Relevanz von Basel II für Entwicklungsländer Konsequenzen für Finanzsystementwicklung in Entwicklungsländern durch die deutsche EZ

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1 Wirtschaft und Beschäftigung Sektorprojekt Finanzsystementwicklung Relevanz von Basel II für Entwicklungsländer Konsequenzen für Finanzsystementwicklung in Entwicklungsländern durch die deutsche EZ

2 Herausgeber: Deutsche Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ) GmbH Dag-Hammarskjöld-Weg Eschborn Internet: Wirtschaft und Beschäftigung Sektorprojekt Finanzsystementwicklung Autor: Dr. Klaus Maurer Verantwortlich: Dr. Brigitte Klein Ansprechpartner beim Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung: Hendrik Denker April 2007

3 Inhaltsverzeichnis Inhalt 1. Ziel und Inhalt der neuen Baseler Eigenkapitalvereinbarung 1 Vorgeschichte 1 Ziele der neuen Eigenkapitalvereinbarung Basel II 1 Merkmale von Basel II 2 Gesonderte Eigenkapitalregelungen für Kredite an KMU 4 Wesentliche Implikationen der neuen Vereinbarungen 5 2. Relevanz von Basel II für Mikrofinanzierung in Entwicklungsländern 6 Zeitpunkt der Einführung von Basel II in Entwicklungsländern 6 Relevanz für Mikrofinanzinstitutionen als Kreditgeber 7 Relevanz für Mikrofinanzinstitutionen als Kreditnehmer 8 Relevanz für die Kundenzielgruppen/Kreditnehmer Konsequenzen für die Finanzsystementwicklung im Rahmen der deutschen EZ 12 Makrobene: Rahmenbedingungen, Bankenaufsicht, Level Playing Field 12 Mesobene: Rating 14 Mikroebene: Mikrofinanzinstitutionen und Geschäftsbanken 15 Fazit 16 i

4 Zusammenfassung Zusammenfassung Die neue Baseler Eigenkapitalvereinbarung ( Basel II ) zielt auf den Erhalt des Finanzsystems als Ganzes ab. Letztlich geht es darum, die nationalen Finanzsysteme auch in den Entwicklungsländern sicherer zu machen und das Vertrauen in sie zu stärken. Basel II besteht im Ergebnis aus drei sich gegenseitig ergänzenden Säulen. Die erste Säule beinhaltet eine risikoadjustierte Eigenkapitalhinterlegung auf der Basis von Risikodifferenzierung der Kreditengagements und Ratings. Bei der Risikomessung können die Banken zwischen zwei Verfahren wählen: dem Standardansatz und dem Internen Rating Ansatz. Ein wichtiges Merkmal von Basel II insbesondere im Hinblick auf die Mikrofinanzierung ist eine Sonderregelung für Kredite an klein(st)e und mittlere Unternehmen (KKMU) bis zu 1 Mio. Euro, die unter bestimmten Bedingungen eine geringere Eigenkapitalunterlegung als bisher vorsieht. Die zweite Säule umfasst den aufsichtlichen Überprüfungsprozess. In diesem Prozess bewerten die Bankenaufseher die Fähigkeit der Banken, ihre eingegangenen Risiken zu identifizieren, zu messen, zu steuern und zu überwachen. Die dritte Säule - Marktdisziplin durch erweiterte Offenlegungspflichten - beinhaltet Transparenzanforderungen, die eine komplementäre Nutzung der Marktmechanismen für bankenaufsichtliche Ziele ermöglichen sollen. Für die meisten Entwicklungsländer wird Basel II - zumindest in Teilen - in den kommenden drei bis vier Jahren relevant werden. Die Relevanz für die Mikrofinanzierung zeigt sich auf zwei Ebenen, zum einen auf der Ebene der Mikrofinanzinstitutionen und zum anderen auf der Ebene der Endkreditnehmer. Die neue Vereinbarung wird nur für Finanzinstitutionen gelten, die nach dem Bankengesetz reguliert sind. Dazu gehören die Geschäftsbanken sowie die speziellen Mikrobanken. Aufgrund der Sonderregelung für KKMU-Kredite dürfte in den meisten Fällen die erforderliche Eigenkapitalunterlegung nicht höher sein als bisher. Infolge der stärkeren Berücksichtigung von Länderrisiken muss jedoch davon ausgegangen werden, dass sich für lokale Banken und Mikrofinanzinstitutionen in den meisten Entwicklungsländern der Zugang zum internationalen Finanzmarkt verschlechtern und die Refinanzierung verteuern wird. Die Auswirkungen von Basel II auf die Endkreditnehmer lassen sich nicht pauschal festmachen. Die Risikodifferenzierung der Kreditengagements unter Basel II wird zu einer stärkeren Ausdifferenzierung der Kundenzielgruppen zu einer Umverteilung zwischen verschiedenen Typen von Kreditnehmern führen. Für Kreditnehmer mit sehr guter Bonität wird sich der Preis reduzieren und der Kreditzugang weiter verbessern. Für als riskant eingestufte Darlehensnehmer werden sich die Konditionen verschlechtern und der Kreditzugang eingeschränkt. Insgesamt betrachtet dürfte Basel II jedoch nicht zu einer Benachteiligung der KKMU führen. Die neue Baseler Eigenkapitalvereinbarung stellt die deutsche Entwicklungszusammenarbeit in den kommenden Jahren im Bereich Finanzsystementwicklung vor neue Aufgaben und Herausforderungen. Entsprechend dem bewährten Mehrebenenansatz in der ii

