Cloud Computing in der Versicherungswirtschaft

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1 Cloud Computing in der Versicherungswirtschaft Dr. Undine von Diemar, Prof. Dr. Volker Gruhn, Simon Grapenthin, Wolfgang Linsmeier, Andreas May, Max Pfeiffer, Christian Tüffers, Vincent Wolff-Marting November 2011

2 Autoren: Dr. Undine von Diemar Prof. Dr. Volker Gruhn Simon Grapenthin Wolfgang Linsmeier Andreas May Max Pfeiffer Christian Tüffers Vincent Wolff-Marting Ansprechpartner: Dr. Undine von Diemar Jones Day Prinzregentenstraße München Telefon: Telefax: Andreas May Accenture GmbH Campus Kronberg Kronberg im Taunus Telefon: Telefax: Mobile: Prof. Dr. Volker Gruhn Universität Duisburg-Essen Gerlingstraße Essen Telefon: Telefax: Alle Rechte vorbehalten. November 2011

3 Management Summary Für die Versicherungsbranche mit abstrakten Produkten und einer besonderen Abhängigkeit vom Produktionsfaktor Information bietet Cloud Computing zahlreiche Anknüpfungspunkte, kann jedoch derzeit noch nicht uneingeschränkt für alle Anforderungen gleichermaßen empfohlen werden. In dieser Studie wird die Eignung von Cloud Computing für Versicherungen unter den Aspekten Flexibilität, Skalierbarkeit, Wirtschaftlichkeit und Effizienz diskutiert. Dem gegenüber gestellt werden Risiken der Anbieterabhängigkeit, Schwierigkeiten, die sich aus der Transformation ergeben können sowie allgemeine Fragen der Sicherheit. In einem eigenen Abschnitt wird ein Überblick über die rechtliche Einordnung der Nutzung von Cloud Computing in Versicherungsunternehmen gegeben. Die Bewertung, ob und wie Cloud Computing die jeweilige IT-Strategie ergänzen kann, hat deutliche Ähnlichkeiten mit herkömmlichen Make-or-Buy-Bewertungen, jedoch besteht ein größerer Gestaltungsspielraum: Bei der Nutzung von Cloud Computing können wichtige oder sogar alle relevanten Steuerungs- und Entscheidungsmöglichkeiten im Unternehmen verbleiben. Das Paradigma des Cloud Computing hat Potential, den Betrieb und die Nutzung von Software grundlegend und dauerhaft zu verändern. Charakteristisch für Cloud Computing sind fünf Eigenschaften [Mell2011]: (1) Die Bereitstellung von Ressourcen erfolgt bei Bedarf durch Selbstbedienung. (2) Gebuchte Kapazitäten werden mit Standardmechanismen via Netzwerk verfügbar gemacht. (3) Physikalische Ressourcen werden gebündelt und von mehreren Anwendern gleichzeitig genutzt (Mandantenfähigkeit). Die Zuteilung erfolgt dynamisch und virtuell. (4) Die Provisionierung erfolgt kurzfristig und hochgradig elastisch. Dem Nutzer stehen scheinbar unbeschränkte Kapazitäten zur Verfügung. (5) Steuerung, Optimierung und gegebenenfalls Abrechnung erfolgen durch detaillierte Messung der tatsächlichen Dienstnutzung. Cloud Angebote können nach Abstraktionsebene der Diensterbringung und nach Betriebsmodell kategorisiert werden. Die derzeit bedeutendsten Abstraktionsebenen sind Infrastructure as a Service (Rechenleistung, Speicher, Datenbanken etc.), Platform as a Service (Laufzeit- und Entwicklungsumgebungen) und Software as a Service (Anwendungen). Bei dem Betriebsmodell Private Cloud steht die Infrastruktur nur einem beschränkten Nutzerkreis, etwa einer Organisation oder Organisationseinheit, zur Verfügung, während die Ressourcen der Public Clouds der breiten Öffentlichkeit zur Nutzung bzw. Miete angeboten werden. Hybrid Clouds kombinieren die Modelle zur Steigerung von Redundanz oder maximaler Leistungsfähigkeit.

4 Inhalt 1 Einleitung 06 2 Cloud Computing Eine Bestandsaufnahme Essenzielle Charakteristika des Cloud Computing Technische Ebenen des Cloud Computing Anything as a Service Betriebsmodelle des Cloud Computing 09 3 Chancen und Risiken Flexibilität und Skalierbarkeit Kann unsere IT durch Cloud Computing schneller auf neue bzw. geänderte Anforderungen reagieren? Können wir durch Cloud Computing Lastspitzen abfangen, zum Beispiel in der Dunkelverarbeitung? Sicherheit Cloud Computing vs. On Premises Lösungen. Was bedeutet dies für die IT-Sicherheit? Wie ist es um die Ausfallsicherheit bestellt? Wirtschaftlichkeit und Effizienz Wie hoch ist unser initiales Investment? Ist Cloud Computing nachhaltig? Welche Teile unseres Systems können in die Cloud ausgelagert werden? Ist langfristige Preissicherheit gegeben? In welchen Phasen des Softwarelebenszyklus können Kosten gespart werden? Anbieterabhängigkeit und Transformation Wie verhindere ich ein Vendor Lock-In? Ist Portierbarkeit zu anderen Anbietern gegeben? Entstehen durch die Einführung von Cloud Computing unternehmensinterne Konflikte? Sind Jobs der Mitarbeiter des IT-Betriebs gefährdet? Verlieren wir auf Dauer Unternehmens-Know-How? 19 04

5 3.4.5 Ist Cloud Computing nur eine Frage des Betriebes oder muss sich auch die strategische Ausrichtung verändern? Die Evolution des Cloud Computing. Wie lange gibt es die Technologie des Cloud Computing? Wir betreiben IT-Service-Management nach ITIL, können wir trotzdem in die Cloud? 20 4 Rechtlicher Rahmen Ist das Mitbestimmungsrecht des Betriebsrates bei der Einführung von Cloud Computing Lösungen zu beachten? Welches Datenschutzrecht ist anwendbar, wenn Cloud Computing Lösungen in Anspruch genommen werden? Ist Cloud Computing Auftragsdatenverarbeitung? Unter welchen Voraussetzungen ist Cloud Computing außerhalb von EU/EWR datenschutzrechtlich zulässig? Dürfen sensitive Daten in Cloud Computing Lösungen verarbeitet werden? Verhindert die Verschwiegenheitspflicht der Versicherungsangehörigen die Inanspruchnahme von Cloud Services? Wie wirken sich die versicherungsaufsichtsrechtlichen Anforderungen auf die Nutzung von Cloud Computing Lösungen aus? Was ist bei der Auslagerung von Telekommunikationsdiensten in die Cloud zu beachten? 26 5 Fazit 27 6 Quellen 28 05

