Sicherer Betrieb von -Servern mit Microsoft Exchange 2007

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1 Sicherer Betrieb von -Servern mit Microsoft Exchange 2007 BSI-Checkliste zur Internet-Sicherheit (ISi-Check) Version 1.0

2 ISi-Reihe ISi-Check Sicherer Betrieb von -Servern mit Microsoft Exchange 2007 Vervielfältigung und Verbreitung Bitte beachten Sie, dass das Werk einschließlich aller Teile urheberrechtlich geschützt ist. Erlaubt sind die Vervielfältigung und Verbreitung zu nicht-kommerziellen Zwecken, insbesondere zu Zwecken der Ausbildung, Schulung, Information oder hausinternen Bekanntmachung, sofern sie unter Hinweis auf die ISi-Reihe des BSI als Quelle erfolgen. Dies ist ein Werk der ISi-Reihe. Ein vollständiges Verzeichnis der erschienenen Bände findet man auf den Internet-Seiten des BSI. oder Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik ISi-Projektgruppe Postfach Bonn Tel. +49 (0) Internet: Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik

3 ISi-Check Sicherer Betrieb von -Servern mit Microsoft Exchange 2007 ISi-Reihe Inhaltsverzeichnis 1 Einleitung Funktion der Checkliste Benutzung der Checklisten Konzeption Auswahl sicherer Komponenten Konfiguration Server Betrieb Literaturverzeichnis...23 Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik 3

4 ISi-Reihe ISi-Check Sicherer Betrieb von -Servern mit Microsoft Exchange Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik

5 ISi-Check Sicherer Betrieb von -Servern mit Microsoft Exchange 2007 ISi-Reihe 1 Einleitung Die vorliegende Checkliste richtet sich vornehmlich an Administratoren und Sicherheitsrevisoren, die sich mit der Einrichtung, dem Betrieb und der Überprüfung von Microsoft Exchange Servern befassen. 1.1 Funktion der Checkliste Die Checkliste fasst die relevanten Empfehlungen der BSI-Studie Sicherer Betrieb von - Servern [ISi-Mail-Server] in kompakter Form zusammen. Sie dienen als Anwendungshilfe, anhand derer die Umsetzung der in der Studie beschriebenen Sicherheitsmaßnahmen im Detail überprüft werden kann. Die Kontrollfragen dieser Checkliste beschränken sich auf produktspezifische Empfehlungen für den -Server Microsoft Exchange 2007 (im weiteren Dokument als Exchange bezeichnet) im Kontext des ISi-Mail-Server-Moduls. Die zur Zeit der Entstehung dieser Studie verfügbare stabile Version von Exchange 2007 diente als Basis für die folgende Checkliste. Es handelte sich dabei um Exchange 2007 (SP1) in englischer Sprache. Allgemeine Grundschutzmaßnahmen, die nicht spezifisch für die Verwendung von Exchange sind, werden von den Fragen nicht erfasst. Solche grundlegenden Empfehlungen sind in der allgemeinen Checkliste (ISi-Check zu ISi-Mail-Client) und den BSI-IT-Grundschutzkatalogen [ITGSK] zu entnehmen. Die IT-Grundschutzkataloge bilden das notwendige Fundament für ISi-Check. Auch Prüffragen, die bereits durch die Checkliste zur BSI Studie Sichere Anbindung lokaler Netze an das Internet [ISi- LANA] abgedeckt wurden, werden hier nicht wiederholt. Die Checklisten wenden sich vornehmlich an IT-Fachleute. Die Anwendung von ISi-Check setzt vertiefte Kenntnisse auf dem Gebiet der IP-Netze, der Administration von Betriebssystemen und der IT-Sicherheit voraus. Die Kontrollfragen ersetzen nicht ein genaues Verständnis der technischen und organisatorischen Zusammenhänge die Konfiguration sowie dem Betrieb einer - Server-Architektur: Nur ein kundiger Spezialist ist in der Lage, die Prüfaspekte in ihrem Kontext richtig zu werten und die korrekte und sinnvolle Umsetzung der abgefragten Empfehlungen im Einklang mit den allgemeinen Grundschutzmaßnahmen zu beurteilen. Der Zweck der Kontrollfragen besteht also vor allem darin, dem Anwender bei der Konfiguration einer -Server-Architektur auf Basis von Microsoft Exchange 2007 die jeweils erforderlichen Maßnahmen und die dabei verfügbaren Umsetzungsvarianten übersichtlich vor Augen zu führen. Die Checklisten sollen gewährleisten, dass kein wichtiger Aspekt vergessen wird. 1.2 Benutzung der Checklisten Der ISi-Reihe liegt ein übergreifender Ablaufplan zugrunde, der im Einführungsdokument [ISi-E] beschrieben ist. Die Checklisten des ISi-Mail-Moduls haben darin ihren vorbestimmten Platz. Vor Anwendung der Checklisten muss sich der Anwender mit dem Ablaufplan [ISi-E] und mit den Inhalten der [ISi-Mail-Server] Studie vertraut machen. Um die Kontrollfragen zu den verschiedenen Prüfaspekten zu verstehen und zur rechten Zeit anzuwenden, ist die genaue Kenntnis dieser Dokumente erforderlich. Die Checklisten fragen die relevanten Sicherheitsempfehlungen der Studie [ISi-Mail-Server] ab, ohne diese zu begründen oder deren Umsetzung näher zu erläutern. Anwender, die den Sinn einer Kontrollfrage nicht verstehen oder nicht in der Lage sind, eine Kontrollfrage sicher zu beantworten, Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik 5