5 Zusammenfassung Finanzsystementwicklung sollen Partnerinstitutionen auf der Makro-, Meso- und Mikroebene bei der Anpassung und Einführung des Basel II Regelwerkes unterstützt werden. Auf der Makroebene geht es vor allem um Anpassungen in der Bankengesetzgebung und den rechtlichen Rahmenbedingungen sowie um die Stärkung der Bankenaufsicht im Risikomanagement. Auf der Mesoebene steht die Förderung der verschiedenen Sektorund Hilfsinstitutionen, die für ein funktionsfähiges Finanzsystem unabdingbar sind, im Vordergrund. Die Förderung von institutionellen Ratings und Rating-Agenturen stellt dabei einen Kernbereich dar. Auf der Mikroebene, d.h. bei den Mikrofinanzinstitutionen und Banken, besteht ebenfalls ein beträchtlicher Bedarf an Beratung und Ausbildung, z.b. bei der Entwicklung von Standardverfahren und internen Ratingsystemen, die den Anforderungen von Basel II gerecht werden. Da für einige Mikrofinanzinstitutionen als Folge von Basel II die Refinanzierung schwieriger und teurer werden würde, könnte die deutsche FZ eine wichtige Überbrückungsfunktion wahrnehmen. Neben der Refinanzierung von Banken und Mikrofinanzinstitutionen können insbesondere Eigenkapitalbeteiligungen zur Stärkung der Institute beitragen und auch deren Rating verbessern. Die Einführung des neuen Regelwerkes Basel II stellt für die Finanzsysteme der Entwicklungsländer und für das Weltfinanzsystem insgesamt in den kommenden Jahren eine große Herausforderung dar. Umfassende internationale Bemühungen in allen Bereichen und auf allen Ebenen sind erforderlich, zu denen die deutsche Entwicklungszusammenarbeit einen wichtigen Beitrag leisten kann. Um Basel II adäquat umsetzen zu können und die negativen Auswirkungen auf die Mikrofinanzierung und die Kreditvergabe an KKMU zu begrenzen, sollten die Finanzinstitutionen bei der Weiterentwicklung des Risikomanagements durch die deutsche EZ unterstützt werden. Wenn dies gelingt und wenn sich die positiven Tendenzen durchsetzen, kann Basel II den Zugang breiterer Bevölkerungsschichten zu Finanzdienstleistungen, auch in bislang unterversorgten Regionen, erleichtern. iii

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7 Ziel und Inhalt der neuen Baseler Eigenkapitalvereinbarung 1. Ziel und Inhalt der neuen Baseler Eigenkapitalvereinbarung 1 Vorgeschichte Seit Ende 1974 unterhalten die wichtigsten Industrienationen einen gemeinsamen ständigen Ausschuss für Bankenaufsicht, in dem die jeweiligen Zentralbanken und Aufsichtsämter sitzen. Er hat seinen Sitz bei der Bank für Internationalen Zahlungsverkehr (BIZ) in Basel veröffentlichte der Baseler Ausschuss als bis dato weitreichendste Empfehlung, die bis heute geltenden Eigenkapitalvorschriften für Banken und Kreditinstitutionen. Die häufig als Baseler Accord oder Basel I bezeichnete Empfehlung wurde schließlich 1992 offiziell eingeführt und verlangt mittlerweile in über 100 Ländern von jedem Kreditinstitut, sämtliche Kreditengagements mit 8 Prozent Eigenkapital zu unterlegen. Eine wesentliche Unzulänglichkeit von Basel I ist die mangelnde Risikodifferenzierung des Kreditengagements. Es werden zwar Unterschiede in der Risikogewichtung gemacht, aber diese erfolgen nur grob nach Schuldnergruppen. Die Krisen des Weltfinanzsystems 1997/98 in Südostasien, Russland und Lateinamerika zeigten zum ersten Mal in vollem Umfang, welche Dynamik ein globalisiertes Kreditgeschäft auf liberalisierten Finanzmärkten entfalten und welche negativen Auswirkungen dies haben kann. Nur Kreditinstitute mit gesunder Risikostruktur und ausreichender Eigenkapitalbasis haben die Voraussetzungen, solche Finanzkrisen unbeschadet zu überstehen. Ziele der neuen Eigenkapitalvereinbarung Basel II Stärker als Basel I zielt die neue Baseler Eigenkapitalvereinbarung ( Basel II ) auf den Erhalt des Finanzsystems als Ganzes ab. Der neue Ansatz steht unter folgenden Zielen: Förderung von Sicherheit und Stabilität des weltweiten Finanzsystems; Verbesserung der Wettbewerbsgleichheit für die Marktteilnehmer; Umfassendere und adäquatere Erfassung der Risiken; Entwicklung von Ansätzen für die Ermittlung der angemessenen Eigenkapitalausstattung, die dem Risikograd von Positionen und Geschäften einer Bank angemessen Rechnung tragen. Ziel des neuen Standards ist es letztlich, die nationalen Finanzsysteme auch in den Entwicklungsländern sicherer zu machen und das Vertrauen in sie zu stärken. Es wird daher erwartet, dass von den Reformen auf längere Sicht so positive Wirkungen ausgehen, dass der Monetarisierungsgrad der Volkswirtschaften gehoben wird, die Banken auf einer 1 Wir danken folgenden Personen für Kommentare und Anregungen zu vorhergehenden Entwürfen: Dieter Spiekermann, Dr. Harald Lob und Klaus Pfeiffer (KfW Bankengruppe), Jörg Schäfer (Deutsche Bundesbank), Dr. Hans-Werner Detrez (Commerzbank AG), Dr. Peter Langkamp (Sparkassenstiftung für internationale Kooperation), Dr. Paul Armbruster und Nina Molitor (Deutscher Genossenschafts- und Raiffeisenverband e. V.) sowie Frank Pierschel (Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht). 1

8 Ziel und Inhalt der neuen Baseler Eigenkapitalvereinbarung breiteren und sichereren Basis operieren können und durch die Größenvorteile und die geringeren Kreditausfallraten Zinsen nachhaltig gesenkt werden können. Merkmale von Basel II Die neue Baseler Eigenkapitalvereinbarung richtet sich zwar weiterhin primär an international tätige Banken, soll aber insgesamt so ausgestaltet werden, dass sie sich für Banken unterschiedlicher Größe und Geschäftsausrichtung eignet. Im Ergebnis wird der neue Baseler Eigenkapitalakkord aus drei sich gegenseitig ergänzenden Säulen bestehen, nämlich Risikoadjustierte Eigenkapitalhinterlegung Aufsichtlicher Überprüfungsprozess Marktdisziplin durch erweiterte Offenlegungspflichten Erste Säule: Risikoadjustierte Eigenkapitalhinterlegung Die vorgesehenen neuen Eigenkapitalregelungen sehen eine genauere bankenaufsichtliche Messung und Unterlegung der Bankrisiken insgesamt und der Kreditrisiken im besonderen vor, um u.a. die negativen Effekte der von den ökonomischen Gegebenheiten abweichenden Bemessung der Risiken zu vermindern (z.b. Fehlallokation des Kapitals, Risiko- bzw. Kapitalarbitrage der Banken). Die Durchschnittsbetrachtung der Kreditrisiken wird durch eine stärkere Differenzierung ersetzt. Die Risikodifferenzierung der Kreditengagements und die sich daraus ableitende risikoadjustierte Eigenkapitalhinterlegung stellen die wichtigsten Komponenten von Basel II dar. Neu an Basel II ist ferner, dass für die Ermittlung des Gesamt-Bankrisikos in der ersten Säule neben dem Kredit- und Marktrisiko erstmals auch das operationelle Risiko Berücksichtigung findet. Unter dem operationellen Risiko wird die Gefahr von Verlusten, die infolge der Unangemessenheit oder des Versagens von internen Verfahren, Menschen und Systemen oder von externen Ereignissen eintreten, verstanden. Empirische Untersuchungen zeigen, dass das Verhältnis zwischen Kreditrisiko und operationellem Risiko im Bankensektor etwa 4:1 beträgt und damit das operationelle Risiko mit etwa 20% in die Risikogewichtung eingeht. 2 Wesentliches Merkmal der neuen Vereinbarung ist, künftig Ratings als Bewertungsmaßstäbe zur Eigenkapitalhinterlegung von Banken zu nehmen. Hierzu sind zwei grundlegende Methoden zur Risikomessung und -bewertung vorgesehen, (a) der einfache Standardansatz und (b) der Interne Rating-Ansatz (IRB-Ansatz 3 ). Im Standardansatz werden wie bisher Risikogewichtungssätze für bestimmte Arten von Kreditforderungen (0%, 20%, 50% und 100%) vorgegeben. Die Risikoanrechnung wird dabei wesentlich von der Einschätzung aufsichtlich anerkannter externer Rating-Agentu- 2 3 Deutsche Bundesbank (2001), S.30 IRB= internal rating based 2