6 1 Einleitung In den vergangenen drei Jahren ist kaum ein Technologiethema so intensiv betrachtet worden wie Cloud Computing. Anwender [Kretschmer2010, Vehlow2011] und Wissenschafter [Pallis2010, Candan2011] sind sich weitgehend einig, dass es sich dabei nicht um einen vorübergehenden Trend handelt, sondern dass sich Betrieb und die Nutzung von Software grundlegend und dauerhaft verändern werden. Diese Entwicklung hat zahlreiche Ursachen, die sowohl technischer als auch wirtschaftlicher Natur sind. Zu den technischen Entwicklungen gehören der breite Einsatz von Server-Virtualisierung, eine zunehmende Service Orientierung und die weitgehende Automatisierung der IT-Infrastruktur. Wirtschaftlich gewinnen die Dienstleistungsangebote gegenüber dem klassischen Verkauf (bzw. der Lizensierung) von Hard- und Software an Bedeutung. Weiterhin erfolgt die Abrechnung direkter: Während in der Vergangenheit Hosting- und Wartungsverträge über mehrere Jahre hinweg abgeschlossen wurden, besteht durch Cloud Computing die Möglichkeit, Angebote für beliebig kurze Zeiträume zu beanspruchen und abzurechnen. Für die Versicherungsbranche, deren abstrakte Produkte in besonderer Weise vom Faktor Information abhängig sind [Farny2006], ist die IT von zentraler Bedeutung. Sie wird als Rückgrat der Unternehmen bezeichnet [Juelichs1998, S. 103ff] und beeinflusst die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen auf mannigfaltige Weise. Umgekehrt wird sie auch durch die Veränderungen des Versicherungsgeschäftes geprägt und stetig weiterentwickelt. Wechselnde Anforderungen durch Aufsicht und Regulation, ein sich veränderndes Selbstverständnis der Branche und ein reger Wettbewerb verlangen eine schnelle und agile Erfüllung von Anforderungen durch die IT. Gleichzeitig besteht ein permanenter Kostendruck und die IT soll möglichst wenig finanzielle Ressourcen binden. Vor diesem Hintergrund ist kaum zu erwarten, dass der begonnene Paradigmenwechsel der IT-Branche wirkungslos an der Versicherungswirtschaft vorbeizieht. Vielmehr bietet Cloud Computing der Branche zahlreiche Chancen, den bekannten Herausforderungen durch neuartige Lösungen zu begegnen. So können zum Beispiel Überkapazitäten bei Beibehaltung der Leistungsfähigkeit abgebaut werden, selbst wenn saisonale Effekte oder einmalige Ereignisse starke Lastschwankungen verursachen. Die Kommissionierung von Ressourcen und die Bereitstellung von Tools und unterstützenden Anwendungen kann deutlich vereinfacht und beschleunigt werden. Umgekehrt können aus den Veränderten Rahmenbedingungen auch neue Herausforderungen und Risiken erwachsen. Beispielsweise müssen die Risiken einer Anbieterabhängigkeit, Hürden bei der Transformation und Migration, der Datenschutz und weitere Sicherheitsaspekte sorgfältig bedacht werden. Mit dieser Studie wollen wir einen breit angelegten Überblick über das Thema Cloud Computing in der Versicherungsbranche geben. Dazu bieten wir in Abschnitt 3 zunächst eine Bestandaufnahme, welche Technologien und Geschäftsmodelle unter dem Begriff Cloud Computing zusammengefasst werden. Eine kontroverse Betrachtung der Chancen und Risiken des Paradigma schließt sich im Stil eines Fragenkatalogs in Abschnitt 3 an. Der Rechtliche Rahmen wird in Abschnitt 4 beschrieben. 06

7 2 Cloud Computing Eine Bestandsaufnahme Cloud Computing bezeichnet eine Vielzahl unterschiedlicher Technologien, Anwendungsfälle und Geschäftsmodelle. Definitionen, die alle Aspekte beinhalten, geraten dadurch einerseits sehr allgemein und erlauben auf der anderen Seite keine scharfe Abgrenzung der Ränder dessen, was noch als Cloud Computing gelten darf. In diesem Abschnitt wird Cloud Computing daher von drei Blickrichtungen vorgestellt. Die Einteilung orientiert sich an einem Thesenpapier des National Institute of Standards and Technology [Mell2011]. Das Kernparadigma des Cloud Computing besteht darin, dass IT-Ressourcen nicht länger dezidiert für einzelne Aufgaben bereitgestellt werden, sondern in einem Pool zusammengefasst werden, innerhalb dessen die Aufgaben verschiedener Nutzer nach Bedarf flexibel verteilt werden (siehe auch [Hayes2008]). Damit gemeinsam genutzte Ressourcen als Cloud gelten dürfen, ist jedoch die Erfüllung weiterer Kriterien erforderlich, die wir in Abschnitt 2.1 vorstellen. Ein weiteres Unterscheidungsmerkmal ist die technische Ebene, auf der der Dienst erbracht wird (Abschnitt 2.2). Schließlich wird Cloud Computing nach dem Ort der Ausführung beziehungsweise der für die Ausführung zuständigen Organisation unterschieden (Abschnitt 2.3). Im Rest der Studie wird jeweils angegeben sein, ob eine spezielle Ausprägung des Cloud Computing diskutiert wird, sofern der Abschnitt nicht allgemeingültig für alle Arten gelten kann. 2.1 Essenzielle Charakteristika des Cloud Computing Um Cloud Computing von ähnlichen, teils wesentlich älteren Ansätzen abgrenzen zu können, schlagen Mell und Grance fünf Charakteristika vor [Mell2011]. Auch wenn diese Charakteristika als essenziell bezeichnet werden, wäre es falsch, ihnen zu viel Bedeutung beizumessen; sie spiegeln lediglich den aktuellen Sprachgebrauch wieder. Anforderungen an konkrete Dienste können daraus nicht abgeleitet werden. Die Charakteristiken sind (übersetzt aus [Mell2011]): On-demand self-service: Der Kunde kann jederzeit und ohne manuelle Eingriffe des Anbieters die Zusammenstellung der gewünschten Ressourcen (z. B. Speicherkapazitäten, Rechenzeit, Bandbreite, virtuelle Maschinen) ändern. Broad network access: Die gebuchten Kapazitäten sind mit Standardmechanismen über das Netzwerk erreichbar. Unterschiedliche Client-Plattformen, sowohl schwer-, als auch leichtgewichtig, können genutzt werden. Resource polling: Die Ressourcen des Anbieters werden gebündelt und stehen verschiedenen Konsumenten gleichzeitig in einem sogenannten multitenant Modell zur Verfügung. Physikalische und virtuelle Ressourcen werden je nach Bedarf zugewiesen und können jederzeit dynamisch neu angeordnet werden. Die Zuordnung der Ressourcen ist insofern ortsungebunden, als die Kunden generell keine Kenntnis über und keinen Einfluss auf den exakten Ort der zugeordneten Ressourcen haben. Auf einer höheren Abstraktionsebene (z. B. ein bestimmtes Land oder Rechenzentrum) kann jedoch eine Festlegung des Kunden bestehen. Rapid elasticity: Die Kapazitäten können kurzfristig und elastisch provisioniert werden. Das kann automatisch erfolgen und umfasst Vergrößerungen wie auch Verkleinerungen. Dem Konsumenten erscheinen die Kapazitäten unbeschränkt. Sie können jederzeit in beliebiger Menge erworben werden. Measured service: Die Steuerung und Optimierung von Cloud Systemen erfolgt automatisch anhand von Messkapazitäten (oft durch ein Pay-Per-Use Geschäftsmodell) auf einem Abstraktionsniveau, das der jeweiligen Verwendungsart angemessen ist (z. B. Speicher, Rechenleistung, Bandbreite, Anzahl aktiver Nutzerkonten). Die Verwendung von Ressourcen kann beaufsichtigt, gesteuert und dokumentiert werden. Die Nutzung der Dienste kann dadurch von Anbieter und Kunden transparent nachvollzogen werden. 07

8 2.2 Technische Ebenen des Cloud Computing Anything as a Service Der Anything as a Service Ansatz war ursprünglich Vorläufer des Cloud Computing [Rimal2009]. Auf welcher technischen Abstraktionsebene ein Dienst im Sinne dieser Einteilung erbracht wird, ist ein nützliches Unterscheidungsmerkmal zur Einteilung von Diensten und Anbietern. Die wichtigsten Ebenen sind Software as a Service (SaaS), Platform as a Service (PaaS) und Infrastructure as a Service (IaaS) (vgl. [Mell2011]). In der Wissenschaft wird zusätzlich noch die Schicht Human as a Service (HaaS) betrachtet (siehe z. B. [Braun2011]), die allerdings in der Praxis bisher nur geringe Bedeutung hat. Weitere Unterteilungen der Schichten sind möglich. Youseff u. A. unterscheiden beispielsweise zusätzlich Storage, Communications und Hardware as a Service [Youseff2008]. Für die meisten Betrachtungen genügt die folgende Einteilung in vier Ebenen. Tabelle 1 zeigt eine Auswahl von Angeboten der jeweiligen Schichten. Infrastructure as a Service: In diese Schicht werden grundlegende Dienste eingeordnet, beispielsweise Speicherdienste, das Ausführen beliebiger Virtueller Maschinen, Hilfsmittel wie Dispatcher, Loadbalancer und Queues. Diese Schicht bietet den Nutzern weitgehende Ausgestaltungsmöglichkeiten. Anything as a Service (XaaS) Abbildung 1: Anything as a Service (angelehnt an [Pallis2010]) Konfigurations-Frontends und APIs dieser Schicht bieten in der Regel lediglich Basisfunktionalitäten, wie das Starten und Stoppen von Ressourcen, das Sichern und Wiedereinspielen von Daten, Konfiguration der Netzwerktopologie und das Buchen von Kapazitäten [Lenk2009]. Platform as a Service: Die Plattformschicht beinhaltet Ausführungs- und Entwicklungsumgebungen. Der Nutzer kann mit diesen Diensten beliebige Programme (in den vom Anbieter festgelegten Programmiersprachen) ausführen, zusätzlich stellen die meisten Anbieter dieser Ebene Werkzeuge zur Erstellung und Anpassung der Programme zur Verfügung. Die Infrastruktur, die der Ausführungsumgebung zugrunde liegt, bleibt dem Anwender verborgen. Die Zuordnung von Kapazitäten, die für die Ausführung der Programminstanzen des Nutzers erforderlich sind, erfolgt (gegebenenfalls innerhalb eines vereinbarten Rahmens) automatisch. Software as a Service: Diese Schicht fasst die höheren, stärker spezialisierten Anwendungen zusammen, beispielsweise Office-Anwendungen, Nachrichten- und Mailclients oder auch CRM. Allgemein können alle Anwendungen, die sich direkt an Endnutzer richten, dieser Schicht zugeordnet werden [Lenk2009]. In der Regel stehen die Anwendungen im Web bereit und werden per Browser benutzt [Sledziewski2010]. Es existieren auch Ansätze, die Client seitig zusätzliche Software erfordern (z. B. Adobe Air). Software as a Service beruht auf mandantenfähigen Architekturen; der Nutzer kann in der Regel nur seine Sicht auf die Anwendung konfigurieren und hat keinen Einfluss auf die darunterliegende Infrastruktur. Human as a Service: Zu dieser Schicht zählen Dienste, die einfache manuelle Tätigkeiten an Menschen vermitteln. Auf diese Weise sollen Aufgaben, die sich nur schwer durch Computer lösen lassen, gleichzeitig aber gut und ohne besondere 08

