Inhalt. Einführung. Literaturverzeichnis Über den Autor

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1 Seite 1 Inhalt Einführung Teil 1: Die Quantenpsychologie und ihr geistiger Kontext 1. Advaita-Vedanta und die Quantenpsychologie 2. Quantenpsychologie und Quantenwelt 3. Quantenpsychologie und Buddhismus 4. Quantenpsychologie und Biologie 5. Multidimensionales Bewusstsein entwickeln 6. Falscher Kern Falsches Selbst 7. Das Zusammenspiel von Falschem Kern und Falschem Selbst Teil 2: Die Dimensionen der Manifestation 8. Die Dimension der Außenwelt 9. Die Dimension des Denkens 10.Die Dimension des Fühlens 11. Die biologische oder animalische Dimension 12.Die essenzielle Natur 13.Das Ich bin die Essenz der Essenz 14.Archetypen und das kollektive Unbewusste 15.Das Nicht-Ich-Ich 16.Die Leerheit des ungeteilten Bewusstseins 17.Das namenlose Absolute 18.Nachwort 19.Jenseits Literaturverzeichnis Über den Autor

2 Seite 2 Einführung Seit einigen Jahren werde ich immer wieder gefragt, ob ich nicht ein Buch schreiben könne, das die Quantenpsychologie für Menschen, die noch nicht mit ihr vertraut sind, leichter zugänglich macht als meine bisherigen Bücher. Mir schwebte da eine Art Lesebuch für Einsteiger vor, etwa unter einem Motto wie Erleuchtung für Faulpelze. Das schien gut zu mir zu passen, da man mir schon seit Jahrzehnten sagt, dass ich im Grunde genommen ein fauler Mensch sei. Ich habe immer zur Antwort gegeben, dass ich nicht faul, sondern einfach nur reif sei. Und sehr vereinfacht gesagt geht es in der Quantenpsychologie um innere Reife. Um die Reife, die uns befähigt, uns selbst anzusehen und für unsere Entscheidungen die Verantwortung zu übernehmen, indem wir die Konsequenzen tragen. Auf diese Weise gelangen wir über unsere bewusste Vorstellung von uns selbst hinaus. Wir lassen das, was wir zu sein glauben, hinter uns. Die Fragen nach diesem Buch gaben mir Gelegenheit, mich mit allem, was ich bereits veröffentlicht hatte (etwa 3000 Buchseiten) auseinander zu setzen. Ich musste auswählen, was unabdingbar ist, und entscheiden, was weniger wichtig ist. Ich musste die Quantenpsychologie kurz und knapp fassen, unter Verzicht auf Details und Fallbeispiele. Ich habe dabei diejenigen Prinzipien entdeckt, die ich hier salopp die größten Hits der Quantenpsychologie nennen möchte. Die Arbeit fiel mir nicht schwer. Ich musste sozusagen nur das A und O der Quantenpsychologie festlegen. Mein Ziel war dabei, sie weitgehend zu vereinfachen. In der Quantenpsychologie geht es vor allem darum, dass Sie erkennen, wer Sie wirklich sind, indem Sie Stück um Stück feststellen, dass Sie all das nicht sind, was Sie zu sein glauben oder sich vorstellen. Und am Ende bemerken Sie, dass es hinter all diesen Glaubenssätzen über uns selbst kein Ich und keine transzendentale Wesenheit gibt. Also, hier geht s zum Nichts. Viel Spaß auf der Reise! In Liebe, Ihr Stephen September 1999

3 Seite 3 1. Advaita-Vedanta und die Quantenpsychologie In Indien gibt es im Wesentlichen zwei Wege der Selbstfindung: Advaita und Vedanta. Advaita oder nichtduales Gewahrsein heißt, dass man sich der Tatsache gewahr wird, dass es nur eine Substanz, eine Wirklichkeit und nicht etwa zwei oder mehrere gibt. Dies ist mit Nichtdualität gemeint. Die sinnvollste Definition von Vedanta besagt, dass man erkennt, wer man ist, indem man sich von allen Vorstellungen trennt, die man in Bezug auf sein eigenes Selbst hegt. In Sanskrit nennt man dies neti-neti, also weder dies noch jenes oder nicht so und nicht so. Die Veden gelten als die heiligsten Texte Indiens. Vedanta bedeutet: das Ende der Veden. Das Ziel der Quantenpsychologie Die Quantenpsychologie unterscheidet sich von anderen Richtungen der Psychologie ganz wesentlich, weil ihre Zielvorstellung eine andere ist. Hier geht es darum herauszufinden, wer Sie wirklich sind. Der Weg dorthin führt über den Abbau (neti-neti) eines innerseelischen Systems, das wir Falscher Kern und Falsches Selbst nennen, hin zum Aufbau multidimensionalen Bewusstseins. Was diese Begriffe bedeuten, werden Sie nach und nach erfahren. Die Quantenpsychologie will Sie also nicht besser oder tugendhafter machen. Sie lehrt Sie auch nicht, wie Sie befriedigende Beziehungen eingehen, mehr Geld machen oder mit Ihrem Leben besser zurechtkommen können. Es geht vielmehr um die Entwicklung von Bewusstheit, sodass Sie entdecken, wer Sie sind, und zwar jenseits der Bewusstheit selbst. Multidimensionales Bewusstsein bedeutet, dass wir uns der acht Dimensionen gewahr werden, in denen sich das Bewusstsein manifestiert. Die Quantenpsychologie geht davon aus, dass die Entwicklung multidimensionalen Bewusstseins bei der Suche nach unserem Selbst sehr hilfreich sein kann. Ich beschränke mich hier auf ein»kann«, denn eine Garantie gibt es trotz allem nicht.