9 Ziel und Inhalt der neuen Baseler Eigenkapitalvereinbarung ren (Moody s, Standard & Poor s und Fitch) abhängen. Je nach Höhe der externen Beurteilung erhalten geratete Forderungen ein entsprechendes Risikogewicht. Zu den bisherigen Gewichtungssätzen wird ein neuer Gewichtungssatz von 150% für Kreditnehmer mit schlechter Bonität (bei Unternehmen ab B+) eingeführt. Ungeratete Forderungen werden mit 100% gewichtet. Der Standardansatz ist am einfachsten zu praktizieren, unterscheidet sich in den Anforderungen kaum von Basel I, erfordert jedoch vergleichsweise viel Eigenkapital. Der IRB-Ansatz (Internal Ratings Based Approach) basiert auf bankinternen Ratingverfahren und Risikosteuerungsmethoden, die im Hinblick auf Basel II weiterentwickelt und für Zwecke der Berechnung des bankenaufsichtlichen Eigenkapitals herangezogen werden sollen. Die bankinternen Ratings führen zu exakteren Methoden der Bonitätsevaluierung, zu mehr Risikotransparenz und -differenzierung und in der Folge zu einer risikobewussteren Kalkulation der Risikoprämien als bisher. Im Rahmen des IRB-Ansatzes können die Institute zwischen einer einfachen und einer fortgeschrittenen Variante wählen. Während bei dem einfachen IRB-Ansatz nur die Ausfallwahrscheinlichkeit des Kreditnehmers von der Bank selbst geschätzt werden muss, sind im fortgeschrittenen Verfahren auch die übrigen Risikoparameter (Verlustquote bei Ausfall des Kreditnehmers, Höhe der ausstehenden Forderung zum Zeitpunkt des Konkurses) selbst zu schätzen. Nach einer Umfrage der BIZ wird der einfache IRB-Ansatz die am meisten verwendete Methode sein, insbesondere bei den größeren und international operierenden Banken. Kleinere Institutionen können vor allem über zentralisierte Verbandslösungen den IRB-Ansatz anstreben. Der fortgeschrittene IRB-Ansatz wird bei Inkrafttreten der Vereinbarung weltweit nur von wenigen Banken angewandt werden. In vielen Entwicklungsländern wird jedoch der Standardansatz zur Anwendung kommen. Zweite Säule: Aufsichtlicher Überprüfungsprozess Das aufsichtliche Überprüfungsverfahren Supervisory Review Process (SRP) stellt eine wesentliche Neuerung gegenüber Basel I dar. Im Rahmen dieser so genannten zweiten Säule wird die Notwendigkeit einer qualitativen Bankenaufsicht besonders hervorgehoben. Das aufsichtliche Überprüfungsverfahren erfordert einen intensiven Dialog zwischen Aufsehern und Banken, da die bankeneigenen Verfahren viel stärker als bisher zum Maßstab der aufsichtlichen Beurteilung werden. Letztlich bewerten die Bankenaufseher die Fähigkeit der Banken, ihre eingegangenen Risiken zu identifizieren, zu messen, zu steuern und zu überwachen. Sehr viel stärker als bisher ist die Nähe der Aufsicht zu den Banken gefordert, um Risiken frühzeitig zu identifizieren und gegebenenfalls bankenaufsichtliche Maßnahmen einzuleiten. Hierbei werden auch Risiken, die nicht in der ersten Säule enthalten sind, einer aufsichtlichen Bewertung unterzogen, z.b. Konzentrationsrisiko, Zinsänderungsrisiko, Liquiditätsrisiko, Reputationsrisiko, rechtliches Risiko, Diversifikationsrisiko. Mit dem Wandel weg von der Evaluierung von Einzelkrediten im Portfolio hin zur Erfassung und Überwachung der Qualität von bankinternen Risikomanagementprozessen 3

