NC-Datenübertragung PC <=> Maschinensteuerung

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1 zwischen PC und Maschinensteuerung Vorbemerkung Voraussetzungen Nach dem Erstellen eines NC-Programmes mit P-CAM ist dieses Programm zur Maschine zu übertragen, um dort abgearbeitet werden zu können. Manchmal ist auch das Auslesen von Daten von Interesse. In Abhängigkeit von der Ausstattung der Steuerung gibt es dazu verschiedene Möglichkeiten. Neuere Steuerungen verfügen meist über eine eigene Festplatte, die in ein PC-Netzwerk eingebunden werden kann. Die NC-Daten werden über das Netzwerk kopiert. Eine andere Möglichkeit ist der Transport mittels Datenträgern (Disketten, Magnetbänder, etc.), die jedoch häufig ein Zusatzgerät des Steuerungsherstellers erfordern. Am weitesten verbreitet ist die Datenübertragung über serielle Schnittstellen, die an den meisten Steuerungen vorhanden sind. Im Lieferumfang von P-CAM ist ein entsprechendes Modul enthalten. Nach der Aufzählung notwendiger Voraussetzungen und Erläuterung einiger Begriffe wird dieses Modul im folgenden beschrieben. Die Datenübertragung erfordert bestimmte Voraussetzungen: serielle Schnittstelle nach V./RS- an der Steuerung, bei älteren Steuerungen kann häufig die Schnittstelle des Lochstreifenlesers genutzt werden Kenntnis der steuerungsseitig notwendigen/möglichen Einstellungen für die Datenübertragung (Beschreibung im Handbuch oder Nachfrage beim Hersteller) Kabel zur Datenübertragung laut Handbuch der Steuerung bzw. Herstellerangaben (Beispiel s.u.); maximale Leitungslänge ungeschirmt ca. m, geschirmt ca. 0m je nach Kabelart serielle Schnittstelle am PC (COM) Begriffserläuterungen serielle Datenübertragung Sendung von Informationen in zeitlicher Reihenfolge auf der gleichen Leitung, die Datenbits werden seriell, also nacheinander übertragen. Es stehen zwei Datenleitungen (Sendedaten, Empfangsdaten) zur Verfügung. Die anderen Leitungen sind Steuer- und Meldeleitungen. Für Übertragungsgeschwindigkeiten bis 0 kbit/s ist die Datenübertragung definiert durch ITU-T-Empfehlung V. und EIA RS--C. Handshake Datenflußkontrolle; die Datenübertragung im Start-/Stopbetrieb wird so gesteuert, daß die empfangende Station die gesendeten Daten auch aufnehmen kann. Ist dies für bestimmte Zeit nicht möglich, wird der Sender vom Empfänger mittels einem definierten Signal bis zur wiederhergestellten Empfangsbereitschaft gestoppt. Man unterscheidet zwei Arten, Sender und Empfänger müssen auf identische Verfahren eingestellt sein. Seite 1 von

2 Software-Handshake Der Empfänger sendet zur Steuerung des Datenflusses spezielle Zeichen an den Sender (z.b. XON/XOFF); man benötigt zwei Datenleitungen, deren Funktion mit Übertragungsrichtung wechselt, auf einer Leitung wird jeweils gesendet, auf der anderen empfangen. Hardware-Handshake Der Empfänger steuert die Eingänge ( und/oder ) des Senders mit seinem Ausgang ( und/oder ); man benötigt zwei separate Leitungen für Daten und zwei separate Leitungen für Steuersignale. Übertragungsparameter Die Übertragungsparameter müssen an beiden Geräten identisch eingestellt werden. Bei neueren Steuerungen und der Übertragungs-Software geschieht dies per Menü, bei älteren Steuerungen ggf. über von außen zugängliche oder im Inneren verborgene DIL- Schalter ( Mäuseklavier ). Nur in Ausnahmefällen arbeiten Steuerungen mit einem unveränderbaren Datenformat. Die Übertragungsparameter sind: Baudrate Anzahl der gesendeten Datenbits Anzahl der Stopbits Parität Stecker / Kabel In der Regel finden Stecker in -poliger oder 9-poliger Ausführung Verwendung. Die -polige Variante ist in der zugehörigen Norm als Standard definiert, während sich die 9-polige Ausführung seit Einführung des IBM PC-AT zu einem Quasi-Standard entwickelt hat. Dementsprechend ist an der Steuerung/Maschine meist eine -polige Ausführung und am PC eine 9-polige Ausführung zu finden, meist an den Rückseiten der Geräte. Beide Varianten werden in den folgenden Abbildungen kurz skizziert. Beachten Sie bitte, daß zur Datenübertragung nicht alle Pin belegt sein müssen. Seite von

3 -polige Ausführung: Pin Leitung Bezeichnung Input / Output Pin 1 C. CHASSIS GROUND Pin - SEND DATA O Pin - RECEIVE DATA I Pin + REQUEST TO SEND O Pin + CLEAR TO SEND I Pin + DATA SET READY I Pin S. SIGNAL GROUND Pin DCD + DATA CARRIER DETECT I Pin 0 + DATA TERMINAL READY O Pin RI + RING INDICATOR I -polige Ausführung Pin 1 Pin Pin Pin 1 9-polige Ausführung Pin Pin 9 Pin 9 Pin Pin 1 Pin Pin Pin 1 Pin 1 Pin 1 Pin 1 Pin 1 Stecker Buchse Stecker Buchse 9-polige Ausführung: Pin Leitung Bezeichnung Input / Output Pin 1 DCD +DATA CARRIER DETECT I Pin -RECEIVE DATA I Pin -SEND DATA O Pin +DATA TERMINAL READY O Pin GROUND (0V) Pin +DATA SET READY I Pin +REQUEST TO SEND O Pin +CLEAR TO SEND I Pin 9 RI + RING INDICATOR I Seite von

