Internationale Unfallstatistik für den Bodensee 2015

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1 Internationale Unfallstatistik für den Bodensee 21 Pressefrei ab ,. Uhr Zahl der tödlichen Badeunfälle stark gestiegen Unfälle insgesamt gestiegen Zahl der Verletzten leicht gesunken 8 Personen aus Seenot gerettet Dies ergab die Auswertung der Unfallstatistik des Jahres 21 durch die Leiter der Seeund Wasserschutzpolizeien aus Lindau, Vorarlberg, St. Gallen, Thurgau, Schaffhausen und Baden-Württemberg (Konstanz, Überlingen und Friedrichshafen), die am in Thal/St. Gallen tagten. Wetterlage Nach dem Rekordjahr 21 erreichte die globale Temperatur im Jahr 21 einen neuen Rekordwert. Im Durchschnitt lagen die Temperaturen 1, C über dem langjährigen Mittel. Damit ist das Jahr 21 das bisher wärmste Jahr seit 188, dem Beginn der flächendeckenden Wetteraufzeichnungen. Zehn von zwölf Monaten waren zu warm. Der August war der zweitwärmste, die Monate November und Dezember waren sogar die wärmsten Monate seit Erhebung der Wetterdaten. Mit Temperaturen von 32 C bis 3 C im Juli und August, wurde der zweitwärmste Sommer am Bodensee registriert. Die Wassertemperaturen stiegen teilweise bis auf 2 C. Die Sonnenscheindauer nahm um 1 % zu, die Niederschlagsmenge um 8 % ab. Die extreme und langanhaltende Hitzewelle führte zu einem starken Anstieg der Badeunfälle. Noch nie verloren so viele Menschen ihr Leben im Bodensee beim Baden. Im Jahresverlauf kam es immer wieder zu heftigen Gewittern, Starkregen und in der Folge zu regionalen Überschwemmungen. Das Sturmtief Niklas am sowie ein Gewittersturm am 2. Juli 21 brachten Windgeschwindigkeiten von Knoten (8 km/h, 12 Beaufort, Orkan). Insgesamt betrachtet, war das Jahr 21 ein eher windschwaches Jahr. Die Gesamttrefferrate bei den Starkwind- und Sturmwarnungen konnte auf hohem Niveau gehalten werden und lag 21 bei 3 %.

2 - 2 - Pegel Konstanz Verlauf 21 Der durchschnittliche Seespiegel lag mit 3,3 Meter Zentimeter über dem normalen Mittelwert der Jahre 2 bis 21. Der tiefste Stand wurde Ende Dezember mit 2,8 Meter und der höchste Wert mit, Meter Ende Juni registriert. Die Hochwassermarke von,8 Meter wurde ganzjährig nicht erreicht. Insgesamt kam es im Jahr 21 zu keinen Beeinträchtigungen der Schifffahrt durch den Wasserstand Jan. Febr. März Apr. Mai Juni Juli Aug. Sept. Okt. Nov. Dez. Monatsmittel Niedrig Pegel Höchst Pegel Unfallentwicklung Auf der 3 km² großen Seefläche und dem 21 Kilometer langen Hochrheinabschnitt bis Schaffhausen ereigneten sich 1 Unfälle. Im Vergleich zum Vorjahr ist die Zahl der Unfälle um 2 (+ %) gestiegen. Die Schiffsunfälle sind gegenüber dem Vorjahr mit 1 Ereignissen leicht gestiegen. Die Unfallzahlen 21 verteilen sich auf die Bodensee-Anliegerstaaten wie folgt: Baden-Württemberg Unfälle + 1 Vorarlberg 2 Unfälle + Bayern 28 Unfälle + 1 Thurgau 1 Unfälle + 3 St. Gallen Unfälle - Schaffhausen 2 Unfälle + 2 2

3 - 3 - Die Unfallentwicklung im -Jahres-Vergleich Gesamtunfallzahlen 2 (Schifffahrt, Tauch- und Badebereich, Sonstige) Die Gesamtschadenssumme belief sich im Jahr 21 auf ca. 7. Euro, im Vorjahr waren es ca.. Euro. Tote/Verletzte/Vermisste Im Berichtszeitraum verloren 1 Personen (Vorjahr ) auf dem Bodensee sowie auf der Hochrheinstrecke ihr Leben, wurden verletzt (Vorjahr 8). In Baden-Württemberg ereigneten sich, in Vorarlberg 3, in den Kantonen Thurgau/ Schaffhausen und in Bayern jeweils 2 tödliche Unfälle. Insgesamt ereigneten sich 31 Badeunfälle (+ 21). Dabei verunglückten 18 Personen tödlich (+1), 13 Schwimmer mussten verletzt geborgen werden (+ 7). Eine Person wird nach einem Badeunfall immer noch vermisst. Im zurückliegenden Jahr wurden sechs Tauchunfälle (Vorjahr: fünf) bearbeitet. Davon ereigneten sich fünf Unfälle im Überlinger See und einer im Seeraum vor Bottighofen. Ein Taucher verlor dabei sein Leben, fünf erlitten Verletzungen und mussten ärztlich behandelt werden. Bei sieben sonstigen Unfällen (Vorjahr 12) wurden sechs Verletzte registriert. Dabei handelte es sich überwiegend um Unfälle durch Stürze auf Booten und in den Hafenanlagen Verletzte Tote 3