10 Ziel und Inhalt der neuen Baseler Eigenkapitalvereinbarung wird insgesamt eine neue Aufsichtskultur etabliert. Dieser Wandel wurde bereits Ende der 90er Jahre mit dem Erlass der 25 Prinzipien für eine wirksame Bankenaufsicht, die speziell für weniger entwickelte Länder mit schwächeren Finanzsystemen gemeinsam vom Bankenausschuss mit einer repräsentativen Gruppe von Schwellenländern entwickelt wurden. Im internationalen Kontext ist ganz entscheidend, dass neben den Kapitalanforderungen (erste Säule) auch die Aufsichtspraktiken (zweite Säule) stärker harmonisiert werden, damit vergleichbare Wettbewerbsbedingungen für die Banken verschiedener Länder bestehen. Dritte Säule: Marktdisziplin durch erweiterte Offenlegungspflichten Die dritte Säule beinhaltet Transparenzanforderungen, die eine komplementäre Nutzung der Marktmechanismen für bankenaufsichtliche Ziele ermöglichen sollen. Dem liegt die Erwartung zugrunde, dass gut informierte Marktteilnehmer eine risikobewusste Geschäftsführung und ein wirksames Risikomanagement von Kreditinstituten honorieren bzw. risikoreicheres Verhalten entsprechend sanktionieren. Für Kreditinstitute ergibt sich daraus ein zusätzlicher Anreiz, ihre Risiken zu kontrollieren und effizient zu steuern. Inhaltlich beziehen sich die Transparenzvorgaben auf folgende vier Bereiche: Anwendung der Eigenkapitalvorschriften, Eigenkapitalstruktur, eingegangene Risiken und Eigenkapitalausstattung. Basel II ist auch vor dem Hintergrund einer allgemeinen Konvergenz in den Codes und Standards zu sehen, u.a. zur Bilanzierung (IFRS), Prüfung (ISA), Standards der OECD zur Unternehmenssteuerung, und andere. Insbesondere IFRS wird maßgeblich mit Basel II zusammenspielen und dessen künftige Fortentwicklung stark beeinflussen. Beispielsweise die Frage der Abgrenzung des aufsichtsrechtlich anerkannten Kapitals wird immer stärker auf IFRS abstellen. Auch die Anwendung des IRB in Säule 1 wird die Anlegung gleichartiger Bilanzstandards und mittelbar auch die Anwendung von IFRS (im Sinne erhöhter Vergleichbarkeit der Bilanzen, Vereinfachung des IRB-Prozesses, etc.) fördern. Gesonderte Eigenkapitalregelungen für Kredite an KMU Im Rahmen der Konsultationen zu Basel II hat Deutschland angesichts der bedeutenden Rolle des Mittelstandes auf eine Sonderregelung für Kredite an kleine und mittlere Unternehmen (KMU) bestanden, da diese allein schon aufgrund ihrer Größe in der Regel nicht über ein externes Rating einer aufsichtlich anerkannten Agentur verfügen. Grundsätzlich sind ungeratete Kredite bzw. Kreditnehmer mit 100% zu gewichten und mit 8% Eigenkapital zu unterlegen. Sofern die Kredithöhe bei Ausleihungen an kleinere und mittlere Unternehmen jedoch unterhalb von 1 Mio. Euro liegt, lässt Basel II eine Absenkung der Anrechnung dieser Kredite von 100% auf 75% zu. Damit sinken die regulatorischen Eigenkapitalkosten für 4

11 Ziel und Inhalt der neuen Baseler Eigenkapitalvereinbarung diese Kredite bei der kreditgewährenden Bank um ein Viertel. Die Unterlegungspflicht ist damit geringer als unter Basel I. Die Vereinbarungen definieren hierzu ein sog. aufsichtliches Retail-Portfolio, zu dem neben Konsumentenkrediten auch Kleinunternehmenskredite bis zu 1 Mio. Euro gerechnet werden und welches von vielen komplexen Basel-Anforderungen ausgenommen wird (u.a. dem individuellen Rating). Ein wesentliches Kriterium ist die Granularität des Portfolios, d.h. das Exposure gegenüber einem individuellen Kreditnehmer darf nicht höher sein als 0,2% des Retail-Kreditportfolios. Wesentliche Implikationen der neuen Vereinbarungen Basel II setzt Anreize zu einer möglichst detaillierten Messung der Risiken eines Instituts, insbesondere des Kreditrisikos, indem es komplexere Systeme mit niedrigeren Unterlegungspflichten belohnt. Die Eigenkapitalanforderungen sinken, je ausgefeilter und aufwändiger die erforderlichen Risikomanagement-Systeme sind. Die Banken müssen demnach abwägen, ob der Aufwand zur Weiterentwicklung der internen Steuerungssysteme in Richtung fortgeschrittene Ansätze sich lohnt oder der Standardansatz die günstigere Variante darstellt. Die Eigenkapitalhinterlegung der Banken wird sich gemäß der individuellen Risikostrukturen bei sehr guten bzw. sehr schlechten Risiken verschieben. Für Kredite an Unternehmen mit sehr guter Bonität reduziert sich die Eigenkapitalbelastung (besser als A+: 20% Risikogewichtung), für Unternehmen mit schlechter Bonität erhöht sie sich (niedriger als B+: 150% Risikogewichtung). Entsprechend einer risikobasierten Zinsgestaltung bringt Basel II eine Konditionenverschlechterung für als riskant eingestufte Darlehensnehmer. Für den überwiegenden Teil der Kreditnehmer ergeben sich möglicherweise günstigere Konditionen. Bei mangelhaften, ungenügend trennscharfen Verfahren kann auch ein stärkerer Rückzug des Kreditsektors aus dem Geschäft mit bestimmten Teilen der Bevölkerung nicht ausgeschlossen werden. In Ländern mit längerer Rating-Tradition (z.b. USA und Großbritannien) gibt es nicht zufällig auch eine ausgeprägte Problematik des Zugangs zu Finanzdienstleistungen. 4 4 Vgl. Evers/Jung 2002, S.37 5

12 Relevanz von Basel II für Mikrofinanzierung in Entwicklungsländern 2. Relevanz von Basel II für Mikrofinanzierung in Entwicklungsländern Zeitpunkt der Einführung von Basel II in Entwicklungsländern Basel II ist in Europa und in den restlichen der 13 Länder, die dem Baseler Ausschuss angehören, mit Ausnahme der USA, seit Anfang 2007 offiziell in Kraft. Dazu kommen alle weiteren, nicht im Baseler Ausschuss vertretenen EU-Staaten, die per Richtlinien 2006/48/EG und 2006/49/EG Basel II umsetzen müssen. Zunächst gilt eine einjährige Übergangszeit bis Ende Die USA werden Basel II frühestens 2009 in einer modifizierten Variante einführen. Allerdings ist zwischen den US-Aufsehern und den betroffenen Banken immer noch strittig, in welcher Weise Basel II modifiziert werden soll. Es wird daher mehrjährige Übergangsfristen geben. Darüber hinaus werden andere Länder über die normative Kraft der Baseler Standards hiervon betroffen sein, IWF und Weltbank dürften im Rahmen der ROSC 5 mittelfristig auf deren Einhaltung drängen und sie zum Bestandteil ihrer Financial Sector Assessment Programs (FSAP) machen. So war auch Basel I ursprünglich (1988) nur auf international ausgerichtete Banken in den G10-Ländern gerichtet, letztlich hat der Standard aber weltweite Geltung erlangt. Entwicklungsländer sind zum guten Teil, einer Anregung des Baseler Komitees folgend, sogar über die 8% Mindestsolvenz hinausgegangen unter Anerkennung der höheren Risiken in ihren jeweiligen Finanzsystemen und in ihrer allgemeinen Wirtschaftsentwicklung. Nicht alle Entwicklungs- und Transformationsländer werden Basel II einführen. Nach einer Umfrage der BIZ in 107 Schwellen- und Entwicklungsländern beabsichtigt zwar die Mehrzahl der Länder (88), in den Jahren 2007 bis 2009 die neuen Eigenkapitalrichtlinien einzuführen. Aller Voraussicht nach wird dies jedoch einen längeren Zeitraum in Anspruch nehmen. Gerade vor dem Hintergrund der noch anhaltenden Diskussionen in den USA werden die meisten Entwicklungs- und Transformationsländer die Implementierung in den drei weltgrößten Finanzmärkten USA, EU und Japan abwarten. Aufgrund der bisherigen Erfahrungen lassen sich drei Ländergruppen unterscheiden: Eine große Anzahl von Entwicklungsländern, vor allem in Sub-Sahara Afrika, aber auch in Asien, sind noch damit beschäftigt, die Regeln von Basel I umzusetzen. Eine zweite Gruppe von Ländern, etwa im Kaukasus, in Nordafrika und im Mittleren Osten wird vor allem aus Kostengründen bei der Kalkulation der Kreditrisiken bei den Basel I Regeln bleiben, bei den Standards für Transparenz und Bankenaufsicht allerdings sukzessive die entsprechenden Vorschriften von Basel II übernehmen. Nur eine relativ kleine Gruppe von Ländern, vor allem große Schwellenländer und Länder, die an die EU oder die USA angrenzen, werden Basel II komplett implementieren, allerdings auch gegenüber den 13 Ländern zeitverzögert und ggf. auf große Kreditinstitute beschränkt. 5 Reports on the Observance of Standards and Codes 6

