Kalk-und Korrosionsschutz in Heizanlagen nach gültigen Normen und Richtlinien SIA 384/1 DIN 2035

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1 Kalk-und Korrosionsschutz in Heizanlagen nach gültigen Normen und Richtlinien SIA 384/1 DIN 2035

2 Unternehmer ist verantwortlich Jahrelang wurde bei der Heizungsbefüllung einfach das Trinkwasser unbehandelt in die Heizungsanlagen gefüllt, ohne weiter nachzudenken. Damit ist heute Schluss. Heizungswasser ist nicht mehr gleich Hahnenwasser. Wer die Herstellergarantie des Wärmeerzeugers geltend machen will, muss die Heizungssysteme gemäss den geltenden Richtlinien (SIA 384/1, SWKI 97-1 oder VDI 2035) befüllen. Gemäss dieser Richtlinie ist der Unternehmer für die Füllwasserqualität verantwortlich. Durch die Abnahme der Heizung geht die Verantwortung an den Eigentümer über. Wir empfehlen daher vor der Übergabe der Heizungsanlage eine Prüfung des Umlaufwassers. Ansonsten steht der Errichter in der Pflicht und dies kann je nach Anlage sehr teuer werden.

3 Reinigen und kontrollieren Vor der Befüllung von Neuanlagen und auch von bestehenden Anlagen ist eine fachgerechte Reinigung und Spülung des Heizsystems erforderlich. Der Absorber darf erst gefüllt werden, nachdem das Heizsystem gespült wurde. Die Gesamtmenge des Füll-und Ergänzungswassers, welches während der Lebensdauer des Erzeugers gefüllt bzw. ergänzt wird, darf das Dreifache des Wasserinhaltes der Anlage nicht übersteigen. Ansonsten ist eine Systemtrennung zu realisieren. Wegen der Gefahr der Spannungsrisskorrosion darf die Summe der Chlorid-Nitrat und Sulfatgehalte des Heizungswassers insgesamt 50 mg/l nicht übersteigen. Kontrolle Wasserqualität: Der ph Wert des Heizungswassers soll nach 8 Wochen Heizbetrieb zwischen 8,2 und 9,5 liegen. Behandeltes Heizungswasser ist 1 x jährlich durch Wasseranalyse zu prüfen und zu belegen.

4 Korrosion Durch den grossen Materialmix in den Wärmeerzeugern und die geringen Wandstärken muss der Korrosion mehr Beachtung geschenkt werden als allgemein angenommen. Der ph-wert, die Leitfähigkeit wie auch der Sauerstoffgehalt entscheiden über die Korrosionsgeschwindigkeit. Aber sehr oft wird dabei die natürliche Reaktion zwischen Metall und Wasser außer Acht gelassen, diesen Vorgang nennt man Korrosion (rosten). In modernen Anlagen muss diesen Auswirkungen der Korrosion mehr Beachtung geschenkt werden. Sofort nach Inbetriebnahme einer Heizungsanlage beginnt in allen metallischen Anlagenbauteilen die Korrosion. Es entsteht dabei ein feiner schwarzer Rostschlamm (Magnetit). Dieser lagert sich mit Vorliebe in Heizkörpern, Pumpen und Thermostatventilen ab. Durch den hohen Sauerstoffgehalt des Wassers (z.b. in Fußbodenheizungsanlagen) entsteht roter Rost, der sich in den Wandungen absetzt. Dieser Rost lagert sich besonders in Kunststoffrohren, oder dort wo Sauerstoff eintritt, ab.

5 Die Folgen der ungehinderten Korrosion sind: Erhöhter Energieverbrauch durch Wirkungsgradverlust aufgrund Kalkablagerungen Wirkungsgradverluste der Heizkörper bzw. Fußbodenheizungsrohre aufgrund der inneren Schlammschichten (Isoliereffekt) nicht korrekt regelnde Thermostatventile blockierende Pumpen Absorber Geräusche und Schäden Lochfrass und Verstopfungen ausfallende oder falsch messende Wärmemengenzähler

6 Wirkungsgrad der Anlage Um den Wirkungsgrad der Absorber Anlage hoch zu halten und um eine Überhitzung der Heizflächen zu vermeiden soll in Abhängigkeit der Leistung, sowie des Wasserinhaltes der Anlage, die Werte der Normen und Richtlinien nicht überschritten werden. Eine Enthärtung verhindert zwar die Kalksteinbildung ist aber aus Sicht des Korrosionsschutzes ungünstig. Dem Rohwasser werden durch den Ionentauscher die Härtebildner entnommen und durch Natrium aus Kochsalz ersetzt. Der Gehalt an gelösten Salzen im Wasser bleibt aber unverändert hoch. In der Folge werden Korrosionen ausgelöst, die später zur Schädigung (Spannungsrisskorrosion) des Absorbers und anderen Bauteilen führen. Nach einer Neubefüllung der Anlage ist der Sauerstoffgehalt hoch, infolgedessen müsste der Salzgehalt möglichst niedrig sein. Nur enthärtetes Wasser eignet sich also aufgrund des bleibend hohen Salzgehaltes nicht für die Verwendung in Heizsystemen.

7 Aufbereitung Heizungsfüllwasser Dies kann durch innovative und erprobte wassertechnische Maßnahmen wirksam und dauerhaft gelöst werden. Toby ist in der Lage diese Anlagenbehandlung sicher und sauber durchzuführen. Professionelle Technik und geschultes Personal machen es möglich. Die zum Einsatz kommenden Mittel sind ungiftig, biologisch abbaubar und ungefährlich in der Handhabung. Korrosionsschutz für Neuanlagen = Selbstschutz Korrosionsfreies Heizungswasser ist kein Extrazubehör, sondern gehört zur Heizung. Der Konsument erwartet sich vom Fachmann, bei der Bestellung einer Heizungsanlage, dass diese funktioniert, energiesparend ist und eine lange Lebensdauer hat.

8 Dienstleistungsangebot bei Neu-und Altanlagen: Messung und Analyse des Füllwassers Spülen und Reinigung der Heizanlage Enthärtung und Befüllung Aufbereitung (Korrosionsschutz) und Protokollierung Bei Fragen kontaktieren Sie uns bitte direkt unter der Telefonnummer oder per

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