4 - - Badeunfälle Im Verlauf des vergangenen Jahres ereigneten sich 31 (Vorjahr ) Badeunfälle. Dabei kamen 18 (Vorjahr ) Personen ums Leben. 13 (Vorjahr ) wurden verletzt. Eine Person wird vermisst. Hauptsächlich waren hierbei ältere Menschen betroffen, denen die hohen Temperaturen gesundheitlich sehr zu schaffen machten. Die Belastungen für das Herz- Kreislaufsystem waren enorm. Die See- und Wasserschutzpolizeien wiesen wiederholt in den Medien auf die Gefahren beim Baden und das Einhalten der sog. Baderegeln hin Badeunfälle Tote Verletzte Vermisste Schiffsunfälle Die Schifffahrt war mit 1 Unfällen (77 %) und 3 Verletzten an der Gesamtzahl der Unfälle beteiligt. Tödliche Unfälle in der Schifffahrt waren nicht zu beklagen Die Schadenssumme der Schiffsunfälle belief sich auf rund. Euro (Vorjahr:. Euro).

5 - - Unfallbeteiligte An den Schiffsunfällen waren Segelboote mit %, Motorboote mit 38 %, die gewerbliche Schifffahrt mit % und Ruderboote mit 3 % beteiligt. Ruderboote Gewerbliche Schifffahrt Motorboote 71 Segelboote Unfallorte Von den insgesamt 1 registrierten Schiffsunfällen ereigneten sich Unfälle in den Häfen und an Steganlagen, gefolgt von 1 Unfällen in der 3-Meter-Uferzone. Unfälle auf dem offenen See waren 3 und auf Fließgewässer zu verzeichnen. % 2 % 37% 3 % Hafen-/Steganlage Uferzone Offener See Fließgewässer

6 - - Unfallursache Die Verteilung der Unfallursachen im Jahr 21 stellt sich wie folgt dar: Mangelnde Sorgfalt der Schiffsführer % Technische Mängel/Ausrüstung 22 % Missachtung der Fahrregeln 12 % Sturm/Seegang 12 % Sonstigen Unfallursachen % Nichtbeachten Fahrregeln Mangelnde Sorgfalt 2 33 Techn. Mängel/ Ausrüstung 18 Sturm/ Seegang Sonstige Unfallart Die Zahl der Kollisionen stieg im Vergleich zum Vorjahr auf (Vorjahr: 8), die der Festfahrungen auf 2 (Vorjahr ). Insgesamt sanken 1 () Wasserfahrzeuge. Kenterungen waren 12 (Vorjahr ) zu verzeichnen Sinken/Leckage Kollision Festfahren Kentern Brand/Explosion 21 21

7 - 7 - Sturmwarn- und Seenotrettungsdienst Im vergangenen Jahr stieg die Anzahl der Einsätze im Sturmwarndienst auf 382 Vorjahr (32). Die Einsätze im Seenotrettungsdienst liegen mit 38 deutlich über dem Vorjahresniveau (232). Durch die See- und Wasserschutzpolizeien konnten 8 Personen (Vorjahr: 2) aus Seenot gerettet werden, die ohne fremde Hilfe das Ufer nicht mehr erreicht hätten. 22 Boote (Vorjahr: 1) mussten durch die Rettungskräfte geborgen werden. Ratschläge der See- und Wasserschutzpolizeien am Bodensee für die Wassersportsaison 21 Prüfen Sie die Zulassung Ihres Bootes und der Gasanlagen auf Gültigkeit Tragen Sie dafür Sorge, dass die vorgeschriebene Mindestausrüstung vollzählig und gebrauchsfähig ist; z. B. Prüfungsintervalle der automatischen Rettungswesten sowie der Feuerlöscher Überprüfen Sie die Funktionsfähigkeit der Navigationsbeleuchtung Beachten Sie die Regeln der guten Seemannschaft Beobachten Sie die Wetterlage nicht nur am Handy Schützen Sie Ihr Boot vor Diebstahl und Einbruch durch entsprechende Schutzvorrichtungen, insbesondere die Außenbordmotoren Melden Sie verdächtige Wahrnehmungen in den Häfen Ihrer Polizei Nutzen Sie bei Notfällen auf dem Bodensee den internationalen Notruf 2 Ihre See- und Wasserschutzpolizei ist in der Regel tagsüber auf dem Notrufkanal 1 auf UKW-Funk für Sie erreichbar 7

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