9 Schicht Human as a Service (HaaS) Beispiele für Anbieter Amazon - Mechanical Turk Freelancer Crowdsifter CrowdFlower Software as a Service (SaaS) Akamai - Digital Asset Amazon - Cloud Front Amazon - web services Appian - Cloud BPM Google - Docs, Mail und Apps Microsoft - Office Live OpenID - Foundation Salesforce - Sales Cloud und Service Cloud Platform as a Service (PaaS) 3Tera - AppLogic Amazon - Elastic MapReduce, SimpleDB und SQS Facebook - Platform Google - App Engine Microsoft - Azure und Live Mesh NetSuite - SuiteFlex Salesforce - Force.com, Appforce, Siteforce, VMforce, ISVforce, etc. Skytap - Automation Platform Sun - Caroline Infrastructure as a Service (IaaS) Amazon - Simple Storage Service (S3) und Elastic Compute Cloud (EC2) Box.net - box EU Reservoir - Project Open Nebula flexiant FlexiScale - public cloud GoGrid - Cloud Storage Google - Big Table und File System HP - ilo Hurricane Electric Internet Service - Web Hosting OpenFlow Salesforce Database.com Skytap - Cloud Infrastructure The Globus Alliance - Nimbus Tabelle 1: Eine Auswahl von Angeboten geordnet nach Schichten (ohne Anspruch auf Vollständigkeit) Vorkenntnisse von Menschen erledigt werden können, in ähnlicher Weise in automatisierte Abläufe eingebunden werden, wie die Dienste der restlichen Schichten [Braun2011]. Aufgaben sind beispielsweise Bild- und Texterkennung, Verschlagwortung, Moderationsaufgaben, Textkorrekturen, Beschreibung oder Zusammenfassung von Medieninhalten. Eine alternative Bezeichnung für die Dienste dieser Schicht ist Crowdsourcing [Lenk2009]. 2.3 Betriebsmodelle des Cloud Computing Die Vorteile von Cloud Computing kommen vor allem dann zum Tragen, wenn eine sehr große Zahl von Nutzern einen Ressourcenpool teilt [Armbrust2009]. Gerade hier kann eine kontinuierlich hohe Auslastung der Ressourcen erreicht werden: Kurzzeitig Lastspitzen und -täler gleichen sich aus. Auch bietet die kollektive Nutzung in großen Gruppen Kostenvorteile. Traditionell wird daher Cloud Computing oft mit dem Betrieb durch spezialisierte Dienstleister gleichgesetzt. Da diese Dienstleister üblicherweise für alle Kunden offen stehen, wird das Betriebsmodell als Public Cloud bezeichnet. Cloud Architekturen und Technologien kön- 09

10 nen allerdings auch geschlossenen Nutzergruppen zur Verfügung gestellt werden: Sogenannte Private Clouds werden von Organisationen für den eigenen Bedarf betrieben. Das kann vor allem für sehr große Organisationen interessant sein, die mit heterogenen Nutzerstrukturen ähnliche Synergien wie öffentliche Clouds ermöglichen können. Community Clouds sind Infrastrukturen, die von Verbänden, Konsortien, Vereinen, oder ähnlichen Interessengruppen betrieben werden [Mell2011]. Hybrid Clouds schließlich sind Kombinationen der anderen drei Modelle [Braun2011]. Dabei dient eine (technisch kompatible) Public oder Community Cloud als Backup gegen Überlastung oder Ausfall von Private oder Community Clouds. Die Begriffe private und public sorgen in diesem Zusammenhang gelegentlich für Missverständnisse. Entscheidend für die Einordnung nach diesem Modell ist die Beschränkung der Nutzergruppen, denen die jeweiligen Dienste angeboten werden. Ungeachtet dessen ist auch bei öffentlich angebotenen Diensten die individuelle Nutzung insofern privat, als das Daten, Nutzungseigenschaften etc. der einzelnen Nutzer geheim und geschützt sind, solange nicht explizit etwas anderes vereinbart ist. Umgekehrt können auch Private und Community Clouds von externen Dienstleistern betrieben werden (Hosting, Co-Location, etc.). 10

11 3 Chancen und Risiken Cloud Computing ist für die Finanzbranche ein wichtiges Thema [Vehlow2011]. Da Informationen das wichtigste Gut von Versicherungen sind, können Fähigkeiten wie flexible Reaktion auf Anforderungen und dynamische Hinzuschaltung von Rechenkapazität Wettbewerbsvorteile schaffen. Mittelfristige Kostenreduktion in der Informationsverarbeitung, aber auch Sicherheit und Verfügbarkeit von Informationen sind dabei notwendige Voraussetzungen. Im Folgenden werden exemplarisch Fragestellungen diskutiert, welche Einfluss auf Cloud Computing in der Versicherungsbranche haben können. Einen Überblick über Kategorien und zugehörige Fragen gibt Abbildung Flexibilität und Skalierbarkeit Kann unsere IT durch Cloud Computing schneller auf neue bzw. geänderte Anforderungen reagieren? Die Bereitstellung neuer Systeme erzeugt technischen und organisatorischen Aufwand, der je nach Komplexität des Systems und des Unternehmens mehrere Tage oder sogar Wochen in Anspruch nehmen kann. Dazu gehört die Beschaffung von Lizenzen, Hard- und Software sowie der Personaleinsatz zur Einrichtung und zur Wartung. In einer Cloud Computing Umgebung erfolgt die Bereitstellung neuer Ressourcen (engl. Upscaling) auf Knopfdruck [King2011]. Das gleiche Verfahren wird auch bei der Reduktion genutzter Ressourcen (Downscaling) angewandt; es geschieht automatisch und ohne manuellen Konfigurationsaufwand durch einen Techniker [King2011]. Der hierdurch entstehende Zeitvorteil wirkt sich besonders positiv auf Testsysteme aus: Entwicklungsum- Kann unsere IT durch Cloud Computing schneller auf neue bzw. geänderte Anforderungen reagieren? Können durch Cloud Computing Lastspitzen abgefangen werden, z.b. in der Dunkelverarbeitung? Flexibilität und Skalierbarkeit Sicherheit Wie ist es um die Ausfallsicherheit bestellt? Wie verhindere ich den Vendor Lock-In? Ist die Portierbarkeit zu anderen Anbietern gegeben? Entstehen durch die Einführung von Cloud Computing unternehmensinterne Konflikte? Sind Jobs der Betriebsmitarbeiter gefährdet? Anbieterabhänigkeit und Transformation Chancen und Risiken des Cloud Computings Wirtschaftlichkeit und Effizienz Cloud Computing vs. On Premises Lösungen. Was bedeutet das für die IT-Sicherheit? Wie hoch ist unser initiales Investment? Welche Teile unseres Systems können in die Cloud ausgelagert werden? Ist Cloud Computing nachhalting? Verlieren wir auf Dauer Unternehmens-Know-How? Ist langfristige Preissicherheit gegeben? Ist Cloud Computing nur eine Frage des Betriebes oder muss sich auch die strategische Ausrichtung verändern? In welchen Phasen des Softwarelebenszyklus können Kosten gespart werden? Wir betreiben IT-Service-Management nach ITIL, können wir trotzdem in die Cloud? Die Evolution des Cloud Computing. Wie lange gibt es die Technologie des Cloud Computings? Abbildung 2: Chancen und Risiken des Cloud Computings 11