4 Die übliche Steuerung des Datenflusses erfolgt mit Hilfe des Hardware-Handshake. Dabei signalisieren Steuerleitungen (,,,, DCD) die Sende- und Empfangsbereitschaft von Computer und Peripherie-Gerät. Gebräuchliche Kabelverbindungen werden im folgenden dargestellt. Leider ist hier keine allgemein gültige Regel anzugeben, schon allein wegen der beiden Steckertypen. Jedoch findet man im Steuerungshandbuch meist die entsprechenden Angaben. Typisches serielles Verbindungskabel V/RS (für Hardware-Handshake mit -poligen Steckern) (evtl. sind Pin und Pin auf einer Seite zu vertauschen) C. 1 1 C. DCD DCD 0 0 Computerseite -polige Buchse ( Pins female) Peripherieseite -poliger Stecker ( Pins male) Typisches serielles Verbindungskabel V/RS (für Hardware-Handshake von 9- auf -poligen Stecker) (evtl. sind Pin und Pin auf einer Seite zu vertauschen) DCD (CD) 1 DCD (CD) 0 Computerseite 9-polige Buchse (9 Pins female) Peripherieseite -poliger Stecker ( Pins male) Seite von

5 Verbindungen mit Software-Handshake Wird die Datenfluß-Steuerung über Steuerzeichen (z.b.xon/xoff) vorgenommen, so könnte auf die Verdrahtung der Handshake-Leitungen eigentlich verzichtet werden. Das eigentlich ist auf die Tatsache zurückzuführen, daß die meisten Geräte zusätzlich eine Freigabe der Schnittstelle durch positive Pegel auf den Handshake-Eingängen benötigen. Es sollte daher prinzipiell durch Brücken in den Steckverbindern realisiert werden, daß, und DCD mit Freigabepegeln versorgt sind. In der Regel werden die Signale &, sowie & & DCD gebrückt. Das Modul Nachdem alle Voraussetzungen bekannt sind und die seriellen Schnittstellen mit dem Kabel verbunden wurden, wird das Modul gestartet, z.b. über die entsprechenden Menüs: Im erscheinenden Menü sind die Schnittstelle am PC (Bezeichner) und die Übertragungsparameter einzutragen. Diese sind meist dem Steuerungshandbuch zu entnehmen oder beim Hersteller zu erfragen. Entsprechend diesen Angaben ist auch die Art des Handshakes zu wählen. Im Beispiel ist Hardware-Handshake gewählt. Software-Handshake wäre durch Aktivierung von XON/XOFF zu realisieren. Die definierten Einstellungen können unter einem individuellen Namen name.set im Verzeichnis \SchottSysteme\Editor\Transmission Settings gesichert werden. So ist es möglich, mehrere Einstellungen für verschiedene Maschinen/Steuerungen abzulegen und aufzurufen. Seite von

6 Ist es notwendig, vor oder nach dem eigentlichen NC-Programm bestimmte Sonderzeichen zu senden, kann dies in der entsprechenden Karte eingetragen werden. Bei Bedarf können ASCII- in oktale Zeichen in PICTURES BY PC umgerechnet werden. Das entsprechende Kommando für das ASCII- Zeichen 1 lautet: val oct(1) Als Ergebnis wird das Zeichen 1 errechnet. Dies ist dann dreistellig in der Form \01 in der entprechenden Zeile einzutragen. Nachdem die Parameter eingestellt und ggf. gespeichert sind, wird die zu übertragende Datei geladen. Ist die Steuerung bereit, wird Senden gestartet. Beachten Sie bitte, daß hier zwei verschiedene Modi unterschieden werden: direktes Kopieren in den Speicher und späteres Abarbeiten aus dem Speicher der Steuerung, ohne das eine Verbindung zum PC notwendig ist; meist beträgt die Kapazität des Speichers jedoch nur einige KB blockweises Übertragen (Nachladebetrieb: NC-Sätze werden abgearbeitet und vergessen, neue Sätze werden vom PC nachgeladen), Standleitung PC<=>Steuerung notwendig; beachten: Ressourcenverteilung des PC (Negativbeispiel: einkommendes Fax stoppt Maschine, weil nicht nachgeladen werden kann) Entsprechend wird das Empfangen von Daten gehandhabt. Mit dem PC geht man auf Empfangen" und startet danach das Senden an der Steuerung. Es besteht die Möglichkeit, Sendeund Empfangsvorgänge durch nochmaligen Klick auf den Button anzuhalten. Empfangene Dateien können abgespeichert werden. Zusätzlich verfügt das Modul über Editierfunktionen. Zusammenfassung geladene Datei Mit Hilfe des Moduls ist es möglich, Daten über eine serielle Schnittstelle zur Maschinen-Steuerung zu senden und von dort zu empfangen. Voraussetzungen sind das richtige Kabel, die richtige Wahl der Übertragungsparameter und die entsprechenden Kenntnisse zur Bedienung der Steuerung. Seite von

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