13 Relevanz von Basel II für Mikrofinanzierung in Entwicklungsländern Selbst innerhalb dieser drei Gruppen wird es keine einheitliche Geschwindigkeit zwischen den Ländern geben, vielmehr wird ein breites Feld von Langsameren und Schnelleren entstehen. Gleiches gilt für emerging markets, in denen international aktive Banken ihre Aufseher nach rascher Umsetzung drängen dürften. Regionale Bündnisse (Mercosur, Andengemeinschaft, ASEAN, etc.) dürften regional verbindliche Mindeststandards vorgeben (die aber genau wie in der EU national immer übertroffen werden können). In vielen Ländern spielt die Präsenz ausländischer Banken eine wesentliche Rolle, da sie in ihren lokalen Niederlassungen oder Tochterinstituten die neuen Richtlinien frühzeitig einführen werden. Dies trifft vor allem auf Osteuropa zu. Zu erwarten ist insgesamt also, dass es für Zeitpunkt und Umfang der Anwendung von Basel II keine einheitliche Norm unter den Entwicklungsländern geben wird. Jedes Land wird hier seinen eigenen Weg gehen. Denkbar sind für Entwicklungsländer, insbesondere für die sogenannten emerging markets : an Basel II zumindest angelehnte Lösungen, oder eine Beibehaltung von Basel I und Übernahme von Elementen der zweiten und dritten Säule, oder auch Verbesserungen des bisherigen (Basel I)-Standards, in allen drei Fällen den nationalen Gegebenheiten angepasst. Auch muss die technische Umsetzung bei den Finanzinstitutionen gewährleistet sein. Bei den für Basel II zentralen Aspekten der Risikomessung und -bewertung werden vor allem kleine Banken und Mikrofinanzinstitutionen schnell an ihre Grenzen stoßen. Selbst wenn das fachliche Know-how vorhanden sein sollte, fehlt es häufig an den technischen Voraussetzungen (z.b. Zeitreihendaten für den IRB-Ansatz, angemessene EDV, etc.). Möglicherweise wäre es für viele Entwicklungsländer zunächst wichtiger, die Neufassung der 25 Baseler Prinzipien einer effektiven Aufsicht umzusetzen oder die gerade erlassenen zehn Empfehlungen für die Bewertung von Kreditrisiken einzuführen. Relevanz für Mikrofinanzinstitutionen als Kreditgeber Die Relevanz von Basel II für Mikrofinanzinstitutionen hängt ganz entscheidend von der Art und rechtlichen Form der jeweiligen Institution ab. Bekanntlich werden Mikrofinanzdienstleistungen von einer Vielfalt von Finanzinstitutionen bereitgestellt. Hierzu zählen: Geschäftsbanken mit Mikrokreditportfolio Spezielle Mikrobanken bzw. regulierte Mikrofinanzinstitutionen Außerhalb des Bankengesetzes regulierte MFIs, z.b. Kreditgenossenschaften Nichtregulierte MFIs, z.b. kreditgebende NROs Basel II wird nur für solche Mikrofinanzinstitutionen relevant, die dem neuen Akkord unterliegen werden. Dazu gehören in erster Linie die Geschäftsbanken sowie die speziellen Mikrobanken während die kleineren, außerhalb des Bankengesetzes regulierten und die nicht-regulierten MFIs von Basel II nicht direkt betroffen sein werden. Bei den Geschäftsbanken wird es entscheidend davon abhängen, welches Risikomessverfahren sie wählen. Beim Standardansatz würden die Mikrokredite dem aufsichtlichen 7

14 Relevanz von Basel II für Mikrofinanzierung in Entwicklungsländern Retail-Portfolio zugerechnet und erführen eine pauschale Risikogewichtung von 75%. Die Eigenkapitalunterlegung wäre somit geringer als bisher. Selbst unter Berücksichtigung der operationellen Risiken wäre der Effekt von Basel II auf die Kreditvergabe an KKMU im schlechtesten Fall neutral. Falls die Geschäftsbanken den IRB-Ansatz wählen, müssten interne Rating-Verfahren entsprechend den Anforderungen von Basel II (weiter-)entwickelt werden. Wie letztlich die interne Risikobewertung des Mikrokreditportfolios ausfallen wird, lässt sich heute pauschal nicht festmachen. Problematisch könnte es u.u. für als riskant eingestufte arme ländliche Kunden werden. Durch die mögliche Konditionenverschlechterung könnte deren Kreditzugang erheblich eingeschränkt werden. Insgesamt ist jedoch davon auszugehen, dass die interne Risikogewichtung und die daraus abzuleitende Eigenkapitalunterlegung nicht höher ausfallen dürfte als derzeit unter der pauschalen Basel I - Regelung. Es muss sich allerdings noch zeigen, ob dies auch von den Bankenaufsehern akzeptiert wird. Bei den speziellen Mikrobanken und regulierten Mikrofinanzinstitutionen dürften die Auswirkungen von Basel II auf die Kreditvergabe an KKMU ähnlich ausfallen wie bei den Geschäftsbanken, d.h. positiv bis neutral. Hinzu kommt, dass für diese Art von Institutionen häufig ohnehin höhere Kapitalanforderungen gelten, z.b. 20% sowohl in Uganda als auch in Kambodscha 6, und sie damit von vornherein für eventuell höhere Eigenkapitalunterlegung gewappnet sind. Relevanz für Mikrofinanzinstitutionen als Kreditnehmer Mikrofinanzinstitutionen sind nicht nur als Kreditgeber von Basel II betroffen, sondern auch als Kreditnehmer. In diesem Zusammenhang ist Basel II für alle Mikrofinanzinstitutionen relevant, die auf Refinanzierung angewiesen sind, unabhängig davon, ob sie als Kreditinstitut unter die Basel II Regelung fallen oder nicht. Regulierte Mikrofinanzinstitutionen dürften dabei in die Kategorie der Banken fallen während unregulierte Mikrofinanzinstitutionen als Nicht-Banken betrachtet würden. Basel II sieht für die Behandlung von Forderungen an Banken zwei Optionen vor. Bei der ersten Option leitet sich das Risikogewicht für eine Bank aus dem Rating des Sitzstaates ab; Banken werden dabei grundsätzlich eine Kategorie schlechter als der Sitzstaat eingestuft. Bei der zweiten Option wird das Risikogewicht einer Bank vom externen Rating bestimmt. Mikrofinanzinstitutionen, wie auch viele kleine und mittlere Banken, verfügen in der Regel nicht über ein externes Rating der aufsichtlich anerkannten Rating-Agenturen S&P, Moody s oder Fitch, sondern bestenfalls über ein Rating von auf Mikrofinanzierung spezialisierten Agenturen wie MicroRate, Microfinanza, MCril etc. Daher wird die Bonitätseinstufung von Mikrofinanzinstitutionen nach der ersten Option erfolgen, d.h. eine Kategorie schlechter als das Rating des jeweiligen Sitzstaates. 6 Vgl. Staschen, GTZ 8