12 gebungen können dynamisch zur Verfügung gestellt werden, es muss nur für die genutzten Ressourcen gezahlt werden und es fällt keine hohe Anfangsinvestition zur Einrichtung an. Außerdem entfällt der Erwerb bzw. das langfristige Mieten von Testsystemen, diese können nach Durchführung eines Testlaufs abgeschaltet werden und nicht zuletzt können die Systeme einfach auf den Initialzustand zurückgesetzt werden. Mit Cloud Computing können also kurzfristig und kostengünstig sehr flexible Testumgebungen aufgebaut werden. Bei der Einrichtung von sehr speziellen Testumgebungen kann der Aufwand steigen. Zur hohen Flexibilität des Cloud Computing trägt die Innovation bei, die diesem Zweig innewohnt [Candan2011, Pallis2010]. So sieht beispielsweise das Forbes Magazin zwei Cloud Computing Unternehmen (Salesforce und Amazon) an der Spitze der innovativsten Unternehmen [Forbes2011] 1. Von Cloud Computing Anbietern kann erwartet werden, dass sie kurzfristig auf Marktanforderungen reagieren und diese fortlaufend in ihr Standardangebot aufnehmen. Spezifische Anpassungen (z. B. neues Datenfeld oder Prozessänderung) kann der Kunde ohne Wartezeit selbst durchführen. Finanzdienstleister sind durch die kontinuierliche Veränderung legislativer und regulatorischer Anforderungen (Solvency II, Ma- Risk, VVG Novelle, Basel III) zu stetiger Weiterentwicklung ihrer IT verpflichtet und werden es auch künftig sein [Accenture2010]. Vor diesem Hintergrund kann der Einsatz flexibler Ressourcen sowohl im Test als auch im produktiven Betrieb attraktiv sein. Weiterhin steht die Versicherungsbranche verändertem Kundenverhalten und veränderten Kommunikationskanälen gegenüber [Accenture2010]. Die Generation der Digital Natives ist es gewohnt, immer online zu sein und sieht das Internet als Hauptinformationsquelle. Sie erwartet Kommunikation ich Echtzeit von ihrem privaten und beruflichen Umfeld [Foren2011]. Daraus entwickelt sich ein verändertes Nutzungsverhalten von Online-ressourcen. Versicherungen, die bisher eine überwiegend gleichmäßige Auslastung ihres Onlineangebotes gewohnt sind müssen mittel- und langfristig mit stärkeren Schwankungen rechnen [Foren2011] Können wir durch Cloud Computing Lastspitzen abfangen, zum Beispiel in der Dunkelverarbeitung? Lastspitzen in der Datenverarbeitung von Versicherungsunternehmen können infolge von externen Einflüssen (z. B. veränderte Besteuerung der Lebensversicherungen ab ) auftreten. Sie können auch Folge periodischer Ereignisse (z. B. Jahresendgeschäft, Wechsel der KFZ-Versicherung im November, Renewal Saison in der Rückversicherung) des regulären Geschäfts sein. Die dynamische Anpassung des Ressourceneinsatzes an den aktuellen Bedarf gehört zu den zentralen Eigenschaften des Cloud Computing. In öffentlichen Clouds, wie sie von Amazon, Salesforce, Google etc. betrieben werden, kann das voll automatisiert erfolgen und macht sich dann nur durch die geringfügig höheren Nutzungskosten bemerkbar. Bei der Verarbeitung von Daten, die aus gesetzlichen Gründen lokal im Unternehmen bleiben müssen, können private Clouds verwendet werden. Dabei ist der Nutzen nicht ganz so deutlich erkennbar, da die vorgehaltenen Ressourcen entsprechend überdimensioniert sein müssen. Unter Umständen können dennoch Vorteile gegenüber traditionellen Betriebskonzepten bestehen: Zunächst können in großen Unternehmen und Konzernen die Reservekapazitäten für die Spitzenlast gemeinsam genutzt werden. Solange davon ausgegangen werden kann, dass die Lastspitzen der einzelnen Abteilungen, Sparten oder Konzerntöchter nicht gleichzeitig auftreten, können dadurch Synergien entstehen. Da mit den Technologien des Cloud Computing ein automatisches Zuschalten (und später wieder Abschalten) bei Bedarf möglich ist [King2011], entsteht kein zusätzlicher Personalbedarf in den Betriebsabteilungen. Hierin besteht ein Vorteil gegenüber einfachen Virtualisierungslösungen, die zwar auch den Hardwarebedarf reduzieren, jedoch weiterhin manuellen Konfigurationsaufwand erzeugen. Eine weitere Möglichkeit, die jedoch eine Vorbereitung größerer Teile der Unternehmens IT erfordert, besteht darin, bei Lastspitzen unkritische Anwendungen, die keine personenbezogenen Daten enthalten, in eine Hybride Cloud auszulagern und damit zusätzliche Ressourcen für eine sichere, lokale Datenverarbeitung bereitstellen zu können. Hierbei können Management-Systeme helfen, um zu prüfen, welche Daten in Konformität mit den geltenden Vorschriften und Reglungen ausgelagert werden können und welche nicht. 1 Grundlage ist eine Untersuchung von Dyer, Gregersen und Christensen [Dyer2011], beruhend auf Analysen des Börsenwertes und des Cash-Flow der betrachteten Unternehmen. 12

13 3.2 Sicherheit In den Themen Sicherheit und Datenschutz wird vielfach eine Achillesferse des Cloud Computing gesehen [Chen2010], da Programme und Daten den mutmaßlich sicheren Bereich der lokalen Datenverarbeitung verlassen und außerhalb des direkten Einflussbereichs ihrer Eigentümer und Benutzer verarbeitet werden. Befürworter der neuen Technik betonen dagegen, dass Cloud Computing durch die professionelle Herangehensweise der Anbieter vielfach sicherer sei, als durchschnittliche, herkömmliche Lösungen [Accenture2009]. Weitgehende Einigkeit besteht darin, dass Sicherheit eine bedeutsame Eigenschaft ist, ein wichtiges Kriterium im Wettbewerb der Cloud Anbieter untereinander [Chen2010] und ein entscheidender Faktor für die Kundenzufriedenheit [Vehlow2011].Wie wichtig sie jedoch speziell in einzelnen Branchen und Unternehmen gesehen wird und wie gut die jeweilige IT den eigenen Unternehmensanforderungen gerecht werden kann, unterscheidet sich sehr stark [Weidmann2010]. Aus betriebswirtschaftlicher Sicht sind gerade kleine und mittelständische Unternehmen Nutznießer von Public Cloud Services, da oft nicht die Mittel und Kompetenz bestehen, um den auf dem Markt herrschenden Standard zu erreichen [Weidmann2010]. Großkonzerne hingegen sind häufig diejenigen mit besonders hohen respective speziellen Sicherheitsanforderungen (z. B. Compliance zu MaRisk), denen auch Cloud Anbieter genügen müssen. Ein positiver Aspekt von Public Clouds ist, dass die Konformität mit den Sicherheitsstandards, sofern sie einmal hergestellt ist, auch allen anderen Kunden zur Verfügung steht. In wieweit sichere Datenverarbeitung durch rechtliche Bestimmungen erforderlich ist, wird im Abschnitt 4 beschreiben Cloud Computing vs. On Premises Lösungen. Was bedeutet dies für die IT- Sicherheit? Bei der Absicherung einer Cloud Computing Lösung steht grundsätzlich dieselbe Bandbreite von Werkzeugen zur Verfügung, die auch zur Absicherung von lokalen Systemen eingesetzt wird. Die Herausforderung besteht, sowohl lokal als auch in der Cloud darin, diese Werkzeuge so einzusetzen, dass sie ein angemessenes Schutzniveau bieten ohne die Produktivität der berechtigten Mitarbeiter unnötig zu beschränken [Schneier2004]. Ein Vorteil von Cloud Computing kann in diesem Zusammenhang sein, dass ein Teil der Schutzmaßnamen etwa das regelmäßige Einspielen von Sicherheitspatches und die Konfiguration der Firewalls in professionellen Händen liegt. Ohne ihr Zutun genießen alle Cloud Kunden eines Anbieters den selben Schutz, der zumindest bei zuverlässigen Anbietern den Best Practices der IT- Branche entsprechen sollte. Das ist gerade in kleineren Unternehmen oder Abteilungen, in denen viele Aufgaben nur beiläufig neben dem Tagesgeschäft von den Mitarbeitern erledigt werden, bereits ein deutlicher Vorteil. Im Umkehrschluss bedeutet das bei Kunden übergreifend identische Schutzniveau jedoch auch, dass Sicherheitslücken gleichermaßen geteilt werden. In der Literatur wird in diesem Zusammenhang von Schicksalsgemeinschaften der Kunden gesprochen [Chen2010]. Ein prominenter Unterschied zwischen Cloud Computing und lokalen Lösungen ist die Möglichkeit einer so genannten Air-Gap. Diese ist eine sehr wirkungsvolle Methode zum Schutz kritischer Ressourcen. Die Ressourcen werden einfach nicht mit dem Unternehmensnetz (und nicht mit dem Internet) verbunden, und können daher auch nicht über das Netz angegriffen werden. Diese Möglichkeit bietet Cloud Computing nicht. Jedoch ist die praktische Bedeutung dieser Technik sehr begrenzt und wird oft überschätzt [Edwards2011]. Für Wartung und Datenaustausch ist eine regelmäßige Überbrückung der Air- Gap notwendig. Auch wenn diese Überbrückung ohne Netz durch Datenträger stattfindet, kann sie eine Schwachstelle bilden [Falliere2011]. Vor allem aber können die separierten Systeme nur eingeschränkt verwendet werden, so dass sie ohnehin nur für sehr spezielle Anwendungen geeignet sind [Edwards2011]. Für solche Spezialanwendungen ist die Auslagerung vermutlich ohnehin nicht sinnvoll. Die große Mehrheit der Anwendungen dagegen muss nicht nur im Firmennetz erreichbar sein, sondern wird auch Schnittstellen ins Internet bieten (z. B. via VPN), um für Außendienst, Geschäftsstellen und Dienstreisende verfügbar zu sein. Daher kann zusammengefasst werden, dass im Cloud Computing grundsätzlich nicht nur die gleichen Schutzmechanismen zur Verfügung stehen, sondern auch ähnliche Schwachstellen beachtet werden müssen wie bei lokalen Lösungen. 13