4 Seite 4 Ich habe sechs Jahre lang in Indien gelebt und bin dort bei mehreren Gurus und Meditationsmeistern sozusagen in die Lehre gegangen lernte ich Sri Nisargadatta Maharaj kennen, der zu meinem wichtigsten Lehrer und spirituellen Mentor wurde. Er lehrte mich Folgendes:»Der einzige Weg herauszufinden, wer du bist, ist zu entdecken, wer du nicht bist.«also wieder das Prinzip des neti-neti. Nisargadatta Maharajs wichtigster Grundsatz spiegelt sich in der Quantenpsychologie wider:»alles, was du zu sein glaubst, bist du nicht.«zu seinen Lebzeiten wurde leider nur eines seiner Bücher veröffentlicht: Ich bin. Dies ist unzweifelhaft einer der bedeutendsten spirituellen Texte unserer Zeit. Er war sowohl Meister des Advaita-Vedanta als auch des Jnana-Yoga. Jnana-Yoga ist Sanskrit und bedeutet: Pfad des Wissens. Tatsächlich könnte man eher von einem Pfad des Verlernens sprechen. Wie sagte schon in Krieg der Sterne Meister Yoda zu seinem Schüler Luke Skywalker:»Du musst vergessen, was du gelernt hast.«advaita bedeutet, dass alles nur aus einer Substanz besteht und dass es nur diese eine Substanz gibt. Spiritualität im Zeichen des Advaita bedeutet daher, dass wir genau dies erkennen. Nisargadatta Maharaj drückte dies so aus: Am Anfang war das absolute Nichts. Dann verdichtete sich innerhalb dieses Nichtseins das Ich bin. Und eines Tages wird das Ich bin verschwinden, sich einfach auflösen in dieses Nichts hinein. Dann wird wieder das absolute Nichts herrschen. Nisargadatta Maharaj und die Quantenpsychologie Persönlichkeit ist nichts weiter als eine falsch verstandene Identität. Nisargadatta Maharaj Die Quantenpsychologie nähert sich dem eigenen Selbst mit einem Prozess der Selbstbefragung an, in dessen Verlauf wir feststellen, dass wir all das nicht sind, was wir zu sein glauben. Dieses Modell geht auf den Einfluss Nisargadatta Maharajs zurück. Das ständige Infragestellen zieht unsere

5 Seite 5 Aufmerksamkeit von dem ab, was wir als unsere Persönlichkeit wahrnehmen. Auf diese Weise wird sie frei für die Entdeckung, dass Befrager und Befragter, Gewahrsein und Gewahrseiender letztlich eins sind. Sie verschmelzen in der allem zu Grunde liegenden Schicht der einen Substanz, die jenseits aller Bewusstseinsdimensionen liegt. Daher ist die Quantenpsychologie sozusagen ein Nebenprodukt von Nisargadatta Maharajs Lehren, die auf dem Advaita-Vedanta beruhen. Die grundlegenden quantenpsychologischen Prinzipien lassen sich so zusammenfassen: Advaita (Nichtdualität) ist die Grundlage von allem. Es gibt nur eine Substanz, eine Wirklichkeit, nicht zwei oder gar mehrere. Vedanta ist der Prozess. Neti-neti charakterisiert die Methode:»Weder dies, noch jenes.«das Herz der Quantenpsychologie Dies sind die neun quantenpsychologischen Prinzipien von Nisargadatta Maharaj: 1. Es gibt nur eine Substanz, eine Wirklichkeit. 2. Alles, was du über dich zu wissen glaubst, stammt nicht aus dir selbst. Lass es also los. 3. Stelle alles in Frage. Glaube nichts. 4. Wenn du herausfinden willst, wer du bist, musst du erforschen, wer du nicht bist. 5. Wenn du etwas loslassen willst, musst du zuerst wissen, was es ist. 6. Der Erfahrende steckt in der Erfahrung selbst. 7. Alles, was du zu sein glaubst, bist du nicht. 8. Halte dich an dein Ich bin. Lass alles andere los. 9. Alles, was du über dich weißt, kannst du nicht sein. Diese neun Prinzipien bilden den Kern der Quantenpsychologie.

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