Innenstadt Umsätze je Strassenparkplatz in der Innenstadt Aus: Wirtschaftliche Bedeutung von Parkplätzen in der ; Metron Verkehrsplanung, i.a. TAZ Anteile der Verkehrsmittel an den Umsätzen in der Innenstadt

7 Erhebungen und Befragungen Ergebnisse Strassenräume Innenstadt Sowohl Passanten wie Geschäfte ziehen umgestaltete Strassenräume (z.b. am Rennweg oder am Limmatquai) der vorherigen Situation mit Parkplätzen oder Durchgangsverkehr vor. Aus Aufwertung Limmatquai ; Demoscope, i.a. Stadt Zürich,

8 Erhebungen und Befragungen Ergebnisse Wohnquartiere/Parkieren ca. 10% der Garagenplätze in Wohnliegenschaften stehen leer die Preise für Wohn- Parkplätze decken deren Kosten oft nicht neben den Blaue Zone- Plätzen tragen dazu der stetig sinkende Motorisierungsgrad bzw. immer mehr autofreie Haushalte bei

9 Erhebungen und Befragungen Ergebnisse Wohnquartiere und zusammenfassende Folgerungen Bevölkerungsbefragung Stadt Zürich, 2009: 80% der Velofahrenden wünschen sich mehr Velowege 85% der Autofahrenden begrüssen Tempo-30-Zonen in Wohngegenden Der Verkehr wird seit Jahren als das mit Abstand grösste Problem in der Stadt wahrgenommen. Folgerungen aus den Untersuchungen: Parkierungsanlagen weisen oft freie Kapazitäten auf. Strassenparkplätze verhindern häufig die Erfüllung der Bedürfnisse bedeutender Anspruchsgruppen im Strassenraum. Umgestaltete Strassenräume finden breite Zustimmung.

10 Umsetzungen Innenstadt Vorgehen Historischer Kompromiss Auf städtebaulich empfindlichen Plätzen und Strassen können die bestehenden oberirdischen allgemein zugänglichen Parkplätze aufgehoben und durch Parkhäuser oder unterirdische Parkierungsanlagen ersetzt werden. Die damit freigestellten Verkehrsflächen sind in Fussgänger-, Velo- und Grünbereiche umzugestalten bzw. in ein städtebauliches Konzept zu integrieren. In der City (Stadtkreis 1) und den citynahen Gebieten soll die Anzahl der besucher- und kundenorientierten Parkplätze auf dem Stand von 1990 bleiben. Aus Kommunaler Verkehrsplan 2004, Bericht S. 29

11 Umsetzungen Innenstadt Beispiel Rennweg/PH Gessnerallee

12 Umsetzungen Innenstadt Beispiel Theater-und Sechseläutenplatz/PH Opéra

13 Umsetzungen Innenstadt Beispiel Münsterhof/ Parkhaus Opéra Parkplatzkompensationskonzept zum PH Opéra

14 Umsetzungen Innenstadt Parkplatzbilanz gemäss Historischem Kompromiss

15 Umsetzungen Wohnquartiere Kompensationsmechanismus Blaue Zone-Pflichtparkplätze Ausgangslage ca Abstellplätze in der Blauen Zone mit Anwohnerprivilegierung für Wohnliegenschaften ohne bzw. mit wenig eigenen Parkplätzen gemäss 242 PBG und PPV werden bei Neu-/Umbauten systematisch Wohnparkplätze verlangt und erstellt Angebot an Wohnparkplätzen nimmt laufend zu und übersteigt Nachfrage V.a. Quartierstrassen bleiben trotz Parkplatzerstellungspflicht dominiert durch Blaue-Zone-Parkplätze Grosswiesenstrasse

16 Umsetzungen Wohnquartiere Kompensationsmechanismus Blaue Zone-Pflichtparkplätze Lösungsansatz Blaue Zone mit Anwohnerprivilegierung wird als Übergangslösung begriffen Im Gleichschritt mit Erstellung von Wohnparkplätzen bei Neu- /Umbauten wird Blaue Zone kompensatorisch abgebaut Umgestaltung der Strassenräume entsprechend den konkret vorhandenen Bedürfnissen Umsetzung im Rahmen des Programms «Stadtverkehr 2025» ab 2014 vorgesehen. Leutschenbachstrasse

17 Umsetzungen Wohnquartiere Kompensationsmechanismus Blaue Zone-Pflichtparkplätze Schematische Darstellung

18 Umsetzungen Wohnquartiere - Beispiele Rosengartenstrasse, neue Allee kombiniert mit Blauer Zone Schulstrasse, Schlieren, Verkehrsberuhigung ohne Parkplätze

19 Umsetzungen Wohnquartiere - Beispiele Künzlistrasse, Parkierung auf Privatgrund, provisorische VB Rosengartenbrücke, begrünter Verkehrsteiler, auch als provisorische Massnahme und Randstreifen denkbar

20 Folgerungen für andere Städte Diskussion versachlichen 1. Gesetzliche Grundlagen und konzeptionelle Vorgaben liefern wichtige Hinweise zur Priorisierung der vielfältigen Bedürfnisse an den Strassenraum. 2. Die Erhebung der aktuellen Fakten zu den Verkehrsangeboten und zur Verkehrsnachfrage wie auch zu den Einstellungen und den Präferenzen der verschiedenen Anspruchsgruppen bildet die zentrale Voraussetzung für eine rationale Diskussion. 3. Darauf abgestützt lassen sich in einem politischen Prozess der Handlungsbedarf, die Ziele, die Spielräume und breit abgestützte Massnahmen im Strassenraum ableiten.

21 Folgerungen für andere Städte autodominierte Strassen zu Strassenräumen umgestalten 4. In Zentrumsbereichen wie auch in Wohnquartieren sind die Strassen nach wie vor häufig autodominiert. Die vermehrte Berücksichtigung anderer Bedürfnisse im Strassenraum geht dann einher mit dem Abbau von Strassenparkplätzen. Dies wiederum bildet häufig die Voraussetzung für Investitionen in Parkhäuser bzw. für deren rentablen Betrieb. Rotwandstrasse

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