Die Umsetzung der Streetwork am Beispiel der Drogen- und Stricherarbeit

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1 Geisteswissenschaft Susanne Zocher Die Umsetzung der Streetwork am Beispiel der Drogen- und Stricherarbeit Studienarbeit

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3 Die Umsetzung der Streetwork am Beispiel der Drogen- und Stricherarbeit Inhaltsverzeichnis 1. Einleitung 2 2. Begriff der Streetwork 3 3. Geschichtliche Hintergründe der Streetwork 3 4. Streetwork in der Drogenszene Zielgruppen Aufgaben und Fähigkeiten der Streetworker Arbeitsumfelder 8 5. Streetwork in der Stricherszene Stricherarten Aufgaben und Fähigkeiten der Streetworker Arbeitsweisen und Ziele Schlussbemerkung Literaturverzeichnis 15 1

4 1. Einleitung Gassenarbeit, aufsuchende Jugendsozialarbeit, lebensweltbezogene Arbeit oder mobile Jugendarbeit - dies sind alles Synonyme für die Straßensozialarbeit, welche auch unter dem englischem Begriff Streetwork bekannt ist. Die Streetwork gewann in den letzten Jahren in Deutschland immer mehr an Bedeutung. Besonders seit den 70er Jahren werden die Methoden der sozialen Arbeit intensiv zur Diskussion gestellt und erprobt. Bei diesen Arbeitsweisen geht es hauptsächlich darum, den Klienten in ihrer eigenen Lebenswelt professionelle Hilfe anzubieten. 1 Doch was ist unter Streetwork eigentlich genau zu verstehen, warum und für welche Gruppen ist sie notwendig? Wie werden diese Methoden in der Praxis umgesetzt und müssen Streetworker andere Vorraussetzungen mitbringen als Mitarbeiter in einrichtungsgebundenen Hilfsinstitutionen? Auch im Folgenden soll sich mit dem Thema der Streetwork in Deutschland beschäftigt werden. Dabei sollen die oben genannten Fragen anhand zweier Beispiele, nämlich der Straßensozialarbeit in der Drogen- und Stricherszene, geklärt werden. Wie wird die Streetwork in diesen beiden Fällen umgesetzt? So soll die zentrale Frage dieser Arbeit lauten. Um sie zu bearbeiten, ist es zunächst einmal notwendig, allgemeine Fakten zur Straßensozialarbeit zu erläutern. Hierbei wird erst der Begriff Streetwork genauer erklärt werden. Darauf folgt ein kurzer Überblick über die historische Entwicklung der Straßensozialarbeit. Anschließend folgt der Hauptteil der Arbeit. Darin soll genauer untersucht werden, wie die Methoden der Streetwork in der Drogen- und Stricherszene umgesetzt werden. Ich habe mich für diese beiden Streetworkbereiche entschieden, da ich etwas Geläufigeres und etwas Unbekannteres aufzeigen will. Die Drogenszene ist in Deutschland ein bekanntes Themengebiet, nicht aber die Stricherszene. Letzteres beinhaltet außerdem eine ganz besondere Methode der Straßensozialarbeit. Bei beiden ist es jedoch vorerst wichtig, die genauen Zielgruppen zu bestimmen und herauszufinden, warum es ihnen schwer fällt, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen. Danach soll genauer auf den Streetworker eingegangen werden, indem herausgefunden wird, welche Ziele er verfolgt und wie er diese durch seine Fähigkeiten in die Tat umsetzen will. Letztendlich folgt noch eine kurze Schlussbemerkung. 1 vgl. Galuske 2007, S

5 2. Begriff der Streetwork Der Begriff der Streetwork stammt aus dem Englischen und bedeutet auf deutsch aufsuchende Straßensozialarbeit. Bei dieser Arbeit beschäftigen sich die so genannten Streetworker mit Gruppen, die sozial benachteiligt oder kriminell sind oder mit ihrem Leben nicht mehr zurechtkommen und versuchen, diesen zu helfen. Das besondere an der Straßensozialarbeit ist es, dass die Streetworker nicht bzw. nur selten einrichtungsgebunden arbeiten, sondern die Klienten hauptsächlich in deren Aufenthaltsorten, wie Parks, Straßenecken, Fußgängerzonen, Einkaufzentren, Bahnhöfen etc., aufsuchen. Dort versuchen sie, Kontakte zu knüpfen und Hilfe anzubieten, da es den Menschen aus diesen Randgruppen sehr schwer fällt, von sich aus professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen. 2 In diesen Punkten grenzt sich die Streetwork von einrichtungsgebundenen Institutionen deutlich ab. Dort haben die Mitarbeiter nämlich nur einen kleinen Einblick in das Leben ihrer Klienten, weshalb deren Interessen nur eingeschränkt nachgegangen werden kann. Die Streetworker hingegen bekommen einen umfassenderen Einblick in die Lebenslagen der Zielgruppen, weshalb intensiver auf sie eingegangen werden kann. Durch eine informelle Kontaktaufnahme ist es zudem möglich, schneller eine Vertrauensbasis zu schaffen. Letztendlich arbeiten Streetworker und einrichtungsgebundene Mitarbeiter jedoch eng zusammen, da es das Ziel der Straßensozialarbeiter ist, die Klienten an einrichtungsgebundene Institutionen, wie beispielsweise Beratungsstellen, zu vermitteln. Außerdem ist es für diese Institutionen wichtig, [...] Streetworker als vorgeschobene Posten in der Szene zu haben, um darüber im Bilde zu sein, was auf der Szene abläuft und so auf eventuelle Veränderungen schnell reagieren zu können Geschichtliche Hintergründe der Streetwork Die Anfänge der Streetwork liegen in den USA. Dort wurde sich besonders Anfang der 1960er Jahre um die sozial gefährdeten Jugendlichen gekümmert. In Deutschland taucht der Begriff erstmals Mitte der 1960er Jahre auf. Es wurde sich jedoch erst Mitte der 70er Jahre genauer mit diesem Thema beschäftigt, was zur Entstehung der ersten Projekte führte, die sich besonders mit drogengefährdeten Jugendlichen auseinandersetzten. Ende der 70er Jahre konzentrierten sich solche Projekte außerdem auf Wohnungslose und erst Mitte der 80er auch 2 vgl. Galuske 2007, S Steffan 1988, S. 44 3

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