14 3.2.2 Wie ist es um die Ausfallsicherheit bestellt? Ausfallsicherheit im Cloud Computing wird von den Nutzern als eines der drei wichtigsten Themen gesehen [Vehlow2011]. Die Verfügbarkeit kann durch verschiedene Mechanismen erreicht und aufrecht gehalten werden: Allerdings muss beachtet werden, dass beim Cloud Computing die Netzwerkanbindungen der Niederlassungen und der Rechenzentren zu einem Single Point of Failure werden können. Bei kritischen Anwendungen muss daher nicht nur die Cloud, sondern auch die Verbindung zur Cloud redundant angelegt werden. Daher kann, wenn die Ausfallsicherheit eines Versicherungsunternehmens verbessert werden soll, Cloud Computing entweder intern in Form einer entsprechend redundant angelegten privaten Cloud eingesetzt werden, oder es werden kritische Dienste in Form einer hybriden Cloud bereitgestellt, in der bei einem Ausfall der eigenen Infrastruktur oder Netzanbindung ein Failover zum Dienstleister stattfinden kann. Dabei sollten die Verfügbarkeit und Dienstgüte des Dienstanbieters durch angemessene Service Level Agreements (SLA) geregelt sein. Viele Cloud Anbieter bieten ihren Kunden eine Verfügbarkeit von >99% an [Vehlow2011]. Auch Public Cloud Anbieter garantieren meistens von sich aus eine Uptime (z. B. Google Apps mit 99,9% [Google2011]). Allerdings ist auch bei Erste Studien bescheinigen Cloud Computing Anwendungen eine bessere Kapitalrendite, als Lösungen mit herkömmlicher IT-Konzeption [Forrester2010, IDC2009]. Die wirtschaftlichen Vorteile von Cloud Computing erwachsen zu einem großen Teil aus Skaleneffekten [Braun2011]: Der Betrieb sehr großer Rechenzentren ist im Verhältnis günstiger als der Betrieb mittlerer oder kleiner Rechenzentren. Die Auslastung ist gleichmäßiger. Dadurch wird das Risiko der Überlast reduziert und die Ressourcen können besser ausgelastet werden. Kosten für Automatisierung und Modernisierung amortisieren sich schneller, so das Personalkosten gespart werden können. Diese und weitere Vorteile können die Anbieter an ihre Kunden Die massive Redundanz in den großen Rechenfarmen der Cloud Computing-Anbieter bietet statistisch eine bessere Ausfallsicherheit als kleinere Rechenzentren. Grund dafür sind Skaleneffekte und das Gesetz der großen Zahl. Cloud Computing-Anbieter setzen in der Regel weiterhin auf eine physikalische Verteilung ihrer Rechenzentren [ENSIA2009] und spiegeln wichtige Anwendungen und Daten zwischen den verschiedenen Standorten. Diese Maßnahme wird seit jeher bei wichtigen Rechenzentren zum Schutz vor Katastrophen eingesetzt (siehe z. B. [IBM2005, Pütter2007]), beim Cloud Computing hilft sie zusätzlich, anbieterseitige Netzwerk-Engpässe und Ausfälle abzufedern [ENSIA2009]. Jedoch muss der Kunde darauf achten, dass die physikalische Verteilung tatsächlich Bestandteil der vereinbarten Leistung ist. Bei der Entwicklung von Cloud-Anwendungen sollte eine automatische Wiederherstellung (Automated Recovery) im Fehlerfall vorgesehen werden. Üblicherweise wird dazu die Erreichbarkeit der einzelnen Komponenten oder virtuellen Maschinen regelmäßig von einem Kontroll-Server geprüft. Fällt die Prüfung negativ aus, startet der Kontroll-Server eine neue Instanz des ausgefallenen Elementes und überträgt dessen unerledigte Aufgaben an die neue Instanz. Im Idealfall kann dieser Vorgang ohne Datenverlust und mit nur geringem Zeitverzug erfolgen, so dass die Anwender des defekten Elementes keine Nachteile erleiden (Graceful Failover). der Integration von Services aus Public Clouds darauf zu achten, dass die Zusicherung der Uptime den individuellen Anforderungen entspricht. 3.3 Wirtschaftlichkeit und Effizienz weitergeben. Auf Kundenseite kann weiterhin die Komplexität reduziert werden, da große Aufgabenbereiche zur Black Box werden Wie hoch ist unser initiales Investment? Das initiale Investment in Cloud Computing Lösungen ist, verglichen mit herkömmlichen On Premises Lösungen, extrem niedrig. Typische Kosten wie Hardware, Facilities (also z. B. Serverräu- 14