6 ISi-Reihe ISi-Check Sicherer Betrieb von -Servern mit Microsoft Exchange 2007 können vertiefende Informationen in der Studie nachschlagen. IT-Fachleute, die mit der Studie bereits vertraut sind, sollten die Kontrollfragen in der Regel jedoch ohne Rückgriff auf die Studie bearbeiten können. Format der Kontrollfragen Alle Kontrollfragen sind so formuliert, dass die erwartete Antwort ein JA ist. Zusammenhängende Kontrollfragen sind soweit sinnvoll hierarchisch unter einer übergeordneten Frage gruppiert. Die übergeordnete Frage fasst dabei die untergeordneten Kontrollfragen so zusammen, dass ein Bejahen aller untergeordneten Kontrollfragen ein JA bei der übergeordneten Kontrollfrage impliziert. Bei hierarchischen Kontrollfragen ist es dem Anwender freigestellt, nur die übergeordnete Frage zu beantworten, soweit er mit dem genannten Prüfaspekt ausreichend vertraut ist oder die Kontrollfrage im lokalen Kontext nur eine geringe Relevanz hat. Die untergeordneten Fragen dienen der genaueren Aufschlüsselung des übergeordneten Prüfkriteriums für den Fall, dass sich der Anwender unschlüssig ist, ob die betreffende Vorgabe in ausreichendem Maße umgesetzt ist. Die hierarchische Struktur der Checklisten soll dazu beitragen, die Kontrollfragen effizient abzuarbeiten und unwichtige oder offensichtliche Prüfaspekte schnell zu übergehen. Iterative Vorgehensweise Die Schachtelung der Kontrollfragen ermöglicht auch eine iterative Vorgehensweise. Dabei beantwortet der Anwender im ersten Schritt nur die übergeordneten Fragen, um sich so einen schnellen Überblick über potenzielle Umsetzungsmängel zu verschaffen. Prüfkomplexe, deren übergeordnete Frage im ersten Schritt nicht eindeutig beantwortet werden konnte oder verneint wurde, werden im zweiten Schritt priorisiert und nach ihrer Dringlichkeit der Reihe nach in voller Tiefe abgearbeitet. Normaler und hoher Schutzbedarf Alle Kontrollfragen, die nicht besonders gekennzeichnet sind, beziehen sich auf obligatorische Anforderungen bei normalem Schutzbedarf. Diese müssen bei hohem Schutzbedarf natürlich auch berücksichtigt werden. Soweit für hohen Schutzbedarf besondere Anforderungen zu erfüllen sind, ist der entsprechenden Kontrollfrage ein [hoher Schutzbedarf] zur Kennzeichnung vorangestellt. Bezieht sich die Frage auf einen bestimmten Sicherheits-Grundwert mit hohem Schutzbedarf, so lautet die Kennzeichnung entsprechend dem Grundwert zum Beispiel [hohe Verfügbarkeit]. Anwender, die nur einen normalen Schutzbedarf haben, können alle so gekennzeichneten Fragen außer Acht lassen. Varianten Mitunter stehen bei der Umsetzung einer Empfehlung verschiedene Realisierungsvarianten zur Wahl. In solchen Fällen leitet eine übergeordnete Frage den Prüfaspekt ein. Darunter ist je eine Kontrollfrage für jede der möglichen Umsetzungsvarianten angegeben. Die Fragen sind durch ein oder miteinander verknüpft. Um das übergeordnete Prüfkriterium zu erfüllen, muss also mindestens eine der untergeordneten Kontrollfragen bejaht werden. Befinden sich unter den zur Wahl stehenden Kontrollfragen auch Fragen mit der Kennzeichnung [hoher Schutzbedarf], so muss mindestens eine der so gekennzeichneten Varianten bejaht werden, um das übergeordnete Prüfkriterium auch bei hohem Schutzbedarf zu erfüllen. 6 Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik

7 ISi-Check Sicherer Betrieb von -Servern mit Microsoft Exchange 2007 ISi-Reihe 2 Konzeption Die Konzeptionsphase der sicheren Grundarchitektur erfolgt vor der Auswahl der sicheren Komponenten sowie vor der Konfiguration und dem Betrieb des -Servers. Da dieser Abschnitt bereits abgeschlossen sein sollte, bevor der -Server konfiguriert wird, behandelt diese Checkliste die Konzeption nicht erneut. Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik 7

8 ISi-Reihe ISi-Check Sicherer Betrieb von -Servern mit Microsoft Exchange Auswahl sicherer Komponenten Die Konzeptionsphase der sicheren Grundarchitektur erfolgt vor der Auswahl der sicheren Komponenten bzw. der Konfiguration und des Betriebs der Infrastruktur bzw. des Mail-Dienstes. Da dieser Abschnitt bereits abgeschlossen sein sollte, bevor der -Server konfiguriert wird, behandelt diese Checkliste die Auswahl nicht erneut. 8 Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik

9 ISi-Check Sicherer Betrieb von -Servern mit Microsoft Exchange 2007 ISi-Reihe 4 Konfiguration Nach der Beschaffung der benötigten Komponenten erfolgt deren Konfiguration durch die Administratoren. Der folgende Abschnitt enthält die für eine sichere Konfiguration zu berücksichtigenden Punkte. Diese Checkliste beschreibt die Konfiguration eines Microsoft Exchange 2007-Servers im Einsatz als interner -Server. Diese Checkliste gilt unter der Annahme, dass der Microsoft Exchange 2007-Server nicht direkt aus dem Internet erreichbar ist, indem er von einem SMTP-Proxy in einem Sicherheits-Gateway geschützt wird (siehe [ISi-Mail-Server]). Konfigurationsempfehlungen für ein SMTP-Proxy und die Absicherung eines derartigen Servers werden hier nicht erörtert. Der interne -Server kommuniziert einerseits mit -Clients und andererseits mit dem SMTP-Proxy im Sicherheits-Gateway. Für die Kommunikation des -Servers mit den - Clients gelten teilweise andere Konfigurationsvorgaben als für die Kommunikation mit dem SMTP- Proxy. Dies muss in der Einrichtung des -Servers berücksichtigt werden. Soweit unterschiedliche Konfigurationsvorgaben gelten, ist aus der Formulierung der Checkliste jeweils ersichtlich, ob die Vorgabe die Kommunikation des -Servers mit dem -Client oder dem SMTP- Proxy betrifft. Die Reihenfolge der Menüpunkte in den Fragen entspricht genau der Bedienungsreihenfolge in der Administrationsoberfläche des -Servers. Die einzelnen Menü-Optionen bzw. -Ebenen sind dabei durch einen Rechtspfeil voneinander getrennt. Optionen, die bereits in den Standardeinstellungen auf einen sicheren Wert vorkonfiguriert sind, werden von der Checkliste nicht immer explizit abgefragt. Bei bereits bestehenden Systemen sollte daher vor Anwendung der Checkliste die Konfiguration auf die Standardeinstellungen zurückgesetzt werden. Die zur Zeit der Entstehung dieser Studie verfügbare stabile Version von Exchange 2007 diente als Basis für die folgende Checkliste. Es handelte sich dabei um Exchange 2007 (SP1) in englischer Sprache Server Für den -Server Microsoft Exchange 2007 sind folgende Prüfaspekte zu berücksichtigen: Wenn kein Exchange 5.5 in der Organisation im Einsatz ist: Wird der Exchange Server in Native Mode betrieben? Ist zwischen Betriebssystem und Postfächern eine logische und/oder eine physische Trennung konfiguriert? (Exchange Management Console Server Configuration Mailbox <Servername> Database Management <Storage Group Name> Mailbox Database Database File Path sollte nicht auf die (Betriebs-)Systempartition verweisen.) Sind die erlaubten -Domänen konfiguriert? (Exchange Management Console Organization Configuration Hub Transport Accepted Domains. Hier können die Domänen konfiguriert werden, für die s angenommen werden sollen.) Ist gewährleistet, dass nur authentisierte Benutzer s verschicken dürfen? (Exchange Management Console Server Configuration Hub Transport Receive Connectors <Connector Name> Properties Authentication Siehe Abbildung 4.1.) Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik 9

