Lawful Interception (LI) für IP basierte Dienste. Standardisierung bei ETSI

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1 Lawful Interception (LI) für IP basierte Dienste Standardisierung bei ETSI

2 Historisches Leitungsvermittelte Netze (PSTN, ISDN und GSM) Überwachungsverordnung schreibt Implementierung von ES in Version vor. ES beschreibt (im Wesentlichen) die Schnittstelle zwischen Netzbetreiber und LEA (Law Enforcement Agency) Bereitstellung dieser Schnittstelle mit 1. Jänner 2005 IP basierte Dienste werden von ES V2.1.1 nicht abgedeckt. Viel, Seite 2 von 24

3 IPLI Problematik Vermischung zwischen Dienst Erbringung und Bereitstellung der Transportleistung. Dienste sind für die darunterliegende Transportschicht transparent (horizontales Schichtenmodell). Überwachungsrelevante Informationen sind in der Regel nicht zentral erfassbar. Verschiedene Rollen sind zu betrachten: NWO (Network Operator) AP (Access Provider) SvP (Service Provider) Identifikation der richtigen IP Pakete Dynamische Vergabe von IP Adressen IP Adressen sind daher nicht allein zur Identifikation des zu überwachenden Verkehrs ausreichend. Viel, Seite 3 von 24

4 IPLI Problematik Schlussfolgerung von ETSI LI Anforderungen sind selektiv unter Berücksichtigung der verschieden Rollen (NWO, AP, SvP) zu definieren. Viel, Seite 4 von 24

5 ETSI TS Struktur ETSI wählt für die Beschreibung folgende Struktur: TS umfasst die allgemeinen Teile des Handover Interface (HI) TS bis 6 umfassen die servicespezifischen Details. Die Transportleistung wird dabei ebenfalls als Service gesehen. Viel, Seite 5 von 24

6 ETSI TS Struktur Viel, Seite 6 von 24

7 Teil 1 Allgemeiner Teil Es werden 3 Handover Interfaces (HI) definiert: HI 1: Administrative Schnittstelle HI 2: Intercept Related Information (IRI) HI 3: Content of Communication (CC) Anforderungen an netzinterne Überwachungsfunktionen werden indirekt definiert. Viel, Seite 7 von 24

8 Teil 1 Allgemeiner Teil Viel, Seite 8 von 24

9 Teil 1 Allgemeiner Teil HI 1 Wird nicht näher spezifiziert HI 2 und HI 3 Übergabe der Daten erfolgt in Protocol Data Units (PDU) Diese PDU haben folgende Struktur: Header Payload Viel, Seite 9 von 24

10 Teil 1 Allgemeiner Teil PS PDU psheader (LIID, CIN, Time Stamp,...) payload (CC oder IRI) Viel, Seite 10 von 24

11 Teil 1 Allgemeiner Teil Parameter im Header LIID Lawful Interception Identifier CIN Communication Identifier Sequence number Payload timestamp Payload direction Interception type IRI type... Viel, Seite 11 von 24

12 Teil 2 E Mail Services Betrachtet werden ARPANET Textnachrichten Instant Messaging und Chat werden explizit ausgeschlossen. Es werden die relevanten Fälle und die zu übermittelnden Inhalte definiert. Viel, Seite 12 von 24

13 E Mail Services (TS ) Viel, Seite 13 von 24

14 Teil 3 Internet Access Service Unter einem Internet Access Service (IAS) wird die Bereitstellung eines Zugangs zum Internet für Endkunden verstanden. Die Teilnehmeranschaltung erfolgt über einen NWO, der die Hoheit über das Access Network hat. Mögliche Access Networks sind: PSTN/ISDN Dial up xdsl TV Kabelnetze Wireless LAN Netze (WLAN) Viel, Seite 14 von 24

15 Teil 3 Internet Access Service Viel, Seite 15 von 24

16 Teil 3 Internet Access Service ETSI ist sich bewusst, dass die im Feld befindlichen Implementierungen heterogen sind. Es wird daher auf Begriffe nur in allgemeiner Form eingegangen. Beispiele: Target Identity Bereitstellung einer IP Adresse nach Authentifizierung, Autorisierung und Accounting (AAA) User Name Network Access Identifier Ethernet Adresse Calling Line Identity (CLI) Viel, Seite 16 von 24

17 Teil 3 Internet Access Service IRI Records Erzeugung bei Anmeldung und Statusänderung Enthalten die jeweilige Target Identity Content of Communication IP Datagramm Umfasst alle Protokollschichten über und inklusive Layer 3 (IP Layer) Es werden verschiedene Netztopologien betrachtet Beispiel xdsl (nächste Seite) Viel, Seite 17 von 24

18 Teil 3 Internet Access Service Viel, Seite 18 von 24

19 Teil 4 Layer 2 Services Überwachung des IP Verkehrs im Access Network Dem LEA wird eine exakte Kopie der Layer 2 Datagramme übergeben (Layer 2 Tunnel). Viel, Seite 19 von 24

20 Teil 4 Layer 2 Services Viel, Seite 20 von 24

21 Teil 5 IP Multimedia Services IP Multi Media (MM) Services werden auf gesonderten Plattformen erbracht. Diese Plattformen befinden sich in der Hoheit eines beliebigen IP MM Service Providers. Referenzmodell Siehe nächste Seite: Viel, Seite 21 von 24

22 Teil 5 IP Multimedia Services Viel, Seite 22 von 24

23 Teil 5 IP Multimedia Services ETSI unterscheidet in: Network Layer Interception Service Layer Interception Viel, Seite 23 von 24

24 Teil 6 PSTN/ISDN Services Dieser TS bezieht sich auf die Überwachung von emulierten PSTN/ISDN Services. Teil 6 verweist auf die relevanten Festlegungen in ES V Viel, Seite 24 von 24

25 Vielen Dank!

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