15 me), Storage, Lizenzgebühren (z. B. für die IT-Infrastruktur oder IT-Plattform) entfallen, weswegen deutlich geringere Capital Expenditures (CAPEX) zu Projektbeginn anfallen. Auch im operativen Betrieb fallen für Lösungen in der Cloud typischerweise keine zusätzlichen Kosten für Data Center Administration Facility Management Hardware Administration Additional Storage Disaster Recovery Performance Tuning Upgrades Patches an, weswegen sich die Operational Expenditures (OPEX) sich im Wesentlichen auf die Nutzungsentgelte und gegebenenfalls auf Weiterentwicklungskosten für Eigenentwicklungen und -Anpassungen beschränken. Der wesentliche Kostenblock bei Cloud Computing Lösungen, die Nutzungsentgelte, werden typischerweise pro Benutzer und Monat oder auch per Ressourcenbedarf (Speicher, Rechenzeit, Datentransfer) abgerechnet Ist Cloud Computing nachhaltig? Durch effiziente Nutzung und Entwicklung von Anwendungen und IT-Infrastrukturen können Energie und Ressourcen eingespart werden. Dennis Pamlin, der Global Policy Advisor des World Wildlife Founds in Schweden zeigt in seinem Report, wie ITbasierte Lösungen (z. B. Intelligente Gebäude, intelligenter Transport und intelligente Kommunikation) sich positiv auf die Emission von Treibhausgasen auswirken können [Pamlin2008]. Der Terminus intelligent bezieht sich hier auf die Reduktion des Kohlendioxid Ausstoßes. Moderne intelligente IT-Lösungen können zudem die eigene CO² Bilanz verbessern, indem energieeffiziente Hardware, energieoptimierte Verteilungsalgorithmen für Multiprozessoren, energieoptimierte Servercluster und energieoptimierte Netze eingesetzt werden und so der Stromverbrauch gesenkt wird [Berl2010]. Cloud Computing hat verglichen mit traditionellem Betrieb mehrere Einsparungspotentiale: Für die Bewertung der Rechenzentrumseffizienz sind die Energieeffizienz der IT-Ausrüstung und die Gebäude-Energieeffizienz (Datacenter Infrastructure Efficiency, DCiE vgl. [Belady2008]) entscheidend. Für die Gebäude-Effizienz wiederum ist neben baulichen und standortsbezogenen Eigenschaften Isolierung, durchschnittliche Außentemperatur etc. auch die Gebäudeauslastung ein wichtiger Faktor. In ähnlicher Weise sind für die IT-Effizienz die Auslastung der Geräte und die Energieeffizienz Geräte maßgeblich. Skaleneffekte können sich bei allen Einflussgrößen positiv auswirken. Bauliche Investitionen (vgl. z. B. [Brey2011]) und Modernisierung der Geräte amortisieren sich schneller, wenn sie auf viele Nutzer verteilt werden können. Gebäude-, wie auch Geräteauslastung sind tendenziell bei großen und sehr großen Rechenzentren besser als bei kleineren. Lastschwankungen gleichen sich mit wachsender Zahl der Nutzer immer stärker aus, so können die Geräte ohne Verschlechterung des Überlastrisikos stärker ausgelastet werden. Weiterhin können Lastveränderungen bei größerer Nutzerzahl statistisch zuverlässiger prognostiziert werden, so das nicht benötigte Ressourcen früher in Standby-Modi versetzt werden und länger darin verbleiben können, als das bei kleineren, für Schwankungen anfälligeren, Rechenzentren möglich ist. Zu beachten ist, das Virtualisierung zwar theoretisch eine bessere Auslastung ermöglicht, als dezidierte Geräte, das jedoch bei virtuellen Maschinen eine detaillierte Analyse der Auslastung nötig ist. Sekundäre und tertiäre Aufgaben (Virenscanner, Defragmentierung, Indizierung, etc.) können eine Last verursachen, die über den tatsächlichen Leerlauf hinwegtäuscht [Blackburn2010]. Insbesondere bei zustandsloser Parallelisierung, bei der die Instanzen vollständig austauschbar sind, sind solche Aktivitäten im Leerlauf weitestgehend nutzlos. Die Instanzen können im Leerlauf zerstört und später durch frische Kopien ersetzt werden. Sämtliche Aktionen zwischen der Erledigung der letzten Primäraufgaben und der Zerstörung der Instanz sind verschwendet Welche Teile unseres Systems können in die Cloud ausgelagert werden? Drei Dimensionen sollten bei der Frage, ob ein System(-teil) ausgelagert werden kann erörtert werden: Die Auslagerung muss technisch nützlich, wirtschaftlich sinnvoll und rechtlich zulässig sein. Der Übersicht über die rechtlichen Aspekte ist Abschnitt 4 gewidmet. Der technische Nutzen entsteht, wenn der betreffende Systemteil von Flexibilität, Skalierbarkeit, Wiederverwendbarkeit oder Effizienz (auch mit Blick auf eine grüne Datenverarbeitung) deutlich profitieren kann. Für eine wirtschaftliche Einschätzung lohnt es sich die verschiedenen Ebenen des Cloud Computing (siehe Abschnitt 2.2) einerseits und die betriebliche Relevanz des betrachteten Systems andererseits zu unterscheiden. Im Bereich Software as a Service (SaaS) ist die Unterscheidung für oder gegen Cloud Computing letztlich eine Make-or-Buy-Frage (dazu z. B. [Mudambi2010]). Wie 15

16 in Abbildung 4 (S. 19) dargestellt, lassen strategische Bedeutung und Wertschöpfungsbeitrag des durch das System unterstützten Prozesses eine grobe Einteilung zu. Kernprozesse mit hoher strategischer Bedeutung, die zur Differenzierung des Unternehmens vom Wettbewerb beitragen, werden in der Regel am besten durch individuelle Softwarelösungen unterstützt. Wird die strategische Relevanz eines (Teil-) Systems hingegen gering eingeschätzt, kann SaaS auch in Kernprozessen attraktiv sein. Bei unterstützenden Prozessen ohne differenzierende Wirkung RZ-Effizienz sind SaaS Angebote auf jeden Fall eine alternative zur lokalen Instanz von Commodity-Software (siehe auch [Vehlow2011]). Dabei sollten technische Eigenschaften und Features der Lösungen, Beschaffungs-, Betriebs- und Wartungskosten genauso berücksichtigt werden wie die unterbrechungsfreie Verfügbarkeit, Zuverlässigkeit und ggf. spezielle Anforderungen an den Datenschutz (vgl. hierzu Abschnitt 4). Gebäudeauslastung Gebäudeeffizienz IT-Effizienz Infrastrukturen und Plattformen (IaaS/PaaS) sind in der Finanzbranche standardisiert: Eine Differenzierung über ein eigenes Betriebssystem, eigene Programmiersprachen oder gar eigene Hardware ist unwahrscheinlich. In diesem Bereich sind Mietlösungen und Auslagerung an die Hersteller von Großrechnern und Datenbanksystemen (z. B. IBM, FTS, Oracle, etc.) oder auch an spezialisierte Rechenzentrumsbetreiber bereits üblich. Durch Cloud Computing Angebote steigen in diesem Bereich lediglich die Auswahl und der Wettbewerb. Gebäude- Energieeffizienz IT-Auslastung IT-Energieeffizienz Abbildung 3: Analysemodell zur Betrachtung der Rechenzentrumseffizienz (angelehnt an [BIT2010]) Ist langfristige Preissicherheit gegeben? Cloud Computing Lösungen sind bereits seit geraumer Zeit am Markt verfügbar (vgl ). Aufgrund der Tatsache, dass es sich mittlerweile um einen stark im Wettbewerb befindlichen Markt handelt, sind Preissprünge kurz bis mittelfristig unwahrscheinlich. Durch die nutzungabhängigen Mietmodelle haben die Kunden auch kurzfristig Wechselmöglichkeiten. Sollte sich der Kunde jedoch, wie in Abschnitt 3.4 beschrieben, in einem Abhängigkeitsverhältnis befinden, findet eine Machtverschiebung zugunsten des Anbieters statt. In dem Fall können willkürliche Preiserhöhungen auftreten. Solche Vendor Lock-In Situationen gilt es zu verhindern. Die flexible Bepreisung von Cloud Computing Lösungen stellt einen signifikanten Vorteil gegenüber On Premises Lösungen dar, denn eine große Anfangsinvestition für Geräte und Lizenzen (vgl. Abschnitt 3.1) erzeugt eine Abhängigkeit zu dem Zulieferer. Das kann durch erhöhte Wartungspauschalen ausgenutzt werden. Für Cloud Computing Kunden bedeutet das, dass genau wie bei Verträgen zu On Premises Lösungen, auf die entsprechenden Details geachtet werden muss. Diese können sich unter anderem auch in der angebotenen Unterstützung zur Datenmigration niederschlagen (vgl. Abschnitt 3.4.1) In welchen Phasen des Softwarelebenszyklus können Kosten gespart werden? Besondere Kosteneinsparungen im Life-Cycle können durch den Einsatz von Cloud Computing bei den Betriebsausgaben erzielt werden. Da die Kosten für den Betrieb und das Management der Cloud Computing Lösung durch die Lizenzkosten abgedeckt sind, hängen die entstehenden Betriebskosten direkt von der Anzahl der Benutzer ab, und nicht mehr von der Hardware, Betriebsführung etc.. Weiteres enormes Einsparpotential birgt das Testen (siehe Abschnitt 3.1.1). Kosten für Spezifikation und Entwicklung fallen bei eigenen Lösungen, die in der Cloud betrieben werden, unverändert an. 16