15 Relevanz von Basel II für Mikrofinanzierung in Entwicklungsländern Je nach Rating des Staates werden die Risiken zwischen 0% und 150% gewichtet. Staaten ohne Rating werden pauschal mit 100% bewertet. Die Auswirkungen von Basel II sind demnach in Abhängigkeit des jeweiligen Länderratings zu differenzieren. In Ländern mit einem guten Rating (sogenanntes Investmentgrade Rating von mindestens BBB+/Baa2) werden die Konditionen der Refinanzierung von lokalen Banken und Mikrofinanzinstitutionen gegenüber Basel I in Abstufungen tendenziell gleichbleiben bzw. verbessern. In Ländern mit einem schlechten Rating (sogenanntes Non-Investmentgrade Rating) wird mit Basel II die Risikogewichtung auf 150% erhöht und die Refinanzierung entsprechend verteuert. Die meisten Entwicklungsländer verfügen jedoch über kein Rating. Es käme nach Basel II in diesen Fällen zumindest theoretisch eine Pauschalgewichtung von 100% zur Anwendung. In der Praxis erhalten lokale Banken und Mikrofinanzinstitutionen in nicht gerateten Ländern jedoch nur in Ausnahmefällen kommerzielle Refinanzierung, so dass sich für diese Institute der Zugang zum internationalen Finanzmarkt eher verschlechtern wird. Auswirkungen von Basel II in Abhängigkeit vom Rating des Sitzstaates Rating des Sitzlandes Gutes Rating (Investmentgrade) Schlechtes Rating (Non-Investmentgrade) Risikogewichtung Auswirkungen auf lokale Banken und MFI 0% bis 100% Tendenziell verbesserte bzw. gleichbleibende Konditionen der Refinanzierung gegenüber Basel I 150% Refinanzierung von lokalen Banken und MFIs wird deutlich teurer als unter Basel I Kein Rating 100% pauschal (Theorie) Zugang zu Refinanzierung nur in Ausnahmefällen (Praxis) Die übrigen Entwicklungs- und Transformationsländer sind in der Regel schlecht geratet (Non-Investmentgrade). Vor allem in den Transformationsländern sowohl in Südosteuropa als auch im Kaukasus und in Zentralasien wurden verstärkt Länderratings eingeführt, die typischerweise schlecht ausfielen. Damit dürfte sich für lokale Banken und Mikrofinanzinstitutionen in den meisten Transformations- und Entwicklungsländern insgesamt sowohl die Konditionen der Refinanzierung als auch der Zugang zum internationalen Finanzmarkt unter Basel II verschlechtern. Es besteht daher die Gefahr, dass deren Kunden aus Niedrigeinkommenshaushalten sowie KKMU hierdurch Nachteile haben werden. Allerdings dürfte es insbesondere unter den sogenannten Schwellenländern auch Gewinner geben. Die starre Aufteilung nach Ländergruppen (OECD und Nicht-OECD) 9

16 Relevanz von Basel II für Mikrofinanzierung in Entwicklungsländern wird jedenfalls entfallen und einer differenzierten Risikobeurteilung weichen, die insgesamt die Effizienz der internationalen Kreditverteilung erhöhen und die Länder zu einer stabilitätsorientierten Politik anhalten wird. Eine neuere ökonometrische Untersuchung der Deutschen Bundesbank kommt zum Ergebnis, dass die Einführung des neuen Basler Akkords nur eine geringe Auswirkung auf die Kreditvergabe an Schwellenländer haben wird. Zum Teil ist dies darauf zurückzuführen, dass die international tätigen Banken ihre Kreditvergabe bereits auf der Basis von Risikomodellen steuern. 7 Basel II wird den Anreiz und den Druck auf die Finanzinstitutionen verstärken, sich einem institutionellen Rating zu unterziehen. Das neue Regelwerk wird die Entwicklung einer Rating-Kultur begünstigen und damit weltweit zu größerer Transparenz und verbesserter Risikoeinschätzung beitragen. Relevanz für die Kundenzielgruppen/Kreditnehmer Die Risikodifferenzierung der Kreditengagements unter Basel II wird zu einer stärkeren Ausdifferenzierung der Kundenzielgruppen zu einer Umverteilung zwischen verschiedenen Typen von Kreditnehmern führen. Die Auswirkungen werden grundsätzlich vor allem bei sehr guten bzw. sehr schlechten Risiken zu spüren sein. Die aus Sicht der Kreditnehmer einschneidende Veränderung an Basel II ist, dass die Bonität von Kreditnehmern nun systematisch im eingeräumten Zinssatz abgebildet werden kann. Für Kreditnehmer mit sehr guter Bonität wird sich der Preis reduzieren und der Kreditzugang weiter verbessern. Für als riskant eingestufte Darlehensnehmer werden sich die Konditionen verschlechtern und der Kreditzugang eingeschränkt. Die anfänglichen Befürchtungen und Kritik, dass Basel II zu einer Benachteiligung der KKMU führen würden, wurden nach den verschiedenen Proberechnungen angegangen und Härten beseitigt oder abgemildert. Es besteht durchaus die Gefahr, dass sich aufgrund höherer Kosten der Überwachung die Klein(st)kredite verteuern und damit den Zugang insbesondere der ländlichen Kleinstkreditnehmer erschweren wird, wenn das aufsichtliche Retailportfolio einer Bank oder einer MFI als besonders risikoreich eingestuft werden muss. Bedenklich wäre es, wenn KKMUs höhere Zinskosten tragen müssten, nicht wegen eines vielleicht höheren Kreditrisikos das wäre durchaus im Sinne von Basel II, sondern weil die Finanzinstitutionen, welche sie mit Kredit versorgen, aufgrund ihrer Größe nicht in der Lage sind, den relativ vorteilhafteren IRB-Ansatz zu nutzen, sondern die Standardmethode anwenden müssten. 8 Aufgrund der mit Basel II insgesamt angestrebten größeren Risikosensitivität dürften jedoch auch kleinere und mittlere Institute bestrebt sein, ihre Risikomessverfahren weiter zu entwickeln. Im Rahmen dieses Prozesses wird ihr Informationsbedürfnis über Lage 7 8 Vgl. Liebig et al Andererseits müsste eine kleine Bank bei Anwendung fortgeschrittener Ansätze erheblich in Resourcen investieren, die die Kredite u.u. weit teurer machten als die Standardmethode vorschreibt. 10

