Organisationsformen LMU Student und Arbeitsmarkt - Kurs Personalwesen WS 2016/17

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1 Organisationsformen LMU Student und Arbeitsmarkt - Kurs Personalwesen WS 2016/17 1

2 Ziel Verständnis für den unterschiedlichen Aufbau von Organisationen. In der Personalabteilung arbeitet man mit unterschiedlichen Abteilungen und nach strategischen Vorgaben der Unternehmensleitung. Dabei ist es wichtig, das Unternehmen in seiner Gesamtheit zu verstehen.

3 Definition Aufbauorganisation und Ablauforganisation Aufbauorganisation: langfristige Entscheidungen zur Regelung der Beziehungen zwischen Personen, Abteilungen und Betriebsmitteln Ablauforganisation: kurz- und mittelfristige Entscheidungen der mittleren und unteren Führungsebene zur Strukturierung von Arbeitsabläufen

4 Vom Unternehmensziel zur Aufbauorganisation Unternehmensziel Aufgabenanalyse und Stellendefinierung Koordination von Stellen, danach Koordination von Abteilungen

5 Einlinienorganisation Eine Stelle hat nur von einer übergeordneten Stelle Weisungen entgegenzunehmen UL Materialwirtschaft Produktion Marketing Einkauf Lagerung Hardware Software Werbung Vertrieb + klare Weisungskompetenzen - lange Informationswege

6 Mehrlinienorganisation Eine Stelle hat Weisungen von mehreren übergeordneten Stellen entgegenzunehmen UL Materialwirtschaft Produktion Marketing Einkauf Lagerung Hardware Software Werbung Vertrieb +verkürzter Informationsweg - Kompetenzstreitigkeiten

7 Stablinienorganisation Ergänzung des Einliniensystems um Stäbe, die keine Weisungs- oder Entscheidungsbefugnis haben, sondern eher eine beratende Funktion + leichte Wissensbeschaffung, Entscheidungsfindung, Entlastung der höheren Instanzen - Handeln entgegen der Meinung der Stäbe, die keine Entscheidungsbefugnis haben, Arbeit der Stäbe wird evtl. nicht anerkannt

8 Spartenorganisation Das Unternehmen wird nach Tätigkeitsbereichen gegliedert (Produktgruppen, Absatzgebiete und Kundengruppen) mithilfe von Profitcenter, Sparten und Holdinggesellschaft. In den Händen der Profitcenter, Sparten oder Holdinggesellschaften liegt das operative Geschäft, strategische Vorgaben liegen in den Händen der Unternehmensleitung + Geeignet für Unternehmen mit einem heterogenen Produktionsprogramm, sowie für sektoral oder regional spezialisierte Handelsunternehmen, Dezentralisation von (operativen) Entscheidungs- und Kontrollprozessen - Kostennachteile, da auf gemeinsame Beschaffung, Produktion und Marketingmaßnahmen verzichtet wird

9 Matrixorganisation Die Matrixorganisation ist eine Form der Mehrlinienorganisation und behält die Produktorientierung wie bei der Spartenorganisation bei, um wettbewerbsfähiger zu bleiben und hält gleichzeitig an einer funktionalen Struktur fest, um durch koordinierte Beschaffungs-, Produktions- und Vertriebsaktivitäten Kostenvorteile zu nutzen. + Kostenvorteil, Wettbewerbsfähigkeit - Kompetenzstreitigkeiten (Lösung: Funktionen bestimmen was wann auf den Markt gebracht wird und Sparten (Objektbereich) wie die Leistungserstellung vonstatten geht); hoher Koordinationsaufwand

10 Personalbereich Verrichtungsorientierung UL Marketing Personal Produktion Personalplanung Personalbeschaffung Personalentwicklung Personalverwaltung Personalmarketing Personalauswahl

11 Personalbereich Divisionale Organisation (objektorientierung) UL HR Zentral Standort 2 Personalabteilung Referent 1 Referent 2 Vertrieb

12 Personalbereich Mischorganisation UL Personalbeschaffung PE Personalverwaltung Führungskräfte Mitarbeiter Konzerntöchter Führungskräfteentwicklung Training allgemein Personalplanung Lohn- und Gehalt

13 Literatur Vgl. Wöhe 2010: Einführung in die Allgemeine Betriebswirtschaftslehre, Seite 111, 2. Aufbauorganisation. München: Verlag Franz Vahlen

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