17 Jedoch ist zu beachten, dass zum Beispiel Upgradekosten nicht entstehen, wenn sich die Nutzer einen gemeinsamen Kernel teilen (Multi-tenancy). Immer wenn ein Upgrade des Kernels eingespielt wird, steht dieses sämtlichen Benutzern automatisch und kostenfrei zur Verfügung. 3.4 Anbieterabhängigkeit und Transformation Wie verhindere ich ein Vendor Lock-In? Ist Portierbarkeit zu anderen Anbietern gegeben? Immer wenn ein Unternehmen fremdentwickelte Software einsetzt, begibt es sich ein Stück weit in eine Abhängigkeit zum Anbieter. Schließlich wird bei fast jeder Lösung früher oder später eine Weiterentwicklung oder Anpassung benötigt. Beim Cloud Computing ist dieses Risiko noch höher, da nicht nur die (Weiter-) Entwicklung der Software, sondern auch der (Weiter-) Betrieb außerhalb des direkten Einflusses des Kunden liegen kann. Diesbezügliche Sorgen spiegeln sich auch in aktuellen Umfrageergebnissen wieder [Zarnekow2011]. Der dritte, für viele prominenteste Aspekt des möglichen Kontrollverlustes betrifft die Daten. Bereits bei lokal betriebenen Legacy-Anwendungen besteht eine der Hürden des Anbieterwechsels darin, die Datenbestände zu migrieren. Dabei steht zumindest grundsätzlich noch der vollständige Datenbestand zur Verfügung. Bei Cloud Diensten muss darüber hinaus noch sichergestellt werden, dass die benötigten Daten dem Kunden überhaupt vollständig zur Verfügung stehen. Das gilt insbesondere für Meta-Daten (z. B. Zugriffsstatistiken, Berechtigungen, Versionsverläufe etc.). Von 51 befragten Cloud Anbietern bieten 22% kostenlose Migrationstools an, immerhin 41% bieten mit Zusatzkosten verbundene Dienstleistungen an sowie Rund zweidrittel garantieren vertraglich den Zeitpunkt der Datenrückgabe nach Vertragsende [Vehlow2011]. Tabelle 2: Risiken und Maßnahmen für Entwicklung, Betrieb und Datenhaltung zeigt, wie durch eine sorgfältige Auswahl des Cloud Computing Anbieters sowie durch die detaillierte Vereinbarung der gewünschten Leistung in Service-Level-Agreements diese Risiken adressiert werden können. Bei der Auswahl der Anbieter sollte auch die Größe des Anbieters in Betracht gezogen werden, damit sichergestellt ist, dass die gemachten Garantien auch wirtschaftlich durch ihn getragen werden können. Bei kleineren Unternehmen und Start-Ups, die keine ausreichende Haftungsmasse vorweisen können, bieten sich andere Instrumentarien, wie beispielsweise die Hinterlegung des relevanten Quellcodes der Cloud Anwendungen, an. Entwicklung Betrieb Daten Risiken: Benötigte Anpassungen, Korrekturen und Erweiterungen werden nicht oder nicht rechtzeitig angeboten oder durchgeführt. Vormals vorhandene und weiterhin benötigte Funktionen werden außer Betrieb genommen. Risiken: Der Betrieb wird unterbrochen oder eingestellt. Die Verfügbarkeit ist nicht im notwendigen Maße sichergestellt. Das System ist für den Bedarf unterdimensioniert. Risiken: Die Daten können nicht oder nicht vollständig exportiert werden. Die Daten liegen in einem ungebräuchlichen Format vor und müssen aufwändig migriert werden. Korrigierende Maßnahmen: Korrigierende Maßnahmen: Korrigierende Maßnahmen: Diese Risiken sind nicht Cloud Computing-spezifisch; Sie können durch Vereinbarungen mit dem Anbieter adressiert werden. Eine Alternative ist der Einsatz von freier / Open Souce Software, die auch anbietrunabhängig weiterentwickelt werden kann. Technisch lassen sich diese Risiken mit Cloud Computing gut adressieren. Gegebenenfalls sollten Service-Level-Agreements mit den Betreibern abgeschlossen werden, um die gewünschte Verfügbarkeit sicherzustellen. Es sollte frühzeitig geklärt werden, welche Daten auf welchem Wege verfügbar gemacht werden. Gegebenenfalls müssen mit dem Anbieter weitere Zugriffsmöglichkeiten vereinbart werden. Dabei sollten bevorzugt offene, standardisierte Formate genutzt werden. Tabelle 2: Risiken und Maßnahmen für Entwicklung, Betrieb und Datenhaltung 17

18 Weiterhin kann überlegt werden, ob regelmäßige Backups aus der Cloud oder innerhalb der Cloud (unter Umständen sogar anbieterübergreifend) sinnvoll sind. Theoretisch ist auf diesem Weg ein beliebig hohes Sicherheitsniveau möglich, jedoch fallen bei großen Datenbeständen dann auch substanzielle Transferkosten an und die betroffenen Systeme werden zusätzlich belastet Entstehen durch die Einführung von Cloud Computing unternehmensinterne Konflikte? Cloud Computing hat das Potential, die Abläufe der IT-Beschaffung und des IT-Betriebes strukturell zu verändern. Langfristig werden organisationale Änderungen folgen. Wie stark die Auswirkungen sind, hängt von vielen Faktoren ab. Für den IT- Betrieb bieten die Technologien des Cloud Computings Vereinfachungen. Anforderungen können schneller umgesetzt werden, der Betrieb kann sparsamer werden, Dekommissionierung von Überkapazitäten wird kurzfristig möglich. Viele Aufgaben, die vormals manuelle Eingriffe erforderten, können automatisiert werden. Vieles davon ist selbst dann möglich, wenn kein Cloud Computing eingesetzt wird, da die zugrundeliegenden Technologien frei verfügbar sind (wie z. B. Virtualisierung allgemein, Frameworks wie Hadoop, Eucalyptus). Ob die gewonnen Freiheiten zur Verbesserung des Servicelevels der IT genutzt werden, oder zur Rationalisierung, wird jedes Unternehmen für sich entscheiden müssen. Auch die komplette Auslagerung des IT-Betriebes wird in manchen Branchen eine Option sein. Bei der IT-Entwicklung kann es zu einer Verschiebung des Schwerpunktes weg von der Programmierung und hin zu Architektur- und Integrationsaufgaben kommen. Noch stärker als im Betrieb wird hier nach dem jeweiligen Aufgabenbereich der IT im Unternehmen zu differenzieren sein: Unternehmen mit einem hohen Grad an Spezialisierung und Innovation werden auch zukünftig eigene Entwicklungen brauchen. In einem solchen Umfeld wird sich vermutlich, über die Berücksichtigung neuer Anforderungen an Schnittstellen und Frameworks hinaus, wenig verändern. Hingegen können Unternehmen, die schon jetzt den Großteil ihres IT-Bedarfs durch Standard-Anwendungen decken, künftig möglicherweise völlig auf Eigenentwicklungen verzichten und zudem Erleichterungen bei den verbleibenden Konfigurations- und Scripting-Aufgaben feststellen. Weitere Einflussfaktoren sind die Automatisierungstiefe und Komplexität der Geschäftsprozesse, nicht zuletzt auch die Bedeutung der IT für das Kerngeschäft. Dabei können ähnliche Unternehmensziele durchaus zu unterschiedlichen Strategien führen: Besonders kritische Anwendungen können den (Weiter-)Betrieb mit eigenen, entsprechend redundant bemessenen Mitteln rechtfertigen, genauso gut aber auch Grund für die Kooperation mit einem oder sogar mehreren Cloud Computing Dienstleistern sein. Manches Unternehmen wird aus Sicherheitsüberlegungen auch weiterhin nur den nach eigenen Richtlinien und Qualitätsmaßstäben entwickelten Anwendungen trauen, während andere aus demselben Grund die im Praxisbetrieb vielfach erprobten Lösungen der Dienstleister vorziehen wobei beides auch in der Cloud betrieben werden kann. Ein anderer, kurzfristiger Aspekt der aktuellen Entwicklungen betrifft die operative Beschaffung von Softwarelösungen. In der Vergangenheit fühlte sich manche Fachabteilung nicht optimal durch die IT-Abteilung betreut. Die Ursachen und resultierenden Konflikte ( IT als Verhinderer, Fachabteilungen wissen nicht, was sie wollen etc.) sind vielfach diskutiert worden und sollen an dieser Stelle nicht wiederholt werden. Eine mögliche Folge solcher Situationen ist, dass die Fachabteilungen versuchen, den jeweiligen Bedarf an der IT vorbei zu decken. Browserbasierte Software as a Service -Angebote sind in einer solcher Situation ausgesprochen verlockend, da diese auch mit eingeschränkten Benutzerrechten sofort und installationsfrei genutzt werden können. Solche Abkürzungen des vorgesehenen Beschaffungsweges können sich jedoch schnell als problematisch erweisen, da sie möglicherweise Richtlinien und Vorschriften des Unternehmens, beispielsweise den Datenschutz betreffend umgehen, und möglicherweise sogar gegen geltendes Recht verstoßen (siehe Abschnitt 4) Solchen Risiken können wiederum durch Einbeziehung von Software as a Service Diensten in die IT-Strategie des Unternehmens begegnet werden. Die Fachabteilungen erhalten dann die gewünschten Dienste schnell und flexibel, während die IT die Einhaltung notwendiger Richtlinien mit einem überschaubarem Aufwand kontrollieren kann, da die Dienstleister in der Regel eine detaillierte Administration ermöglichen. Zusammenfassend sind also durch Cloud Computing Rationalisierungen in den Bereichen der Standard- und Commodity- Anwendungen zu erwarten. Darauf aufbauend und durch freiwerdende Ressourcen beschleunigt entstehen gleichzeitig neue Möglichkeiten zur Differenzierung und Innovation. 18