17 Relevanz von Basel II für Mikrofinanzierung in Entwicklungsländern und Geschäftsentwicklung der Kunden zunehmen. Jährliche Ratings der Kreditnehmer oder zumindest ihrer Risikoklasse im Kreditportfolio der Bank dürften auf der Tagesordnung stehen. KKMU müssen sich daher grundsätzlich darauf einrichten, ihrer Bank oder auch dem Rating-Unternehmen umfassender und offener Informationen über die geschäftliche Lage zur Verfügung zu stellen. Der Basel II vorgeworfene pro-zyklische Charakter 9 kann sich gerade für Entwicklungsländer wegen der ohnehin ausgeprägten konjunkturellen Zyklen sehr negativ auswirken. Hier werden die nationalen Normengeber mit angepassten Lösungen, insbesondere in der zweiten Säule, entgegensteuern müssen. Ähnliches gilt für die mögliche Benachteiligung langfristiger Kredite durch Basel II. Da die Fristentransformationsmöglichkeiten durch meist kurzfristige Bankeinlagen ohnehin begrenzt sind, würde ein weiterer Druck zur Ausreichung kurzfristiger Kredite kontraproduktiv sein. 10 Die Risiken langfristiger Kredite können beispielsweise durch angepasste Methoden der Kreditprüfung besser gemanagt oder über anreizkompatible Garantiemechanismen gemildert werden Erhöhung der Kreditkosten in der Rezession über schlechtere Bewertungen (Rating) der Kreditnehmer. Abhilfe wird hier bislang nur durch kapitalisierte Rentenversicherungssysteme geschaffen, die keine Fristentransformationsprobleme 11

18 Konsequenzen für die Fianzsystementwicklung im Rahmen der deutschen EZ 3. Konsequenzen für die Finanzsystementwicklung im Rahmen der deutschen EZ Die neue Baseler Eigenkapitalvereinbarung stellt die deutsche Entwicklungszusammenarbeit in den kommenden Jahren im Bereich Finanzsystementwicklung vor neue Aufgaben und Herausforderungen. Fördermaßnahmen auf unterschiedlichen Ebenen und bei allen Institutionen des Finanzsektors müssen bei der deutschen EZ im Zusammenhang mit der Implementierung von Basel II eine bedeutende Rolle spielen. Entsprechend dem bewährten Mehrebenenansatz in der Finanzsystementwicklung sollen Partnerinstitutionen auf der Makro-, Meso- und Mikrobene bei der Anpassung und Einführung des Basel II Regelwerkes unterstützt werden. Makrobene: Rahmenbedingungen, Bankenaufsicht, Level Playing Field Gesetzgebung und rechtliche Rahmenbedingungen In den meisten Ländern werden mit der Einführung von Basel II Anpassungen in der Bankengesetzgebung und Änderungen in den Regularien und Durchführungsbestimmungen erforderlich sein. Die Einführung internationaler Rechnungslegungs- und Berichtsstandards, Bewertung von Aktiva und Wertberichtigung sind alles wesentliche Voraussetzungen dafür, dass die tatsächliche Eigenkapitalhinterlegung auch die Kapitalanforderungen realistisch widerspiegelt. Der neue Standard ist potenziell auch für Entwicklungsländer in dem Sinne nützlich, dass er bei Aufsehern wie Institutionen das Risikobewusstsein schärfen und die Stabilität und letztlich auch die Breite und Tiefe der Finanzmärkte fördern dürfte. Den Standard angepasst und bedarfsgerecht in den jeweiligen Ländern umzusetzen, ist Verantwortung der jeweiligen nationalen Behörden unter Konsultation mit den betroffenen Sektoren. Die deutsche TZ kann hier durch Regierungs- und Zentralbankberatung einen entscheidenden Beitrag leisten. Sehr wichtig ist in der Regel die Schaffung eines geeigneten politischen Umfeldes sowie des entsprechenden rechtlichen und institutionellen Rahmens. Die GTZ kann aufbauend auf den Erfahrungen im Bereich der Regulierung und Überwachung von Mikrofinanzinstitutionen, z.b. Uganda und Indonesien, die spezifischen Belange der Mikrofinanzierung bei der Neufassung der Bankengesetzgebung einbringen. Stärkung der Bankenaufsicht im Risikomanagement Basel II wird die Arbeit sowohl der Aufseher als auch in den Finanzinstitutionen fundamental verändern. Der Wandel zu einer risikobasierten Aufsicht erfordert ein Umdenken bei allen Beteiligten und eine Anpassung der Aufsichtsverfahren und -methoden. Die deutsche EZ kann in verschiedenen Aufgabenfeldern einen wichtigen Beitrag leisten. Die Bankenaufsicht muss künftig in der Lage sein, die Risikomanagement-Systeme der Banken zu überprüfen und zu überwachen. Es bedarf Aufseher, die nicht nur die neuen Instrumente und Praktiken verstehen, sondern die auch die Expertise haben, die Modelle und Annahmen großer privater Banken zu hinterfragen. Hier besteht erheblicher Bera- 12