10 ISi-Reihe ISi-Check Sicherer Betrieb von -Servern mit Microsoft Exchange 2007 Abbildung 4.1: Versenden E Mail Ist eine Authentisierung des SMTP-Proxys basierend auf einer IP-Adresse konfiguriert? (Exchange Management Console Server Configuration Hub Transport Receive Connectors <Connector Name> Properties Network Receive mail from remote servers that have these IP addresses Siehe Abbildung 4.2.) 10 Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik

11 ISi-Check Sicherer Betrieb von -Servern mit Microsoft Exchange 2007 ISi-Reihe Abbildung 4.2: Zugriffskontrolle Werden Speichergrenzwerte (Quotas) für Postfächer genutzt? (Exchange Management Console Server Configuration Mailbox <Servername> Database Management <Storage Group Name> Properties Limits Issue warning at (KB) und Prohibit send at (KB) konfigurieren. Siehe Abbildung 4.3.) Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik 11

12 ISi-Reihe ISi-Check Sicherer Betrieb von -Servern mit Microsoft Exchange 2007 Abbildung 4.3: Speichergrenzwerte Werden gelöschte Nachrichten erst nach einem Backup endgültig gelöscht? (Exchange Management Console Server Configuration Mailbox <Servername> Database Management <Storage Group Name> Properties Limits Do not permanently delete items until the store has been backed up aktiviert.) Ist die Ausgabe von Versionsinformationen der eingesetzten Software über die verwendeten Protokolle SMTP, POP und IMAP ausgeschaltet? Ist das SMTP Banner angepasst? (Banner ändern mittels der Exchange Management Shell Set ReceiveConnector Receive Connector Name banner 220 BannerText ) Hinweis: Den Receive Connector Name findet man unter Exchange Management Console Server Configuration HUB Transport <Servername> Receive Connectors oder in der Exchange Management Shell mit dem Befehl Get ReceiveConnector. Ist das POP3 Banner angepasst? (Exchange Management Console: Server Configuration Client Access <Servername> POP3 and IMAP4 POP3 Properties General Banner String: [Banner Text].) Hinweis: Damit IMAP4 und POP3 über die Exchange Management Console konfiguriert werden kann, muss vorher SP1 für Exchange 2007 installiert sein. Ansonsten ist eine Konfiguration nur über die Exchange Management Shell möglich. Ist das IMAP4 Banner angepasst? (Exchange Management Console: Server Configuration 12 Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik

13 ISi-Check Sicherer Betrieb von -Servern mit Microsoft Exchange 2007 ISi-Reihe Client Access <Servername> POP3 and IMAP4 IMAP4 Properties General Banner String: [Banner Text].) Ist das automatische Antworten (z. B. Out-of-Office-Reply) an externe Empfänger ausgeschaltet? (Exchange Management Console Organization Configuration Hub Transport Remote Domains <Domäne auswählen> Properties General Out of office messages types delivered to this remote domain Allow none aktiviert und Format of original message sent as attachment to journal report Siehe Abbildung 4.4.) Abbildung 4.4: Automatische Antworten Ist nur authentisierten Benutzern erlaubt, s an eine Verteilergruppe zu senden? (Exchange Management Console Recipient Configuration Distribution Group <Verteilergruppe Name> Properties Mail Flow Settings Message Delivery Restrictions Properties Accept messages: Require that all senders are authenticated aktiviert. Siehe Abbildung 4.5.) Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik 13

14 ISi-Reihe ISi-Check Sicherer Betrieb von -Servern mit Microsoft Exchange 2007 Abbildung 4.5: Verteilergruppe Ist ein Maximalwert für die Größe von s an Verteilerlisten definiert? (Exchange Management Console Recipient Configuration Distribution Group <Verteilergruppe Name> Properties Mail Flow Settings Message Size Restrictions Properties Maximum Message Size (in KB) aktiviert und konfiguriert.) Ist für die Kommunikation mit -Clients auf dem internen -Server SMTP, IMAP und POP3 über TLS konfiguriert? Ist TLS für IMAP4 konfiguriert?(exchange Management Console Server Configuration Client Access <Servername> POP3 and IMAP4 IMAP4 Properties Authentication Secure Login aktiviert. Siehe Abbildung 4.6.) 14 Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik

15 ISi-Check Sicherer Betrieb von -Servern mit Microsoft Exchange 2007 ISi-Reihe Abbildung 4.6: Verschlüsselung Ist TLS für POP3 konfiguriert? (Exchange Management Console Server Configuration Client Access <Servername> POP3 and IMAP4 POP3 Properties Authentication Secure Login aktiviert.) Ist TLS für SMTP konfiguriert? (Exchange Management Console Server Configuration Hub Transport <Servername> Receive Connectors <Connector Name> Properties Authentication Siehe Abbildung 4.7.) Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik 15

16 ISi-Reihe ISi-Check Sicherer Betrieb von -Servern mit Microsoft Exchange 2007 Abbildung 4.7: SMTP TLS Ist beim Einsatz von S/MIME und dem Hinzufügen eines -Disclaimers der -Server derart konfiguriert, dass die Integrität der digitalen Signatur und/oder der Verschlüsselung gewährleistet ist? (Exchange Management Console Organisation Configuration Hub Transport Transport Rules <Transport Rules Name> Edit Rule Conditions fallback to wrap if unable to apply.) Ist eine maximale Größe für s konfiguriert? (Exchange Management Console Organisation Configuration Hub Transport Global Settings Transport Settings Properties Siehe Abbildung 4.8.) Die Werte sollten abhängig von den Erfordernissen des Unternehmens konfiguriert werden. 16 Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik

17 ISi-Check Sicherer Betrieb von -Servern mit Microsoft Exchange 2007 ISi-Reihe Abbildung 4.8: Nachrichtengröße Ist beim Empfang von Nachrichten über POP3 und IMAP durch den -Client das Nachrichtenformat Nur-Text konfiguriert? (Exchange Management Console Server Configuration Client Access <Servername> POP3 and IMAP4 POP3 oder IMAP4 Properties Retrieval Settings Message MIME format [Text]. Siehe Abbildung 4.9 und Abbildung 4.10.) Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik 17

18 ISi-Reihe ISi-Check Sicherer Betrieb von -Servern mit Microsoft Exchange 2007 Abbildung 4.9: Nachrichtenformat 18 Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik

19 ISi-Check Sicherer Betrieb von -Servern mit Microsoft Exchange 2007 ISi-Reihe Abbildung 4.10: Nachrichtenformat Sind gefährliche und nicht benutzte SMTP-Befehle, wie VRFY und EXPN, deaktiviert? (Für eine Beschreibung der Deaktivierung der SMTP-Befehle siehe Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik 19

20 ISi-Reihe ISi-Check Sicherer Betrieb von -Servern mit Microsoft Exchange Betrieb Die Anforderungen für einen sicheren Betrieb der Komponenten für ein sicheres Bereitstellen von -Servern werden auch zu einem großen Teil durch die BSI IT-Grundschutz-Kataloge [ITGSK] abgedeckt. Für den sicheren Betrieb sind neben technischen auch organisatorische Tätigkeiten wichtig. Die folgenden Kontrollfragen sollen noch einmal explizit hervorgehoben werden. Allgemein Sind dedizierte Benutzergruppen für die Exchange-Administration eingerichtet? Ist die Benutzergruppe Exchange Organisation Administrator eingerichtet? Ist die Benutzergruppe Exchange Administrator eingerichtet? Ist die Benutzergruppe Exchange Recipient Administrator eingerichtet? Ist die Benutzergruppe Exchange Public Folder Administrator eingerichtet? Ist die Benutzergruppe Exchange View Only Administrator (Recipient und Public Folder Administrator) eingerichtet? Sind keine Berechtigungen send as an Benutzer vergeben? (Die Überprüfung der Berechtigungen geschieht in Exchange Management Console Recipient Configuration Mailbox <Mailbox Name> Manage Send As Permission). Ist, falls notwendig, die Berechtigung send on behalf vergeben worden? (Die Überprüfung der Berechtigungen geschieht in Exchange Management Console Recipient Configuration Mailbox <Mailbox Name> Properties Mail Flow Settings Delivery Options Properties Send on behalf Grant this permissions to:). Werden serverseitige Benutzerprofile (Gruppenrichtlinien) verwendet? Sind die NTFS-Berechtigungen auf das Exchange Verzeichnis angepasst? Ist der Zugriff der Mitglieder der Gruppe Everyone (Jeder) auf den Verzeichnisbaum entfernt? Sind alle Berechtigungen für folgende Gruppen eingerichtet: SYSTEM, CREATOR, OWNER, Domain Admins, <Exchange Administrator Groups>? Ist der Zugriff auf folgende Netzfreigaben beschränkt? <Exchange Pfad>\Address <Exchange Pfad>\Resources$ Ist ein Virenschutzprogramm im Einsatz und wird dieses, wie in M 4.33 Einsatz eines Viren Suchprogramms bei Datenträgeraustausch und Datenübertragung [ITGSK] beschrieben, eingesetzt? Werden mindestens die Mailbox Database, der Public Store sowie die Transaction Logs regelmäßig gesichert? Überwachung Werden freier Speicherplatz, CPU und allgemeiner Serverzustand überwacht? (Exchange Management Console: Toolbox Performance Tools Performance Monitor) 20 Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik

21 ISi-Check Sicherer Betrieb von -Servern mit Microsoft Exchange 2007 ISi-Reihe Ist eine Benachrichtigung eines Administrators beim Erreichen eines kritischen Zustands konfiguriert? (Exchange Management Console: Toolbox Performance Tools Performance Monitor Performance Logs and Alerts Alerts New Alert Settings) Protokollierung Ist eine Protokollierung von wichtigen Inhalten/Ereignissen aktiviert? Ist die Komponente MSExchangeIS (Microsoft Exchange Information Store Service) in den Kategorien Logons, Access Control, Send On Behalf Of und Send As die Protokollierungsstufe auf maximal eingestellt? (Exchange Management Shell: set eventloglevel <Prozess Name> level 5.) Ist die Protokollierung des SMTP Protokolls aktiviert? (Exchange Management Console Server Configuration Hub Transport <Servername> Receive Connectors <Connector Name> Properties General Protocol logging level: Verbose.) Ist die Protokollierung des IMAP Protokolls aktiviert? (In der Datei <Exchange Pfad> \ClientAccess\PopImap\Microsoft.Exchange.Pop3.exe.config wird der Wert <addkey="protocol Log" value="true" /> konfiguriert.) Ist die Protokollierung des POP3 Protokolls aktiviert? (In der Datei <Exchange Pfad> \ClientAccess\PopImap\Microsoft.Exchange.IMAP4.exe.config wird der Wert <addkey="protocollog" value="true" /> konfiguriert.) Ist eine Nachrichtenverfolgung aktiviert? (Exchange Management Console Server Configuration <Servername> Log Settings Enable message tracking logging aktiviert. Siehe Abbildung 5.1.) Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik 21

22 ISi-Reihe ISi-Check Sicherer Betrieb von -Servern mit Microsoft Exchange 2007 Abbildung 5.1: Nachrichtenverfolgung Ist Connectivity Logging 1 aktiviert? (Exchange Management Console Server Configuration <Servername> Log Settings Enable connectivity logging aktiviert.) Ist ein Subject Logging aktiviert? (Exchange Management Shell Set TransportServer <Servername> MessageTrackingLogSubjectLoggingEnabled $true.) Werden bei der Protokollierung die geltenden Gesetze und Vorschriften beachtet? 1 Siehe Der Zweck der Konnektivitätsprotokollierung ist nicht das Verfolgen der Übertragung einzelner -Nachrichten. Das Konnektivitätsprotokoll verfolgt die Verbindungsaktivität von der sendenden Warteschlange bis zum Zielpostfachserver, Smarthost oder zur Domäne. 22 Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik

23 ISi-Check Sicherer Betrieb von -Servern mit Microsoft Exchange 2007 ISi-Reihe 6 Literaturverzeichnis [ISi-Mail-Server] [ITGSK] [ISi-LANA] [ISi-E] Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI), BSI-Sctandards zur Internet-Sicherheit: Sicherer Betrieb von -Servern, 2009, Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI), IT Grundschutzkataloge, Stand 2008, Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI), BSI-Standards zur Internet-Sicherheit: Sichere Anbindung lokaler Netze an das Internet, 2007, Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI), BSI-Standards zur Internet-Sicherheit: Einführung, Grundlagen, Vorgehensweise, in Bearbeitung, Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik 23

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