19 3.4.3 Sind Jobs der Mitarbeiter des IT-Betriebs gefährdet? Die Überführung von Anwendungen in die Cloud ermöglicht tatsächlich erhebliche Einsparpotentiale in bestimmten Bereichen der Unternehmens-IT, da für derartige Anwendungen keine internen Aufwände zur Bereitstellung von Hardware, zum Betrieb von Servern oder Datenbanken mehr anfallen. Dies ist jedoch nicht gleichbedeutend mit dem Wegfall der Stellen von Betriebsmitarbeitern, da Desktopsysteme, Basisdienste und Individuallösungen weiterhin selbst betrieben werden [Zarnekow2011]. Einige der technischen Mitarbeiter können nach Einführung einer Private Cloud Lösung ihre Fähigkeit dahingehend einbringen, die Cloud Anwendungen auf die Bedürfnisse des Unternehmens zu konfigurieren Verlieren wir auf Dauer Unternehmens-Know-How? strategische Bedeutung hoch gering [Einsatzbereich für Individualsoftware] überlegene Systeme und Prozesse diesen Vorsprung erreichen zu können, ist die Nutzung einer nur durchschnittlichen generischen Lösung vermutlich wenig attraktiv. [Einsatzbereich für Software as a Service] Der Verlust von wichtigem Fachwissen ist ein Risiko, das vor der Auslagerung wichtiger Aufgaben aus einem Unternehmen beachtet werden sollte. Denn damit kann möglicherweise eine langfristige Abhängigkeit zu den Anbietern verbunden sein, die im gleichen Maße Kompetenzen aufbauen. Weiterhin können Wettbewerbsnachteile entstehen, wenn das Unternehmen in der Folge wichtige Entwicklungen verpasst und Innovationen ausbleiben. Dieses Risiko besteht vornehmlich dann, wenn der auszulagernde Bereich zu den Kernkompetenzen der Organisation gehört [Hodel2006] (siehe Abbildung 4). Kernprozess Zu der Prüfung, ob durch die Nutzung von Cloud Computing Know-How verloren gehen kann, gehört daher zunächst die Bewertung, ob der auszulagernde Bereich zur Differenzierung gehört (vgl. Abschnitt 3.3.2). Sofern die Cloud nur für den Betrieb der Systeme eingesetzt wird wie es bei IaaS- und PaaS-Angeboten üblicherweise der Fall ist wird diese Frage in den allermeisten Fällen zu verneinen sein. In solchen Fällen wird nur die ohnehin auch im lokalen Betrieb nahezu vollständig standardisierte Basis (Hardware, Betriebssysteme, Ausführungsumgebungen) fremdvergeben. Die Steuerung und Weiterentwicklung der darauf laufenden Anwendungen kann wie bisher erfolgen. Bei SaaS sollte die Entscheidung ähnlich wie Make-or-Buy- Entscheidungen bei lokal ausgeführten Anwendungen erfolgen. Falls es um einen Bereich geht, in dem das Unternehmen einen Wettbewerbsvorsprung hat oder glaubt, in absehbarer Zeit durch unterstützender Prozess Wertschöpfungsbeitrag Abbildung 4: Software as a Service für die unterschiedlichen Unternehmensfelder Bei einfachen Büro- und Kommunikationslösungen, oder allgemeinen Commodity -Anwendungen, sind dagegen die Vorteile, die sich durch Verwendung einer marktüblichen, vielfältig kompatiblen Standardlösung ergeben, eigentlich immer ohne Kompetenzverlust einer Eigenentwicklung vorzuziehen Ist Cloud Computing nur eine Frage des Betriebes oder muss sich auch die strategische Ausrichtung verändern? Cloud Computing betrifft zunächst die Beschaffung und den Betrieb von IT-Ressourcen. Das 19

20 Paradigma Cloud Computing verändert die IT-Strategie essentiell, denn es kann Flexibilität und Spielräume schaffen, die bei dem klassischen Betrieb nicht bestehen. Die Reaktionsgeschwindigkeit der IT auf neue Anforderungen wächst in einem Maße, das bei der Gestaltung der IT-Strategie berücksichtigt werden sollte. Gleichzeitig muss sich die IT allerdings auch auf wachsende Erwartungen einstellen. Der Betrieb und die Entwicklung von Cloud Computing Anwendungen beeinflussen die IT- Strategie auf unterschiedlichen Ebenen (Betrieb von Infrastruktur und Plattform, Entwicklung und Betrieb von Anwendungen), da sich der Umgang mit IT-Infrastrukturen verändert. Vor der Nutzung von Public Clouds muss festgelegt werden, welche Komponenten ausgelagert werden können und dürfen und welche lokal im Unternehmen bleiben müssen. Es sollten unternehmensweite Richtlinien festgelegt werden. Strategien, wie und welcher Cloudtyp (öffentliche, private oder hybride Cloud) eingesetzt und in die bestehende Infrastruktur integriert werden kann, müssen festgelegt werden. Mit den Betreibern müssen Verträge über Sicherheit und Lastverhalten abgeschlossen werden. Weiterhin wachsen die Anforderung und die strategische Bedeutung von Verfügbarkeit und Qualität der Netzwerkverbindung. Ein weiterer Aspekt in der Verwendung von Cloud Computing ist der Wildwuchs von nicht gewollten Cloud Diensten im Unternehmen [Edwards2011]. Wenn keine einheitliche Cloud IT-Strategie existiert, kann es vorkommen, dass die Mitarbeiter Cloud Lösungen ohne Kenntnis des Managements verwenden. Da Cloud Ressourcen einfach einzurichten und zu verwenden sind, wird es vorkommen, dass Mitarbeiter auf Cloud Dienste (wie GMail, Adobe 2009 Cloud Anbieter vertreiben browserbasierte Unternehmensapplikationen 2006 Mit Amazons Elastic Compute Cloud (EC2) wird der erste kommerzielle Webservice angeboten 1999 Salesforce.com startet mit dem Konzept Unternehmensanwendungen über den Browser bereitzustellen 1961 John McCarthy hat die Vision, dass Rechenleistung eines Tages als öffentliches Gut organisiert ist Buzzword oder Dropbox) zurückgreifen, um schnell an Ressourcen zu kommen. Auch hierfür werden spezielle Cloud Computing IT-Strategien benötigt Die Evolution des Cloud Computing. Wie lange gibt es die Technologie des Cloud Computing? Cloud Computing ist eine relativ junge Erscheinung. Die zugrundeliegenden Technologien haben sich jedoch über einen langen Zeitraum entwickelt [BITKOM2011, ENSIA2009]. Insofern wurden tatsächlich schon Langzeiterfahrungen gesammelt. Beispielsweise werden Virtualisierung und Application Service Providing seit mehr als zehn Jahren produktiv eingesetzt (siehe Abbildung 5). Der Schritt von den Vorgängertechnologien zum Cloud Computing bedeutete für 2010 Consumer Cloud Angebote gewinnen an Bedeutung 2008 Erste Private Cloud Ansätze treten auf 2002 Start der Amazon Web Services 1967 IBM veröffentlicht CP-67 Software. Ein erster Virtualisierungs-Versuch Abbildung 5: Entwicklung von Cloud Computing (in Anlehnung an [Pallis2010], siehe auch [CW2009]). viele Anbieter weniger eine technische Veränderung, als vielmehr ein verändertes Geschäfts- und Abrechnungmodell Wir betreiben IT- Service-Management nach ITIL, können wir trotzdem in die Cloud? Für Unternehmen, die bereits ein IT-Service-Management nach ITIL betreiben, ist die Einführung von Cloud Computing generell leicht möglich, denn die organisationalen Strukturen sind dann bereits auf servicebasierte Systeme ausgerichtet. ITIL und Cloud Computing sind grundsätzlich kompatibel (siehe z. B. [itsmf2010]). Jedoch verschieben sich Verantwortlichkeiten in vielen Servicemanagement Bereichen hin zu den Cloud Anbietern [Gucer2011]. Der Dienstnutzer muss die fremdbezogenen 20

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