19 Konsequenzen für die Fianzsystementwicklung im Rahmen der deutschen EZ tungs- und Ausbildungsbedarf. Nach einer Umfrage der BIZ müssen weltweit etwa Bankenaufseher in Basel II Fragen ausgebildet werden. Der größte Bedarf an Unterstützung besteht demnach in der Umsetzung der Säule 2 sowie in der Anwendung der IRB- Ansätze zur Berechnung des risikoadjustierten Eigenkapitalbedarfs. Die Verstärkung der laufenden Aufsicht und der Selbsteinschätzung der Institutionen wird allen Beteiligten großen Einsatz abverlangen, ist aber letztlich selbst ohne Basel II unvermeidlich. Die Stellung der Abschlussprüfer und der Innenrevision wird weiter gestärkt werden, denn Aufseher werden ohne intensiven Rückgriff auf diese beiden ihre Aufgaben nicht bewältigen können. Dies sieht Basel auch an anderer Stelle 11 vor. Insgesamt wird die Aufsicht pro-aktiver werden und Frühwarnsysteme damit immer wichtiger. Dabei sollten die Maßnahmen sich sowohl an die mit der Aufsicht beauftragten Institutionen als auch an die geförderten Sektoren richten und eine Intensivierung des Dialogs zwischen beiden Gruppen, auch im Sinne der Vorbereitung auf den von der zweiten Säule geforderten Austausch zwischen Aufsehern und Finanzinstitutionen zum Ziel haben. Die deutsche EZ kann zwischen den Aufsehern und den MFIs Brücken bauen und Letzteren die Angst vor einer Überwachung nehmen bzw. mildern. Erhöhte Anforderungen für die Bankenaufseher, ebenso wie für die Institute, bedeuten mehr Personal, besser ausgebildete, qualifizierte und damit teure Mitarbeiter. Dies wird die Kosten der Institute auch indirekt weiter erhöhen, da die Budgets der Aufseher meist vollständig auf die beaufsichtigten Institute umgelegt werden und von diesen dann über die Kreditzinsen und Gebühren an die Kunden weitergegeben werden. Ein wichtiger Bereich ist die Sensibilisierung und Ausbildung der Aufseher im Hinblick auf das spezielle Risikomanagement in der Mikrofinanzierung. Um eine adäquate Risikogewichtung von Mikrokrediten zu gewährleisten, ist es entscheidend, dass die Bankenaufseher die spezifische Kredittechnologie, die Systeme der Kreditverfolgung und überwachung sowie der Risikovorsorge kennen und verstehen. Darüber hinaus bedarf es an umfassender Unterstützung der Bankenaufsicht in der Optimierung der Ablauforganisation und der Systeme. Nicht nur Ankerländer wünschen sich hier einen Austausch auf gleicher Augenhöhe mit den Aufsichtsbehörden der Industrieländer, z.b. Bundesbank und BaFin in Deutschland, bei dessen Vermittlung die deutsche EZ eine wichtige Rolle spielen könnte. Im Hinblick auf diese grundlegenden Neuerungen steht ein intensiver Informations- und Erfahrungsaustausch bevor. Die deutsche EZ kann hierzu auf nationaler, regionaler und internationaler Ebene geeignete Plattformen bereitstellen. Insbesondere kann sie durch ihre profunde Kenntnis nationaler Besonderheiten zu maßgeschneiderten Lösungen beitragen. 11 BCBS: The relationship between banking supervisors and banks external auditors, Basel Committee Publication Nr. 87, Januar 2002; Internal audit in banks and the supervisor s relationship, Basel Committee Publication Nr.84, August

20 Konsequenzen für die Fianzsystementwicklung im Rahmen der deutschen EZ Level playing field In einer Reihe von Entwicklungsländern ist die Mehrheit der Einlagen annehmenden Institute (Deposit Taking Institutions, DTIs) nicht oder nicht angemessen beaufsichtigt. Solche nicht beaufsichtigten DTIs würden dementsprechend auch nicht obligatorisch von Basel II erfasst werden über nationale Standards. Im Sinne eine Gleichbehandlung in der Finanzregulierung von Institutionen, die gleichartige Finanzaktivitäten durchführen ( level playing field ), sollte der Standard letztlich auch auf kleinere Finanzinstitutionen angewandt werden soweit sie Einlagen annehmen. Dies spräche für eine Ausweitung des Aufsichtskreises in denjenigen Ländern, in denen bisher Nicht-Banken eher nachlässig behandelt werden. Eine weitere Segmentierung durch anspruchsvolle, an Basel II zumindest angelehnte Normen in einem Teil des Finanzsystems und unzureichende Normierung und Aufsicht in einem weiteren (ebenfalls Einlagen annehmenden) Sektor wäre fragwürdig. Dadurch geförderte Regulierungsarbitrage 12 würden dann wieder den mit Basel II eigentlich verfolgten Zielen schaden. Dass Basel II und möglicherweise daraus abgeleitete nationale Standards in EL anspruchsvoll sind, sollte nicht dem Argument Vorschub leisten, dass kleine DTIs (z.b. in der Rechtsform der Genossenschaft) nicht sämtlich unter die Aufsicht müssen. Nur mit einer umfassenden Aufsicht kann adäquater Gläubigerschutz und soziale Gerechtigkeit gewährleistet werden. Die deutsche EZ kann hierzu unter Rückgriff auf Erfahrungen mit kleinen Finanzinstitutionen im eigenen Land, d.h. Sparkassen und Genossenschaftsbanken und deren Anpassung an Basel II einen besonderen Beitrag leisten. Mesobene: Rating Mit Basel II rücken Rating und die Funktion von Rating-Agenturen in den Mittepunkt des Interesses. Ein institutionelles Rating wird für Banken und Mikrofinanzinstitutionen künftig eine wesentliche Voraussetzung für die Refinanzierung darstellen, insbesondere wenn sie in Ländern mit schlechtem Rating angesiedelt sind. Zunehmend beziehen Mikrofinanzinstitutionen Ratings von den traditionellen und aufsichtlich anerkannten Rating-Agenturen Moody s, S&P oder Fitch, z.b. ACLEDA in Kambodscha. Dieser Trend kann wirksam durch die deutsche EZ unterstützt werden, beispielsweise durch die (Teil-)Subventionierung eines Erst-Ratings, das normalerweise mit hohen Kosten verbunden ist. Die Erfahrung des Rating Funds der Consultative Group to Assist the Poor (CGAP) zeigt, dass eine solches Instrument eine erhebliche Katalysatorwirkung haben kann. Angesichts der Vielzahl von Mikrofinanzinstitutionen, die an einem Rating interessiert sind, und den begrenzten Kapazitäten sowie der hohen Kosten der drei traditionellen 12 D. h. Ausnutzung von Regulierungsunterschieden zwischen verschiedenen Typen von Intermediären. Beispiel: Geldwäsche über nicht regulierte Institutionen; Kreditaufnahme bei nicht an Kreditinformationszentralen teilnehmenden Intermediären und damit Erhöhung der Kreditausfallraten auch im regulierten Teil, etc. 14

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