Friedrich Dürrenmatt: Der Besuch der alten Dame (ab Klasse 8) Reihe 10 S 6. Verlauf Material LEK Glossar Literatur

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1 Reihe 10 S 6 Verlauf Material LEK Glossar Literatur Schematische Verlaufsübersicht Ich gebe euch eine Milliarde und kaufe mir dafür die Gerechtigkeit. Ethische Motive in Der Besuch der alten Dame von Friedrich Dürrenmatt Stunden 1/2 Der Fall Güllen welche Aufgabe hat eine Ethikkommission? M 1 M 4 Stunden 3/4 Gerechtigkeit, aber für wen? Die Hintergründe des Falles Güllen M 5 M 9 Stunden 5/6 Lässt sich Glück gegen Leid aufrechnen? Der Utilitarismus M 10, M 11 Stunden 7/8 Allgemeine Pflicht statt konkreter Nutzen? Die deontologische Ethik M 12 M 14 Stunde 9 Das Ende im Fall Güllen was ist die Moral der Geschichte? M 15 Minimalplan Die Bilder von Waage und Justitia (M 1, M 2) sowie der Test zum Entscheidungstyp (M 3) dienen der Hinführung zum Thema und können übersprungen werden. Stattdessen kann gleich mit der Handlung des Dramas (M 4) begonnen werden. Auch auf die Zwischenreflexion (M 7) kann bei Zeitmangel verzichtet werden. Ebenso ist es möglich, auf die Erarbeitung von Kritik der beiden ethischen Positionen zu verzichten (die Erarbeitung einer fiktiven Rede Alfred Ills mit M 11 entfällt dann). Auf diese Weise kann die Reihe um zwei Stunden gekürzt werden. Nicht verzichtet werden sollte dagegen auf die Behandlung von M 12 M 15, da gerade bei diesen Aufgaben zur deontologischen Ethik und zum Schluss des Dramas viel kognitive Eigenleistung und damit verbundener Erkenntnisgewinn zu erwarten ist.

2 Reihe 10 Verlauf Material S 2 LEK Glossar Literatur M 1 Wie entsteht Gerechtigkeit? Ein Denkanstoß fotolia.com thinkstock/hemera Aufgaben 1. Macht Vorschläge, worum es sich bei dem abgebildeten Gegenstand handelt. 2. Erläutert, wie dieser Gegenstand funktioniert und wie man ihn verwendet. 3. Überlegt, was dieser Gegenstand mit dem Thema Gerechtigkeit zu tun hat. M 2 Mit der Waage für mehr Gerechtigkeit eine Symbolfigur Aufgaben 1. Beschreibt die dargestellte Person. 2. Macht Vorschläge, um wen es sich handeln könnte. 3. Deutet die Gegenstände, mit denen die dargestellte Person ausgestattet ist.

3 Reihe 10 Verlauf Material S 19 LEK Glossar Literatur M 13 Was ist gerechtes Handeln? Drei Texte geben Hinweise Die Ethikkommission hat mittlerweile die wichtigsten Betroffenen befragt und sich mit vielen unterschiedlichen Argumenten befasst. Nun muss bald das Gutachten erstellt werden. Vor ihrer letzten Sitzung erreicht die Kommission aber noch ein mysteriöser anonymer Brief. Der Umschlag ohne Absender enthält drei beschriebene Zettel. Um was für Texte handelt es sich dabei? Was könnten sie mit dem Fall Güllen zu tun haben? A Artikel 1 (1) Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt. (2) Das Deutsche Volk bekennt sich darum zu unverletzlichen und unveräußerlichen Menschenrechten als Grundlage jeder menschlichen Gemeinschaft, des Friedens und der Gerechtigkeit in der Welt. [...] Artikel 2 (1) Jeder hat das Recht auf die freie Entfaltung seiner Persönlichkeit, soweit er nicht die Rechte anderer verletzt und nicht gegen die verfassungsmäßige Ordnung oder das Sittengesetz verstößt. (2) Jeder hat das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit. Die Freiheit der Person ist unverletzlich. In diese Rechte darf nur auf Grund eines Gesetzes eingegriffen werden B V. Du sollst nicht töten! C Was ich also zu tun habe, damit mein Wollen sittlich gut sei, dazu brauche ich gar keine weit ausholende Scharfsinnigkeit. Unerfahren in Ansehung des Weltlaufs, unfähig, auf alle sich ereignenden Vorfälle desselben gefasst zu sein, frage ich mich nur: Kannst du auch wollen, daß deine Maxime ein allgemeines Gesetz werde? Wo nicht, so ist sie verwerflich, und das zwar nicht um eines dir, oder auch anderen, daraus bevorstehenden Nachteils willen, sondern weil sie nicht als Prinzip in eine mögliche allgemeine Gesetzgebung passen kann [ ]. Neuer Kaiser Verlag, Klagenfurt Erläuterungen: sittlich (Text C) = hier: moralisch; Maxime (Text C) = hier: persönliches Handlungsprinzip

4 Reihe 10 Verlauf Material S 20 LEK Glossar Literatur Aufgaben 1. Erkennst du die Texte? Vielleicht hast du einzelne Sätze schon einmal gehört. Notiere bei den Textausschnitten A, B und C deine Vermutungen, worum es sich jeweils handelt. 2. Ob eine Entscheidung gut bzw. gerecht ist, hängt für Vertreter des Utilitarismus von den Folgen ab. Überlege, ob das bei den Textausschnitten A, B und C auch der Fall ist. Hier kannst du dir Notizen machen: Ergänze den folgenden Lückentext. Er beschäftigt sich mit zwei Grundtypen ethischer Theorien. Es gibt verschiedene Theorien zu der Frage, wie man zu einer gerechten bzw. guten Entscheidung kommt. Man kann die meisten davon zwei großen Gruppen zuordnen: Die erste Gruppe bewertet eine Entscheidung nach ihren. Man nennt solch eine Ethik deshalb auch Folgenethik. Der ist ein Hauptvertreter dieser Gruppe. Die zweite Gruppe bewertet eine Entscheidung nicht nach ihren konkreten Folgen. Stattdessen gilt z. B. die Übereinstimmung mit einem als entscheidend. Eine solche Ethik nennt man auch Pflichtethik. 4. Welche Einwände oder kritischen Fragen lassen sich gegenüber der Pflichtethik formulieren? Notiere hier mögliche Einwände oder Fragen Wie würde ein überzeugter Vertreter einer Pflichtethik im Fall Güllen urteilen: Soll die Gemeinde Claire Zachanassians Angebot annehmen?

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