Wachstum und Demografie

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1 Allgemeine Wirtschaftspolitik Wachstum und Demografie Februar 2010

2 Wachstum Demografie und Demografie künftige Herausforderungen Deutschland steht vor tief greifendem demografischen Wandel. Das Jahr 2050: Einwohner ca. 74 Mio., Erwerbspersonen 35½ Mio., Altenquotient 60 %. Bundesregierung hat einige Maßnahmen ergriffen. Weitere zukunftsfähige Konzepte (Potenziale Älterer) sind dringlich. Optimierung von Anreizen und Abbau von Fehlanreizen für demografie-freundlichere Rahmenbedingungen (Familienpolitik, Bildungspolitik, Erwerbstätigenpolitik). Zuwanderung qualifizierter Männer/Frauen und effizienter Integrationsprozess sowie stärkere Einbindung Älterer. Kooperation von Politik und Wirtschaft für Wachstum und Wettbewerbsfähigkeit in der Zukunft unerlässlich.

3 Wachstum Wirtschaftspolitische und Demografie Gestaltungsspielräume 10 Weichenstellungen für die Wirtschaftspolitik: Abbau der Arbeitslosigkeit Nutzung des Erwerbspotenzials von Älteren und Frauen Verkürzung von Bildungs- und Ausbildungsphasen Erhöhung des faktischen Renteneintrittsalters Verlängerung der Lebensarbeitszeit Verstärkung der Kapitalbildung und Innovation Steigerung der Produktivität der Erwerbstätigen Verstärkte Zuwanderung und effektivere Integration Mehr Geburten durch Familienpolitik (Beruf/Familie) Erhöhung der Selbständigenquote

4 , Ansatzpunkte Beruf/Familie: Anreize für Männer und Frauen zu Erwerbstätigkeit, Kinderwünschen und Fortbildung Unternehmen Managementkultur ausrichten auf: Gleichbehandlung von Männern und Frauen, familienfreundliche Arbeitsbedingungen, Einsatz/Qualifikation älterer Arbeitnehmer/-innen, Absatzmärkte älterer Konsumenten Wirtschaftspolitische Rahmenbedingungen: Nachhaltig positive Erwartungen über wirtschaftliche Entwicklungen, Einkommens- und Arbeitsplatzperspektiven und die soziale Flankierung fördern Gezielte Zuwanderung, Integration und Einbindung Älterer kann Erwerbstätigenlücke z. T. ausfüllen

5 Demografiebedingte Änderungen des Wachstums % p.a Quelle: Bevölkerung nach Prognose StBA: 12. koordinierte Bevölkerungsvorausberechnung Mittlere Bevölkerung Untergrenze (V1-W1); eigene Berechnungen BIP je Einwohner VÄ% BIP VÄ%

6 Langfristige Bevölkerungsentwicklung Einwohner in Mio Prognose StBA; 12. koord. Bevölkerungsvorausschätzung; Mittlere Bevölkerung Untergrenze (V1-W1):Geburtenhäufigk. konst.bei 1,4; Lebenserw. Basisann.; Wanderungssaldo p.a. ab 2014 Mittlere Bevölkerung Obergrenze (V1-W2):Geburtenhäufigk. konst.bei 1,4; Lebenserw. Basisann.; Wanderungssaldo p.a.ab 2020 Variante 3 W-1: Geburtenhäufigk. steigend ab 2025 bei 1,6; Lebenserw. Basisann; Wanderungssaldo p.a. ab Ist Mittlere Bevölkerung Untergrenze Mittlere Bevölkerung Obergrenze Variante 3

7 Entwicklung der Fertilitätsrate in Deutschland , ,0 Kinder je 1000 Frauen 2 000, , ,0 alte Bundesländer Deutschland neue Bundesländer 500, Quelle: Statistisches Bundesamt

8 Bevölkerung in Deutschland - nach Altersgruppen über 65 Jahre Einwohner in Mio bis unter 65 Jahre unter 25 Jahre Ab 2009 Prognose StBA; 12. koordinierte Bevölkerungsvorausberechnung Variante 1-W1;Geburtenhäufigk.:1,4; Lebenserwartung: Basisann.; Wanderungssaldo: p.a. ab unter 25 25<

9 Jugend-, Alten- und Gesamtquotient in Deutschland Personen im erwerbsfähigen Alter Jahre Quelle: Statistisches Bundesamt (12.koordinierte Bevölkerungsvorausberechnung) Gesamtquotient Jugendquotient Altenquotient

10 Entwicklung der Erwerbs- und Beschäftigungsquoten in Deutschland Erwerbsquote Beschäftigungsquote 65 Beschäftigungsquote Jahre 60 in % Quelle: EU-Kommission Economic Papers Jahre

11 Entwicklung der Beschäftigungsquote älterer Erwerbstätiger Jahre in ausgewählten Ländern Japan 60 USA 55 UK 50 in % 45 Niederlande Spanien Deutschland Frankreich 30 Italien Quelle: Eurostat

12 Grenzüberschreitende Wanderungen Zuzüge 500 Tsd Saldo Zuzüge - Fortzüge Fortzüge Quelle: StBA; Bis 1990 Früheres Bundesgebiet, 1950 bis 1957 ohne Saarland. Bis 1990 ohne Herkunfts / Zielgebiet 'ungeklärt' und 'ohne Angabe'. Ab 2009 Prognose StBA Wanderungssaldo p.a. ab Quelle: Statistisches Bundesamt

13 Wachstum/Demografie und Aufgaben des BMWi Wachstum und Wettbewerbsfähigkeit der Wirtschaft stärken durch gute demografische Rahmenbedingungen Querschnittsverantwortung gegenüber anderen Politikbereichen nutzen (Arbeit, Bildung, Finanzen, Forschung) Konkrete Projekte initiieren, z.b. Initiative Wirtschaftsfaktor Alter, Förderung altersgerechten Wohnumbaus Botschaften für die öffentliche Meinungsbildung senden: Erfahrungspotenzial älterer Belegschaften nutzen, Absatzmarkt ältere Generationen erschließen, Dienstleistungen für ältere Kunden entwickeln, Lebenslanges Lernen fördern Zusammenarbeit mit Wirtschaft (Verbänden, Unternehmen usw.), Institutionen und Wissenschaften pflegen

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